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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen438
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am 20. Januar 2014
bis ich wirklich in die Geschichte hineingefunden hab. Daher 1 Punkt Abzug und auch dafür, dass das Gefälle zwischen sehr guten und sehr bösen Menschen schon ausgereizt wird. Aber Dranbleiben lohnt sich jedenfalls! Johannes Steck liest in üblich gelungener Form einen komplexen, sehr spannenden und sehr informativen Mittelalterschmöker im besten Sinn. Auf jeden Fall eine Empfehlung von meiner Seite!
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am 11. Juli 2014
Unterhaltsam, spannend, sehr gut zu lesen. Der Autor führt mit Sachkenntnis und präzise in die mittelalterliche Welt des heutigen Lothringens und des Moselgebietes. Das Buch verdeutlicht die widerwärtige Macht der Kirche und der Obrigkeiten ohne, dass wirklich wehrhaft zu sein. Der Held des Buches zeigt aber auch, dass man mit Willen und Mut sehr viel erreichen kann.
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am 9. Januar 2014
Der Sprachstil ist nicht gerade der raffinierteste, die Story ein wenig flach. Hab mir bedeutend mehr davon versprochen, keine Empfehlung.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. April 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
...benötigte ich in zweierlei Hinsicht bei diesem Roman.

Zum ersten ist dieses Buch mit ca.1100 Seiten sehr lang. Allerdings ist diese Länge für mich in der Regel absolut kein Problem, wenn der Inhalt stimmt. Und hier komme ich zum zweiten Punkt der mir Durchhaltevermögen abverlangte: ich fand einfach nicht in diesen Roman hinein. Hätte ich ihn nicht im Rahmen des Produkttesterprogramms gelesen, hätte ich ihn nach 200, spätestens 300 Seiten beiseite gelegt, in der Annahme die restlichen 800 - 900 Seiten zögen sich auch so hin, wie der Anfang. So habe ich allerdings "durchgehalten " und wurde dann ab ca. Seite 500 ( also der Mitte ungefähr) doch noch mit einem recht unterhaltsamen Roman belohnt. Es ging dann auch spannender und rasanter weiter, aber teilweise wird das Buch dann überfrachtet, teilweise werden Nebenstränge zu ausführlich erzählt. Ein Überfall , ein Schicksalsschlag, ein Techtelmechtel weniger, hätte dem Roman sicherlich gut getan. Oder aber auch ein Becher Wein weniger :)), denn in dem Buch wird Wein konsumiert zu jeder Tageszeit, egal ob Männlein oder Weiblein, "trink ma doch an Becher Wein" ( man hat das Gefühl, die tranken Wein wie Wasser :))).

Erzählt wird die Geschichte von Michel de Fleury, einem Kaufmann aus Lothringen. Michel de Fleury lebt im 12.Jahrhundert, und obwohl er von Unglück und Schicksalsschlägen verfolgt wird ( etwas zu viel ) lässt er sich nie unterkriegen . Heute würde man sagen : ein Stehaufmännchen. Mehr will ich zum Inhalt nicht erzählen.

Schön fand ich, dass man sehr viel über das Leben zur damaligen Zeit lernte,wie das Gefüge einer Stadt aufgebaut war, wie das Verhältnis Kirche/ weltliche Obrigkeit ablief usw.. Dies war äußerst interessant. Inwiefern alles historisch korrekt ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich froh bin, nicht zu jener Zeit gelebt zu haben.

5 Sterne kann ich nicht geben, denn dann wäre es für mich ein Super-Buch gewesen, 4 Sterne leider auch nicht, weil das Buch für mich erst in der Mitte anfing und insgesamt durch Detailverliebtheit und Unwichtiges zu sehr in die Länge gezogen ist. Daher leider nur 3 Sterne.

