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Kundenrezensionen

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am 19. Februar 2014
Der Buchmarkt wird derzeit überschwemmt von Büchern zum 1. Weltkrieg - oder zum "Großen Krieg" um in der Diktion von Oliver Janz zu bleiben. Dabei wird durchaus eine unterschiedliche Herangehensweise und Schwerpunktsetzung durch die jeweiligen Autoren vorgenommen. Für den Leser ergibt sich die Qual der Wahl.

Im Gegensatz zu den bisherigen Rezensenten bin ich weit davon entfernt dem vorliegenden Buch von Oliver Janz fünf Sterne zuzusprechen, sondern sehe es lediglich als mittelmäßigen Beitrag zur derzeitigen Veröffentlichungswelle. Positiv sind die klare Sprache, die vielen berücksichtigten Facetten des Ereignisses und der gewählte Rahmen hervorzuheben. So eignet sich das Werk, um einen guten Überblick über den 1. Weltkrieg und seine Begleitumstände zu bekommen.

Allerdings bringen diese Vorzüge auch Nachteile mit sich. So liest sich das Buch doch etwas trocken, ist zum Teil ausgesprochen zahlenlastig (Gefallene, Verwundete, eingesetzte Geschütze und Munition etc.pp.) und handelt vieles sehr knapp, oft zu knapp, ab. Zudem zollt Janz der Breite der von ihm gewählten Thematik auch dadurch Tribut, dass er sich fast ausschliesslich auf Sekundärliteratur bezieht. Somit wurde der eigene Rechercheaufwand minimalisiert. Der daraus resultierende Stil erinnert dann auch allzusehr an ein Schulbuch. Die Ereignisse werden dargestellt, aber eben nicht anhand von Originalquellen belegt, sondern lediglich mit Verweis auf andere Bücher zum Thema. Eine weitergehende Diskussion verschiedener Perspektiven findet nicht statt. Der Leser kann sich kein eigenes Bild machen, sondern muss sich auf die Darstellung des Autors vollkommen verlassen.

Inhaltlich enttäuschend ist beispielsweise das Kapitel zur Julikrise. Unter völliger Ignoranz aktueller Forschungsergebnisse wie sie beispielsweise Christopher Clark in "Die Schlafwandler" oder Herfried Münkler in "Der Große Krieg" präsentieren streicht Janz die Hauptverantwortung Deutschlands für den Ausbruch des Krieges als klaren Fakt heraus und sieht allenfalls einen Bruchteil der Verantwortung bei den anderen Großmächten. Gerade wenn man kurz zuvor "Die Schlafwandler" mit seinen vielen Zitaten aus Originalquellen gelesen hat in denen minutiös und differenziert das Handeln der Hauptverantwortlichen dargestellt wird, lässt einen die Oberflächlichkeit der Janz'schen Darstellung fast sprachlos zurück. Janz wird damit (nicht nur an dieser Stelle) der Komplexität der Ereignisse nicht gerecht.

Letztlich bleibt - mit Blick auf die Beworbenen DVDs bzw. die Fernsehserie zum Buch - der fade Beigeschmack, dass bei vorliegendem Projekt mehr Vermarktung und Umsatzerwartungen eine Rolle gespielt haben, als der Beitrag zur aktuellen Forschung. Leider passt hierzu die schwache Bebilderung (keinerlei Kartenmaterial, lediglich zur Kapieleinleitung jeweils ein Bild) des Buches nicht wirklich.

Fazit: empfehlenswert allenfalls für den Einstieg in die Thematik! Aber angesichts der Fülle an derzeit erscheinenden Alternativen, der wenig fesselnden Sprache/Darstellung und der Lieblosigkeit bei der Gestaltung insgesamt lediglich zwei Sterne.
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am 13. Dezember 2013
Im Geschichtsunterricht hatte ich jedenfalls nicht das Gefühl. Doch nach der Lektüre dieses sehr lesenswerten Buches gelingt es mir selbst jedenfalls zum ersten Mal. Der Autor behält immer den roten Faden und erklärt sehr geschickt die Ausgangspunkte und Entwicklungen, nicht nur die Ergebnisse. Dieses stets aus unterschiedlichen Perspektiven, ja, gerade diese Perspektivwechsel sind es, die dem Leser neue Blicke auf hochkomplexe Zusammenhänge ermöglichen, die ihre Auswirkungen bis in die heutige Zeit haben. Dabei hat man nie das Gefühl, der Autor wolle für eine bestimmte Sichtweise werben. Er lässt genügend Raum für eigene Überlegungen. Dieses Buch kann ich deshalb jedem Leser uneingeschränkt empfehlen.
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Oliver Janz, Professor für Neuere Geschichte an der FU Berlin, legt den Focus seines Buchs "14 - Der große Krieg" auf die regionalen Randbereiche dieses ersten Weltkriegs. Warum war der sogenannte "große Krieg", der erste Weltkrieg, überhaupt ein globaler Krieg? Dieser Frage geht Janz auf den knapp 400 Seiten seines Buchs nach. "Unsere Vorstellung vom ersten Weltkrieg ist geprägt durch die Westfront (...)", schreibt der Autor in der Einleitung -- und diese Vorstellung möchte er erweitern.

Ausführlich berichtet er von den Kämpfen in Süd-Ost-Europa, im Nahen und Mittleren Osten, in Asien und Afrika. An welchen Fronten hatte sich z.B. die Türkei aktiv beteiligt (?) -- dies ein Schwerpunkt im ersten Drittel des Werks.

Darüber hinaus erfährt der Leser auch von der Kriegsteilnahme Japans auf der Seite der Engländer; Japan war seit 1902 mit Großbritannien verbündet und sein Einsatz in diesem Krieg richtete sich in erster Linie nicht gegen Deutschland, sondern gegen China. Oliver Janz schreibt über Japans erfolgreiche Teilnahme am ersten Weltkrieg: " Keine Macht hat im ersten Weltkrieg mit so geringem Aufwand so viel erreicht wie Japan. Doch Japan gab sich mit dem Erreichten keineswegs zufrieden, sondern zielte auf eine weitere Ausdehnung seines Einflussbereichs in China. (...)" Deutsche Kriegsgefangene wurden von den Japanern besonders gut behandelt. Auch das erfährt der Leser.

Oliver Janz` Buch ist informativ und kurzweilig und bewegt sich geschickt zwischen romanhafter und rein sachlicher Biographie hin und her, ohne dass man es einer der beiden Seiten zuordnen könnte.

( J. Fromholzer )
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am 7. Dezember 2013
Dieses Buch will einen Überblick über die auch für Experten nur schwer zu durchschauende Forschungsliteratur zum Ersten Weltkrieg geben, was ihm auf inspirierende Weise gelingt. Vor allem wird klar, dass die globale Bedeutung dieses Ereignisses aus eurozentrischer Perspektive gar nicht zu erfassen ist.

Mit viel Gespür für Nuancen betont Janz, dass der Krieg keineswegs das zwangsläufige Ergebnis von Nationalismus, Imperialismus und Sozialdarwinismus, Kriegserwartungen und Kriegsbereitschaft oder der Blockbildung zwischen den großen Mächten gewesen sei. Auch Planungen für einen Krieg seien nicht identisch gewesen mit dem Willen, diesen auszulösen. Die Situation sei vielmehr auch 1914 offener gewesen, was aber nicht bedeute, die vorhandenen Konflikte zu relativieren. Aus Sicht der Reichsleitung in Berlin habe die Ermordung des österreichischen Thronfolgers die unerwartete Chance geboten, die verfahrene internationale Situation zu ihren Gunsten zu ändern. Insofern trage sie die 'Hauptschuld' - ein eher unglücklicher Begriff - am Geschehen, 'auch wenn man ihr nicht die gezielte Auslösung des Konflikts, sondern nur grobe Fehleinschätzungen und eine ganze Reihe von schweren Fehlern attestieren will'. Diese Lesart entspricht zwar nicht dem, was Christopher Clark in seinem aufsehenerregenden Buch über die 'Schlafwandler' suggeriert, die Mehrheit der Zunft dürfte ihr aber zustimmen.

