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am 13. Mai 2011
Auch ich hatte diese Verfilmung damals in den 80ern gesehen und war lange auf der Suche. Endlich ist sie nun auf DVD herausgekommen!

Die Version aus den 50er Jahren mit Horst Buchholz war gut, aber diese ist besser, weil sie viel näher am Roman ist. Man sieht, ja fühlt beinahe, dass die Hotelszenen in echten Hotels der Zeit gedreht wurden. Auch ist der Hauptdarsteller nicht der strahlende Held, der durch die Geschichte prescht, sondern einer, der ohne viel eigenes Zutun als Projektionsfläche für die Sehnsüchte seiner Umgebung dient. Das spielt John Moulder-Brown auf sehr subtile Weise.

So wirkt diese Version auch heute noch so gar nicht verstaubt, sondern wie ein beinahe realistische Zeitreise in eine längst vergangene Epoche. Auch die Komik der Vorlage wird meisterhaft zelebriert, sogar einen kurzen Gastauftritt von Loriot gibt es.

Etwas schade ist nur, dass nach fünf wundervollen Serien-Kapiteln der Schluß etwas abrupt kommt. Eigentlich fehlt das sechste Kapitel, wozu der Roman Stoff geliefert hätte.

Sehr interessant die ausführlichen Erinnerungen des Regisseurs in den Extras.
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am 25. März 2011
Schön, diese ZDF-Serie aus den frühen 80ern wiederzusehen. Eine opulente Verfilmung in fünf Teilen zu je einer Stunde Laufzeit, aufgeteilt auf drei DVDS, die ausserdem Kommentare des Regisseurs Bernhard Sinkel zu den einzelnen Folgen enthalten. (Und es gibt im zweiten Teil einen Gastauftritt von Loriot.)

DVD 1:
Teil 1: Das Kindermädchen Genoveva
Interview mit Bernhard Sinkel, Teil 1.

DVD 2:
Teil 2: Das Freudenmädchen Rosza
Teil 3: Die Dichterin Diane Philibert, alias Madame Houpflé
Interviews mit Bernhard Sinkel, Teil 2 und 3.

DVD 3:
Teil 4: Zaza, die Tochter der Luft
Teil 5: Zouzou, Teil eines reizenden Doppelbildnisses
Interviews mit Bernhard Sinkel, Teil 4 und 5.

Die Filme haben übrigens keine Untertitel. Die einzige verfügbare Sprache ist Deutsch.

Die DVDs werden in Form eines ansprechenden Hardcover-Büchleins präsentiert, das auch einige Seiten mit Inhaltsangaben und Auflistung der Darsteller enthält sowie Information zur Belle Epoque, zum ursprünglichen (unvollendeten) Buch und zur Entstehung des Drehbuches. Einziger Kritikpunkt: DVDs 2 und 3 lassen sich nur schlecht aus der Plastikhalterung herausnehmen.
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am 19. September 2011
Zugegeben, diese Miniserie reicht in ihrem Charme durchaus an Thomas Manns Buch heran. Auch die Darsteller sind liebevoll-passend ausgewählt.

Mein großes ABER: In eigentlich allen Episoden hat das Drehbuch umfänglichen Stoff - weit über den Roman hinaus - hinzuerfunden. Meist hat man bei Romanverfilmungen mit dem Problem mehr oder minder umfänglicher Kürzungen zu kämpfen. Hier ist genau das Gegenteil der Fall. Wer den Roman nicht verhältnismäßig gut kennt, weiß also oft nicht so recht, ob er Thomas Mann oder Bernhard Sinkel im Thomas-Mann-Stil sieht.

