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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen süß, mit Wohlfühlgarantie
Ich liebe diese Zeit, ich liebe Geschichten und Filme, die in dieser Zeit spielen. Gerade mit Downton Abbey fertig ( obwohl wir da schon 1920 sind...) klaffte wieder eine große Lücke bis zur nächsten deutschen Vertonung einer BBC Produktion oder ähnlichem. Da kam mir " The Paradise " gerade recht. Ich hatte weder von der Buchvorlage, noch von der...
Vor 12 Monaten von Scarlett veröffentlicht

versus
70 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Paradise - Deutsch/englische Ausgabe
Achtung: Bei der deutsch/englischen DVD-Edition wurde jede Folge um ca. 10 Minuten gekürzt. Dadurch gehen leider etliche Szenen (die für das bessere Verständnis hilfreich wären) verloren. Das ist umso ärgerlicher, da es bei der Produktbeschreibung nicht erwähnt wird.

Wer die gesamte Serie anschauen möchte, muss also auf die...
Vor 10 Monaten von Ano Nym veröffentlicht


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70 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Paradise - Deutsch/englische Ausgabe, 3. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Paradise - Die komplette erste Staffel [3 DVDs] (DVD)
Achtung: Bei der deutsch/englischen DVD-Edition wurde jede Folge um ca. 10 Minuten gekürzt. Dadurch gehen leider etliche Szenen (die für das bessere Verständnis hilfreich wären) verloren. Das ist umso ärgerlicher, da es bei der Produktbeschreibung nicht erwähnt wird.

Wer die gesamte Serie anschauen möchte, muss also auf die englische Ausgabe zurückgreifen (obwohl man die deutsch/englische Ausgabe vielleicht schon gekauft hat!!!)...
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen süß, mit Wohlfühlgarantie, 31. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Paradise - Die komplette erste Staffel [3 DVDs] (DVD)
Ich liebe diese Zeit, ich liebe Geschichten und Filme, die in dieser Zeit spielen. Gerade mit Downton Abbey fertig ( obwohl wir da schon 1920 sind...) klaffte wieder eine große Lücke bis zur nächsten deutschen Vertonung einer BBC Produktion oder ähnlichem. Da kam mir " The Paradise " gerade recht. Ich hatte weder von der Buchvorlage, noch von der Verfilmung etwas gehört und entschloss mich trotzdem 20 Euro auf gut Glück zu investieren. Und , sie waren gut investiert.
Sicher, mit großartigen Verfilmungen wie erst genannte oder North & South, oder auch der Forsythe Saga nicht unbedingt zu vergleichen, versprüht The Paradise seinen ganz eigenen Flair. Wären mir gegen 3 Uhr morgens nicht die Augen zugefallen, ich hätte die Staffel ( 8 Teile a 50 Minuten ) in einem Rutsch geschaut.
Liebenswerte Figuren, nette kleine abgeschlossene Geschichten rund um das neue Warenhaus, ein bisschen Intrige, etwas Liebe - alles dabei. Auffällig jedoch, die Figuren sind weiss, höchstens mal grau, richtig böse Charaktere sind nicht dabei. So befällt den Zuschauer ein angenehmes Wohlgefühl beim Zuschauen der Geschichten. Tolle Entspannung und Unterhaltung nach einer stressigen Woche. Für mich volle Punktzahl, wie gesagt, auch wenn es an die ganz "Grossen" nicht heranreicht, habe ich mich extrem angenehm und gut unterhalten gefühlt. Übrigens, wer kostengünstiger sich ein eigenes Urteil bilden will- bei Lovefilm kann man die Serie auch leihen. Euch auf jeden Fall ganz viel Spaß beim Anschauen !!!!

