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68 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nimm, was du kriegen kannst...
Sie bieten sich an, aber sind sie sinnvoll? - Vergleiche mit Dark Project

Ich bin seit Stunde 1 ein absoluter Thief-Fan. Selten hat mich ein Spiel derart in seinen Bann gezogen, wie seinerzeit Thief: The Dark Project. Ungeschlagen war die Atmosphäre und das brillante Spielprinzip in Verbindung mit dem offenen Leveldesign.
Dementsprechend habe ich mich...
Vor 8 Monaten von Tobias S. veröffentlicht

versus
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hat nur noch wenig mit dem Original zu tun
Die ursprünglichen Spiele der Thief Reihe von Looking Glass/Ion Storm finde ich großartig und habe mittlerweile die ersten beiden Teile „Dark Project“ und „The Metal Age“ auf dem normalen und höchsten Schwierigkeitsgrad durchgespielt. Gerade als ich „Deadly Shadows“ im Experten-Modus begonnen habe, kam nun das neue...
Vor 7 Monaten von Christian Bauer veröffentlicht


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68 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nimm, was du kriegen kannst..., 2. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Thief - [PC] (Computerspiel)
Sie bieten sich an, aber sind sie sinnvoll? - Vergleiche mit Dark Project

Ich bin seit Stunde 1 ein absoluter Thief-Fan. Selten hat mich ein Spiel derart in seinen Bann gezogen, wie seinerzeit Thief: The Dark Project. Ungeschlagen war die Atmosphäre und das brillante Spielprinzip in Verbindung mit dem offenen Leveldesign.
Dementsprechend habe ich mich auf "Thief", den neuen Reboot des Franchises, gefreut. Vorbestellt habe ich via Steam.
Nun kam mit den ersten vernichtenden Reviews allerdings ziemliche Ernüchterung.
Keine freies Springen? Leb- und charakterlose Stadt? Stupide, lineare Missionen?
Das klingt aber ganz und gar nicht nach dem Thief, was ich bisher kannte... Nun hatte ich es bereits vorbestellt, also wollte ich mir am Besten selbst einen Eindruck verschaffen. Da ich wusste, dass es ein Reboot wird und kein Sequel oder Prequel, bin ich erstmal ohne große Erwartungen an das Spiel gegangen.

Vielleicht zu viel des Guten? - die Optionen

Nun bin ich also im Hauptmenü und zugleich wird mir der wuchtige Soundtrack um die Ohren gehauen. Ganz klare Steigerung im Vergleich zu den Vorgängern! Ich starte also ein neues Spiel und versuche mich an den eigenen Optionen für die Schwierigkeitsgerade. Und es gibt hier wirklich viel einzustellen. Böse Zungen würden dem Spiel jetzt mangelnde Konsequenz aka "Das Spiel kann sich nicht entscheiden, was es sein will" vorwerfen. Das sehe ich allerdings nicht so. Die Entwickler haben mit diesen Optionen dafür gesorgt, dass sich jeder Spieler sein Spielerlebnis personalisieren kann, wie es ihm auch immer gefällt.
Da ich nun sehr an Thief 1 und 2 gewöhnt bin, habe ich mich für folgende Optionen entschieden:
Grundschwierigkeit Meister, Kein Fokus, Nur Stealth Knock-Outs, Keine Zielhilfe, Nur Spezialpfeile, Teure Ressourcen und Verlangsamte Bewegung. Zusätzlich habe ich die Minimap, den Munitionszähler und die Marker auf dem Bild, die einem zeigen, wo man hin soll, ausgeschaltet.
Wenn jemand eher ein Spielerlebnis wie Dishonored erleben möchte, ist er hiermit meiner Meinung nach sowieso grundsätzlich falsch beraten (Corvo ist ein Attentäter, kein Dieb). Dennoch gibt es ähnliche Funktionen, wie bspw. die Fokus-Fähigkeit. Also wenn man denn unbedingt möchte, kann man die auch benutzen schätze ich. Davon würde ich aber abraten, sie macht das Spiel unglaublich leicht.

Neuer Garret, neuer Basso, neue Stadt, gleiche Namen - die Geschichte

Habe ich mich also fertig durch die dutzenden Optionen gewuselt.
Und gleich beim Prolog wird klar: das ist nicht der Garret, der er mal war. Aber das will er auch gar nicht sein. Wie gesagt: Reboot! Alles wird neu definiert. Sozusagen ein Start bei Null.
Hier wird also ein neues Bild von Garret gemalt, das ihn als verantwortungsbewussten Dieb zeigt (das ist mal eine Kombo), der eigentlich nicht so recht bei der Rettung der Stadt helfen will, aber es im Endeffekt doch tut. Er ist etwas unsicherer, als noch in den vorherigen Spielen, wohl auch, weil er seine "Schülerin" Erin in einem merkwürdigen Ritual verloren hat. Basso, Garrets (immernoch) einziger Freund, trägt jetzt einen Hut, hat einen Vogel (wortwörtlich!) und fungiert als Auftragsgeber für ihn. Auch Nebencharaktere wie die Königin der Bettler oder der Antagonist Baron Northcrest wurden schön charakterisiert, auch wenn sie ab und an etwas zu arg im Hintergrund verschwinden. Generell versteht die Geschichte zu unterhalten, sodass man sie bis zum Ende gespannt mitverfolgt. Aber seien wir mal ehrlich: In Deadly Shadows oder The Metal Age war die Geschichte auch nicht sonderlich brillant. Beide wussten zu unterhalten, aber an die erzählerische Klasse eines BioShock kommen sie ganz sicher nicht ran.

