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96 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Revolutionär
Freier Fall ist kurz gesagt revolutionär. Das hängt vor allem mit der Darstellung von schwuler Liebe und ihrer Protagonisten zusammen.

Der Film lebt durch seine Darsteller, die wirklich unvergleichlich authentisch sind. Besonders Hanno Koffler spielt die Rolle seines Lebens. Auch wenn er mich bereits in Nacht vor Augen (2008) überzeugt hat,...
Vor 17 Monaten von DGold veröffentlicht

versus
41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Echt klasse Film...bis man am Ende ankommt...
Schon viele äußerten sich zu der gelungenden Story, weshalb ich hier nicht weiter darüber schreibe. Die Charaktere wurden allesamt wirklich gut inziniert. Sie sind glaubwürdig, überzeugend, eindrigend, einfach nur gut. Der Film fesselte mich bis zum Schluss, bis ich diesen sah... . Würde der Film, so wie viele andere auch, nicht negativ...
Vor 11 Monaten von rfreitag89 veröffentlicht


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96 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Revolutionär, 30. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Freier Fall (DVD)
Freier Fall ist kurz gesagt revolutionär. Das hängt vor allem mit der Darstellung von schwuler Liebe und ihrer Protagonisten zusammen.

Der Film lebt durch seine Darsteller, die wirklich unvergleichlich authentisch sind. Besonders Hanno Koffler spielt die Rolle seines Lebens. Auch wenn er mich bereits in Nacht vor Augen (2008) überzeugt hat, reicht wenig an den Charakter des Marc heran. Die Echtheit seiner Gefühle vor laufender Kamera ist geradezu lähmend.

Es geht auch um männliche Authentizität.

Warum fürchten sich immer noch so viele Männer vor Homosexualität? Weil sie Angst vor dem Verlust ihrer Männlichkeit haben. Bei Freier Fall zweifelt man keine Sekunde daran, dass es sich um zwei „echte“ Kerle handelt, die klischeefrei und haltlos ineinander verliebt sind. So wie „Männer“ lieben. Harsch, leidenschaftlich, manchmal gewaltvoll … Keiner wirkt verweichlicht, ganz im Gegenteil, das gemeinsame Testosteron scheint sich zu einer eigenen Dynamik aufzuaddieren – die Marc in Situationen mit seiner Frau weicher und „schwuler“ erscheinen lässt, als mit Kay. Wahnsinn oder?!

Szenen zwischen Marc und Kay wechseln zwischen Leidenschaft und Gewalt, während die Beziehung zu Marcs Frau immer wieder in den eigenen vier Wänden spielt und seltsam beengend wirkt.

Es gibt ein paar Dinge, die mich einerseits überrascht, mir andererseits weniger gefallen haben.

Dazu gehört die spärliche Darstellung des Polizeialltages. Da der Film in den Medien als „Brokeback Bereitschaftspolizei“ angepriesen wurde, bin ich von einer stärkeren Dominanz des Polizei-Milieus ausgegangen. Alle Szenen innerhalb der Polizei fand ich sehr stark, deshalb ist es schade, dass nicht wenigstens ein einziger Einsatz gezeigt wurde, was wahrscheinlich dem geringen Budget zu zuschreiben ist. Ich hätte mir etwas mehr Action in dieser Hinsicht gewünscht, vor allem weil dadurch noch mehr Dramatik zwischen Marc und Kay möglich gewesen wäre.

Zweitens wurde in den Medien der Fokus auf Marcs und Kays Beziehung gelegt, die Bedeutung seiner Ehefrau kaum ausgeführt, während der Film den Hauptaspekt auf die familiäre Situation legt und trotz der schwulen Thematik vor allem aus heterosexueller Sicht erzählt.

Der Film hat ein wenig das Problem (ähnlich wie sein Protagonist) zwischen den Stühlen zu stehen. Schwule Besucher in meinem Kino fanden Marc „zu männlich“ – heterosexuelle Freunde in meiner Umgebung interessieren sich nicht für homosexuelle Küsse auf der Leinwand.

Meine größter Kritikpunkt: Die Ausführung von Kay.

