Kundenrezensionen


169 Rezensionen
5 Sterne:
 (54)
4 Sterne:
 (12)
3 Sterne:
 (14)
2 Sterne:
 (22)
1 Sterne:
 (67)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


270 von 309 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei mickrige Sternchen... für den vielleicht interessantesten Film der letzten Jahre...
Update, 04.08.13

"Der Film ist einfach schlecht, weil er anders ist. Selbst wenn er gut wäre, ist er ja immer noch anders und somit wieder schlecht."

Nicolas Winding Refn muss dem Mainstream ordentlich ans Bein geschifft haben, denn in der Tat, "Only God Forgives" ist anders. Ganz anders. Thomas Anders. Die "Drive"-Fans fühlen sich...
Vor 12 Monaten von Saint Sam veröffentlicht

versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3D-Version lohnt sich nicht !!!!
Über den Film als solches sage ich hier nichts, nur zur 3D-Version, falls jemand mit dem Gedanken spielen sollte, sich diese ZUSÄTZLICH zu besorgen oder WEGEN des 3D-Effekts kaufen möchte:
Kann man sich (leider) sparen.

Der 3D-Effekt besteht einzig und allein darin, dass der komplette Film ein kleines bißchen vor die Bildschirmebene...
Vor 3 Monaten von zmpfl veröffentlicht


‹ Zurück | 1 217 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

270 von 309 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei mickrige Sternchen... für den vielleicht interessantesten Film der letzten Jahre..., 31. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) (DVD)
Update, 04.08.13

"Der Film ist einfach schlecht, weil er anders ist. Selbst wenn er gut wäre, ist er ja immer noch anders und somit wieder schlecht."

Nicolas Winding Refn muss dem Mainstream ordentlich ans Bein geschifft haben, denn in der Tat, "Only God Forgives" ist anders. Ganz anders. Thomas Anders. Die "Drive"-Fans fühlen sich hintergangen, weil sie eben keinen "Drive"-Abklatsch in Bangkok aufgetischt kriegen. Generation "Gefällt mir" hat schon nach 20 Minuten keine Lust mehr der konfusen und anstrengenden Erzählstruktur zu folgen und wieder andere würden Regisseur Refn für seinen nächsten Teil seiner ermüdenden Stummfilmsaga am liebsten gleich an die Gurgel springen. Gibt es in diesem Film doch leider:

- kaum bis gar keine Dialoge
- keine Identifikationsfiguren
- merkwürdig agierende Schauspieler
- eine öde Rachegeschichte und
- einschläfernde Kamerafahrten durch egale Innenareale, in denen egale Typen egale Sachen machen

"Only God Forgives" ist ein audiovisuelles Erlebnis. Refn begreift das Medium "Film" stets als Kunstform und behandelt das elementare "Wie" in all seiner möglichen Ausdruckskraft. Kamera, Schnitt, Farbe, Licht, Schatten und Musik verschmelzen hier zu einer surreal anmutenden Ästhetik, welche man in dieser Form selten zuvor gesehen hat. Prominentestes Beispiel dafür wäre wohl noch Gaspar Noés "Enter the Void", wenn es dort heißt: "Dies ist kein Film, sondern ein Trip. Acid für die Augen".

Ähnlich ist es auch hier, wenn man denn wenigstens für 90 Minuten dazu in der Lage wäre, offen für neue Seh- und Denkräume zu sein. Dann könnte vielleicht sogar auffallen, dass "Only God Forgives" seine Tristesse mit komplexen Themen füllt, die man in seiner augenscheinlichen Leere erst entdecken muss. In einer pessimistischen Welt gibt es keinen Platz für strahlende Helden; keine Figuren, die wir sympathisieren oder bewundern sollen. Vielmehr sind sie bloß Schablonen von Seelenkrüppeln, die wir durch ein ebenso hoffnungslos verdorbenes Milieu begleiten. Wenn der Polizist Chang beispielsweise zwischen bestialischen Gewaltakten immer noch Zeit findet in einer Karaokebar ein paar schnulzige Popsongs zu trällern, dann ist das wohl ein "Abgesang" auf eine mehr als verkorkste Gesellschaft - überhaupt nicht deplatziert, sondern geradezu zynisch der Unschuld in Person dabei zuzusehen. Großartig!

