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5.0 von 5 Sternen Wie das Internet zum Kaufhaus wurde
Das Buch “Der Allesverkäufer” startet mit der Schilderung eines Wunderknaben mit “überragendem Intellekt und schmächtigem Wuchs”. Ein aufgeweckter Junge, der mit seinem Erfindungsreichtum die Lehrerschaft begeistert. Der Drang, Neues zu schaffen, bleibt ein Leben lang stetiger Begleiter von Jeff Bezos, dem Amazon-Gründer. Am...
Vor 19 Monaten von Roter Reiter veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessantes Buch, leider katastrophal übersetzt
Das Buch wurde von einem amerikanischen Wirtschaftsjournalisten geschrieben, dem Jeff Bezos offentsichtlich viele Türen geöffnet hat. So ist ein mit Insiderinformationen gespicktes, sehr interessantes Buch entstanden, das Bezos bzw. Amazon selbst ganz sicher nicht schont (zum Teil war ich geschockt über die Härte der Urteile) und einen guten Eindruck...
Vor 8 Monaten von Mario Willems veröffentlicht


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie das Internet zum Kaufhaus wurde, 27. November 2013
Von 
Roter Reiter (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Das Buch “Der Allesverkäufer” startet mit der Schilderung eines Wunderknaben mit “überragendem Intellekt und schmächtigem Wuchs”. Ein aufgeweckter Junge, der mit seinem Erfindungsreichtum die Lehrerschaft begeistert. Der Drang, Neues zu schaffen, bleibt ein Leben lang stetiger Begleiter von Jeff Bezos, dem Amazon-Gründer. Am Ende des spannenden Buches werden Sie Bezos als Getriebenen in Erinnerung behalten. Einen Perfektionisten, für den “gut” grundsätzlich noch zu schlecht ist. Charismatisch, aber auch unverhofft cholerisch, mal inspirierend und dann wieder unergründlich und verschlossen. So skizziert Autor Bard Stone den 25 Milliarden Dollar Mann, der sich alles abverlangt und in der Folge erwartet, “dass die Angestellten rastlos arbeiten, um eine nachhaltige Firma zu schaffen”. Für den “Kommunikation in seinem Unternehmen ein Zeichen dafür ist, dass etwas nicht funktioniert”.

Wirtschaftsjournalist Brad Stone hat über Jahre recherchiert, Amazon-Köpfe und Konkurrenten interviewt, auch mit Bezos selbst gesprochen, um den kometenhaften Aufstieg des weltgrößten Internetkaufhauses in detailgetreuen Episoden nachzuerzählen. Darunter natürlich die Meilensteine bahnbrechender Innovationen, für die Amazon heute steht. Das Empfehlungs- und Bewertungssystem. Die Fähigkeit, Kundenwünsche vorauszusehen. Das glaubhafte Versprechen günstiger zu verkaufen und schneller zu liefern als alle Wettbewerber.

Fazit: “Der Allesverkäufer” ist die faszinierende und auch häufig erschreckende Chronik der katapultartigen Erfolgsstory von Amazon. Spannend erzählt Brad Stone wie Bezos angetreten ist, um die größte virtuelle Ladentheke der Welt aufzubauen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessantes Buch, leider katastrophal übersetzt, 14. Oktober 2014
Das Buch wurde von einem amerikanischen Wirtschaftsjournalisten geschrieben, dem Jeff Bezos offentsichtlich viele Türen geöffnet hat. So ist ein mit Insiderinformationen gespicktes, sehr interessantes Buch entstanden, das Bezos bzw. Amazon selbst ganz sicher nicht schont (zum Teil war ich geschockt über die Härte der Urteile) und einen guten Eindruck von den inneren Abläufen gibt. Besonders die Beschreibung der ersten Jahre fand ich sehr interessant, vielleicht weil das Unternehmen damals noch überschaubar und die Tendenz zu Anfängerfehlern größer war. Allein die Geschichte aus dem Jahr 1999, als Amazon im Weihnachtsgeschäft unbedingt Spielwaren anbieten wollte, aber keine Lieferanten auftun konnte und schließlich einfach dem unmittelbaren Konkurrenten eToys die Lager leer bestellt hat, ist schon grandios. Derartige Geschichten gibt es aus den Anfangsjahren en masse. Die späteren Jahre liefen wesentlich geordneter ab, die grundlegende Aggressivität in den Geschäftspraktiken ist allerdings geblieben, wenn nicht sogar stärker geworden. An der einen oder anderen Stelle kann man schon erkennen, dass die amerikanische Regulierung deutlich liberaler ist als die deutsche und dass entsprechend auch absolute no gos toleriert wurden (wenn etwa kurz vor der Übernahme eines Anbieters für Babywindeln einfach ein ähnliches Angebot durch Amazon aufgezogen wird, das die gleichen Produkte deutlich unter Einstandspreis verkauft und so den letztlich gezahlten Übernahmepreis massiv drückt).