Regisseur und Schauspieler beschreiben Kays Einsatz im Film als „bewusst mysteriös“.

Bevor ich den Film gesehen habe bin ich (aufgrund des medial angepriesenen „Rebellenimages“) von einem aktiveren Kay ausgegangen. Im Endeffekt war er ruhiger als ich dachte, was dem ganzen jedoch noch keinen Abbruch tut. Was mich jedoch massiv gestört hat ist das komplette Fehlen seiner Figur im letzten Abschnitt des Filmes, das einerseits logisch war, um die Einsamkeit von Marc noch besser zu beschreiben. Es kann aber nicht sein, dass ein Hauptcharakter (!) (es sei denn er stirbt) in der letzten halben Stunde überhaupt nicht mehr auftaucht.

Ich finde, dass er insgesamt zu kurz kommt. Mir erschienen viele Szenen mit der Ehefrau einleuchtend und klar, manches wurde „doppelt“ deutlich gemacht, während ich mir hinsichtlich Kay wenigstens die ein oder andere Aufklärung gewünscht hätte. So wirkte er irgendwie austauschbar, wie ein Nebendarsteller. Die Bedeutung der Marc / Kay Beziehung schien durch sein Fehlen gegen Ende auch ein Stück weit in Frage gestellt.

Das ließ mich letztendlich etwas unzufrieden zurück. Dennoch lautet mein Fazit:

