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am 14. September 2013
Wie man in einigen - manchen vielleicht noch unnötigeren - Rezensionen, schon hat lesen können, ist dieser Film der letzte - Star Trek unwürdige - Schund, der die Isolinearen Chips nicht wert ist, auf denen er gespeichert wurde. Aber einige halten ihn auch für großartiges modernes Kino. Ein Widerspruch, der natürlich den Geschmäckern, über die man verdammt gut streiten kann, aber auch der Intoleranz, geschuldet ist. Wie gesagt, über Geschmack lässt sich nicht streiten und sollte nicht geäußert werden:
Ich wurde sehr gut von diesem Film unterhalten. Ich finde nicht das hierbei Star Treks Ansehen zerstört wurde.

***Spoiler!!!:
Ich persönlich sehe in der umstrukturierten Nacherzählung von "Der Zorn des Khan" eher eine Verbeugung vor dem Original. Ja, es stimmt, für eingefleischte Fans war manches etwas vorhersehbar. Na und? Natürlich ist uns allen Star Trek Fans klar, wenn man die Handlungsparallelen entdeckt hat, dass Kirk nicht sterben wird. Und viele hier im Kommentarbereich fühlen sich anscheinend dadurch betrogen. Aber, mal ganz ehrlich: In welchem Film aus einer Reihe ist zuletzt der Hauptprotagonist gestorben und hat damit den Franchise beendet? Ja, mmh, ich kann mich auch nicht erinnern. Das ist knallharte Marktwirtschaft, Lehman-Brothers-Style (wie man das wohl tanzt?). Oder hätte man Kirk wirklich sterben lassen sollen? Oder noch schlimmer, den fürchterlichen dritten Star Trek Teil nachdrehen sollen? Da wäre sogar Sheldon nicht mehr ins Kino gegangen.
***Spoiler Ende!!!

Ich verstehe auch nicht, dass viele den parallelen Zeitstrang so verteufeln. Es ist doch ein gelungener Kniff um die Spannung zu erhalten und neues im alten Gewand zu ermöglichen. Viele der Folgen von Star Trek, die von parallelen Zeitsträngen handeln sind faszinierend und auch unter Fans geschätzt; z. B. "Die alte Enterprise" aus TNG und die Spiegeluniverumsfolgen aus allen Serien.
Und nun ist ein alternativer Zeitstrang mindestens das personifizierte Böse und absolut nicht mit dem Kanon vereinbar? Wer dieses nicht niedergeschriebene Wort Gottes (hier: Q's) verletzt, gehört aber auch wirklich zu Tode gelenseflaret! Mein Gott es ist "nur" eine Fernseh-/Filmserie und (noch) keine Religion. Ich bin wirklich ein großer Fan und versichere, wie auch schon so viele, jede Episode und jeden Film mindestens drei mal gesehen zu haben (ja, ich bin auch ein bisschen ein Nerd). Aber ich bin auch Realist und man muss die Zeichen der Zeit erkennen. Und das hat Abrams mit seinen massentauglichen Filmen getan. Und ganz nebenbei Star Trek stand schon immer für Toleranz. Und die sehe ich bei vielen selbsternannten Trekkies, die hier schreiben und kritisieren, leider nicht.

Um zum Schluss nochmals auf meine Überschrift zurück zu kommen: Ja, es ist auch eine Leichenschändung. Und zwar weil Star Trek tot war. Es war zumindest kurz davor und nur durch einen großen Bombast ins Leben zurück zu holen. Wenn man dem Durchschnittspublikum mit den teilweise philosophischen, manchmal langatmigen - aber meiner Meinung nach großartigen - Themen im Hier und Jetzt des Knalleffektkinos, gekommen wäre, hätte man Star Trek leider wirklich begraben können. Aber nun besteht die Chance auf eine Auferstehung. Und die hat auch schon so mancher Religion den nötigen Schub gegeben...

PS: Hier noch ein paar unqualifizierte Aussagen zu der bewerteten Blu Ray:
Bildqualität: Schwarzwerte wie ein schwarzes Loch 9/10
3D Effekt: Holodeck 0.3 9/10
Sound: Röhrt wie ein brünftiger Worf 9/10
Extras: Ernüchternd wie Earl Grey, heiß 5/10
Handlung: Faszinierend 8/10
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TOP 500 REZENSENTam 12. September 2013
Ich habe soeben die 3D Version auf einem 65" Plasma genossen - das Bild ist an Qualität kaum zu überbieten. Perfekte Abstimmung, keine Körnung, gute Tiefe & sogar Pop-Outs sowie ein super schwarz Wert. Referenz!

