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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unausstehlich, brutal und gleichzeitig genial
Es ist schon erstaunlich, wie sehr manche Rezensenten die Symbolik und Metaphorik von „Only God Forgives“ nicht wahrnehmen und nicht sehen wollen. Dabei ist eben diese eigentlich ohne allzu große Fantasieanstrengungen greifbar. Allein der Titel des Films sollte bei kurzem Nachdenken über das Gesehene einiges klarmachen. Das setzt allerdings voraus,...
Vor 15 Monaten von Raoul S. veröffentlicht

versus
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3D-Version lohnt sich nicht !!!!
Über den Film als solches sage ich hier nichts, nur zur 3D-Version, falls jemand mit dem Gedanken spielen sollte, sich diese ZUSÄTZLICH zu besorgen oder WEGEN des 3D-Effekts kaufen möchte:
Kann man sich (leider) sparen.

Der 3D-Effekt besteht einzig und allein darin, dass der komplette Film ein kleines bißchen vor die Bildschirmebene...
Vor 14 Monaten von zmpfl veröffentlicht


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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unausstehlich, brutal und gleichzeitig genial, 23. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Es ist schon erstaunlich, wie sehr manche Rezensenten die Symbolik und Metaphorik von „Only God Forgives“ nicht wahrnehmen und nicht sehen wollen. Dabei ist eben diese eigentlich ohne allzu große Fantasieanstrengungen greifbar. Allein der Titel des Films sollte bei kurzem Nachdenken über das Gesehene einiges klarmachen. Das setzt allerdings voraus, dass man bereit ist Gehirn und Fantasie anzustrengen und den Film nicht nach 20 Minuten auszuschalten (was nebenbei jedem freisteht – eine fundierte Meinung kann man mMn dann allerdings eher weniger fällen). Das Credo lautet daher frei nach „The Prestige“: Sehen Sie auch genau zu?

Richtig, „Only God Forgives“ ist ein Film, über den man nochmals nachdenkt und nachdenken sollte. Und wenn man zum Schluss kommt, dass der Film prätentiös, selbstherrlich und über alle Maßen brutal ist und man ihn deswegen schlecht findet, ist das ok. Gerade hinsichtlich der expliziten, fetischistischen Brutalität kann man viel kritisieren und für mich geht es, trotz Nicolas Winding Refns bekanntem Faible für Gewalt, an einigen Stellen schlicht zu weit. Bei der überwiegenden Mehrheit der negativen Rezensionen muss man allerdings sehr genau nach substanziellen Gründen für die schlechte Bewertung suchen. Dass er nicht dem Geschmack entsprach, gehört nicht in diese Kategorie.

Die Symbolik mancher Szenen ist tatsächlich nur schwer zu verstehen, wenn man den Film nach einer halben Stunde abstellt. Als Beispiel seien hier nur die unzähligen Einstellungen von Julians Händen genannt, deren Bedeutung dem Zuschauer erst gegen Ende des Films in ihrer Gänze bewusst wird. Kennt man diese Szene nicht, ist es kein Wunder, dass man über diese Szenen wie auch die Traumsequenzen und deren Bedeutung für den Plot stolpern wird.
Refn war schon immer gut darin bis aufs Äußerste zu polarisieren. Man liebt oder hasst seine Filme, berühren tun sie den Zuschauer so oder so. „Only God Forgives“ ist anders, in jeder Hinsicht. Er ist anders, als das generische Hollywood-Kino, er ist anders als die meisten Rachethriller und er ist anders als „Drive“. Denn ehrlich gesagt lässt der Film „Drive“ wie Mainstream aussehen. Wer sich darüber beklagte, dass Ryan Gosling in „Drive“ zu wenig redete, der wird nachdem er „Only God Forgives“ gesehen hat denken, dass Herr Gosling in „Drive“ eine komplette Lesung von „Krieg und Frieden“ veranstaltet hat. So ist das eben, wenn die (vermeintliche) Hauptfigur in 90 Minuten nicht mal 20 Sätze von sich gibt. Gerade dieser Reduktionismus und die Langsamkeit der Erzählweise setzt sich erfrischend von vielen anderen Filmen ab.
Beim Punkt Charaktere und Handlungsverlauf stoßen vermutlich viele auf Probleme. Und zwar nicht, weil es keine Handlung gäbe, diese langweilig oder schlecht sei (das mag jeder für sich selbst entscheiden). Der Plot wird dem Zuschauer eben nicht wie ein roter Teppich vor den Füßen ausgebreitet und es erfordert vermutlich eine Anpassung der Sehgewohnheiten.

