Fashion Sale Hier klicken b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
10
4,4 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:6,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 1. Juni 2014
Um mit einer Sache zu beginnen, die sonst am Ende von Rezensionen steht: Das 12-seitige Booklet zu dieser DVD ist vorzüglich. Thomas Willmanns Essay zum Film und seinen Hintergründen ist exzellent. Wenn man ihn gelesen hat, sieht man den Film mit anderen Augen.

Die DVD erscheint in der ›Film Noir Collection‹ von Koch Media, und wie schon bei anderen Veröffentlichung in dieser Reihe kann man sich fragen, ob der Film wirklich ein Film Noir ist. Ich neige dazu, die True-Crime-Story-Filme, zu denen man auch bekanntere Filme wie Jules Dassins ›Naked City‹ und Henry Hathaways ›Call Northside 777‹ (beide 1948) rechnen kann, höchstens an der Peripherie des Film Noir anzusiedeln. Denn trotz der Übernahme einzelner Noir-Elemente sind sie durch ihren didaktischen Ansatz und ihre explizite Crime-doesn’t-pay-Moral weit entfernt vom narrativen Kern des Film Noir.

»Schritte in der Nacht / He Walked by Night«, bei dem nicht klar ist, wie hoch der Regieanteil von Anthony Mann ist, ist ein Film voll innerer Spannungen und Widersprüche. Der fast dokumentarische Blick auf die Polizeiarbeit und die allwissende Off-Stimme, die als Propagandist des Law and Order fungiert, bricht sich an der Faszination, die einerseits von Kameramann John Altons grandiosen Schwarz-Weiß-Kompositionen ausgeht und andererseits auch die Figur des Verbrechers betrifft, die als einziger Charakter im Film etwas sorgfältiger ausgearbeitet wird (auch wenn das Motiv bzw. die Antriebe dieser Figur ungeklärt bleiben).

Der Film spricht mit unterschiedlichen, einander widersprechenden Stimmen: John Alton schafft labyrinthische nächtliche Stadtlandschaften voller beunruhigender Zwischentöne. Eine Welt, die ihre Unschuld ein für allemal verloren hat. Dagegen stehen die kreuzbraven polizeilichen Ermittlungsmethoden, durchgeführt von Polizisten voller naiver Anständigkeit.

Bild- und Tonqualität sind gut. Seltsamerweise gibt es zwar englische, aber keine deutschen Untertitel. Auf der DVD gibt es als Extra eine Bildergalerie mit Standfotos und Publicitymaterial.

Fazit: Ein B-Film, der vor allem wegen John Altons Bildern sehenswert ist. Kein großer Film Noir, sofern man ihn überhaupt dem Genre zurechnen mag.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 24. August 2013
Officer Rowlands entdeckt nach einem harten Arbeitstag einen verdächtigen Mann der sich vor einem Elektrogeschäft rumtreibt.
Er beschliesst seine Personalien aufzunehmen.....ein tödlicher Fehler.
Der Mann, der Roy Morgan heisst, erschiesst ihn kaltblütig.
Das wiederrum löst eine großangelegte Fahndung aus die aber zu keinem Erfolg führt.
Es gibt keine klare Beschreibung, keine Fingerabdrücke und keine anderweitigen Indizien.
Schliesslich werden die Sergeants Brennan und Jones auf den Fall angesetzt.
Es vergehen Wochen und schliesslich führt eine Diebstahlmeldung zu einem Teilerfolg.
Fatalerweise geht das ganze schief und Sergeant Jones wird lebensgefährlich verletzt.
Nun muss sich die Polizei etwas einfallen lassen um den mörderisch intelligenten und kaltblütigen Killer zu finden.
Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt: Der Fall wird sich länger hinziehen als vermutet.

Schritte in der Nacht aus dem Jahr 1948 von Alfred Werker und Anthony Mann ist das Vorbild zur "Dragnet-reihe", die unglaublich erfolgreich lange Jahre lief.
Das Verbrechen hat sich tatsächlich so zugetragen und lediglich Namen wurden verändert um unschuldige zu schützen.
Naja....fast zumindest. Die ganze Story wurde etwas dramatisiert zwecks erhöhter Spannung.
Trotzdem gewährt dieser Film einen interessanten Einblick in die Polizeiarbeit der ausklingenden 40er und zeigt eine revolutionäre neue Technik zur Ergreifung von Verbrechern: Das Phantombild anhand von Dia's.
Die Dialoge sind stimmig, die Atmosphäre erstklassig, die Story spannend und die Darsteller ( u.a. Richard Basehart, Scott Brady und Jack Webb) agieren gekonnt.
Vor allem Richard Basehart als intelligenter Killer leistet grossartiges.
Alles in allem ein wirklich herausragender Polizeifilm der akribische Ermittlungsarbeit, mörderische Spannung und düstere Film Noir Atmosphäre bietet.
22 Kommentare| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 24. Oktober 2013
"Schritte in der Nacht" ist ein 1948 entstandener Film Noir von Alfred l. Werker, bei dem aber zahlreiche Szenen auf das Konto von Meisterregisseur Anthony Mann gehen, der dem Film möglicherweise auch die Handschrift verleiht. Erzählt wird in dem damals beliebten semidokumentarischen Stil, ähnlich der Machart von "Kennwort 777" oder "Straße ohne Namen" die Jagd nach einem gefährlichen Verbrecher.
Dieser Roy Morgan (Richard Basehart) wurde dem Verbrecher Erwin "Machine Gun" Walker nachempfunden, der ein ehemaliger Polizist und Veteran des zweiten Weltkriegs war und zahlreiche Einbrüche und Raubüberfälle - beinahe schon im Akkord - verübte. Dieser Mann hat sicherlich noch viel mehr Geheimnisse und vielleicht auch sehr viele Menschen auf dem Gewissen. Denn der Zuschauer macht schon in den ersten Szenen mit seiner brutalen Kaltblütigkeit Bekanntschaft, als er während einer Routinekontrolle durch den frisch verheirateten Officer Hollis nach dem Ausweis gefragt wird und diesen dann kurzerhand niederschießt. Der Polizist verstirbt am nächsten Tag im Krankenhaus. Die Motiviation im Department ist sehr groß den Bullenkiller zu fassen. Mit dem Fal werden die Sergeants Marty Brennan (Scott Brady) und Chuck Jones (James Caldwell) betraut. Diese tappen vorerst im Dunkel, denn der Gejagte ist überaus vorsichtig und interelligent. Der Einzelgänger lebt zurückgezogen, lediglich ein Hund ist sein Begleiter, den er liebevoll streichelt. Darüberhinaus ist er ein begeisterter Elektronikfreak. Mit Hilfe moderner Spurensicherungsmethoden des Polizeilaborspezialisten Lee Whitey (Jack Webb) versuchen die beiden Cops den Täter aufzuspüren. Sie stoßen bei ihren Ermittlungsarbeit auf den Elektronikhändler Paul Reeves (Whit Bissell), der Morgans Beutestücke unwissentlich in Kommission nimmt und weiterverkauft...
Hervorragend ist die Kameraarbeit in "Schritte in der Nacht" - John Altons Bilder zeigen eine kalte Großstadtatmosphäre und immer wieder das Gesicht des Killers, der für den Zuschauer ein ähnlich großes Rätsel bleibt wie beispielsweise der Bösewicht aus "Maniac" oder "The Cell", um mal neuere genauso psychopathische Verwandtschaft des Films zu nennen. Mit seinen 79 Minuten ist der Film äusserst minimalistisch inszeniert, allerdings ist der eher unbekannte Vertreter der schwarzen Serie eine echte Entdeckung und vor allem hat dieser ungewöhnliche Film eindeutig Klassikerpotential. Richard Basehart trägt einiges zu dieser guten Einschätzung bei. Er ist ein vorzüglicher Killer mit sogar noch mehr verborgenen dunkleren Seiten, die der Zuschauer nur erahnen kann.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Mai 2014
Angeblich soll dieser Film auf einer wahren Begebenheit basieren, was aber lt. Beiheft nicht stimmt. Das ist aber auch gänzlich unerheblich - der Film fasziniert auch so und kann getrost als Noir bezeichnet werden - auch wenn z.B. die typische "femme fatale" fehlt. Im November 1948 uraufgeführt fällt er noch in die Nachkriegszeit, die den Boden für derartige Werke bereitet hat. Ab ca. 1950 war der Film Noir kein wirkliches Thema mehr - auch wenn es ihn noch bis heute gelegentlich gibt wie z.B. "Twisted" von 2003 mit Samuel L.
Jackson und Ashley Judd. Interessant bei "Schritte in der Nacht"' ist die Tatsache, dass 2 bekannte Regisseure für den Film verantwortlich zeichnen: Alfred L. Werker und Anthony Mann (uncredited). Ganz typisch der semidokumentarische Stil für den Mann berühmt war. Die schwarz-weiß Fotografie ist von Altmeister John Alton. Mann und Alton hatten gerade "Flucht ohne Ausweg (ebenfalls für Eagle Lion) abgedreht. Mann, der deutsche Wurzeln hatte (er hieß bürgerlich Emil Anton Bundesmann), wurde neben seinen Noir-Streifen vor allem durch die Western mit James Stewart für UNIVERSAL (Winchester 73, Über den Todespass u.a.)in den Fünfzigern bekannt. Der Inhalt von "Schritte in der Nacht" ist bereits von anderen Rezensenten ausführlich beschrieben worden.Besonders hinweisen möchte ich noch auf das Booklet von Thomas Willmann. Nicht immer bekommt man so viele und vor allem interessante Backgroundinformationen wir hier. Dies ist eine Veröffentlichung, zu der man Koch Media nur beglückwünschen kann (und das habe ich wirklich nicht immer getan).
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Oktober 2014
Vielleicht kein Meisterwerk, zumindest ein Meilenstein mit tollen Szenen. Ich liebe diese realistischen und halbdokumentarischen Kriminalfilme aus den 30er und 40er Jahren. Aus dem gleichen Grund mag ich z.B. auch die Stahlnetz-Reihe aus den 60er Jahren.

Der geniale Louis des Funes hat in einem seiner Filme (Fantomas?) die Phantombild-Szene herrlich abgewandelt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
[Vorsicht, Spoiler!]

Dies gilt nicht nur für den Einbrecher und Mörder Roy Morgan (Richard Basehart), der in dem Film noir „He Walked by Night“ (1948) die Polizei von Los Angeles an der Nase herumführt, sondern auch für Anthony Mann, der im Laufe der Dreharbeiten den Regiestuhl von Alfred L. Werker übernahm, aber seltsamerweise nicht namentlich in den Credits erscheint, obgleich dieses unter bescheidenen Bedingungen hergestellte B-Movie doch ganz eindeutig die Handschrift des Meisters trägt und somit einen weiteren Beweis für die heute nicht mehr ganz so selbstverständliche Tatsache liefert, daß für einen guten Film in erster Linie ein guter Regisseur und nicht etwa viel Geld vonnöten ist.

Auch wenn heute nicht mehr eindeutig festzustellen ist, welche Teile des Filmes von Mann und welche von Werker stammen, so hält der Rezensent es mit der Filmwissenschaftlerin Jeanine Basinger, die „He Walked by Night“ als einen recht eigentlich Anthony Mann zuzuschreibenden Film ansieht und die auch gute Gründe für diese Einschätzung liefert. Schon der semidokumentarische Stil, mit dem der Film den Anspruch erhebt, eine wahre Geschichte zu erzählen – berühmt dabei ist der Satz „Only the names have been changed to protect the innocent“, lebte er doch in der von diesem Film inspirierten Serie „Dragnet“ weiter –, erinnert an mehrere Films noirs, bei denen Anthony Mann Regie führte, so beispielsweise an den ein Jahr früher erschienenen „T-Men“. Freilich ist Mann nicht der Erfinder dieses Stiles, aber er hat diese Erzählform doch verhältnismäßig oft bei seinen Ausflügen in die Schwarze Serie angewandt. In „He Walked by Night“ nutzt er sie, um die Geschichte der Jagd der Polizei nach einem Einbrecher und Polizistenmörder scheinbar nüchtern und objektiv zu erzählen. Doch schon das erste Auftauchen des Verbrechers überhöht ihn zu einer unheimlichen Figur – der wohl interessantesten des gesamten Filmes –, sehen wir ihn doch bezeichnenderweise aus der Untersicht. Auch der Kontrast zwischen der harmonisch-harmlosen Filmmusik, die ertönt, wenn wir den arglosen Polizisten in seinem Auto sehen, und den bedrohlichen Tönen, die Morgans Einbruchsversuch begleiten, tut sein Übriges, um den Antagonisten für uns mit einer morbiden Faszination auszustatten. Wie schon der Schurke in „Raw Deal“ aus dem gleichen Jahr, ist auch der Mörder in „He Walked by Night“ – so viel sagt der Filmtitel – eine Kreatur der Dunkelheit, die nur dann ins Freie geht, wenn die Nacht hereingebrochen ist, und die mit behender Leichtigkeit in die Kanalisation abtaucht. Zusammen mit Kameramann John Alton, mit dem Mann eine Reihe weiterer Films noirs erschuf, gelingt es dem Regisseur, Morgan als ein zwielichtiges Wesen der Nacht zu stilisieren – etwa, indem er Morgan häufig durch angelehnte Türen spähen läßt, wobei meist eine Hälfte seiner Züge im Schatten bleibt. Höhepunkt dieser Symbiose zwischen der Dunkelheit und dem gewissenlosen Verbrecher ist das Finale in der Kanalisation, das mit beeindruckenden Licht-Schatten-Effekten arbeitet.

Roy Morgan geht mit einer zügellosen Brutalität zu Werke, wie man sie häufig bei den Schurken, später auch bei den gebrochenen Westernhelden der Filme Anthony Manns sehen kann: So schießt er einem Polizisten, während er ihn freundlich anlächelt, ins Gesicht, und seinem auf dem Boden liegenden Geschäftspartner Reeves (Whit Bissell) verpaßt er haßerfüllt einen Fußtritt, und auch sich selbst gegenüber ist Morgan nicht zimperlich. So zeigt ihn Mann während einer ziemlich langen Sequenz, wie er sich nach einer Schießerei recht diszipliniert selbst eine Kugel aus dem Leib herausoperiert – eine sehr eindringliche und realistische Szene, die auch Morgans Kaltblütigkeit unterstreicht und von der sich eventuell sogar die Coen-Brüder inspiriert haben lassen dürfen, als sie ihren Killer in „No Country for Old Men“ (2007) eine ähnliche Prozedur durchführen ließen. Doch dieser kalte, gefühllos-psychopathische Kriminelle kümmert sich genau so liebevoll um einen kleinen Hund, wie dies der von Alan Ladd gespielte Killer in „This Gun for Hire“ (1942) bei einer Katze tat. Letzten Endes wissen wir wenig über den schweigsamen und verschlossenen Morgan, und so erfahren wir denn auch nichts über die Motive, die ihn mit dieser erstaunlichen kriminellen Energie zu Werke gehen lassen. Zunächst mag das wortlos inszenierte Ende dieses scheinbar aus dem Nichts gekommenen Menschen unbefriedigend auf den Zuschauer wirken, doch im nachhinein mögen sich hier bereits die innerlich zerrissenen Westernhelden, die Mann mit James Stewart in den 50er Jahren auf die Leinwand bringen sollte, andeuten, auch wenn diese letzten Endes, berührt durch ihr Gewissen oder durch das Schicksal einer ihnen wichtig gewordenen Person, aus ihrer selbstgewählten Isolation ausbrechen.

Die Vertreter von Gesetz und Ordnung bleiben im Vergleich zu dem unheimlichen Kriminellen und dem nervös-linkischen Reeves, der für Morgan wegen dessen technischen Geschicks anfangs große Sympathien empfindet – man fragt sich, warum Morgan nicht das gute Angebot Reeves‘ annimmt, für ihn zu arbeiten –, eher blaß und austauschbar. Zu sehr treten ihre jeweiligen Charaktere gegenüber der nüchtern dargestellten Polizeiarbeit – in einer längeren Szene wird beispielsweise gezeigt, wie ein Phantombild angefertigt wird – in den Hintergrund. Das aufgekratzte Voice-over, das mitunter recht pathetisch gerät, dann aber wieder betont, wie wenig wahre Polizeiarbeit indes mit Abenteuer und Ruhm zu tun habe, bemüht sich, den Ruch von Authentizität herzustellen, doch strafen die brillante Kameraarbeit Altons und die Düsterkeit der von Mann inszenierten Teile des Filmes dieses Ansinnen Lügen: „He Walked by Night“ ist knisternder, stärkster Noir-Tobak, und der Rezensent schließt sich aus vollem Herzen dem Plädoyer von Jeanine Basinger an: „‘He Walked by Night‘ is a terrific little movie, and it is clearly Mann’s work. It deserves to be restored to its rightful position in his filmography.“ [1]

Die DVD-Ausgabe aus dem Hause Koch Media nennt Manns Namen immerhin an prominenter Stelle, allerdings noch hinter dem Alfred L. Werkers. Der Film liegt hier in guter Bildqualität und in deutscher sowie englischer Tonspur vor. Auch englische Untertitel sind verfügbar. Für Freunde der Schwarzen Serie, vor allem aber für die Fans Anthony Manns dürfte sich dieser Film allemal lohnen.

[1] Jeanine Basinger, Anthony Mann. New and Expanded Edition, Middletown 2007, S.52.
77 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Mai 2015
Good film by Alfred L. Werker and Anthony Mann (uncredited). You know from the beginning that the suspect/culprit will not make it but it doesn't matter, you still watch it wondering what the police will do to stop the man. A good noir with Richard Basehart, Scott Brady and Roy Roberts. Exciting climax. Don't miss it.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Oktober 2014
Und zwar zunächst vom Verbrecher namens Roy Martin (Richard Basehart). Dieser ist bei seinen kriminellen Touren meist zu Fuss unterwegs. So auch, als er versuchen will, in ein TV-Fachgeschäft einzubrechen. Doch ein Streifenpolizist taucht unverhofft auf. Roy bricht das Vorhaben ab und versucht zu entwischen. Dann hält ihn der Streifenpolizist an. Nach einem kurzen Ablenkungsmanöver zückt Roy eine Waffe, schiesst auf den im Dienstwagen sitzenden Polizisten und will mit einem in der Nähe stehenden Auto abhauen. Dieses springt aber nicht an. Da sonst niemand in der Nähe ist, rammt der angeschossene Polizist das Fluchtauto, doch Roy kann mit letzter Not entwischen. Dieser Vorfall bringt Roys zukünftige Gegenspieler, die Polizeibeamten Breen (Roy Roberts) und Brennan (Scott Brady) dazu, Schritte zu unternehmen, und zwar in Sachen Ermittlungen. Dank der