Der Ton ist bei Dolby TruHD 7.1 (in Englisch UND Deutsch) erwartungsgemäß der Hammer und lässt das Wohnzimmer zur "Brücke" der ENT werden. Wobei ich allerdings finde, dass die Dialoge in der englischen Version sauberer abgemischt sind. Die deutsche Dialog-Tonspur wird teilweise zu sehr überlagert vom Surround-Sound und hätte für meinen Geschmack etwas lauter abgestimmt werden dürfen. Ich habe dann manuell am Receiver den Center etwas mehr betont und dann war es gut.

In der Verpackung der hier rezensierten 3D Version befindet sich der Film in 3D ohne jegliche Extras, die 2D-BR inklusive Extras, sowie eine DVD und der Zettel mit dem Code für eine Digital-Kopie - alles sehr ordentlich und bei dem Preis aber auch das Mindeste.

Zum Film selber: echt schade, dass man teils sofort bombardiert wird, wenn man sich zu dem "neuen" Star Trek bekennt. Ich bin mittlerweile 46 Jahre alt (exakt in dem Jahr geboren, als ST das erste Mal ausgestrahlt wurde) und mit "Raumschiff Enterprise" aufgewachsen. Es gibt NICHTS, was ich von dem gesamten Franchise nicht gesehen habe - selbst Voyager komplett ;-) .. ich habe die alten Kino-Filme mit Kirk, Pille, Spock & Co geliebt und mittlerweile so oft gesehen, dass ich die Dialoge nahezu komplett mitsprechen kann. Auch TNG hat mir immer gut gefallen. Als dann jedoch auch diese Ära zu Ende ging, war ich sehr traurig. Welch eine Freude, als dann vor 4 Jahren die ersten Teaser Trailer für ST XI liefen - es geht weiter! :-)

Und ich finde, auch wenn der Actionanteil sicherlich nun sehr hoch ist, dass es einen Riesenspaß macht, die "neue" Crew zu begleiten. Die Schauspieler sind meines Erachtens hervorragend gecastet; insbesondere Scotty und Pille sind sehr würdige "Nachfolger" ihrer Originale. Doch auch Chris Pine als Kirk ist klasse. Wer mal den Ton auf Englisch umstellt und in manchen Dialogen die Augen schließt, wird teils eine frappierende Ähnlichkeit zu Bill Shatners Stimme vernehmen können.. ich hatte Gänsehaut.

Was ich auch extrem gelungen finde, ist der "Design-Transfer". Nur ein Beispiel: den Communicator z.B. exakt genau so aussehen zu lassen, wie in den 60ern, wäre sicher albern gewesen. Das aktuelle Design hat zum einen Wiedererkennungswert, ist aber auch so "modern", wie man sich solch ein Gerät heute vorstellt. Und das finde ich insgesamt im Film hervorragend gelöst - man erkennt nahezu alle markanten Gegenstände der alten Enterprise wieder aber trotzdem sind sie so aufgepimpt, wie sie heute in einem Film aus dem Jahre 2012 auch sein sollen - immerhin befindet sich die Enterprise im 23. Jahrhundert! :-) .. und da wäre es doch lächerlich, wenn es statt Touchscreens nur Schalter und bunte Lichter gäbe; wenn wir selbst heute, sozusagen 200 Jahre früher, schon solche berührungsempfindlichen Schirme haben oder?

Was ich zugebe, der eigentliche Star Trek Gedanke von Gene Roddenberry ist in der Tat nicht mehr so konsequent eingebaut, wie er es auch noch bei TNG (Serie) war. Doch am Ende dieses Teils 12 von ST wird herrlich übergeleitet zur eigentlichen Mission der ENT. Gänsehaut pur, als die Melodie der alten Serie eingespielt wird: die 5 jährige Reise durchs All beginnt, "..to boldly go, where no man has gone before"!

Ich bin auf alle Fälle gespannt, was noch kommt - und bin froh, DASS es überhaupt weiter geht! .. vielleicht entwickelt sich daraus sogar eine neue Serie.. wer weiß.