Man sollte also wissen, was einen hier erwartet – und das ist eher das, was man von aus Filmen wie „Walhalla Rising“ kennt. Stilistisch und visuell ist der Film eine Augenweide und besitzt unglaublich gute Szenen, in denen das Spiel von Licht und Schatten im Verbund mit Farben auf eine Art und Weise Wirkung entfaltet, das man sich niederknien möchte. Der Soundtrack von Cliff Martinez ist, wie schon bei „Drive“, großartig und unterstützt die mal subtile, mal aufgeladene Atmosphäre außergewöhnlich gut. „Only God Forgives“ ist stilistisch mit seiner Ecstasy-für-die-Augen-Ästhetik, die mich irgendwie an "Enter the void" erinnert, absolut outstanding, zeitlos und gehört in dieser Hinsicht zum interessantesten, was ich 2013 gesehen habe.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Gewaltoper sondergleichen..., 27. April 2014
Nicolas Winding Refn erschuf mit "Only God Forgives" eine Gewaltoper sondergleichen, die meiner Ansicht nach absolut zu unrecht im Kino sehr wenig Beachtung geschenkt wurde. In den Straßen Bangkoks erwacht ein blutrünstiges sowie prätentiöses Monster der Selbstdarstellung zum Leben, das sich am Ende in endloser, unerträglicher Leere verliert.

Eigentlich klingt die Geschichte nach einem ziemlich wüstem Genre, und doch erzählt sich dieser verblüffende Film nicht über den Plot, sondern nur über die Ästhetik. Das fängt schon beim Schauspiel an: Keiner der Darsteller zeigt die geringste Mimik, kaum einer spricht, und alle bewegen sich mit provozierender Langsamkeit, die Refn auch noch in Slow-Motion filmt. Die zerdehnte Körpersprache ist nicht nur Ausdruck der meditativen Spiritualität, aus der heraus hier rituell getötet wird. Die Regungslosigkeit, in der die Protagonisten mehr erscheinen als auftreten, lässt sie wie Traumbilder wirken.

Der Film ist oft von schwer erträglicher Brutalität ; am unheimlichsten aber sind die scheinbar harmlosen Bilder. Jede einzelne der meisterlichen Einstellungen ist dabei unerträglich schön. Auch die Besetzung ist perfekt – von Kristin Scott Thomas bis hin zu Ryan Gosling in der Hauptrolle.

Das Bild und der Ton der blu ray sind von herausragender Qualität. Klare, satten Farben, scharfe Bilder in Nähe und Ferne.

Die blu ray erhält man in einem hochwertigen Mediabook, für Sammler bestens geeignet. Als Bonus liegt dieser Edition auf einer zweiten Disc die Dokumentation "NWR - Die Refn-Doku" bei. Für Fans dieses Film sowie des Regisseurs Nicolas Winding Refn ist diese Doku durchaus mal einen Blick wert. Desweiteren wurde in das Mediabook ein Booklet eingeklebt. Das Booklet enthält u. a. Interviews, Filmografien und verschiedenste Fotografien aus dem Film. Als besonderes Highlight liegt außerdem noch ein stylishes Poster bei.

Fazit:

Eine Gewaltoper sondergleichen. Aber auch ein echtes Meisterwerk. Und das in einer klasse Sammleredition. Absolut zu empfehlen!
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313 von 364 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei mickrige Sternchen... für den vielleicht interessantesten Film der letzten Jahre..., 31. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) (DVD)
Update, 04.08.13

"Der Film ist einfach schlecht, weil er anders ist. Selbst wenn er gut wäre, ist er ja immer noch anders und somit wieder schlecht."

