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am 11. September 2014
Wortwörtlich waren in dieser Verfilmung zum Teil die Dialoge, aber ich greife vorweg. Da ich das Buch und vor allem Gatsby sehr ins Herz geschlossen habe, aber weil ich den Roman vor allem auch frisch im Gedächtnis hatte, war ich sehr gespannt auf den Film. Ich habe schnell festgestellt, dass die Produzenten sich sehr ans Buch gehalten haben. Eine so nahe Verfilmung am Buch ist mir bisher noch nie begegnet. Ganze Dialoge entsprachen eins zu eins aus der Romanvorlage und so zog es sich durch den ganzen Film. Ich war total begeistert, wenn ich wieder feststellte, dass Daisy, Jay, Jordan oder Nick genau die Worte sprachen, die sie auch im Buch ausgesprochen hatten. In der Hinsicht kann man ganz klar sagen: Der Film weicht kaum von der Romanvorlage ab, wie es andere Verfilmungen tun und dies war für mich schon ein großes Plus.

Wie aber waren die Schauspieler? Für mich war vor allem wichtig, dass Gatsby und Daisy gut besetzt waren. Wer DiCaprio nicht mag, für den wird der Film nichts sein. Jay Gatsby ist eine wundervolle, aber auch schwierige Figur, mit schwierig meine ich schwierig zu spielen, da die Romanvorlage ihn so außergewöhnlich beschreibt mit einem Lächeln, dass einem im Leben vielleicht nur vier, fünf Mal begegnet und vielleicht ist es auch meine weibliche Naivität, aber ich finde DiCabrios Lächeln großartig. Für mich war die Besetzung rundum gelungen. Carey Mulligan als Daisy, die zarte Pflanze, dass feine, reiche Mädchen und Nick, gespielt von Tobey Maguire - gutmütig, neugierig und unerfahren.

Doch am besten, und das ist das wichtigste an dem Film, schließlich dreht sich alles um Gatsby, ist Leonardo DiCaprio! Ich habe den Roman gerade beendet und mir direkt danach den Film angeschaut, daher hatte ich Gatsbys Gefühlsregungen im Buch noch ganz genau vor Augen und DiCaprio spielt sie einfach großartig und glaubwürdig. Ich liebe die Szene in Nicks Haus, als dieser Daisy zum Tee eingeladen hat, aber auch der Moment in der New Yorker Innenstadt, der Streit mit Tom Buchanan, wurde so treu der Figur nachgespielt, dass ich einfach nur begeistert war. DiCaprio konnte Gatsby Leben einhauchen und der Figur eine Glaubwürdigkeit und Tiefe geben, die sie auch im Roman besitzt.

Musik und Bild: Die Szenen waren bildgewaltig, bunt und aufwendig produziert. Hin und wieder störte mich der offensichtliche Studioeffekt, doch dieser schien vielleicht auch gewollt zu sein. In die Handlung wurde moderne, bekannte Musik mit eingepflegt, die in einer anderen Version gespielt wurde, welches mir ebenfalls sehr gut gefiel. Insgesamt kann ich sagen, dass diese Verfilmung sehr nah am Buch ist und mir persönlich auch sehr gefallen hat.