Aber in Zeiten, wo das Kino irgendwo zwischen Michael Bay`ischer Zerstörungswut und quietschbuntem Blockbuster-3D-Comic-Kitsch zu versacken droht, verlangt "Only God Forgives" wohl zuviel von seinen Zuschauern und lässt diese ebenso verärgert, wie desillusioniert zurück. Dabei sind wir Zuschauer es, die endlich mal wieder die Möglichkeit haben, uns die nötigen Gedanken selbst zu machen, anstatt diese wie in jeder x-beliebigen Hollywood-Produktion auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie "2001: A Space Odyssey" wohl heute aufgenommen worden wäre (Was sollte dieses endlos lange Intro mit den Affen? Und wieso fliegt da ein Knochen durch die Luft und wir befinden uns auf einmal im Weltraum?).

Schließlich bleibt ein Film, der gerne missverstanden wird: Er ist langsam, aber nie träge, leise, aber nie stumm. Aus welchem Blickwinkel man ihn auch immer betrachten mag, eine Sache lässt sich nicht verleugnen: "Only God Forgives" wird wohl der am kontroversesten diskutierte Film in diesem Jahr sein und ist dabei in seiner stilistischen Perfektion vor allem eins: zeitlos.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unausstehlich, brutal und gleichzeitig genial, 23. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Es ist schon erstaunlich, wie sehr manche Rezensenten die Symbolik und Metaphorik von „Only God Forgives“ nicht wahrnehmen und nicht sehen wollen. Dabei ist eben diese eigentlich ohne allzu große Fantasieanstrengungen greifbar. Allein der Titel des Films sollte bei kurzem Nachdenken über das Gesehene einiges klarmachen. Das setzt allerdings voraus, dass man bereit ist Gehirn und Fantasie anzustrengen und den Film nicht nach 20 Minuten auszuschalten (was nebenbei jedem freisteht – eine fundierte Meinung kann man mMn dann allerdings eher weniger fällen). Das Credo lautet daher frei nach „The Prestige“: Sehen Sie auch genau zu?

Richtig, „Only God Forgives“ ist ein Film, über den man nochmals nachdenkt und nachdenken sollte. Und wenn man zum Schluss kommt, dass der Film prätentiös, selbstherrlich und über alle Maßen brutal ist und man ihn deswegen schlecht findet, ist das ok. Gerade hinsichtlich der expliziten, fetischistischen Brutalität kann man viel kritisieren und für mich geht es, trotz Nicolas Winding Refns bekanntem Faible für Gewalt, an einigen Stellen schlicht zu weit. Bei der überwiegenden Mehrheit der negativen Rezensionen muss man allerdings sehr genau nach substanziellen Gründen für die schlechte Bewertung suchen. Dass er nicht dem Geschmack entsprach, gehört nicht in diese Kategorie.

