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Kundenrezensionen

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am 11. Juli 2008
Im Vergleich mit "Abbitte" und "Liebeswahn" nicht allererste Sahne. Ich musste mich im Vertrauen auf den sonst von mir sehr geschätzen Autor doch ein wenig zwingen, am Ball zu bleiben. Doch dann gewinnt der Roman, und zwar sehr. Tolles Thema, tolles Finale. Also letztlich doch: sehr lesenswert!
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Januar 2010
Wie bei seinem Roman "Liebeswahn" (meinem persönlichen Lieblingsbuch) versteht Ian McEwan als 'Meister der Erzählkunst' auch in "Amsterdam" sein Handwerk perfekt! Es geht um zwei Freunde (Clive Linley, Komponist, und Vernon Halliday, Chefredakteur eines angesehenen Blattes), die sich gegenseitig ein schwerwiegendes Versprechen geben: jeweils den anderen vor dem geistigen Verfall oder einer anderen schweren Krankheit zu bewahren, indem man sich gegenseitig (aktiv) Sterbehilfe leistet bzw. den jeweils anderen zu einem Ort bringt, an dem ein solches Vorhaben möglich ist (z. B. in den Niederlanden). Was für eine verheerende und schwere Last, die die beiden Freunde mit einem solchen Versprechen von nun an auf sich geladen haben! Als es zum Bruch der Freundschaft kommt, droht der einst geschlossene Pakt den beiden Freunden zum Verhängnis zu werden...

Auslöser für das Abringen eines solchen Versprechens war das Begräbnis einer gemeinsamen Freundin von Clive und Vernon (Molly Lane), die nach dem raschen Fortschreiten ihrer Demenz-Erkrankung sich nicht mehr dagegen wehren konnte, von ihrem eigenen Ehemann unter einem sehr strengen und menschenunwürdigen Regiment "gepflegt" und bis zu ihrem Tod gefangen gehalten zu werden. Ein wahrer Albtraum!

Ian McEwan versteht es geschickt, den Leser durch die so unterschiedlichen Charaktere in seinen Romanen und die super-spannenden Handlungen, in die er seine Akteure stets hineingeraten lässt, derart zu fesseln, dass es nahezu unmöglich ist, ein einmal begonnenes Buch auch nur einen Moment aus der Hand zu legen. Das Jahr 2010 wird für mich keineswegs langweilig werden, da die weiteren Bücher von Ian McEwan bereits darauf warten, von mir gelesen zu werden...

Allen, die es mir gleichtun und "Amsterdam" oder andere Werke dieses großartigen Schriftstellers lesen möchten, wünsche ich viel Vergnügen und spannende Unterhaltung dabei!
;-)