"So legen wir uns in die Riemen, rudern gegen den Strom, und fortwährend zieht es uns zurück in die Vergangenheit."
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am 23. Juli 2015
»Der große Gatsby« beruht auf dem gleichnamigen Buch von F. Scott Fitzgerald, dessen wichtiger Beitrag zur amerikanischen Literatur erst in den 1940er Jahren nach seinem Tod wiederentdeckt wurde. Regisseur Baz Luhrmann (»Moulin Rouge«) bemüht sich die "Roaring Twenties" in ein modernes optisches und musikalisches Kleid zu hüllen, das sich immer wieder ehrfürchtig vor den Beschreibungen Fitzgeralds verbeugt und zumindest im letzten Drittel deutlich den Finger in die Wunde unserer Dekadenz und (finanz-)sozialen Strukturen zu legen begehrt.
Ich muss gestehen weder das Buch gelesen, noch frühere Verfilmungen gesehen zu haben, womit sich ein Vergleich zu den genannten Werken erübrigt. Unabhängig davon inszeniert der Regisseur den Film insbesondere während der ersten Hälfte des Films überaus schrill, pompös und durchzogen mit hektisch weiten Kamerafahrten. Unterstützt wird dieser bunte Mix durch den Einsatz moderner Partysongs, welche auch Rhythmen der damaligen Zeit aufgreifen. Diese dennoch starre und vor allem langanhaltende Darstellung wirkt über weite Strecken wie ein langes Musikvideo oder eine laute Musicalshow. Man merkt, dass hier der Regisseur von »Moulin Rouge« tätig war.
Dem Film fällt es schwer, trotz der wunderbaren Einarbeitung von Zitaten aus dem Buch, leise Töne anzuschlagen. Erst im letzten Drittel zeigt sich die eigentliche Stärke der Geschichte, welche dank ihrer menschlichen Abgründe von dem schauspielerisch darin erfahrenen Leonardo DiCaprio (»Shutter Island«) hervorragend gespielt wird. Tobey Maguire (»The Details«) hingegen schafft es nicht den Zuschauer auf seine Seite zu ziehen und am Ende mag er zwar bemitleidenswert sein, allerdings wirkt die Entwicklung wenig überzeugend. Seine Eindrücke und sein Wesen werden nur dank der verwendeten Zitate Fitzgeralds greifbar, wobei ich an dieser Stelle die deutsche Synchronisation seiner Figur durch Marius Clarén hervorheben möchte, der meines Erachtens selbst die deutsche Übersetzung der Zitate besser erklingen lässt, als sie im englischen Urtext sind.
Die BluRay-Umsetzung ist vorbildlich. Der Sound ist selbst aus den normalen TV-Boxen gut und das Bild verdient den Namen HD allemal, wobei der Film trotz des realistischen Szenarios vor computergenerierten Bildern nur so wimmelt. Dafür erhält man eine umfangreiche Ausstattung mit Bonusmaterial.
»Der große Gatsby« von Baz Luhrmann ist eine geradlinige, Eindimensionale Herangehensweise an die Illusion des American Dream. Der Film wendet sich leider erst im letzten Drittel endlich dem Kern des Themas, zeigt aber stellenweise die starke poetische Kraft der Worte des Autors, dessen Schilderungen in Kombination mit manchen Szenen eine interessante cineastische Wirkung entfalten.

[BLU RAY] Format: 2,4:1 // Laufzeit: 142min (uncut) // Audio: DTS-HD 5.1 Englisch, Deutsch // Untertitel: Die Größe von Gatsby, Drinnen und Draußen, Gatsbys Swinging Sounds, Deleted Scenes, Die Jazz-Ära, Razzle Dazzle: Die Mode der 1920er, Fitzgeralds visuelle Poesie, Gatsbys Party, Trailer // Wendecover: Nein // Region: ABC // Sonstiges: Digital Copy über flixster.com (zeitlich begrenzter Code)
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am 29. Januar 2016
Ein super Film bekommt eine würdige Blu Ray:
Der Ton sowie das Bild sind gestochen Scharf. Leonardo DiCaprio spielt seine Rolle wie immer großartig, warum dieser Mann noch keinen Oscar bekommen hat bleibt mir ein Rätsel.
Die Disc kann auch mit guten Extras aufwarten:
- Die Größe von Gatsby
- Drinnen und Draußen
- Gatsby swinging sound
- Nicht verwendete Szenen/ alternative Ende
- Die Jazz-Ära
- die Mode der 1920
- Fitzgeralds Visuelle Poesie
- Trailer

Kaufempfehlung bei der die 142 Minuten viel zu schnell vergehen!
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am 5. Februar 2015
Im Vergleich: die beiden Verfilmungen des "Great Gatsby".

Die "alte" Romanverfilmung mit Robert Redford hat es natürlich schwer, sich gegen Baz Luhrmans bombastisches Partyspektakel mit Leo di Caprio zu behaupten, aber gerade in der Figurenentwicklung sehe ich die Fassung mit Redford und Farrow weiter vorne:

Besonders am Ende konzertriert sich Luhrman m.E. zu sehr auf Gatsbys Schicksal und hat Szenen, die danach die anderen Figuren "re-visiten", in den "deleted scenes"-Eimer ausgemistet. Dabei sind es gerade diese Stellen, welche die Verlogenheit der gesamten partygeilen Oberschicht des Romans herausstellen: menschliche Einzelschicksale sind hier völlig ersetzbar, so lange nur der schöne Schein aufrecht erhalten wird und das Geld weiterfließt. Die Redford-Version arbeitet diese zentrale Doppelbödigkeit der gesamten Figuren deutlich besser heraus.

Natürlich wirkt die Inszenierung der älteren Verfilmung recht bieder gegen die "in your face!"-Inszenierung Luhrmans, die sich aber auch Anachronismen vorwerfen lassen muss: Ja, Techno ist quasi der Swing der späten 90er Jahre, aber historisch inkorrekt ist er als Partymusik der 20er dann eben doch. Und: Die 90er sind auch schon eine Weile vorbei.

So oder so: Beide Verfilmungen haben ihre Stärken, und die allgemeine Inszenierung und das Spiel der Darsteller ist in beiden sehr gelungen. Ich empfehle, beide nacheinander zu sehen.
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am 4. Dezember 2015
Eine einzige Farbexplosion, über die der plot völlig verloren geht. Die erste Verfilmung mit Robert Redford ist viel besser, weil Fitzgeralds Gesellschaftskritik deutlich wird und man auch versteht, dass Gatsby eigentlich nicht Daisy liebt, sondern das, was er in ihr gesehen hat. Die Verfilmung mit Leonardo di Caprio ust ein opulenter Augenschmaus, wenn man hektische Videosequenzen liebt, aber nicht mehr.
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am 26. November 2014
Ein Film der am Anfang bis unter die Haut geht. Doch zum Schluss hin ein einziger Witz. Die Logik und der Handlungsablauf scheinen sich ab ca Mitte des Films zu verflüchtigen. Wäre da nicht die hervorragende Schauspielerische Leistung von Leonardo dann hätte dieser Film nicht mal 2 Sterne verdient.
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am 27. November 2015
F. Scott Fitzgerald hört nicht mehr auf sich im Grab um zu drehen! Wie es möglich ist ein US-amerikanischen Buchklassiker auf eine der Art grauenhafte Weise zu verfilmen ist mir ein Rätsel! Die Auswahl der Filmmusik zerstört absolut Alles. Diesen Film am besten ignorieren, niemals ansehen und schon gar nicht vor dem Schlafen.
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am 9. Oktober 2015
Schon lange wollte ich mir diesen Film anschauen. Am Ende war ich etwas enttäuscht.
Kostüme, Bilder und natürlich die Schauspieler überzeugen und machen diesen Film trotz dünner Geschichte trotzdem sehenswert. Leider bleibt der AHA-Effekt am Ende des Filmes aus.
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Im Endeffekt ist "Der große Gatsby" auch als Film eine einzige Party wie sie mehrfach selbst im Film dargestellt wird. Laut, bunt, opulent und überzogen. Die darstellerischen Leistungen und die Ausstattung ist ja ganz hervorragend, aber man muss sich schon ordentlich auf den Film einlassen. Da wird gesprungen, was das Zeug hält, Realität mischt sich mit Fiktion, Lügen mit der Wahrheit. Man muss gewaltig aufpassen, sonst hat man hinterher den gesamten Film nicht verstanden. Dabei ist die Story recht eifach gehalten und auch wenn das Buch sehr alt ist, muss ich eine Spoilerwarnung geben, da jeder, der den Film sehen will vermutlich irgendeine Vorstellung vom Buch hat.

Gatsby (Leonardo DiCaprio) gibt berauschende Parties. Über ihn ranken sich Legenden, dass er verwandt mit den deutschen Kaiser ist, gar ein Spion des Deutschen Reiches, dass er jemanden umgebracht hat usw usf. Doch hat ihn niemand gesehen. Eines Tages wird der jung Nick Carraway (Tobey Maguire) auf eine seiner Parties eingeladen. Er ist der einzige, der wohl jemals eine Einladung bekommen hat. Der Grund ist sehr einfach dafür. Er ist auch der erste, der Gatsby wieder mit seiner großen Liebe zusammenbringen kann. Carraway ist nämlich der Cousin von Daisy (Carey Mulligan). Diese war einst in Gatsby verliebt, doch kam er aus dem Krieg nicht wieder. Da hat sich Frauenheld Tom Buchanan (Joel Edgerton) sie vor der Nase weggeschnappt. Kaum sehen sich die beiden wieder nimmt das Unglück seinen Lauf...

Während Gatsby überzeugend den optimistischen Gatsby gibt, dessen Verhängnis es wird, fanatisch seiner verflossenen nachzusteigen und auch Tobey Maguire als hoffnungsvoller Jungspunt beeindrucken vermag, Joel Edgerton den ekeligen Frauenverführer gibt, kommt Carey Mulligan als tumbes Blondchen, die relativ schnell überfordert ist, recht blass daher. Ausgestattet ist der Film allererste Sahne, die Musikwahl ist wie bei "Ritter aus Leidenschaft" recht aktuell, auch wenn alte Tänze getanzt werden. Die Parties werden opulent und verführerisch berauschend dargestellt. Ich kann anhand der knallbonbon bunten Verpackung jetzt jedoch nicht sagen, das ich den Film gut oder schlecht fand. An der Bluray hatte mich geärgert, dass ich mit meinen Player nicht ins Menü springen konnte.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Juli 2014
Baz Luhrmanns "Der große Gatsby" ist die inzwischen vierte Verfilmung des berühmten Romans von Francis Scott Fitzgerald aus dem Jahr 1925. Es gibt auch eine Stummfilmversion, eine Film Noir Version mit Alan Ladd und den populären Robert Redford Film aus dem Jahr 1974, der seinerzeit sogar eine 20er Jahre Modewelle auslöste, was sicherlich auch ein Verdienst des Kameramannes Doulgas Slocombe war, der den Film von Jack Clayton veredelte. Trotz Klassikerstatus gilt gerade diese 70s Verfilmung als seltsam blutleer, die Zuschauer konnten zwar in schönen Bildern schwelgen, aber selbst als Nichtleser hatte man das Gefühl, dass man nie in die Tiefe der Figuren eindrigen konnte. Interessanterweise macht Baz Luhmann mit seiner 2013 inszenierten Neuverfilmung den gleichen Fehler, denn auch seine Variante ist domiant an der Oberfläche angesiedelt. Die Form ist brillant, der Inhalt muss erst mal gesucht werden. Zweifelsohne hat er aber immerhin die bunteste, wildeste und schrägste Verfilmung bisher abgeliefert. Wie wichtig in beiden Verfilmungen einmal mehr die Kostüme sind, lässt sich in einer der markantesten Szenen ablesen, wenn Gatsby seine Klieder, Hüte, Anzüge und Hemden aus dem Schrank holt und ins Zimmer wirft, bis ein großer Haufen feinster Stoff seine Besucherin Daisy umhüllt, die auf dem Boden sitzt.

Vielleicht ist dies auch die Schlüsselszene des Films, denn das maßlose Kleiderwerfen macht die Frau traurig und zugleich zeigt die Szene die Tragik der Liebesgeschichte zwischen dem großen Gatsby und seiner Daisy auf. Sie ist vergangen und währte vielleicht nur einen Moment. Doch das ist dem neureichen, geheimnisvollen Mann noch nicht so klar wie seiner Angebeteten, die nur träumerisch ein Stück weit der vergangenen Illusion nachgibt, weil ihre Gegenwart auch nicht gerade glücklichmachend ist. Hier hat Luhrman meines Erachtens die Vorlage etwas besser genutzt, aber man muss angesichts des opulenten Settings, der überwältigenden Ausstattung und der völlig überkandidelten Form der Darbietungen schon nach diesen Momenten auf die Suche gehen - womöglich sind diese verdeckten, weil verschütteten Anteile aber im Sinne der eigentlichen Geschichte, die ja von einem jungen Mann handelt, der allein kraft seiner Phantasie und seiner Möglichkeiten zu unschätzbaren Reichtümern gekommen ist - sicherlich begünstigt durch die Prohibition in den Roaring Twenties. Er ist aber nichts ohne seine Liebe, sein Reichtum ist wohl eher die Trumpfkarte, die er auspielen will, um seine verlorene Liebe wieder an sich zu binden.