Was deins ist, ist meins - das Gameplay

Nach dem linearen Prolog (das ist noch zu verzeihen, der Prolog fungiert als Tutorial und das ist immer linear, siehe Dark Project) geht das Spiel nahtlos über in das etwas weniger lineare 1. Kapitel, welches ein Jahr später spielt. Und ich sage hier bewusst "etwas weniger linear".
Der Levelaufbau in Thief funktioniert grob gesagt in folgenden Schritten:
1. Ein kleines Sandbox-Gebiet, in dem man Wachen ausschalten und plündern kann, was das Zeug hält
2. Ist man fertig (oder auch nicht), geht es meist über ein Hindernis wie eine Wand (nahtlos) weiter in
3. das nächste kleine Sandbox-Gebiet, ein Zurück in vorherige Gebiete gibt es allerdings nicht
4. Wiederhole die Schritte 1-3 ein paar mal
Das mag sich jetzt in manchen Ohren schlecht anhören, aber es spielt sich dennoch überraschend gut.
Dank der Option "Kein Fokus" muss ich also wirklich nach dem bekannten Glitzern der Beute suchen, jeden Winkel durchkämmen und am besten jede Wache ausschalten (aber "Nur Stealth Knock-Outs"!). Und es gibt wirklich verdammt viel zu finden. Dank der Option "Teure Ressourcen" kann ich auch nicht wie wild mit Wasserpfeilen um mich schießen, sondern muss die Pfeile, die ich habe, bedacht einsetzen, im besten Fall sparen. Zusammen mit "Verlangsamte Bewegung" kommt da wieder genau die alte Taktik dahinter auf, die ich schon damals geliebt habe. Das "Huschen" fühlt sich trotz anfänglicher Besorgnis gut an und passt auch in den Spielablauf.
Dass man nicht frei springen kann, ruft bestimmt bei den meisten Besorgnis hervor, genau wie bei mir. Aber ernsthaft, im Spiel fällt einem das tatsächlich nicht sonderlich auf, auch dadurch, dass man auf allen möglichen Quatsch klettern kann, wie z.B. Schreibtische o.Ä.
Nach dem 1. Kapitel schaltet man die Stadt frei, die seit jeher nur "Die Stadt" genannt wird. Zwischen den Missionen kann man hier in großartiger Sandbox-Manier durch die Stadt geistern und alle möglichen Leute und Wohnungen von ihren weltlichen Lasten befreien. Die Nebenaufträge sind dabei wundervoll geschrieben und erzählen eine schöne Nebenhandlung. Je weiter man in den Hauptmissionen voranschleicht, desto mehr Gebiete in der Stadt schaltet man frei und das Gebiet wird noch größer.
Sollte man mal die Überischt verlieren, und das kann durchaus vorkommen, kann man mit Druck auf F1 eine große Karte öffnen, die einem alles wichtige anzeigt.
Mit der KI ist sehr angenehem zu spielen, etwas besser noch als in Deadly Shadows. Fackeln werden wieder entzündet, die Suche nach dem Eindringling wird nicht so schnell wieder aufgegeben, auch in Schränken wird gesucht. Sie ist nicht strohdoof aber auch nicht zu intelligent. Wenn man zwei Meter vor einer Wache im Dunkeln steht und sie sieht einen direkt an, kann es durchaus vorkommen, dass sie Verdacht schöpft, ob da nicht jemand ist.

Von Zahnrädern und Magie - die Technik

Thief benutzt als Gerüst die Unreal Engine und es ist erstaunlich, was die Entwickler da noch zu Tage gefördert haben - zumindest auf dem PC. Den einzigen Grafikfehler, den ich bisher ausmachen konnte, war in der Benchmark; Ein Plakat rechts an einer Wand hat geflackert. Grafisch also absolut sehenswert! Erreicht kein Crysis 3 Niveau, aber dennoch beachtlich.
Der Sound hat da leider mehr Macken. So kommt es häufiger mal vor, dass Lippen und Stimme asynchron sind. Generell ist der Ton an einigen Stellen schlecht abgemischt: Stimmen sind laut, obwohl die dazugehörigen Personen weiter weg sind, dann immer mal wieder sind Stimmen zu leise oder werden doppelt abgespielt. Aber ein Patch könnte das beheben.
Man kann trotz der immer mal wieder auftretenden Probleme mit dem Sound sagen, dass hier wirklich ein Spielebrocken abgeliefert wurde, der nur so vor Atmosphäre trieft. Mehr als einmal werde ich von Wachen erwischt, nur weil ich mal wieder stehen geblieben bin, um mich umzugucken.

Nimm, was du kriegen kannst... - das Fazit

Ach Thief... du sorgst überall für gespaltene Meinungen. Und ich sehe auch einige der Kritikpunkte. Ab und an wünsche ich mir, ich könnte in einem Kapitel ein wenig Backtracken, um nochmal alles auf den Kopf zu stellen. So bin ich gezwungen, ein Kapitel nochmal komplett zu spielen, wenn ich alles finden will. Etwas nervig, aber eine gerechte Bestrafung, wenn einem als Meisterdieb Beute durch die gierigen Griffel geht. Auch die technische Seite, in Bezug auf den Sound vor allem, lässt noch Spielraum.
Aber dann sind da die Punkte, die dieses Spiel so großartig machen: Die Atmosphäre, die unterhaltende Geschichte, spannende Nebenaufträge, eine frei erkundbare Stadt, Personalisierung der Schwierigkeit und nicht zu vergessen die altbekannte Thief-Taktik.
Ich sehe, dass man sich mit falsch getroffenen Einstellungen oder grundlegenden, falschen Erwartungen dieses Spiel zunichte machen kann. Aber ich sehe auch, dass das Gegenteil sehr gut geht und ich hoffe, ich konnte euch mit dem Review einen kleinen Einblick in das Leben eines Meisterdiebes geben.

Auf einer Bewertungsskala von 0-10 wäre dieses Spiel eine 8 für mich.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Enttäuschung hält sich in Grenzen, 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Thief - [PC] (Computerspiel)
Als Veteran der Dark Project-Reihe (ich kann nicht sagen, wie oft ich die Vorgänger & Deadly Shadows schon durchgespielt habe), hegte ich hohe Erwartungen, als ich hörte, dass endlich ein Nachfolger der Schleicher-Reihe erscheinen wird und habe mir das Spiel auch vorbestellt, um es sofort am ersten Tag spielen zu können. Auf Reviews und Gameplay-Videos aus Ländern, in denen das Spiel schon spielbar war, habe ich bewusst verzichtet, um mir eine eigene Meinung machen zu können.