Die Symbolik mancher Szenen ist tatsächlich nur schwer zu verstehen, wenn man den Film nach einer halben Stunde abstellt. Als Beispiel seien hier nur die unzähligen Einstellungen von Julians Händen genannt, deren Bedeutung dem Zuschauer erst gegen Ende des Films in ihrer Gänze bewusst wird. Kennt man diese Szene nicht, ist es kein Wunder, dass man über diese Szenen wie auch die Traumsequenzen und deren Bedeutung für den Plot stolpern wird.
Refn war schon immer gut darin bis aufs Äußerste zu polarisieren. Man liebt oder hasst seine Filme, berühren tun sie den Zuschauer so oder so. „Only God Forgives“ ist anders, in jeder Hinsicht. Er ist anders, als das generische Hollywood-Kino, er ist anders als die meisten Rachethriller und er ist anders als „Drive“. Denn ehrlich gesagt lässt der Film „Drive“ wie Mainstream aussehen. Wer sich darüber beklagte, dass Ryan Gosling in „Drive“ zu wenig redete, der wird nachdem er „Only God Forgives“ gesehen hat denken, dass Herr Gosling in „Drive“ eine komplette Lesung von „Krieg und Frieden“ veranstaltet hat. So ist das eben, wenn die (vermeintliche) Hauptfigur in 90 Minuten nicht mal 20 Sätze von sich gibt. Gerade dieser Reduktionismus und die Langsamkeit der Erzählweise setzt sich erfrischend von vielen anderen Filmen ab.
Beim Punkt Charaktere und Handlungsverlauf stoßen vermutlich viele auf Probleme. Und zwar nicht, weil es keine Handlung gäbe, diese langweilig oder schlecht sei (das mag jeder für sich selbst entscheiden). Der Plot wird dem Zuschauer eben nicht wie ein roter Teppich vor den Füßen ausgebreitet und es erfordert vermutlich eine Anpassung der Sehgewohnheiten.

Man sollte also wissen, was einen hier erwartet – und das ist eher das, was man von aus Filmen wie „Walhalla Rising“ kennt. Stilistisch und visuell ist der Film eine Augenweide und besitzt unglaublich gute Szenen, in denen das Spiel von Licht und Schatten im Verbund mit Farben auf eine Art und Weise Wirkung entfaltet, das man sich niederknien möchte. Der Soundtrack von Cliff Martinez ist, wie schon bei „Drive“, großartig und unterstützt die mal subtile, mal aufgeladene Atmosphäre außergewöhnlich gut. „Only God Forgives“ ist stilistisch mit seiner Ecstasy-für-die-Augen-Ästhetik, die mich irgendwie an "Enter the void" erinnert, absolut outstanding, zeitlos und gehört in dieser Hinsicht zum interessantesten, was ich 2013 gesehen habe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3D-Version lohnt sich nicht !!!!, 4. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Blu-ray)
Über den Film als solches sage ich hier nichts, nur zur 3D-Version, falls jemand mit dem Gedanken spielen sollte, sich diese ZUSÄTZLICH zu besorgen oder WEGEN des 3D-Effekts kaufen möchte:
Kann man sich (leider) sparen.

Der 3D-Effekt besteht einzig und allein darin, dass der komplette Film ein kleines bißchen vor die Bildschirmebene tritt, als eine plane Fläche. Es ändert sich nichts. Nicht ist weiter vorne. Nichts ist weiter hinten. Alles Gezeigte spielt sich in 2D ab, nur etwas weiter vorne (wenn man die Brille falsch rum aufsetzt: etwas weiter hinten ;))

IN DER DRITTEN DIMENSION BEWEGT SICH NICHTS !

Man könnte sich fast veräppelt vorkommen....;)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Gewaltoper sondergleichen..., 27. April 2014
Nicolas Winding Refn erschuf mit "Only God Forgives" eine Gewaltoper sondergleichen, die meiner Ansicht nach absolut zu unrecht im Kino sehr wenig Beachtung geschenkt wurde. In den Straßen Bangkoks erwacht ein blutrünstiges sowie prätentiöses Monster der Selbstdarstellung zum Leben, das sich am Ende in endloser, unerträglicher Leere verliert.

Eigentlich klingt die Geschichte nach einem ziemlich wüstem Genre, und doch erzählt sich dieser verblüffende Film nicht über den Plot, sondern nur über die Ästhetik. Das fängt schon beim Schauspiel an: Keiner der Darsteller zeigt die geringste Mimik, kaum einer spricht, und alle bewegen sich mit provozierender Langsamkeit, die Refn auch noch in Slow-Motion filmt. Die zerdehnte Körpersprache ist nicht nur Ausdruck der meditativen Spiritualität, aus der heraus hier rituell getötet wird. Die Regungslosigkeit, in der die Protagonisten mehr erscheinen als auftreten, lässt sie wie Traumbilder wirken.

