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477 von 543 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hommage oder Leichenschändung: Noch eine unnötige Rezension
Wie man in einigen - manchen vielleicht noch unnötigeren - Rezensionen, schon hat lesen können, ist dieser Film der letzte - Star Trek unwürdige - Schund, der die Isolinearen Chips nicht wert ist, auf denen er gespeichert wurde. Aber einige halten ihn auch für großartiges modernes Kino. Ein Widerspruch, der natürlich den Geschmäckern,...
Vor 12 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommt nicht im Ansaty an die Originale.
Ich bin ein Star Trek Fan, deswegen schmerzt mich die Neuauflage der Serie sehr. Diese hat (bis auf die Namen) nichts mit dem Original zu tun. Es gibt viel zu viele Action Szenen und zu wenig tiefe. Darüber hinaus baut dieser Film auf zu vielen unlogischen Szenen auf.

!Achtung Spoiler!:
Es fängt schon mit dem Alter der Crew an. Es sieht so aus,...
Vor 25 Tagen von TimeTraveler veröffentlicht


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477 von 543 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hommage oder Leichenschändung: Noch eine unnötige Rezension, 14. September 2013
Wie man in einigen - manchen vielleicht noch unnötigeren - Rezensionen, schon hat lesen können, ist dieser Film der letzte - Star Trek unwürdige - Schund, der die Isolinearen Chips nicht wert ist, auf denen er gespeichert wurde. Aber einige halten ihn auch für großartiges modernes Kino. Ein Widerspruch, der natürlich den Geschmäckern, über die man verdammt gut streiten kann, aber auch der Intoleranz, geschuldet ist. Wie gesagt, über Geschmack lässt sich nicht streiten und sollte nicht geäußert werden:
Ich wurde sehr gut von diesem Film unterhalten. Ich finde nicht das hierbei Star Treks Ansehen zerstört wurde.

***Spoiler!!!:
Ich persönlich sehe in der umstrukturierten Nacherzählung von "Der Zorn des Khan" eher eine Verbeugung vor dem Original. Ja, es stimmt, für eingefleischte Fans war manches etwas vorhersehbar. Na und? Natürlich ist uns allen Star Trek Fans klar, wenn man die Handlungsparallelen entdeckt hat, dass Kirk nicht sterben wird. Und viele hier im Kommentarbereich fühlen sich anscheinend dadurch betrogen. Aber, mal ganz ehrlich: In welchem Film aus einer Reihe ist zuletzt der Hauptprotagonist gestorben und hat damit den Franchise beendet? Ja, mmh, ich kann mich auch nicht erinnern. Das ist knallharte Marktwirtschaft, Lehman-Brothers-Style (wie man das wohl tanzt?). Oder hätte man Kirk wirklich sterben lassen sollen? Oder noch schlimmer, den fürchterlichen dritten Star Trek Teil nachdrehen sollen? Da wäre sogar Sheldon nicht mehr ins Kino gegangen.
***Spoiler Ende!!!

Ich verstehe auch nicht, dass viele den parallelen Zeitstrang so verteufeln. Es ist doch ein gelungener Kniff um die Spannung zu erhalten und neues im alten Gewand zu ermöglichen. Viele der Folgen von Star Trek, die von parallelen Zeitsträngen handeln sind faszinierend und auch unter Fans geschätzt; z. B. "Die alte Enterprise" aus TNG und die Spiegeluniverumsfolgen aus allen Serien.
Und nun ist ein alternativer Zeitstrang mindestens das personifizierte Böse und absolut nicht mit dem Kanon vereinbar? Wer dieses nicht niedergeschriebene Wort Gottes (hier: Q's) verletzt, gehört aber auch wirklich zu Tode gelenseflaret! Mein Gott es ist "nur" eine Fernseh-/Filmserie und (noch) keine Religion. Ich bin wirklich ein großer Fan und versichere, wie auch schon so viele, jede Episode und jeden Film mindestens drei mal gesehen zu haben (ja, ich bin auch ein bisschen ein Nerd). Aber ich bin auch Realist und man muss die Zeichen der Zeit erkennen. Und das hat Abrams mit seinen massentauglichen Filmen getan. Und ganz nebenbei Star Trek stand schon immer für Toleranz. Und die sehe ich bei vielen selbsternannten Trekkies, die hier schreiben und kritisieren, leider nicht.

Um zum Schluss nochmals auf meine Überschrift zurück zu kommen: Ja, es ist auch eine Leichenschändung. Und zwar weil Star Trek tot war. Es war zumindest kurz davor und nur durch einen großen Bombast ins Leben zurück zu holen. Wenn man dem Durchschnittspublikum mit den teilweise philosophischen, manchmal langatmigen - aber meiner Meinung nach großartigen - Themen im Hier und Jetzt des Knalleffektkinos, gekommen wäre, hätte man Star Trek leider wirklich begraben können. Aber nun besteht die Chance auf eine Auferstehung. Und die hat auch schon so mancher Religion den nötigen Schub gegeben...

PS: Hier noch ein paar unqualifizierte Aussagen zu der bewerteten Blu Ray:
Bildqualität: Schwarzwerte wie ein schwarzes Loch 9/10
3D Effekt: Holodeck 0.3 9/10
Sound: Röhrt wie ein brünftiger Worf 9/10
Extras: Ernüchternd wie Earl Grey, heiß 5/10
Handlung: Faszinierend 8/10
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213 von 246 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Star Trek im 21. Jahrhundert, 12. September 2013
Von 
F. Peters "Snowbo" (Heilbronn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe soeben die 3D Version auf einem 65" Plasma genossen - das Bild ist an Qualität kaum zu überbieten. Perfekte Abstimmung, keine Körnung, gute Tiefe & sogar Pop-Outs sowie ein super schwarz Wert. Referenz!

Der Ton ist bei Dolby TruHD 7.1 (in Englisch UND Deutsch) erwartungsgemäß der Hammer und lässt das Wohnzimmer zur "Brücke" der ENT werden. Wobei ich allerdings finde, dass die Dialoge in der englischen Version sauberer abgemischt sind. Die deutsche Dialog-Tonspur wird teilweise zu sehr überlagert vom Surround-Sound und hätte für meinen Geschmack etwas lauter abgestimmt werden dürfen. Ich habe dann manuell am Receiver den Center etwas mehr betont und dann war es gut.

In der Verpackung der hier rezensierten 3D Version befindet sich der Film in 3D ohne jegliche Extras, die 2D-BR inklusive Extras, sowie eine DVD und der Zettel mit dem Code für eine Digital-Kopie - alles sehr ordentlich und bei dem Preis aber auch das Mindeste.

