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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glaube und Wissen
Wieder ein Buch zum Thema Evolution! „Evolution und Gottesfrage“ lautet der Titel. Der Untertitel klärt uns auf, worum es geht: Der heißt nämlich: „Charles Darwin als Theologe.“ Wie denn das? Blume klärt auf, dass Darwin zuallererst von seiner akademischen Ausbildung Theologe war.
Dies tut er in seinem charmanten und...
Vor 17 Monaten von Wolfgang Achtner veröffentlicht

versus
5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Darwin durch die Theologie-Brille
Das Buch ist genauso unsinnig, wie der Untertitel "Charles Darwin als Theologe" schon vermuten lässt.

Das einzig Erwähnenswerte ist die berechtigte Kritik an der weitestgehend fehlenden Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit den Folgen des Sozialdarwinismus.
Vor 14 Monaten von Andy Cole veröffentlicht


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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glaube und Wissen, 18. März 2013
Wieder ein Buch zum Thema Evolution! „Evolution und Gottesfrage“ lautet der Titel. Der Untertitel klärt uns auf, worum es geht: Der heißt nämlich: „Charles Darwin als Theologe.“ Wie denn das? Blume klärt auf, dass Darwin zuallererst von seiner akademischen Ausbildung Theologe war.
Dies tut er in seinem charmanten und flüssig zu lesenden Stil – man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, hat man einmal angefangen zu lesen – in vielen verschiedenen Bereichen des Lebens, Nachlebens und der Wirkungsgeschichte Darwins. Wir erfahren mit Staunen, dass Darwin keinesfalls Biologie studiert hatte, sondern in Cambridge Theologie studierte, dies auch erfolgreich abschloss und danach ein Leben in Muße als Landpfarrer anstrebte, das genug Zeit lassen würde, um seinen Interessen als „naturalist“, d.h. als Wissenschaftler aus Liebhaberei zu leben. Wir erfahren, dass Darwin zunächst überzeugter Anhänger der „natural theology“ war, seinerzeit prominent vertreten durch den Theologen William Paley, d. h. einer spezifisch britischen theologischen Richtung, deren Anhänger sich zum Ziel gesetzt hatten, allein aus Empirie und Vernunftgründen die Existenz Gottes zu beweisen. Wir erfahren viel über die zeitgeschichtlichen Abhängigkeiten Darwins, z. B. protoevolutionäre Richtungen etwa bei seinem Großvater Erasmus Darwin, oder Anregungen aus der Ökonomie, etwa durch den Theologen und Ökonomen Malthus mit seiner berühmten Entgegensetzung von exponentiellem Bevölkerungswachstum aber nur linearem Wachstum der Ernährungslage, eine Überlegung, die direkt in Darwins Theoriebildung der Evolution einfloss. Wir erfahren einiges über Darwins soziales Verhalten und Engagement, etwa seinem Widerstand gegen Sklaverei oder der Kirchengemeinde seiner Frau, durchaus seiner Theorie des survival of the fittest widersprechend. Und wir werden Zeuge, wie sich Darwin im Zuge seiner wissenschaftlichen Betätigung, seinem Leiden am Leiden der Kreatur zunehmend vom Glauben an einen gütigen Schöpfer entfernt, um sich schließlich zum Agnostizismus zu bekennen. Der Tod seiner Tochter Annie, die er in rührender Weise schwankend zwischen Hoffnung und Verzweiflung zu Tode pflegte, ließ das Lob des Schöpfergottes auf seinen Lippen verstummen, sodass seien Frau Emma nach dem Tod Annies dieses Lob in der Kirche allein anstimmen musste. Zugleich aber nehmen wir wahr, dass Darwin sich in seinen Werken dem Phänomen Religion in dem Maße als Wissenschaftler zuwendet, in dem er sich als Mensch dem Glauben entfremdet. Blume macht darauf aufmerksam, dass Darwin nach einer evolutionären Erklärung von Moralität suchte – bis dato klar von Gott gegeben ! – und sie z. B. in Gestalt der goldenen Regel in den sozialen Instinkten vorgebildet sieht. Auch erste stufenorientierte Modelle der Entstehung von Religion macht Blume bei Darwin ausfindig und hält fest, dass Darwin damit zugleich – in Erweiterung seiner eigenen evolutionstheoretischen Ausrichtung – ein Argument für Gruppenselektion fand. Blume scheut nicht die Mühe, die Wirkungsgeschichte dieser ersten zaghaften evolutionären Deutungen von Religion bei Darwin und einigen wenigen anderen Zeitgenossen nachzuzeichnen, benennt das Scheitern der ersten Phase evolutionärer Deutungen von Evolution, verzeichnet die katastrophalen Folgen des Sozialdarwinismus bei den Nazis (Rassenwahn) und den Kommunisten (Lyssenkoismus) und macht damit zugleich auf ein Defizit Darwins aufmerksam. Hätte Darwin sich doch weniger an Malthus und competition und mehr an cooperation orientiert, wären vielleicht der Menschheit einige der fatalen Folgen des Sozialdarwinismus erspart geblieben. Auf diese Weise gelingt ihm der Brückenschlag zu neueren Konzepten der Evolutionstheorie, die vor allem auf spieltheoretischer Basis die Kooperation als Faktor der Evolution betonen, so etwa im Werk von Martin Nowak. Blumes Buch begann mit den großen Fragen Darwins nach Gott und Schöpfung und es endet mit diesen Fragen auch, denn Darwin scheint in seinen letzten Jahren, nachdem er schon lange Agnostiker gewesen war, noch einmal zu den Fragen seiner Jugend zurückgekehrt zu sein. Es gehört zu den Verdiensten Blumes, dass er den Anlass für Darwins neuerliches Interesse an der Gottesfrage entdeckte: Nämlich die Lektüre des Buches „The creed of science“ von William Graham, einem heute vergessenen Autor, der als Zeitgenosse Darwins versuchte, Gottesglaube und Evolution in Gestalt des evolutionären Theismus wieder unter einen Hut zu bringen, nachdem die natural theology