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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen35
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am 29. August 2013
Die DVD von diesem Konzert im Rahmen der WDR-Rockpalast-Reihe kam erst jetzt heraus (24.08.2013), also nahezu 18 Jahre nach Aufzeichnung am 09.10.1995. Vieles hat sich seitdem verändert, in der Rock-Szene allgemein und im Deep Purple-Umfeld im speziellen. Ich hab' sie mir noch schnell vor dem Urlaub angesehen/angehört (es war nur ein Abend Zeit dazu) und muss sagen, dass dieses Konzert ein Juwel ist, vor allem, wenn man es 18 Jahre später und "geläutert" ansieht. Das liegt nicht nur am "Meister" himself, sondern auch an den anderen beteiligten Protagonisten, die allesamt eine Leistung vom Feinsten abliefern.

Das fängt schon mit der Sound- und Bildtechnik der Rockpalast-Crew an, die bekanntermassen ihr Handwerk verstand und eine ganze Reihe hochwertiger Konzerte produziert hat, lange bevor es die heutigen digitalen Möglichkeiten gab. Da können sich die Macher von aktuellen Produktionen eine Scheibe abschneiden, wenn man z.B. an die hektischen "Lady-Gaga-Umschnitte" aus dem 2008er Led Zeppelin-Konzert denkt. Die Kamera bleibt einfach in Grossaufnahme drauf und man kann Ritchie in Ruhe bei seiner "Arbeit" zusehen. Der Sound ist super gut und warm. Ich habe mir die DVD mit reduziertem TV-Ton und parallel über die HiFi-Anlage angehört, weit heruntergeregelt und trotzdem noch laut und mit voller Bandbreite (nichts herausgeregelt); das gibt schon mal maximale Punkte.

Dazu ein dankbares Publikum und eine Setlist quer über das Schaffen von Rainbow und sogar Deep Purple. Hierfür musste vor allem Doogie White in grosse Fussstapfen treten, u.a. von Ronnie J. Dio, Graham Bonnet (nur kurz), Joe Lynn Turner, aber auch Gillan und Coverdale (Hughes übernimmt Bassist Greg Smith als 2. Sänger). Aber das schafft er überzeugend und grossartig, dazu natürlich auch, sich selbst als eigenständige Persönlichkeit einzubringen. Da ich Doogie White schon vorher kannte (Great Brits) und erst kürzlich bei einem Michael Schenker Group Konzert gehört habe, gab es daran auch keinerlei Zweifel. Allein die Performance war dann noch stärker, weil er sich richtig abarbeitet. Die Überraschung an sich war aber Keyboarder Paul Morris, zumindest für mich ein unbeschriebenes Blatt, damals vor seiner Rainbow-Verpflichtung in der Begleitband von Joe Lynn Turner unterwegs. Seine Performance im Zusammenspiel mit Blackmore und auch bei seinem Solo, wo er u.a. Beethoven interpretiert, sind schlicht das (unerwartete) Highlight dieses Auftritts. Chuck Burgi aus alten Rainbow-Zeiten (Bent out of Shape 1983) wurde für die Tournee an der Schiessbude verpflichtet. Auch er kann überzeugen und hat Erfahrung mit der Live-Performance von Beethovens 9. Sinfonie (Difficult to Cure, Live at the Budokan 1984), ist insofern ein alter Rainbow-Hase. Greg Smith liefert neben einer soliden, füllenden Bassarbeit auch einen überzeugenden Job als 2. Sänger ab, wo er z.B. bei Burn den Part von Glenn Hughes übernimmt, und das nicht schlecht. Etwas überzogen hingegen ist die Darstellung der Rolle von Blackmore's Frau Candice Night, die zwar damals noch nicht mit ihm verheiratet war, einige der Songs mitgeschrieben hatte, aber nur einen blassen kurzen Auftritt als Engel Ariel im gleichnamigen Stück hat. Normalerweise schafft man es da nicht auf die Besetzungsliste unter der Rubrik "Vocals", aber da haben wohl die privaten Beziehungen ein bischen mitgeholfen......