Wenn der Autor es lernt, sich kürzer zu fassen, Unnötiges wegzulassen, dann denke ich, kann man in Zukunft noch Einiges von ihm erwarten, denn der Schreibstil selbst ist sehr flüssig und ansprechend. Ein guter Anfang ist schon mal gemacht.
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am 12. August 2013
Ich habe nicht zwingend besonders hohe Ansprüche an historische Romane. Der Schreibstil ist in Ordnung, jedoch weist der Roman meines Erachtens erhebliche Schwächen auf.
Was mich am meisten stört: Die Handlungen einiger Personen sind hahnebüchen unlogisch bis albern. Gezänk mit der Gilde hin oder her: Kein Bischof oder sonstiger Stadtherr würde wohlwollend in Kauf nehmen, dass ein Ritter aus der Nachbarschaft über Wochen hinweg Nachts in der Stadt einfällt. Das ist derart absurd, dass es eigentlich einer kindlichen Vorstellung entstammt. Die Duldung wird damit begründet, dass der Bischof selbst gegen die Gilde nicht vorgehen kann und somit diesem ominösen Raubritter freie Hand lässt. Der Rest der Stadt tut dabei völlig unbeteiligt, während der Ritter mitten in der Stadt Häuser überfällt, Vergewaltigt, Lager ausraubt und (das schlimmste, was einer Stadt im Mitelalter passieren konnte!!!) Feuer legt.
Es finden mehrere "Schlachten" zwischen dem kampferprobten Ritter und seinen ebenso kampferprobten Soldaten und den gar nicht kampferprobten Männern der Gilde und einigen Söldnern statt. Obwohl es Opfer auf beiden Seiten gibt (es kann also keine Deeskalationsstrategie dahinter stecken) und der Ritter eigentlich die "Bauernlümmel" im Handstreich hätte niedermachen können/müssen, bricht der Ritter ohne Sinn oder Verstand die Schlacht ab und zieht sich zurück. Warum er das tut, ist nicht ersichtlich. Stattdessen verlegt er sich darauf, regelrechte "Ninja-Attacken" in den Folgenächten der kommenden Wochen zu starten.

Dass die vielen Feuer scheinbar immer wieder gelöscht werden können und es dem Bischof völlig gleichgültig ist, dass neben der gesamten Stadt auch er selbst jederzeit abbrennen könnte, macht die ganze Story nicht glaubwürdiger.

Die Idee ist gut, die Grundstory auch. Die Umsetzung ist aber selten naiv. Für einen langen Strandurlaub in Ordnung, aber da gibt es auch deutlich bessere Romane.
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am 27. August 2013
Allgemeines /Aufbau
Erscheinungstermin: 10.Juni 2013 im Goldmann Verlag
Taschenbuch mit Klappenbroschüre, 1152 Seiten, ISBN: 978-3-442-47947-4
Gliederung:
Historische Landkarte des Herzogtums Oberlothringen
Verzeichnis der Romanfiguren
Prolog
Fünf Bücher mit lateinischen Titeln, Kapitel jeweils mit Orts- und Zeitangabe überschrieben
Anmerkungen zum historischen Hintergrund
Glossar mittelalterlicher Wörter