PS: Über Tipps zu neuen Verfilmungen, Büchern etc. freue ich mich immer riesig !! ( Leider aber nur mit deutscher Vertonung/Übersetzung )
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als drei Gründe, The Paradise zu mögen, 8. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The Paradise - Die komplette erste Staffel [3 DVDs] (DVD)
Die junge Verkäuferin Denise kommt vom Land in die Stadt - eigentlich soll sie ihren Onkel in dessen Schneidergeschäft unterstützen. Doch es hat sich viel verändert. Die Stadt befindet sich mitten in der Umbruchszeit der Industrialisierung - die kleinen Läden haben grosse Konkurrenz erhalten. Ein Warenhaus mit dem verheissungsvollen Namen "The Paradise" hat sich in der Strasse etabliert und lockt mit Luxus, Vielfalt und gut inszenierten Angeboten. Denise wird von diesem Wandel mitgerissen und bewirbt sich schüchtern und fasziniert um eine Stelle in der Damenkonfektionsabteilung. Das Kaufhaus mit all seinen Facetten, den vielen Ups and Downs (Liebeswirren inklusive) ist Dreh- und Angelpunkt der Serie. Gleichzeitig erfährt man viel über die urbanen Entwicklungen dieser Zeit. Ob The Paradise in der Stadt für das Mädchen vom Land auch zum ganz persönlichen Paradies und Happy End führen wird?

Was mir besonders gefiel:
1. Tolle und liebevolle Ausstattung bis ins kleinste Detail - die BBC enttäuscht in der 1. Staffel der Serie, die im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts spielt, nicht! Ob die Kundenräume im "Kaufhaus der Sinne", das Backoffice und die Warenanlieferung, die Büroräume des Managements, die Mansarden der Verkäuferinnen oder das wunderschöne Landhausambiente der Bankiersfamile: Rundum stimmig mit vielen Nuancen und Details zum Entdecken.
2. Bunter Mix an Rollen und gut besetzte Haupt- und Nebendarstellerinnen und -darsteller: Die junge und hübsche Denise, die Schritt für Schritt vom Landentchen zum strahlenden Schwan sich entwickelt; die kinderlose Abteilungsleiterin Miss Audrey, die die jugendliche Konkurrenz spürt und oft anrührende Szenen hat, schwankend zwischen Liebe zum Beruf, Selbstbehauptung, Verletzlichkeit und Angst vor dem Alter; der charismatisch-getriebene, visionäre Aufsteiger und Frauenliebling John Moray; die Bankierstochter Katherine, die trotz Privilegien und sorgenfreiem Leben um ihr Glück ringt und merkt, wie wenig sie das "echte" Leben in ihrem Kokon mitbekommt; ihr Vater, hin- und hergerissen zwischen Zuneigung zu seiner Tochter, manipulativem Geschäftssinn und ökonomischer Klarsicht; die liebenswerte Kaufhauscrew, in der es mächtig menschelt und kriselt (schafft man es, der Rolle gerecht zu werden? Neid, Konkurrenz und Missgunst, wenn die Kollegin die Provision wegschnappt, Klatsch und Freundschaften); der Findlingsjunge Arthur, der im Hof des Kaufhauses geboren wurde und seither hier sein Zuhause hat; die Kundinnen und ihre Sehnsüchte und damit verbundenen Einkaufsgewohnheiten; die mittelständischen Ladenbesitzer, die sich nur langsam den neuen Kaufgewohnheiten anpassen ("ich bin Künstler und liefere keine Hüte von der Stange wie dieses Warenhaus!")... Kurz: Es gibt eine ganze Palette an Rollenmodellen, die einen vielschichtigen Einblick erlauben in eine Zeit.
3. Kosmos Warenhaus: Sehr gut gefallen hat mir der Einblick in die Anfänge der Warenhauskultur. Wie sich plötzlich die Kundschaft mischt (reiche Kundinnen wie Katherine lassen sich ihre Kleider eigentlich vom Schneider entwerfen, zu Hause abstecken und liefern, schlenderten früher also nicht einfach so durch die Läden - das erledigte das Dienstmädchen), wie sich die Abteilungen entwickeln (z.B. die Einführung einer Kinderkleiderabteilung, wo Kinder eben als eigenständige Persönlichkeiten, die es auszustatten gilt, wahrgenommen werden und wo man gleichzeitig die Kauflaune ihrer Mütter erweitert). Man bekommt Einblick in Arbeitsbedingungen (z.B., dass die Verkäuferinnen nur mit Provision über die Runde kommen). Gleichzeitig ist es ein Mini-Crashkurs in Marketing, auch wenn es den Begriff so damals noch nicht gab: Wie kann man neue Käuferschichten gewinnen (am besten eine Stilikone wie Katherine in den Laden locken und grosszügig einkaufen lassen); Sonderaktionen mit Lockangeboten zum Einstandspreis; "Kundenevents" anbieten für eine bestimmte Zielgruppe; Warendruck erzeugen mit opulenter Warenpräsentation; Inszenierung von Produktwelten mit Deko; eine Miss-Wahl ausrufen für die Kundinnen, u.s.w.

Ein Hinweis zum Schluss: The Paradise ist inspiriert von "Das Paradies der Damen / Au Bonheur des Dames" von Emile Zola. Es ist aber keineswegs eine 1:1-Verfilmung des Stoffs. Fans von Literaturverflimungen sollten da also entsprechend offen sein, um nicht enttäuscht zu werden. Nicht nur, dass das Setting nicht die Metopole Paris ist: Auch die Figuren sind anders angelegt (z.B. ist Denise bei Zola ein Mädchen vom Land, das noch seine beiden Brüder in der Stadt durchbringen muss nach dem Tod ihres Vaters, was noch einen ganz anderen Einblick in die Unterschicht erlaubt). Auch fehlt weitgehend der sozialkritische Ansatz, der in Zolas Roman mitschwingt: Sein Buch basierte ja auf unzähligen Recherchen und Gesprächen mit Angestellten, Kunden und Lieferanten, die er dann zu dem Roman verdichtete, der minutiös den grossen Umbruch in der Grossstadt dokumentiert. The Paradise ist vor allem sehr gut gemachtes, entspanntes Wohlfühlkino mit detailverliebt komponiertem, historischem Background. Leichtfüssige und gute Unterhaltung, in der auch geheime Liebschaften und eine Prise Melodram mit Tendenz zur Soap nicht fehlen. Dies geht jedoch gelegentlich zulasten der Komplexität der Figuren - da hat die zweite Staffel also duchaus noch Potenzial. Die Serie besitzt über weite Strecken trotzdem einen beträchtlichen Suchtfaktor und macht mit einem geschickten Cliffhanger am Schluss der ersten Staffel neugierig auf mehr. Schön zudem das Bonusmaterial, in denen das Set von The Paradise seine Türen öffnet!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mal was anderes, 23. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Paradise - Die komplette erste Staffel [3 DVDs] (DVD)
Habe die Serie zufällig entdeckt und auch nur die 6. Folge anfangs gesehen und mir im Anschluss gleich das komplette Paket bestellt und fast in einem Lauf angesehen. Endlich mal eine Serie, in der Intrigen und Sex nicht an erster Stelle stehen. Leider ist zur englischen Version die deutsche Ausgabe etwas gekürzt. Habe mir deshalb alle Serien nochmal im Netz in Englisch angeschaut. Viel geht zwar nicht verloren, aber schade. Man kann schon süchtig danach werden und dieses Knistern zwischen Denise und Moray geht in der zweiten Staffel weiter. Auf BBC one läuft momentan die zweite Staffel. Ich schaue mir im Netz die Folgen in Englisch an. Am Sonntag kommt Folge Nr. 6. Ich hoffe, dass die 2. Staffel bald ins Deutsche übersetzt und irgendwo, und wenns auf Servus TV ist, läuft bzw. bei amazon zu kaufen gibt. Auf jeden Fall jedem zu empfehlen, der die Zeit und den Stil mag.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr nett, aber wenig anspruchsvoll, 13. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Paradise - Die komplette erste Staffel [3 DVDs] (DVD)
Diese Serie ist sehr nett, aber bietet wenig Tiefgang, auch die Aufnahmen sind nicht wirklich realistisch, zu dieser Zeit war London nicht derart sauber und die Menschen, welche dort wohnten - vor allem in den ärmeren Vierteln - waren weder gut angezogen, noch sauber.
Also die Serie ist ein wenig wie aus einem Märchen, trotzdem sehr schön anzusehen und bietet einfach gute Unterhaltung, sehr schöne Ausstattung und was mir besonders gut gefallen hat, ist die Musik, welche alles begleitet, sehr passend und sehr flott.
Auch die Darsteller sind gut gewählt.
Man vergleicht in letzter Zeit natürlich diese englischen Serien fast immer mit Downton Abbey, aber dieser Vergleich würde hier keinesfalls passen, trotzdem ist The Paradise sehenswert, nun fehlt nur noch Staffel zwei in deutscher Sprache.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Paradies der Damen?, 19. Dezember 2013
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Paradise - Die komplette erste Staffel [3 DVDs] (DVD)
Denise Lovett kommt aus einem kleinen englischen Dorf und will im Schneiderladen ihres Onkels arbeiten. Der jedoch steht kurz vor der Insolvenz wegen eines großen Kaufhauses, das in der gleichen Straße aufgemacht hat. Sie sucht daher dort um Anstellung. Von nun an ist sie eines von mehren Mädchen in der Abteilung der Damenkonfektion.

Diese BBC Serie basiert angeblich auf Émile Zolas Roman Das Paradies der Damen (Au Bonheur des Dames), nur hat die BBC die Geschichte von Paris nach England verlegt. Wie genau die Serie sich an das Buch hält kann ich leider nicht beurteilen, die Serie macht jetzt aber auch nicht wirklich Lust, das Buch zu lesen.
Der Roman erschien 1884, in einer wirtschaftlich genauso aggressiven Zeit, wie der heutigen. Große Kaufhäuser machen den kleinen Einzelhändler kaputt. Dazu noch ein wenig Zuckerguss. Ein Arbeitgeber, der sich um seine Angestellten sorgt, deren Sorgen und Nöte ernst nimmt (in dieser Hinsicht tatsächlich paradiesisch, verglichen mit den heutigen Zeiten) und ein paar persönliche Verwicklungen wie die Liebe des Inhaber des Paradises zu einer Adeligen, was deren Vater so gar nicht lustig findet.
Ich finde diese Serie belanglos und affektiert. Sie schwimmt auf der Downton Abbey Welle der „guten alten Zeit“ mit, wo die Angestellten und Diener stolz waren einen ach so guten Herren zu dienen und die Herrschaften wie ein pater familias ihre Angestellten wie hochgeehrte Verwandte behandelten. Dazu die üblichen Standesdünkel, Intrigen unter den Angestellten, Eifersüchteleien und das Verteidigen der Eigenen Position und Angestellten, die auf ihren Chef stehen. Ustairs Downstairs relaoded, nur dass hier in einem Kaufhaus gedient wird und nicht hohen Herrschaften.
Die Spielweise ist extrem affektiert und kann einem in hohen Dosen unglaublich auf die Nerven gehen. Die Gespräche sind gestelzt, so verschachtelt und affektiert sprach damals sicherlich keiner. Unecht, peinlich und wohl derzeitig (wohl gewollt) voll im Trend. Die Besetzung kennt man teilweise schon aus Lark Rise to Candleford.
Insgesamt ist diese erste Staffel nur 8 Folgen lang, nicht wie sonst bei anderen Serien 13-22 Folgen. Eine zweite Staffel läuft derzeitig auf BBC.

Fazit: Nett, belanglos, vorhersehbar und für Freunde von Downton Abbey und Leute, die sich danach sehnen, dass es wieder eine stabile Oberschicht gibt, der sich um sie sorgt und sie schützt. Ein bedenklicher Trend in den heutigen Zeiten, der in immer mehr Serien zu beobachten sind, besonders jenen aus UK.
So dermaßen suckersüß, dass man beim Zuschauen Zahnschmerzen bekommt, wenn einem Affektiertheit und Standesdünkel nicht vorher den Magen umdrehen. Mehr als zwei Folgen am Stück können zu einem massiven Zuckerschock und Diabetes führen, so süßlich ist diese Serie.
Der von Geigen triefende schmalzige Soundtrak steuert dann noch seinen Teil bei.
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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Froth, Frivolity and Fashion ..., 16. Juli 2013
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Paradise - Die komplette erste Staffel [3 DVDs] (DVD)
(Tipp: die preisgünstigere UK-Version kaufen, falls man die deutsche Tonspur nicht zwangsweise benötigt!)