William Paleys als gescheitert angesehen werden musste (wiewohl heute wieder durch die Vertreter des intelligent design recycelt) und Darwin zusehends vom Glauben entfremdete. Blume macht auf den überaus interessanten Briefwechsel zwischen den beiden aufmerksam und übersetzt einige der Briefe zwischen den beiden zum ersten Mal ins Deutsche. Interessant zu erfahren, dass Graham bereits Ideen des anthropischen Prinzips, der Emergenz und der Endlichkeit der Zeit formulierte und sie als Hinweise, wenn nicht Beweise für die Existenz Gottes ansah. Damit hat Graham bereits deutlich das theologische Argumentationsniveau gegenüber Paleys natural theology erhöht und nimmt viele Argumente der Gegenwart vorweg. Zu Unrecht vergessen also! Ob auf dieser Grundlage des evolutionären Theismus eine Verbindung von Gottesglaube und Evolution dauerhaft begründbar ist, wird abzuwarten sein. Blumes interdisziplinärer Enthusiasmus trägt mit Sicherheit viel dazu bei, diese Fragen weiter zu bedenken. Daher verdient das Buch viele Leser. Gibt es denn bei soviel Lob noch etwas zu kritisieren? Wenig, eher zu ergänzen. Blume hätte etwas deutlicher die Logik der natural theology herausarbeiten können, die als eine theologische Richtung maßgeblich in Großbritannien die Entstehung der Naturwissenschaften befördert hat und bei der Paley nur den Schlussstein einer zweihundertjährigen Entwicklung bildet. Auch die Begrifflichkeit, derer Darwin sich bedient war bereits in der natural theology vorgebildet. Man kann spekulieren, ob ohne diese Theologie Darwin überhaupt auf die Evolutionstheorie gekommen wäre. Denn bereits 1672 benutzt der anglikanische Bischof und immerhin Mitbegründer der Royal Society John Wilkins in seinem programmatischen Buch der natural theology „Of the Principles And Duties Of Natural Religion“ zwei Zentralbegriffe Darwins in einem theologischen Kontext als Ausdruck der Schöpfungswirklichkeit Gottes: „fitness“ und „adaptation“. Darwin hat sie aus ihrem theologischen Kontext gelöst und wissenschaftlich säkularisiert. So kann der Glaube durchaus zum Wissen werden! Möge Blumes Buch dazu beitragen, dass diese Tradition jenseits ideologischer Grabenkämpfe wieder auflebt: Dass Glaube und Wissen sich gegenseitig interdisziplinär befruchten.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glaube und die Brille der Naturwissenschaft, 12. Februar 2013
Der Untertitel „Charles Darwin als Theologe“ kann natürlich Vermutungen in die verschiedensten Richtungen schweifen lassen. Dabei geht es Blume nicht darum, Darwin in ein Schema einer kirchlichen Rechtgläubigkeit zu vereinnahmen. Aber nachdem versucht wird, Darwin als Vater eines naturwissenschaftlich begründeten Atheismus zu vereinnahmen, zeigt Blume auf, dass Darwin von Anfang an sich jeglicher Vereinnahmung querstellt und allen Versuchen, ihn in ein Freund-Feind-Schema einzuordnen. Er verstand seine naturwissenschaftlichen Studien nicht als Anti-Theologie und blieb – trotz dezidierter Ablehnung einfacher theologischer Antworten, trotz religiöser Anfeindungen und trotz eigener sehr persönlicher Glaubenszweifel - offen für theologische Fragestellungen. Ja, er bekam erste Anregungen von naturforschenden Theologen, war zeitlebens mit solchen befreundet und erst recht begeistert, wenn er vermuten konnte, dass seine naturwissenschaftlichen Ideen sachkundig auch von Theologen weiter gedacht werden konnten. Eine Aufgabe, die er sich allerdings aus fachlicher Selbstbescheidung nicht zutraute. Am aufregendsten für ihn in hohem Alter, als er ein Buch eines jüngeren Gelehrten entdeckte: William Graham, der Evolution und einen evolutionär gedachten Gottesglauben religionsphilosophisch zusammen zu denken versuchte. Die Gedanken und den Schriftwechsel dazu hat Blume erstmalig auf Deutsch veröffentlicht. Ebenso entsprechende Diskussionen mit seinem als Mitentdecker der Evolution gewürdigten Alfred R. Wallace. Damit fasst das Buch bisher zerstreute Information überschaubar zusammen und ordnet sie systematisch– auch und gerade im Blick auf heutige Diskussionen.
Neben diesen sich durchgehend zeigenden theologischen Fragestellungen im Blick auch auf seine Forschungen ist der Blick in der umgekehrten Richtung eigentlich mindestens ebenso wichtig: als Naturforscher betrachtete Darwin „Religion und Religionen“ gewissermaßen als natürliches Phänomen in ihren unterschiedlichen kulturellen Stufen – wobei er (als Kind seiner Zeit natürlich) einen entsprechenden Monotheismus als hohe kulturelle Leistung ansah. Und er hat sich über den engen biologischen Rahmen hinaus Gedanken gemacht zu Zusammenhängen, die wir heute wohl evolutionäre Anthropologie nennen würden. Ist gut, dass Blume den damit mitbedachten „Begriffen und Hypothesen zur Evolution der Religion“ – Hinweisen, denen man damals in der wissenschaftlichen Religionsforschung leider nicht sehr intensiv nachging – in seinem Buch eigene Abschnitte widmete.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unaufgeregte Klarheit zu einem "heißen Eisen", 26. April 2013
Von 
Joerg Friedrich (Münster, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Das Buch scheint schon im Untertitel zu provozieren: "Charles Darwin als Theologe". Der Mann, auf den sich alle berufen, die gegen Schöpfungsmythen und für natürliche Evolution argumentieren, soll ein Theologe gewesen sein? Aber Michael Blumes Buch ist keine Polemik, ist noch auf Provokation angelegt. Ganz nüchtern, in klarer, verständlicher, kurzweiliger Sprache sagt er, was zum Thema "Evolution und Gottesfrage" bei Charles Darwin zu sagen ist.