Der Film ist oft von schwer erträglicher Brutalität ; am unheimlichsten aber sind die scheinbar harmlosen Bilder. Jede einzelne der meisterlichen Einstellungen ist dabei unerträglich schön. Auch die Besetzung ist perfekt – von Kristin Scott Thomas bis hin zu Ryan Gosling in der Hauptrolle.

Das Bild und der Ton der blu ray sind von herausragender Qualität. Klare, satten Farben, scharfe Bilder in Nähe und Ferne.

Die blu ray erhält man in einem hochwertigen Mediabook, für Sammler bestens geeignet. Als Bonus liegt dieser Edition auf einer zweiten Disc die Dokumentation "NWR - Die Refn-Doku" bei. Für Fans dieses Film sowie des Regisseurs Nicolas Winding Refn ist diese Doku durchaus mal einen Blick wert. Desweiteren wurde in das Mediabook ein Booklet eingeklebt. Das Booklet enthält u. a. Interviews, Filmografien und verschiedenste Fotografien aus dem Film. Als besonderes Highlight liegt außerdem noch ein stylishes Poster bei.

Fazit:

Eine Gewaltoper sondergleichen. Aber auch ein echtes Meisterwerk. Und das in einer klasse Sammleredition. Absolut zu empfehlen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von meiner Seite Standing Ovations!, 19. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Nachdem ich diesen Film gesehen habe, waren mir zei Dinge klar: 1. In Bezug auf die Bilder ist dies einer der besten Filme, die ich je gesehen habe! 2. Wer nicht in der Lage ist, sich auf den Film einzulassen, wird sich fragen, wie andere so begeistert davon sein können.

Refn hat schon bei Drive bewiesen, wie unfassbar gut er Bilder komponieren kann. Dies übertrifft er sogar noch in diesem Werk.Jede einzelne Szene wirkt, als wenn ein Meisterfotograf seine Finger im Spiel hatte!

Die Story ist schon arg schräg, aber hier heißt es entweder, das zu akzeptieren, was einem vorgesetzt wird oder den Film nach 20-30 min auszumachen. Dies ist kein Mainstream, sondern ein Kunstwerk! In der Musik ist es ähnlich. Der eine mag Improvisationsjazz und der nächste kann sich das keine 2 min anhören. Von daher hätte es mich sehr überrascht, wenn die Rezensionen nicht so gespalten wären, wie sie es sind.

Ich kann "Only God Forgives" nur empfehlen und sagen: Lasst Euch beeindrucken!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme des Jahres, 18. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) (DVD)
Dass der Film nichts für Fans von gute Laune-0815-Popcornkino ist, dürfte spätestens dank dem Trailer klar sein.

Aber wenn man sich darauf einlässt, packt er einen von erster bis zur letzten Minute, und selbst nachdem man den Kinosaal verlassen hat, bleibt einem ein eigenartiges Gefühl im Magen, Nachwehen quasi. Es gibt nicht viele Filme, die mit so wenig Dialog und Handlung so einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Umso bildgewaltiger und subtiler schafft Nicolas Refn es, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und es mit so wenigen Mitteln auf den Punkt zu bringen. Ryan Gosling macht seine Sache (wie auch schon bei "Drive" und "The Place Beyond The Pines") ebenfalls wunderbar, auch ohne viel Text.

Absolut hinreißend und atemberaubend - nicht weil, sondern OBWOHL er "anders" ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Modernes Arthouse-Kino trifft Rachethriller, 16. Juni 2014
Von 
PJ (Würzburg, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Da der Film von vielen eine schlechte Kritik erhalten hat, habe ich beschlossen,
Selbst eine Rezension zum Film zu schreiben.