... sind die drei F, aus denen THE PARADISE gestrickt ist. Welche Frau kann schon widerstehen, wenn sie, egal ob medial oder real, die ehrwürdigen Shoppinghallen betritt?! ;)

So geht es auch der jungen Denise (Joanna Vanderham), einem passionierten 'Shop Girl', das aus dem provinziellen Peebles in die Großstadt (irgendwo im Norden Englands) zu Onkelchen zieht, um Karriere zu machen. Dummerweise nähert Onkelchen (Peter Wight) sich rapide dem Bankrott. Schuld daran ist kein anderer als Moray (Emun Elliott), der gegenüber das erste Waren-/Kaufhaus der Stadt etabliert hat. Er steht für Fortschritt, für Ideen und Risikobereitschaft. Unterstützung erhält er vom adeligen Bankier Glendenning, dessen Tochter Katerine (Elaine Cassidy) einen Narren an dem zurückhaltenden Mann gefressen hat, der sich nicht so leicht einfangen lassen will. Eine neue Erfahrung für die störrische, willensstarke und egoistische verwöhnte Tochter. Doch da ist auch noch Denise, die gezwungenermaßen eine Einkommensquelle braucht und ihre Zelte im noblen Paradise aufschlägt. Sie wird schnell zu Morays Liebling, seinem 'little champion'. Mit ihrem feinen Gespür für Mode, vereint mit Tatkraft, Ehrgeiz und jeder Menge werbewirksamer Geschäftsideen, bringt sie frischen Wind in die viktorianischen Ideale. Das ist der Chefin der ladies' wear Ms. Audrey (Sarah Lancashire), einem korkenziehergelockten Beispiel weiblicher Sittlichkeit, mitunter ein Dorn im Auge. Aber auch andere beobachten Denises Auftauchen mit Argusaugen, aus ganz unterschiedlichen Motiven, wie z.B. Clara, die ihren Chef vergeblich anhimmelt, oder der mysteriöse Jonas, der eine tiefe Verbundenheit zu Morays verstorbener Frau fühlt.

Nach losen Motiven eines Zola-Romanes webt die BBC acht Folgen rund um das fiktive Kaufhaus im Norden Englands. Dafür wurde die Handlung von Frankreich kurzerhand nach England verlegt. Nach Parade's End wollte ich wieder mal MEHR BBC-Period, und zwar SOFORT, also kam mir THE PARADISE gerade recht. Und rückblickend, mit einigen Tagen Abstand: Ja, es hat mir gefallen, mich teils berührt, aber in Teilen auch leicht kalt gelassen. Kein Vergleich zu DA oder PE. Dafür ist der Stoff zu locker, zu leicht, zu sehr auf die Liebesgeschichte bzw. das Liebesdreieck ausgerichtet. Explosives Zeitgeschehen wie in PE oder DA sucht man vergeblich. Hier konzentriert man sich auf das Kaufhaus und die verbundenen kleinen Erfolge und Intrigen. Man lebt und arbeitet im PARADISE. Viel mehr sieht der Zuschauer auch nicht, ganz im Gegensatz zu anderen Periods. Landschaftsaufnahmen sind rar, Herrensitze Fehlanzeige. Dafür jede Menge viktorianischen Nippes und Krimskrams prunkvoll inszeniert und dargeboten. Sprich: fast nur Innenaufnahmen und Studioaufnahmen der Straße, in der das Paradies angesiedelt ist, schade! Solide Unterhaltung mit einer teils spannenden, netten kleinen Liebesgeschichte vor einem düster-dunklen Geheimnis. Dazu viele Angestellte, die ihr eigenes Süppchen kochen und das Paradise zu einem interessanten und liebenswerten Mikrokosmos machen.