Wer das Buch lesen will, sollte meiner Meinung nach bei halbwegs guten Kenntnissen der englischen Sprache allerdings gleich zum Original greifen. Ich habe das selbst nicht getan, hatte aber an sehr, sehr, sehr vielen Stellen eine Ahnung, was wohl im Original gestanden haben mag. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Übersetzer offenbar oft sehr nah am Original übersetzt hat (zum Teil Wort für Wort). Zudem scheint das Gefühl dafür zu fehlen, was man übersetzen muss und was nicht. Da wird dann etwa der Name des ehemaligen CEOs von Google, Eric Schmidt, allen Ernstes eingedeutscht ("Erich Schmidt" lol), der praktisch auf jeder Seite vorkommende Begriff Executive hingegen nicht einmal einfach mit "Führungskraft" übersetzt. Andere Begriffe, die man im Original stehen lassen könnte, werden schlecht übersetzt (die IT community ist wohl eher keine IT "Kommune"). Eine Absurdität, an die ich mich noch genau erinnern kann: Der Übersetzter versetzt die Mutter von Bezos während ihrer Schwangerschaft in die "zweite Klasse" (hier kann ja wohl nur der zweitletzte Jahrgang vor dem Abschluss der High School gemeint gewesen sein). Ich habe das Buch meist aus Zugfahrten gelesen und mir daher keine großen Notizen gemacht, komme aber rein aus dem Gedächtnis schon auf diese Beispiele. Für einen Verlag wie Campus ist das meiner Meinung nach ein Armutszeugnis.
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38 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von einem, der auszog, die Verkaufswelt zu revolutionieren, 21. Oktober 2013
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Amazon und sein Gründer Jeff Bezos haben mittlerweile einen fragwürdigen Ruf, schlechte Arbeitsbedingungen, rüde Methoden gegen Geschäftspartner und Konkurrenten haben im letzten Jahr von sich reden gemacht.

Brad Stone hat einen akribischen Report über Amazons Geschichte und die seines Gründers und Leiters vorgelegt von den ersten Anfängen bis heute. Wer schon immer wissen wollte, warum Amazon so groß wurde, der erfährt es hier. So manches Gerücht widerlegt er - etwa die Behauptung, Jeff Bezos habe Wirtschaft studiert oder sei eine Heuschrecke, eben einer der üblichen neoliberalen Wallstreet Boys. Und das Buch zeigt, dass Amazon nicht aufgrund finsterer Mächte groß wurde, sondern wegen seiner Kundenorientierung.

Kurzfristige Profite interessierten Bezos nie, sein Ziel war es, das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu schaffen und dazu die alten Fesseln des stationären Handels zu sprengen. Diesem Ziel hat er alles untergeordnet. Sowohl die Beziehung zu seinen Untergebenen wie die zu seinen Geldgebern. Große Rendite hat Amazon nie erwirtschaftet, bis zum Platzen der Dotcom Blase fuhr es Verluste ein. Bezos' Mantra: Wenn wir alles für den Kunden tun, wird es auf lange Sicht auch Profit bringen, klingt ein wenig nach Lenins Versprechen: Wenn wir in ferner Zukunft den Sozialismus aufgebaut haben, werden alle Menschen glücklich sein.

Mit Lenin hat Bezos noch einiges anderes gemeinsam. Ihn auf freies Wochenende anzusprechen, wäre so, als hätte ein Bolschewik Lenin gefragt, wieviel bezahlter Urlaub einem Berufsrevolutionär zustehen würde. Beide verlangten von ihren Mitstreiter absolute Hingabe zur Sache. Und wie Lenin entwickelte Bezos seine eigene Wirtschaftstheorie; "Jeffismus" nennen es ehrfürchtig seine Bewunderer.