Als erstes kurz etwas zu Blu-ray: Auf dieser sind zwei Fassungen des Films enthalten,
Eine TV- und eine Kino-Fassung; in der Kino-Fassung sind die Dialoge teils in Japanisch?!,
Um den Charakter des Filmes zu stärken, in der TV-Fassung hingegen auf deutsch, was für
Das Verstehen des Filmes auf jeden Fall hilfreich ist, oder man nutzt deutsche Untertitel.

Jetzt zum Film selbst: Über die Bildqualität lässt sich nichts negatives sagen, einfach gestochen
Scharf!
Der Film selbst ist absolut kein Film für die Masse, denn er ist insgesamt schon sehr speziell:
Das fängt schon mit den Dialogen an, die kaum vorhanden sind, besonders der Hauptdarsteller
Ist mehr als schweigsam;
Auch der Stil des Films ist anders: Er setzt besonders auf Bilder und Musik, auch ist die Kameraführung
Eher ruhig
Brutalitäten werden klar gezeigt, um die harte Realität zu veranschaulichen.
Die Schauspieler sind gut gewählt, besonders "die Mutter" kann zusammen mit
"ihrem Sohn" überzeugen.

Der ganze Film geht in Richtung Arthouse-Kino, wie auch "No Country for old man", und ich kann ihn nur empfehlen:
Zwar ist er nichts für jeden, aber es lohnt sich auf jeden Fall, ihn gesehen zu haben!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen extreme atmosphäre, brutal und strange, 20. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hat viele szenen die einfach bildlich und musikweise perfekt sind, die handlung ist gnadenloser als no country for old men aber auch sehr viel kranker (nicht gutes krank). Ich hab den großteil des films bis heute nicht verstanden, aber er hat einfach eine geniale atmosphäre und härte
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


34 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Refns "Lost Highway", 7. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) (DVD)
Es ist bekannt, dass David Lynch ein erklärtes Vorbild (oder Mentor im Geiste) von Nicolas Winding Refn ist. Das erkennt man häufiger sogar, an Kameraeinstellungen, Dialogen, den plötzlichen Eruptionen der Gewalt, der Unheimlichkeit, die einen packen kann. Und trotzdem hat Refn seine eigenen Themen, seine eigenen Stil-Mittel, mal unterkühlt, mal sehr emotional. Und er hat einen bisweilen trockenen, absurden Humor, der aber nicht nur David Lynch, sondern gerade dem dänischen Kino sehr eigen ist. Also, seine eigenen künstlerischen Ambitionen gehen nicht unter in einer Hommage an einen anderen Filmemacher, vielmehr integriert er dessen Techniken für sein eigenes Inszenieren.

Man muss es mögen, ja, es ist Geschmackssache. Ob Gaspar Noe, Lars von Trier, David Lynch, David Cronenberg oder eben Nicolas Winding Refn. Diese Filmemacher scheren sich nicht um Sehgewohnheiten, sie gehen ihren eigenen Visionen nach. Das ist es, was Filmemacher zu Ausnahme-Talenten macht. Mal erreichen sie den Massengeschmack, wie zuletzt Nicolas Winding Refn mit "Drive", aber nicht, weil sie einen gefälligeren Film abliefern wollten, sondern weil die Geschichte so erzählt werden musste und nicht anders. Ich nehme an, viele, die "Drive" gesehen haben, kennen "Valhalla Rising" nicht. Denn zu dieser Art symbolträchtiger, perfekt durchkomponierter Szenerie ist er mit "Only God Forgives" zurück gekehrt.

Eigentlich ist es erstaunlich, dass Amazon schon die Rezensionen zulässt, weil in keiner von ihnen die DVD oder BluRay besprochen wird (dauert ja noch ein bisschen, bis sie erscheint), sondern einzig und allein der Film an sich. Nur deswegen habe ich mich entschlossen, nachdem ich den Film gestern im Kino gesehen habe, eine eigene Rezension zu schreiben.