Inhalt
Die Handlung des Romans erstreckt sich über die Jahre 1173 (Prolog) bis 1206 und wird aus der personalen Erzählperspektive in der dritten Person präsentiert.
Der zu Beginn der Romanhandlung achtjährige Protagonist Michel de Fleury ist der Sohn eines Leibeigenen. Sein verwitweter Vater flieht eines Nachts mit Michel und seinen beiden jüngeren Geschwistern Jean und Vivienne in die nahegelegene Stadt Varenne-Saint-Jacques. Nachdem es ihm gelungen ist, ein Jahr und einen Tag in der Stadt unter dem Schutz des Kaufmanns Caron zu leben und nicht von den Häschern seines ehemaligen Grundherrn aufgespürt zu werden, erhält er seine Freiheit und beginnt Handel zu treiben. Michel, der sich mit den Kindern des Kaufmanns, Gaspard und Isabelle Caron, angefreundet hat, wird von seinem Vater nach Mailand geschickt, um dort den Beruf des Kaufmanns von Grund auf zu lernen.
In Mailand herrschen fortschrittlichere Zustände als in anderen mittelalterlichen Handelsstädten: die Stadt wird nicht von einem Bischof oder einem Adeligen beherrscht, vielmehr wird sie von einem Kollegium gewählter Bürger verwaltet. Dies steht im krassen Gegensatz zu Michels Heimatstadt Varennes, die unter der Knute gleich zweier geld- und machtgieriger Männer steht. Bischof Ulman verlangt gnadenlos Abgaben für die Kirche, die allzu oft Zwecken seiner persönlichen Prachtentfaltung dienen. Der Ritter Aristide de Guillory ist der weltliche Herr der Stadt, er setzt willkürlich alte Regeln zur Besteuerung außer Kraft. Durch immer höhere Markt- und Brückenzölle füllt er seine eigenen Kassen und schadet dem Handel nachhaltig. Die Kaufleute der Stadt handeln unter anderem mit dem äußerst begehrten Salz der nahegelegenen Saline, durch die hohen Abgaben wird der Handel immer weniger profitabel. Widerspruch und Widerstand der Kaufmannsgilde werden im Keim erstickt, dabei schrecken de Guillory und seine "Schlägertrupps" vor keiner Gewalttat zurück.
Nach seiner Rückkehr aus Mailand wird Michel Mitglied der Kaufmannsgilde. Mit seinem ehemals besten Freund Gaspard entzweit er sich über die Frage, wie man der Willkür der Obrigkeit entgegentreten soll: Gaspard spricht sich für den gewaltsamen Widerstand aus, Michel will langsam und bedächtig vorgehen. Die plötzliche Feindschaft zwischen Gaspard und Michel steht auch den Heiratsplänen von Michel und Gaspard Schwester Isabelle im Wege. Sie steht unter der Muntgewalt ihres Bruders, der jetzt alles daransetzt, die Liebe der beiden zu zerstören. In den folgenden Jahren muss Michel es mit drei Feinden zugleich aufnehmen: Gaspard, Bischof Ulman und Aristide de Guillory. Glücklicherweise hat er in der Gilde auch treue Freunde, die trotz der Gefahr für Leib und Leben an seiner Seite mit Klugheit und einem langen Atem für die Freiheit der Stadt Varennes nach mailändischem Vorbild zu kämpfen bereit sind.

Eigene Meinung
Die Stadt Varennes ist fiktiv, die dort herrschenden Zustände werden jedoch wahrheitsgetreu geschildert. Eindrücklich schildert der Autor, wie geistliche und weltliche Halsabschneider das einfache Volk durch ihre unersättliche Geldgier in den Ruin treiben. Bei der Festsetzung von Steuern und anderen Abgaben herrscht die reine Willkür, das eingenommene Geld wird oft nicht für das Wohl der Allgemeinheit (Stadtreinigung, Sanierung der Wehranlagen) investiert, sondern fließt in die Taschen der ohnehin schon Reichen. Der Bischof sorgt für eine Geldentwertung, indem er neue Münzen mit geringerem Silberanteil prägen lässt, das Silber der vorher im Umlauf befindlichen Münzen zieht er für sich ein. Den Kaufleuten bleibt durch die immer höheren Abgaben nur eine geringe Gewinnspanne, sie müssen ihrerseits die Preise erhöhen. Die Handwerker und Tagelöhner sind vom Hungertod bedroht. Im vorliegenden Roman kann der Leser nachvollziehen, wie es in der Bevölkerung zu gären beginnt und wie sich die Menschen verschiedenster Berufsgruppen zum Widerstand formieren. Zu solchen Aktionen kam es dem Nachwort des Autors zufolge im 12. und 13.Jahrhundert in vielen Städten, sodass sich kleine "Stadtrepubliken" als frühe Ansätze einer Demokratie bildeten.
Neben dieser äußerst interessanten Thematik ist bei "Das Salz der Erde" jedoch auch spannende Unterhaltung garantiert, dafür sorgen der anschauliche und fesselnde Sprachstil, die ständigen Gefahren, in denen die Hauptpersonen schweben und die unter schwierigen Umständen sich entwickelnde Liebesgeschichte des Protagonisten.
Sehr angenehm unterscheidet sich dieser Roman von anderen seiner Gattung darin, dass die Verteilung von Glück und Unglück realitätsnah geschildert wird. Auch die "Guten" haben Schlimmes, nicht wenige von ihnen sogar den Tod, zu erleiden und die "Bösen" erfreuen sich lange der Früchte ihrer Niedertracht. Der Protagonist hat zwar sehr viele gute Eigenschaften, ist aber glücklicherweise nicht ganz ohne Fehler, sodass er noch glaubwürdig bleibt.
Die Anhänge (Personenverzeichnis, Nachwort und Glossar) sind für den Leser hilfreich und informativ. "Das Salz der Erde" ist ein anspruchsvoller und gleichzeitig unglaublich fesselnder Roman, der den Vergleich mit einem Werk wie "Die Säulen der Erde" nicht zu scheuen braucht.

Fazit
Ein ebenso informativer wie fesselnder Debütroman, der in die Oberliga der historischen Romane gehört. Unbedingt empfehlenswert für Liebhaber gut recherchierter, anspruchsvoller Unterhaltung!
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am 24. Juli 2014
Der Roman ist reich an historischen Details, Wolf ist ohne Zweifel ein Kenner mittelalterlicher Geschichte.
Leider gelingt es ihm nicht, einen origenellen, kreativen Plot und glaubwürdige, menschlich mehrdimensionale Charaktere zu entwickeln.
Die Handlungsstränge sind arg klischeehaft und simpel gehalten, man merkt dem Autor an, dass es ihm schwerfiel, sich von Mittelalterschmöker-Klassikern wie 'Die Säulen der Erde' erzählerisch zu lösen.
Eine Entwicklung der Charaktere findet quasi nicht statt, es gibt keine menschlichen Ambivalenzen, der Protagonist ist ein uneingeschränkter Übermensch ohne jeden Makel, was in der ersten Hälfte des Buches garnicht oft genug vom Autor wiederholt werden kann.
Die Bösewichte sind ebenso ohne jegliche menschliche Schattierungen entweder raffgierige, gewissenlose Kirchenmänner oder grausame, rücksichtslose Adelige. Die Darstellung dieser Antagonisten ist so holzschnittartig, dass sie teilweise die Grenze zur Karikatur überschreiten. Die obligatorische Liebesgeschichte ist so klischeehaft und leblos gestaltet, dass man sich nicht einmal daran wirklich erfreuen kann.

Die Handlung ist für jeden, der mit 'Das Salz der Erde' nicht seinen ersten Mittelalter-Roman in den Händen hält, von Anfang bis Ende vorhersehbar und ohne jede Originalität. Überraschende Wendungen kommen quasi nicht vor, jede erzählerische Entwicklung der Geschichte wirkt wie aus einem Handbuch zum Verfassen mittelalterlicher Romane entnommen.

Wer keine Ansprüche an Originalität der Story und Glaubwürdigkeit der Charaktere und deren Interaktionen hat, dafür aber leichte Kost mit vielen historischen Details sucht, der ist bei 'Das Salz der Erde' genau richtig. Allen anderen sei geraten, die 10 Euro lieber anders zu investieren.
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am 31. Oktober 2015
Michel lebt mit seinem Vater und seinen zwei jüngeren Geschwistern in einem Dorf als Leibeigene. Nach einem unschönen Vorfall beschließt ihr Vater, dass sie aus dem Dorf fliehen, denn er möchte seine Kinder keiner Gefahr aussetzen. Sie fliehen in einer Nacht und Nebelaktion in die nächstgrößere Stadt namens Varennes, wo sie bei einem Kaufmann Obdach finden und dort gemeinsam mit der Familie dessen aufwachsen. Als Michel später nach Mailand in die Lehre eines Kaufmanns geht wird er sehr gut ausgebildet, muss aber zurückkehren, weil ihm ein Brief ereilt. Sein Vater ist gestorben und nun möchte er sein Erbe antreten, sprich, den Handel mit Salz weiterführen.

In Varennes angekommen führt sein Weg auch zu dem Haus, in das er damals mit seinem Vater und seinen Geschwistern aufgenommen wurde und lange gelebt hatte. Isabelle und Gaspard sind die Kinder des Hausherrn, der aber leider schon verstorben ist. Da sie sich lange Zeit nicht gesehen hatten, erkennt Michel erst jetzt, was für eine Schönheit Isabelle geworden ist und hat so einige Gedanken, die sie betreffen.

Es gibt eine Handelsgilde in Varennes, in der auch Gaspard ist und der Michel beitritt. Denn ohne Mitglied in dieser Gilde zu sein, darf er keinen Handel ausführen.
Einige Ungereimtheiten in der Gilde führen dazu, dass schließlich ein neuer Gildenmeister gewählt wird, Gaspard und Michel sich anfeinden und Isabelle, seine große Liebe für ihn unerreichbar wird.

Was Michel alles in Varennes erlebt, ob er die Stadt zu einer freien Handelsstadt machen wird, was der Bischof für eine Rolle spielt und was am Wichtigsten ist, was wird aus ihm und seiner Liebe Isabelle? Das müsst ihr selbst lesen. Ich garantiere euch, es lohnt sich.

Meine Meinung:

Da ich gelesen habe, dass dieses Buch als Hörbuch ein echtes Hörerlebnis sein soll, entschied ich mich für das Hörbuch. Johannes Steck, der Sprecher macht seine Sache wirklich grandios. Man kann an der Stimme, die er für die verschiedenen Charaktere ausgesucht hat, hören wer da spricht.
Er haucht den Personen wirklich und wahrhaftig Leben ein. Es machte wirklich sehr viel Spaß zuzuhören und es fesselte ungemein.

Die Geschichte beginnt mit dem Leben, was Michel und seine Familie führten als sie noch Kinder waren. Da dieses Buch so viele Seiten hat, dachte ich, dass ich genau hinhören muss, nichts verpassen darf und mir alles genau merken muss. Ich habe mir vielleicht die ersten zehn Titel noch einmal angehört, mit absoluter Ruhe. Auch dachte ich, dass ich mir für die anschließende Rezension Notizen mache, um auch nichts zu vergessen, aber das war gar nicht nötig. Die Geschichte ist so toll und lebendig, dass man alles was passiert noch genau weiß.

Aufgeteilt in Kapitel, mit Schauplatz, Monat und Jahr folgt man den Hauptpersonen überall hin. Man geht mit der Zeit und erlebt wie sie sich entwickeln, wie sie erwachsen und weise werden.
Die Erzählweise ist allwissend, so dass man erfährt, wo die Protagonisten sind, was sie machen und wie sie fühlen.

Da es 4 mp3 CD's sind, ist man nicht an den CD Player gebunden, der in der Küche steht oder an die Musikanlage im Wohnzimmer. Ich z.B. habe einen kleinen Mp3 Player. Dort habe ich die Titel raufgezogen und nebenbei gehört. Ich war so mit dem Hund Gassi. Völlig entspannt und frei von bösen Gedanken, fühlt sich der Hund auch gut. Beim Putzen und Kochen eine herrliche Beschäftigung. Oder Abends im Bett zum Einschlafen.
Es war einfach nur eine tolle Geschichte, denn ich liebe historische Romane. Das Mittelalter ist so bösartig, ungerecht und leidvoll, Ich bin froh, dass ich im Hier und Heute lebe. Die Strafen damals, die Hinrichtungsarten sind sehr grausam und doch verdient gewesen.
Ich bin froh, dass ich mir meinen Mann alleine aussuchen kann und nicht einfach einen vorgesetzt bekomme. Lach
Das Buch bietet für den Preis sehr viele spannende Lesestunden ist eigentlich noch zu niedrig.

Meine ersten Worte als es beendet war: Das war so schön!
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am 26. Juli 2015
Herzogtum Oberlothringen, 1187: Nach dem überraschenden Tod seines Vaters kehrt der junge Michel de Fleury aus Mailand zurück, wo er die letzten drei Jahre bei einem Kaufmann in die Lehre gegangen ist. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Jean will er das Familiengeschäft weiterführen, aber Höhen und Tiefen wechseln sich ab. Michels Traum, seine Heimatstadt Varennes-Saint-Jacques zu einer freien Stadt nach dem Vorbild Mailands zu formen, trifft besonders beim Bischof auf Widerstand. Um seine Ziele zu erreichen, legt er sich nicht nur mit ihm, sondern auch mit seinem besten Freund Gaspard und dem skrupellosen Ritter Aristide de Guillory an, dem die Brücke zur Saline gehört und der für die Benutzung seines Eigentums hohe Zölle verlangt. Michels Freunde unterstützen ihn, wo sie nur können, aber er hat sich auch mächtige Feinde geschaffen, die vor nichts zurückschrecken...

"Das Salz der Erde" ist mit seinen 1152 Seiten, die über dreißig Lebensjahre Michels begleiten, ein sehr umfangreiches Werk, das aber nie langweilig wird. Schon Michels Kindheit ist eher ungewöhnlich, denn sein Vater Rémy ist ein Höriger, eine Art Leibeigener, der als Bauer für seinen Lehnsherrn schuften muss. In einer Winternacht nimmt er seine drei Kinder mit nach Varennes-Saint-Jacques, denn wenn man als Auswärtiger ein Jahr und einen Tag in der Stadt verweilt, erlangt man die Freiheit. Durch viel Fleiß schafft Rémy es, sich und seiner Familie ein neues Leben aufzubauen, das durch seinen jähen Tod einen schmerzhaften Einschnitt erfährt. Die Verantwortung als ältester Sohn lastet zunächst schwer auf Michels Schultern, doch schon bald gewöhnt er sich an seine neue Aufgabe als Familienoberhaupt. Er ist ein geschickter Kaufmann, der es versteht die Kassen zu füllen und durch seine umgängliche und freundliche Art schafft er es schnell, neue Freunde zu gewinnen. Besonders in der Kaufmannsgilde braucht er die auch, denn um seinen Traum von einem freien Varennes zu erfüllen, müssen erst einmal die Untergebenen des Bischofs von ihren hohen Posten weichen.
Dadurch, dass Michel mit so vielen Leuten zu tun hat, lernt man diese natürlich alle mehr oder weniger gut kennen. Besonders am Anfang ist es etwas schwierig den Überblick zu behalten, denn die Gilde besteht aus etwa fünfzehn Leuten, die auch alle namentlich in Erscheinung treten. Schon zu Beginn gibt es ein Personenregister, in dem man die Namen nachschlagen kann, aber mit Fortschreiten der Handlung war es irgendwann kein Problem mehr, die verschiedenen Personen zu unterscheiden. Viele sterben und ziehen weg, neue Leute treten in Erscheinung und die eher unwichtigen Nebendarsteller werden anhand ihres Berufes oder der persönlichen Verbindung zu anderen Personen beschrieben. Zusätzlich mischen auch noch einige historische Persönlichkeiten mit, wie etwa der Erzbischof von Trier, Herzog Simon und dessen Familie, sowie die Könige Friedrich Barbarossa, sein Sohn Philipp und dessen Widersacher Otto von Braunschweig. Auf sie wird noch einmal im Nachwort eingegangen, das leider nicht so umfangreich war, wie ich es bei einem solchen Schmöker erwartet habe, aber das letztendlich die wichtigsten Dinge anschneidet. Varennes-Saint-Jacques ist im Übrigen eine fiktive Stadt, doch die geschilderten Geschehnisse sind andernorts schon passiert und in meinen Augen war das auch ziemlich authentisch geschildert. Man merkt, dass der Autor umfangreich und detailliert recherchiert hat und ich konnte mich komplett im Hochmittelalter wiederfinden. Es wurde an alles gedacht, vom Aufbau der Stadt über die Schilderung deren Bewohner bis hin zu Recht und Gesetz, Handel und Handwerk, alles wird leicht verständlich in den Text integriert. Viele gebräuchliche Begriffe aus der Zeit werden im Anschluss in einem Glossar erklärt, doch vieles versteht sich von selbst oder erschließt sich aus dem Kontext. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er liest sich flüssig und leicht. Nicht alles ist aus Michels Perspektive geschildert, manchmal begleitet man unter anderem auch den Bischof, Michels Freund Gaspard oder dessen Schwester Isabelle, die sich in den Kindheitsfreund verliebt, so wie er sich in sie. Die Spannung wird so zusätzlich hoch gehalten, denn man weiß, dass etwas passieren wird, nur nicht was oder wann. Die Mischung aus Alltagsleben und außergewöhnlicher Ereignisse ist in meinen Augen gut gelungen, denn sie ist abwechslungsreich und interessant.