Nicolas Winding Refn muss dem Mainstream ordentlich ans Bein geschifft haben, denn in der Tat, "Only God Forgives" ist anders. Ganz anders. Thomas Anders. Die "Drive"-Fans fühlen sich hintergangen, weil sie eben keinen "Drive"-Abklatsch in Bangkok aufgetischt kriegen. Generation "Gefällt mir" hat schon nach 20 Minuten keine Lust mehr der konfusen und anstrengenden Erzählstruktur zu folgen und wieder andere würden Regisseur Refn für seinen nächsten Teil seiner ermüdenden Stummfilmsaga am liebsten gleich an die Gurgel springen. Gibt es in diesem Film doch leider:

- kaum bis gar keine Dialoge
- keine Identifikationsfiguren
- merkwürdig agierende Schauspieler
- eine öde Rachegeschichte und
- einschläfernde Kamerafahrten durch egale Innenareale, in denen egale Typen egale Sachen machen

"Only God Forgives" ist ein audiovisuelles Erlebnis. Refn begreift das Medium "Film" stets als Kunstform und behandelt das elementare "Wie" in all seiner möglichen Ausdruckskraft. Kamera, Schnitt, Farbe, Licht, Schatten und Musik verschmelzen hier zu einer surreal anmutenden Ästhetik, welche man in dieser Form selten zuvor gesehen hat. Prominentestes Beispiel dafür wäre wohl noch Gaspar Noés "Enter the Void", wenn es dort heißt: "Dies ist kein Film, sondern ein Trip. Acid für die Augen".

Ähnlich ist es auch hier, wenn man denn wenigstens für 90 Minuten dazu in der Lage wäre, offen für neue Seh- und Denkräume zu sein. Dann könnte vielleicht sogar auffallen, dass "Only God Forgives" seine Tristesse mit komplexen Themen füllt, die man in seiner augenscheinlichen Leere erst entdecken muss. In einer pessimistischen Welt gibt es keinen Platz für strahlende Helden; keine Figuren, die wir sympathisieren oder bewundern sollen. Vielmehr sind sie bloß Schablonen von Seelenkrüppeln, die wir durch ein ebenso hoffnungslos verdorbenes Milieu begleiten. Wenn der Polizist Chang beispielsweise zwischen bestialischen Gewaltakten immer noch Zeit findet in einer Karaokebar ein paar schnulzige Popsongs zu trällern, dann ist das wohl ein "Abgesang" auf eine mehr als verkorkste Gesellschaft - überhaupt nicht deplatziert, sondern geradezu zynisch der Unschuld in Person dabei zuzusehen. Großartig!

Aber in Zeiten, wo das Kino irgendwo zwischen Michael Bay`ischer Zerstörungswut und quietschbuntem Blockbuster-3D-Comic-Kitsch zu versacken droht, verlangt "Only God Forgives" wohl zuviel von seinen Zuschauern und lässt diese ebenso verärgert, wie desillusioniert zurück. Dabei sind wir Zuschauer es, die endlich mal wieder die Möglichkeit haben, uns die nötigen Gedanken selbst zu machen, anstatt diese wie in jeder x-beliebigen Hollywood-Produktion auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie "2001: A Space Odyssey" wohl heute aufgenommen worden wäre (Was sollte dieses endlos lange Intro mit den Affen? Und wieso fliegt da ein Knochen durch die Luft und wir befinden uns auf einmal im Weltraum?).

Schließlich bleibt ein Film, der gerne missverstanden wird: Er ist langsam, aber nie träge, leise, aber nie stumm. Aus welchem Blickwinkel man ihn auch immer betrachten mag, eine Sache lässt sich nicht verleugnen: "Only God Forgives" wird wohl der am kontroversesten diskutierte Film in diesem Jahr sein und ist dabei in seiner stilistischen Perfektion vor allem eins: zeitlos.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme des Jahres, 18. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) (DVD)
Dass der Film nichts für Fans von gute Laune-0815-Popcornkino ist, dürfte spätestens dank dem Trailer klar sein.

Aber wenn man sich darauf einlässt, packt er einen von erster bis zur letzten Minute, und selbst nachdem man den Kinosaal verlassen hat, bleibt einem ein eigenartiges Gefühl im Magen, Nachwehen quasi. Es gibt nicht viele Filme, die mit so wenig Dialog und Handlung so einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Umso bildgewaltiger und subtiler schafft Nicolas Refn es, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und es mit so wenigen Mitteln auf den Punkt zu bringen. Ryan Gosling macht seine Sache (wie auch schon bei "Drive" und "The Place Beyond The Pines") ebenfalls wunderbar, auch ohne viel Text.