Es ist immer so, dass Rezensionen im Web 2.0 die eigene Meinung widerspiegeln, aber es gibt auch objektive Kriterien, die man bewerten kann: bei Büchern das Handwerk des Schreibens, bei Musik die Beherrschung der Instrumente und Stimme, und bei Filmen die Inszenierung, Musik, Bild und Schauspieler im Einklang.

Genau wie "Lost Highway" ist "Only God forgives" ein bis ins kleinste Detail durchkomponierter, symbolbeladener Film, der viele Fragen offen lässt. Wirklich? Nicht in meinen Augen, denn wie in "Lost Highway" findet man in "Only God forgives" alle Antworten in den Bildern, den Dialogen, der Musik. Man muss sich nur die Mühe machen, ja, man muss nur die Muße haben, es sehen zu wollen.

Wer Filmrätsel mag, wer sich eben nicht nur unterhalten lassen möchte, sondern nachdenken und sich einfangen von einer unheimlichen Atmosphäre, dem kann ich "Only God forgives" nur empfehlen. Und natürlich "Lost Highway". Diesen Vergleich ziehe ich immer wieder, weil "Only God forgives" der erste Film ist, seit 1997 David Lynchs Meisterwerk in die Kinos kam, der mich so sprachlos gemacht hat, der mich so fasziniert, dass ich es kaum erwarten kann, dass er auf DVD und BluRay erscheint.

Zum Inhalt habe ich nicht viel gesagt, weil der Beschreibungstext genug aussagt und gleichzeitig nur eine erste Annäherung ist an die Fülle von Themen, die in diesem Film behandelt werden.

FAZIT: Ein unheimlicher, mythischer Psycho-Trip, der durch seine perfekte Komposition von Bildern, Musik und Schauspielern und seiner Wahl der Themen der erste Film seit über einem Jahrzehnt ist, der es mit meinem Lieblingsfilm "Lost Highway" aufnehmen kann. Ein definitives (Arthouse-) Meisterwerk. Doch ich kann sehr gut verstehen, warum viele Leute ihn schlecht, richtig schlecht finden. Weil sie ein zweites "Drive" erwarteten, weil sie mit solchen Filmen nichts anfangen können, weil sie sich veräppelt fühlen (weil ja "nichts" passiert). Dieser Film ist Geschmackssache, definitiv, aber er trifft meinen zu 100%.

EDIT 18.9.2013: Heute habe ich die limitierte 2-Disc Special Edition auf BluRay erhalten (vielen Dank an Amazon für die schnelle Lieferung) und für 29,99 Euro macht das Ganze schon was her. Für mich hat es sich definitiv gelohnt, inkl. Poster, Booklet und einer 60-min. Doku über Refn. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen, der weniger mit dem Film oder der Box zu tun hat, sondern mit dem Inhalt des Booklets. Darin findet sich ein Interview, das der Film-Journalist Christopher Büchele mit Refn geführt hat. Und in meinen Augen ist es das erbärmlichste Interview mit einem Künstler, das ich seit langer Zeit gelesen habe. Ob es an der Übersetzung liegt oder an den Suggestiv-Fragen, die Büchele stellt, das weiß ich nicht, aber im Gegensatz zu vielen anderen Interviews, die ich von Refn zu "Only God forgives" gelesen haben (alle sind auch online abrufbar), kommt er hier wie ein elitärer, bewusst polarisierender Künstler rüber, der in seiner Überheblichkeit schon an die französischen Intellektuellen der 60er Jahre erinnert. Schlichtweg unsympathisch und peinlich, was der Untertitel "Spalter aus Kalkül" noch unterstreicht. Ich kann mir Refns Aussage aus einem Spiegel-Interview ("Ich denke nicht darüber nach, wie das Publikum reagieren könnte. Sonst würde ich wahrscheinlich andere Filme machen."), die den Kanon seiner Aussagen in Interviews zwar widerspiegelt aber im krassen Widerspruch zu Bücheles bewusst gewählten Untertitel steht, nur so erklären: Da möchte ein Film-Journalist ein Bild von einem Regisseur zeichnen, das er von ihm hat, aber das nicht ganz dem entspricht, was der Regisseur verkörpert. Statt auf die Antworten einzugehen, hat man ein vorgefertigtes Bild im Kopf, das man bestätigt sehen möchte. So sollten keine Interviews geführt werden. Das erinnert mich an das erbärmlich informationslose, weil nachplappernde Portrait über David Lynch, das Helmut Krausser vor Jahren mal in der "Cinema" veröffentlicht hat. Nein, tut mir leid, so nicht. Viele, die bisher von dem anspruchsvollen Film "Only God forgives" noch nicht verschreckt waren, werden es nach dem Interview vielleicht sein. Kunst ist nicht nur was für einen elitären Club. Wenn Büchele die Antworten Refns in den vielen anderen Interviews wirklich verstanden hätte, dann hätte er das verstanden und uns diesen Pseudo-Journalismus ersparen können. Da ich den Film für ein Meisterwerk halte, finde ich das ärgerlich, und darauf wollte ich eventuelle Käufer der limitierten Ausgabe hinweisen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visuell atemberaubende Kunst - Film des Jahres 2013, 12. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Only God Forgives (Uncut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Nur wenige Filme setzen sich durch den Einsatz filmischer Mittel deutlich vom Mainstream ab. Dazu gehören für mich u.a. die Werke von Darren Aronofsky und David Lynch, die auf ihre Art immer ein mysteriöses Ereignis sind.
"Only God forgives" kannte ich nicht aus dem Kino, sondern griff eher zufällig in der Hoffnung auf eine etwas andere Geschichte danach. Und das habe ich nicht bereut- ganz im Gegenteil!

Was sich als schräge aber einfache Rache-Story auf der Blu-Ray Hülle liest, entpuppt sich sehr schnell als meisterhaft durchkomponierte Oper - ein visueller Rausch der Langsamkeit!
Alle filmischen Elemente treten hier gleichberechtigt nebeneinander auf: ein genialer Soundtrack unterstreicht die ungewöhnliche Kameraführung; es gibt keine schnellen Schnitte. Edle durchgestylte Bilder unterstreichen die große Schauspielkunst der Protagonisten - Dialoge gibt es nur wenige. Die karge Storyline ist durchsetzt mit Ausbrüchen blutiger und doch rituell stilisierter Gewalt. Zudem ist der Film angefüllt mit schon fast poetischer Symbolik. Auf der Blu-Ray Hülle steht geschrieben: Time to meet the devil. In "Only God forgives" gibt es da gleich viele von.

Der Film endet nach knapp 90 min auf die denkbar ungewöhnlichste Weise. Mein erster Gedanke: Wow! So etas habe ich noch nie gesehen!
Der zweite Gedanke: Das stimmt nicht ganz! Die exzessiven Gewaltausbrüche kennt man aus David Lynch Filmen. Aber sie sind nicht einfach nachgeahmt. Der Regisseur Nicolas Winding Refn komponiert daraus ein Gesamtbild, welches zumindest mir den Atem raubt.

Das Echo auf diesen Film ist zutiefst gespalten, wenn ich mir die vielen Rezensionen durchlese. Bei einem derartig ungewöhnlichen Film muss das wohl auch so sein. In einem sind sich aber wohl die meisten Zuschauer einig: mit Mainstream hat das nichts zu tun!

Ein Film, den man für sich entdecken muss. Für mich der Film des Jahres 2013!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 217 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Only God Forgives (Uncut)
Only God Forgives (Uncut) von Ryan Gosling (DVD - 2013)
EUR 8,44
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen