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am 23. August 1999
Die ersten beiden Buecher "Miteinander reden" gehoeren zu den Standartwerken, mit denen sich jeder, der mehr ueber Kommunikation wissen will, auseinander setzen muss. Wahrscheinlich gehoeren diese Buecher zu den erfolgreichsten Kommunikationsbuechern ueberhaupt. Nun hat der Hamburger Professer einen dritten Band vorgelegt. Anhand des Modells eines "Inneren Teams", wird verdeutlich, was in einem Menschen passsiert, wenn er mit anderen kommuniziert. Dies ist vor allem dann spannend, wenn es zu Konflikten kommt, und zwar solchen, die sich in mir abspielen, wie auch solchen, die sich mit den Kommunikationspartnern zutragen. Durch das "Innere Team" wird deutlich, das in jedem Menschen verschiedene Anteile, die sich teilweise widersprechen, aktiv sind. Diese Anteile sind Bestandteil der Persoenlichkeit. In den verschiedenen Situationen "diskutieren" sie miteinander, bevor sie nach aussen eine Entscheidung kundtun. Diese "inneren Diskussionen" muss man verstehen, um zu erkennen, wie die menschliche Kommunikation - manchmal wenig erfolgreich - ablaeuft. Klar geschrieben, mit zahlreichen Beispielen aus dem Alltag, ist das sehr angenehm zu lesen. Fuer mich war das Buch besonders wertvoll, weil ich meine eigene Kommunikatikonsweise besser verstehen kann - und vielleicht das ein oder andere in Zukunft aendern werde.
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am 1. März 2000
Dieser dritte Band der Trilogie "Miteinander reden" hat mir persönlich eine neue Welt eröffnet. Während man im ersten Band lernt, die Kommunikationskanäle Sache, Selbstkundgabe, Beziehung und Apell zu unterscheiden, gab mir dieser Band einen tiefen und sehr einleuchtenden Einblick in die verschiedenen Persönlichkeitsanteile, die mir inne wohnen. Laufend erkannte ich mein eigenes Verhalten in den Beispielen wieder. Das Modell der "Inneren Charaktere" hat mir geholfen zu erkennen, wie ich "funktioniere", welche Stimmen in mir leben und gehört werden wollen. Das war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Selbstklärung, zu erkennen, was man selbst fühlt, denkt, und will. So war es mir möglich, eine langjährige Lebenskrise selbstbewusst zu analysieren und zu überwinden.
Das Buch ist durch sein intelligentes Modell des Inneren Teams nicht nur eine wissenschaftliche Meisterleistung, sondern konkrete Lebenshilfe für alltägliche bis lebenswichtige zwischenmenschliche Situationen.
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am 23. August 2006
Ich gebe offen zu: Die drei Bücher von Friedemann Schulz von Thun sind keine "leichte Lektüre". Sie sind jedoch die Besten, die ich zu diesem Thema je gelesen habe. Ich habe bewußt langsam und manche Seiten auch mehrfach gelesen, denn es ist für einen "Halblaien" wie mich oft nicht einfach gewesen, die Zusammenhänge auf Anhieb zu verstehen. F. Schulz von Thun hat es in seinen drei Büchern verstanden, tiefgründig die Zusammenhänge unseres menschlichen Verhaltens zu analysieren und gleichzeitig kompetenten Rat zu erteilen - ohne aufdringlich zu sein. Wer sich mit den Büchern ausgiebíg beschäftigt hat, kann seine Mitmenschen besser verstehen, weil klar wird, warum diese so sind. Gleichzeitig fand ich etliche Male den berühmten Spiegel, d. h. ich konnte mich selbst häufig mit den Beispielen identifizieren. Wichtig für mich war auch der Hinweis, sich durchaus gegen Angriffe und Aggressionen zu wehren - und das mit gutem Gewissen!! F. Schulz von Thun gibt dezente Hinweise und Strategien preis, wie man sowas anstellt, ohne den/die Angreifer zu beleidigen. Einfach Spitze. Wenn ich 6 Sterne vergeben könnte - ich würd`s tun. Und wer sich wirklich innig für das Thema interessiert, für den können die Bücher auch wundervolle Urlaubslektüre sein!
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am 9. September 1999
