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TOP 1000 REZENSENTam 3. Juni 2013
Zwei Jahre nach "Ritt mit dem Teufel" taten sich Regisseur Jesse Hibbs und Audie Murphy erneut zusammen um den ruhigen Pro-Indianer-Film "Walk The Proud Land" zu inszenieren, der vom deutschen Verleih als Action-Western "Ritt in den Tod" mit Audie Murphy angekündigt wurde, was er nicht ist.

"Ritt in den Tod" handelt von der wahren Geschichte des Indianer-Agenten John Clum (Audie Murphy) der in die Indianer-Reservation San Carlos entsandt wird. Bei seiner Ankunft merkt er schnell, dass die Indianer von der Kavallerie schlecht behandelt werden und die Lebensmittellieferungen nicht ankommen. Die Indianer haben sich bereits aufgegeben, dass ihr Wille erst wieder geweckt werden muss - oder sie sind, wie Geronimo, zum letzten entschlossen. Auf die einzige Hilfe die er hoffen kann sind Sergeant Sweeney (Charles Drake) und die Indianerin Tiana (Anne Bancroft).

Das erstaunliche an dem pazifistischen Film war, dass er ausgerechnet von Jesse Hibbs und Audie Murphy kam, die im selben Jahr, Murphy's Heldendarstellung in "Zur Hölle und zurück" abgeliefert hatten. So wurde es kein Erfolg an den Kinokassen, weil man Murphy als Actionhelden und nicht als Pazifist sehen wollte. Trotzalledem ist es eine schöne Geschichte über die Entschlossenheit und den Glauben eines friedlichen Mannes der mit seinem angetriebenen Willen für die Indianer kämpft.

Fazit: "Walk The Proud Land" ist ein guter Western der 50er Jahre, der seine Geschichte in wunderbaren Cinemascope-Bildern, ruhig und ohne Gewaltdarstellungen erzählt. Er ist defenetiv einer der besseren Western mit Audie Murphy, in einer ungewöhnlichen Rolle, auch wenn er nicht der strahlende Actionheld ist.

Nachtrag 24.07.
Leider hat Koch das Material der franz. DVD übernommen und so liefert die DVD das Bild (2.35:1 16:9) nur in durchschnittlicher Qualität und die Schärfe lässt zu wünschen übrig. Die beiden Tonspuren dt. und engl. sind gut verständlich und auf Untertitel muss man verzichten. Wie bei der Legenden-Reihe üblich, eingeklebtes Booklet, Trailer, Bildergalerie und ein abziehbares FSK-Logo.
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am 24. August 2014
Der Regierungsrepräsentant John Philip Clum (Audie Murphy) soll in Arizona die Friedensverhandlungen mit den Apachen voran bringen. Seine Angehensweise beruht dabei jedoch, statt den Indianern mit dem Amerikanischen Militär zu drohen, auf Autonomie und Respekt. Mit dieser Einstellung kann er die Ureinwohner von seinen friedlichen Absichten überzeugen, sogar die indianische Witwe Tianay (Anne Bancroft) kann er für sich gewinnen. Doch seine Methoden führen zu Konflikten mit den weißen Siedlern, die sich nicht mit den Indianern anfreunden wollen. Auch die Beziehung zwischen Clum und Tianay sorgt für Furore.

Die Erzählung der breit gefächerten Aktivitäten von John P. Clum ist eine der dramatischsten in der Geschichte der USA. Seine Amtszeit als „Indian-Agent“ in Arizonas San Carlos Reservat von 1874-1877 ist besonders bemerkenswert und Gegenstand dieser Verfilmung mit Kriegsheld Audie Murphy als Clum. Während seiner Amtszeit in San Carlos gründete Clum das erste indianische Polizei-und Gerichtssystem mit dessen Hilfe es ihm gelang den schlauen Apachen Häuptling Geronimo ohne Blutvergießen zu fassen. Mit diesen und vielen weiteren derartigen Aktionen eliminierte Clum die Stationierung eines US-Armee Kavallerie-Regiments in San Carlos. Dadurch wurden der Armee finanzielle Mittel gestrichen, weswegen sich Clum viele Feinde auf Seiten der Soldaten machte. Auch bei den Apachen stieß er zunächst auf nicht sehr viel Nächstenliebe.
Ritt in den Tod basiert auf Vorfällen, die in Woodworth Clums Biographie seines Vaters von 1936 beschrieben werden und gleichzeitig die Hauptquelle für das von Gil Doud und Jack Sher verfasste Drehbuch darstellen. Leider verpassen Doud („To Hell and Back“) und Sher („Shane“) es die dramatischsten Elemente von Clums Geschichte zu nutzen und ersetzen diese mit einer Ansammlung von Banalitäten, die höchstens dazu beitragen die Wirkung des Films abzuschwächen. Anne Bancroft liefert eine erstklassige Leistung als Witwe eines Apachen Kriegers ab, die Clum vom Stammeshäuptling „geschenkt“ bekommt und die seine stärkste Verbündete gegen Feinde aus den Reihen der Kavallerie und der abtrünnigen Apachen wird. Audie Murphy ist sehr effektiv in seiner Darstellung des Clum und bekommt neben Bancroft noch gute Unterstützung von Charles Drake als seinen engsten Kameraden, Pat Crowley als seine Ehefrau, Tommy Rall als seinen indianischen Blutsbruder und den Charakterdarstellern Addison Richards und Morris Ankrum. Die guten bis sehr guten Leistungen der Schauspieler können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen wieviel Potenzial hier plot-technisch verschenkt wurde. Die Mühen Clums waren im Nachhinein nämlich größtenteils für die Katz, weil Geronimo von Clums Nachfolger freigelassen wurde, was zu fast 15 Jahren erbitterten Indianerkrieges führte. Diese darzustellen wäre deutlich effektiver gewesen als zahlreiche lahme, komödiantische Szenen mit zwei Indianerkindern und romantischen Firlefanz in den Film zu integrieren. Die Botschaft des Films muss allerdings als sehr löblich hervorgehoben werden, auch wenn sie uns den ganzen Streifen hindurch förmlich um die Ohren gehauen wird. Es geht dabei um Freundschaft, Loyalität, Familie und Rassenbeziehungen.
Das Bild liegt im Format (2.35:1 16:9) vor und ist allenfalls von durchschnittlicher Qualität, denn Farben, Kontrast und vor allem Schärfe lassen deutlich zu wünschen übrig. Normalerweise sind wir Besseres von Koch gewohnt. Der Ton präsentiert sich uns in einer deutschen und einer englischen Spur. Hierbei gibt’s nichts zu beanstanden, beide Spuren bieten ordentlichen Klang. Auf Untertitel muss man allerdings verzichten. Die Extras fallen mit einem Originaltrailer und einer umfangreichen Bildergalerie zusätzlich etwas dünn aus.

Koch Media bringt „Ritt in den Tod“ im Rahmen ihrer Western Legenden Reihe als Nummer 23 heraus. Sieht man mal von den Defiziten beim Bild ab, so gelingt Koch eine annehmbare Veröffentlichung. Der Film kann nur mit seinen sehr guten Schauspielern und der für US Verhältnisse extraordinären Botschaft glänzen, die für 1956 im „Land der unbegrenzten Eingeschränktheiten“ (zumindest für die Ureinwohner) doch ziemlich ungewöhnlich gewesen sein muss. Ansonsten wurde bei „Walk The Proud Land“ viel Potenzial verschenkt. Der Originaltitel passt auch viel besser zu dem Film, denn der deutsche verspricht eine rasantere und blutigere Inszenierung mit der man hier auf gar keinen Fall rechnen darf.
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am 31. Oktober 2015
In Arizona reiben sich die Kavallerie und die Ureinwohner immer wieder an einander auf. Geronimo (Jay Silverheels), der Apachenhäuptling, ist der Armee ein besonderer Dorn im Auge. Deshalb staunen die Uniformierten nicht schlecht, als im Auftrag der Regierung in Washington ein neuer „Agent“ in die Gegend geschickt wird, um sich um die Belange der Apachen zu kümmern. Der junge John Clum (Audie Murphy) ist kein normaler Beamter, sondern hatte zuvor Theologie studiert. Er kommt an und verlangt erst mal eine Abrüstung im grossen Stil und dass man den unlängst noch rebellischen Apachen die Fesseln entfernt. Unterstützung durch die Armee will John nur, damit die Versorgung mit Lebensmitteln und weiteren Grundbedarfsgütern erhalten bleibt. Die Leute in der nahen Stadt und der örtliche Generalstab sehen die Umwälzungen mit viel Argwohn, aber John kann Befugnisse von Präsident Grant persönlich vorweisen und verfügt über entsprechende Autorität. Beim Tagesgeschäft, also der Betreuung der Apachen, muss er allerdings mehr Feingefühl an den Tag legen. Die indianische Witwe Tianay (Anne Bancroft) hatte ihren Mann verloren, als dieser an der Seite von Geronimo gegen die Armee kämpfte und dabei umkam. Nun verlangen es die Regeln der Apachen, dass Tianay mit John im gleichen Haus lebt, obwohl dieser verlobt ist. Auch der moralisch gefestigte John hat damit zunächst seine liebe Mühe, aber er versteht sich gut mit Tianay und ihrem kleinen Sohn. Bald fängt John an, die Siedlung mit Infrastruktur zu versehen. Dazu gehört auch eine kleine Polizeitruppe, bestehend aus Apachen. Diese bildet John aus mit Hilfe des trinkfreudigen, aber sonst zuverlässigen Sweeney (Charles Drake), einem ehemaligen Offizier, mit dem John bereits zu tun hatte, als dieser noch eine Uniform trug. Zuwachs von deutlich weniger erfreulicher Art ergibt sich durch den Besuch von Geronimo persönlich, dem es vor allem darum geht, die örtlichen Apachen aufzumischen und von John wegzubringen. John lässt sich aber nicht so leicht provozieren. Als von der Ostküste her auch Mary (Pat Crowley), seine Verlobte anreist, heiratet er diese flugs und nützt die Gelegenheit, um die Feierlichkeiten für kulturellen Austausch zu nutzen. Damit kann John etwas Zuspruch des Gouverneurs gewinnen. Den braucht er auch, denn Geronimo provoziert weitere Konflikte mit der Kavallerie, was auch der Apachensiedlung schadet.
Ausserhalb der Überlieferung von einigen namhaften Pistolenschützen des Wilden Westens gibt es nicht allzu viele Hollywood-Filme, die sich auf wahre Begebenheiten berufen. Bei „Walk the Proud Land“ (Universal Pictures, 1956) ist es etwas anders, denn John Clum gab es wirklich. Die Filmemacher bemühen sich redlich, die gängigen Genre-Stereotypen mindestens teilweise zu überwinden. Einen Western-Hauptdarsteller, der nicht rumballert und das Filmende übersteht, gibt es auch nicht alle Tage. Natürlich ist der Film nicht frei von klassischen Hollywood-Elementen wie der Dreiecksgeschichte oder dem Wagentreck, um den die Indianer im Kreis galoppieren. Trotzdem ist einiges dabei, das gegenüber den meisten Filmen der damaligen Zeit eine wohltuende Abwechslung bildet. Schon deshalb sollte man ihn sich anschauen und sich von dem allzu beliebigen deutschen Filmtitel nicht abschrecken lassen.
Mit Abwechslung ist es hingegen nicht weit her, wenn sich mit Ausstattung der DVD aus der Koch-Reihe „Western Legenden“ befasst. Es gibt wie so oft nur eine deutsche und eine englische Tonspur des Films, beide in Mono 2.0. Untertitel gibt es nur in Form von deutschen „Inserts“. Das Bild des knapp 85 Minuten langen Films ist eher dürftig: vom Cinemascope-Format ist nur eine Breite von 2,30:1 (16:9-anamorph) übrig geblieben, das noch dazu in weiten Teilen zu wenig scharf ist. Im Bonusmaterial gibt es zunächst den englischsprachigen Trailer (ohne Untertitel), in dem sich Murphy zu Beginn persönlich ans Publikum wendet. Hinzu kommt eine musikalisch unterlegte Bildergalerie von anständigem Umfang, die zahlreiche Werbematerialien und vereinzelte Aufnahmen von den Dreharbeiten enthält. Zu erwähnen ist noch der obligate eingeklebte Prospekt, der neben Bildern einen lesenswerten Text enthält, wobei dieser aber eher mit Betrachtungen als mit Hintergrundinformationen zur Filmproduktion aufwartet. Fazit: Ein aussergewöhnlicher Western. Er hätte es verdient, auf einer DVD veröffentlicht zu werden, die mit Bildqualität, Sprachenauswahl und Hintergrundwissen mehr zu bieten hat, als es hier der Fall ist. Deshalb reicht es leider nur für zwei von fünf roten Stoffballen und einen verschenkten Hut.
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am 13. September 2013
Wenn man den Namen Audie Murphy hört, denkt man unwillkürlich erstens an den höchst dekorierten US-Soldaten aller Zeiten und zweitens an den Schauspieler, der 90 % seiner Rollen in Westernproduktionen spielte. Auch "Ritt in den Tod" ist ein Western, jedoch spielt Murphy hier den Regierungsbeauftragten John Philip Clum, der sich in einem Reservat in Arizona um die Apachen kümmerte. Insofern passt der amerikanische Titel "Walk the Proud Land" auch viel besser. In dieser Rolle jenseits des "Bang Bang" kann Audie Murphy seine schauspielerischen Fähigkeiten viel besser zeigen und in der Tat ist seine Interpretation von John Philip Clum ausgesprochen eindrucksvoll. Dazu kommt noch die routinierte Regie von Jesse Hibbs mit dem Murphy in mehreren Produktionen für UNIVERSAL (z. B. "Zur Hölle und zurück")zusammenarbeitete.Murphy als ruhiger, besonnener Indianerfreund war aber nicht das, was das amerikanische Publikum 1956 sehen wollte und so floppte der Film in den USA total. Für mich ist auch ein Rätsel,warum Koch Universal ausgerechnet diesen Film auf DVD veröffentlicht hat, zumal er damals auch in Deutschland nicht erfolgreich war. Ich habe mir die DVD gestern Nachmittag angesehen und muß gestehen, dass ich mehrmals kurz vor dem Einschlafen war. Die Erfolglosigkeit des Streifens konnten auch weder Charles Drake, der schon in "Mündungsfeuer", "Zur Hölle und zurück" und später in "Auf der Kugel stand kein Name" und "Der eiserne Kragen" Co-Partner von Audie Murphy war, noch Anne Bankroft ("Die Reifeprüfung") verhindern. Bankroft ist in diesem Film wirklich äußerst reizvoll als Indianerin, aber auch sie kann den Erfolg nicht erzwingen. "Ritt in den Tod" ist etwas für Hard-Core Fans von Audie Murphy, die jeden seiner Filme in ihrer privaten Videothek haben möchten. Das Bild ist etwas unscharf und die Farben erstaunlich blass! Ansonsten erhält der Käufer die von Koch Universal gewohnten Extras wie z. B. 7-Seiten Booklet, Originaltrailer und Fotokollektion.
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am 25. Juli 2013
Der reisserische deutsche Titel "Ritt in den Tod" kommt in diesem Film eigentlich gar nicht vor. Mehr ist der Film ein Western nach wahrer Begebenheit, der sich um John Philip Clum handelt, der sich für die Apachen einsetzte.