Ein außergewöhnlicher, emotional aufwühlender, toller Film, der insgesamt an einigen Stellen meine Erwartungen übertroffen hat.
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41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Echt klasse Film...bis man am Ende ankommt..., 22. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Freier Fall (DVD)
Schon viele äußerten sich zu der gelungenden Story, weshalb ich hier nicht weiter darüber schreibe. Die Charaktere wurden allesamt wirklich gut inziniert. Sie sind glaubwürdig, überzeugend, eindrigend, einfach nur gut. Der Film fesselte mich bis zum Schluss, bis ich diesen sah... . Würde der Film, so wie viele andere auch, nicht negativ enden, so würde der Film von mir auch gerne 5 Sterne erhalten. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wieso solche erstklassige Filmumsetzungen mit Schwulen fast immer ein, für mich!, bescheuertes Ende haben. Während des ganzen Filmes lernt man die Männer kennen, man fühlt mit ihnen, man lernt, dass Homosexualität nichts schlimmes sondern etwas schönes und auch normales ist. Es treffen zwei Männer, die füreinander geschaffen sind. Dürfen sie aber zusammen bleiben? Kann man ein positives Ende für beide drehen? Einfach auch mal zeigen, ja! Homosexuelle haben auch ein Happy End verdient. So selten werden gute Filme zu diesem Thema gedreht, mit solch einer Besetzung und ergreifenden Geschichte. Ich bin wirklich sehr enttäuscht über das Ende, denn leider kann man bestimmt auch nicht auf einen zweiten Teil warten, der das Leben der beiden in einem gemeinsamen glücklicheren Weg führen wird ;(
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend, 5. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Freier Fall (DVD)
Dieser Film gehört zu den besten Liebesfilmen. Als Frau hat sich mein Blick nicht primär auf das Geschlecht der beiden Protagonisten fokussiert, sondern darauf, dass sich zwei Menschen leidenschaftlich und tief ineinander verlieben, aber kein Paar werden (können). Hanno Koffler spielt den Marc zum Gänsehaut gekommen: Die Überraschung über seine Gefühle für Kay, sein Widerwillen, sein Dagegenhalten, sein zu seiner Frau halten, sein Nachgeben und seine Lebenslust und Hingabe während seines Zusammenseins mit Kay waren ebenso mitreißend wie seine Trauer und der Schmerz am Ende. Mein Mitgefühl galt der Bettina, die langsam ihres Mannes verlustig wurde und dem nichts entgegensetzen konnte (noch nicht einmal wirkliche Eifersucht). Ich hätte allerdings gerne mehr über Kay erfahren, glaubhaft dargestellt durch Max Riemelt. Das Ende ist das einzig realistische: Mehr Mut, als seine Frau und das Kind zu verlassen, hätte ich Marc nicht abgenommen. Der Schritt, mit Kay zu leben, hätte die Figur wieder unrealistisch werden lassen. Und so endet der Film wie er beginnt, mit Marcs Keuchen beim Laufen.
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45 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Enge Verhältnisse, 26. Mai 2013
Von 
opernfan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Freier Fall (DVD)
Der Film schildert die Geschichte eines Polizisten, der scheinbar in wohl geordneten Verhältnissen lebt: die Freundin bekommt ein Kind, die Eltern stellen das Haus, der Job läuft soweit - also alles gut? Wenn da nicht der andere Polizist Kay wäre, der die scheinbar so heile Welt auf den Kopf stellt und mit seinem unmittelbaren Begehren alles in Frage stellt, was bisher sicher schien. Marc verstrickt sich zunehmend in Lügen, teils will er verbergen, dass er sich zusehends in Kay verliebt, teils hat man fast den Eindruck, dass er "auffliegen" will, weil diese Form des Doppellebens auf Dauer nicht aushaltbar ist. Wenig hilfreich ist es jetzt, dass die Umgebung weitestgehend spießbürgerlich und mitunter offen homophob ist. Und dennoch wird Marc eine Entscheidung treffen müssen.
Der Film zeigt das Dilemma, dass alle eigentlich alles richtig machen und dennoch auf der Beziehungsebene eine Katastrophe aufzieht. Er zeigt das Beruhigende der Enge der wohl geordneten Verhältnisse, aber eben auch, wie diese das Individuelle abwürgen und Leidenschaftlichkeit im Keim ersticken: nicht sein kann, was nicht sein darf. Das ist beeindruckend gespielt, allen voran die beiden Männer zeigen auch mit körperlichem Einsatz die Verwundbarkeit aber auch die Leidenschaft der beiden Protagonisten. Das Umfeld der Polizei wird jetzt etwas eindimensional (homophob) gezeichnet und auch manche Nebenfigur (allen voran die Eltern von Marc) bleibt im Stereotyp haften. Und dennoch fesselt einen der Film, man leidet mit den Hauptfiguren mit, sieht deren Not und auch die Auswegslosigkeit, mit denen sie sich verstricken. Und welchen Mut es braucht, angesichts enger Verhältnisse doch zu wagen, zu sich zu stehen. Aber eben auch, welchen Preis man zahlen muss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blu-ray im Test!, 26. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Freier Fall [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Story: Marc Leben ist zurzeit perfekt. Er hat gute Karriereaussichten bei der Polizei, Nachwuchs ist unterwegs und die Doppelhaushälfte von den Eltern vorfinanziert. Bei seiner Fortbildung lernt er den lebenslustigen Kollegen Kay kennen. Beim gemeinsamen Lauftraining entwickeln sich nach und nach Gefühle zwischen den beiden Männern. Kay zieht Marc in seinen Bann und schnell ist dieser hin- und hergerissen zwischen seinem alten Leben und das mögliche Leben mit Kay. Schnell befindet Marc im freien Fall und man weis nicht, wie und wann er landet.
"Freier Fall" ist neben Sommersturm (bei dem auch schon Marc-Darsteller Hanno Koffler mitspielt) einer der besten Liebesdramen, wenn es um die Liebe zwischen Männern geht. Wer denkt, dass in diesem Film die typischen Klischee Schwulen gezeigt werden, wird enttäuscht. Normale Männer, Normales aussehen und ein normales Umfeld. Tolle Darsteller, bei denen die Chemie stimmt, schöne Story und gute Inszenierung. 5 Sterne

Das Bild: Freier Fall bietet zu 90% ein perfektes Bild. Der Detail- und Schärfegrad ist sehr gut aber es gibt es öfteren Schwankungen, vor allem bei Großaufnahmen wirkt das Bild des Öfteren unscharf. Die Farben sind kräftig und natürlich, der Kontrast und Schwarzwert ist ebenso sehr gut. Ab und an gibt es leichte Filmkörnung aber dies hält sich in Grenzen. 4 Sterne

Der Ton: Dieser liegt in Deutsch DD 5.1 und DD 2.0 vor. Der Film ist hauptsächlich ruhig gehalten und besticht durch seine Dialoge, die immer sehr gut zu verstehen sind. Bei der Musik und bei immer wieder "lauteren" Szenen haben die Boxen dann auch ab und an etwas mehr zu tun. Für mich persönlich gibt es nichts Negatives. 5 Sterne

Die Extras: Leider gibt es kein Wendecover. Dafür gibt es ein Booklet mit einem Interview mit den beiden Hauptdarstellern. Einen Audiokommentar mit Stephan Lacant, Hanno Koffler und Max Riemelt, zusätzliche Szenen und der Kinotrailer. Leider nicht sehr viel und auch nicht wirklich spannend. 3 Sterne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegen die Schublade, 5. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Freier Fall (DVD)
"Freier Fall" spielt gegen sämtliche Klischees an - schafft es manchmal nicht ganz - aber das ist nicht das Ausschlaggebende. Das Wichtigste an diesem Film ist, dass er gegen die Schublade spielt.

Worum geht es? Marc, Endzwanziger und Polizist in einem unbenannten Provinznest, hat es sich eingerichtet in seinem Leben. Der Weg ist vorgezeichnet und folgt vielen ausgelutschten Lebensentwürfen. Frau, Kind, Haus, Hund. Daran ist nichts verkehrt, solange man glücklich damit ist. Marc war glücklich, bis er auf einem Lehrgang seinen Kollegen Kay kennenlernt, der nach relativ kurzer Zeit weder einen Hehl aus seiner Homosexualität macht, noch daraus, dass Marc ihm gefällt.

Kay ist all das, was Marc nicht ist. Verwegen, frei, regellos. Und hier setzt der Knackpunkt an: Die Schublade fällt zu Boden und macht dem Leben platz. Marc verliebt sich in den Menschen Kay, der ihn Laufen lehrt. Nicht nur im Wald bei gemeinsamen Trainingsläufen, sondern in seinem gesamten Umfeld, einschließlich Herz, Geist, Körper. Er begehrt Kay ebenso heftig wie umgekehrt. Das Problem ist nur: Marc wird gerade Vater, hat es sich in der von den Eltern vorfinanzierten Doppelhaushälfte gemütlich gemacht und hat eine tolle Frau, die prima zu ihm passt. Marc wird auf dem harten Wege lernen, dass man nicht jedem gerecht werden kann; seinem Geliebten nicht und nicht seiner Familie. Er kann nur eines: sich selbst gerecht werden. Er muss eine Entscheidung treffen und der Preis, den er dafür zahlen muss, ist sehr hoch.

Der Film ist ein stilles Stück, das beinahe ohne Musikuntermalung auskommt. Er brilliert mit Gesichtern, ungesagten Worten, Gesten und ganz vielen Blicken. Nichts muss toterklärt und zerredet werden. Es spielen auf: die wunderbaren Hanno Koffler, Max Riemelt und Katharina Schüttler. Hochemotionales Kino vom Feinsten.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seit langem mal wieder ein guter Deutscher Film, 28. Dezember 2013
Von 
F. Schober "F-S" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Freier Fall (DVD)
aber die Deutsche Filmindustrie kann eh nur Filme machen, die
von dem 2. Welterkrieg handeln, und alles was damit zu tun hat.... böse , böse Vergangenheit,
und natürlich solche problembeladenen Gay Filme ala "Echte Kerle" "Bewegter Mann"

Freier Fall gehört eindeutig zu den guten Produktionen, der ohne Klischees und
Schubladendenken auskommt.

Beide Schausspieler spielen sehr glaubhaft, überhaupt nicht hölzern, so das man sich
in die verschiedensten Seiten der Darsteller hinein versetzen kann.
Die Story ist natürlich wieder das althergebrachte.
Gay verliebt sich in Hetero und bringt seine "Schein" Welt komplett durcheinander.
Natürlich darf dann auch ein Männer dominierender Job wie die Polizei als Hintergrund nicht fehlen.

Alles in allem muß ich gestehen, das man sich diesen Film bis zum Ende anschaut, die Story nicht
hervorsehbar ist,der Ton - nicht typisch deutsch- sehr gut zu verstehen ist, ohne nerviges Genuschel.

Das Ende allerdings war nicht so mein Geschmack, aber immerhin besser als das Heile Welt Ende.
Von daher: auch ok.

Seit langem mal wieder ein schöner Deutscher Ausnahme Film !
Sehenswert!!!
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5.0 von 5 Sternen ich fühlte mich "stehen gelassen", 4. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Freier Fall (DVD)
Die beiden Darsteller glänzen mit ihrer schauspielerischen Kunst und verleihen dem Film Charakter und Ausdruck. Der Ansatz der hier durch den Regisseur verfolgt wird kommt meiner Meinung nach viel zu kurz. Das liegt aber eher daran das es zu viele Handlungsfelder innerhalb des Films gibt. So wird auf die Situation einer betrogenen Mutter nicht weiter darauf eingegangen . Wie haben die Eltern reagiert?

Hanno Koffler als eigentlich heterosexueller Polizist geht eine Affäre mit seinem Arbeitskollegen Max Riemelt ein. Das tut er aber nicht aus eigenem Antrieb sondern er wird eher "verführt" und entdeckt so das "andere Ufer". Hier steigt der Film sofort ein. Ich hätte mir eine Vorgeschichte gewünscht, die die Lebenssituation vor der Affäre näher beleuchtet. Ab jetzt konzentriert sich der Film auf beide Hauptdarsteller. Auch hier wird der Eindruck erweckt das sich die beiden Männer nur zum Sex treffen. Hier bleibt die Handlung eher flach. Ich denke schon das es zwischen beiden auch mehr Zärtlichkeiten gibt und das man sich über das Geschehene auch ausspricht. Das wird alles irgendwie nie richtig gezeigt oder nicht intensiv genug. Denn die Affäre ist ja ersteinmal das Hauptthema im Film, bis es zum "freien Fall" kommt. Und dieser passiert tatsächlich erst im letzten Drittel des Films.

Letztlich erfordert der Film viel mehr Zeit. Hier waren die 98 min deutlich zu kurz. Das spiegelt auch das Ende wider. Typisch "deutsch" gibt es kein Happy End für beide Darsteller. Jedenfalls kein homofobes. Hier muß eigentlich ein Zweiter Teil folgen der uns weiter die beiden Männer begleiten lässt und sich auch mal getraut werden darf, das die beiden Hauptdarsteller zusammen den Alltag bestreiten.

Das klingt jetzt alles so negativ, und trotzdem 5 Sterne ?

JA !

Denn was die beiden hier zeigen (Hanno Koffler & Max Riemelt) ist starkes Kino. Die Nähe zueinander wirkt echt ! Klasse Leistung.
Auch so ist der Film natürlich unterhaltsam und man kann sich kaum losreißen und muß wissen wie es ausgeht. Wenn man nach dem Ende des Films sich irgendwie "stehen gelassen" fühlt.... spricht das eigentlich für einen 2. Teil.

Realistisch betrachtet hoffen wir hier vergebens. Leider !
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5.0 von 5 Sternen "Die deutsche Antwort auf Brokeback Mountain". Ein Film der mit seiner Ehrlichkeit und Authentizität überzeugt, 11. März 2014
Von 
DVD-Rezensionen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Freier Fall [Blu-ray] (Blu-ray)
Freier Fall

Der in einer "Kurhaus Production" und in Koproduktion mit dem SWR entstandene und im Mai 2013 in die deutschen Kinos gekommene Film "Freier Fall" sorgte sowohl bei Kritik als auch seinem Publikum für überwiegend positives Feedback. Nun gibt es den inzwischen auch in Ländern wie den USA, den Niederlanden, in Polen, Großbritannien, Frankreich sowie Dänemark und in die Schweiz verkauften Film, verlegt durch die "Edition Salzgeber", auf DVD und Blu ray zu haben.