Live Long and .. na ihr wisst schon.. :-)
1313 Kommentare|244 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Mai 2014
Ich labere gar nicht lang herum.
Ich bin seit vielen Jahren eingefleischter Trekkie und liebe mein Star Trek egal ob Original oder Voyager.
Mir ist egal ob der Captain weiblich oder männlich ist, Glatze trägt oder Fönfrisur.
Ob er schnell zum Phaser greift oder das Dilemma ausdiskutiert.
Ob es auf einem Raumschiff oder einer Raumsstation spielt.
Oder ob er zum hundersten Mal gegen die erste Direktive verstößt.
Ich nehme nicht alles im Detail auseinander und krieche bis in die Jeffriesröhre um nach Ungenauigkeiten zu linsen.
Das finde ich albern.
Für mich muss eine gute Show unterhaltsam sein, darf nicht langweilen, muss mich mitreißen können.
Der neueste Streich von Abrams bietet all das an.
Ich hab nichts auszusetzen.
Die Geschichte ist spannend erzählt und unterhält Trekkies oder Nichttrekkies gleichermaßen.
Die Schauspieler überzeugen voll und ganz, die Effekte rocken, der Sound reißt mit.
Wer die Möglichkeit hat, sollte zum 3D greifen.
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Ja, das Gute zuerst: Die Effekte sind Spitzenklasse. Die Schauspieler sind wunderbar. Und die Enterprise auf Tour zu sehen ist nach wie vor immer ein Highlight für jeden Trekkie. Aber der Rest? Ohweh, mal wieder. Wie schon der erste Teil des von mir eigentlich sehr geschätzten J.J.Abrams enttäuschte inhaltlich total. Aber auch im zweiten hat der werte regisseur nichts dazu gelernt. Ich werde das mal wieder stichwortartig auflisten, also VORSICHT SPOILER:
- warum musste am Anfang die Enterprise unter Wasser versteckt werden, keine hundert Meter vom Festland entfernt? Allein das hätte jeder Eingeborene eventuell mit bloßen Augen bei ruhiger See erkennen können. Hier ging es nur um den visuellen Effekt, wenn sie auftaucht, ganz klar. Normalerweise kurbt die Enterprise sicher im Orbit. Warum auch nicht?
- Kirk pubertiert nach wie vor herum und vergnügt sich mit Frauen, trinkt in Bars oder pöbelt Vorgesetzte keck von der Seite an. Nichts Neues aber auch nichts spannendes. Ein totales Abziehbild.
- Spock und Uhuras Romanze geht weiter, aber irgendwie auch nur, um zwischendruch ein zwei Gags einzustreuen. Charakterentwicklung fehl am Platz. Vor allem beim Vulkanier hätte ich da mehr Zwiespalt wegen seiner Gefühle erwartet: schade, Chance vertan.
- Scotty darf nicht in die mysteriösen neuen Torpedos reinschauen, deswegen kündigt er sofort seinen Job (also desertiert er sozusagen!). Kirks Antwort: Okay, bye, bye. Halloooooo??? Und später reicht ein Anruf, um aus beiden wieder die dicksten Buddys zu machen, sodass Scotty unbemerkt einfach in Supergeheimschiff fliegen kann, um da in aller Seelenruhe alles unbemerkt zu sabotieren. Pfffffff, sowas von schlecht und uninispiert konstruiert ist selten ein Plot ausgefallen.
- Khan ist erst böse, dann wieder nicht (da es noch einen zweiten Halbschurken gibt, dann wieder böse. Man mag ihn irgendwie, man will auch gar nicht, dass er verliert, weil er ja in gewisser Weise unschuldig an seinem Schicksal ist. Somit gibt es zwei Schurken im Film (Khan und den Admiral), die aber beide nicht so richtig nur böse sind, sondern in moralischen Grauzonen agieren, dabei aber natürlich recht skrupellos vorgehen. Und da die sich auch noch gegenseitig bekämpfen fiebert man als Zuschauer kaum noch mit.
- Khan attackiert die Konferrenz auf herlrich banale und einfallsose Weise, indem er einfach vor dem Fenster mit rauchenden Colts (Lasern) herumfliegt. Das kann ja auch nur gelingen, weil die Föderations-Spitze keinerlei Sicherheitsvorrichtungen besitzt: keine Abschirmung ihres Saales durch einen Schutzschirm. Keine automatischen Geschütze, keine Wachen, keine Warnsensoren, keine whatsoever. Ob Khan oder Hans-Wurst, beide hätten diese Föderationsnarren mit verbundenen Augen hinrichten können. Dafür braucht es keinen genmanipulierten Overlord, sondern nur einen Kerl, der die Feuertaste drücken kann.
- am Ende wird der Mega-Übermensch Khan einfach mit ein paar stumpfen Schüssen aus dem Stun-Phaser von Uhura niedergestreckt - gäääähn, wie einfallsreich.
- Kirks Sterbeszene (sehr schön inszeniert eigentlich als Spiegelung von Spocks Sterbeszene in Star Trek II damals) wird nur nach wenigen Minuten wieder aufgelöst, indem man ihm etwas Khanblut spritzt (nach Kirks Tod?)... super. Zudem handelte es sich nur um einen mechanischen Fehler (Kirk tritt ein paar Mal gegen den Stahl, danke, das war's) - braucht es dafür wirklich den Suizid?
- die mega-krasse Mission ins Herz des Klingonen-Imperiums führt dazu, dass nicht ein einziges Klingonen-Kriegsschiff auftaucht, nicht ein einziger Posten im All sie bemerkt, und auf dem Planeten selbst nur eine Handvoll Klingonen anrückt, um von Khan im Handumdrehen auseinander genommen zu werden - ohne dabei nach Verstärkung zu rufen. Das gefürchtete Kriegervolk der Klingonen gerät echt zur Farce.
- dann fliegen sie in gefühlten drei Minuten zurück zur Erde - ein Katzensprung.
- außerdem kann sich Khan von der Erde ins Klingonenimperium beamen, etliche Lichtahre entfernt??? Unfassbar. Wenn er so eine Technologie hat, dann ständen ihm ganz andere Assassinen-Möglichkeiten zur Verfügung.
- der Showdown zwischen Kirk und dem Admiral findet ca 20.000 Kilometer vor der Erde statt. Die beschießen sich fett, die funken sich die ganze Zeit die dicksten Geheimnisse über Khans Züchtung etc hin und her und NIEMAND taucht auf. Es gibt keine anderen Schiffe im Sonnensystem, es gibt keine Überwachung des Funkverkehrs, es gibt keine Sonden, Satelliten, Stützpunkte oder ähnliches. Selbst von der Erde müssten die Menschen die Explosionen mit bloßem Auge verfolgen können und niemand reagiert drauf, wenn sich zwei Föderationsschiffe gegenseitig bekämpfen. Die komplette Sternenflotte der Föderation wird kurzerhand in dramaturgischen Tiefschlaf versetzt oder einfach vom Regisseur vergessen. Absurd!
- die Funktion der Tochter des amoklaufenden Admirals ist völlig überflüssig
- Spocks Wuntanfall und Prügelattacke demontieren den ganzen Charakter
- die Sternenflotte baut Kriegsschiffe und erteilt offiziell (!) Mordaufträge?
- wer ist der Cybord / Data-Klon auf der Brücke? Zu jener Zeit???
- das SuperSchiff des Admirals ist riiiiiiiiesig, kann aber von nur einer Person gesteuert werden. Trotzdem hat er eine Crew dabei, die alle potentielle Mitwisser seiner Verbrechen werden. Zudem hat er also zwar (obwohl er sie nicht braucht) eine Crew an Bord, aber niemandem im Maschinenraum postiert, obwohl es zu Kampfhandlungen kommt - sodass Scotty lustig umher stapfen kann und einfach mal die Stecker rauszieht. Und erst als das geschieht kommt ein Typ vorbei und verhört ihn gefühlte zehn Minuten, anstatt gleich seinem Boss zu melden, dass hier ein Saboteuer der Enterprise an Bord ist ... Oh Mann...
- Kirk und Khan werden als Human Rockets durch das Schrottfeld geschossen? Wobei sie mit rasender Geschwindigkeit unterwegs sind und ständig dem umherfliegenden Schrott durch manuelle (!) Reaktionen ausweichen. Unfassbar unlogisch, dass Kirk das packt. Khan vielleicht wegen seiner unmenschlichen Reflexe, aber Kirk steht ihm ja in nix nach, bis auf seinen einen Kratzer am Helm.
- warum scannt Khan die Torpedos nicht, die auf sein Schiff gebeamt werden? Ob da wirklich seine Leute drin sind? Ob die noch alle leben? Ob da eine Bombe an Bord ist? Hey, der Typ hat doch die Superintelligenz, wie ständig erklärt wird... aber dafür ist er zu töricht.
- den Absturz in die Atmosphäre hätte so keiner richtig überleben dürfen
- die sekundenschnelle Umfunktionierung von 72 (!) hyperkomplizierten Torpedos und Kältekammern gelingt dem Doktor mühelos (aha?)
...und und und, es hört (wie im ersten Abrams-Teil) leider nicht auf.