Nach dem inzwischen legendären „we must be over the Rainbow, Rainbow, Rainbow“ Intro, gefolgt vom klassischen Opener Spotlight Kid, brennt die Band unter der Leitung des „Chefs“ ein Feuerwerk aus aktuellen und alten Rainbow Songs, oder soll man sagen, Klassikern, ab. Too Late for Tears ist der erste (damals) aktuelle Song von der letzten Rainbow CD „Stranger in us all“, die man damals mit dieser Tour bewarb. Dio’s Long Live Rock ‚n‘ Roll wird anschliessend in epischer Breite dargeboten, unter Einbeziehung des Publikums und einiger Takte aus Deep Purple’s Black Night. Ein erster Anspieltip ist für mich Hunting Humans (aktuelle CD) gefolgt von Wolf to the Moon (aktuelle CD), welches dann in Difficult to Cure (gleichnamiges Album 1981) übergeht, mit Slide-Einsatz von Ritchie; und dieses wiederum wird gefolgt von Paul Morris‘ Keyboard-Solo. Allein dieser Block ist sozusagen schon den Eintritt wert. Die alte Yardbirds Nummer Still I’m Sad, ebenfalls auf der aktuellen Scheibe zu finden (es gibt eine alte Version von 1975), bietet dann Raum für ein hörenswertes, kompaktes Schlagzeug-Solo von Chuck Burgi, bevor es in den alten Rainbow-Klassiker aus Dio’s Zeiten geht: Man on the Silver Mountain, für manche DER Rainbow Song schlechthin. Im Beifall/Übergang in das nächste Stück dann ein Fehler in der DVD oder schlechter Schnitt des Filmmaterials, bevor Temple of the King in einer neuen Version intoniert wird. Das Stück war ursprünglich ebenso wie Man on the Silver Mountain auf der ersten Rainbow-Scheibe 1975 enthalten. Beide Stücke verkörpern das damalige Songwriting von Dio, aus der Welt der Mythen und Ritter, die neue (Doogie White) Version halte ich jedoch für einen Anspieltip. Zwei weitere Titel von der aktuellen CD folgen, Black Masquerade (der titelgebende Song für die DVD) und Ariel, mit dem Kurzauftritt von „Frau Blackmore“, wie oben erwähnt. Nichtsdestotrotz halte ich dieses Stück für einen weiteren starken Anspieltip. Es folgt eine Kurzreferenz an Graham Bonnet, mit Since You’ve Been Gone, um dann in einer starken Version von Deep Purple’s Perfect Strangers zu landen, die ich für einen weiteren Anspieltip halte. An dem folgenden Traditional Greensleeves, nahezu unplugged dargeboten, arbeiten sich heutzutage viele ab, weil der Text in Richtung Alkohol umgeschrieben wurde. Dazu sage ich nur, dass die Zeiten vor 18 Jahren noch anders waren (früher wurde in Firmen Alkohol an Kiosken verkauft) und noch nicht diese von „grünen Gutmenschen“ praktizierte Anklagementalität herrschte.......

