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4.0 von 5 Sternen Gelungener Blick
Einen gelungenen Einblick auf die Welt der Arbeiterschaft im 19. Jahrhundert bietet das Werk "Der Totschläger". Emile Zola schildert darin das Leben der jungen Wäscherin Gervaise, die von ihrem Liebhaber Lantier mit zwei Kindern sitzengelassen wird. Schliesslich gibt sie dem Werben des Arbeiters Coupeau nach und willigt ein, seine Frau zu werden. Das Glück...
Veröffentlicht am 13. September 2004 von B. S.

versus
3.0 von 5 Sternen Der Totschläger
Sehr genaue Beschreibung der damaligen Lebensweise, aber schließlich doch sehr deprimierend. Zola ist ein wirklich großartiger Erzähler einer anderen Zeit
Vor 17 Monaten von Heidemarie Tragl veröffentlicht


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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener Blick, 13. September 2004
Einen gelungenen Einblick auf die Welt der Arbeiterschaft im 19. Jahrhundert bietet das Werk "Der Totschläger". Emile Zola schildert darin das Leben der jungen Wäscherin Gervaise, die von ihrem Liebhaber Lantier mit zwei Kindern sitzengelassen wird. Schliesslich gibt sie dem Werben des Arbeiters Coupeau nach und willigt ein, seine Frau zu werden. Das Glück des Ehepaares hält jedoch nicht lange an: Als Coupeau während seiner Arbeit vom Dach eines Hauses stürzt und für einige Zeit arbeitsunfähig wird, scheint auch Gervaise an ihrem Schicksal zu zerbrechen. Coupeau beginnt zu trinken und seine Tage und Nächte im "Assomoir" (Titel der Originalausgabe: "L'Assomoir"; eine Kneipe in Paris, in der vorallem Schnaps konsumiert wird) zu verbringen, anstatt das dringend benötigte Geld daheim abzugeben. Gervaise versucht anfangs noch, die Familie zusammenzuhalten und keine Schulden zu machen. Als sie allerdings sieht, wie sich ihr Traum nach einem guten Ehemann, der sie nicht schlägt und einem ruhigen Lebensabend langsam in Luft auflöst, gibt sie sich ebenfalls der Verschwendungssucht hin und schuldet immer mehr Leuten immer mehr Geld. Als Coupeau in einer Anstalt im Delirium tremens stirbt, hängt Gervaise'Leben auch nur mehr an einem seidenen Faden...
Der Roman ist zu keiner Zeit melancholisch oder beschwerlich zu lesen, sondern er regt eher zum Nachdenken an und reflektiert ein gutes Bild der damaligen Zeit. Zuerst hatte ich Mitleid mit Gervaise, die sich eigentlich nur ein bescheidenes ruhiges Leben als Wäscherin wünscht und einen Mann, der sie nicht schlägt. Am Ende hat sie keines von beiden und gibt sich auch der Prasssucht hin.
Gut beschriebenes Schicksal der damaligen Zeit, als ein einfacher Arbeitsunfall eine Familie zerstören konnte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom kleinen Leben ohne Chancen, 8. Januar 2009
Von 
Wolfgang Stroebl (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Zolas Bücher sind sicher keine "leichte" Lektüre, aber sicher eine, die sich auch und gerade im 21. Jahrhundert lohnt. Es ist ein scharfer Blick aus dem sicheren Kokon des Sozial- und Wohlfahrtsstaat unserer Tage hinein in das Arbeitermilieu des 19. Jahrhunderts in Paris, voll von Armut, Enge, Kälte, Alkohol und Gefühllosigkeit. In "Der Totschläger" prangert Zola die armseligen sozialen Verhältnisse an, die die Menschen ihrer Chancen und ihres kleinen Glücks berauben.

Streng nach den Regeln des literarischen Naturalismus, nach denen Menschen durch Vererbung, Zeit und Milieu definiert sind, hat auch die Hauptperson, die Wäscherin Gervaise, wenig Möglichkeiten, aus der Armut zu finden. Nach wenigen glücklichen Jahren als Geschäftsinhaberin wird sie von zwei parasitären Männern so ausgenommen, dass sie sämtlichen Halt verliert und an Disziplinlosigkeit, Genuss- und Trunksucht zugrunde geht. (Ihre Tochter Nana, eine früreife, verdorbene Göre, wird ja später als Kokotte die Protagonistin eines besonders berühmt-berüchtigten Zola-Romans.)