Das geschieht in drei Teilen. Im ersten Teil rekonstruiert der Autor anhand vieler Originalzitate von Darwin selbst, aber auch von Begleitern und Diskussionspartnern, den Weg des Naturforschers vom gläubigen Christen zum Agnostiker. Dieser Weg war nicht widerspruchsfrei und voll von Selbstzweifeln, eben ein sehr menschlicher Weg eines großen selbstkritischen Geistes, und er führte ganz gewiss nicht zu einem simplen Atheismus. Man versteht sehr schön, und das ist eine große Leistung des Buchs, dass Naturforschung zwar zum Zweifel an einfachen, kindlichen Glaubensinhalten führt, aber nicht zur Ablehnung eines Schöpfergottes führen muss, dass vorurteilsfreie Naturforschung und Gottesglaube durchaus vereinbar sind.

Es gibt aber neben der Frage, in wie fern der Glaube an Gott mit der Evolutionstheorie vereinbar ist, einen weiteren Aspekt, der unter dem Thema "Religion und Evolution" betrachtet werden muss, und zwar die Frage, in wie fern die Evolutionsforschung selbst die Entwicklung von Religionen erklären kann. Das ist ein spannendes und vielfältiges Feld, das Blume im zweiten Teil seines Buches verständlich aufbereitet. In wie fern ist der Mensch biologisch zur Religion veranlagt, und ist diese Veranlagung vielleicht sogar ein Evolutionsvorteil? Ich muss gestehen, dass mich Blumes Buch hier zu einem Nachdenken angeregt hat, das noch lang nicht abgeschlossen ist.