Interessant und liebenswert umgesetzt sind die Ideen, das Paradise weiter auszubauen und zur unangefochtenen Nummer Eins zu machen. Das zu einer Zeit, in der der die Einkaufswelt gänzlich anders strukturiert war. Man ging zum Hutmacher, wollte man eine Kopfbedeckung, und zum Schirmmacher, wollte man einen Sonnenschirm, zum Schneider, wenn man ein neues Kleid erwerben wollte. Nun ist alles unter einem Dach zu finden. Das treibt alteingesessene Geschäftsmänner wie Denises Onkel in den Ruin. Des einen Freud ist des andern Leid. Gut wird dabei das Gebaren und die Statik der damaligen Finanzwelt dargestellt. Investoren unter Glendennings Führung investieren lieber in coal and shipping denn in RETAIL. Doch unsere blonde, nicht zu unterschätzende junge Geschäftsfrau mit Sinn, ich sag nur 'LADIES in the DARK' - ganz zu schweigen von anderen Einfällen - weiß die Damenwelt zu fesseln. Doch so entzückend diese Ideen samt der lavish Deko sind, so ermüdend wird es mit Voranschreiten der Serie. Eine Idee hetzt die andere, einem farbverstärkten Kleid Katerine Glendennings folgt ein anderes.

Extrem gelungen fand ich hingegen Cast und Charakterzeichnung der vielen Beteiligten. Da ist Moray, der Schmeichler, der eloquente Chef, der die Damen um den Finger wickelt. Ist er ein Luftikus oder doch viel mehr? Daneben gibt es seinen alten Freund und seine rechte Hand, der Manager Dudley. Der bereits erwähnte Jonas (David Hayman) ist einer der großen Lichtblicke dieser Serie. Er ist undurchschaubar, herrlich kalt und perfide. Trotzdem packt er uns bei den Gefühlen und man kommt nicht umhin mit ihm zu leiden, zumindest ein klein wenig. Daneben gibt es natürlich die Damen aus der ladies' wear, ein munteres lustiges Völkchen, das unter Audreys Regie der Glanzpunkt des Paradieses ist. Sollte es andere Abteilungen geben, was ich bezweifle, werden sie ignoriert und sträflich vernachlässigt.
Schon der Vorspann macht es uns deutlich: Hier ist nichts dezent und zurückhaltend. Ganz im Gegenteil, wir versinken in einem Meer an knalligen Farben, Stoffen und implizierter Exotik. Beispielhaft dafür steht auch das Buntglasfenster, das so typisch für das Viktorianische England war, in diesem Fall mit einem Hauch von Exotik durch das Motiv des Pfaues.

Zur Storyline bleibt festzuhalten: Anfangs in sich abgeschlossen und extrem ideenreich war ein erster Höhepunkt am Ende der Folge drei zu verzeichnen, wo ich das erste Mal fast zum Taschentuch gegriffen hätte - eine gelungene und berührende Folge. Dann trat ein erstes Sättigungsgefühl ein. Gerade die letzten beiden Teile sind dann zu sehr auf das Ende hin konstruiert. Es gibt eine große Storyline, die nicht mehr zu den kleinen feinen, aber in sich abgeschlossenen Folgen passt. Trotzdem bleibt es spannend, was einen großen Reiz der Serie ausmacht: Wer bekommt wen? Endet es so, wie ich es mir wünsche oder am Ende mit einem Cliffhanger, der uns bis Staffel zwei im Unklaren lässt? Einfach selbst genießen und über acht Stunden in die Welt des Konsums abtauchen.

Zur DVD-Ausgabe: Die Rezension bezieht sich auf die UK-Ausgabe. 3 DVDs, die acht Folgen à 57 Minuten umfassen, dazu eine interessante Doku. Englische UT, die man größtenteils nicht braucht. Auch wenn deutlich in Nordengland angesiedelt, recht gut verständlich. Wenn auch kein Vergleich zum bestens verständlichen Oberschichtenenglisch Downton Abbeys, wesentlich einfacher als Parade's End zu verstehen. Leider ist die Bildqualität nicht mit anderen Serien vergleichbar. War ich kürzlich von dem kristallklaren Bild bei PE schlicht hin und weg, sieht man hier deutlich unscharfe und stellenweise schräge Linien in einigen Szenen. Schade ... (Via co.uk für 13 € inkl. Versand zu haben).