Eine Edward Grieg Interpretation von der aktuellen CD (Hall of the Mountain King) und zwei Deep Purple Kracher (Burn und Smoke on the Water), die Ritchie im wesentlichen mit zu verantworten hatte, runden das Konzert schliesslich ab. Warum so etwas, wie übrigens auch viele andere derartige „Werke“, erst 2 Jahrzehnte später erscheint, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings ist es jetzt natürlich ein schönes Promotion-Stück, um das wieder erwachte Retro-Interesse an alten Rockgrössen zu befriedigen. Ritchie selbst, inzwischen 68 J. und noch 2 Mal Vater geworden, hat ganz klar keine Ambitionen mehr darauf und bleibt uns wohl noch eine Weile mit seinem Blackmore’s Night Getingel erhalten. Mir gefällt es nicht, aber ich habe - selbst Gitarrist - grossen Respekt vor seinem Gesamtlebenswerk und betrachte das hier besprochene Konzert als einen letzten Höhepunkt in seinem rockmusikalischen Schaffen. Daher die volle Punktzahl und 5 Sterne.
Joe, aus dem Urlaub auf den Kanaren.
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am 23. August 2013
Klar, dieser Konzertmitschnitt kann nicht mit der Intensität der explosiven 77er Aufnahmen (München) verglichen werden. Dennoch ist dies ein absolut authentischer Rainbow-Gig. Eine gute Band mit einem blendend aufgelegtem Meister Blackmore, der spieltechnisch sowieso über alle Zweifel erhaben ist. Die Rockpalastmitschnitte sind in der Regel immer recht ordentlich. Klar, dass hier Blackmore im Mittelpunkt steht und es ist genial, ihm bei seiner Performance immer wieder auf die Finger schauen zu können. Die Songauswahl ist gelungen. Logischerweise sind einige Songs des damals aktuellen Album "Stranger in us all" in der Setlist zu finden. Glücklicherweise wurden die doch arg kommerziellen Songs aus den 80ern großzügig ausgelassen. Es hätte dennoch der eine oder andere ältere Song (z.B. von "Rising") mehr dabei sein können.
Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Doogie White ist ein erstklassiger Sänger und intoniert auch die alten Dio-Songs erstaunlich gut. Auch die Purple-Songs kommen prächtig daher (na, ja, Smoke on the water hätte es nicht gebraucht...), aber "Perfect Strangers" oder "Burn" klingen hier nicht, wie von einer billigen Coverband.
Volle Punktzahl, weil es eben wohl auch ein geschichtsträchtiges Ton-und Bilddokument ist, denn dies wird vermutlich die letzte Tour von Ritchie Blackmore in dieser (Rock-)Variante gewesen sein. Schade, denn er hat's immer noch voll drauf.
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am 23. August 2013
Ìch habe die DVD jetzt zum zweiten Mal durchlaufen lassen, Zeit Luft zu holen!

Es ist unglaublich, was hätte aus dieser Band werden können!?

Ich gestehe es gerne ein: nach der Auflösung von Rainbow habe ich mich mit Blackmore's Night angefreundet und die beiden ersten CDs höre ich noch immer gerne. Und weil Deep Purple mit Steve Morse damals schnell einen mehr als adäquaten Ersatz fanden, ging das Rock-Leben auch weiter.

Jetzt sehe ich dieses Konzert von 1995 und sofort ist dieses Gefühl wieder da: Long live Rock'n'Roll! Lauter, kompromißloser, guter alter Hardrock mit einem Ritchie Blackmore in Top-Form. Musik, die man gar nicht leise hören kann. Die Songs (werden an anderer Stelle aufgelistet) reihen sich nahtlos aneinander, die Rainbow-Stücke (ob alt oder damals neu) wechseln sich mit den Purple-Klassikern ab, alles wie aus einem Guß. Das Publikum geht von Beginn an voll mit und ich beneide alle, die damals dabei waren. Man sieht nicht ein einziges Handy-Display in der Menge (1995!), also haben alle die Hände frei zum Mitklatschen, grandios!

Die Band ist gut, Doogie White super und "the man in black" gigantisch. Dank der ruhigen Kameraführung kann man ihm immer wieder auf die Finger schauen (im wahrsten Sinne des Wortes) und es kann einem schwindlig werden (Gitarrenschüler werden entweder ehrgeizig oder mutlos....).

Soviel zur Bauchlage nach zweimaliger Durchsicht.

Jetzt noch ein paar Fakten:

Gegenüber einer im Netz und auf Flohmärkten kursierenden DVD ist das Bild offenbar überarbeitet, ich habe es auf meinem Blue-Ray-Player als sehr gut empfunden. Insbesondere die durch das Bild laufenden Wellen (auch damals bei der Fernsehausstrahlung zu sehen) sind völlig eliminiert. Sound (Stereo) für mich kristallklar, druckvoll und differenziert. Dies macht sich besonders in den Gesangspassagen von Greg Smith (Bass) und Candice Night (Gesang) bemerkbar: er sollte beim Bass bleiben und sie... hat an diesem Abend keinen guten Tag (dies sind aber die einzigen musikalischen Einschränkungen!).

