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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationell!
Obwohl wir Aufnahmen des letzten Kastraten Alessandro Moreschi aus dem Jahre 1903 besitzen, können wir uns nur schwer ein Bild dieses speziellen Stimmtypus machen, der besonders im 18. Jahrhundert ganz Europa faszinierte. Liest man Berichte über die großen Stars jener Tage, fällt immer wieder die fast hysterische Begeisterung auf, mit der das Publikum...
Vor 10 Monaten von Ein kritisches Ohr veröffentlicht

versus
13 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Caffarelli
Bislang gab es keine CD nur mit Arien, die von dem Kastraten Caffarelli gesungen worden sind. Dies, obwohl unsere hervorragenden Barocksängerinnen diese Arien schon lange mühelos beherrschen. Die unsympatisch-arrogante Persönlichkeit Caffarellis und die Legende, er habe das Singen allein durch technische Übungen erlernt, haben bislang wohl...
Vor 10 Monaten von Lorraine veröffentlicht


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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationell!, 16. September 2013
Von 
Ein kritisches Ohr "Jommelli" (Bavaria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Arias for Caffarelli (Audio CD)
Obwohl wir Aufnahmen des letzten Kastraten Alessandro Moreschi aus dem Jahre 1903 besitzen, können wir uns nur schwer ein Bild dieses speziellen Stimmtypus machen, der besonders im 18. Jahrhundert ganz Europa faszinierte. Liest man Berichte über die großen Stars jener Tage, fällt immer wieder die fast hysterische Begeisterung auf, mit der das Publikum auf die Gesangskünste von Farinelli, Caffarelli und Co. reagierte.
Bis vor wenigen Jahren vermochten es selbst gute Countertenöre nicht, etwas von diesem Geist lebendig werden zu lassen. Auch Franco Fagiolis erste Aufnahmen, in denen er ausschließlich im Alt-Register sang, ließen nicht ahnen, wie exorbitant sich der junge Sänger in weiser Langsamkeit entwickelt hat. Aus einem sehr guten Countertenor ist inzwischen der wohl derzeit weltbeste Vertreter seines Fachs geworden. Dass Fagioli seine Konkurrenten auf die Plätze verweist, wurde schon in Vincis Artaserse-Aufnahme letztes Jahr deutlich, doch mit der vorliegenden CD, die wirklich alle Aspekte seiner einzigartigen Stimme exemplarisch zur Geltung bringt, hat der mit 32 Jahren noch immer junge Argentinier endgültig den Olymp des Gesangs betreten.
Alle Techniken, für die man die Kastraten liebte und hoch bezahlte und die bis vor kurzen meistens nur Sängerinnen vorbehalten waren, beherrscht Fagioli auf scheinbar mühelose Art und Weise: Aberwitzige Koloraturketten, große Sprünge, rasche Registerwechsel, lange messa-di-voces, maximale dynamische Modulationsfähigkeit, schmelzende Weichheit abwechselnd mit stählerner Härte und einen bislang für Countertenöre einzigartigen Stimmumfang, der in der letzten Arie des Albums bis zum dreigestrichenen Des reicht. (Dass Fagiolis Stimme auch in der Livesituation nicht an Wirkung einbüßt, beweisen übrigens die Youtube-Videos von Artaserse eindrucksvoll, ich selbst habe ihn 2007 in Glucks Ezio-noch ohne spektakuläre hohe Spitzentöne- in Ludwigsburg erleben dürfen)
Eigentlich bin ich kein Freund von Sängerrecitals, die einem schon lange verstorbenen Gesangsstar gewidmet sind, da die Defizite der lebenden Künstler meistens zu deutlich zu Tage treten, doch im vorliegenden Fall treffen alle Eigenschaften, für die man Caffarelli einst bejubelte uneingeschränkt auf Fagiolis Stimme zu. Mehr als Staunen kann man nicht. Jeder künftige Countertenor wird sich an dem hier gesetzten Standard zu orientieren haben, was freilich eine große Hypothek für die gesamte Zunft sein dürfte.
Sehr schön ist auch die Programmauswahl, die mit selbst Spezialisten nur wenig vertrauten Namen wie Cafaro oder Manna einen faszinierenden Einblick in die hochentwickelte neapolitanische Kompositionskultur jenseits von Hasse, Porpora, Vinci oder Leo gibt. Das Barockorchester begleitet erstklassig, das liebevoll gemachte Booklet (leider mal wieder nicht auf Deutsch- warum eigentlich? Gerade in Deutschland werden besonders viele CDs mit alter Musik verkauft) rundet den großartigen Gesamteindruck dieser CD ab, die mit Sicherheit in die Schallplattengeschichte eingehen wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann singen und darstellen - Ein Gewinn für jede Operninszenierung, 26. November 2013
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Rezension bezieht sich auf: Arias for Caffarelli (Audio CD)
Was die Gesangstechnik von Herrn Fagioli abelangt, möchte ich mich hier nicht mit den Experten messen, die hier bereits so dezidiert Stellung genommen haben. Ich habe mittlerweile die meisten derzeitigen Stars unter den Countertenören live singen hören und spielen sehen, soweit sie in Deutschland und Grenznachbarn auftreten. Ich bin der Meinung, dass Herr Fagioli gerade das Maß der Dinge darstellt. Denn er ist nicht nur ein hervorragender Sänger mit atemberaubender, raumfüllender, sopranartiger Stimme. Er ist noch dazu eine echte Darstellerpersäönlichkeit, was jeder Oper gut tut, in der er mitwirkt. Alle die das Glück hatten, ihn z.B. als Nerone in der Poppea in Köln sehen zu dürfen, werden das nachvollziehen können und auch der direkte Vergleich zu anderen Stars in Artaserse untersreicht das. Mir gefällt das mehr als die etwas zurückhaltendere Arte etwa von Jarrousky oder Mehta, die ich auch sehr schätze, deren Stimme ich aber nicht so originell finde wie die von Fagioli (gilt auch für Cencic). Fagioli und Valer Sabadus, das hat mir Artaserse gezeigt, sind für mich derzeit das "Dream Team" der Countertenöre. Trotzdem schön, das wir sie hier alle haben und hören können, wenngleich es etwas langweilig ist, dass sie jetzt alle fast gleichzeitig ähnliche Ariensampler auf den Markt bringen. Ein Lob möchte ich auch der agilen Spielweise des Pomo d'Oro aussprechen - mir liegt das mehr als die zum Teil etwas langatmige Spielweise z.B. von R. Jacobs. Es ist letztlich Geschmackssache und jeder muss seine(n) Favoriten selbst ausloten. Sehr gelungen eingespielt und klug ausgesucht ist die CD allemal.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, 28. Oktober 2013
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Rezension bezieht sich auf: Arias for Caffarelli (Audio CD)
Was für eine Stimme....Ein Genuss...Schauer inbegriffen....Ich höre die CD am liebsten laut und es stellt sich jedesmal ein inneres und wohl auch äußeres Lächeln ein....
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5.0 von 5 Sternen Franco at his best!, 17. Juni 2014
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Rezension bezieht sich auf: Arias for Caffarelli (Audio CD)
Für einen Fan der Kopfstimme unbedingt zu empfehlen. Andreas Scholl und Franco Fagioli sind für mich die absoluten Highlights unter den Contratenören.
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5.0 von 5 Sternen Eine Stimme, die, in Worten zu beschreiben unmöglich scheint...!, 10. Mai 2014
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Rezension bezieht sich auf: Arias for Caffarelli (Audio CD)
Fagioli habe ich neu entdeckt, weil ich ein Geschenk für eine gute Freundin suchte, die den Gesang des Countertenors im Allgemeinen sehr liebt. Ich habe mir viele Sänger angehört und war, als ich Fagioli hörte, so fasziniert, dass ich mir die Cd gleich mitbestellte. Ein grossartiger Künstler, den man in meinen Augen nur ehren kann. Eine warme reine Stimme, die tief berührt..!
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5.0 von 5 Sternen The best countertenor of the moment!, 30. Juli 2014
Von 
J B (Alkmaar, The Netherlands) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Arias for Caffarelli (Audio CD)
He goes up into dazzling heights and down into deep thrillers. Never shrill or uncomfortable. The selection of arias is such that it is full of coloratura, but there are also slow pieces. The orchestra alsodeserves compliments for their stormy accompaniment. Fagioli is like Bartoli, but infinitely better! My favourite CD!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann mich Jommelli nur anschließen!, 17. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Arias for Caffarelli (Audio CD)
Wie ich bereits in meinem Kommentar zur Jommellis Rezension ausführlicher begründet geschrieben habe, kann ich mich ihm nur in jedem Wort uneingeschränkt anschließen und diese CD hymnisch empfehlen!

Wegen der 5 Sterne habe ich hier noch mal "rezensiert"!
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft, dieser Schmelz, diese Schönheit, diese Kunst!, 19. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Arias for Caffarelli (Audio CD)
Fagioli ist für mich die Nachtigall unter den Countertenören (im Vergleich zu Jarousskys Stimmfarbe Lerche und Cencics Amsel)
Live natürlich ein besonderes Vergnügen, die maskuline Ausstrahlung des Sängers bei/mit/trotz dieser Sphärenstimme zu erleben. Und diese Aufnahme ist sicher ein Höhepunkt, eine seltene Preziose für Hörgenießer, Vorsicht: macht trunken!
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3.0 von 5 Sternen Caffarelli, 18. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Arias for Caffarelli (Audio CD)
Bislang gab es keine CD nur mit Arien, die von dem Kastraten Caffarelli gesungen worden sind. Dies, obwohl unsere hervorragenden Barocksängerinnen diese Arien schon lange mühelos beherrschen. Die unsympatisch-arrogante Persönlichkeit Caffarellis und die Legende, er habe das Singen allein durch technische Übungen erlernt, haben bislang wohl abgeschreckt.
Nun singt Franco Fagioli Arien „für Caffarelli“.
Man bekommt zwei sehr gut Arien von Hasse, eine von Porpora, eine seltsam im Stil abweichende von Pergolesi und ein paar von vergessenen Kleinmeistern des Barock, von denen man beim Hören gleich versteht, warum die vergessen sind (und es sicher auch bleiben werden). Musik von Komponisten wie Manna ist nichts anderes als gefällig. Man bekommt außerdem ein gutes Ensemble, obwohl die übertriebende plötzliche Verwendung eines affektierten rubato in der Arie von Pergolesi eher stört. Und man bekommt einen Countertenor, der mittels extremer Anspannung in Gesicht und Hals seinen Kehlkopf ständig in einer solchen Position zu halten vermag, dass er so ziemlich jeden möglichen Ton erreicht. Jeder Gesangslehrer des Barock hätte Fagioli für diese Gesichtverzerrungen hinausgeworfen - Kastraten mussten bekanntlich stundenlang vor einem Spiegel üben, damit sie sich keinerlei seltsame Gesichtsbewegungen angewöhnten. Der Gewinn der Anspannung sind sehr schöne hohe Töne. Das mittlere Register aber leidet doch sehr unter dieser Technik, es klingt stetig seltsam matt und gedrückt, bei einigen Tonhöhen etwas hohl. Dies ist sicherlich Geschmackssache, mir gefällt dieser Klang nicht und verhindert damit leider auch, dass ich die höheren Passagen genießen kann. (Ich persönlich hoffe nur, dass nicht noch andere junge Männer auf die Ideen kommen werden, diese eigenartige, etwas selbstquälerische Technik zu imitieren.) Dann kommt in dieser CD noch das Brustregister hinzu, so dass es vollends klingt, als sängen mehrere Sänger die Arien; ein sehr mattes und großenteils schwaches Register übrigens, das offensichtlich überhaupt nur hörbar ist, weil der Sänger dabei extrem nahe am Mikrophon ist.
Was leider bei dieser CD wie allgemein bei Fagioli über alles andere dominiert, ist, dass er vollkommen damit beschäftigt ist, die Töne hervorzubringen, und nichts anderes passiert. Es kommt beim Hören nicht ein Funken von Emotion an. Der Gesang enthält kein Gefühl und wird damit auf die Dauer nur langweilig und ermüdend. Es gibt auch keine klanglichen Unterschiede, was dafür wohl eine Voraussetzung wäre. Jeder Ton klingt abhängig von seiner Tonhöhe so-und-so. So hört man sich also eine Menge Töne an, von denen wie gesagt viele mir nicht besonders angenehm klingen. Berührt wird man von diesen Arien nicht. Es fehlt das Erlebnis.
Leider ist außerdem in der ersten virtuosen Arie die Intonation Fagiolis in den schnelle Passagen recht fehlerhaft; es ist verwunderlich, dass der Tontechniker dies hat durchgehen lassen. Hier erreicht auch Fagioli offensichtlich die Grenzen seiner technischen Fähigkeiten, obwohl die Arie auch nicht schwieriger ist als andere Bravourstücke. (In den anderen Arien ist die Intonation gut.) Ein zusätzliches technisches Problem ist, dass Fagioli oft mitten in wichtigen Koloraturpassagen hörbar nach Luft schnappt, was doch ziemlich stört. Hier wäre vielleicht eine bessere Einteilung des Atems ratsamer gewesen - oder vielleicht konnten wirklich nur Kastraten diese Arien korrekt singen? Dies ist jedenfalls ein Stilfehler; mitten in einer Koloratur hat ein Einatmen wirklich überhaupt nichts zu suchen, und ich möchte nicht lesen, wie die Kommentare lauten würden, würde eine unserer exzellenten Sängerinnen (Bartoli, Genaux, Hallenberg, usw. usw.) so etwas tun. Das eine messa die voce, das Fagioli bietet, hat ein starkes vibrato, womit es natürlich viel leichter zu singen ist. Die Verzierungen durch Fagioli sind nicht besonders auffällig, bieten aber auch keine besondere Verbesserung der Musik. Insgesamt schade. Man hätte mehr erwartet.
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Arias for Caffarelli
Arias for Caffarelli von Franco Fagioli (Audio CD - 2013)
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