Anfänglich hatte Amazon das Charisma, das alle neuen Startups auf junge Softwareingenieure haben. Keine starre Firmenhierarchie, offen für neue Ideen, sich ganz und gar dem großen Projekt widmen. Wer fragt da nach vierzig Stunden Woche, was ist ein freies Wochenende gegen das Glückgefühl, wenn das Programm nachts um drei endlich läuft? Natürlich kann so eine Firmenphilosophie nicht für immer aufrecht erhalten werden, um 2005 sollte Amazon deshalb ernsthafte Probleme bekommen. Auch junge Revolutionäre werden älter und dann werden andere Dinge, wie Familie und Freizeit wichtiger. Viele Mitarbeiter verließen Amazon frustriert, doch genügend andere schwärmen immer noch von der Zeit dort.

Von Anfang an konnte Bezos durch seine Ideen Menschen begeistern. Egal ob es die Buchbranche war oder die zahlreichen andern Geschäftsfelder, in denen sich Amazon nach und nach engagierte, immer war das Ziel, alles anders, alles besser zu machen, den Handel zu revolutionieren und die Digitalisierung dazu zu nutzen, effizienter als die Konkurrenz zu werden.

Leser möchten Bücher in der Hand halten und ein Online Buchversand habe deshalb keine Chancen, wurde ihm anfänglich vorgehalten, später in der Dotcom Blase erklärten ihm Harvard Manager, dass er zwar ein netter Mensch sei, aber seine Firma besser an die Buchhandelskette Barnes und Nobles verkaufen solle, denn gegen die geballte Macht der Kette und Bertelsmann hätte er keine Chance. In beiden Fällen bewies er den Skeptikern das Gegenteil. Amazon, damals ein Zwerg, lernte die Riesen das Fürchten.

Weniger bekannt sind Bezos grandiosen Fehlentscheidungen, "Fieberträume", die er nach den ersten Erfolgen entwickelte. Wahllose Aufkäufe von anderen Firmen erwiesen sich später als riesige Fehlinvestitionen, die Anwerbung klassischer Manager, um der Firma nach der Dotcom Blase Amazon zu mehr Profitabilität zu verhelfen, führte zum Konflikt, weil diese sich nicht in die chaotische Welt junger Software-Ingenieure integrieren liessen. Brad Stone führt eine Fülle solcher Beispiele auf. Doch Amazon überstand alle diese Fehlentscheidungen, weil Bezos anders als viele andere Wirtschaftskapitäne schnell hinzulernen konnte und fähig war, seine Strategie neuen Realitäten anzupassen.

Ursprünglich schätzten die Verlage den neuen Vertriebspartner Amazon. Die großen Buchhandelsketten (Barnes & Nobles in den USA, Thalia & Co in Deutschland) setzten den Verlagen die Daumenschrauben an, verlangten hohe Preisnachlässe, da schien der neue Vertriebspartner nur zu willkommen. Für viele kleinere und mittlere Verlage, die nur schwer in die Buchläden kamen, wurde Amazon zum Retter in der Not. Doch als es mächtiger wurde, griff es zu den gleichen Daumenschrauben wie die Ketten und hatte keine Hemmungen, seinen Partner erbarmungslos große Rabatte abzupressen. Zwar war es bestrebt, jedes, aber auch jedes Buch dem Kunden anzubieten. Aber mit dem Vorschlagswesen, das Kunden bei jedem Buch auch andere Bücher anbot, hatte es ein Druckmittel. Diese "Kunden haben auch gekauft"-Listen gaben kleinen Verlagen Chancen, ihre Bücher in die Öffentlichkeit zu rücken. Genau dies setzte das Unternehmen als Druckmittel ein. Entweder die ruinösen Rabatte akzeptieren und weiter in den Listen erscheinen oder eben ohne einen Platz in den Listen und daraufhin erheblich verminderte Verkäufe, das war die Alternative. Die meisten Verlage beugten sich.