Genau deswegen, weil der Film gegen die US Armee ist und mehr für die Indianer (das kratzt/e am stolz der amerikanischen Kinogänger) floppte der Streifen gnadenlos an der US-Kinokasse, dabei ist er handwerklich gut gemacht und mit Audie Murphy (war der höchstdekorierte Soldat im WW2 und spielt hier eine Figur, die gegen die Gewalt und Armee ist - was ein weiterer Grund sein dürfte, dass dies den Amerikaner missfiel) mit einem sympatischen Darsteller gut besetzt.

Mit Anne Bancroft (hier kaum zu erkennen als Tianay) gibt es eine tolle Darstellerin, die spätestens seit "Reifeprüfung" bekannt sein dürfte.

Jay Silverheels der Geronimo darstellt, dürfte seine bekannteste Rolle als "Lone Rangers" Weggefährte gespielt haben.

Der kleine Junge Tono wurde von Eugene Mazzola dargestellt, der seine bekannteste Rolle in seinem nächsten Film im selben Jahr gespielt haben dürfte als Yul Brynners Sohn in Die zehn Gebote [Blu-ray].

Und Tommy Rall (hier als Taglito) dürfe Film und Musicalfans vor allem bekannt sein aus "Seven Brides for seven brothers", "Kiss me Kate", "Ziegfeld Follies", und der nur aus Musik/Tanzszenen bestehenden Film "Invitation to the Dance" (in der Szene 'Ring Around the Rosy')

Die DVD:

Die Bildqualität: das Filmmaterial ist soweit frei von Schmutz oder Defekten, aber leider lässt die Schärfe etwas zu wünschen übrig. Da hatte man sich von Koch Media mehr erhofft.

Der Ton ist gut.

Als Bonus gibt es lediglich für die Editionen üblichen: Booklet, Trailer und Dia-Show des Werbematerial.

FAZIT: interessanter Film der vor allem wegen Audie Murphy und auch wegen, weil im amerikanischen Film selten behandelten Thema, gefällt.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. März 2016
Der Schauspieler Audie Murphy wurde am 20. Juni 1924 in der Nähe von Kingston/Texas geboren. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor meldete er sich freiwillig zur Armee, wurde aber abgelehnt, weil er zu jung war. Doch er gab nicht auf und versuchte es ein halbes Jahr erneut, machte sich da älter und wurde im Juni 1942 als gerade mal 18 Jähriger angenommen. Er kehrte nach dem 2. Weltkrieg als Held und höchstdekorierter US-Soldat mit insgesamt 24 verschiedenen Auszeichnungen zurück, unter anderen wurde ihm als Soldat auch der Medal of Honor verliehen. Sein Porträit zierte das Titelbild des Life Magazines, James Cagney lud ihn daraufhin nach Hollywood ein. Es war aber am Anfang nicht ganz leicht im Filmgeschäft Fuß zu fassen. Doch dann wurde er immer mehr zum Held von zahlreichen B-Western, 1950 spielte er in "Reiter ohne Gnade" den Outlaw Jesse James. Mit soliden bis guten Genrearbeiten wie "Fort der mutigen Frauen", "Adlerschwinge", "Die gnadenlosen Vier" oder "Der weiße Teufel von Arkansas" festigte er seinen Ruf als Publikumsliebling. Von der Kritik wurde er vor allem für seine Rollen in John Hustons "Denen man nicht vergibt" und in "Auf der Kugel stand kein Name" von Jack Arnold gelobt.

Der 1956 inszenierte Western "Ritt in den Tod" von Jesse Hibbs hatte es aber etwas schwerer als andere Audie Murpyhy Western. Er war nicht sehr erfolgreich an der Kasse, was wahrscheinlich damit zusammenhängt das seine Rolle als friedfertiger Indianer-Agent Philip Clum sehr untypisch ist. Da agiert der Actionheld aus anderen Filmen dann doch mit angezogener Handbremse, was vielleicht den Fans nicht ganz so gut gefiel.
Dennoch ist "Ritt in der Tod" ein solider Western, wann man mal vom etwas absurden Showdown absieht. Die Leichtigkeit mit dem der Indianerfreund den bösen Geronimo (Jay Silverheels) und seine Krieger überwältigen kann hat schon etwas unfreiwillig komisches. Dies wäre der einzige, aber dennoch gravierende Kritikpunkt an diesem indianerfreundlichen Western.

Tatsächlich basiert die Geschichte auf einer wahren Begebenheit, der Agent John Philip Clum schrieb über seine Erlebnisse mit den Apachen in der Biografie "Apache Agent" nieder. Der Film beginnt im Jahr 1874. Als Vertreter der US-Regierung erlangt Clum in der Befriedung der Indianer und deren Integration als "Bürger" weitreichende Befugnis vom Präsidenten. Zu diesem Zweck wird er nach San Carlos, Arizona geschickt, wo bisher die Soldaten das Sagen hatten und über die Apachen bestimmten. Nun soll ein anderer Wind wehen: Weg vom Feindesbild, mehr Achtung ihrer Autonomie und Schritt für Schritt Selbstbestimmung im Reservat erreichen. Kein einfacher Weg, da die Soldaten sich sperren und auch die Bevölkerung ist noch hasserfüllt. Noch wird mit Indianerskalps geprahlt. Anfänglich sind auch die Indianer misstrauisch, doch der alte Häuptling (Robert Warwick) versucht auch den Frieden herzustellen. Er stellt ihm mit der indianischen Witwe Tianay (Anne Bancroft) eine Art Haushälterin zur Verfügung. Er findet sehr schnell einen Draht bei der jungen Frau und auch bei deren kleinem Sohn Tono (Eugene Mazzola). Mit der Zeit gewinnt er immer mehr den Respekt der Indianer und bekommt Hilfe von dem Ex-Soldaten Tom Sweeney (Charles Drake) und dem Indianer Taglito (Tommy Rall). Tianay verliebt sich in Clum, doch der ist bereits vergeben. Als seine Verlobte Mary Dennison (Pat Crowley) gibts Eifersüchteleien. Dann bekommen die Indianer auch noch Besuch vom abtrünnigen Geronimo, der als Staatsfeind gesucht wird...