Fazit: Nette Unterhaltung für Herz und Auge. Lässt die mitreißenden Gefühle Downton Abbeys vermissen, genau so wie den Anspruch Parade's Ends. Insofern recht gut, aber in Teilen belanglos. Trotzdem werde ich zu Staffel zwei sicherlich nicht widerstehen können und dabei sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen klein aber fein, 4. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Paradise - Die komplette erste Staffel [3 DVDs] (DVD)
Nach Lesen der anderen Rezensionen möchte ich hier eher etwas dazu schreiben. Die Meinungen sind doch recht kontrovers und könnten einen potentiellen Käufer verunsichern, daher, damit dieser kleinen Produktion nicht Unrecht getan wird, nicht zuletzt durch falsche Erwartungen, hier mein Senf dazu:
ich habe den Zola gelesen, mich stört es gar nicht, dass sich vorliegende Serie die ich im engl. Original (ungekürzt) sah, nur "anlehnt".Der Roman sollte doch nicht verfilmt werden.
Das Szenario ist auch realistisch nach England versetzt, ich habe übrigends mal eine Doku über das erste Warenhaus überhaupt, gesehen, was sich mit gleichen Problemen und Vorurteilen rumschlagen mußte!!! wie das in der Serie, es entstand übrigends in Rußland. Also egal wo, es war für die Leute in der Tat eine völlig neue fast revolutionäre Art Handel zu betreiben, das wird in der Serie sehr schön beschrieben, ein sehr öffentliches, damals geradezu ordinär anmutendes Kaufhaus versus alteingesessene rückwärtsgewandte spezialisierte Einzelhändler oder sogar die persönliche Schneiderin der Lady, die dann ja auch das Hochzeitskleid schneidern durfte (das weiße!).
Da gibts für mich keine Schieflage.
Zum Thema Akteure sind die Kommentatoren hier, wie ich's selten las, geradezu in zwei Lager geteilt, in fans der Hauptakteure und in fans der Nebenrollen, die die Hauptakteure blass finden.
Ich nehme Partei ein für die Hauptakteure. Ich fand die Nebenrollen ein bisschen zu sehr typisch BBC. Und einige Nebenrollen-Charaktere sind in der Serie in der Tat schwammig, das Button Mädchen war in Lark Rise to Candleford viel ausdrucksvoller und eindeutiger. Hier ist sie mal so mal so, wenig griffig. Auch ich find Miss Audrey schwammig.Und langweilig. Auch der recht sympatische Charakter Sam entwickelt sich nicht weiter, ihm fehlt Tiefe. Den 2. Geschäftsführer und guten Freund von Moray finde ich hier sterbenslangweilig, als freiheitsliebender Schmied in LRtoCford war er viel interessanter, vorliegend ist er ein so eindimensional zugeknöpfter Gutmensch, der aber seinen Freund Moray eigentlich gar nicht richtig kennt.
Fesselnd finde ich Moray selber. Er ist gerade spannend, weil man ihn auch z. T. ablehnen muß, z.B in seiner Art sich von den Glendennings fast kaufen zu lassen. Er soll, denke ich, auch Zweifel entstehen lassen, was hat er z. B. mit seiner toten Frau tatsächlich gemacht, ist er so rücksichtslos selbsteingenommen und geschäftsorientiert wie es anfangs scheint? Ja, er ist mal nicht der typische BBC Held sondern man muß sich mit ihm auseinandersetzen. Das fand ich ganz spannend. Ich finde des Weiteren daß Katherine Glend. überzeugt. Wie sie kurzzeitig versucht ihr wahres Heil zu finden in Adler und wie sie aber aus der Rolle der verwöhnten gierigen Tochter und Frau nicht herauskommt, Moray immer weiter verfällt und sich langsam in einen Wahn hereinsteigert. Auch Ihr Vater, der sie sorgenvoll beobachtet und weiß was in ihr vorgeht, aber auch was Sache mit Moray ist und sich leider doch von ihr vor den Karren spannen läßt und versucht Moray zu kaufen, vermeindlich um ihr zu "helfen", das fand ich überzeugend und packend. Zur Protagonistin, so teile ich die hier geäußerte Ansicht, dass sie mit Bedacht ruhig, klar und schlicht agieren soll. Trotzdem glaubt man ihr, wenn ihre Geschäftstüchtigkeit und ihr Ideeenreichtum druchbricht und ihr Gesicht dabei auflebt. Zudem ist sie ausgesprochen attraktiv und angenehm. Und genau das ist glaube ich auch Grundlage der Gefühle Morays zu ihr. Ihr Gefühlsleben in bezug auf ihn, ja, ich finds auch a bisserl dünn, aber ich kann damit leben, daß sie in ihrem gemeinsamen Traum aufgehen und er sie liebt weil sie ihn versteht und umgekehrt. Ganz im Gegensatz zu K.Glendenning die ihn ja einfach nur besitzen will, egal wie er ist.