Diese Zutaten hat Thomas Mann schlicht nicht nötig. Deswegen zwei Punkte Abzug - vorläufig. Aber Loriots Cameo - Auftritt als Thomas Mann ist so herzerfrischend komisch, daß ich - Werktreue hin oder her - einen Punkt zurückgebe, vier also insgesamt.
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TOP 1000 REZENSENTam 3. Juli 2011
Thomas Mann würde in Jubel ausbrechen, wenn er sich diese Verfilmung ansähe und zwar aus zwei Gründen:

Zum einen wurde die Verfilmung in dichter Anlehnung an die Romanvorlage hergestellt,
zum anderen enstprächen auch die Schauspieler sicherlich seinen Vorstellungen.
Insbesondere John Moulder-Brown ist eine Idealbesetzung und verleiht dem Film seinen größten Glanz, durch seine Ausstrahlung, seine Schönheit, seinen Charme, aber auch seine Offenheit in diesem filmischen Meisterwerk.

Ein großes Lob ebenso an den Regiesseur, für seine Direktheit und Unverklemmtheit, mit der er an den Stoff herangeht, ein großartiges Vorbild für die meisten Regiesseure unserer Tage!
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TOP 1000 REZENSENTam 5. Januar 2014
Der Film Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull basiert auf den gleichnamigen Buch von Thomas Mann. Dieses wurde schon einmal 1957 unter der Regie von Kurt Hoffmann verfilmt und in den 80er Jahren von Bernhard Sinkel. Der Roman entstand zwischen 1910 und 1913, sowie zwischen 1950 und 1954. Trotz so langer Zeit wurde der Roman nie beendet. Die Parodie auf Goethes Autobiographie „Dichtung und Wahrheit“ ist in meinen Augen gut gelungen, denn sie hält sich dichter am Buch als das Prequel. Die Serie besteht aus fünf Episoden, welche zusammen eine Laufzeit von 340 Minuten haben.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Felix Krull, der Sohn eines Sektlieferanten. Er hat eine gute und sorglose Kindheit, was nicht nur an seinem Elternhaus, sondern an ihn selber liegt. Denn schon früh entdeckt Felix, dass er seine Mitmenschen in seinen Bann ziehen kann. Dies nutzt er schnell für sich aus und kann sich so sogar vor den Militärdienst drücken. Er strebt eine Karriere im Hotelwesen an, was ihn Dank den Beziehungen seines Patenonkels auch schnell gelingt. Hier lernt er nicht nur das Arbeiten, sondern auch schöne Frauen kennen. Um immer genügend Bargeld zu haben, betätigt er sich zudem nebenbei als Dieb und ist nachts als Lebemann unterwegs…

Felix Krull führte wahrlich ein ungewöhnliches und auch faszinierendes Leben. Der Film setzt die Geschichte um den Lebenmann wirklich gut um, die Darsteller wissen in ihren Rollen zu überzeugen. So bekommt der Zuschauer im Ganzen gesehen eine unterhaltsame Serie geboten, die man zu Hause ohne Längen genießen kann. Fans von Thomas Mann können hier ungesehen zuschlagen.
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Der Film erzählt die Geschichte von Felix Krull sehr kurzweilig und richtig unterhaltsam. Hervorgehoben sei an dieser Stelle das Schauspiel von John Moulder-Brown, der als Felix nicht nur die Frauen im Film, sondern auch den Zuschauer durch seinen Charme bezaubert.

Mag an vielen Stellen, ein leichter Witz zu verspüren sein, verbirgt sich doch dahinter absehbare Tragik des Lebens. Doch die Geschichte kommt dennoch so leichtfüßig mit einer spürbaren Ironie daher, dass all diese Tragik, erst im Nachhinein mitschwingt. Witz und Charme des Films schaffen eine angenehme Atmosphäre, welche den Zuschauer über die gesamte Laufzeit wunderbar umschließt.

Auch wenn Romanverfilmungen leider oft kritisch gesehen werden, darf man durchaus auch als Kenner der Bücher von Thomas Mann gern einen Blick in diese Verfilmung riskieren. Mehr noch, die Verfilmung wird meiner Ansicht nach jederzeit begeistern.

"Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ mag zwar ein wenig harmlos wirken und vielleicht ist der Film das auch. Doch da er solch einen spürbaren Zauber besitzt, sei es nun der Sprache von Thomas Mann geschuldet oder dem grandiosen Schauspiel, der den Zuschauer von Beginn zu fesseln scheint, macht diesen Film besonders und ohne jeden Zweifel sehenswert.

Die DVD erhält man in einem hochwertigen Schuber, für Sammler bestens zu empfehlen. Als Bonusmaterial liegt der DVD neben Interviews mit dem Regisseur ein Booklet mit allem Wissenswerten bei.

Fazit:

Nah dran an einem Meisterwerk. Absolut zu empfehlen!
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Wer die tollen Editionen - Die Budenbrooks - und - Die Manns - kennt, der kann auch beim Hochstapler bedenkenlos zugreifen. Die Geschichte ist nahezu exakt dem Roman nachempfunden. Fünf Stunden Film auf schauspielerisch höchstem Niveau erwarten den Zuschauer, genauso wie ein sehr interessantes und meiner Meinung nach auch sehenswertes Bonusmaterial mit Bernhard Sinkel.

Die DVD bietet ein gutes Bild und auch einen akzeptablen Ton. Die Serie ist mittlerweile auch schon fast 30 Jahre alt. Da kann man natürlich kein 5.1.-Kino-Sounderlebnis erwarten - muss man auch bei diesem Film nicht. Hier verzichteten die Produzenten Gott sei Dank komplett auf irgendwelche unrealistische Technik- und Sound-Schnick-Schnacks, und konzentrierten sich Gott sei Dank ausschließlich mehr auf die Inhalte. Natürlich ist es wie immer schwer ein literarisches Meisterwerk auf Leinwand zu zaubern, aber ich glaube sagen zu dürfen, dass es den Machern in dieser Verfilmung gelungen ist den Roman fast Eins zu Eins zu wiederzugeben.
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am 26. Februar 2015
Nachfolgende Rezension fand ich im News-Ticker Nr. 360 vom 26. Februar 2015 des TITANIC-MUSEUM-GERMANY. Ich stimme dem voll und ganz zu.

(Zitat:) ,,Die DVD-Box kommt mit einem umfassenden Booklet zu der Verfilmung der TV-Serie „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ daher und präsentiert die 5-teilige Serie aus dem Jahre 1981 auf 3 DVDs. Mit Internationaler Topbesetzung wie John Moulder-Brown, Klaus Schwarzkopf, Vera Tschechova, Magali Noél und Fernando Rey bietet sich dem Zuschauer eine fantastische Umsetzung des Romans von Thomas Mann, den er allerdings nie zu Ende schrieb und auch das Ende der Filmreihe so offen lässt, wenngleich man ein Ende vermuten mag. An internationalen Orten wurde gedreht und Regisseur Bernhard Sinkel versuchte die Umsetzung der Romanvorlage so detailgetreu wie möglich umzusetzen, was man auch merkt, denn die Zeit der Belle Epoche ist genial eingefangen. Im ZDF lief diese Mini-Serie sehr erfolgreich. Jetzt ist dieses Stück Filmgeschichte endlich auf DVD zu haben. Es lohnt sich. + + +"
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am 23. April 2013
Die Serie ist sehr gut gelungen, und ist heute wie damals erlebt man sie sowohl elegant wie auch treu gegen den Schriftsteller und seine Intentionen. Sehr wohl gespielt von einem jungen John Moulder-Brown.
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am 22. Dezember 2014
Allen Thomas Mann Freunden wärmstens zu empfehlen! Die Kunstfigur Felix Krull bewältigt, unterlegt mit sehr viel Sinnlichkeit, das Leben, entflieht der Armut und genießt die Augenblicke der Freude, ohne an das Nachher zu denken. Der Film brilliert mit tollen Schauspielern, schönen Bildern und einer hervorragenden Umsetzung von Sprache und Stil.
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