Insgesamt kann Audie Murphy m.E. auch als friedensstiftender Vermittler überzeugen, leider gestaltet sich - wie bereits erwähnt - der Schluß sehr chaotisch, abrupt und unglaubwürdig. Hier hätte man etwas mehr Zeit investieren können und dann wäre alles insgesamt glaubwürdiger gewesen. Tatsächlich gelang ihm diese Gefangennahme, aber sie hat sich dann schon etwas anders zugetragen wie in dieser schludrig inszenierten Sequenz. Die junge Anne Bancroft überzeugt als Indianerin.
Zwischen 3 und 4 Sternen.
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am 7. Juli 2015
... was für ein blöder Titel genau wie der Originaltitel! Da hätte ein anderer her müssen. Aber wenn man den Film lange nicht mehr gesehen hat, dann ist er auch schnell vorbei - will heißen es kommt keine Langeweile auf. Bildmäßig ist das jetzt auf DVD sowieso Klasse!
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am 28. August 2015
Eigentlich finde ich Audie Murphy-Western sehr gut gelungen,doch hier bei "Ritt in den Tod" stimmt einiges leider nicht. Murphy spielt hier einen Verwalter der US-Regierung der sicherstellen soll,dass die Apachen ihr Gebiet behalten dürfen und sogar eine eigene "Regierung" und Polizei (!!) gründen darf. Bei diesem Vorhaben gibt es immer wieder kleine Konflikte zwischen dem gerechten Verwalter,der Armee,skrupellose Skalpjäger und dem abtrünnigen "Geronimo" und seiner Bande...
Murphy spielt hier den "Gerechten" ohne Pistolen,was zu ihm in keiner Weise passen mag. In seinen Filmen mimt der hochdekorierte 2.Weltkregs-Veteran stets den arroganten Revolverhelden. Lächerlich ist auch die Szene wo ein Freund des Filmhelden die Apachen kommandiert und im Schritttempo das schiessen beibringt. In keinem anderen Indianerfilm wurden die Apachen so als unfähige Angsthasen dargestellt. Hier versucht er ohne blaue Bohnen den Frieden aufrecht zu erhalten. Die Story plätschert oft vor sich hin, Langweile kommt auch schnell auf und hier gibt es gegenüber aller Western einfach keinen Showdown,da nur geredet und geredet wird. Nix da vom Helden der den Bösewicht in die ewigen Jagdgründe transferiert.
Die Action wie Schusswechsel oder Überfälle kommen auch so gut wie gar nicht vor,und das ist für einen Western wie ein Genickbruch.

Das Bild der DVD ist auch ziemlich misslungen. Vor allem die Schärfe bei diesen im Cinemascope gedrehten Western ist sehr schlecht. Das Bild ist sehr unscharf und die Farben sehr blass. Man kann es kaum glauben dass die 2 Szenenbilder auf der Rückseite der DVD phänomenal aussehen und im Film erschreckend schwach sind. Koch Media hat hier im Gegensatz zu vielen anderen Western ihres Labels kein gutes Resultat abgeliefert. Unten auf der Vorderseite der Hülle steht "Digitally Remastered",doch leider wird dieser Satz dem Ergebnis in keiner Weise gerecht.

Fazit : Sowohl Film als auch Bildqualität sehr enttäuschend!
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Das stellte sich in den USA als ein nicht sonderlich gewinnträchtiges Unterfangen heraus, wie man mit Jesse Hibbs‘ Western „Walk the Proud Land“ (1956) an den Kinokassen feststellen mußte, was vielleicht erklärt, daß man in Deutschland auf den reißerischen, aber grob irreführenden Verleihtitel „Ritt in den Tod“ verfiel.