Das beiliegende Booklet (englisch) ist tatsächlich umfangreich, jeder Song wird ausführlich besprochen, die DVD selber bietet keinerlei Bonusmaterial,

Aber spielt das wirklich eine Rolle? Wer Rainbow/Deep Purple/Whitesnake-Fan ist, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Ich bin es und deshalb gibt es die volle Ladung von fünf Sternen, mehr geht leider nicht... :-)

Und jetzt schmeiss ich den Player nochmal an: Long live Rock'n'Roll!
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am 31. August 2013
Als dieses 1995er Rainbow-Konzert aus der Düsseldorfer Philipshalle zu Beginn des Jahres 1996 im WDR gesendet wurde, war ich so sehr begeistert von dieser tollen Musik und den tollen Musikern - insbesondere natürlich Ritchie Blackmore, den ich bis dahin nicht kannte - dass ich an diesem Tag zu einem großen Fan von Ritchie Blackmore und später auch Deep Purple wurde. Meiner Meinung nach ist dieses nicht nur das beste Rainbow-Konzert das ich kenne, sondern eines der besten Konzerte, die Ritchie jeh gespielt hat. Allein das unnachahmliche Gitarrensolo bei "Temple of the King" ist ein Grund, sich diese DVD zuzulegen. Ein solches Solo kann nur Ritchie spielen!
Auch andere Songs sind meiner Meinung nach als Referenzversionen zu betrachten: z. B. "Wolf to moon" woran sich eine brillante Version von "Difficult to cure" anschließt, oder "Still I'm Sad", welches ein hervorragendes Schlagzeugsolo des zu Unrecht selbst in Fachkreisen eher unbekannten Drummers Chuck Burgi beinhaltet. Jener Chuck Burgi war in dieser Besetzung übrigens der einzige Musiker, der vorher bereits bei Rainbow gespielt hatte (in den 80ern). Er sprang bei der Tour 1995 für den verletzten John O'Riley ein. Auch die Versionen der Deep Purple-Klassiker "Burn" und "Smoke on the water" wirken sehr frisch und werden durch tolle Gitarrensoli aufgewertet.
Ein großes Plus in Ritchies Spielweise bei diesem Konzert ist neben den herausragenden Soli die Tatsache, dass er alle Gitarrenpassagen spielt - also auch die Begleitpassagen, die er sonst leider sehr häufig lustlos und langweilig spielt oder ganz weglässt (vgl. etwa die Deep Purple-DVD "Come hell or high water" von 1993). 1995 in Düsseldorf hatte Ritchie ausnahmsweise mal einen richtig guten Tag bei laufenden (von ihm gehassten) Kameras. Und so dokumentiert diese DVD nicht nur seine Fähigkeiten Soli zu gestalten und zu Improvisieren, sondern auch wie gut er in der Lage ist, Begleitgitarre zu spielen. Ein Beispiel: Bei "Smoke on the water" begleitet er jede Strophe anders.
Diese Rainbow-Besetzung ist für mich - Dio hin oder her - die Beste die es jeh gab. Auch die Songs des Albums "Stranger in us all" gefallen mir sehr gut. Schade, dass diese Phase von Rainbow nur so kurz andauerte.
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am 9. September 2013
Lange mussten wir auf dieses Rockpalastkonzert warten aber es hat sich gelohnt! Es ist sicher ein Spagat, wenn man Songs aus vielen Bandbesetzungen spielt und somit jedes Stück mit früheren Versionen in Konkurrenz steht. Werden die Stücke aber so brilliant vor getragen wie auf dieser DVD, dann fällt es mir leicht, alle Vorbehalte über Bord zu werfen und das Konzert eben 2 Mal hintereinander zu hören bzw. zu sehen. Ritchie Blackmore zelebriert sein außergewöhnliches Talentan der Gitarre, der Rest der Band sorgt für gelungene Soli und auch Dougie White singt klasse. Die Songauswahl bedient sich einiger der besten Stücke aus der eigenen Bandgeschichte aber auch von Deep Purple, die insgesamt zu einer gelungenen Konzert bilden. Kleines Manko ist der Sound am Anfang, wo die Intro und Spotlight Kid etwas besser klingen könnten. Unwichtig aber etwas peinlich ist die Rolle, die der überbewerteten Backgroundsängerin Candice Night im Booklet zugeschrieben wird. Aber all das wird durch ein großartiges Konzert überkompensiert, das man selten findet und von Ritchie Blackmore - bei allem Respekt vor Blackmore's Night - wohl nie mehr so bekommen wird.
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am 7. September 2013
Ich hatte mir die DVD rechtzeitig bei amazon vorbestellt und die Lieferung kam wie versprochen pünktlich an.
Was soll ich sagen? Wow, dieses Konzert ist einfach nur der Hammer und man ist im heimischen Wohnzimmer für fast 2 Stunden in die glorreiche Rockpalastzeit versetzt.

Nun aber der Reihe nach.

Nach seinem endgültigen Ausstieg bei Deep Purple formierte Ritchie seine Band Rainbow neu, veröffentlichte mit neuem Line-Up das Album „ Stranger In Us All“ und ging auf Welttournee.
Am 09. Oktober 1995 wurde das Konzert in der Düsseldorfer Philipshalle im Rahmen der WDR Rockpalast-Reihe mitgeschnitten und nun 18 Jahre später endlich offiziell veröffentlicht.
An diesem Abend standen neben dem Meister selbst, noch Doogie White am Micro, Paul Morris an den Keyboards, Greg Smith am Viersaiter und Chuck Burgi an den Drums. Ach ja und Candice Night steht auch mal auf der Bühne und singt Background.
Bild und Ton sind absolut Klasse und die Kameraführung hochprofessionell wie man es von einer Rockpalast-Aufzeichnung auch erwartet.

Das Konzert beginnt natürlich mit Dorothys "Toto, I've a feeling we're not in Kansas anymore. We must be over the Rainbow!" und die Band legt dann mit Spotlight Kid los.
Die Setlist dieses Abends umfasste erfreulicherweise Songs aus nahezu der ganzen Schaffensperiode des Meisters. Ich muss zugeben, ich bin kein Freund der Joe Lynn 'Fönwelle' Turner Mainstream-Ära und habe die mit JLT veröffentlichten Alben damals (und auch heute noch) komplett ignoriert, aber Doogie bringt diese Songs anders und gut rüber.
Überhaupt muss ich Doogie den allergrössten Respekt zollen, denn er ist ein sehr guter Sänger und findet sich auch in den Gillan, Coverdale und Dio-Songs sehr gut zurecht.
Aber man muß eigentlich alle Bandmitglieder lobend hervorheben, denn sie zeigten ungemeine Spielfreude und für meinen Geschmack war dies sogar das beste Rainbow Line -Up seit dem Weggang von Ronnie James Dio im Jahre 1978.
Auch die dargebotenen Songs vom Strangers-Album sind geile Livesongs, ob nun „Hunting Humans“, „Black Masquerade“ oder die Neuinterpretation von „Still I’m Sad“.
Der Song „Ariel“ setzt musikalisch da an wo „Stargazer“ aufhörte und ist neben „The Temple Of The King“ eines der absoluten Highlights dieses Konzertes.
Der Meister bezaubert mit seinen magischen Fingern auf der berühmten weißen Strat und spielt die Deep Purple-Klassiker „Perfect Stranger“ und „SOTW“ wesentlich lebendiger als in seinen letzten Purple-Tagen. Er schien befreit zu sein von all den aufzehrenden Spannungen mit Ian Gillan und war nun wieder alleiniger Herrscher auf der Bühne. Besonders freut mich, dass „Burn“, einer meiner Lieblingssongs von Deep Purple, wieder live gespielt wurde.

Ich glaube dies ist auch die letzte Liveaufzeichnung von Ritchie Blackmore als Rockmusiker, bevor er die Band im Jahre 1997 auflöste und seitdem auf anderen musikalischen Wegen wandelt.