So vorbereitet, kann man sich als Leser an den dritten Teil des Buchs machen, in dem Blume ausführlich den Standpunkt des so genannten "evolutionären Theismus" beschreibt, der letztlich gerade im Wirken der Naturgesetze, insbesondere in denen der Evolution, das Wirken Gottes erkennt. Gerade diesen Teil sollte sich jeder, den die Frage umtreibt, ob in einer Zeit der Herrschaft eines gottlosen oder genauer gesagt gott-freien wissenschaftlichen Weltbildes Gottesglauben überhaupt noch möglich ist oder gerechtfertigt werden kann, sehr genau durchlesen.

Alles in allem ein Buch, das zum Weiterdenken anregt, und das, gerade zu einem kontroversen Thema, in einer bewundernswerten Ruhe und Gelassenheit geschrieben ist.
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6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warum kennen wir Darwin so wenig ?, 19. Januar 2013
Was man über Darwin wissen sollte?
Widersprechen sich Evolutionswissenschaften und Religion? Oder ging nicht auch die Religion aus der Evolution hervor wie die Musik oder die Sprache? Bis vor Kurzem glaubte auch ich, dass sich erst seit wenigen Jahren Wissenschaftler mit dieser Frage auseinandersetzten. Doch in Wirklichkeit hatte schon der Entdecker der Evolutionstheorie, Charles Darwin, selbst genau diese Idee! Und er kannte sich auch mit Religion gut aus: Das einzige Studium, das Darwin jemals absolviert hatte, war das enes christlichen Theologen! Von Priestern und Theologieprofessoren, die sich auch für "Naturphilosophie" interessierten, lernte er junge Darwin das Handwerk, das ihn zu einem der bekanntesten Forscher werden ließ. Und was ich auch nicht wusste, was in deutscher Sprache noch gar nicht veröffentlicht war: In seinem letzten Lebensjahr begeisterte sich Darwin für ein Buch, das die Vereinbarkeit von Evolution und Gottesglauben betonte. Er schrieb dem Autor sogar Fanpost, woraus sich eine bemerkenswerte Korrespondenz ergab.

Das Buch hat mich an vielen Stellen überrascht und begeistert. Zugleich bin ich aber auch ein wenig erschrocken darüber, wie weinig die Allgemeinheit über Darwin weiss und wie viele Vorurteile je nach Facon
herumgereicht werden. Ich hoffe, dass "Evolution und Gottesfrage" viele Religiöse, Agnostiker und Atheisten erreicht und ihnen zeigt, dass wir Menschen noch viel voneinander lernen und gemeinsam erforschen können.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Darwin durch die Theologie-Brille, 19. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Evolution und Gottesfrage: Charles Darwin als Theologe (HERDER spektrum) (Kindle Edition)
Das Buch ist genauso unsinnig, wie der Untertitel "Charles Darwin als Theologe" schon vermuten lässt.