Absolut hinreißend und atemberaubend - nicht weil, sondern OBWOHL er "anders" ist.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Karaoke, Blut und Neonlicht, 26. Mai 2014
Von 
Eddie Lomax - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) (DVD)
Julian (Ryan Gosling) betreibt in Bangkok gemeinsam mit seinem Bruder Billy einen Boxclub. Doch nicht nur sportlichen Interessen wird hier nachgegangen, auch mit Drogen wird gehandelt. Der Club dient nur als Tarnung für ein Familien-Unternehmen, deren Leitung der Mutter der beiden Brüder in den USA unterliegt. Eines Tages tötet Billy eine sechzehnjährige Prostituierte auf brutalste Art mit seinen bloßen Händen. Der Vater des Mädchens, der zugleich ihr Zuhälter war, tötet Billy daraufhin auf dieselbe Weise im Auftrag seines Bosses Chang (Vithaya Pansringarm) eines Polizisten. Mutter Crystal (Kristin Scott Thomas) reist aus den Staaten an um ihren Sohn zu identifizieren. Sie erteilt Julian den Auftrag Rache zu üben. Aber Julian ist nicht aus dem gleichen Holz wie sein Bruder geschnitzt, auch wenn er die gleiche innere Leere wie dieser verspürt. Er ist es gewohnt von seiner Mutter gedemütigt zu werden, wehrt sich nicht dagegen, handelt ausschließlich aus inneren Impulsen heraus, agiert nur sporadisch, ist allerdings ebenfalls zu äußerster Brutalität fähig. Seine selbstzerstörerische Kraft findet in Lt. Chang ein willkommenes Ventil.

Auf die Frage hin, worum es denn in seinem nächsten Film gehen würde, antwortete Nicolas Winding Refn nach seinem künstlerischen wie kommerziellen Durchbruch mit DRIVE (2011), es gehe um einen Mann der sich mit Gott anlegt. Die Hauptrolle bekleidet wie im Vorgängerfilm Hollywoods Hot Shot Nr. 1 Ryan Gosling, Handlungsort ist Bangkok. So weit, so interessant. Die Premiere des neuen Werkes fand wieder bei den Filmfestspielen von Cannes statt, wo DRIVE seinerzeit frenetisch bejubelt wurde. Doch diesmal ging der Schuß nach hinten los, ONLY GOD FOGIVES fiel komplett durch. Etwas das verwundert, setzt man sich mit dem filmischen Schaffen von Nicolas Winding Refn auseinander.

ONLY GOD FORGIVES ist ein reinrassiger Refn wie er typischer nicht sein kann. Der Regisseur profiliert sich mit seinem ganz auf Atmosphäre ausgerichteten Werk einmal mehr als der legitime Erbe Stanley Kubrick's dessen kalte Sterilität er ins einundzwanzigste Jahrhundert gerettet hat. Es ist ein Film der Schauplätze, Farben und Töne, der sich um den Inhalt, eine simple Rachegeschichte wenig schert, dem die Stimmungen wichtiger sind. Ein Film der, und das eint ihn mit DRIVE, von einer berückenden Langsamkeit ist, der sofort gefangen nimmt, den Zuschauer anzieht und zugleich abstößt. Eine Herausforderung wie WALHALLA RISING (2009) und BRONSON (2008), ein ebensolches Experiment mit surrealer Note von einem Regisseur der längst seinen Stil gefunden und ausdefiniert hat. Man darf nun gespannt sein was Refn als nächstes serviert, der mit ONLY GOD FORGIVES einmal mehr bewiesen hat, das er zu den spannendsten Regisseuren der Gegenwart gehört.

Fazit: Refn beweist einmal mehr seine ganze Klasse mit einem Werk von nachhaltiger Irritation.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neon-Arthouse-Bildertrip der Marke: "So-noch-nicht-gesehen", 27. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Es ist immer interessant zu sehen, wie krass gegensätzlich über manche Filme gedacht wird. Nicolas Winding Refns Neon-Arthouse-Bildertrip "Only God Forgives" ist so ein stark polarisieredender Film. Wer bisher einen von Winding-Refns', ohne jeden Zweifel, künstlerisch wertvollen Streifen gesehen hat, wird erahnen können, dass ihn etwas sehr Unbequemes erwartet. Mich haben seine Filme (Drive, Walhalla Rising, Fear X, Bronson) immer in irgendeiner Art und Weise dazu bewegt mir Gedanken über den jeweiligen Film zu machen. Meiner Meinung nach, ist das auch das Ziel vom dänischen Regisseur. Er will nicht jedem auf Anhieb mit seinen Filmen gefallen, sondern beim Zuschauer in irgendeiner Art und Weise Emotionen auslösen (wenn auch Abscheu).