Zu guter Letzt fehlen einfach noch die StarTrek-typischen Dialoge, Erkenntnisse, ja schlicht das Flair, dass seit einem halben Jahrhundert die Reihe geprägt hat. Stattdessen gibt es Popcorn-Kino mit viel Bumm-Bumm und ohne Sinn... Naja, Hauptsache die Dollars rollen...

Für mich mal wieder eine schreckliche Enttäuschung...
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am 25. April 2015
Einer der schlechtesten Filme aller Zeiten. Warum? Dazu kurz, dann etwas Witziges über Sicherheitsgurte an Sesseln, die nicht am Boden befestigt sind.

Das Studio hatte die Filmrechte an den Namen: Enterprise, Sternenflotte, Kirk, Spock, Uhura, Scottie (Welshie spottet Futurama), Khan. Und so drehten sie einen Spielfilm, in dem nur die Namen da sind und sonst nichts. Respektlos wird auf Star Trek herumgetrampelt.

Chris Pine als Kirk war die ultimative Casting-Katastrophe. William Shatner (Kirk) und Patrick Stewart (Picard) konnten mit ihrer Präsenz eine enorme Ausstrahlung verkörpern. Ihr Gesicht drückte viel Klugheit, Tatkraft und Menschlichkeit aus. Chris Pine kann das nicht. Sein Gesicht hat nur zwei Ausdrücke: leere Maske und überraschter Gorilla. Das Lob seiner Vorgesetzten und die Wertschätzung seiner Kollegen sind bloße Behauptung. Auf ein brauchbares Drehbuch wurde verzichtet. Die anderen Schauspieler haben wir alle schon besser in guten Filmen gesehen: Zachary Quinto, Benedict Cumberbatch, Peter Weller, Zoe Saldana, Simon Pegg und sogar Karl Urban. Diesmal gibt es keine sinnvollen Beziehungen und Gespräche. Ob ein blasser Upper-Class-Brite wie Benedict Cumberbatch Khan genannt werden muss, diese Rolle wurde für den mexikanischen Schauspieler Ricardo Montalban maßgeschneidert. Es wirkt, als ob Simon Pegg (oder Jason Momoa) die Titelrolle in einem Remake von Conan der Barbar spielen würde (aber ein Barbar kann nur von einem Österreicher verkörpert werden, Arnold Schwarzenegger oder Adolf Schicklgruber, adoptiert Hitler). Im Inneren der Enterprise sehen einige Räume aus, wie in einer Fabrikhalle gefilmt. Die Stühle auf der Kommandobrücke sind wie aus dem nächsten Möbelhaus.

Trotz des Schwerkraft-Zauber-Generators empfiehlt es sich, in einem Raumschiff die Stühle am Boden anzuschrauben, denn die Schwerkraft könnte einmal ausfallen, oder bei den hohen Geschwindigkeiten könnte es in den Kurven einmal ruckelig werden.

Im Original und auch in der Next Generation haben Kirk und Picard ein Schiff mit perfektem Schwerkraftgenerator, der auch bei schweren Schäden nicht ausfällt. Deswegen werden wir niemals (außer im Shuttle) Picard, Data, Worf, Riker und die anderen mit einem Sicherheitsgurt erleben. Auf der Brücke gibt es sogar Stehpulte, und die Crew sitzt auf Stühlen, die locker über den Boden rutschen. (Das machte die Dreharbeiten leicht, Schwerelosigkeit wurde selten benötigt.) So modern mit Schwerkraft geschützt, müssen die Stühle in der Kommandozentrale (Brücke) der Enterprise nicht am Boden festgeschraubt sein. J.J. Abrams übernimmt das für seinen Film, aber dann hat er eine Idee: Einmal aktivieren Spock und die Leute an den Steuerkonsolen super-robo-moderne Sicherheitsgurte. Die Stühle der Crew sind nicht am Boden befestigt, wie kurz vorher im Hintergrund zu sehen war. Also würden sie in der Kabine herumfliegen und an die Wand donnern. Wie blöde ist das denn? (Gibt es keine Regisseure mehr, die wenigstens eine Grundschule besucht haben? Das mit den Sicherheitsgurten an Stühlen, die locker auf dem Boden stehen, erinnert an das 3-D-Spektakel Gravity von 2013, wo George Clooney nach dem längst abgefederten Aufprall-Impuls heldenhaft die Schnur durchschneidet und sich opfert, damit Sandra Bullock sich allein in die Raumstation retten kann. Das gilt aber nur in Bergsteigerfilmen, wo zwei in der Steilwand am Seil baumeln. In der Schwerelosigkeit ist es völlig egal, ob zwei oder zwölf Astronauten am selben Seil unter der Raumstation hängen, sie ziehen die anderen nicht in den Abgrund. Ihr Gewicht ist im Orbit über der Erde aufgehoben, sie schweben, egal ob schlank oder Dickmops. Auch ihre Geschwindigkeit ändert sich nicht, solange keine neue Kraft auf sie einwirkt. Auch wir auf der Erde sausen einmal am Tag rundherum und einmal im Jahr um die Sonne und mit der rotierenden Galaxis ungeheure Entfernungen durch das Universum, aber trotzdem müssen wir uns nicht mit flatterndem Hemd an den nächsten Laternenpfahl klammern, relativ zur Umgebung sind wir genau gleich schnell und damit unbewegt, bloß Beschleunigung würde uns zerquetschen.)

