Kundenrezensionen


23 Rezensionen
5 Sterne:
 (20)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

78 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neuer Himmel, 24. März 2009
Nur um das gleich vorneweg zu nehmen: Ich bin überhaupt kein naturwissenschaftlich interessierter Mensch.
Aber ich lebe mit einem Mathematiker zusammen und so kam ich an Das Weltgeheimnis von Thomas de Padova.
Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels, so der Untertitel. Na gut für Geschichte kann ich mich schon begeistern.
Die ersten Seiten machen bereits klar, dass man auch völlig ohne spezifische Interessen auskommt. Man braucht einfach nur Freude an einer spannenden Geschichte.

Thomas de Padova erzählt zwei Lebensläufe, die eine Zeit des Umbruchs und der Entdeckungen widerspiegeln. Der Italiener Galileo Galilei und der Deutsche Johannes Kepler- beide revolutionieren die Wissenschaft und das Weltverständnis ihrer Zeit. Dabei haben Sie außer ihren Forschungsthemen kaum etwas gemein.
Während Galilei sich im aufgeschlossenen Padua um sein internationales Ansehen bemüht, muss Kepler im fernen Prag mit den Vorunruhen zum dreißig jährigen Krieg fertig werden.

Thomas de Padova nutzt den Briefwechsel um Unterschiede, aber auch Berührungspunkte zwischen den beiden großen Persönlichkeiten aufzuzeigen. Dabei bekommt der Leser einen außerordentlich spannenden Blick auf ein Europa im Umbruch zur Neuzeit.
Am Ende glänzt das Buch nochmals, und zwar mit einem kommentierten und nach Kapiteln geordnetem Literaturverzeichnis.

Ein außergewöhnliches Buch, das die Verbindung von Biographie, wissenschaftlichem Sachbuch und spannender Lektüre mühelos meistert.
Ohne Einschränkung zu empfehlen.

Laura Wilbert
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenschaftsgeschichte wie sie sein soll, 26. September 2009
Von 
Klara Fall "Die nackten Hausfrauen im Wind" - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)   
Thomas de Padova greift in diesem Buch zwei äußerst interessante astronomische Entdeckungen auf, die die Wissenschaft revolutioniert haben. Vor genau 400 Jahren blickte Galileo Galilei in Italien durch ein Fernrohr zu den Sternen und Johannes Kepler erarbeitete in Prag seine Planetengesetze. Dass es einen (wenn auch nicht immer sehr regen) Briefwechsel zwischen diesen beiden sehr unähnlichen Zeitgenossen gegeben hat, wusste ich bislang nicht. Umso interssanter war es, de Padovas Ausführungen zu folgen. Der Physiker und Astronom berichtet hier äußerst spannend und überaus lebendig von einer Zeit der Umbrüche. Noch war die Welt (v.a. die Kirche) nicht so weit, naturwissenschaftliche Erkenntnisse als das zu akzeptieren, was sie zweifellos waren: Weltbewegend - im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Verortung der Welt innerhalb des damals bekannten Kosmos konnte nur ganz besonderen Wissenschaftlern gelingen. Galilei, Sohn eines Musikers und von den Herrschenden begünstigt, hatte eine ganz andere Herangehensweise an die Astronomie als Kepler, der als Protestant nicht nur in seiner Heimat, sondern eigentlicht überall, wohin er kam, marginalisiert wurde. Sein Leben war geprägt von schweren Schicksalsschlägen, fast seine ganze Familie fiel entweder der Pest oder sogar der Inquisition (seine Mutter) zum Opfer. Der Leser wird in die Zeit vor dem 30-jährigen Krieg entführt - ausgerechnet nach Prag! Und doch benimmt sich Kepler manchmal wie ein junger Hund, fällt (im Briefwechsel) in seinem Ungestüm über Galilei her, der sich verschreckt zurückzieht. Über mehrere Jahre hinweg.

Die Lektüre dieses Buches war mir ein großes Vergnügen. Man erfährt nicht nur viel über die Entwicklungen im Bereich der Astronomie (bzw. Naturwissenschaften allgemein), sondern auch über das Lebensgefühl in zwei unterschiedlichen Kulturkreisen (frühneuzeitliches Italien, Deutschland, Österreich zur Zeit der Gegenreformation). Man muss sich nicht unbedingt für Wissenschaftsgeschichte interessieren, um dieses Buch mit Genuss lesen zu können. Die Schilderung der beiden grundverschiedenen Charaktere (Kepler und Galilei) und vieler anderer Persönlichkeiten, die man vielleicht schon kennt (Tycho Brahe!) machen aus diesem Sachbuch eine spannende Erzählung, die man durchaus auch zur Unterhaltung lesen kann.

Im Jahr der Astronomie unbedingt noch lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltgeheimnis, 4. Mai 2009
Die Weltgeschichte hat Anfang des 17. Jahrhunderts einen ihrer entscheidenden Wendepunkte. Zu dieser Überzeugung muss man kommen, wenn man Thomas de Padovas Buch "Weltgeheimnis" gelesen hat. Auch dem nicht naturwissenschaftlich orientierten Leser erschließt sich, welche Bedeutung die bahnbrechenden Entdeckungen der beiden Protagonisten des Buches, Kepler und Galilei, für die Forschung aber auch für das damals vorherrschende Weltbild und die Philosophie haben. Das wirklich beindruckende des Buches ist aber, wie die beiden über ihre Korrespondenz verbundenen Forschergeschichten in ihre jeweiligen Biographien und das politische und religiöse Weltgeschehen eingebettet werden. Sprachlich überzeugend zeichnet sich das Buch außerdem durch eine ausführliche Quellenangabe aus. Sehr zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie unser Weltbild zur Welt kam, 7. April 2012
Als Galileo Galilei im Sommer 1609 sein selbstgebautes Fernrohr erstmalig an den Nachthimmel richtet, tut sich ihm nicht nur ein ganz neuer Blick auf das Universum auf, er ahnt auch sofort, dass ihm mit diesem Instrument der Schlüssel für eine profunde Neuerklärung der Welt in die Hand gegeben ist. Erste Erfolge stellen sich schnell ein: Galilei entdeckt vier Monde, die den Jupiter begleiten und die er nicht ohne Kalkül "Mediceische Gestirne" benennt. Um den Vorsprung als Forscher behaupten zu können, wirft er eilends seinen "Sternenboten" auf den Markt, denn schon damals herrscht in der Welt der Wissenschaft starke Konkurrenz. Um so wichtiger ist es Galilei, Fürsprecher für seine Beobachtungen und Schlussfolgerungen zu finden, weshalb er Johannes Kepler um eine Stellungnahme bittet. Der integre Mathematiker, der am Prager Hof unter seinen geistigen Möglichkeiten bleiben muss, erkennt sofort, dass aus Galileis Beobachtungen Grundsätze ableitbar sein könnten, die für alle Himmelskörper gelten und damit einheitliche Gesetze des Universums nahelegen. Kepler ist von Galileis Entdeckungen begeistert und sucht den weiteren Kontakt, um aktiv an der Begründung eines neuen Weltbildes mitwirken zu können. Der Italiener aber hält ihn hin...

Ausgehend vom Briefwechsel Kepler-Galilei hat Thomas de Padova in "Das Weltgeheimnis" eine packende Wissenschaftsgeschichte verfasst. Dabei macht er deutlich, wie stark die Abhängigkeit der Wissenschaftler von den Interessen der geldgebenden Monarchen war, wie spürbar sich der Einfluss der Kirche auf die Formulierung neuer Wahrheiten auswirkte und wie sich unser helio-zentrisches Weltbild nur in kleinen Schritten durchsetzen ließ. Interessant ist zum Beispiel zu lesen, dass auch Kepler und Galilei nicht nur das riskante Geschäft der Astrologie betrieben, sondern auch an die Wechselwirkung von Sternenstand und menschlicher Existenz glaubten. Der Autor skizziert in sachlicher Art die Lebensläufe zweier großer Naturwissenschaftler, die bei all ihren großen geistigen Leistungen als Menschen ihres Jahrhunderts verstanden werden müssen.

Gleichzeitig entdeckt der Leser hier auch zwei Forschungstypen: Während Galilei der Experimentator und Beobachter ist, entwickelt Kepler Gedankenmodelle, die er durch Beobachtungsdaten zu bestätigen sucht. Beide Wissenschaftsmethoden bedürfen einander und ergänzen sich in ihrer Kombination. Diese Einsicht war es, die Kepler zum Gedankenaustausch mit Galilei antrieb. De Padova zeigt jedoch, dass wir es hier auch mit zwei unterschiedlichen Charakteren zu tun haben. Während Kepler der wissenschaftlichen Idee zum Durchbruch verhelfen will und dabei keinerlei Eitelkeiten zulässt, ist Galilei auch ein gewiefter Taktiker, der stets den persönlichen Vorteil seiner wissenschaftlichen Forschung im Auge behält. Diese Haltungen werden dem Leser jedoch ohne moralische Beurteilung vermittelt, was die Lektüre besonders wertvoll macht.

Dieses Buch ist uneingeschränkt zu empfehlen, nicht nur für alle, die sich für Geschichte der Wissenschaft und wissenschaftliche Geschichten interessieren. Dieses Buch ist auch ein hilfreicher Begleiter für jeden, der sich in Betrachtung des nächtlichen Sternenhimmels die ewigen Fragen der "Himmelsmechanik" stellt und mit diesem Buch einen perfekten Zugang zu den Ausgangsfragen der kosmischen Gesetze erlangt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Wissenschaftsbuch seit langer Zeit!, 20. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Weltgeheimnis (Taschenbuch)
Thomas de Padova hat schier unermessliches und schwer lesbares Quellenmaterial aufbereitet, wohl erstmals den zuvor kaum bekannten Briefwechsel der beiden grundverschiedenen Mathematiker mit verwendet.

Stilistisch ist das Buch bei aller Faktenfülle leicht verdaulich geschrieben, auch Quellenangaben zu Sekundärliteratur unterbrechen den Lesefluss nicht. Seine Sprache ist modern, immer wieder zieht de Padova auch Vergleiche mit unserer heutigen Wissenschaftskultur, Worte wie "Globalisierung", "Kommerzialisierung und Verwertung", Plagiatsvorwürfe und Prioritätenstreitigkeiten schlagen die Brücke ins 21. Jahrhndert.

Dazwischen stößt der Leser auf menschlich sehr einfühlsame Passagen, ohne dass das Buch ins Romanhafte hinübergleitet, Thomas de Padova bleibt nahe bei den Quellen, bettet die Fakten in die Lebenswirklichkeit jener Zeit ein, Halbsätze des Inhaltes "...damals ein normaler Vorgang..." helfen dem Leser bei der Einordnung.

Das Buch hat den Preis als "Wissenschaftsbuch des Jahres 2010", sicher zu Recht und ich wünsche, dass er dem Autor (Jg. 1965) Mut zu weiteren großen Buchveröffentlichungen macht!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wirklich packend, 8. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dem Autor gelingt es, den interessierten Leser an das Buch zu fesseln. Er beschreibt auf faszinierende Art den Beginn einer neuen naturwissenschaftlichen Epoche. Der Wechsel zwischen den beiden Protagonisten jener Zeit, Galilei und Kepler, erhält die Spannung an der jeweiligen Wirkstätte und macht die Beziehung zwischen beiden deutlich. Einziger Nachteil sind die teilweisen Wiederholungen, die dadurch entstehen. Sie erhöhen allerdings die Merkfähigkeit. Insgesamt beschreibt der Autor die verschiedenen Aspekte der Zeit und Personen dieses faszinierenden Abschnitts der Wissenschaftsgeschichte: ihre Biographien, Talente und Grenzen, Entdeckungen, Philosophien, Korrespondenzen und politischen, historischen und religiösen Umstände. Ein rundum gelungenes Werk über diese spannende Zeit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut überzeugend, 11. August 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Weltgeheimnis (Taschenbuch)
Ein rundherum hervorragendes Buch! Was mir besonders gut gefiel: Neben den Biografien der beiden Protagonisten stellt der Autor auch die politische Situation im Heiligen Römischen Reich kurz vor Ausbruch des 30-jährigen Krieges dar.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenschaft zum Anfassen, 26. Januar 2011
Von 
B. Wallmann (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Weltgeheimnis (Taschenbuch)
Der Beginn des 17. Jahrhunderts steht in der Geschichte der (Natur-)Wissenschaften dafür, wie eine neue Technik (1610
entdeckt Galilei mit dem Fernrohr 4 Jupitermonde) und das Auffinden von Gesetzen (Keplers 1.Planetengesetz gilt für elliptische Planetenlauf-
bahnen) den Erkenntnishorizont der Menschheit erweitern und den Blick auf uns selbst und unsere Stellung im Kosmos verändern.

Das spannend geschriebene Buch zeichnet ein genaues Bild der Charaktere Galileis und Keplers; der Autor geht kenntnisreich - und
manchmal detailverliebt - auf die wissenschaftlichen Leistungen und das Leben der beiden Naturwissenschaftler ein.

Das Buch kann rundum empfohlen werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gelungene Einführung, 14. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Weltgeheimnis (Taschenbuch)
Die Darstellung der beiden Wissenschaftler Galilei und Kepler in ihrer Schaffenskraft und deren Ringen um Anerkennung und Begründung der modernen Himmelsphysik, ist Thomas de Padova im vollen Umfange gelungen.
Dieses Buch ist nicht nur spannend geschrieben und gibt nicht nur Einblick in die damaligen wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in den jeweiligen Ländern, sondern beschreibt die beiden Wissenschaftler in ihren Bestrebungen und Ambitionen, Fortschritten und Rückschlägen in ihren Forschungsarbeiten sehr detailliert. Mein Interesse ist um ein weiteres mehr geweckt und ich werde diese Thematik weiterhin vertiefen.
De facto ein großartiges Buch zu zwei beachtenswerten, genialen Wissenschaftlern und Größen ihrer Zeit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch, 24. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Weltgeheimnis (Taschenbuch)
Je reisserischer ein Verlag ein Buch auf der Rückseite anpreist, desto vorsichtiger sollte man sein. Ein gutes Buch benötigt keine reisserischen Anpreisungen. So in diesem Fall:
Der Verlag beschränkt sich im Wesentlichen auf das Zitieren eines Journalisten: "... Ein wichtiges Buch".
Dem ist nichts hinzu zu fügen. Ausser: Lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Weltgeheimnis
Das Weltgeheimnis von Thomas de Padova
EUR 8,99
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen