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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen realistischer Skandinavien-Krimi, 23. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Jagdhunde (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Hauptkommissar William Wisting wird vorgeworfen, bei einem 17 Jahre zurückliegenden Fall Beweise manipuliert zu haben. Der Täter, der Cecilia Linde entführt und getötet hat, erwirkt eine Revision, die zu Wistings Suspendierung führt. Er weiß, dass er nur auf sich selbst vertrauen kann, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Seine einzige Unterstützerin ist seine Tochter Line, die gleichzeitig als Reporterin an einem Fall arbeitet, in dem ebenfalls eine junge Frau verschwunden ist. Schon bald zeigt sich, dass es Parallelen gibt und dass tatsächlich Beweise manipuliert wurden. Die Jagd kann beginnen.

Setting und Stil:
Es scheint viel und oft im herbstlichen Norwegen zu regnen. Diese trübe Stimmung legt sich auf Landschaft und Menschen und bildet so ein sehr stimmungsvollen Hintergrund für die Ermittlungen in der norwegischen Kleinstadt. Jørn Lier Horst hat ein Auge dafür, reale Bilder zu beschreiben und so wird man als Leser unweigerlich in die Geschichte hineingezogen.
Die Handlung ist auf die Hauptcharaktere verteilt, so dass wir einmal dem einen und dann wieder der anderen folgen. Die Geschichte ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt, die Sprache nüchtern und passend und es fiel nicht leicht, das Buch aus der Hand zu legen.

Charaktere:
William Wisting wird von einem alten Fall eingeholt und so muss er sich unweigerlich an damals erinnern und alles noch einmal neu aufrollen. Er zieht sich dank der Suspendierung aufs Land zurück, bekommt Unterstützung von einem Kriminaltechniker und macht sich auf, seine Reputation wiederherzustellen. Ein Mann, der mitten im Leben steht, an Gerechtigkeit und die Arbeit der Polizei glaubt und der einem einfach ans Herz wachsen muss.
Hinzu kommt seine Tochter Line, eine ehrgeizige Reporterin, die manchmal etwas zu gewagt vorgeht. Wo William für die altersbedingte Ruhe und Überlegtheit steht, ist sie eher die direkt handelnde, impulsive Hälfte. Auch wenn sie als Reporterin fast mehr als die zuständige Polizei macht, ruft sie beim Leser Bewunderung und Anerkennung hervor. William kann wirklich stolz auf sie sein.
Rudolf Haglund, der verurteilte Täter, ist eine schön mysteriöse Figur, die Wisting ziemlich herausfordert. Man kann sich nicht sicher sein, ob er nun unschuldig ist, oder nicht und rätselt bis zum Schluss, was sich nun zugetragen hat.
Insgesamt eine sehr schöne Mischung aus Charakteren mit viel Tiefe und Vergangenheit, die durch diesen Fall viel Zeit zum sicher erinnern bekommen.

Geschichte:
Jørn Lier Horst hat für Jagdhunde einen etwas anderen Ansatz gewählt. Ein anscheinend aufgeklärter Fall muss noch einmal aufgerollt werden. Alle Beweise liegen vor, alle Schlussfolgerungen sind gezogen und trotzdem muss William Wisting noch einmal von vorne beginnen und herausfinden, was übersehen wurde.
Hinzu kommt ein aktueller Fall, der Parallelen aufweist, aber eigentlich keinen Bezug zum Täter haben kann.
Eine spannende Ausgangssituation und Gelegenheit für genaueste Polizeiarbeit mit Mitteln, die vor 17 Jahren noch nicht zur Verfügung standen.
Natürlich ist das Ende überraschend, Action fehlt auch nicht und so ergibt sich ein abgerundetes Bild, das ein prägendes Kapitel in William Wistings Leben beschreibt.

Fazit:
Ein Meisterwerk norwegischer Krimikunst, das Land und Leute so zeigt, wie sie sind, Polizeiarbeit realistisch vermittelt und spannende Unterhaltung garantiert. Ein Roman, der eine Tiefe hat, die man anfangs nicht vermutet, ein Erzählstil, der ruhig und sachlich die Dinge auf den Punkt bringt und Charaktere, mit denen man gerne Zeit verbringt. Eine Leseempfehlung für Fans skandinavischer Krimis und solche, die es werden wollen. Ein Autor, den man sich definitiv merken sollte.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen super Story, wenig Identifikationsfiguren, ein Loblied auf Wallander, 2. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Jagdhunde (Gebundene Ausgabe)
Die Story ist spannend und im literarischen Sinne glaubwürdig, aber die Figuren bleiben für den Leser irgendwie in einer gewissen Distanz, was wahrscheinlich daran liegt, dass wenig über Eigenheiten, Charakterschwächen oder Privatleben erzählt wird. Wer Henning Mangels Wallander mag, wird auch das mögen, zumal die Parallelen unübersehbar sind. Meine Sympathie ist für Wallander aber dann doch größer, weil Mankell einen schrulligen Typen geschaffen hat, während J.L.Horst überaus vernünftige, weitsichtige und etwas zu perfekte Figuren, die kaum irren, geschaffen hat.
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Jagdhunde
Jagdhunde von Jørn Lier Horst
EUR 17,99
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