Das einzig Erwähnenswerte ist die berechtigte Kritik an der weitestgehend fehlenden Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit den Folgen des Sozialdarwinismus.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Darwin glaubt, 20. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Darwins Geschichte kannte ich so nicht - schon gar nicht das er einen theologischen Background hatte und seinen Theorien wie es scheint selbst ab und an Unglauben schenken musste. Eine hochinteressantes, super recherchiertes Buch über einen Darwin den es auch gab. Der Autor erzählt von ihm und seinen Begleitern, so dass auch ein nicht Wissenschaftler wie ich, sich gut aufgeklärt fühlt und teilweise auch amüsiert wurde :)
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant und anspruchsvoll, 8. Februar 2014
Michael Blume, begeisterter Religionswissenschaftler und Lehrbeauftragter, plädiert in diesem interessanten, für Laien anspruchsvollen und thematisch unerwarteten Sachbuch für den Dialog zwischen den Naturwissenschaften und Religion, wie schon in seinen vorangegangenen interdisziplinären Forschungen.
So bringt er uns in diesem bei Herder 2013 erschienenen Werk auf umfassende Weise Darwin, den die meisten von uns nur als Entdecker der Evolutionstheorie kennen, auch als den verkannten Theologen näher, der er nämlich war: Tatsächlich war der einzige Studienabschluss, den Darwin in seinem Leben wirklich erwarb, ein Bachelor in anglikanischer Theologie!
In der Tat lieferte Darwin im Laufe seines Lebens auch wissenschaftliche Hypothesen zur Religion und evolutionären Religionsforschung und in späteren Jahren korrespondierte er beispielsweise mit William Graham über dessen Buch zu evolutionärem Theismus, d.h. der Vereinbarkeit von empirischer Evolutionsforschung und Gottesglauben („The Creed of Science“) und bekannte sich am Ende seines Lebens, das auch von seinem verstärkten Interesse an Gottes- und Sinnfragen geprägt war, zum Agnostizismus.
Interessant auch zu wissen, dass Darwin jeglichen Heilsexklusivismus ablehnte, und sich intensiv mit der Religionsforschung befasste. Er ging beispielsweise von einer Stufenfolge aus, von animistischen über polytheistischen zu monotheistischen Vorstellungen. Fatalerweise aber liess er sich auch vom Malthusiasmus beeinflussen, der später zum Sozialdarwinismus führte.
Michael Blume illustriert anhand seiner Studie über Darwins unbekannte Seiten auch das Konzept von Bürgerwissenschaften, der „Citizen Sciences“, d.h. auch heute sollen wissenschaftliches Denken und Arbeiten wie schon zu Darwins Zeiten wieder in der breiteren Gesellschaft verankert werden, wie er es in seinem Wissenschaftsblog „Natur des Glaubens“ praktiziert, der 2009 mit dem ScieLog-Preis ausgezeichnet wurde und der überhaupt erst den Anstoss zu dieser ungewöhnlichen Studie über Darwin gab.
Es empfiehlt sich allerdings eine wiederholte Lektüre seines streckenweise doch sehr anspruchsvollen und – entgegen der ursprünglichen Absicht - nicht jedermann auf Anhieb zugänglichen Sachbuches.
Anja Siouda, Schrifstellerin
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie gut kennen Sie Darwin?, 6. März 2013
Von 
Marcus Knaup (Freiburg i. Br.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wer meint, er wisse schon alles über Darwin, braucht nicht zu diesem Buch zu greifen. Wer aber gerne einen neuen Blick – jenseits eingefahrener Bahnen und so mancher Grabenkämpfe – auf Darwin werfen möchte, sollte zu dieser Lektüre greifen. M. Blumes ebenso informatives wie kurzweiliges Buch regt zum Nachdenken an und zeigt die Neugier, die erkenntnistheoretische Demut und das Ringen um religiöse Fragen des „Vaters der Evolutionstheorie“, der selbst übrigens einen Studienabschluss in Theologie hatte und sich einmal gegenüber einem Pfarrer so äußerte: „Ich möchte Fakten entdecken, ohne zu berücksichtigen, was in der Genesis geschrieben steht. Ich attackiere Moses nicht, und ich glaube, Moses kann auf sich selbst aufpassen.“ Erstmals wird von Blume der aufschlussreiche Briefwechsel Darwins mit Graham ins Deutsche übertragen. Der Autor lädt darüber hinaus zu einer sehr modernen Auseinandersetzung mit ihm und Darwin sein: auf seinem Wissenschaftsblog „Natur des Glaubens“, für den er 2009 mit dem Scilogs-Preis ausgezeichnet wurde.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiger Beitrag zur Kultur des Dialogs zwischen Religion und Naturwissenschaft, 1. Januar 2014
Noch immer gibt es Menschen, die Naturwissenschaft und Glaube für unvereinbar halten, als seien beide hermeneutisch reduzierbare Kategorien. Doch immer schon richteten sich suchende Blicke auf Versöhnung beider Lager - so auch bei Darwin! Und längst hat ein Umdenken auf veränderter und offener Basis abseits eingefahrener ideologischer Grabenkämpfe und ein vielfältiger Diskurs in neuer Tiefe begonnen. Dieser Diskurs benötigt Kultur, deren Grundlage Kenntnis der Geschichte des Verhältnisses von und des Nachdenkens über Naturwissenschaft und Religion ist.

In der Literatur zu diesem Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion, des Auseinanderbrechens, des Nebeneinanders, der Konkurrenz und Anfeindung sowie des Wiederzusammenwachsens Beider, ist dieses Buch ein wichtiger und unverzichtbarer Beitrag. Daher meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer die Evolution in Frage stellt lebt nicht in der Realität, 8. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es wird Zeit die Religionen mit den Fakten der Forschung/Historie zu konfrontieren. Wissenschaftler müssen ihre Thesen beweisen, die Kirchen können weiterhin Fabeln und erdachte Geschichten als die " reine Wahrheit" vekaufen.
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