Somit möchte ich "Das Salz der Erde" Freunden von historischen Romanen weiterempfehlen, die einen langen Atem haben und sich für das Hochmittelalter und / oder die Umgebung Lothringen interessieren.
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am 20. Februar 2015
Dieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Die Personen sind deutlich gezeichnet, ihre Handlungen sind menschlich nachvollziehbar und ließen mich nicht aus ihrem Bann.

Die detailgetreue Schilderung des Kaufmannslebens im Mittelalter deutet auf intensive Recherche, das soziale Leben im Mittelalter wird sehr anschaulich geschildert. Interessant war für mich, das sich ein erheblicher Teil der Handlung mit der Politik des Mittelalters beschäftigt. Nicht nur der historischen, sondern der Alltagspolitik. Insbesondere die Schilderungen des Alltags und seiner Widrigkeiten anhand der Protagonisten fand ich sehr spannend.

Ein 1-Stern-Rezensient schreibt, dass dieses Buch eine mittelalterliche "Daily-Soap" sei, ein anderer, dass die Nähe zu Ken Follet sehr groß sei. Beides finde ich nicht negativ, sondern im Gegenteil sehr positiv: Ein Buch wird doch gelesen, weil es spannend ist. Und das ist es dann, wenn etwas aufregendes geschieht. Genau das macht dieses Buch aus (warum sonst haben Daily-Soaps im TV so hohe Einschaltquoten?). Es ist eben ein Roman, eine Fiktion, die sich sehr gut um die historische Warheit rankt. Wer das nicht mag, sollte Sachbücher lesen.

Ja, die Nähe zu Ken Follet ist nicht zu übersehen (auch zu anderen Autoren dieses Genres). Aber warum auch nicht? Welche Alternative gibt es denn, um ein spannendes, mitreißendes Buch zu schreiben? Erfolgreich sind diese Bücher, weil so viele Leser sich angesprochen fühlen. Dazu gehöre ich auch und ich kaufe ein Buch und lese es um in eine andere Welt einzutauchen. Dieses Vergnügen bereitet mir Daniel Wolf mit diesem Buch ebenso wie andere Autoren, die ich mit 5 Sternen bewertet habe.

Aus meiner Sicht ganz klare Kaufempfehlung und daher 5 Sterne.
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