P.S.: Die Übersetzung von Hans-Christian Oeser ist äußerst gut gelungen! Das Buch liest sich sehr flüssig und angenehm, und mit seinen ca. 210 Seiten ist man auch ziemlich flott damit durch.
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am 27. März 2008
Als Leser von Ian McEwan entdeckt man in diesem Roman eine neue Seite des Autors. Er ist komisch. Faszinierte er in seinen Romanen zuvor vor allem durch einen scharfen Blick, seine rücksichtslosen Schlussfolgerungen, die seine Helden in die Niederlage trieben, sieht man ihn in Amsterdam einem oft zuzwinkern. So geht es da draußen in der Welt zu, scheint er zu sagen: Männer teilen sich Frauen, die Politik ist ein dreckiges Geschäft und die Presse ist gierig auf Fotos von Männern in Frauenkleidern, um die Auflage zu steigern. Doch selbst hinter der lächerlichen Bloßstellung von Komponisten, angehenden Premierministern, verwitweten Verlegern blitzt McEwans Kunst auf Menschen dabei zu zeigen, wie sie sich zerstören. Unbeschwert vermischt er gleichzeitig Themen wie Sterbehilfe, Vergewaltigung, Serienmord, die Gesetze politischer Intrigen, ohne Gefahr zu laufen, dabei abzustürzen. In einem fulminanten Crescendo steigert er das alles zu einem rituellen Selbstmord zweier Männer in einem Hotel. Lügen, Verrat, Verlust und am Ende ist man erleichtert, dass man diese Welt verlassen darf. Nachdem der Bogen gespannt ist, kommt McEwan wieder bei sich selbst an.
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am 8. Juli 2012
Ich habe das Buch gern und schnell durchgelesen. Witzig fand ich es nicht, aber vor allem dann sehr interessant, wenn beschrieben wird, wie Clive komponiert. Gelungen sind auch die Szenen, in denen Eigen- und Fremdwahrnehmung auf einander prallen. Molly als Dreh- und Angelpunkt der Geschichte bleibt leider völlig blass. Und dass es in England nicht strafbar sein soll, bei einer beobachteten Vergewaltigung nicht einzuschreiten, kann ich nicht glauben. Von der Struktur her erinnerte mich das Buch eher an eine Kurzgeschichte als an einen Roman, die Handlung ist sehr konstruiert und auf einen großen und wie ich finde, unmotivierten Showdown angelegt, der mich auch nicht überzeugt hat. Dieser Slapstick wird dem wichtigen Thema Sterbehilfe auch nicht gerecht, finde ich. Da ich beim Lesen nicht gelitten habe und das Buch immer wieder interessante Passagen hat, gebe ich drei Sterne. Als Amsterdam-Reiselektüre taugt es übrigens nicht, die Stadt kommt nur ganz am Ende und da auch nur in wenigen Sätzen vor. Und wer sich für englische Oberschicht-Satiren und Gesellschafts-Panoramen interessiert, die wirklich komisch sind, ist bei Julian Fellowes sicher besser aufgehoben.
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am 21. August 2005
Ich bin durch "Abbitte" auf McEwan aufmerksam geworden und war fasziniert von den differenzierten, psychologisch stimmigen Innenansichten der Figuren, den sinnlichen Beschreibungen und dem wunderbar lesbaren Stil. In "Amsterdam" sind Psychologie und Stil ebenso stimmig, der Plot allerdings weniger. Alles gipfelt in einem vermutlich satirisch gemeinten Schluss, bei dem sich die beiden Hauptfiguren gegenseitig "euthanasieren". Das Ende ist mir zu aufgesetzt und entwickelt sich nicht organisch aus der Geschichte.
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McEwan, Ian, Amsterdam, 1998 (Diogenes 1999)

Die schöne Molly hatte mehrere Liebhaber, die sich bei ihrem Begräbnis treffen: Clive, den Komponisten, Vernon, den Chefredakteur einer regierungskritischen Zeitung mit sinkenden Auflagenzahlen, dann den Außenminister Garmody, der sich von ihr in der Aufmachung eines Transvestiten fotografieren ließ, und George, den reichen Verleger, der auf die anderen äußerst eifersüchtig war und in dessen Haus Molly schließlich gestorben war - unter unwürdigen Umständen gestorben, wie Clive und Vernon meinen, die sich schon seit ihrer Jugend kennen. Deswegen, so verabreden sie später, soll jeder den Tod des anderen herbeiführen, falls sie selbst einmal so hinfällig wie Molly werden sollten.

Man sieht, es geht um die gehobene Middle Class, in erster Linie um Clive und Vernon, deren Karrierenhöhepunkte jeweils unter die Lupe genommen werden: Clive hat den Auftrag, die offizielle Millenniumssymphonie zu schreiben, und Vernon will seiner ehemals traditionsbewussten Zeitung mit Enthüllungsjournalismus - George hat ihm die Fotos über den Außenminister zugespielt - zu neuer Popularität verhelfen. Nicht nur die Karrieren der beiden scheitern, auch ihre sogenannte Freundschaft, am Schluss verabreden sie sich unter dem Vorwand einer Versöhnung in Amsterdam und bringen sich gegenseitig im Rahmen der Sterbehilfe um, der Außenminister muss auch seinen Hut nehmen, obwohl die öffentliche Meinung zur Toleranz neigt, übrig bleibt nur der von allen verachtete, korrupte Miesepeter George.

Es ist hochinteressant zu lesen, wie der Autor die Protagonisten, besonders den Komponisten Clive und den Chefredakteur Vernon sowohl in ihrer Beziehung zueinander als auch in ihrer Selbstwahrnehmung und in ihrer öffentlichen Rolle seziert und analysiert. Beide scheitern, weil sie durch ihre Bedeutung in der Öffentlichkeit mit zu viel heißer Luft vollgepumpt sind: Clive ist zu unbegabt oder hat seinen Zenith überschritten, versucht aber alles, um die spärlich tröpfelnden musikalischen Einfälle zu konservieren und liebäugelt dabei mit dem Gedanken, ein Genie zu sein - wie Beethoven. Letzlich stellt sich aber nur heraus, dass er von Beethoven abgekupfert hat. Vernon ignoriert moralische Bedenken gegen die Veröffentlichung der Fotos, er rationalisiert seine Machtgier und seinen Größenwahn mit politischer Verantwortung und schätzt die Verhältnisse und seine Position falsch ein. Ihre "Freundschaft" scheitert in dem Moment, als beide die egoistischen Interessen des jeweils anderen ankratzen: Clive, von dem Vernon sich moralische Unterstützung erhoffte, drückt Zweifel an der Veröffentlichung der Fotos aus, und aus Wut will Vernon Clive zwingen, eine bestimmte Zeugenaussage bei der Polizei zu machen, was diesen aber in seinem krampfigen Schaffensprozess so stört, dass er glaubt, dadurch letztlich an der wunderbaren Vollendung seiner Symphonie gehindert worden zu sein. So weit so gut.

Indem McEwan die Szene nach Amsterdam verlegt, kippt die Glaubwürdigkeit der genauen satirischen Schilderung in die Farce und ins Kasperletheater. Wie an Fäden gezogen bewegen die beiden sich jetzt in einer Hotelhalle aufeinander zu, jeweils mit einem vergifteten Champagnerglas in einer Hand, das der andere auch brav trinkt, beide werden in ihrem Hotelzimmer schläfrig , sofort erscheinen die willfährigen holländischen Sterbehelfer, die ihren Dämmerzustand nutzen, um an die nötigen Unterschriften zu gelangen, und schnell sind beide als Leichen abholbereit.

McEwan hat den scharfen, satirischen Blick auf die englischeGesellschaft, aber er erliegt hier am Schluss seiner Neigung, eine Geschichte allzu synthetisch und schematisch zu konstruieren. Vielleicht hat er auch plötzlich die Lust an dem ganzen Theater verloren und wollte nur Schluss mit dem Gebarme machen. Schade, weil er dadurch an Glaubwürdigkeit verloren hat.
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am 6. Dezember 1999
Die beiden langjährigen Freunde Vernon und Clive sehen sich bei der Einäscherung einer Frau wieder, mit der sie beide einmal mehr verband, als nur Freundschaft. Angesichts des Todes von Molly geben die beiden Freunde sich gegenseitig ein Versprechen. Sollte einer von ihnen an einer unheilbaren Krankheit erkranken, werde der andere alles daran setzten, das Leiden des Kranken zu verkürzen. Clive ist Komponist und als er sich von der Beerdigung erholen möchte und im Lake Distrikt einen Spaziergang unternimmt, kommt ihm eine Idee für das Finale seiner Milleniumsinfonie, doch just in dem Moment schreit eine Frau um Hilfe, Clive muß sich nun zwischen Kunst und Leben entscheiden. Auch Vernon hat eine schwere Entscheidung zu treffen: ihm sind belastende Photos des rechten Politikers Garmony zugespielt worden. Es bistet sich ihm eine Chance den politischen Gegner zu vernichten. In Amsterdam kommt es endlich zum erneuten Zusammentreffen der beiden EX-Liebhaber Mollys.... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 15. Oktober 2004
Ich habe Bücher von Ian McEwan wie "Enduring Love", "Cement garden" und das großartige "Atonement" mit wachsender Begeisterung gelesen und dachte einen Autor entdeckt zu haben, der die Erwartungen seiner Leser jedes Mal aufs neue übetrifft, doch meiner Meinung nach ist ihm das mit seinem Roman "Amsterdam" nicht gelungen.
Das Buch handelt von einer Männerfreundschaft zwischen Vernon und Clive, die sich bereits seit vielen Jahrzenten kennen und sich eine gemeinsame verflossene Liebe namens Molly teilen. Vernon ist Verleger einer seriösen Tageszeitung, die sich jedoch auf absteigendem Ast befindet, Clive ist ein bekannter Komponist klassischer Musik, der an dem Auftrag eine Millenium-Hymne zu komponieren arbeitet. Durch mehrere unvorsehbare Vorfälle wird diese Freundschaft auf die Probe gestellt. Die Kluft zwischen Vernon und Clive, die dem Buch seine Wendung gibt, ist nicht überzeugend hergeleitet und erfolgt viel zu abrupt. Es bedarf mehr Tiefblick, um das Bröckeln einer fast lebenslangen Freundschaft überzeugend darzustellen. Ich hatte fast das Gefühl als wenn McEwan die Lust am eigenen Roman verlassen hat und er zu einem schnellen Ende kommen wollte.
Gut gefallen haben mir hingegen die Passagen in denen Clives kreativer Schaffungsprozess beschrieben wird. Ich finde es immer wieder faszinierend wie gut sich McEwan in die Interessengebiete seiner Protagonisten einarbeitet und diese so glaubhaft wiedergibt als wäre er selbst ein Komponist oder Verleger. Streckenweise beschlich mich das Gefühl, daß zwischen der Frustration des Komponisten über sein Werk und McEwans Frustration in Bezug auf seine eigene Arbeit starke Parallelen herrschen. Der Konflikt um die Millenium Hymne war packender als der eigentliche Konflikt der zwei Freunde. Clives Charakter wirkte auf mich viel lebendiger und echter als Vernon oder der Außenminister und ich hatte hinterher den Eindruck, dass die Geschichte nicht ausgewogen genug war. Der innere Konflikt des Künstlers um sein letztes Meisterwerk hat dem eigentlichen Hauptplot des Buches den Rang abgerungen und das konnte auch das dramatische, schroffe Ende nicht mehr rausreissen.
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am 15. November 2007
booker preis hin booker preis her, die handlung des romans amsterdam wirkt abgesehen natürlich von der grandiosen virtuosität der sprache auf mich aufgesetzt bzw. künstlich. der eine protagonist schwadroniert seitenlang über das entstehen einer sinfonie, der andere weiht uns in die intriganz des zeitungswesen ein, na darüber wurde auch schon besser geschrieben! ich habe bei diesem roman das gefühl, es ist ein typisches rezeptbuch man nehme....."nämlich das eigene talent und für die handlung wurschtelt man sich halt so durch.....
und was das ende des romans betrifft, dramatisches ende angedacht? resignativ oder was?
vielleicht urteile ich deswegen so streng" weil ich vorher den roman abbitte gelesen habe, mein gott was für ein packendes werk. Ian mcewan gelingt in diesem die vollkommene harmonie zwischen handlung und sprachbegabung herzustellen.
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am 18. Januar 2003
Auf McEwan bin ich über seinen Roman "Abbitte" aufmerksam geworden. Ein wirklich beeindruckend gut geschriebener Roman, den ich an einem Wochenende durchgelesen habe. Gleich darauf nun meine Neuanschaffung: Amsterdam. Verglichen mit Abbitte ist er leider nicht ganz so meisterlich geschrieben, was mich etwas enttäuscht hat. Es gibt sehr schöne Szenen und auch die Figuren sind ganz stimmig, aber besonders der Einstieg ist mir sehr schwer gefallen. Die beiden Hauptfiguren wurden für mich erst in der Mitte des Buches halbwegs fassbar. Was beeindruckt sind Textpassagen (nach den ersten 100 Seiten etwa), die einen guten Einblick in den Boulevard-Journalismus geben: Redaktionssitzungen, Grabenkämpfe unter Kollegen etc. Für diese Milieustudie: drei Sterne.
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