technischen Möglichkeiten der Polizei gelingt es, eine Art Profil von Roy zu erstellen. Man kennt zwar seine Identität noch nicht, ahnt aber, dass der Gesuchte technisch sehr begabt ist. Roy geht nämlich, wenigstens sieht es so aus, einer Arbeit nach, indem er eine Elektronikfirma mit angeblich selbst entwickelten Geräten versorgt. Auf diese Spur kommen auch die ermittelnden Behörden der Polizei. Dies obwohl Roy ihnen mehrmals entwischt, denn er stockt sein Budget auch noch mit Raubüberfällen auf. Dabei stösst er auf die meist zugänglichen unterirdischen Abwasserkanäle, durch die er sich ungesehen quer durch die Stadt bewegen kann. Doch die Polizei macht die Elektronikfirma ausfindig. Und nachdem sie Roys Identität aufgedeckt hat und sicher ist, dass Paul Reeves (Whit Bissell), der Chef der Firma, nicht Roys Kumpane ist, spannen sie ihn ein, um ihn in eine Falle zu locken.
Im Film-Noir-Krimi „He Walked By Night“ (Eagle-Lion Films, 1948) hatten sowohl Anthony Mann als auch Alfred L. Werker Regie geführt, aber da seinerzeit meist nur ein Regisseur genannt wurde, taucht Manns Name im Vorspann nicht auf. Dabei war sein Beitrag zum Film eher noch der grössere. Der Film bemüht sich sehr um realitätsnahe Darstellung und orientiert sich an einem wahren Fall. Der geschilderte Fall wird als eine wahre Knacknuss bezeichnet, mit der es die Polizei von Los Angeles zu tun gehabt habe. Der Film kann jedenfalls für sich sprechen. Das macht er auf stimmige Art und Weise, denn die Atmosphäre zieht einen als Betrachter in die Geschichte hinein. Die Geschichte wird ziemlich zügig erzählt, aber das liegt auch an der kurzen Laufzeit des Films, die auf DVD nur 76 Minuten beträgt. Für Freunde der schwarzen Serie sicher ein empfehlenswertes Werk.
Die DVD von Koch Media erscheint mit einer Ausstattung, wie man sie von der Film-Noir-Reihe in etwa gewohnt ist. Das schwarz-weisse Bild im Format 4:3 erfuhr eine Aufbereitung durch den amerikanischen Rechteinhaber MGM. Es ist also in Sachen Schärfe und Kontrast ganz gut. Auch der Ton in Mono wirkt insgesamt harmonisch. Es gibt nur zwei Tonspuren: Deutsch und Englisch. Untertitel (durchgehend) gibt es optional, aber nur auf Englisch. Das Bonusmaterial besteht nur aus einer Bildergalerie von überschaubarem Umfang, die verschiedenes internationales Promotionsmaterial zeigt. Einzige Quelle für Hintergrundinformationen ist einmal mehr das in den Umschlag eingeklebte „Booklet“, in dem sich der Autor aber auch über andere Aspekte aus dem Umfeld des Film Noir vernehmen lässt. Fazit: ein insgesamt guter Film und würdiger Vertreter seiner Art auf einer durchschnittlichen DVD-Edition. Das reicht für drei von fünf Milchflaschenscherben und eine Bildschirmprojektion.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Dezember 2013
Die Reihe "Film Noir" richtet sich vor allem an Cineasten. Von diesen wird der Film hoch gelobt, als "normaler" Betrachter ohne besondere Kenntnisse kann man mit dem Film relativ wenig anfangen.