Gerade vielleicht auch deshalb, ist dies nicht nur ein tolles Konzert, sondern ein wertvolles Zeugnis dieser Ära und für jeden Rainbow-Fan ein absolutes Muss.
Jetzt muß ich mir nur noch die CD kaufen!
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am 5. September 2013
. . . hat ja eine Weile gedauert bis dieses Konzert mal endlich offiziell veröffentlich wird.
Lieferung: wie immer korrekt und schnell.
Ton: ok, nicht perfekt, aber eben live und nicht overdubbed o.ä. Die Überlagerung bei Spotlight kid wurde ja schon angesprochen.
Technischer Fehler. Für mich aber keinen Abzug wert. Ansonsten ist es mir so lieber als wenn's aufpoliert wäre. Mit allen (Lautstärke)Fehlern.
Bild: entspricht der damaligen Zeit - insgesamt sehr gut.
Performance: mindestens acht Sterne. Allein das Zusammenspiel von Dougie White und Greg Smith ist phänomenal. Man kann der Kerl (GS) gut singen.
Über Dougie White braucht man nichts zu sagen. Habe ihn vor ein paar Jahren mit Cornerstone live erlebt. Unglaublich.
Allein der Einstieg(schrei) bei Ariel nach dem (Fast)stop im Mittelteil (nachdem Candice ihren Auftritt hatte). Das soll mal einer nachmachen!
Paul Morris Frisur kommentiere ich mal lieber nicht . . spielerisch ist er ohne Zweifel Extraklasse.
Mit Chuck Bürgi tue ich mich seit jeher schwer. Sein Spiel ist mir zu . . gleichförmig.
Dann lieber das Original (Cozy Powell [R.I.P.] oder Bobby Rondinelli).
Ritchie Blackmore ist mal wieder er selbst. Er spielt mit Spaß und tatsächlich, ab und zu grinst er
(z.B. als Dougie falsch in die zweite Strophe von Still I'm sad einsteigt)! Sehr cool.
Manchmal merkt man das er gerne etwas schneller gespielt hätte (Burn). Die anderen haben sich aber stoisch an das besprochene Tempo gehalten.
Trotzdem merkt man - RB ist der Chef im Ring. Einzig mit der ungewohnt aktiven, umtriebigen Performance von Dougie White tut er sich schwer.
Das gab's bei Dio, Turner und Bonnet (schon gar) nicht.
Ich liebe diese Besetzung und ganz ehrlich, ich habe RB bis heute nicht verziehen, dass er 1997 "einfach" aufgehört hat Rock zu machen.
Das hätte noch ganz groß werden können. Trotzdem hat er mich und mein eigenes Gitarrenspiel enorm beeinflusst.
Schade und gerade deshalb - volle Punktzahl.
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am 20. November 2013
Hab mir die DVD gekauft, weil ich selbst auf dem Konzert war. Die Qualität der Aufnahmen ist überraschend gut. Da hab ich schon andere Konzertmitschnitte erlebt. Es macht Spaß das letzte Line-up von Rainbow bei der Arbeit zu sehen. Die Schnitte sind nicht zu schnell, sodass man Zeit für das zuschauen hat. Der Sound braucht etwas im Rahmen des Konzertes um besser zu werden, ist aber insgesamt schon gut. Auch die damalige Unsicherheit von Dougie White ist schön zu spüren - guter Einfang der Atmosphäre. Ritchie wirkt fast milde mit ihm. Das war damals noch etwas schärfer. Aber das Konzert war damals schon grandios. Ein schöner Wechsel von alten und damals neuen Sachen. Durchweg gut gesungen - kein Ronnie James, aber Dougie hatte schon viel Talent. Heute find ich ihn noch besser. Die Musiker sind alle bester Spiellaune und es fehlen auch nicht die damals üblichen Soli. Also viel Nostalgie und Retro-Charme. Für Rainbow-Fans ein Muss. Für andere, die guten Hardrock mögen sehr interessant.
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am 18. September 2013
Im Urlaub wurde ich durch ein Musikmagazin auf "Black Masquerade" aufmerksam. Eine DVD mit einem Konzert aus dem Jahre 1995, das vom legendären "WDR - Rockpalast" aufgezeichnet wurde. Ich habe seit jeher zu "Rainbow" ein ambivalentes Verhältnis. Während die ersten drei Platten mit Dio eine rockmusikalische Offenbarung waren, driftete "Rainbow" in den 80ern arg in "AOR-Gefilde" ab. Dennoch sind die Leistungen des "Meisters" auch in dieser Phase immer bemerkenswert. Selbst auf einigen Stücken der "Blackmore's Night - Ära" schafft er es ja immer wieder, ab und an einen eher langweiligen Song mit einem fulminanten Solo zu verzieren; und dies mit eindeutigen Erkennungsmerkmalen !

Auch liegt mir natürlich der Deep Purple - Stammbaum am Herzen. Es gaben sich ja immer wieder Deep Purple - Mitglieder bei "Rainbow" oder "Whitesnake" die Klinke in die Hand. Vor allem in der Zeit, als Deep Purple sich getrennt hatten.