Das Drehbuch für den im internationalen Trailer auch als "Die deutsche Antwort auf Brokeback Mountain" beworbenen Film schrieb Karsten Dahlem zusammen mit Stephan Lacant, der zugleich auch die Regie übernahm. Für ihn sollte dieser Film auch das Regiedebüt mit seinem ersten abendfüllenden Spielfilm darstellen. Ich finde, er hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert und einen in sich insgesamt stimmigen Film, der unter die Haut geht und zum in sich gehen anregt, inszeniert.

Ein Vorteil dabei war ganz sicher die überzeugende Besetzung in dem auch dadurch ehrlich und authentisch in seiner erzählten Geschichte wirkenden Film. Wieder einmal überraschte mich Max Riemelt in der von ihm hier verkörperten Rolle. Es macht einfach Spaß, ihn in seiner Arbeit und Entwicklung als Schauspieler über die Jahre wachsen und reifen zu sehen. Sehr gefallen hat mir in dem Film auch Hanno Koffler. Katharina Schüttler läuft hier so ein wenig Gefahr, an den Rand der Geschichte gedrängt zu werden, dabei sind ihr Spiel als auch die Rolle interessant.

Außer den eben bereits Genannten sind u. a. auch noch Oliver Bröcker, Stephanie Schönfeld, Shenja Lacher oder auch Britta Hammelstein und Horst Krebs, Vilmar Bieri sowie Maren Kroymann in dem Film zu sehen.

Mir gefällt die geradlinig erzählte Story des Films, die dem Zuschauer aber zugleich jede Menge Raum für eigene Gedanken lässt, ohne ihn in vorgefertigte Klischees zu drängen oder Vorgedachtes aufzudrängen. Dabei gelingt es dem Film, sowohl das Thema der Zuneigung und Lust von "Mark" (Hanno Koffler) und "Kai" (Max Riemelt) aufeinander in seiner Handlung zu bedienen, als auch die Beziehung von "Mark" zu seiner Freundin "Bettina" (Katharina Schüttler), die kurz vor der Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes steht, aufzuzeigen und zu hinterfragen.

Hier wird nichts geschönt und die leider nun einmal auch in Deutschland vorhandene Homophobie und die Probleme von ihr betroffener Personen exemplarisch gezeigt. Es ist interessant, mitzuerleben, wie bei "Mark" und "Kai" alles seinen Anfang nimmt. Die beiden jungen Polizisten lernen sich auf einer Qualifizierungsmaßnahme kennen. Während "Kai" nur Interesse an Männern hat, lebt "Mark" mit seiner Freundin in einem Teil des elterlichen Wohnhauses. Die beiden freuen sich schon auf ihren bald ankommenden Nachwuchs. Nie im Leben würde "Mark" auch nur einen Gedanken daran verschwenden, dass er Interesse an einem Mann haben könnte. Aber dann passiert es doch, und obwohl er sich dagegen wehrt, fühlt er sich immer wieder zu "Kai" hingezogen.

Er ist hin und hergerissen und versteht sich und die Welt nicht mehr. Wie wird er sich entscheiden? Hat eine Liebe zwischen den beiden Männern überhaupt eine Chance? Wie werden die Freunde, die Arbeitskollegen und Familie reagieren, wenn die Sache bekannt wird?

Antworten darauf und eine auch sonst ungemein fesselnde Geschichte erzählt der sich auf einer DVD bzw. Blu ray findende Film. Die Medien finden sich dabei in jeweils einem zugehörigen Standardcase mit einem leider auf der Front der Cover aufgedruckten FSK Hinweis. Das Bild von der Blu ray präsentiert sich im 1080 High Definition. Der um die hundert Minuten laufende Hauptfilm zeigt sich im 16:9 Bildformat. Qualitativ überzeugt das Bild mit guten bis sehr guten Werten und Einstellungen. Die Farben wirken natürlich und sind in guter Intensität zu erleben.

Das Bild sowohl von der DVD als auch Blu ray überzeugt mit einem stimmig gesetzten Kontrast und während der gesamten Wiedergabezeit guten Schärfewerten. Verunreinigungen im Bild oder auch Unruhen bzw. digitale Fehler fielen mit nicht auf. Im Gesamteindruck hat mich das von der DVD als auch Blu ray zu erlebende Bild, gemessen am Standard des jeweiligen Mediums, durchweg überzeugt. Natürlich liegt hier das Niveau bei der Blu ray, rein von den gegebenen technischen Möglichkeiten, um einiges über dem von der DVD.