So zeigte sich ab ca 2005, dass der alte Satz: "Macht korrumpiert und totale Macht korrumpiert total" auch auf den neuen Softwaregiganten zutrifft. Brand führt eine Fülle von Beispielen auf, wie Amazon seine Marktmacht gegen die Lieferanten ausspielte, um bessere Einkaufsbedingungen zu erzielen und damit gegen die Konkurrenz mit niedrigeren Preisen zu punkten. In der Wahl der rüden Methoden unterschied es sich nicht von anderen Distributoren.

Bezos Philosophie und Unternehmenspolitik (der sogenannte "Jeffismus") wird in dem Buch ausführlich diskutiert. Ebenfalls sein sehr autoritäter Führungsstil. Wie der Apple Gründer Steve Jobs neigt Bezos zu unkontrollierten Wutausbrüchen, wenn irgendein Untergebener seiner Meinung nach nicht optimal gehandelt hat oder seine Ideen zu konventionell für Bezos Geschmack sind. Andererseits kann eine einzige Kundenbeschwerde als Email dazu führen, dass überprüft wird, was falsch gelaufen ist und mit neuen Ideen kann man bei ihm immer punkten. Das Unternehmen hat eine Fülle neuer Ideen und kundenfreundlicher Strategien eingeführt, von Kundenrezensionen, die auch negative Urteile erlauben über kostenlose Lieferung bis hin zu dem Prime Service.

Über das Privatleben Bezos berichtet das Buch wenig, Bezos schottet das auch ziemlich ab. Verglichen mit den anderen Softwaregründern, von Google über Apple bis zu Facebook erscheint er geradezu "normal". Seine unverkennbare Lache, die die einen vor den Kopf stößt, mit der er aber andere für sich einnehmen konnte - unter anderem seine Frau und erste Investoren - scheint das einzig besondere an dem Menschen Bezos zu sein - sieht man von seinen herausragendem Ideenreichtum ab.

Gegenüber dem etwas älteren Buch Ein Klick: Der Aufstieg von Amazon und Jeff Bezos bietet Brands Buch eine sehr viel detaillierte Einsicht, man merkt, dass Brandt sich besser mit Amazon auskennt und weit mehr ehemalige und aktuelle Amazon Mitarbeiter interviewt hat inklusive Jeff Bezos selbst.

Das Buch liest sich leicht, stellenweise wie ein Krimi und bietet eine umfassende Einsicht sowohl in die Struktur der kleinen Software-Startups als auch in die hemdsärmligen Methoden, die heute auf dem Markt herrschen.

Hans Peter Roentgen
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nette Anekdoten, schwache Übersetzung, 3. März 2014
Das Buch ist eine nett lesbare Anekdotensammlung über den Firmengründer Jeff Bezos.

Die sprachliche Qualität der deutsche Übersetzung ist jedoch je nach Sichtweise nah am Orginal oder einfach nur kaum erträglich.
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4.0 von 5 Sternen Enorm kenntnisreich - aber auch verwirrender Detailreichtum, 6. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich wollte ich mir ein schmaleres Buch kaufen, ein Buch, das sich direkt mit Amazons Einflußnahme auf den Buchmarkt beschäftigt, schwenkte aber auf diesen Titel um, der von Rezensenten als der bessere empfohlen wurde.
Ist er das? Nun, er ist doppelt so teuer und doppelt so umfangreich, das schon. Unglaublich kenntnis- und detailreich breitet Stone die Entwicklung Amazons und seines Gründers vor uns aus, so daß ich mir nicht selten dachte: "Sooo genau wollte ich es dann auch wieder nicht wissen."
Wie bei solchen Managerbiographien nicht selten, schwankt der Verfasser zwischen Anbetung ("Was für ein intelligenter, tatkräftiger, begabter Machertyp!") und Grusel ("Mit manischer Getriebenheit drückt er mit fiesen Methoden Lieferanten und Verlage an die Wand") hin und her.
Zu meinem Bekanntenkreis gehören Kleinverleger. Deren Verhältnis zu Amazon ist gespalten: Einerseits könnten sie ohne den Online-Riesen ihr Sortiment längst keiner so breiten potentiellen Käufermasse präsentieren wie im traditionellen Buchhandel mit seinem beschränkten Platzangebot (und oft auch Ladeninhabern mit leicht beschränktem Horizont), andererseits ist das Wehklagen groß über willkürliche Maßnahmen Amazons (Auslistungen politisch inkorrekter Bücher, Löschen erotisch freizügiger Titelbilder), über fehlende Kontaktmöglichkeiten, über die Art und Weise, wie Amazon als internationaler Konzern international verschachtelt ist, so daß man ihn kaum greifen kann (darüber klagen nationale Regierungen wie deutsche Kleinverleger) und und und ...
Amazon erscheint als Drohung wie auch als Verlockung. Mir erscheint Amazon-Chef Bezos nach der Lektüre als so was ähnliches wie Discounter-Chefs à la Aldi-Brüder: Amazon ist für die Kunden oft prima, für die Lieferanten oft weniger schön, um es mal milde auszudrücken, die werden geschubst und getreten (ebenso wie die Mitarbeiter), denen drückt man die Preise und Konditionen bis zum Gehtnichtmehr - sie entwickeln eine Haßliebe zu Amazon: Ohne Amazon geht es nicht, aber mit Amazon geht es oft auch nicht ...
Fazit: Aufstieg und Werdegang des "Allesverkäufers" Bezos werden gekonnt und kenntnisreich beschrieben - aber mit ein paar Details weniger wäre die klare Linie vielleicht sichtbarer geworden ...
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5.0 von 5 Sternen Fesselndes Buch über den Meister des Onlinehandels, 24. Juli 2014
Gleichermaßen lehrreich und manchmal erschreckend kommt dieses Buch - fast in Romanform - daher. Man erfährt hier viel über Bezos und sein Geschäftsgebaren (über das sich jeder Sellbst seine Meinung bilden sollte). Also auch eine super Lektüre für alle erfolgreichen Onlinehändler und die die es werden wollen. Für mich neben dem Qentis Buch (1-2-3 vorbei) von Michael Marcovici eine echte Pflichtlektüre!
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4.0 von 5 Sternen Von Adam und Eva bis zur Neuzeit, 16. Juli 2014
Das Buch gibt einen ausschweifenden Überblick über die Entstehung von Amazon und die Entwicklung bis heute. Teilweise etwas sehr langatmig, detailverliebt und verstrickt geschrieben, alles in allem aber eines der wenigen "Standardwerke" um einen EInblick in die Amazon Welt zu bekommen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unbedingt lesen, 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon (Kindle Edition)
Gründung, Aufstieg und Rückschläge, alles in diesem interessanten Buch zu lesen.
Sehr beeindruckend die Beschreibund des Jeff Bezos, vor allem als Menschen.
Nach der Lektüre sieht man Amazon mit anderen Augen.
Von mir eine eindeutige Kaufempfehlung.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig geschrieben, spannend wie ein Thriller - und man spielt selbst mit!, 17. Februar 2014
Dieses Sachbuch ist fantastisch geschrieben. Es hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Stone erzählt sehr lebendig. Es ist sehr clever thematisch aufgebaut, nicht sturheil chronologisch. Engagiert, aber nie parteiisch. Es ist ein Buch, in dem man als amazon-Kunde selbst mitspielt. Ich als Autor bin besonders betroffen, zumal ich von Anfang an amazon-Fan war. Jeff Bezos ist wirklich mutig, hat mit Ideen wie dem Marketplace Gesetzmäßigkeiten des Handels mit Erfolg gebrochen. Sein Erfolgsrezept: Immer 100 Prozent vom Kunden her denken. Wir haben es ja selbst erlebt – da kam keine andere Verkaufs-Website mit.

Amazon ist mit einem blauen Auge durch die erste große dotcom-Krise gekommen (mit Geld aus Deutschland, wie man in diesem Buch erfährt!), hat immer mehr Fahrt aufgenommen und sich aufgeschwungen, nicht nur Verkäufer zu sein, sondern die Szene umzukrempeln. Jeff Bezos, das macht Stone sehr klar, wollte von Anfang an den Irrsinn, der mit der Musikszene passiert ist, auf den Buchhandel ausweiten.

Wieder war ich ein Teil der Story und habe sie am eigenen Leib miterlebt. Die 99 Euro für den Kindle war eine meiner sinnlosesten Ausgaben des Jahres 2012. Eine beleidigend miese Typographie, ein uninspiriertes Design, aber Gehirnwäsche-Werbung und unglaubliche Versprechungen.