Als das Spiel dann schließlich freigeschaltet wurde, dröhnte mir im Hauptmenü schon ein ansprechender Soundtrack um die Ohren, der sich auch im weiteren Verlauf des Spiels positiv zeigte. Er bleibt zwar nicht im Ohr, wie die von Spielen wie Skyrim oder Monkey Island, aber er passt prima ins Spiel, ist unaufdringlich und trägt einen guten Teil zur Atmosphäre bei.
Das neue Spiel wurde also gestartet und sogleich wurde mir die Möglichkeit geboten, die Schwierigkeit individuell nach Spielstil anzupassen. Freies Speichern, eine sogenannte Fokussicht (interaktive Gegenstände und Personen leuchten auf), Fadenkreuz beim Zielen lassen sich ausschalten und noch viele weitere Optionen werden geboten, um das Spiel so anspruchsvoll anzugehen, wie man es sich wünscht.
Als das Spiel startete, wurde ich von der Grafik zwar nicht von den Socken gehauen, aber schlecht sieht sie auch nicht aus. Erinnert stilistisch sehr an Deadly Shadows, schön sind insbesondere die detaillierten Gesichter der Charaktere, Animationen und Lichteffekte. Es wird viel mit Unschärfe-Filter gearbeitet, aber immer im passenden, stimmigen Rahmen.
Im Tutorial konnte man das Spiel schön gemächlich kennen lernen - hier und da waren die Informationen zwar spärlich, aber das Spiel setzt ohnehin eine gewisse Selbstständigkeit voraus - probieren geht hier über studieren, weshalb es im ersten Durchklau sinnvoll ist, das freie Speichern doch noch anzulassen. Vor allem, weil die Steuerung manchmal nicht das macht, was man eigentlich will.

Die Taste für "In Deckung gehen" und "Gegenstand benutzen/nehmen" ist die selbe, was mich oft genug in Schwierigkeiten gebracht hatte - auf einmal stand ich direkt vor der Wache, anstatt einfach nur den Silberkelch zu stibitzen und wieder davonzuhuschen. Besagtes Huschen hingegen - ein Druck auf die Leertaste, der bewirkt, dass man in Windeseile eine Distanz von etwa zwei Metern hinterlegt, funktioniert hingegen wundervoll und trägt ungemein zur Atmosphäre bei. Dass man nicht frei springen kann, fiel mir erst auf, als es um das leidige Thema "Seile" ging. Manchmal springt Garrett einfach am Seil vorbei in die Tiefe - die Sprunggenauigkeit lässt hier manchmal wirklich zu wünschen übrig. Ansonsten steuert sich Thief erfreulich flott und flüssig, dazu sieht man die passenden Bewegungen von Händen und Füßen. Das wünsche ich mir für mehr Spiele in der Egoperspektive!

Während dem Intro lernte ich Garrett dann wieder neu kennen - ihn und seine zickige Schülerin, für die man gleich im ersten Moment Antisympathien hegt, was für den weiteren Storyverlauf problematisch ist, aber ich will nichts spoilern. Der Meisterdieb wirkte auf Anhieb weicher, irgendwie "humaner", was mich einerseits störte, da ich eben den alten Garrett erwartete, aber später, als er im Verlauf des Spiels mehr Farbe bekam, konnte ich mich neu mit diesem neuen Garrett anfreunden, da er selbst und sein Charakter an sich stärker in die Story eingebunden wurde als in den Vorgängern. Die anderen Charaktere, insbesondere der Diebesfängergeneral und die Königin der Bettlerin sind leider zu klischeehaft, als dass sie das Spiel stimmungstechnisch aufwerten könnten, der trockene Humor, der sich durchs Spiel zieht ist Geschmackssache. Meiner Meinung nach immer ganz knapp vor der Grenze, peinlich zu werden, aber bei mir hat er es zumindest geschafft, immer mal wieder leicht zu lächeln.
Belächeln konnte man leider auch die teilweise sehr vorhersehbare Story, die einige Plots leider nicht einmal zuende erzählt. Vor allem fühlte sich das Spiel gar nicht mehr wie die Vorgänger an - vergeblich habe ich auf Hammeriten, Hüter und Co. gewartet, aber es gab nur Anspielungen, wie religiöse Symbole der alten Kulte. Offenbar wurden "die alten Götter" der Stadt abgeschafft. Was ist da passiert? Das fragt man sich die ganze Zeit, aber man erhält keine Antwort. Schade - ich fand das alte Dark Project - Universum wesentlich interessanter und stimmungsvoller. Immerhin machte das Durchspielen von Thief dennoch enorm Spaß und letztlich geht es ja auch darum. Die verschiedenen Missionen sind abwechslungsreich, schön designt und trotz des teils sehr schlauchigen Levelstrukturen, hat man stets verschiedene Vorgehensweisen als Optionen. Die Hauptaufträge sind zwar wesentlich unterhaltsamer als die Nebenquests von Garretts Hehler Basso und einigen speziellen Kunden, aber immerhin motivieren die kleinen Aufgaben den Spieler die ansonsten leider recht leblose Stadt etwas mehr zu erkunden, wobei man an den dämlichsten Orten Schätze findet. Wie zum Beispiel eine Lupe in einem Belüftungsschacht.

Das ist seltsam, aber noch seltsamer waren die Soundeffekte und Stimmen: schlecht abgemischt hörte man Garretts sarkastische Randkommentare teilweise gar nicht, Dialoge gingen trotz heruntergeregelter Hintergrundmusik unter, zwei Wachen unterhalten sich, indem sie mehr oder weniger im Kanon nacheinander das selbe mit den selben Stimmen sprechen (passierte selten, aber oft genug, dass es störte) und vor allem hat man nie den Eindruck, dass die Entfernung der Geräusche passt. Eine Wache führte zB klar und deutlich hörbar Selbstgespräche, als stünde sie direkt neben einem, war aber zwei Zimmer weiter.
Besonders erfreut hat mich im Gegenzug jedoch die KI, die intelligenter vorgeht, als ich es von anderen Schleichspielen gewohnt bin. Zum einen sucht sie länger und gründlicher, reagiert zum anderen auch verstärkt auf ihre Umgebung. Offen gelassene Türen, Truhen, Schränke, ausgeschaltete Lichter und ähnliches stimmt sie rasch skeptisch. Da fühlt man sich als Spieler gleich besser, dass die Entwickler einem auch intelligente Gegenspieler bieten.

Fazit:
Ich kann den neuen Thief-Titel zwar auf der einen Seite jedem empfehlen, der auf pure Schleichspiele steht. Ja, es gibt einige Schwächen und ja, sie stören, aber dann wiederum wird man bei keinem anderen Spiel für unauffälliges, diebisches Verhalten so sehr belohnt, wie bei Thief, was enorm motiviert. Als Liebhaber der Vorgänger kann man Thief hassen, wird es aber höchstwahrscheinlich (gleichzeitig) lieben.

Grafik 8/10
Hübsch inszeniert, tolle Animationen, aber nicht mehr ganz aktuell.

Sound 6/10
Toller Soundtrack, professionelle Sprecher, Soundeffekte an sich gut, nur extrem schlecht abgemischt und teilweise falsch "lokalisiert"

Balance 10/10
Individuell einstellbare Schwierigkeit mit sehr vielen sinnvollen Optionen, die sich wesentlich auf das Spiel auswirken.

Atmosphäre 8/10
Leblose Umgebung erinnert kaum noch an die stimmige Vorgänger-Welt, sehr klischeehaft, aber man fühlt sich wie ein richtiger Meisterdieb.

Bedienung 8/10
Steuert sich flott und flüssig, fühlt sich logisch an, teilweise aber etwas unpräzise Befehle.
Umfang 9/10
Viele Missionen mit hohem Wiederspielwert, mehr oder weniger frei erkundbare Stadt, dazu noch zwei kurzweilige Herausforderungsmaps.

Leveldesign 8/10
Sehr abwechslungsreich, wenn auch sehr schlauchig. Viele Herangehensweisen und Nebenwege geben dem Spieler immer wieder Neues zum Entdecken.

KI 9/10
Abgesehen von einigen seltenen Aussetzern eine der aufmerksamsten KI's seit langem.

Waffen & Extras 9/10
Sinnvoll Spezialpfeile und andere Gadgets (Wasserpfeile zum Löschen von Fackeln, Seilpfeile als Kletterhilfe, Blitzbomben, etc. ...), Fokusfähigkeit nicht jedermanns Sache, aber auch nur optional einsetzbar.

Handlung 5/10
Interessanter Protagonist, aber eher schwache Nebendarsteller, die größtenteils sehr blass bleiben, sehr klischeehaft, Handlung entweder vorhersehbar oder einfach nur komisch.

Gesamtpunktzahl: 80/100, also 4 von 5 Sternen.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hat nur noch wenig mit dem Original zu tun, 17. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Thief - [PC] (Computerspiel)
Die ursprünglichen Spiele der Thief Reihe von Looking Glass/Ion Storm finde ich großartig und habe mittlerweile die ersten beiden Teile „Dark Project“ und „The Metal Age“ auf dem normalen und höchsten Schwierigkeitsgrad durchgespielt. Gerade als ich „Deadly Shadows“ im Experten-Modus begonnen habe, kam nun das neue „Thief“ in die Läden.

Nach dem spielerisch und handlungsmäßig doch recht stark am Original orientierten „Deus Ex: Human Revolution“ waren meine Erwartungen an den neuen Ableger der Thief Reihe sehr hoch. Daher habe ich Garret aus „Deadly Shadows“ für den Moment am Beginn des ersten Levels mit Pfeil und Bogen in Wartezustand versetzt und kaufte mir schnell das neue Spiel.

Bei vielen anderen Titeln (ich denke da etwa an das vor elf Jahren mit Spannung erwartete „“Tomb Raider – Angel of Darkness“) habe ich die Videos und Vorberichte in den einschlägigen Magazinen/Medien und den zugehörigen Internetforen mitverfolgt. Leider versaut man sich dadurch das ganze Erlebnis, da man während des Spielens dann den Eindruck gekriegt, alle Story- und Spielelemente und die Umgebungen schon zu kennen.

Beim neuen „Thief“ wollte ich diesen Fehler nicht machen und habe die Berichterstattung in den Medien daher nur am Rande verfolgt. Ich habe mich mit der Aussage der Entwickler begnügt, dass man zwar die Handlung abändern würde, aber das ursprüngliche Spielererlebnis beibehalten wolle, so dass die Fans der alten Teile voll auf ihre Kosten kämen.
In diesem Fall war das ein grober Fehler von mir; den Aussagen der Entwickler bezüglich des Wiedererkennungswerts für Kenner kann ich absolut nicht zustimmen.

1. Die Vorgeschichte wird komplett ignoriert.

In dieser drastischen Form hätte ich das nun doch nicht erwartet. Der Erzählstrang fängt wirklich bei null an. Ich frage mich, was los wäre, wenn das angekündigte „Half Life 3“ mit einer völlig anderen Geschichte beginnen und alles bereits Geschehen ignorieren würde. Das Netz würde glühen, und die Entwickler von Valve wären wohl ihres Lebens nicht mehr sicher.
Oder stellt Euch vor, JJ Abrams kreiert im nächsten angekündigtem „Star Wars“ Film (die ich übrigens alles furchtbar finde) einen neuen, jungen Luke Skywalker, der auf seinem Heimatplaneten als wüster Frauenheld verschrien ist. In diesem Fall gäbe es wahrscheinlich reihenweise Selbstmorde und wütende Protestaktionen, die wohl eine ähnliche Intensität hätten wie damals, als Coca Cola in den 1980ern für ein paar Monate nach einem neuen Rezept gebraut hatte.
Mit den Fans von Thief kann man das aber machen. Wir sind halt nicht so viele und daher zu vernachlässigen (auch wenn man unser Geld will!). Mir ist natürlich klar, dass mittlerweile 16 Jahre vergangen sind und viele jüngere Spiele die Geschichte nicht kennen und die alten Teile auch nicht mehr spielen wollen. Das hätte man doch aber leicht umgehen können, indem man zu Beginn des Spiels ein „Was bisher geschah“ gestellt hätte, denn die Originalstory wäre doch noch ausbaufähig gewesen.
So gibt’s aber keine rustikalen Hammeriten und Heiden mehr, und diese beiden Fraktionen haben meiner Meinung nach doch auch sehr den Charme der ganzen Reihe ausgemacht.

2. Das ist nicht mehr meine Stadt.

Ich glaube, vor zwei Jahren erschien „Dishonored“. Das Spiel fand ich an sich nicht schlecht, jedoch ist das (ich nenne es jetzt Mal so) „neuzeitliche Setting“ (so um ca. 1850) Geschmackssache.
Was machen nun die Entwickler des neuen „Thief“? Anstatt dass die alten Teile kennzeichnende schummrige mittelalterliche, aber schon leicht industrialisierte Setting in hübscher zeitgemäßer Grafik zu präsentieren, benutzt man einfach die Umgebungen eines geistigen Nachfolgers. Die Grafik ist ja wirklich gut, aber da kommt bei mir keine Stimmung auf, weil dieses Setting einfach nicht die düster-bedrohliche und mysteriöse Grundstimmung vermittelt, die man von den Ursprungstiteln kennt. Der neuzeitliche Kleidungsstil der Figuren tut ein Übriges, und nur der neue Garrett wirkt mit seinem an das Original angelehnte Outfit wie ein mittelalterlicher Fremdkörper in diesen Kulissen.