Für mich sah dieses Dank "Rockpalast" nunmehr aktuell veröffentlichte Konzert eher wie ein Rainbow - Durchschnittswerk aus. Eine Rezension zu einer solchen Produktion hätte ich nie geschrieben, wenn ich dieses Konzert nicht aus Neugier gekauft und gesehen hätte.

Die Konzert-DVD, die es auch als CD gibt, ist insofern äußerst interessant, weil sich "Rainbow" seinerzeit an einem Scheideweg befanden. Erst kurz vor Erscheinen der damals neuen CD "Stranger In Us All" 1995 überraschenderweise wieder zum Leben erweckt, waren bereits deutliche Ambitionen erkennbar, die unseren guten alten Ritchie Blackmore fortan lieber zum Mittelalterbarden hatten werden lassen. Auch nicht immer ganz so schlecht, aber ich kann das mittlerweile fast schon nicht mehr hören. Jedenfalls durfte Candice Night zwei Jahre vor der allerersten CD von "Blackmore's Night" hier offenbar schon ein paar Songs beisteuern, die im übrigen auch auf der Studio-CD "Strangers In Us All" enthalten sind, so unter anderem "Wolf To The Moon", "Black Masquerade" oder "Ariel". Dort singt sie sogar mehr schlecht als recht...

Dieses Konzert dokumentiert gewissermaßen den Schlusspunkt von "Rainbow"... Daher habe ich oben geschrieben, dass dieses Konzert dadurch zusätzlich an Bedeutung gewinnt und interessant ist.

Die Songauswahl ist ebenso bemerkenswert. So ist alles dabei, was sowohl bei "Rainbow" gut und wichtig war, also älteres Material aus der Dio-Zeit wie "Temple Of The King" oder "Man On The Silver Mountain". Klassiker wie "Spotlight Kid", "Since You've Been Gone" und "Long Live Rock 'n' Roll" (!) natürlich auch. Verbunden mit neuem Material wie "Hunting Humans" und "Too Late For Tears". Das Ganze ist gekonnt mit einigen Deep Purple Highlights gemixt. Was nicht weiter überrascht. Ritchie darf das... Er hat schließlich entscheidend bei diesen Songs mitgewirkt.

Ein Blick auf die DVD-Hülle weist Doogie White als "Vocals" aus. Große Zweifel hatte ich Anfangs, wie das klappen soll ! Doogie White, den ich vorher nicht kannte, zeigt aber gute bis sehr gute Gesangsleistungen, die stellenweise sogar an den großen "Dio" erinnern. Gleichzeitig deckt er weitgehend die gesamte Bandbreite ab, denn "Rainbow" hatte mehrere beachtlich gute Sänger. Da musste Doogie White schon ganz schön ackern. Und nebenbei noch ein paar Deep Purple Klassiker singen. Alle Achtung ! Aber ich höre diese Songs dann doch lieber von Deep Purple selbst. Macht aber nichts... Na ja und Candice Night ? Gut dass sie nur bei einem Song im Background singt...

Alle anderen Musiker bieten solide Leistung. Ein Blick auf alte Rainbow-Plattenhüllen aus alten Tagen verrät, dass sogar Chuck Burgi an den Drums dabei ist. Die Keyboards sind manchmal etwas überschwänglich. Klanglich finde ich leider gerade Gesang etwas spitz und zu höhenbetönt aufgenommen. Auch fehlt etwas Räumlichkeit und Fundament. Sonst ist aber der Klang recht ausgewogen.

Und über allem steht der "Meister", Weltklasse, superschnell, mit überzeugenden Riffs und vereint alle Musiker zu einer gelungenen Performance.
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am 26. August 2013
Bin sehr beeindruckt von der Qualität des Bild und Tonmaterials. Da hat man Hand angelegt. Die in den vergangenenen Jahren immer wieder auftauchenden TV-Aufzeichnungen und der Flohmarktschrott können da echt nicht mithalten. Fazit. Ein muss für jeden Blackmore, Purple oder Rainbow-Fan. Ich war selber bei diesem Konzert als Zuschauer dabei und das Feeling ist gut eingefangen.
Der "Meister" ist wirklich gut drauf!.
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