Das Drehbuch besticht durch Gedankenlosigkeit. Erst eine Der-Wecker-klingelt-Szene als Einstieg in den Film mit zwei später verschwundenen Nebenpersonen. Es folgt eine weitere Morgens-im-Bettszene mit klingelndem Wecker als Einstieg in den Berufsalltag von zwei Hauptpersonen. Sollen wir veräppelt werden? Keiner hat hier richtig nachgedacht - das Drehbuch ist gar keines. Der Regisseur ist schuld, wenn kein Drehbuch da ist. Für Star Wars Episode VII ist J.J. Abrams genau der Richtige, um das auch noch zu verhunzen? Für das komplette Versagen bei Star Trek wird er belohnt?

Während die originalen Crews eine Chance hatten, in vielen Folgen einer TV-Serie zu beweisen, dass sie die Zuschauer fesseln können, mit wichtigen Themen und ausgefeilten Persönlichkeiten - bleiben alle in J.J. Abrams' peinlichem Abklatsch völlig blass, flau und kindisch, es geht um nichts. Sie könnten auch andere Namen tragen: Khan oder Gogol, Captain Frank und Vulkanier Furter, Russe Vladimir vom Raumschiff Titanica. Es würde keinen Unterschied machen, Darsteller und Handlung haben nichts mit Star Trek zu tun.

J.J. Abrams mag stolz auf die Lichtreflexionen sein (frühere Filmemacher hätten den Kameramann gefeuert, dieser ist noch stolz auf das Flirren im Bild und macht eine Marke daraus). Er scheint gerne seine Fehler nachträglich zu entschuldigen und mit künstlerischem Genie erklären zu wollen. Dann war da die Grundidee, wir nehmen junge Schauspieler und erklären, sie sind Rekruten der Sternenflotten-Akademie (eigentlich sollten sie zuerst eine Weile die Akademie besuchen, aber das strichen die Produzenten, also wurde es im Zeitraffer gezeigt). Trotzdem ergab sich das peinliche Problem, dass die Personen zehn Jahre in untergeordneten Rängen dienen, bevor sie auf der Enterprise ihren ersten höheren Posten bekommen. Also wurde auch das im ersten Teil (2009) sehr unglaubwürdig hingebogen. Kirk bekommt aufgrund von absurden Ausnahme-Umständen das Kommando. Die erste Idee taugte nichts, aber statt eine bessere zu suchen, flickte J.J. Abrams sie notdürftig: Der Rekrut wird zum Captain, weil ein riesiger Pac-Man aus dem Weltall die höheren Offiziere gefressen hat oder so ... Wie in Xenophons Anabasis vor 2400 Jahren.

Wieso hatte aber keiner von den Produzenten das Gefühl, dass das Wichtigste fehlt? Weil die Gehirne von Menschen nur das erkennen, was ihnen nicht zu hoch ist. Alles andere rauscht an ihnen buchstäblich vorbei, wie ein zufälliges Rauschen ohne erkennbares Signal. Darum erkennen Kinder, deren Gehirn noch reift, immer nur das, was sie bereits lernen können, und ignorieren den Rest - aber auch Erwachsenen ergeht das so: Deshalb lesen Dummköpfe ein kluges Buch, klappen es zu und tun genau das, wovon ihnen das Buch dringend abgeraten hat. Oder Regisseure ahmen Quentin Tarantinos wilde Wendungen und Gewalt nach, vergessen aber die vielschichtigen Anspielungen und Dialoge. Oder sie machen aus Goscinnys intelligenten Asterix-Texten lächerliche, hirnlose Zeichentrickfilme. Das Hochwertige am Original konnten sie nicht erkennen, ihr Gehirn ignorierte es wie ein zufälliges Rauschen ohne Sinn. Für sie war nichts weiter da als die bunte Oberfläche. So ist es wohl J.J. Abrams ergangen, als er sich zur Vorbereitung Star Trek ansah. Action im Weltraum fiel ihm auf, der ganze hochwertige Hintergrund ging ihm am "blanken Metallarsch" vorbei.