Doch ist „Walk the Proud Land“ alles andere als ein Bleigewitter, und – soweit ich mich erinnere – gibt Audie Murphy hier nicht einen einzigen Schuß ab, was der Qualität dieses Filmes allerdings keinen Abbruch tut. Murphy spielt hier den von Präsident Grant für das Reservat von San Carlos eingesetzten Indianerbeauftragten John Philip Clum, der den Apachen die Möglichkeit einräumte, ihre eigenen Angelegenheiten weitgehend eigenverantwortlich ohne Einmischung durch die Armee zu ordnen. Vor allem General Wade (Morris Ankrum) betrachtet diese neue Herangehensweise mit Skepsis, während sich der zuständige Gouverneur nach und nach beeindruckt von den Erfolgen Clums zeigt. Weiteren Gegenwind erfährt Clum denn auch durch Häuptling Geronimo (Jay Silverheels), der es ablehnt, sich zu einem Reservats-Indianer machen zu lassen, sowie, zum Teil, durch seine eigene Verlobte und spätere Gattin Mary (Pat Crowley), die mit Befremdung zur Kenntnis nimmt, daß ihr Verlobter monatelang mit der verwitweten Apachin Tianay (Anne Bancroft) und deren kleinem Sohn Tono (Eugene Mazzola) zusammenlebte, weil dies von Häuptling Eskiminzin (Robert Warwick) so bestimmt worden war.

So zeigt „Walk the Proud Land“ einmal einen ganz anderen, nicht minder sympathischen Westernhelden – nämlich einen Mann, der es damit ernst meint, Probleme nicht mit der Waffe in der Hand lösen zu wollen, der aber sich aber gleichzeitig durch charakterliche Festigkeit und Souveränität zu behaupten weiß. Dies bekommen vor allen die Repräsentanten der Armee zu spüren, die insgesamt eher schlecht wegkommt, nämlich als eine durch blinde Befehl-und-Gehorsam-Mechanismen und Vorurteile gegenüber den Indianern geprägte Institution. So ist es bezeichnend, daß der Häuptling Clums Maßnahmen, den Apachen das Recht auf die Organisation ihrer eigenen Angelegenheiten zurückzugeben, mit dem erstaunten, aber frohen Ausruf quittiert, endlich behandele sie einmal jemand wie denkende Menschen. Desungeachtet darf man sich keinerlei Illusionen darüber hingeben, welches Kulturverständnis dieser Film aus den 50er Jahren verficht, läßt er doch keinen Zweifel daran, daß es die Indianer sind, die den Lebensstil der Weißen zu kopieren haben. Die Apachen führen zwar dem Gouverneur und den Stadtbewohnern ihre Tänze vor – im Rahmen einer ersten Begegnung zwischen den Kulturen –, aber das Ganze hat schon etwas von einem Kuriositätenkabinett, und die indianische Polizeieinheit lernt denn auch, nach den Gepflogenheiten der Armee zu exerzieren.

Sicherlich wäre es arrogant, die guten Absichten und das Fruchten der Bemühungen Clums in Abrede stellen zu wollen, aber es ist eben bezeichnend, daß er Tono ermahnt, es sei zwar richtig, wenn er stolz darauf sei, ein Apache zu sein, aber gleichzeitig müsse ihm bewußt sein, daß er viel von den weißen Männern zu lernen habe. Auch die Umschreibung der Politik, aus den Indianern „nützliche Bürger“ machen zu wollen, impliziert ja, daß die bisherige Lebensweise der Ureinwohner sie alles andere als nützlich habe sein lassen, und atmet mithin einen eher kulturimperialistischen Geist.

Wenn der Film auch mit versöhnlichen, optimistischen Bildern endet, so war die Realität doch weniger gnädig zu Clum, denn schließlich sah er sich durch das alten Denkmustern nachhängende Militär veranlaßt, seinen Dienst zu quittieren. Der von ihm überlistete Geronimo – allein die Tatsache, daß er ihn ohne Blutvergießen hatte dingfest machen können, war ja schon eine Demütigung für das Militär – wurde denn auch auf freien Fuß gesetzt, was zu neuen Kampfhandlungen führte.

Hierüber indes schweigt der stimmungs- und gefühlvolle Film, der ein schönes Plädoyer für das Bemühen ist, Probleme durch maßvolles Handeln anstatt durch Waffengewalt zu lösen, und der allein schon dadurch sympathisch ist, daß er die Welt der Armee als das zeigt, was sie letzten Endes wohl auch ist und als das sie der Rezensent auch kennengelernt hat – ein Hort starren Denkens.

Hinsichtlich der Bildqualität erfüllt die vorliegende DVD nicht ganz die üblichen Standards von Koch Media, denn die Farben sind leider ein wenig verwaschen.
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am 14. November 2014
Toller 50er Jahre Western mit Audie Murphy in der Hauptrolle. Die Umsetzung der DVD ist wieder einmal gelungen!
Original Synchro vorhanden!

Für Westernfans absolut sehenswert!!

4 Sterne!
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