Zum Film selber: echt schade, dass man teils sofort bombardiert wird, wenn man sich zu dem "neuen" Star Trek bekennt. Ich bin mittlerweile 46 Jahre alt (exakt in dem Jahr geboren, als ST das erste Mal ausgestrahlt wurde) und mit "Raumschiff Enterprise" aufgewachsen. Es gibt NICHTS, was ich von dem gesamten Franchise nicht gesehen habe - selbst Voyager komplett ;-) .. ich habe die alten Kino-Filme mit Kirk, Pille, Spock & Co geliebt und mittlerweile so oft gesehen, dass ich die Dialoge nahezu komplett mitsprechen kann. Auch TNG hat mir immer gut gefallen. Als dann jedoch auch diese Ära zu Ende ging, war ich sehr traurig. Welch eine Freude, als dann vor 4 Jahren die ersten Teaser Trailer für ST XI liefen - es geht weiter! :-)

Und ich finde, auch wenn der Actionanteil sicherlich nun sehr hoch ist, dass es einen Riesenspaß macht, die "neue" Crew zu begleiten. Die Schauspieler sind meines Erachtens hervorragend gecastet; insbesondere Scotty und Pille sind sehr würdige "Nachfolger" ihrer Originale. Doch auch Chris Pine als Kirk ist klasse. Wer mal den Ton auf Englisch umstellt und in manchen Dialogen die Augen schließt, wird teils eine frappierende Ähnlichkeit zu Bill Shatners Stimme vernehmen können.. ich hatte Gänsehaut.

Was ich auch extrem gelungen finde, ist der "Design-Transfer". Nur ein Beispiel: den Communicator z.B. exakt genau so aussehen zu lassen, wie in den 60ern, wäre sicher albern gewesen. Das aktuelle Design hat zum einen Wiedererkennungswert, ist aber auch so "modern", wie man sich solch ein Gerät heute vorstellt. Und das finde ich insgesamt im Film hervorragend gelöst - man erkennt nahezu alle markanten Gegenstände der alten Enterprise wieder aber trotzdem sind sie so aufgepimpt, wie sie heute in einem Film aus dem Jahre 2012 auch sein sollen - immerhin befindet sich die Enterprise im 23. Jahrhundert! :-) .. und da wäre es doch lächerlich, wenn es statt Touchscreens nur Schalter und bunte Lichter gäbe; wenn wir selbst heute, sozusagen 200 Jahre früher, schon solche berührungsempfindlichen Schirme haben oder?

Was ich zugebe, der eigentliche Star Trek Gedanke von Gene Roddenberry ist in der Tat nicht mehr so konsequent eingebaut, wie er es auch noch bei TNG (Serie) war. Doch am Ende dieses Teils 12 von ST wird herrlich übergeleitet zur eigentlichen Mission der ENT. Gänsehaut pur, als die Melodie der alten Serie eingespielt wird: die 5 jährige Reise durchs All beginnt, "..to boldly go, where no man has gone before"!

Ich bin auf alle Fälle gespannt, was noch kommt - und bin froh, DASS es überhaupt weiter geht! .. vielleicht entwickelt sich daraus sogar eine neue Serie.. wer weiß.

Live Long and .. na ihr wisst schon.. :-)
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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beam me up J.J. Abrams, 8. Mai 2014
Ich labere gar nicht lang herum.
Ich bin seit vielen Jahren eingefleischter Trekkie und liebe mein Star Trek egal ob Original oder Voyager.
Mir ist egal ob der Captain weiblich oder männlich ist, Glatze trägt oder Fönfrisur.
Ob er schnell zum Phaser greift oder das Dilemma ausdiskutiert.
Ob es auf einem Raumschiff oder einer Raumsstation spielt.
Oder ob er zum hundersten Mal gegen die erste Direktive verstößt.
Ich nehme nicht alles im Detail auseinander und krieche bis in die Jeffriesröhre um nach Ungenauigkeiten zu linsen.
Das finde ich albern.
Für mich muss eine gute Show unterhaltsam sein, darf nicht langweilen, muss mich mitreißen können.
Der neueste Streich von Abrams bietet all das an.
Ich hab nichts auszusetzen.
Die Geschichte ist spannend erzählt und unterhält Trekkies oder Nichttrekkies gleichermaßen.
Die Schauspieler überzeugen voll und ganz, die Effekte rocken, der Sound reißt mit.
Wer die Möglichkeit hat, sollte zum 3D greifen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommt nicht im Ansaty an die Originale., 28. August 2014
Ich bin ein Star Trek Fan, deswegen schmerzt mich die Neuauflage der Serie sehr. Diese hat (bis auf die Namen) nichts mit dem Original zu tun. Es gibt viel zu viele Action Szenen und zu wenig tiefe. Darüber hinaus baut dieser Film auf zu vielen unlogischen Szenen auf.

!Achtung Spoiler!:
Es fängt schon mit dem Alter der Crew an. Es sieht so aus, als ob bei der Wiederbelebung der Star Trek Reihe, die Macher sich zu viel an Teenager Filmen orientiert hätten. Das mag bei anderen Teenager Filmen noch charmant sein, doch wenn eine Teenager Crew eines der wichtigsten Schiffe einer Sternenflotte befehlen soll, grenzt es schon an Absurdität.

Der Transwarpbeam: Khan Noonien Singh benutzt dieses Wunder der Technik, das in der ganzen Geschichte um Star Trek erst mit den neuen Filmen auftauchte, um schier unendliche Weiter ohne ein Schiff zu überqueren. Schon alleine dieses Beamen ist mehr als unsinnig im Star Trek Universum. In der normalen Zeitlinie was dieses beamen Jahrhunderte lang nicht möglich und plötzlich mit einer kleinen Hilfe von alten Spock ist es möglich. Doch was macht die Enterprise Crew um Khan zu holen? Die schnappen sich ein Raumschiff, fliegen damit in feindliches Territorium und riskieren damit einen Krieg. Obwohl sie die Technik haben sich einfach unentdeckt zu beamen.

Als Scotty zu den ihm genannten Koordinaten fliegt, wo eine geheime Forschungsbasis ist, von der keiner etwas mitbekommen soll, wird er nicht entdeckt. Er fliegt einfach so mit einem Shuttle dorthin und wird von keinem Scanner entdeckt. Das geht sogar so weit, dass eine in die Basis hinein fliegende Gruppe sich nicht einmal wundert, wenn Scotty sich denen einfach so anschließt. Bei den laschen Sicherheitsvorkehrungen wundert es mich sehr stark, dass diese Basis scheinbar Jahrelang unentdeckt operieren konnte.

Der Flug mit Warp Geschwindigkeit. Bei dem Beschuss der Enterprise fällt diese aus der Warp Geschwindigkeit heraus. Da wird angedeutet, dass das Schiff sich in einem Tunel befindet. Das würde eher auf Wurmloch schließen und nicht auf eine Warpblase, die sich um das Schiff bildet und es so dazu bringt diese Geschwindigkeit aufzubauen. Ich weiß, das ist sehr Nerdisch das hier anzuprangern, aber das passt so eher zu Stargate aber nicht zu Star Trek.

Als die Enterprise auf die Erde stürzte musste diese durch eine Umleitung der Warpenergie gerettet werden (wieso auch immer). Da passiert es, dass auch bei diesem Film einer sich opfern musste. Hier war meiner Meinung nach zu viel der Hommage an "Der Zorn des Khan". Da in diesem Film es anders sein musste, musste natürlich nicht Spock, sondern Kirk dran glauben. Doch was musste er hier machen um die Enterprise zu retten? Er ist nicht sofort tot umgefallen, als er sich der massiven Strahlung eines (Warp?)Kerns ausgesetzt hatte. Nicht einmal eine Brandbeule hat er abgekriegt. Nein. Er klettert da rein und springt ein wenig auf einem Teil herum, damit es sich nach dem zigten Sprung entgegen gesetzt der Sprungrichtung bewegt und damit den Warpkern aktiviert. Dabei wird Kirk nicht wie erwartet waporisiert, sondern klettert aus dem Kern heraus und stirbt langsam an einer Glastür in der Nähe von Spock (wie bei Zorn des Khans nur umgekehrt). Er hat weiterhin keine Anzeichen von hoher Strahlung oder der Hitze, die aus so einem Reaktor kommen muss.

Die Wiedererweckung des Kapitäns. Das was bei der alten Reihe eine ganze Folge gedauert hat und eine Waffe brauchte, die einen ganzen Planeten mit Leben erfüllen konnte, wird hier innerhalb weniger Augenblicke mit Khans Blut geschafft. Das scheint DAS Lebenselixier zu sein, das jeder haben sollte.

Der Schwur des "Capteins": "Der Weltraum, unendliche Weiten..." Das soll ein Schwur sein? Da hat sich jemand ein wenig mit dem Versuch etwas aus der alten Reihe zu übernehmen zu sehr überfordert.

Spoiler Ende!

Dieser Film ist voll gespickt mit Widersprüchen. Deswegen, wegen der schlechten Geschichte und der mittelmäßigen schauspielerischen Leistung der neuen Crew, würde ich nicht mehr als zwei Sterne geben. Wieso ich dennoch mehr vergeben habe und es mir trotz dem angeschaut habe? Es hat nur einen Grund: Benedict Cumberbatch. Er verleiht diesem Film eine Tiefe, die dieser sonst nicht hätte. Meiner Meinung nach verkörpert er Khan viel besser als Ricardo Montalbán.

Für Fans von Cumberbatch und/oder Action Fans, die nicht so sehr Wert auf Tiefe und Logik in einem Film wert legen, kann ich diesen Film empfehlen. Diejenigen, die aber das ursprüngliche Star Trek Universum mochten, werden vermutlich von diesem Film enttäuscht sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fan geblieben, 8. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Into Darkness (+ Digital Copy) [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin eigentlich ein Fan der TNG Serie und mich hat die Kirk Variante nie angesprochen. Man muss die Serie wahrscheinlich aus dem damaligen Blickwinkel sehen, aber die Serie ist einfach nicht mehr aktuell.

Umso mehr bin ich von der neuen Trilogie (wobei erst zwei Teile erschienen sind) gefesselt. Die Charaktere überzeguen durch einen Tiefgang den William Shattner nie aufbringen konnte und am meisten hat mich Benedict Cumberbatch als Bösewicht mit Gewissensbissen überzeugt. Er kann wie kein andrer meiner Meinung nach davon überzeugen wie ein an und für sich guter Mann böse Dinge tut.

Zur Blu-ray selbst:
Qualität von Sound und Bild sind sehr gut. Ich würd dabei 4,5 von 5 Sternen geben. Lediglich das zusatzmaterial ist etwas enttäuschend.
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272 von 362 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Niemand ist sicher..., 23. Mai 2013
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Into Darkness (+ Digital Copy) [Blu-ray] (Blu-ray)
Man kann es nicht jedem recht machen. Das wissen Sie, das weiss ich, und J.J. Abrams kann sowieso ein Lied davon singen. Als man ihm das tot geglaubte STAR TREK-Franchises übergab und 2009 sein Preboot mit dem schlichten Namen „STAR TREK“ vorzeigte, hat er reichlich alte Fans erreicht, viele Gewohnheitsseher dazu gewonnen, die vorher nie allzu großes Interesse am Sci-Fi-Kult pflegten... Und natürlich – das war nicht zu vermeiden - den erzkonservativen Teil der Fanbase verschreckt. STAR TREK (= ST) goes Blockbuster ! Neue Zeitlinie ! Alte Crew mit jungen Gesichtern ! Diese Frischzellen-Kur mochten viele, aber nicht alle.
Was hätte Abrams – als die Kunde über die annahende Fortsetzung umging - nun machen sollen ? Sich wieder an die merklich in die Jahre gekommenen Trek-Konventionen ketten lassen oder den neuen, modernen Kurs beibehalten, den er vor vier Jahren gesetzt hat ?
Abrams bleibt konsequent und zieht sein Ding durch, versucht erst gar nicht, seinen Film für die Analytiker untern den ST-Anhängern auf Biegen und Brechen anzupassen, denn damit wäre er – wie schon andere Regisseure vor ihm – so oder so auf keinen grünen Zweig gekommen. Warum sollte er auch ? Er hat das Franchise entstaubt und gemäß dem heutigen Kino-Zeitgeist frisiert. Dies war notwendig und folgerichtig (ich weiss, Erztrekkies werden hier lauthals Einspruch erheben, aber damit muss man ohnehin rechnen), denn ST befand sich in einer Krise und wäre sonst eines unrühmlichen Todes dank zweier Big Fails („Nemesis“ und „Enterprise“) gestorben. Neue Fans sind dazu gekommen, und von den Alten sind auch genügend auf den Preboot-Zug aufgesprungen, der aus der TOS-Serie nur zu bekannten und wieder eingeführten Leichtigkeit sei Dank. Daran hat sich auch beim neuesten Space-Abenteuer „STAR TREK INTO DARKNESS“ (= STID) nichts geändert. Abrams‘ Trek bleibt dem Stil seines Vorgängers treu, will heissen: Es wird viel gemenschelt, der Humor sprudelt geradezu heraus, es gibt allerschönste Sci-Fi-Action und natürlich blitzen wieder Lichtreflektionen durchs Bild – eben typisch Abrams ;). Wer schon mit ST 2009 nicht warm wurde, wird es mit aller Wahrscheinlichkeit auch mit dessen Sequel nicht werden. Wer hingegen seine helle Freude am Neustart hatte, kann sich auf einen neuen, deutlich düsteren Trip ins All mit vielen Höhepunkten einstellen, welcher von Anfang bis Ende bestens unterhält.

Captain James T. Kirk wird für seinen Übereifer bestraft, weil er gegen die Oberste Direktive verstoßen hat - und das gleich zweimal. Durch sein Eingreifen hat er die primitive Bevölkerung des Planeten Nibiru vor ihrer Vernichtung durch einen aktiven Vulkan gerettet und sich mitsamt der USS Enterprise zu erkennen gegeben, als er Spock vor dem sicheren Tod innerhalb des Vulkans bewahrte. Solch eine Einmischung in die natürliche Entwicklung fremder Spezies wird nicht geduldet, und das kostet ihm den Rang des Captains und sein Schiff. Nur durch das Wort von Admiral Pike - seines väterlichen Mentors – kommt er haarscharf um eine Extra-Runde Schulbankdrücken auf der Sternenflotten-Akademie herum und wird zu Pikes 1. Offizier degradiert. Kirks Frust über diese Entscheidung währt aber nicht lange, da wegen eines Terroranschlags in London alle führenden Köpfe ins Sternenflotten-Hauptquartier bestellt werden. Genau dieses Zusammentreffen ist das erhoffte Ziel von John Harrison, einem Ex-Agenten aus den eigenen Reihen, auf dessen Konto die Londoner Ereignisse gehen. Es kommt zu einem tödlichen Attentat, bei der ein Großteil der Admiralität umkommt, nur Kirk kann noch Schlimmeres verhindern.
Der Abtrünnige flieht nach Qo'noS (Heimatplanet der Klingonen), mitten in feindliches Gebiet. Kirk bietet sich an, persönlich die Verfolgung aufzunehmen und ihn auf Befehl auszuschalten. Er jagt diesem Mann hinterher und findet ihn, doch schnell stellen er und seine Crew fest, dass hinter Harrisons Taten weit mehr steckt, ebenso an seiner wahren Identität…

Abrams hat wie schon bei seinem ST-Erstling sehr gut verstanden, was bei einem ST-Film immens wichtig ist: dass er nur dann wirklich funktioniert, wenn die gesamte (!) Crew die nötige Aufmerksamkeit bekommt und Teamfähigkeit ganz groß geschrieben wird. Genau das, was mir persönlich in den letzten "Next Generation"-Filmen immer irgendwie gefehlt hat. War ST 2009 noch als eine Einführung der Charaktere zu betrachten, so müssen Kirk, Spock und der Rest Geschlossenheit und gegenseitiges Vertrauen beweisen, ungeachtet vorhandener Spannungen untereinander und unterschiedlicher Standpunkte.
Und um eben diese geht es auch letztendlich. Ihre Aufgabe ist eine von ganz oben abgesegnete Search-and-Destroy-Mission (Harrison aufspüren und eliminieren), die für sich genommen mit der eigentlichen Zielsetzung der Sternenflotte (Friedensstiftung, Verteidigung, intergalaktischer Dialog und Forschung) unvereinbar ist und sich sogar negativ auf das längst angespannte Verhältnis zwischen Föderation und klingonischem Imperium auswirken könnte. Genau hier erkennt man, welchen großen Stellenwert die Charakterzeichnung der Crew in STID genießt, die sich besonders in der Beziehung zwischen Kirk und Spock, zweier völlig unterschiedlicher Persönlichkeiten, abfärbt. Spock (der kühle, logisch denkende Kopf) appeliert an die Vernunft seines Captains, von seiner von Rache getriebenen Jagd abzusehen und sich an die Sternenflotten-Vorschriften zu halten, den Verbrecher Harrison lieber vor Gericht zu zerren statt ihn gleich an Ort und Stille zu töten, während Kirk (der reaktionsschnelle Mann der Tat) seinem spitzohrigen Offizier zu erklären versucht, dass er jederzeit die Regeln brechen würde, um Leben zu schützen bzw. zu retten und lieber seiner Intuition folgt. Auch McCoy und Scotty mischen sich ein und hinterfragen die gemeinsame Mission und die Mittel für dessen Ausführung. Die Bewältigung interner Differenzen und die Erschließung eines gemeinsamen Konsens dient jener Message, die man von einem Trek-Abenteuer einfach erwartet: Ein gutes Schiff braucht eine starke Crew !

Innerhalb der Crew dreht es sich um elementare Dinge wie Freundschaft, Liebe, Vertrauen, der Gedanke an die Familie (ein im Film deutlich hervorgehobener, vieldeutiger Aspekt), Opferbereitschaft und die Angst vor dem Tod. STID orientiert sich auch wie viele andere ST-Filme vor ihm am aktuellen Zeitgeschehen und nimmt sich hier der Thematik des irdischen Terrorismus an, dessen Bekämpfung und die Frage nach der inneren Sicherheit - hier im ST-Universum in Form einer Bedrohung, die dieses Mal nicht von außen und in extraterrestrischer Form daher kommt, sondern von innen. Eine, die sich Hardliner der Sternenflotte selbst ins Haus geholt und heraufbeschworen haben.
Damit hat STID wieder einiges an „klassischen“ Trek-Werten, welche im Vorgänger vermisst und bemängelt wurden, erreicht aber nicht das philosophische Niveau der Picard-Reihe, wenn überhaupt. Doch das überrascht gar nicht. TOS ist nicht TNG, war nie wie TNG, und ebenso hat auch Abrams verjüngte Ur-Crew der Enterprise nichts mit der Next Generation gemein, welche vor jedem neuen Problem erst eine gemütliche Konferenz abhielt und bei einer Tasse Earl Grey nach Lösungen suchte. Kirk, Spock und Co. spucken lieber in ihre Hände und packen beherzt an, denn angesichts des Terrors und Chaos haben sie gar nicht die Luft dafür, große Reden zu schwingen. Taten müssen folgen, und zwar schnellstens.

In einem Punkt sollte man sich aber nicht täuschen lassen:
Die vorausgegangenen Teaser und Trailer erweckten den Eindruck eines ultradüsteren Terror-Thrillers im Space-Gewandt, der den Look und die Atmosphäre eines „The Dark Knight“ o.ä. nachzuahmen versucht und epische, viertelstündige Weltraumschlachten nach STAR WARS-Vorbild beinhaltet. Weit gefehlt. STID fällt zwar ernster und radikaler aus als das Vorwerk, hält aber trotz seiner Titelgebung „Into Darkness“ weiterhin an der locker-flockigen Grundstimmung fest, die man gerade von der TOS-Serie nur allzu gut kennt. Emotionen, Humoreinlagen und todchice, komprimierte Actionabschnitte mit edelsten Special Effects, all das liefert STID im punktgenauem Wechselspiel.

!!! ACHTUNG !AB HIER EINE DICKE SPOILER-WARNUNG !!!

Wie schon 2009 zitieren Abrams und Co. munter aus alten Episoden und Filmen der Shatner/Nimoy-Ära, wobei besonders dem reiheneigenen Meilenstein „Der Zorn des Khan“ viel Beachtung geschenkt wurde. Wegen genau diesen Fakts könnten wieder sehr konservative Alt-Fans Gift und Galle spucken, da der Hintergrund zur Figur John Harrison alias Khan Noonien Singh (so, jetzt ist es raus *g*) verändert wiedergegeben und Referenzszenen aus besagtem Film unter anderer Ausgangslage quasi nachgestellt werden. Die Begegnung zwischen DEM ST-Antagonisten und unseren Weltraum-Helden kommt demnach unter völlig anderen Voraussetzungen zustande. Persönlich sehe ich das nicht so eng. „Der Zorn des Khan“ diente unverkennbar als Inspiration, von einer 1:1-Kopie des Films kann hier dennoch nicht der Rede sein – die Story von STID ist eine völlig Andere, ebenso die Zielsetzung des bekannten Gegners. Die alternative Zeitlinie erlaubt es Abrams, neben neuen Geschichten auch bekannte Elemente einzubauen und so einen ganz anderen Kontext zu dem zu entwickeln, was man seit den 1960ern kennt. Warum auch nicht ?! Die Idee hinter der alternativen Realität würde ja angesichts der neuen Möglichkeiten sonst wenig Sinn machen und unausgeschöpft bleiben.
Ebenso bekommt man den Eindruck, dass sich Abrams und sein Team die Kritik an der Blitz-Beförderung Kirks zum Captain und der Zerstörung Vulkans - wie im Vorgänger geschehen - zu Herzen genommen haben und dementsprechend darauf "antworten", darum die erwähnte Standpauke von Admiral Pike mit der resultierenden Degradierung Kirks und das Streitgespräch zwischen Spock und Uhura hinsichtlich unterdrückter Gefühle. Ich interpretiere dies als „Versöhnungsgeschenk“ an die etwas ungehaltenen Fans, zumal passt es hervorragend in die Story hinein.

Hier komme ich auch zum einzigen, für mich entscheidenden Kritikpunkt am Film:
Ab dem Zeitpunkt, wo John Harrison seine wahre Identität preisgibt, kann das Filmerlebnis zweischneidig ausfallen. Sofern noch kein Seher mit der ST-Materie vertraut ist und erst mit der 2009er-Version auf Tuchfühlung gegangen ist, hat dies keinerlei Negativ-Folgen für den Filmgenuß. Für alle anderen, die sich mit der Historie der ursprünglichen ST-Zeitlinie bestens auskennen, ist der Überraschungseffekt für den Rest des Films nicht mehr so groß.

!!! SPOILER ENDE !!!

STID in kollossales Sci-Fi-Kino in Bild und Ton, und angesichts seines großem Budgets ist es schwer zu übersehen, dass wirklich jeder einzelne Cent in die top-designten Kulissen, Effekt-Technik, Bauten, Kostüme und Masken investiert wurde. Abrams zweiter Film fürs ST-Franchise zählt ohne Frage zu den wohl visuell schönsten, größten und beeindruckendsten Genre-Filmen der letzten Jahre (weiss sogar den ersten Abrams-Streifen zu übertreffen) und ist in diesem Kinojahr ohnehin konkurrenzlos.
Aber neben dem vorhandenem Material sind es vor allem die Darsteller, die STID richtig Leben und Seele geben.

Benedict Cumberbatch (Harrison alias ???) - Ein Klasse-Antagonist, Täter und Opfer zugleich. Nach dem eher schwach durchleuchteten Nero eine glasklare Steigerung in Sachen Schurken-Präsentation. Nicht nur sein Charisma, auch seine physische Präsenz macht echt was her.
Peter Weller (Admiral Marcus) – Zweiter "Bad Guy" in der Runde, der trotz seiner begrenzten Screentime sehr ausdrucksstark agiert.
Chris Pine (Kirk) - Blüht in der Rolle richtig auf, erinnert mitunter stark an die Shatnersche Art. Spielt seinen Kirk wie zuletzt als leidenschaftlichen Hitzkopf, Weltraum-Schürzenjäger und mutigen Enterprise-Captain.
Zachary Quinto (Spock) - Einfach toll. Gefällt besonders in ruhigen Szenen, ist u.a. für jede Menge trockenen Humor verantwortlich und kommt auch actionmäßig nicht zu kurz.
Karl Urban (McCoy) - DER Gaglieferant überhaupt. Würde DeForest Kelley noch leben, der hätte ihn wiederholt als würdigen Erben angenommen. Zynische Metaphern am laufenden Band. Dammit !!! ;)
Zoe Saldana (Uhura) - Gefällt als Powerfrau der Enterprise und kann hier ihr sprachliches Talent auf Qo’noS zum Besten geben. Nicht besser als vor 4 Jahren, aber auch nicht schlechter.
John Cho (Sulu) – Bleibt wie beim letzten Mal in jeder Situation cool und macht auch auf dem Captain's Chair eine gute Figur.
Simon Pegg (Scotty) - Kam dieses Mal öfters zum Zuge, konnte nicht nur bei Spaßeinlagen, sondern auch bei ernsten Tönen überzeugen.
Anton Yelchin (Chekov) - Was Scotty an Aufmerksamkeit dazu gewinnt, verliert er leider. Naja, im ersten Film war das noch genau umgekehrt. Hat die wenigste Leinwandpräsenz, für ein paar nette Auftritte hat es aber so eben noch gereicht.

Fazit:
STID hat mich schwer begeistert, gefällt mir gar einen Hauch besser als sein 4 Jahre älterer Vorgänger. Abrams hat alle Stärken seines ST-Debüts übernommen und die wenigen Schwächen ausgemerzt. Der neueste Warp-Flug in die Tiefen des Alls ist ein kurzweiliges Filmerlebnis aus Spaß, Bombast und Menschlichkeit. Den als Vorbild genommenen Franchise-Meilenstein kann er nicht überflügeln, dennoch gelingt es ihm weiterhin, das steinalte Franchise modern zu halten und reinstes TOS-Feeling auszustrahlen.
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46 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Keine Logik, keine Inspiration, kein Star Trek, 13. Oktober 2013
Von 
Luzifer Hörfreund (Schwabingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Into Darkness (DVD)
Ja, das Gute zuerst: Die Effekte sind Spitzenklasse. Die Schauspieler sind wunderbar. Und die Enterprise auf Tour zu sehen ist nach wie vor immer ein Highlight für jeden Trekkie. Aber der Rest? Ohweh, mal wieder. Wie schon der erste Teil des von mir eigentlich sehr geschätzten J.J.Abrams enttäuschte inhaltlich total. Aber auch im zweiten hat der werte regisseur nichts dazu gelernt. Ich werde das mal wieder stichwortartig auflisten, also VORSICHT SPOILER:
- warum musste am Anfang die Enterprise unter Wasser versteckt werden, keine hundert Meter vom Festland entfernt? Allein das hätte jeder Eingeborene eventuell mit bloßen Augen bei ruhiger See erkennen können. Hier ging es nur um den visuellen Effekt, wenn sie auftaucht, ganz klar. Normalerweise kurbt die Enterprise sicher im Orbit. Warum auch nicht?
- Kirk pubertiert nach wie vor herum und vergnügt sich mit Frauen, trinkt in Bars oder pöbelt Vorgesetzte keck von der Seite an. Nichts Neues aber auch nichts spannendes. Ein totales Abziehbild.
- Spock und Uhuras Romanze geht weiter, aber irgendwie auch nur, um zwischendruch ein zwei Gags einzustreuen. Charakterentwicklung fehl am Platz. Vor allem beim Vulkanier hätte ich da mehr Zwiespalt wegen seiner Gefühle erwartet: schade, Chance vertan.
- Scotty darf nicht in die mysteriösen neuen Torpedos reinschauen, deswegen kündigt er sofort seinen Job (also desertiert er sozusagen!). Kirks Antwort: Okay, bye, bye. Halloooooo??? Und später reicht ein Anruf, um aus beiden wieder die dicksten Buddys zu machen, sodass Scotty unbemerkt einfach in Supergeheimschiff fliegen kann, um da in aller Seelenruhe alles unbemerkt zu sabotieren. Pfffffff, sowas von schlecht und uninispiert konstruiert ist selten ein Plot ausgefallen.
- Khan ist erst böse, dann wieder nicht (da es noch einen zweiten Halbschurken gibt, dann wieder böse. Man mag ihn irgendwie, man will auch gar nicht, dass er verliert, weil er ja in gewisser Weise unschuldig an seinem Schicksal ist. Somit gibt es zwei Schurken im Film (Khan und den Admiral), die aber beide nicht so richtig nur böse sind, sondern in moralischen Grauzonen agieren, dabei aber natürlich recht skrupellos vorgehen. Und da die sich auch noch gegenseitig bekämpfen fiebert man als Zuschauer kaum noch mit.
- Khan attackiert die Konferrenz auf herlrich banale und einfallsose Weise, indem er einfach vor dem Fenster mit rauchenden Colts (Lasern) herumfliegt. Das kann ja auch nur gelingen, weil die Föderations-Spitze keinerlei Sicherheitsvorrichtungen besitzt: keine Abschirmung ihres Saales durch einen Schutzschirm. Keine automatischen Geschütze, keine Wachen, keine Warnsensoren, keine whatsoever. Ob Khan oder Hans-Wurst, beide hätten diese Föderationsnarren mit verbundenen Augen hinrichten können. Dafür braucht es keinen genmanipulierten Overlord, sondern nur einen Kerl, der die Feuertaste drücken kann.
- am Ende wird der Mega-Übermensch Khan einfach mit ein paar stumpfen Schüssen aus dem Stun-Phaser von Uhura niedergestreckt - gäääähn, wie einfallsreich.
- Kirks Sterbeszene (sehr schön inszeniert eigentlich als Spiegelung von Spocks Sterbeszene in Star Trek II damals) wird nur nach wenigen Minuten wieder aufgelöst, indem man ihm etwas Khanblut spritzt (nach Kirks Tod?)... super. Zudem handelte es sich nur um einen mechanischen Fehler (Kirk tritt ein paar Mal gegen den Stahl, danke, das war's) - braucht es dafür wirklich den Suizid?
- die mega-krasse Mission ins Herz des Klingonen-Imperiums führt dazu, dass nicht ein einziges Klingonen-Kriegsschiff auftaucht, nicht ein einziger Posten im All sie bemerkt, und auf dem Planeten selbst nur eine Handvoll Klingonen anrückt, um von Khan im Handumdrehen auseinander genommen zu werden - ohne dabei nach Verstärkung zu rufen. Das gefürchtete Kriegervolk der Klingonen gerät echt zur Farce.
- dann fliegen sie in gefühlten drei Minuten zurück zur Erde - ein Katzensprung.
- außerdem kann sich Khan von der Erde ins Klingonenimperium beamen, etliche Lichtahre entfernt??? Unfassbar. Wenn er so eine Technologie hat, dann ständen ihm ganz andere Assassinen-Möglichkeiten zur Verfügung.
- der Showdown zwischen Kirk und dem Admiral findet ca 20.000 Kilometer vor der Erde statt. Die beschießen sich fett, die funken sich die ganze Zeit die dicksten Geheimnisse über Khans Züchtung etc hin und her und NIEMAND taucht auf. Es gibt keine anderen Schiffe im Sonnensystem, es gibt keine Überwachung des Funkverkehrs, es gibt keine Sonden, Satelliten, Stützpunkte oder ähnliches. Selbst von der Erde müssten die Menschen die Explosionen mit bloßem Auge verfolgen können und niemand reagiert drauf, wenn sich zwei Föderationsschiffe gegenseitig bekämpfen. Die komplette Sternenflotte der Föderation wird kurzerhand in dramaturgischen Tiefschlaf versetzt oder einfach vom Regisseur vergessen. Absurd!
- die Funktion der Tochter des amoklaufenden Admirals ist völlig überflüssig
- Spocks Wuntanfall und Prügelattacke demontieren den ganzen Charakter
- die Sternenflotte baut Kriegsschiffe und erteilt offiziell (!) Mordaufträge?
- wer ist der Cybord / Data-Klon auf der Brücke? Zu jener Zeit???
- das SuperSchiff des Admirals ist riiiiiiiiesig, kann aber von nur einer Person gesteuert werden. Trotzdem hat er eine Crew dabei, die alle potentielle Mitwisser seiner Verbrechen werden. Zudem hat er also zwar (obwohl er sie nicht braucht) eine Crew an Bord, aber niemandem im Maschinenraum postiert, obwohl es zu Kampfhandlungen kommt - sodass Scotty lustig umher stapfen kann und einfach mal die Stecker rauszieht. Und erst als das geschieht kommt ein Typ vorbei und verhört ihn gefühlte zehn Minuten, anstatt gleich seinem Boss zu melden, dass hier ein Saboteuer der Enterprise an Bord ist ... Oh Mann...
- Kirk und Khan werden als Human Rockets durch das Schrottfeld geschossen? Wobei sie mit rasender Geschwindigkeit unterwegs sind und ständig dem umherfliegenden Schrott durch manuelle (!) Reaktionen ausweichen. Unfassbar unlogisch, dass Kirk das packt. Khan vielleicht wegen seiner unmenschlichen Reflexe, aber Kirk steht ihm ja in nix nach, bis auf seinen einen Kratzer am Helm.
- warum scannt Khan die Torpedos nicht, die auf sein Schiff gebeamt werden? Ob da wirklich seine Leute drin sind? Ob die noch alle leben? Ob da eine Bombe an Bord ist? Hey, der Typ hat doch die Superintelligenz, wie ständig erklärt wird... aber dafür ist er zu töricht.
- den Absturz in die Atmosphäre hätte so keiner richtig überleben dürfen
- die sekundenschnelle Umfunktionierung von 72 (!) hyperkomplizierten Torpedos und Kältekammern gelingt dem Doktor mühelos (aha?)
...und und und, es hört (wie im ersten Abrams-Teil) leider nicht auf.

Zu guter Letzt fehlen einfach noch die StarTrek-typischen Dialoge, Erkenntnisse, ja schlicht das Flair, dass seit einem halben Jahrhundert die Reihe geprägt hat. Stattdessen gibt es Popcorn-Kino mit viel Bumm-Bumm und ohne Sinn... Naja, Hauptsache die Dollars rollen...

Für mich mal wieder eine schreckliche Enttäuschung...
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30 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Star Trek: Into Darkness [Blu Ray], 24. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Into Darkness (+ Digital Copy) [Blu-ray] (Blu-ray)
Star Trek ist der Beliebigkeit anheim gefallen.

In vergangenen Zeiten, hatte ich mich stetig, auf die spärlich, alle paar Jahre auftauchenden Star Trek Filme, mit William Shatner, Leonard Nimoy, Patrick Stewart, Brent Spiner und Co. in den Hauptrollen, als Kleinode des utopischen Films, gefreut.

Seit Star Trek (2009) ist bei mir der Eindruck entstanden, dass Inhalt und Schauwerte nicht mehr Hand in Hand gehen. Geblieben ist nur noch Effekthascherei.
Wünschenswert wäre eine neue Geschichte mit neuer Crew gewesen und nicht ein Remake mit alternativer Zeitlinie. Fortschritt anstelle von Rückschritt.

Egal, ich wollte der neuen Geschichte noch eine Chance geben, schon wegen der Empfehlung durch Freunde. Also habe ich mir „Star Trek – Into Darkness“ angesehen.

Der Film hat gutes Design, gute Effekte und überwiegend überzeugende Darsteller. Aber nicht überall wo Star Trek draufsteht ist auch Star Trek drin.

Zunächst zur Logik, ein essentieller Bestandteil. Schließlich gibt es dort ein Volk dessen ganze Lebensphilosophie darauf fußt. Auch bei den alten Star Trek Filmen gab es das eine oder andere Logikloch.

Der Neue, zweite Film bewegt sich da ungefähr auf dem Niveau seines Vorgängers.

>>Im Folgenden Spoiler<<

Anscheinend unterzieht man die Hülle der Enterprise einem Drucktest, da sie zu Beginn des Filmes nicht im Orbit des Planeten, sondern am Grund eines Ozeans ist. Hätte man vielleicht erwähnen sollen … das mit dem Drucktest. Aber so ein Test ist schon doof, während einer Mission mit fragwürdigem Ausgang. Egal.
Und warum beamen die vor den Eingeborenen flüchtenden nicht einfach an Bord.
Warum wird Spock während der fürchterlich, nervenzerfetzenden Bombenmission nicht einfach an Bord gebeamt … also sofort oder stört das Wasser, oder wie. In tausend Folgen hat man das gesehen. Tut uns Leid der Transporter ist gerade kaputt, gestört, etc. … egal.

Dann ist Spock sauer, da man ihn gerettet hat, da das unlogisch ist, da die Enterprise von den Eingeborenen gesehen wurde. Außerdem verstößt das gegen die oberste Direktive … zumindest das ihn retten. Aber vorher war er offensichtlich damit einverstanden die Eingeborenen zu retten. Ist aber auch ein Verstoß … egal ... Vulkanlogik muss man neuerdings nicht mehr verstehen können.

Seine eigene Rettung ist ihm dann auch eine Meldung beim Flottenoberkommando wert, die verstößliche Rettung der Eingeborenen natürlich nicht.

Weiter.
Später im Film willigt Kirk ein, eine Mordmission gegen Khan auszuführen, der sich auf Qo'noS befindet. Um die Klingonen nicht zu provozieren soll das kein Sternenflottenangehöriger machen.
Das habe ich nicht kapiert … warum genau macht das dann Kirk? Ich habe nicht mitbekommen daß der ausgetreten ist. Außerdem fliegt er mit der Enterprise.
Und schließlich ist die Mission so ultrageheim, dass Khan, von der Enterprise, kurz vor dem Anschlag über Funk darüber aufgeklärt und gewarnt wird.

Nun ja, während der Aktion mischt Khan dutzende Klingonen, nebst ihren Raumschiffen auf, hat jedoch später im Film das Bedürfnis, sich von Kirk und Scotty an Bord des geheimen Föderationskampfraumschiffes, gegen ein paar Mann Sicherheitspersonal, helfen zu lassen.

Khans alte eingefrorene Crew, seine ebenfalls genetisch verbesserten Mitstreiter, werden als Torpedos deklariert. Kirk weiß nichts davon, soll diese beim Anschlag abfeuern, um sie zu töten.
Absurder geht es kaum. Will der Geheimprojektadmiral (Peter Weller) sie tot sehen, warum tötet er sie nicht einfach?

Nun ja, und so weiter … am Ende tötet Khan tausende von Menschen durch den Absturz seines Schiffes … kein Gericht, kein Urteil, Spock und Uhura fangen ihn. Sein Blut rettet den totgestrahlten Kirk. Er wird wieder eingefroren.

Und schalten sie aufs neue ein wenn es wieder heißt …


Nun weg von der Logik, hin zu weiteren moralischen Fragwürdigkeiten …

Kirk ist bereit mit ferngesteuerten Flugkörpern zu morden … ah ja.

Auch die Bildsprache bei offiziellen Anlässen ist vergleichsweise fragwürdig, fehlen nur noch Schaftstiefel und Stiefelhosen.
Diese Darstellungsweise mutet gleichsam absurd an, da die zahlreichen Völker der Föderation wohl kaum terranischem Militarismus frönen.

Gene Roddenberry rotiert vermutlich im Orbit.


Dann gibt es noch Teenieklamauk, Kirkbettszene, Carol Marcus in Unterwäsche etc.


Zu guter letzt, … das Ganze wirkte auf mich sehr konstruiert. Wir brauchen eine Geschichte mit Khan Singh … egal wie. Und wir brauchen Klingonen, damit sie eben dabei sind. Vermutlich sind das im nächsten Film die Antagonisten.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich bin Star Trek Fan, 17. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Into Darkness (DVD)
Captain Archer, Captain Kirk, Captain Picard, Commander Sisko, Captain Janeway. Diese Filme haben noch den richtigen Star Trek Touch.
Nicht nur reine Action ohne Pause wie bei diesem neuen Kirk im angeblichen Paralleluniversum. Das ist für mich kein Star Trek mehr. Das können sich die jungen Leute anschauen, die zum Original Star Trek keinen Bezug mehr haben.
Dieser J. J. Abrams, (oder wie der genau heißt) soll bei seinem Stargate bleiben.
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21 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nie wieder Star Trek!, 28. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Into Darkness (+ Digital Copy) [Blu-ray] (Blu-ray)
Ja, ich geb's zu... Ich bin einer von DENEN, die die neuen Star Trek-Filme einfach nur schlecht finden. Und ich STEH auch dazu!

Ähnlich wie einer meiner Vorredner dachte ich auch nach dem ersten Film der Star-Trek-Neuauflage unter der Egide von J.J. Abrams, dass der zweite Film vielleicht besser würde als der erste. Leider wurde auch ich unsäglich enttäuscht. Um es gleich vorweg zu sagen: Die Schauspieler sind daran definitiv NICHT schuld. Und technisch sind die Filme natürlich auch "state of the art". Aber die Stories!!! Diese Drehbücher! Entschuldigung, aber wer schreibt so einen Mist?! Und wer adelt diesen Schwachsinn dann auch noch damit, dass er mit großem Aufwand und Millionenbudgets verfilmt wird?? Ich kapier das einfach nicht...!

Mal ganz ungeachtet der Tatsache, ob es sich nun um einen "Star Trek"-Film handelt bzw. handeln soll oder nicht... Es spielt gar keine Rolle! Die Story ist einfach nur schlecht. Sie ist nicht durchdacht. Die Charaktere sind flach, holzschnittartig, unglaubwürdig und handeln auch so. Die Situationen sind zu einem Großteil völlig an den Haaren beigezogen und gehen (wie man es leider inzwischen schon fast gewohnt ist) zusammenhanglos ineinander über. Einfach nur grotesk! Die Hauptprämisse scheint zu sein, dass es möglichst oft und laut "knallt" und sich die CGI-Abteilungen so richtig schön "austoben" können. Ob das Ganze dann überhaupt noch Sinn ergibt bzw. die Effekte die Handlung unterstützen(!!!), scheint bedauerlicherweise kaum mehr eine Rolle zu spielen...

Meiner ganz bescheidenen Meinung nach liegt auch genau hier eines der Hauptprobleme! Es ist schlichtweg zu "einfach" geworden, diese (verdammten) CGI-Effekte zu generieren! Wenn man sich mal die Making-of's früherer Science-Fiction-Serien und -Filme ansieht, erfährt man, was für einen Aufwand es vor gar nicht allzu langer Zeit noch bedeutet hat, selbst relativ einfache visuelle Effekte zu erzeugen, und wie viel "Gehirnschmalz" und echte Genialität in deren Entwicklung hineingesteckt werden musste! Da wurde noch mit Motion-Capture und Motion-Control gearbeitet oder mit ganz klassischer angewandter Physik und Chemie. Die Ergebnisse waren natürlich nicht so "gelackt" wie die, die man von modernen Filmen inzwischen gewohnt ist. Aber WEIL sie so aufwändig waren, wurden die Effekte noch mit Bedacht und wohldosiert eingesetzt. Heute wird alles mit Effekten total überfrachtet, und die eigentliche Story, das, was den Film eigentlich ausmachen sollte, gerät zunehmend ins Hintertreffen.

Kurzum, ich finde es einfach eine Verschwendung von Talenten und Ressourcen, solche Filme zu produzieren und ich empfinde es schlicht und ergreifend als Verschwendung meiner Zeit, mir Filme wie diesen anzusehen. Daher wird dies auch definitiv der letzte der neuen Star-Trek-Filme gewesen sein, die ich mir angeschaut habe.

Klar, das ist eine ganz persönliche Entscheidung, und ich gönne es jedem, der sagt, dass ihm die neuen Filme gefallen oder (was man ja auch allenthalben hört und liest) ihm sogar BESSER gefallen als die alten, sie sich so oft er will anzusehen und alle, die da noch in der Pipeline sein mögen... Bitte schön! Werdet glücklich damit! Und das meine ich ganz ernst.

Für Menschen wie mich, die noch an die alten "Roddenberry'schen Ideale" glauben und denen es nicht egal ist, ob ein Film neben tollen Effekten auch eine halbwegs glaubwürdige Story zu bieten hat, sind Filme wie "Star Trek" und "Star Trek - Into Darkness" jedenfalls absolut NICHT GEEIGNET. Es fehlt ganz einfach das "Herz" und die "Seele". Es fehlt die Substanz, die ganze "Philosophie", die noch hinter den alten Filmen und Serien steckte und die mir persönlich eben doch WICHTIG ist!

Natürlich ist mir auch klar, dass man mit einem einem Kinofilm, gerade WEIL er mit großem Aufwand und Millionenbudget produziert wird, ein Massenpublikum ansprechen muss. Das war ja auch schon das "Problem" der alten Star-Trek-Filme, die in ihrem "Tiefgang" nie an den so mancher Serienfolge herangereicht haben. Es gibt Star-Trek-TNG- oder DS9-Folgen, bei denen ich heute noch einen Kloß im Hals habe oder mir gar die Tränen in die Augen schießen oder ich wirklich herzhaft lachen kann, wenn ich sie sehe, weil sie einfach DERMASSEN gut geschrieben sind!

Mein Fazit: Die Drehbücher sind das Problem. Und die Feigheit der Studios, die einfach nicht mehr bereit sind, auch nur noch das geringste Risiko einzugehen. Da wird alles "rundgeschliffen", was auch nur eine kleine Kante hat, alles Kreative und Neuartige wird zugunsten des Bewährten und Erfolgserprobten verworfen. Immer nach dem Motto: Das hat doch damals schon super funktioniert, das machen wir gleich noch mal! Klar ist das verallgemeinernd. Und es gibt auch heute noch tolle Filme mit wirklich tollen Stories. Aber "Star Trek - Into Darkness" gehört definitiv NICHT dazu!
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