3. Geschichte/Erzählstil/Garret und Konsorten

Zugegeben, die Story bei „Deux Ex: Human Revolution“ war auch nicht gerade prickelnd. Das neue Thief setzt hier aber noch eins drunter. Mich würde wirklich interessieren, wieviel Zeit auf die Geschichte verwendet wurde. Ich finde den Plot einfach langweilig und bekannt (schon wieder einer mit Gedächtnisverlust!), zumal mir die zweite Hauptfigur vollkommen unsympathisch ist.
Die konventionellen Zwischensequenzen locken mittlerweile doch keinen mehr hinter dem Ofen vor. Da hätte es heutzutage schon wieder richtig eigenwillig gewirkt, wenn man die Kombination aus Standfotos/gemalten Bildern und schwarzen, huschenden Personen aus den Ursprungstiteln benutzt hätte.
Garret spricht auch nicht mehr mit launiger Stimme zum Beginn der Abschnitte über die anstehenden Aufgaben. Das kann ich auch gut verstehen, denn der neue Garrett hat mit dem humorigen, aber frechen Lumpen der alten Tage nichts mehr zu tun. Den will ich dann auch gar nicht reden hören.

4. Gameplay

Im Hauptmenü lassen sich einige neue Funktionen wie das Anzeigen von Zielen oder die neue Fokusanzeige (Personen/Gegenstände werden durch Wände sichtbar, ähnliche Funktionen gibt es bei „Dishonored“, „Hitman: Absolution“ und „Deux Ex: HR“) deaktivieren. Wer will, kann hier also Anpassungen zugunsten der alten Spielmechanik vornehmen.

Sehr schön und passend finde ich die Animationen beim Auswinken von Kerzen, auch gefällt mir, dass Garrett nun Schubladen und Schränke per Hand öffnet und Gegenstände wirklich an sich nimmt. Außerdem kann man mit einer „Huschen“-Funktion schnell über helle Bereiche flitzen. Das ist zwar nicht besonders realistisch, liefert aber doch einen gewissen Kick.
Damit haben die guten Seiten aber auch schon ein jähes Ende gefunden.

Das Schleichen wurde meiner Meinung nach gewaltig erschwert, selbst in völliger Dunkelheit wird Garrett von vorbeimarschierenden Gegnern erkannt. Das mag zwar realistischer sein als in den Vorgänger, allerdings hat man dann in engen Gängen beim Erstversuch praktisch keine Chance, noch schnell entkommen zu können, indem man den Rückzug antritt. Die KI der Gegner ist nicht besonders gut, das war sie aber auch bei den Vorgängern nicht.

Die Bewegungsmöglichkeiten sind doch arg eingeschränkt. In einem Spiel, in dem es eigentlich um das freie Erkunden der Umgebung geht, ist eine limitierte Spring- und Kletterfunktion nicht angebracht. Musste man früher in schwindeliger Höhe stets aufpassen, nicht abzustürzen, ist dies nun kein Spielelement mehr, da der Charakter an unsichtbaren Wänden entlangläuft. Ein Unsitte, die sich allerdings bei vielen anderen neuen Spielen auch findet.

Seilpfeile (Moospfeile gibt‘s übrigens gar nicht mehr) lassen sich nur an speziell markierten Stellen anbringen. Es kann also auch nicht mehr passieren, dass sich der Spieler in Ecken umsieht, die so gar nicht im Sinne der Entwickler waren.
Entsprechend sind die Areale der einzelnen Missionen dann auch relativ geradlinig zu spielen. Zwar gibt es in einigen Abschnitten doch alternative Wege, jedoch sind diese meist recht leicht zu finden (durch farbliche Kennzeichnung von Gittern und Leitern), allerdings dann unter Umständen nicht passierbar, weil ein Öffnungswerkzeug benötigt wird.

Von den Hauptmissionen bleiben mir nur die Abschnitte mit dem Bordell und dem Irrenhaus in Erinnerung, allzu lange ist jedoch keine davon und normalerweise kam ich da überall locker (und nach kurzer Spielzeit!) durch. In Kapitel 7 habe ich die Hauptfigur dann in den Flammen stehen lassen und gab somit nach ca. acht Stunden Gesamtspielzeit auf.

Bei den Nebenmissionen ging es mir jedoch grad umgekehrt – ich konnte etliche Zugangspunkte nur nach langem Suchen oder ganz einfach gar nicht finden. Das hat mich irgendwann so genervt, dass ich nach nur zwei erledigten Nebenmissionen diese Möglichkeiten überhaupt nicht mehr gespielt habe.

5. Technik

Grafisch ist das Spiel meiner Meinung nach sehr gut, und die Licht- und Schatteneffekte sind recht stimmungsvoll - da kann man echt nicht meckern. Geräuschkulissen, die meisten Musikstücke und die Stimmen der Figuren sind auch passend, allerdings finde ich das Thema des Alarmzustands überzogen. Lustige Gespräche zwischen verschiedenen Figuren finden sowohl in der Stadt wie auch in den einzelnen Abschnitten so gut wie nicht mehr statt. Etliche NPCs plappern immer die gleichen banalen Sätze vor sich hin. Wenn man innerhalb von 30 Sekunden von fünf verschiedenen Personen - noch dazu überlappend! - den gleichen Satz hört („Ich habe solchen Hunger!“), wirkt das doch sehr befremdlich – um es vorsichtig auszudrücken.
Zudem hatte ich vier/fünf Tonaussetzer: Manchmal war während des Spielens die Geräuschkulisse einfach weg, an anderer Stelle gab es keinen Ton in den Zwischensequenzen. Das konnte ich dann nur durch Rechnerneustart wieder korrigieren.

Fazit

Für mich überwiegen hier ganz klar die negativen Seiten. Etliche werden mir jetzt ankreiden, dass ich zu stark auf die alten Spiele abziele und dass es sich eben um einen Reboot handelt. Ab das ist doch genau der Punkt: Wenn ich ein Spiel kaufe, das „Thief“ heißt, dann sollte ich doch auch erwarten können, dass die wesentliche Merkmale des Originals enthalten sind. Wurden von den Entwicklern auch so versprochen, ist aber eine glatte Lüge.