Mich persönlich hat der Film angeregt. Ein visuell echt krasser Trip durch die neon-leuchtenden Abgrüde, verkommenen Muay Thai- und Stripclubs von Bangkok. OGF versteht es mit seinen Bildern zu bedrängen. Dieses Vexierspiel zwischen Einbildung und Realität sorgt dafür, dass man den Film entweder noch mal sehen will um zu prüfen ob man was missverstanden hat oder nie wieder sehen will weil man ihn grässlich findet. Der Grat dazwischen ist jdeoch deutlich schmal. Der Soundtrack von Cliff Martinez ist wie bei Drive sehr markant und verschmilzt stark mit dem gezeigten Bildern.

Ein Streifen den man riskieren sollte zu sehen. Wem es nicht mundet wird seinen "STOP" Button auf der Fernbedienung als Segen empfinden. ;)
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visuell atemberaubende Kunst - Film des Jahres 2013, 12. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Nur wenige Filme setzen sich durch den Einsatz filmischer Mittel deutlich vom Mainstream ab. Dazu gehören für mich u.a. die Werke von Darren Aronofsky und David Lynch, die auf ihre Art immer ein mysteriöses Ereignis sind.
"Only God forgives" kannte ich nicht aus dem Kino, sondern griff eher zufällig in der Hoffnung auf eine etwas andere Geschichte danach. Und das habe ich nicht bereut- ganz im Gegenteil!

Was sich als schräge aber einfache Rache-Story auf der Blu-Ray Hülle liest, entpuppt sich sehr schnell als meisterhaft durchkomponierte Oper - ein visueller Rausch der Langsamkeit!
Alle filmischen Elemente treten hier gleichberechtigt nebeneinander auf: ein genialer Soundtrack unterstreicht die ungewöhnliche Kameraführung; es gibt keine schnellen Schnitte. Edle durchgestylte Bilder unterstreichen die große Schauspielkunst der Protagonisten - Dialoge gibt es nur wenige. Die karge Storyline ist durchsetzt mit Ausbrüchen blutiger und doch rituell stilisierter Gewalt. Zudem ist der Film angefüllt mit schon fast poetischer Symbolik. Auf der Blu-Ray Hülle steht geschrieben: Time to meet the devil. In "Only God forgives" gibt es da gleich viele von.

Der Film endet nach knapp 90 min auf die denkbar ungewöhnlichste Weise. Mein erster Gedanke: Wow! So etas habe ich noch nie gesehen!
Der zweite Gedanke: Das stimmt nicht ganz! Die exzessiven Gewaltausbrüche kennt man aus David Lynch Filmen. Aber sie sind nicht einfach nachgeahmt. Der Regisseur Nicolas Winding Refn komponiert daraus ein Gesamtbild, welches zumindest mir den Atem raubt.

Das Echo auf diesen Film ist zutiefst gespalten, wenn ich mir die vielen Rezensionen durchlese. Bei einem derartig ungewöhnlichen Film muss das wohl auch so sein. In einem sind sich aber wohl die meisten Zuschauer einig: mit Mainstream hat das nichts zu tun!

Ein Film, den man für sich entdecken muss. Für mich der Film des Jahres 2013!!!
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von meiner Seite Standing Ovations!, 19. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Nachdem ich diesen Film gesehen habe, waren mir zei Dinge klar: 1. In Bezug auf die Bilder ist dies einer der besten Filme, die ich je gesehen habe! 2. Wer nicht in der Lage ist, sich auf den Film einzulassen, wird sich fragen, wie andere so begeistert davon sein können.

Refn hat schon bei Drive bewiesen, wie unfassbar gut er Bilder komponieren kann. Dies übertrifft er sogar noch in diesem Werk.Jede einzelne Szene wirkt, als wenn ein Meisterfotograf seine Finger im Spiel hatte!

Die Story ist schon arg schräg, aber hier heißt es entweder, das zu akzeptieren, was einem vorgesetzt wird oder den Film nach 20-30 min auszumachen. Dies ist kein Mainstream, sondern ein Kunstwerk! In der Musik ist es ähnlich. Der eine mag Improvisationsjazz und der nächste kann sich das keine 2 min anhören. Von daher hätte es mich sehr überrascht, wenn die Rezensionen nicht so gespalten wären, wie sie es sind.

Ich kann "Only God Forgives" nur empfehlen und sagen: Lasst Euch beeindrucken!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3D-Version lohnt sich nicht !!!!, 4. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Blu-ray)
Über den Film als solches sage ich hier nichts, nur zur 3D-Version, falls jemand mit dem Gedanken spielen sollte, sich diese ZUSÄTZLICH zu besorgen oder WEGEN des 3D-Effekts kaufen möchte:
Kann man sich (leider) sparen.

Der 3D-Effekt besteht einzig und allein darin, dass der komplette Film ein kleines bißchen vor die Bildschirmebene tritt, als eine plane Fläche. Es ändert sich nichts. Nicht ist weiter vorne. Nichts ist weiter hinten. Alles Gezeigte spielt sich in 2D ab, nur etwas weiter vorne (wenn man die Brille falsch rum aufsetzt: etwas weiter hinten ;))

IN DER DRITTEN DIMENSION BEWEGT SICH NICHTS !

Man könnte sich fast veräppelt vorkommen....;)
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel mehr als eine Gewaltphantasie, 30. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) (DVD)
»Only God forgives« ist in jeder Hinsicht ein Alptraum. In endlos langen Sequenzen baut der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn Spannung auf, die den Zuschauer bis zur letzten Einstellung fesselt. Dabei sind es vor allem seine streckenweise nahezu unbewegte Kameraführung, ständige Einblicke in lange Gänge, manieriert wirkende Bordell- und Clubszenen, blitzschnelle Ausbrüche extremer Gewalt, die alles dominierende Farbe Rot und eine dumpf-verhaltene, kafkaesk anmutende Musik, die den Streifen charakterisieren.

Für den Betrachter ist all das keine leichte Kost, und ich habe vollstes Verständnis für jeden, der nach einem Viertelstündchen abschaltet statt die Herausforderung anzunehmen, sich einen Film anzusehen, der ganz offensichtlich vom 08-15-Schema abweicht.

Selbst die inhaltliche Seite erschließt sich erst auf den dritten Blick. Formal geht es um zwei psychisch kranke Brüder, die in Bangkok mit einem Boxstudio und Drogenhandel gute Geschäfte machen. Bobby, der eine der beiden, zerfleischt eine minderjährige Prostituierte und wird dafür von deren Vater auf Aufforderung eines hochgestellten Polizisten erschlagen. Dieser Cop zelebriert im Hintergrund mit einem Kurzschwert auf martialische Weise seine eigene Version von Recht und Gerechtigkeit. Er sieht sich als Gott, verkörpert aber gleichzeitig den Teufel. Im Film wird das sehr schön deutlich: Nach jeder Privat-Exekution singt er für seine uniformierten Untergebenen in einer Karaoke-Bar schmalzige Lieder.

Während Julian, der »schwache« Bruder, stillhält, fordert die aus den Staaten anreisende Mutter, Drahtzieherin der Drogengeschäfte, blutige Rache. Sie inszeniert einen Blutrausch, um den göttergleichen Cop als eigentlichen Mörder ihres Sohnes exekutieren zu lassen. Das geht jedoch gründlich schief, denn die traditionellen einheimischen Strukturen sind stärker und überlebensfähiger.

Die dominante Mutter und ein von ihr erzeugtes perfides Hörigkeitsverhältnis zu ihrem Sohn ist dann auch das eigentliche Thema des Films. Denn Julian ist offensichtlich in einem extremen Ödipuskomplex gefangen. Er hat bereits den eigenen Vater ermordet und ist deshalb nach Thailand geflohen. Aufgrund der Abhängigkeit von seiner Mutter ist er unfähig, sich anderen Frauen auf normale Weise sexuell zu nähern. Der Film endet zwar mit seiner Unterwerfung unter das brutale Regime des Polizeioffiziers, der eigentliche Schluss liegt aber in der erlösenden Hinrichtung der bereits toten Mutter.

So ist die schwache Gestalt, die letztlich unterliegt, die einzige Figur, zu der ein Betrachter eine – sicherlich höchst ambivalente – Beziehung aufbauen kann. Dies ist jedoch nur demjenigen möglich, der bereit ist, zu abstrahieren und in dem Film mehr sehen möchte als eine Gewaltphantasie.
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Only God Forgives (Uncut)
Only God Forgives (Uncut) von Nicolas Winding Refn (DVD - 2013)
EUR 6,97
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