Sicherlich, der Roman hat auch seine Längen: Zola beschreibt naturalistisch genau Lokale, Gesellschaften, Fabriken u.ä. Man könnte diese Einschübe durchaus überblättern, ohne den Handlungsfaden zu verlieren, aber die detailfreudige Erzählweise bietet einen ungeschönten Einblick in die damaligen Verhältnisse. Wenn Zola aber zu den menschlichen Tragödien zurückkehrt, wenn er einen Trunkenbold bei der Misshandlung seiner Familie schildert, wenn er der erniedrigten Gervaise zusieht, wie sie erfolglos versucht, auf den Strich zu gehen, - dann ist das Weltliteratur, die in ihrer erbarmungslosen Intensität kaum je übertroffen werden konnte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein tragisches Schicksal im Zweiten Kaiserreich, 18. September 2009
Ich habe ja schon einige Bücher aus der Rougon-Maquart-Reihe von Emile Zola gelesen. "Der Totschläger" war mein zwölftes und ich muß sagen, der Roman hatte es ganz schön in sich. Er war gut geschrieben, beschrieb die Lebensumstände und Charaktereigenschaften der Protagonisten naturalistisch genau und ließ sich gut lesen. Doch ich empfand den Roman als den düstersten von Emile Zola. Es ging ja immer nur bergab gegen Ende hin. Nirgends gab es ein Zeichen Hoffnung. Alles war schwarz, schmutzig und die meisten Protagonisten unsympathische Leute und viele von ihnen auch moralisch verkommen. Mit Gervaise hatte ich irgendwie immer Mitleid, auch wenn sie an ihrem Schicksal nicht ganz unschuldig war.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Vorwort von Emile Zola ist auch sehr lesenswert!, 27. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Totschläger (Kindle Edition)
Ziemlich eindringlich schildert Zola hier das ärmliche Leben in den (früheren) Pariser Vorstädten. Einem Ehepaar gelingt zunächst
ein gewisser Aufstieg, doch Akoholsucht zerstört kontinuierlich alles Erreichte bis hin zum Tod in bitterem Elend.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Not und Elend im Zweiten Kaiserreich, 22. Mai 2011
Der Totschläger zeichnet den Verfall der Familie Macquart wohl am aller deutlichsten und abscheulichsten. Kaum ein Leben der Macquarts ist so von Aufstieg und unwürdigem Niedergang gezeichnet, wie das Leben der arbeitsamen Wäscherin Gervaise Macquart.

Sehr jung waren sie von Plassans nach Paris gekommen - Gervaise und Auguste Lantier, zwei Kinder im Gepäck - den älteren Claude und seinen kleinen Bruder Etienne. Doch dem überschwänglichen Angebot des Pariser Nachtlebens, der immer geöffneten Schenken mussten schon bald die liebevolle, familiäre Atmosphäre und das strebsame Leben weichen. Plötzlich steht Gervaise, von Lantier verlassen mit ihren beiden Söhnen allein mitten in Paris.
Der fleißige und ehrliche Bauklempner Coupeau nimmt sich glücklicher Weise bald ihrer an und heiratet sie. Während sie zu Beginn ihrer Ehe fleißig arbeiten, sich ein wenig Wohlstand aufbauen und Gervaise eine kleine Tochter - Nana - zur Welt bringt, bricht im Lauf ihres strengen Lebens ganz Paris über die arme Gervaise herein.

Nach einem Sturz vom Dach während Bauarbeiten, ist Coupeau nicht mehr der alte. Er findet nicht wieder ins Arbeitsleben zurück und versinkt im Suff. Dennoch gelingt es Gervaise sich eine eigenen, florierende Wäscherei aufzubauen.

"Was Gervaise anging, die ernsthaft bei ihrer Beschäftigung war, so schien sie nichts zu hören. Während sie schrieb, sah sie den Wäschestücken mit aufmerksamem Blick nach, um sie bei neuerlichem Auftauchen wieder zu erkennen; und sie irrte sich nie, sie legte jedem nach Witterung, nach Farbe einen Namen zu. Diese Servietten gehörten den Goujets; das sprang in die Augen, sie hatten nicht zum Auswischen der Pfannenboden gedient. Da war ein Kopfkissenbezug, der sicherlich von den Boches stammte, wegen der Pomade, mit der Frau Boche ihre ganze Wäsche verkleisterte. Es war auch nicht mehr erforderlich, ihre Nase an Herrn Madiniers Flanellunterjacken zu halten, um zu wissen, dass sie ihm gehörten; er verfärbe die Wolle, dieser Mann, so fettig war seine Haut." S164

Doch ihr Mann hatte in seiner Dummheit Lantier wieder in Gervaises Leben geschleppt, der sich in ihrem Zuhause nicht nur wie der Hausherr benahm, sondern auch Gervaises Einkünfte fordertet und in Coupeaus Suff nachts ihre Kammer aufsuchte. Nun ging alles den Bach runter. Zuerst wurden sie die Schulden nicht mehr los und verloren immer mehr an gesellschaftlichem Ansehen. Keine Frage, die Schadenfreude der Verwandten Coupeaus und der Nachbarn war unermesslich. Doch damit nicht genug, war Gervaise gezwungen, ihren Laden einer alten Bekannten zu überlassen - ihr Geliebter Lantier blieb.

Während das Leben für Gervaise immer tiefere Abgründe auftat, wuchs Nana prächtig heran, eine hübsche, füllige, kleine Göre, die wie eine läufige Hündin in den Gassen von Montmartre die verliebten Herren hinter sich herlaufen ließ. Ihrem Aufstieg und Untergang ist der neunte Band der Rougon-Macquart gewidmet. Und während Gervaise langsam an Hunger und Kälte, Verachtung und Unmenschlichkeit dahin krepierte, wurden die Straßen des Pariser Arbeitervolkes in eine unermessliche Baustelle des großen Kaisers verwandelt. Große Paläste sollten die Häuser und Kaschemmen des Arbeiterstandes in die Vorstadt verdrängen.

"Aber zwischen den hohen neuen Häusern blieben noch sehr viele wackelige alte Gemäuer stehen; zwischen den gemeißelten Fassaden höhlten sich schwarze Einbuchtungen aus, gähnten Hundelöcher, die die Lumpen an ihren Fenstern zur Schau stellten: Unter dem wachsenden Luxus von Paris brach das Elend der Vorstadt durch, verdreckte diesen Bauplatz einer so übereilt errichteten neuen Stadt." S466

Wie üblich nimmt sich Emile Zola kein Blatt vor den Mund - hier zeichnet er die Brutalität der Arbeiterschaft, angeheizt durch den Suff, zeigt häusliche Gewalt und Misshandlung auf und deutet zumal auch Kindesmissbrauch und Inzucht an. Im Laufe der Handlung wird er immer brutaler und ordinärer, wie das Leben der armen Gervaise. Leider nimmt die mangelhafte, teilweise wörtliche Übersetzung (v.a. des letzten Viertels) dem Roman ein wenig an Renommée.
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5.0 von 5 Sternen Eine Millieustudie, 13. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Totschläger (Kindle Edition)
ein Buch was sich wie immer bei Zola lohnt. Wobei der Titel etwas verfehlt ist, denn der Totschläger ist ja der Name einer Kneipe. Ansonsten wieder die Handlung von vielen Personen im Millieu. Sehr zu empfehlen.
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3.0 von 5 Sternen Der Totschläger, 11. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Totschläger (Die Rougon-Macquart 7) (Kindle Edition)
Sehr genaue Beschreibung der damaligen Lebensweise, aber schließlich doch sehr deprimierend. Zola ist ein wirklich großartiger Erzähler einer anderen Zeit
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4.0 von 5 Sternen es ist eben "Zola", 9. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Weltliteraturtitel mit einer Sprache, wie sie heute kaum noch zu finden ist. Bidhaft entwickelt Zola eine unverwechselbare
Vorstellung einer Gesellschaft mit Gesellschaftskritik und liebevollem Humor.
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5.0 von 5 Sternen Der Totschläger, L'Assomoir, Émile Zola, 25. Oktober 2011
OK nett schnell gut und sicher j'aime beaucoup
war pünktlich da im guten Zustand alles Paletti null problemaDer Totschläger: Roman. Die Rougon-Macquart, Band 7
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Totschläger, 1. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Totschläger (Kindle Edition)
Ein Blick in die Zeit der Industrialisierung und des Lebens kleiner Handwerker. Das Schicksal von Gervaise ist erschütternd wenn man den Anfang bedenkt - eine fleißig und ehrgeizige Frau.
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Der Totschläger (Die Rougon-Macquart 7)
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