Wenn’s also ein völlig anderes Spiel ist, dann müsste sich der Entwickler eben einen neuen Namen ausdenken. Wie wär’s beispielsweise mit „Stealer“?

Hm…nein, geht nicht, denn dann würden alte Thief Fans womöglich ganz genau hingucken und das Spiel höchstwahrscheinlich doch nicht kaufen.

Wer nach Nachschub im alten Garrett-Universum sucht, der sollte sich lieber „Shadows of the Metal Age“ oder den „Dark Mod“ besorgen. Die sind überdies kostenlos und letzterer bietet Dank der Doom3-Engine das grafisch schöne mittelalterliche Flair, welches ich mir auch in diesem Spiel gewünscht hätte.

Alternativ kann man auch in „Skyrim“ einen Assassinen-Dieb kreieren. Mit den entsprechend ausgebildeten Fähigkeiten und passenden Klamotten fühlt man sich dann (fast!) wie daheim.

Ich mache dann demnächst da weiter, wo ich Garrett im dritten Teil geparkt habe – so long, taffers…
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen enttäuscht!, 28. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thief - [PC] (Computerspiel)
in zeiten von assassins creed und co erwartet man eigentlich, dass man mit allen dingen und menschen in der welt interagieren kann. aber in thief kann man praktisch mit gar nichts interagieren und fühlt sich wie in einer virtuellen kiste gefangen. alles, was dark project damals ausgemacht hat (moospfeile und co) ist nicht mehr da, die missionen sind nicht auf vielfältige lösungen hin aufgebaut. alles in allem ist es mir nach 9 stunden spielen einfach zu langweilig und ich spiele es nicht mehr. hach, jetzt bin ich traurig :(
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Große Erwartungen wurden nicht erfüllt!, 4. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thief - [PC] (Computerspiel)
Das Mapdesign ist verwirrend und macht keinen Sinn! Nach 15h im Spiel hab ich so langsam den Faden raus aber intuitiv von einem Ort zum anderen gehen war nicht drin? Geworben wurde mit frei begehbare Stadt. Die Stadt is ein risesiges Schlauchlevel. Assassins Creed ist frei begehbar... Schlechen und Käpfen funktioniert gut, das Springen nur an vorgegeben stellen mag ich nicht, das selbe mit den Seilpfeilen... Mit der heutigen Technik wäre mehr drin gewesen. Die KI ist akzeptabel, was mich stört ist das wenn ich schnell durch die Stadt sprinte und von Wachen fliehe egal welche Route man nimmt die kommen immer genau da hin wo man sich dann versteckt. Das ewige durch Fenster klettern, durch Gänge gehen mit den Minispiel ("E") nerft nach ner Zeit. Die Fokusupgrades sind für mich sinnlos, da ich sie nicht benutze. Das selbe gilt für Bogen, Rüstung, HP, usw. ich schleche und kämpfe selten.
So richtiger Spielspaß kommt da nicht wirklich auf...
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin sehr positiv überrascht. Heutzutage erwarte ich kaum noch derartige Qualität von großen Publishern., 2. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thief - [PC] (Computerspiel)
Nach gut 10 Stunden Spielzeit gebe ich jetzt mal meine Meinung zum Spiel "Thief" ab.
Ich spiele von Anfang an auf der Schwierigkeitstufe "Meister" und habe die meisten Grafiksettings auf "Maximum".
Meine Grafikkarte ist nicht mehr die neueste (GeForce GTX 570).

Im eingebauten Benchmark erreiche ich durchschnittliche 30 fps. Was im Spiel zu gelegentlichem Ruckeln führt. Was den Spielfluss aber kaum stört, da es bei "Thief" nicht so sehr auf schnelle Reaktionen ankommt wie etwa bei einem Battlefield o.Ä.

Zunächst etwas zur Story.

Da ich im Spiel nach 10 Stunden noch nicht sehr weit fortgeschritten bin, werden hier auch keine großen Spoiler verraten.

"Thief" spielt in einer mittelalterlichen Stadt, die sich gerade in der Industralisierung befindet. Dort herrscht eine bösartige Seuche, vor der niemand sicher zu sein scheint. Die Schwermut.
Das macht sich im Spiel insofern bemerkbar, dass die Bewohner sehr, sehr deprimiert sind. Was wunderbar ins Konzept passt, da in Riverside niemals die Sonne scheint. Es ist eine einzige endlose Nacht. Gut für Diebe, schlecht für die Menschen.
Die Stadt Riverside wird von einem tyrannischen Baron kontrolliert, den offenbar noch niemand je zu Gesicht bekommen hat.
Die Stadtwache behandelt die Einwohner (zumindest die ärmere Bevölkerungsschicht) wie Vieh.
Wer sich die Zeit nimmt und den Dialogen der NPCs (künstliche Intelligenz) zuhört, erfährt viele Interessante Details zur Story und auch über mögliches Diebesgut. Es lohnt sich also das Spiel zu geniessen und nicht einfach durchzuhetzen wie das heute ja in den meisten Spielen leider so üblich ist.

Atmosphäre:

Wer das Spiel so spielt wie es gedacht war, nämlich auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, der wird sich spätestens nach der ersten Entdeckung jeden Schritt genau überlegen. Das Spiel stellt auf diesem Schwierigkeitsgrad eine enorme Herausforderung dar, ohne dabei unfair zu sein. Jedes erbeutete Diebesgut, und sei es noch so wertlos, wird da zu einem riesigen Erfolgserlebnis. Ganz zu schweigen von den Unikaten, die oft sehr gut gesichert sind. Was ja auch Sinn macht.
Die dynamische Musik ist mit einem Wort zu beschreiben: Phänomenal! Die Musik und Soundeffekte hören sich nicht nur gut an, sondern haben auch eine Aufgabe. Sie informieren den Spieler. Das Beste was ich in einem Spiel bisher erlebt habe.