Die tragische Geschichte des geheimnisvollen Mannes wird von dem depressiven und alkoholsüchtigen Nick Carraway (Tobey Maguire) erzählt, der in einem Sanatorium seine Geschichte erzählt. Es ist die Geschichte eines chronischen Beobachters, der aber immer auch innerlich und mental Nebenfigur bleibt. Im übrigen ist Tobey Maguire eine völlig Fehlbesetzung und ist eine der Schwachstellen des Films. Von seinem Arzt wird er dazu ermutigt die Geschichte aufzuschreiben, die dann am Ende "Der große Gatsby" heißen wird und im Jahr 1922 seinen Anfang nimmt. Nick, der schüchterne junge Börsenmakler arbeitet an der Wallstreet und bezieht dann ein altes und bescheidenes Haus in West Egg auf Long Island an der Ostküste. In dem palastartigen Nachbarhaus lebt der geheimnisumwitterte Jay Gatsby (Leonardo di Caprio), ein junger Millionär und undurchsichtiger Geschäftsmann, dessen unermesslich scheinendes Vermögen Stoff für viele Gerüchte bilden. Obwohl er in seinem Haus rauschende Tanzpartys für die New Yorker Gesellschaft veranstaltet, ist er ein einsamer Wolf. Er liebt seit Jahren die schöne Daisy Buchanan (Carey Mulligan), die er während seiner Militärzeit kennengelernt hatte, die aber nun mit dem reichen Tom Buchanan (Joel Edgerton) mehr oder weniger unglücklich verheiratet ist. Daisy langweilt sich in ihrem Herrenhaus, dass exakt auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht in East Egg liegt. Buchanan betrügt seine Daisy mit der verheirateten, lebenslüstigen Myrtle Wilson (Isla Fisher), Frau eines Tankstellenbesitzers. Zum illustren Kreis der Buchanans gehört auch noch Daisys beste Freundin Jordan Baker (Elisabeth Debicki). Bald erhält der frisch zugezogene Nick eine Einladung zu einer der schillernden, beinahe täglich stattfindenden Partys auf Gatsbys Anwesen. Seine Rolle ist auch längst schon festgelegt...

Der Film behandelt Themen wie Dekadenz und Ausschweifungen und setzt sich sachte mit sozialen Umbrüchen um. Dabei werden die Roaring Twenties von Luhrmann im Sound von Heute zelebriert - ein Kunstgriff, den man im Heute und Hier sehr gelungen ansehen kann, weil nicht nur die Melancholie einer Lana del Rey da gut reinpasst. Aber ob man in einigen Jahren dies noch genauso geglückt ansehen wird - die Zukunft wird es zeigen. Luhrmanns Inszenierung ist grell, also typisch für ihn, wie auch seine früheren Filme "Strictly Ballroom", "Moulin Rouge" oder "Romeo und Julia" beweisen. Natürlich führt die Extravaganz, die hier aufgefahren wird, stellenweise zu einer visuellen Überforderung, aber es gelingt dem Filmemacher doch ein Stück weit den Menschen in der Figur Gatsby zu finden. Sehnsucht und Vergänglichkeit sind die großen Themen in der großen Party des Lebens. Bei der Oscarverleihung durften die Macher dann auch gleich zweimal jubeln. Catherine Martin und Beverley Dunn gewannen in der Kategorie "Bestes Szenenbild". Auch die Kostüme - ebenfalls kreiert von Catherine Martin wurden preisgekrönt.
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