Wer möchte nicht gerne in einem Gespräch mit Freunden, Vorgesetzten oder Streitpartnern souverän reden können? Nur, wie stellt man/frau das an? Eine große Hilfe ist das Buch "Miteinander Reden" Bnd. 3 von Schulz von Thun. Er veranschaulicht in gut nachvollziehbarer Weise, wie das "innere Team" in jedem Menschen agiert und welche Anteile der Persönlichkeit in der jeweiligen Situation zum Tragen kommen. Zum intensiven Lesen animierte mich der Satz: "So erscheint ein Sozialtyp am Horizont: ein entkernter Mensch mit großer Festplatte, auf der zusammenhangs- und beziehungslos das tausendfache Sammelsurium an Stimmen gespeichert ist, die er nun wahl- und hilflos wieder abrufen kann. Bei diesem multiphrenen Menschen bleibt es ununterscheidbar, ob er wirklich eine eigene Meinung vertritt oder ob er etwas aufgeschnappt hat." Ich leide auch zeitweise an dieser Fülle von Fakten und an der Unverbindlichkeit bei Ihrer Weitergabe. Dem möchte ich etwas Ureigenes entgegensetzen. Mit diesem Buch kann man den Dingen und sich selbst auf den Grund gehen. Unter sachgemäßer Anleitung kann ich meine Äußerungen beleuchten und damit finde ich heraus, ob ich authentisch und in Übereinstimmung mit meiner ganzen Persönlichkeit bin. Die Beispiele aus dem Alltag ziehen mich in ihren Bann: spielerisch gehe ich die Situation durch, welche Bewegungen in mir entstehen, wenn mich ein Bettler anhaut: "Hamm'se mal ne Mark?". Aber richtig vergnügt werde ich, wenn die gleichen Betrachtungsweisen auf die Literatur angewendet mich zu vielfältigen weitergehenden Erkenntnissen führen. Ein wichtiges Mittel zur inneren Übersicht ist die Überlegung, welcher Teilnehmer des "innneren Teams" sich in einer spezifischen Situation vorgedrängt hat; dieser Teilnehmer erhält einen Namen, "Herr Raffzahn" beispielsweise. Die Titulierung hilft dabei zu merken, wie oft sich "Herr Raffzahn" zu Wort meldet und ob nicht "Herr Freundlich" auch etwas zu sagen hätte. Das Oberhaupt ordnet die Gefühlsregungen, ordnet die Äußerungen und verhilft mir zu einem ausgeglichenen, verständnisorientierten Leben, wenn ich aufmerksam und achtsam mit mir umgehe. Es geht im Kern darum, die Balance im Team herzustellen. Wie das geschehen kann, wird in amüsanten Beispielen vorgeführt. Und ein Beispiel ist sicherlich dabei, welches genau auf mich zutrifft und mir Anstöße zum Nachdenken mit auf den Weg gibt.
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am 24. März 2001
Der 3. Band mit dem Untertitel: "Das>innere Team< und situationsgerechte Kommunikation" baut auf dem ersten Band auf, lässt sich aber auch ohne die Kenntnis des ersten Bandes lesen. Schulz von Thun gelingt es auf sehr unterhaltsame Weise, mittels reichhaltigen Illustrationen, den Leser in die oft recht komplexen Vorgänge einer kommunikativen Situation einzuweihen. Der Autor ist Verfechter einer einfachen und verständlichen Darstellungsweise, welche ihm auch in seinem 3.Band sehr gut gelungen ist. Man ist als Leser direkt angesprochen, ertappt in seinen alltäglichen Schwierigkeiten und auf der Suche nach Lösungen. Schulz von Thun erläutert dem Leser, die vielen "inneren Stimmen", die sich in der eigenen Person in alltäglichen Situationen erheben. Wie der „Gedankenwettstreit der inneren Stimmen gelöst werden kann, demonstriert Schulz von Thun an vielen Beispielen aus dem Alltag. Es fällt leicht, sich mit den gegebenen Beispielen zu identifizieren und sich das von Schulz von Thun entwickelte " innere Diskussions-Team" vor Augen zu führen, um hieraus Lösungswege zu entfalten. Dieses Buch gehört zu den wenigen Büchern, wo mit viel Spaß sehr viel (vor allem über sich selbst) gelernt wird.
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Menschenführung beginnt bei mir selbst"
Teamsteuerung heißt zunächst einmal, sich selbst steuern zu können und einen klaren eigenen Standpunkt zu haben. Innere Klarheit zu finden, darum geht es im Band 3 des Kommunikationsklassikers, denn nur Wer mit sich selbst einig ist, kann der Welt mit vereinten Kräften begegnen." Sein Buch entwirft eine Beratungskunst mit doppelter Blickrichtung", das heißt nach innen und nach außen, die auch als Methode der alltäglichen Selbstberatung verstanden werden kann.

Einige Kernaussagen:
1. Modell vom inneren Team
Grundidee ist die Metapher vom inneren Team, d.h. innere Stimmen, die sich in allen Lebenslagen melden und ihre Ansprüche äußern. Da gibt es Stammspieler, Antipoden und Verbannte, inneres Durcheinander und geordnetes Miteinander, da treten Rebellen auf den Plan, die zu ihrem Recht kommen wollen. Zudem besteht die Vorstellung von einem inneren Teamchef, der im Idealfall alle an einen Tisch holt und jeden zu Wort kommen lässt.

2. Parallelität von innen und außen
Nach Schulz von Thun gibt es einige Parallelen zwischen dem Arbeitsteam und dem seelischen Team:
* Teamleiter und Team müssen miteinander auskommen
* Einen schwachen Chef wird man so leicht nicht los
* Langjährigen Mitarbeitern kann schlecht gekündigt werden
* Ständige Streitereien lähmen und verbrauchen Energiereserven.

Wichtig bei beiden Teamarten ist es, dass der Teamchef mit jedem Kontakt hält, denn nur wer sich gewürdigt fühlt, wird zum Gelingen beitragen wollen. Wer sich übergangen fühlt, wird sich rächen.

3. Doppelte Blickrichtung
Jede Führungskraft hat es mit zwei Teams zu tun: mit dem Arbeitsteam und dem inneren, seelischen Team. Es kommt darauf an, beide Teams zu entwickeln. Jedes Team ist mehr als die Summe seiner Teile, es zeichnet sich durch das Zusammenspiel von Mitgliedern unterschiedlicher Qualitäten und Kompetenzen aus.

4. Herausforderung der inneren Konfliktbearbeitung
Im inneren Team können wir Feindseligkeit, mangelnde Struktur und Koordination vorfinden. Ein wichtiger Teil der (äußeren wie inneren) Teamentwicklung besteht in der Depolarisierung von Mitgliedern, d.h. das Aufheben der feindlichen Trennung gegensätzlicher Positionen. Für die produktive Streitkultur ist es unerlässlich, dass sich alle Beteiligten als Träger wichtiger Prinzipien sehen lernen. Die Konfliktbearbeitung geschieht in fünf Schritten:

1. Identifikation der Kontrahenten
2. Monologische Selbstoffenbarung der Gegenspieler
3. Auseinandersetzung

4. Versöhnung und teilweise Akzeptierung
5. Entscheidung durch das Oberhaupt

Jeder Konflikt hat eine inner- und eine zwischenmenschliche Komponente und ist in der Reihenfolge zu bearbeiten.

5. Ausgegrenzte Teammitglieder integrieren
In der inneren Seelenbühne treten nicht alle Mitglieder gleichermaßen auf, sondern manche agieren mehr im Vordergrund, andere eher hinter dem Vorhang. Bei der inneren Teamentwicklung geht es vor allem auch darum, Teile, die wir abwerten oder ausgrenzen, als wertvolles Mitglied der inneren Gesellschaft zu entdecken. Erst dann stehen sie für Kooperation zur Verfügung.

6. Situationsgerechte Kommunikation
Hier geht es um die Frage, wie mein inneres Team aufgestellt sein muss, damit ich der Situation angemessen reagieren kann. Z.B. kann es bei öffentlichen Auftritten hilfreich sein, einen inneren Leibwächter zu engagieren", der verletzende Angriffe mit Entschlossenheit zurückweist. Oder es braucht in Konferenzen und Versammlungen einen inneren Würdiger, der eine Defizitatmosphäre verhindert und Positives anspricht. Oft reagieren innere Teammitglieder auch sehr emotional. Sollten diese Gefühle im Berufskontext unterdrückt werden? Nein, denn Gefühle enthalten in der Regel wichtige Hinweise für das professionelle Geschehen - als solche sollten sie beachtet werden. Sofern das Gefühl einen wichtigen Aspekt der Situation widerspiegelt, geht es um den angemessenen Ausdruck.