Künstliche Intelligenz:

Die KI ist phantastisch und vergibt nicht den kleinsten Fehler. Sollte man erwischt werden kann man wahlweise kämpfen oder laufen. Kämpfen ist nur im äußersten Notfall zu empfehlen. Vorallem wenn man mehr als einem Gegner gegenüber steht. Laufen ist immer die bessere Alternative. Die "cooldown Phase" von alarmierten Wachen ist erschreckend hoch und das ist auch gut so. Immerhin ist man ein Dieb und die Natur der Sache gibt nunmal vor sich nicht erwischen zu lassen. Wurde man trotzdem erwischt, wird die Wache verstärkt (verdoppelt), was das geplante Unternehmen nicht unbedingt einfacher macht. Zumal die Wachen nun auch noch wesentlich aufmerksamer sind als sie es ohnehin schon waren. Wer erwischt wird, kann bestimmtes Diebesgut nur noch mit extremem Risko erreichen.

Spielwelt:

Die Stadt Riverside ist so aufgebaut, dass man, wenn man von einem Viertel in ein anderes möchte, zwangsläufig an Garretts Glockenturm vorbei muss. Was ich gut finde, da man so regelmäßig "zuhause" vorbeikommt und seine Ausrüstung auffrischen kann bzw. die bereits erbeutete "Ware" nochmals betrachten kann.

Negatives:

Zwischenzeitlich gibt es vereinzelte Klettereinlagen in der Third-Person-Ansicht die sehr lieblos gestaltet sind und sich anfühlen, als wären sie auf Wunsch des Publishers in letzter Minute eingefügt worden. Solche Aktionen könnt ihr nächstesmal bitte Lara Croft überlassen.
Das Aussehen des Spielercharacters. Garrett sieht ein bisschen aus wie der wiederauferstandene Abraham Lincoln, wenn man den seltsamen Schal den er da trägt als Bart sieht. Aber das ist nur meine subjektive Meinung.

Als Fazit kann ich nur sagen, wer die Schnauze voll hat von Hektik in Spielen und seine Freizeit lieber geniessen möchte als durch Levels zu jagen, der ist hier genau richtig! Absolute Kaufempfehlung!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich bin sehr enttäuscht., 11. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thief - [PC] (Computerspiel)
Nach meiner Meinung ist das Spiel das Geld nicht wert. Es macht einfach keine Spaß.

- Man kann nur an vordefinierten Punkte Klettern oder Springen.
- Die Wachen erzählen immer die gleichen sinnlosen Sätze.
- Man kann nicht bestimmen wo die Stimmen herkommen.
- Wenn alle Leute in einem Level bewusstlos sind hört man manchmal ebenfalls Gespräche ????
(Das ist in einem Spiel wo es wichtig ist unentdeckt zu bleiben ist das echt nervig.)
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34 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das ist kein Thief mehr., 7. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Thief - [PC] (Computerspiel)
Also jetzt mal im Ernst: Das neue Thief ist für mich als Fan erster Stunde eine absolute Enttäuschung!

Man fragt sich ob die Entwickler jemals die vorherigen Teile gespielt haben.

Leveldesign/Thema:
Gerade die erste Teile hätten hier als Referenz dienen müssen. Diese hatten große, weitläufige Level/Missionen mit Teils abgedrehten Handlungsorten. Beispiele: Das Haus von Konstantin mit seiner völlig absurden Architektur, die mit Untoten verseuchte Gruft, die Türme der Zauberer oder die Ruinen alter Zivilisationen unter der Stadt.
Was hat man im neuen Teil: Enge Level die zwar detailverliebt sind aber so langweilig und linear sind das es schon weh tut. Vieles wirkt wie ein Abklatsch des viel besser gemachten Dishonored, an dem sich die Entwickler offensichtlich orientiert haben.
Vom Steampunk ist wenig geblieben. Man erinnere sich nur mal an die Maschinen des Karras aus dem zweiten Teil. Es kommen zwar auch Alarmanlagen/Kameras zum Einsatz diese lassen sich jedoch so simpel ausschalten/umgehen das diese nicht mal ansatzweise eine Herausforderung darstellen.

Zu den Gegnern:
Wachen... das war's im Großen und Ganzen. Wo sind die Zombies, Magier, Okkultisten, Burricks, Spinnen, die fanatischen Hammeriten, Mechanisten, Insektioden und anderen Frefeleien an der Natur, und die ungeheuren Vorgänge in der Stadt, die diese lostreten? Die K.I. ist im übrigen zu einfach gestrickt als das sie gefährlich werden könnte. Haben einen die Wachen erwischt, einfach mal Sprinten drücken, ab auf das nächste Dach, und schon stehen sie doof da. Oder doch mal schnell um die Ecke rennen und rein in einen Schrank, schon sind sie ausgetricktst - kinderleicht, keinerlei Anspruch.
War man früher auf der Jagt nach großen Schätzen, klaut man sich heute Hauptsächlich Aschenbecher und Goldmünzen, die an praktisch jeder zweiten Ecke der Stadt rumliegen.

Sound:
Man meint die Musik und die Soundeffekte sind schon in Ordnung. Schaut man sich aber die Vorgänger an sieht die Sache schon ganz anders aus: Gerade die ersten Teile schöpften so enorm viel aus der Soundkulisse, dass sie immer noch eine Referenz sind. Die rituellen Gesänge der Hammeriten, die schlurfenden Schritte der widerlichen Insektoiden und ihr Gemurmel das man sich gruselte. Oder aus dem 3. Teil das Kauderwelsch der Heiden... von solchen originellen Ideen ist im neuen Teil nichts mehr zu finden.

Steuerung:
Springen kann man getrost vergessen. An dafür markierten Stellen(lächerlich!) darf man klettern. Dazu die Ein-Knopf-für-Alles-Steuerung, die dann die gescripteten Bewegungen starten. Man darf sich dazu nur in den dafür vorgesehenen Korridoren bewegen, was alles völlig statisch wirken lässt und nur den flüchtigen Anschein von Open-World oder alternativen Wegen bietet.
Der sogenannte Fokus ist allerdings die Krönung: Einmal kurz drücken, schon sieht man die Fallen, Wertgegenstände, Knöpfe usw. Das einzig gute daran ist, dass man es abschalten kann. Weitere 'Knüller': Fenster werden von Außen unter ständigen Drücken der entsprechenden Taste aufgehebelt - will man von Innen wieder heraus muss man es erneut aufhebeln(ist ja auch so üblich wenn man von Innen ein Fenster aufmacht,nicht?!). Oder schmale Durchgänge, die man natürlich gescriptet durchschreitet, werden immer von einem Balken versperrt, denn man (wie originell) dann durch hämmern der Tasten zur Seite schiebt.