Die Menüs sind übersichtlich und gut bedienbar gestaltet. Über "Film Starten" lässt sich mit der Wiedergabe beginnen. In einem weiteren Fenster öffnet sich eine Auswahl aufgezeigter "Kapitel". Der Menüpunkt "Einstellungen" bietet den Zugang zu den audiovisuellen Angeboten.

Sehr schön ist, dass es neben den üblichen Trailern zu weiteren auf DVD bzw. Blu ray erhältlichen Veröffentlichung auch noch einige nette "Extras" gibt. Neben gezeigten sechs "Zusätzlichen Szenen" wird noch ein Audiokommentar zum Film mit Stephan Lacant sowie Hanno Koffler und Max Riemelt angeboten. Zudem liegt noch ein farbig bebildertes, achtseitiges Booklet mit Informationen zu Cast und Crew sowie einem abgedruckten kurzen Interview mit Max Riemelt und Hanno Koffler bei.

Tonbewertung:

Beinahe wunschlos glücklich macht das Angebot von DVD und Blu ray im audiovisuellen Bereich. Der deutsche Ton wird als Dolby digital 2.0 sowie auch 5.1 Mix angeboten und bietet eine stets gegebene, gute Verständlichkeit aller in dem Film zu erlebenden Darsteller. Zudem wird eine "Audiodeskription für Sehgeschädigte" sowie deutsche Untertitel für Hörgeschädigte angeboten. Zusätzlich können auf Wunsch auch noch englische, französische, polnische und spanische sowie niederländische oder eben italienische Untertitel zugeschaltet werden.

Gesamteindruck:

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis war die Meinung zu dem hier durch die "Edition Salzgeber" auf DVD und Blu ray veröffentlichten Film durchweg positiv. Wir saßen nach dem Ansehen noch lange zusammen und redeten über den Film. Aber auch Tage danach war der Film, der mit seiner Geschichte ebenso berührt wie auch fasziniert, Gesprächsthema. Ein Film, der mit seinen drei Hauptdarstellern sowie der Ehrlichkeit und Authentizität in ihm durchweg überzeugt und einen nicht mehr loslässt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intensiv, ins Herz gehend, spannend, 24. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Freier Fall (DVD)
Der Inhalt ist bekannt, daher gleich meine Meinung: Die Hauptdarsteller spielen authentisch und erstklassig, man nimmt ihnen das tragische schwule Paar ab und fiebert mit ihnen mit. Kay hat mir oft leidgetan, er liebt Marc so sehr, doch dieser lässt ihn immer wieder im Stich, um zu Frau und Kind zurückzukehren …

Freier Fall ist für mich der schönste Film des Jahres. Die innere Zerrissenheit, die tiefen Gefühle, Liebe, Verzweiflung, Spannung … all das bietet dieser Film.
Lediglich das Ende hat mich etwas enttäuscht.

SPOILER:
Kay kam in den letzten Minuten einfach zu kurz bzw gar nicht mehr vor, eine Versöhnung hätte mir gefallen, ein Happy End für die beiden. So blieb ich recht unbefriedigt zurück und hab gerufen: Was? Hier kann es doch nicht zu Ende sein?
Ich hab sogar auf der DVD nach einem alternativen Ende gesucht, aber leider keins gefunden ;-) Kann man das für die Happy-End-Junkies noch nachdrehen?
Aber ich habe es mir einfach dazugedacht, da Marc sehr entschlossen ausgesehen hat. Er hat sich geoutet, seine Kollegen und die Familie wissen Bescheid. Er steht zu seinem Schwulsein und er steht zu Kay. Endlich. Als er das erkennt, ist es zu spät, Kay ist weg, hat die Dienststelle verlassen, seine Wohnung ist leer. Aber da Marc ja selbst Polizist ist, wird es nicht schwer sein, Kay zu finden ;-)
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Freier Fall
Freier Fall von Hanno Koffler (DVD - 2013)
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