Fazit
Schulz von Thun stellt in seinem Buch nicht nur ein Modell der inneren Kommunikation auf sondern er gibt auch Tipps, wie man seine eigene Position klärt. Vor allem auch als Vorbereitung für Verhandlungssituationen bietet sich das Klären der inneren Teamstimmen an. Rezepte für Lösungen sucht man vergeblich. Und dennoch lassen sich so manche Schlussfolgerungen ziehen, wie man dieses innere Team besser versteht und unangenehme "Gegenspieler" mit ins Boot holt. Für Führungskräfte wird deutlich, dass wirksames Führen nur durch Entwicklung des inneren Teams" möglich ist.

Spannend und teilweise sehr komplex wird es durch den Verweis und die Integration unterschiedlicher Ansätze wie z.B. Gestalttherapie, NLP oder Transaktionsanalyse. Ein bunter Strauß an Beispielen aus dem beruflichen und privaten Kontext machen das Buch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen und führen zu vielen Aha"-Erlebnissen.
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am 22. Juli 1999
Als hätten wir sie nicht schon immer bemerkt, die "Seelen, die ach!in unserer Brust wohnen (um mit Goethes Worten zu reden),nun bestätigt und legitimiert der Autor diese Vermutung auch noch.Schulz von Thun erklärt in einfacher und bilhalfter Sprache, daß in jedem von uns eine "innere Pluralität" von Meinungen und Gedanken herrscht, die sich in Alltagsituationen oft widersprechen und uns das Leben schwer machen. Da wäre zum Beispiel die Studentin, die von einem Kommilitonen gebeten wird,ihm ihre Aufzeichnungen zu geben.In dieser Situation meldet sich eine Stimme in ihr, die Unbehagen zeigt, etwas persönliches an jemanden zu vergeben, von dem sie der Meinung ist er schmarotze sich so durch das Leben, auf der anderen Seite meldet sich eine andere Stimme, die sie dazu anhält, Solidarität unter Studenten zu halten. Der innere Konflikt ist vorprogrammiert. Der Autor beschreibt anhand zahlreicher ähnlicher Beispiele, wie die unterschiedlichen "inneren Stimmen" zu einem "inneren Team" zusammenwachsen können. Zum besseren Verständnis ist allerdings die Lektüre der vorhergehenden 2 Bücher empfehlenswert, da sich der Autor immer wieder daran orientiert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 4. September 2010
I. Generelles

1. Wichtigkeit

Da stehen die wichtigen Bücher in der Bibliothek, nur ergibt sich das erst mit der Lektüre. Weil vieles nach der Lektüre ruft, bleibt Wichtiges zu lange stehen. So ging es mir mit Schultz von Thun: Es ist bedeutsame, edukative, lebenswichtige Lektüre.

2. Eindrücklichkeit

Schultz von Thun folgt seinen eigenen Prinzipen der Kommunikation, wenn er schreibt. Also sind die Bücher transparent strukturiert, verständlich geschrieben, abwechlungsreich und immer erhellend illustriert.

3. Authentizität

Schultz von Thun hat für jedes dieser Bücher zehn und mehr Lebens- und Forschungsjahre investiert. Sie sind gereift und auch das macht er transparent, wenn er an verschiedenen Stellen vor allem des zweiten und des dritten Bandes von den Umwegen und Irrtümern erzählt, die ihm und seinen Mitstreitern unterlaufen sind.

4. Progression

Die drei Bände spielen bestens zusammen. Im letzten Band ist das Wissen aus dem ersten noch immer anwend- und einbringbar. Es ist ein kohärentes System geworden. Kein wunder indessen, dass der letzte, der abschliessende Band der dichteste, wichtigste, bedeutsamste und hilfreichste geworden ist. Wer in Eile ist und selektieren muss, der lese diesen Band.

5. Diskurssituation

Die relationale Psychologie plädiert und argumentiert völlig richtig, aber keine der Berühmtheiten aus dieser Ecke gibt uns Instrumente an die Hand, wie diese Balance, die Spannungen und Machtumkehrungen, der Anerkennung aller als Subjekte angestrebt werden kann.

Da hinein ist Schultz von Thun gestossen: Er liefert uns die Instrumente, um das humanistische Ideal anzustreben, Step-by-Step. Von Thun ist enorm konkret und realitätsgebunden und nie um Beispiele und erhellende Berichte verlegen, weil er schon lange in der Beratung tätig war, aber auch professorale Forschung betrieben hat, aus der z. B. Erfahrungsberichte stammen.