Waffen:
Schwert oder Dolch gibt es nicht mehr. Dafür hat man nun einen hypermodernen Klappbogen mit viel zu viel Munition. Die Pfeile fliegen zudem noch schnurgerade sodass man auch im Halbschlaf treffen kann. Seilpfeile können nur noch an dafür markierten Balken(lol) angebracht werden. Die Gaspfeile die früher noch Bewusslostigkeit verursachten und reichlich teuer waren, verursachen jetzt eine kurzen Hustanfall und sorgen danach für die Alarmierung der Gegner - völlig sinnfrei.

Zur Grafik muss man nicht viel sagen, die ist sehr gut. Störend sind allerdings die ständigen Ladestellen. Bugs kommen übrigens auch vor: So geschah es nach Schnellspeichern und Laden, das der Gegner auf einmal ganz woanders stand oder gleich weg war.

Leider ist Thief von einem tiefgründigen, facettenreichen Spiel zu einem dumpfen, massen-kompatiblen Brei für die Generation CoD geworden. Ein Trauerspiel.
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4.0 von 5 Sternen Besser als Teil 3, aber schlechter als Teil 1 & 2, 28. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Thief - [PC] (Computerspiel)
Als langjähriger Thief-Fan der ersten Stunde (seit 1998), kann ich die schlechten, inoffiziellen Kritiken, die das Reboot von zahlreichen Spielern bekommen hat, nicht ganz nachvollziehen. Einige der Kritikpunkte sind gerechtfertigt, aber viele auch nicht. Zum Beispiel der Punkt, dass zahlreiche Spieler sich über den ganzen Fokus-Quark aufregen und über die Tatsache, dass viele andere unnötige Hilfefunktionen das Spielerlebnis trüben. Hier sei angemerkt, dass man nahezu jedes einzelne dieser in der Tat aufgesetzten und überflüssigen Features im Optionenmenü abschalten kann. Will man es also nicht oder empfindet man es als störend, deaktiviert man es halt einfach. Wo ist da das Problem? Niemand zwingt den Spieler, das zu nutzen.

Ebenso kann ich die Kritik einiger Leute nicht nachvollziehen, die der Meinung sind, das neue "Thief" sei ein einfallsloser Abklatsch von "Dishonored". Umgekehrt ist es so, dass das im Übrigen geniale "Dishonored" sich von den "Thief"-Spielen inspirieren ließ und die Entwickler von "Dishonored" daraus auch nie einen Hehl machten. Demzufolge ist es natürlich zu erklären, dass auch das neue "Thief" zwangsläufig gewisse Ähnlichkeiten zu "Dishonored" aufweisen muss. Und einige Anspielungen sind sogar beabsichtigt, wie z.B. die Bordell-Mission, bei der einige Räumlichkeiten vom Aufbau her sehr der Bordell-Mission in "Dishonored" ähneln. Das war aber auch von den Entwicklern beabsichtigt, wie man aus diversen Interviews erfahren konnte. Ähnliches betrifft die in beiden Spielen grassierende, mysteriöse Seuche. Die direkten Anspielungen auf "Dishonored" sind sozusagen eine Revanche für die in "Dishonored" verwendeten Anspielungen auf die "Thief"-Reihe.

Dass die einzelnen Locations in dem neuen "Thief" nur begrenzt und die Welt nicht komplett frei begehbar ist, bzw. die Stadt in Abschnitte unterteilt ist, kann ich ebenfalls als Kritikpunkt nicht nachvollziehen, denn Open World war die "Thief"-Reihe nie. Vor allem in den ersten beiden Teilen war sie das sogar noch weniger, als im neusten Ableger.

Es gibt aber auch einige Punkte im neuen "Thief", die auch ich bemängeln muss, wie etwa die mitunter nicht ganz korrekt funktionierende KI der Wachen, die fehlenden Zombies und Burricks, die fehlenden Hammeriten/Mechanisten, sowie die teils leblos wirkende Stadt, vor allem was das Innere von Gebäuden angeht. Zum Beispiel ist es unlogisch, dass nahezu sämtliche Wohnungen, in die man auf seinen Streifzügen einbricht, ihrer Bewohner entbehren, obwohl doch über die gesamte Stadt eine Ausgangssperre verhängt wurde. Auch ist es schade, dass man Seilpfeile nur an speziell dafür vorgesehenen Stellen einsetzen kann, was das Spielgefühl eines echten Meisterdiebs einschränkt. Einige dieser Punkte sorgen dafür, dass der neuste Ableger der Reihe eben nicht an das Flair der ersten beiden Teile heranreicht. Da helfen auch diverse Locations wie der mit mechanischen Apparaturen bestückte Festungsturm nicht, der eine offensichtliche Anspielung auf den Turm der Mechanisten aus Teil 2 darstellt.

Alles in Allem ist das "Thief"-Reboot aber weit weg von einem Flop und eine ganze Ecke besser als der 2004 erschienene 3. Teil "Deadly Shadows". Und da es sich um ein Reboot handelt, lässt das die Hoffnung aufblühen, dass die Reihe auch zukünftig weiter fortgesetzt wird.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen halbherzige version von thief, 2. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Thief - [PC] (Computerspiel)
ich habe alle versionen gespielt und sehr geschätzt - sogar die erste. im grunde ist alles negative zum spiel schon geschrieben worden. die wichtigsten fakten nochmal kurz:
- im vergleich zu (z.b.) dishonored eine nur "hakelige" bewegungsweise
- das drücken und kloppen von "e" mit immer denselben abläufen um ein stückchen weiterzukommen nervt komplett und ist öde.
- seilpfeile kann man nur auf bestimmte balken schießen. da waren die kletterhandschuhe besser.
- die story wirkt so, als mußte irgendetwas herhalten, damit es nicht allzu öde wird.
- alles ist linear angelegt und hat nur lächerliche sidekicks, bei denen man irgendwas klauen muß, um kohle zu machen. das wird schnell langweilig.
- spannung hab ich nicht wirklich erlebt, selbst irgendwelche mutierten typen latschen nur dröge herum und reagieren schleppend.
- und allgemein: wer dishonored kennt und dann dieses spiel erlebt, wird herb enttäuscht werden.

mir tun die grafiker leid, die sich für dieses spiel abgemüht haben und ich denke, das wird der letzte thief sein - auf jeden fall der letzte, für den ich geld ausgegeben habe.
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Thief - [PC]
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