Es wurde bisher nicht erforscht, welchen Leuten ein Film gefällt (oder ein Politiker) und warum. Manche geben einem schlechten Film 5 Sterne, ist er noch schlechter, gefällt er ihnen trotzdem. Man kann ihnen alles andrehen. Sie sind zufrieden. Warum haben diese Leute kein Gespür für Qualität und Dreck, warum schlucken sie alles? Eine Vermutung: Als die Enterprise 1966 zum ersten Mal in die endlichen Weiten der Filmtrickstudios hinausflog, waren noch alle Menschen Bücherleser. Ihr Gehirn konnte denken. Man durfte ihnen nicht mit billigem Müll kommen. Sie hätten das sofort bemerkt. Es gab noch wenige Gehirnamputierte. Nichts ist einfacher, als ein Gehirn zu amputieren: dazu ist nichts weiter nötig, als von Kindheit an keine Bücher zu lesen, und schon nach zirka 18 Jahren ist ein großer Teil der Denkfähigkeit wie herausgeschnitten aus dem Gehirn. Solche Personen lassen sich dann von schlechten Politikern begeistern oder finden schlechte Filme ganz toll. Manche Studios gehen schlauer vor, sie greifen sich die Klugen und die Dummen als Publikum: Im Marvel-Comics-Verfilm-Geschäft wird viel bessere Action geliefert als in J.J. Abrams' Star Trek, aber gleichzeitig werden brillante Dialoge und gute Handlungselemente eingebaut (nehmen wir den außerordentlichen Auftritt von Ben Kingsley in Iron Man 3).
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am 10. Dezember 2013
Ich habe den Film in der englischen Originalfassung gesehen.
Wärend ich mich mit den ersten Star Trek reboot, noch einigermassen anfreunden konnte, klappt das hier in keinster weise.
Der Plot ist haarsträubend dumm und so voller Logiklöcher das es den Eindruck macht es wurden hier mehrere vollkommen unterschiedliche Drehbuchideen zu einem komprimiert.
Es werden dreist Versatzstücke aus der Zorn des Khan kopiert, gemischt mit weiten Teilen aus dem Star Trek Roman "Das Schlachtschiff" von Diane Carey, garniert mit soviel Bumm Bumm und Piff Paff was die Specialeffects nur hergeben. Dazu noch das arg militärische Auftreten der Sternenflotte mit Ihren neuen Fascho Uniformen, das passt einfach nicht zu Star Trek.
Stellenweise hatte ich gehofft das der Schurke gewinnt weil es die mit Abstand sympathischste Figur im ganzen Film ist und damit das Debakel endlich ein Ende hat.
Würde man den Star Trek Kontext entfernen wäre es ein ganz unterhaltsamer SciFi Action Film, so bleibt nur einn etwas das einen sehr schalen Geschmack hinterlässt.
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am 19. August 2015
leider zu Action-lastig für einen Uralt-Treki - wird aber durch schön viele (absichtlich "falsch" platzierte) Zitate aus der Original-Crew wettgemacht. Leider manche Widersprüche zu den TOS und TNG-Serien und Filmen, die sich nicht erschließen, aber alles in allem eine bildgewaltige Fortsetzung.
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am 6. April 2015
Als Gene Roddenberry ursprünglich Star Trek erschuf, sollte es ein Universum darstellen, in der der Forscherdrang den Eroberungsdrang verdrängt hat. Ein größtenteils friedfertiges Universum, in dem es, nicht nur aufgrund der damals beschränkten Möglichkeiten, auf die Charaktere ankommt und nicht auf die Effekte.

Was wir hier haben ist eine von Franchise, Studiobossen und einem Regisseur der von Star Trek offenkundig so gar keine Ahnung hat, zugrunde gerichtete, pervertierte Version von Star Trek. Eine Version in der alles kaputt geschossen wird, in der die furchtbar flache Handlung unter viel Action und Getöse auch noch untergeht. Dies ist vielleicht ein toller Actionfilm, bei dem es noch nicht einmal zwingend den Weltraum gebraucht hätte, aber mehr auch nicht.