Für meine Begriffe kommt in dem Film nur wenig Spannung auf. Wenn ich ihn z.B. mit dem Meisterwerk "M" von Fritz Lang vergleiche, sehe ich auch handwerklich große Differenzen. Mir ist es z.B. irgendwie zu billig, wenn man gefühlte 50% des Films in Anwasserkanälen spielen läßt und sich an Lichtverhältnissen orientiert, die durch die benutzten Taschenlampen erzeugt werden. Tut mir leid, hier hat der Regisseur versucht eine Idee umzusetzen, die ihn selbst wohl am meisten begeisterte.

Immer wieder wird auch auf die dargestellte Polizeiarbeit verwiesen, die Vorbild für viele weitere Filme gewesen sei. Angeblich soll der Film semi-dokumentarisch sein. Na gut, von mir aus; aber was besagt das schon? Besondere Spannung wird dadurch kaum erzeugt. Und hinsichtlich des Unterhaltungwerts - falls es darum geht - bringt jede XY-Sendung im ZDF mehr. Das mag etwas übertrieben sein und berücksichtigt nicht die Zeit zu der der Film gedreht wurde, aber ich kann als Nicht-Cineast, der spannend und anspruchsvoll unterhalten werden möchte, doch auch einmal etwas drastischer werden. Wie gesagt, man muss wohl Filmwissenschaftler sein, um dem Film das abzugewinnen, was ihn so interessant machen soll
22 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. März 2014
Ein schöner und interessanter Film von Alfred L. Werker. Gute Edition. ("XX Wörter verbleiben erforderlich," schreibt Amazon - warum doch?)
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,97 €
6,97 €