Ich bin kein Tante-Emma-Laden-Romantiker. Ich habe erlebt, wie die großen Buchhandelsketten genüsslich zuerst die kleinen Buchhändler und dann sich gegenseitig plattgemacht haben. Mit leichter Häme habe ich zugeschaut, wie amazon mit Chuzpe und Aggressivität nun die großen Handelskonzerne in die Ecke drängt. Ja, der Markt ist kein Kindergeburtstag. Ausgerüstet mit einer Armada typischer menschenverachtender US-Anwälte führt Bezos mit allen Mitteln Krieg gegen jeden.

Im Verlauf des Buches ging es in mir hin und her. Handelt amazon unlauter, wenn es seine Europazentrale steuersparend in Luxemburg unterbringt? Oder sind es die dortigen Zwergstaatler, die mitten in Europa ein für sich und US-Konzerne wie amazon lohnendes Steuerschlupfloch einrichten und sich gleichzeitig als Herz und Seele des europäischen Gedankens feiern lassen? Als kleiner Trost war zu lesen, dass amazon die gleiche Hase-und-Igel-Taktik in den USA selbst verfolgt und den Bundesstaaten zustehende Steuern mit allen Tricks vorenthält.

Finde ich Bezos jetzt genial oder bestialisch? Ist er ein Warlord oder ein Missionar? Den Ausschlag gab ein Detail über ihn, im genialen letzten Kapitel des Buchs. Da berichtet Stone, wie er den leiblichen Vater von Jeff Bezos aufspürt, der – Ironie der Geschichte – ein winziges Einzelhandelsgeschäft für Fahrräder führt. Er wusste nicht, wo und wer sein erster Sohn war. Er fiel aus allen Wolken, als Stone ihm eröffnete, dass sein Jeff inzwischen einer der reichsten Männer der USA geworden war. Der alte Herr nahm Kontakt auf zu seinem Sohn, und der hat bis heute nicht einmal geantwortet. Da war mir klar: doch eher Warlord.

Ich mag das blöde Wort vom Raubtier-Kapitalismus nicht. Aber Bezos hat eine seiner vielen kriegerischen Maßnahmen „Aktion Gazelle“ genannt. Er will wirklich nur gewinnen, indem er anderen schadet. Das mit der Kundenfreundlichkeit ist Gerede. Ist es kundenfreundlich, alle Angestellten und Mitarbeitenden in der langen Lieferkette, vom Autor, Verlag, Picker, Packer bis zum Fahrer so minimal wie möglich zu bezahlen? Nein, das wollen wir Kunden nicht mehr. Wir wollen keine Jeans, an denen Blut klebt, und keine Pakete, die von bis zum Umfallen arbeitenden Boten und in den Bankrott gejagten Subunternehmern ausgeliefert werden.
Im frühen Kapitalismus haben sich die Arbeitenden zusammengetan, es kamen Gewerkschaften auf, Streiks, Arbeitskampf. Es gibt auch noch den Boykott oder das stille Wegbleiben von Kunden. Genau das wird geschehen, wenn sich bei amazon intern nicht grundlegend etwas verändert. Ich habe als Autor amazon einige meiner Einkünfte zu verdanken. Auf der anderen Seite hat amazon aber auch von meinen geistigen Leistungen profitiert, und diese Profite sind fast komplett aus unserem Land hinausgeflossen.

Jetzt bin ich gespannt, ob amazon diese Rezension über das amazon-Buch so veröffentlichen wird. Gut anstehen würde es ihnen schon. Kritik muss man aushalten, das gehört zu einem demokratischen Markt eigentlich dazu. Die Frau von Jeff Bezos hat über dieses Buch in den USA übrigens auch eine amazon-Rezension geschrieben und dem Werk 1 Stern gegeben. Was eigentlich schon wieder clever war, denn dadurch stiegen die Verkaufszahlen – beim Buchverkäufer amazon.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfangreicher Überblick, 22. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon (Kindle Edition)
Dem Autoren ist es perfekt gelungen, das Unternehmen, den Gründer und dem Umfeld einen schlüssigen und unabhängigen Rahmen zu geben. Habe fast alles verfügbare über Amazon gelesen, viele Zusammenhänge habe ich erst jetzt verstanden.
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