Über Logikfehler und Fehler im Drehbuch wurde hier bereits genug geschrieben. Aber nur mal ein paar Tiefpunkte die mir besonders aufgefallen sind:

- Allein die Brücke der Enterprise sieht aus wie ein ständig überstrahltes Lampenstudio, dann auch noch mit allerlei Computermist an jeder Wand, und so wirkt es erstens moderner als TNG und zweitens bleibt zwischen all der Technik schon kaum Platz für Charaktere und Emotionen.
- Der Maschinenraum sieht aus wie eine Mischung aus Kernkraftwerk, alter Fabrikanlage von 1850 und Ottomotor.
- Chekov ist bestenfalls eine Karikatur seiner selbst. So wie der hin und her wuselt. Scotty hat noch weniger mit dem Original zu tun. Pille darf mal knurren, aber ansonsten? Spock hat auf einmal Affären??? Ist das euer Ernst??? Kirk macht nur Action und alles andere interessiert ihn nicht.
- San Francisco ist eine Stadt wie aus einem Blade Runner Film oder noch schlimmer, es erinnert an "Das 5. Element". Grauenvoll!
- Man kann einfach per Kommunikator die Distanz zwischen "kurz vor Kronos" und SF überbrücken. Das hätte in TOS Stunden oder Tage gebraucht!
- Der Film selbst ist eine Pervertierung von Star Trek 2. Alles was an diesem Film grandios war, ist in diesem Film durch den Fleischwolf gewurstet, durchgemischt und idiotisch wieder neu zusammen gefügt worden.

Ich bin wirklich froh, dass ich mir diesen Mist nicht im Kino angesehen habe oder gekauft habe!
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am 14. Juni 2016
Als Jahrgang 1974, der das Original Star Trek und sämtliche Ableger davon miterlebt hat, war die Skepsis natürlich vorhanden, als der 1. neue Film mit Cris Pine und Co. angekündigt wurde. Bereits dieser hat die im Voraus niedrig angesetzten Erwartungen übertroffen. Nun ist mit Into Darkness ein weiterer Meilenstein verfilmt worden. Benedikt Cumberbatch als Bösewicht zu engagieren war ein grandioser Streich. Die Gefahr ist durchaus vorhanden, daß dieser Cris Pine an die Wand spielt. Und natürlich muß das im Juli beim 3. Teil am Besten wiederum übertroffen werden. Ich freue mich schon sehr darauf und hoffe auf weiter gute Unterhaltung.
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am 11. Dezember 2013
Schrott!!! Ich habe das Gefühl solche Sammlergegenstände sind nicht mehr das, was sie mal waren. Alles nurnoch Billigproduktionen überhäuft mit Fehlern. Bei der Herr der Ringe waren noch tolle Sachen dabei, gut verarbeitet und Fehlerlos. Beim Hobbit habe ich bisher noch keinen Bilbo gesehen, der kein krummes Schwert hat, und das Schwert war nicht nichtmal immer das schlimmste. Ansonsten habe ich dieses Jahr nur Sammelgegenstände erhalten, die im Vergleich von vor wenigen Jahren alle nur überteuerte Ansammlungen von Fehlern oder megadünnem billigstem Plastik sind. Egal ob beim Hobbit, bei den X-Men oder auch hier bei Star Trek, ein Gefühl der Freude war spätestens nach dem Aufpacken verflogen. Der Phaser rastet schief ein, über den halben Phaser sind Verarbeitungsfehler und komische Farbflecken zu sehen. Jetzt habe ich ihn so hingestellt, dass die am wenigsten schlimme Seite zu sehen ist. Die Enterprise aus der Collectors Edition des Vorgänger Films habe ich damals auch bei Amazon halb so teuer erworben (und Blu rays waren damals im Schnitt noch viel teurer als Heute) und die kann ich hinstellen, wie ich möchte. Die sieht von allen Seiten super aus und ich kann den Film problemlos aus der Untertassensektion entnehmen und ihn auch wieder da platzieren und alles passt da einfach ohne schief einzurasten oder irgendwelchen Fummeleien, weil es eine liebevolle gutverarbeitete Produktion war. Wenn meine Tochter so über Linien malen würde, würde ich mir schon Gedanken machen und die ist 4 Jahre alt. Mehr brauche ich dazu glaube ich nicht zu sagen. Wenn das wirklich sehr schöne Steelbook nicht wäre und mir als Star Trek Fan der Film nicht so gut gefallen würde (Star Trek 11 finde ich keineswegs gut, aber der 12te Teil ist echt super nur leider dennoch kein Vergleich zu der alten Saga, aber wenn es so weitergeht bin ich schon zufrieden) wäre der Phaser schon wieder auf dem Weg zurück zu Amazon.

Film 5 Sterne
Steelbook 5 Sterne
Phaser eigentlich 0 Sterne aber 1 Stern ist ja Minimum
Macht dann 11 : 3 = 3,66666
Fürs Steelbook mit dem Phaser für 70 Euro muss ich leider jedoch Aufgrund des Preises aus den 3,6 Sternen nur 2 Sterne machen. Schade dass es das Steelbook nirgends einzeln zu kaufen gab.
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