Auf den übrigen dreihundert Seiten gibt Janz einen Überblick über den Krieg als globales Ereignis. Aufmarsch, Vormarsch und Stellungskrieg oder den Einfluss moderner Technik auf das Geschehen schildert er dabei gleichermaßen wie die furchtbaren Verluste: 373 369 deutsche, 327 000 französische und 89 964 englische Soldaten verloren allein in den ersten beiden Monaten im Westen ihr Leben, wurden verwundet oder gerieten in Gefangenschaft. Doch so hoch die militärischen Verluste an der Westfront auch waren, an der 'vergessenen Ostfront', auf dem Balkan und im Nahen Osten, waren sie erheblich höher. Dort zeigten sich zugleich die Folgen des Konflikts für die Zivilbevölkerung, ein Zeichen der zunehmenden Entgrenzung des Krieges, in weitaus größerem Maße als im Westen.

Allerdings waren auch in Belgien mehrere tausend Zivilisten Opfer deutscher Willkür geworden. Das Wüten von k. u. k. Standgerichten in Galizien, die Strategie der 'verbrannten Erde', in deren Folge die geschlagenen russischen Armeen drei Millionen Zivilisten zur Flucht nach Osten zwangen, die Rache der bulgarischen Armee an den Serben für die Niederlage im Balkan-Krieg sowie der systematische Mord der türkischen Führung an Hunderttausenden Armeniern 1915 stellten freilich alles Bisherige in den Schatten. Dabei entstand bei vielen deutschen Soldaten ein 'Bild' vom Osten, von der eigenen Überlegenheit über die als minderwertig empfundenen Slawen, das eine Generation später mörderische Folgen haben sollte.

Aber auch in den Kolonien tobte ein erbarmungsloser, vielfach vergessener Krieg. Die Verluste an Soldaten waren dabei eher gering, die der einheimischen Träger ging hingegen in die Hunderttausende. Nicht vergessen werden sollten zudem jene, die sich in den französischen Kolonien der Rekrutierung für das 'Mutterland' widersetzten und zu Tausenden als Rebellen getötet wurden. Der Befund, der Krieg habe das Prestige der Kolonialmächte in ihren Kolonien vermutlich eher gestärkt als beschädigt, erstaunt insofern. Dieses Europa kämpfte aber nicht nur mit Soldaten auf dem Schlachtfeld. Künstler, Professoren und Journalisten fochten zugleich mit ihren 'Waffen' einen bis dahin unbekannten Kulturkrieg aus. Mit fatalen Folgen für die politischen Kulturen Europas wurde der Gegner als Bestie dämonisiert, das eigene Volk zum alleinigen Träger zukunftsfähiger Ideen stilisiert.

Wie schwer der Weg zur Versöhnung dann - jenseits aller Bestimmungen der Pariser Vorortverträge - sein würde, machen auch die unterschiedlichen Formen des Gedenkens deutlich: In Frankreich sprach man von 'Denkmälern für die Toten', in Deutschland dagegen von Krieger-, bald von 'Heldendenkmälern'. Auch der Gefallenenkult sollte deutlich machen, dass der 'Krieg nicht wirklich beendet und seinen Toten ein Vermächtnis' zugeschrieben wurde, das sich nur durch weitere Kriege einlösen ließ.

Oliver Janz ist Professor für Neuere Geschichte and die Freie Universität Berlin wo Er dass Project '1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War' leitet, hat mit seinem Buch "14 - Der große Krieg" ein umfassendes Standardwerk über den Ersten Weltkrieg, seine Vorgeschichte und seine Auswirkungen vorgelegt.
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am 28. September 2014
Kurz und knapp formuliert. Neueste Quellen zitiert. Klischees relativiert. Politische und soziale Aspekte sehr gut beleuchtet. Ein modernes Geschichtsbuch, flüssig geschrieben. In einem Zug durchgelesen. Bisher das beste Buch über den 1. Weltkrieg, das ich gelesen hatte.
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am 26. Dezember 2014
Um einen Überblick über den ersten Weltkrieg zu bekommen reicht dieses Buch. Es müssen nicht Münkeler oder Clark (je 1000 Seiten). Gut zu lesen, mit einigen Längen in der 2. Hälfte.
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