Schulz von Thun spricht die relationale Psychologie indessen nie explizit an

6. Thematische Abgrenzung

Schulz von Thun weist gewissermassen gegen unten, in die Psychologie eines Individuums dort eine Grenze, wo eine gewisse Verallgmeinerung nicht mehr möglich ist und im Urteil von Schultz von Thun eine psychologische Einzeltherapie greifen müsste. Gegen oben indessen, ins Allgemeine, in's Politische und Philosophische kennt der Autor keine Grenze. Das ist eine weitere Fazette, die diese Bücher ausserordentlich interessant machen.

II. Der dritte Band

Der Übertitel ist bei allen drei Bänden gleich: Miteinander Reden 1-3. Sie unterscheiden sich äusserlich also durch die Untertitel. Der dritte Band heisst dort: Das "Innere Team" und situationsgerechte Kommunikation.

In diesem Band blüht die ganze Forschungsarbeit und die vorangehenden Bände dieser Reihe richtig auf und sie werden eingebunden in die fruchtbare Metapher vom Inneren Team", das in vielerlei Hinsicht einem äusseren Team entspricht. Jedes Teammitglied erhält einen positiven Namen und eine Hauptbotschaft.

Diese innere Pluralität wird im Idealfall durch ein Oberhaupt zu einer kohärenten Kommuikation gebracht, so dass sich z.B. nicht irgendein extremes Teammitglied allein zur Geltung bringt oder dass Aussenseiter ausgeschlossen bleiben. Eine typische Grundaufstellung variert ausserdem in Hinsicht auf die Situation und auf das Gegenüber.

Das Ziel ist eine für den Sprecher stimmige und gleichzeitig situationsgerechte Kommunikation, was zum Beispiel Takt erfordern kann.

Dieser dritte Band ist faszinierend, komplex, erhellend und praktisch hilfreich. Es erlaubt sich selber zu analysieren, die Mitglieder seines Teams zu suchen und zu bennen. Wie schon die Vierseitigkeit der Nachricht ein diffenzierendes Hören ermöglicht, so ermöglicht das "Innere Team" eine differenzierende Sicht auf sich selber und eine bewusste Anpassung an Situationen.

III. Fazit für alle drei Bände

Die drei Bände haben mir einen gewissen Respekt eingeflösst. Zu fürchten schien mir vor einer Trockenheit und Sprödigkeit einer überdifferenzierenden Theorie.

Schon von den ersten Zeilen an hat sich das verflüchtigt und es fiel äusserst leicht - mehr: Es zog mich richtig weiter, denn Schulz von Thun ist informativ ohne je langweilig zu werden. Es ist schön, dass in diesen Bänden nicht nur ein Theoretiker zu Wort kommt, sondern einer, der seine Ideen in der Praxis getestet hat und einer, der die politische Stellungnahme nicht scheut.

Zusammengenommen ist Schultz von Thun witzig und informativ und damit supergute Lektüre.
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am 11. März 2004
Als Arzt habe ich den ganzen Tag mit Kommunikation zu tun. Da hilft es ungemein in diesem Gebiet auch Sachkenntnis zu haben. Dass Prof. Schulz von Thun jedoch ein Modell erarbeitet hat mit dem man auch sich SELBST besser versteht- es hat in der Wirkung auf mich persönlich meine Welt verändert- das hätte ich nicht erwartet. Ich lese dieses Buch jedes Jahr wieder. Dabei ist es locker und lustig geschrieben, so dass man nicht merkt, wie wissenschaftlich der Hintergrund ist.
GENIAL!
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am 20. Januar 2001
Wenn wir vor einer wichtigen Entscheidung stehen, hören wir oft auf unsere innere Stimme. Doch ist diese alles andere als eindeutig. Oft melden sich mehrere Stimmen zu Wort. Sie äußern Einwände und Bedenken, oder sie raten uns, eine rasche Entscheidung zu treffen. Der Kommunikationstrainer Friedemann Schulz von Thun empfiehlt, auf alle Stimmen zu hören und die vorgebrachten Argumente sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Dazu hat er in seinen Seminaren ein Rollenspiel entwickelt, das sogenannte "innere Team", in dem jede innere Stimme von einem Teilnehmer "gespielt" wird. Sein Buch ist ein Klassiker im Bereich Kommunikations- und Persönlichkeitstraining. Es hebt sich wohltuend ab von den üblichen Flachwerken des Genres, da es auf marktschreierische Formulierungen und plakative Lösungsallheilmittel verzichtet.
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