Wer hier die dramatische tiefgehende Romanze a la Jane Eyre oder Pride and Predjudice sucht, ist sicherlich falsch, ich finde nicht, dass die Romanze hier im Vordergrund steht.
Die Serie hat thematisch aber auch nichts mit den Perlen Upstairs Downstairs oder D Abbey zu tun, die u.a. die Verwobenheit aber auch die Distanz der Klassen/Schichten darstellen.
Sie ist aber doch auch thematisch schon viel weniger dramatisch angelegt, geht es hier nur um den kleinen Teilaspekt Modernisierung des Handels durch Verkauf im großen Warenhaus, wobei sich die gesellschaftlichen Schichten schon beginnen sich zu Vermischen (die adlige K.Glendenning will ohne Weiteres den nichtadligen Geschäftsmann Moray heiraten).Trotz "seichterer" Thematik ist die Serie aber auf ihre eigene Art charmant aufbereitet und hinreichend unterhaltsam.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewohnt BBC, gewohnt gut..., 4. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The Paradise - Die komplette erste Staffel [3 DVDs] (DVD)
"The Paradise" ist eine gewohnt starke Serie aus dem Hause BBC. Ich muss sagen, bei solch hochqualitativen Serien werde ich wohl immer Fan von BBC-Produktionen bleiben.

Das viktorianische England zeigt sich in klaren Bildern. Kunstvoll wurde der Look des Zeitalters eingefangen, die Farben sind angemessen zurückhaltend und dezent eingesetzt. Da es sich hier um eine Romanverfilmung handelt, muss natürlich auch dieser Aspekt immer eine Rolle spielen. Und ich muss sagen, der Roman wurde hier sehr nah umgesetzt. Manchmal ist es eben doch besser, gleich eine Serie daraus zu machen. Und hoffentlich ist diese auch noch nicht zu Ende. :-) Sensationell gut inszeniert wirkt die Serie sehr nostalgisch und der damaligen Zeit nachempfunden. Auch die Szenerie und die Kostüme wurde klasse gewählt, so dass man wirklich in das viktorianische Zeitalter Englands eintauchen kann. Die gekonnte Kameraführung sorgt für einen unvergleichlichen Charme der Serie.

Auch die Handlung wurde sehr kurzweilig umgesetzt - ich finde, acht Episoden sind wirklich viel zu wenig. Diese Serie hat meiner Ansicht nach einfach Suchtpotential.

Die DVD erhält man in einer Banderole. Als Bonusmaterial liegt "Behind the doors of the paradise" bei.

Fazit:

Einfach klasse umgesetzt. Für Fans ruhiger historischer Stoffe unbedingt zu empfehlen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Kürzung geht garnicht, 8. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Paradise - Die komplette erste Staffel [3 DVDs] (DVD)
Die Serie gefällt mir sehr gut. Leichte Unterhaltung für Zwischendurch. Hat mich jetzt nicht so sehr in den Bann gezogen wie Downton Abbey, ABER das macht die Serie um keines Falls weniger sehenswert. Ich mag die Charaktere fast alle und finde die Idee, über die Entstehung der Kaufhäuser eine Serie zu machen, durchaus gelungen.

Nur was mich ziemlich aufregt (daher die 3 Sterne) ist die Tatsache das mal wieder fürs deutsche Fernsehn gekürzt wurde. Und die Macher der DVD nicht auf die Idee gekommen sind die fehlenden Szenen einfach im Originalton drin zu lassen. Warum nicht? Andere können das doch auch. Ich habe die erste Folge auf englisch gesehen und finde die Szenen sind wichtig.

Ich hoffe das wird in Staffel 2 besser gelöst. Dann gibt es die vollen 5 Sterne :-)
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