Kundenrezensionen


247 Rezensionen
5 Sterne:
 (132)
4 Sterne:
 (37)
3 Sterne:
 (35)
2 Sterne:
 (18)
1 Sterne:
 (25)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Gier und Unschuld...
Baz Luhrmanns "Der große Gatsby" ist die inzwischen vierte Verfilmung des berühmten Romans von Francis Scott Fitzgerald aus dem Jahr 1925. Es gibt auch eine Stummfilmversion, eine Film Noir Version mit Alan Ladd und den populären Robert Redford Film aus dem Jahr 1974, der seinerzeit sogar eine 20er Jahre Modewelle auslöste, was sicherlich auch...
Vor 1 Monat von Ray veröffentlicht

versus
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen GRAU-EN-HAFT!
Meine Güte, derartige kinematografische Fehlgriffe sind zwar leider keine Seltenheit, Dicaprio, Maguire und Mulligan darin zu finden allerdings schon.
Allein die Erzählperspektive aus der Sicht eines psychisch mehr als "belasteten" Maguire treibt dem Zuschauer die Tränen in die Augen.
Über die wirr und und nur anscheinend...
Vor 2 Monaten von L.S. veröffentlicht


‹ Zurück | 1 225 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Gier und Unschuld..., 19. Juli 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (DVD)
Baz Luhrmanns "Der große Gatsby" ist die inzwischen vierte Verfilmung des berühmten Romans von Francis Scott Fitzgerald aus dem Jahr 1925. Es gibt auch eine Stummfilmversion, eine Film Noir Version mit Alan Ladd und den populären Robert Redford Film aus dem Jahr 1974, der seinerzeit sogar eine 20er Jahre Modewelle auslöste, was sicherlich auch ein Verdienst des Kameramannes Doulgas Slocombe war, der den Film von Jack Clayton veredelte. Trotz Klassikerstatus gilt diese Verfilmung als seltsam blutleer und die Zuschauer konnten zwar in schönen Bildern schwelgen, aber selbst als Nichtleser hatte man das Gefühl, dass man nie in die Tiefe der Figuren eindrigen konnte. So gesehen macht Baz Luhmann mit seiner 2013 inszenierten Neuverfilmung den gleichen Fehler, denn auch seine Variante ist domiant an der Oberfläche angesiedelt. Die Form ist briliant, der Inhalt muss gesucht erst mal gesucht werden. Zweifelsohne hat er aber immerhin die bunteste, wildeste und schrägste Verfilmung bisher abgeliefert. Wie sichtig in beiden Verfilmungen einmal mehr die Kostüme sind, lässt sich in einer der markantesten Szenen ablesen, wenn Gatsby seine Klieder, Hüte, Anzüge und Hemden aus dem Schrank holt und ins Zimmer wirft, bis ein großer Haufen feinster Stoff seine Besucherin Daisy umhüllt, die auf dem Boden sitzt. Vielleicht ist dies auch die Schlüsselszene des Films, denn das maßlose Kleiderwerfen macht die Frau traurig und zugleich zeigt die Szene die Tragik der Liebesgeschichte zwischen dem großen Gatsby und seiner Daisy auf. Sie ist vergangen und währte vielleicht nur einen Moment. Doch das ist dem neureichen, geheimnisvollen Mann noch nicht so klar wie seiner Angebeteten, die ein Stück weit der vergangenen Illusion nachgibt, weil ihre Gegenwart auch nicht gerade glücklichmachend ist. Hier hat Luhrman meines Erachtens die Vorlage etwas besser genutzt, aber man muss angesichts des opulenten Settings, der überwältigenden Ausstattung und der völlig überkandidelten Form der Darbietungen schon nach diesen Momenten auf die Suche gehen - womöglich sind diese verdeckten, weil verschütteten Anteile aber im Sinne der eigentlichen Geschichte, die ja von einem jungen Mann handelt, der allein kraft seiner Phantasie und seiner Möglichkeiten zu unschätzbaren Reichtümern gekommen ist - sicherlich begünstigt durch die Prohibition in den Roaring Twenties. Er ist aber nichts ohne seine Liebe, sein Reichtum ist wohl eher die Trumpfkarte, die er auspielen will, um seine verlorene Liebe wieder an sich zu binden. Die tragische Geschichte des geheimnisvollen Mannes wird von dem depressiven und alkoholsüchtigen Nick Carraway (Tobey Maguire) erzählt, der in einem Sanatorium seine Geschichte erzählt. Es ist die Geschichte eines chronischen Beobachters, der aber immer auch innerlich und mental Nebenfigur bleibt. Im übrigen ist Tobey Maguire eine völlig Fehlbesetzung und ist eine der Schwachstellen des Films. Von seinem Arzt wird er dazu ermutigt die Geschichte aufzuschreiben, die dann am Ende "Der große Gatsby" heißen wird und im Jahr 1922 seinen Anfang nimmt. Nick, der schüchterne junge Börsenmakler arbeitet an der Wallstreet und bezieht dann ein altes und bescheidenes Haus in West Egg auf Long Island an der Ostküste. In dem palastartigen Nachbarhaus lebt der geheimnisumwitterte Jay Gatsby (Leonardo di Caprio), ein junger Millionär und undurchsichtiger Geschäftsmann, dessen unermesslich scheinendes Vermögen Stoff für viele Gerüchte bilden. Obwohl er in seinem Haus rauschende Tanzpartys für die New Yorker Gesellschaft veranstaltet, ist er ein einsamer Wolf. Er liebt seit Jahren die schöne Daisy Buchanan (Carey Mulligan), die er während seiner Militärzeit kennengelernt hatte, die aber nun mit dem reichen Tom Buchanan (Joel Edgerton) mehr oder weniger unglücklich verheiratet ist. Daisy langweilt sich in ihrem Herrenhaus, dass exakt auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht in East Egg liegt. Buchanan betrügt seine Daisy mit der verheirateten, lebenslüstigen Myrtle Wilson (Isla Fisher), Frau eines Tankstellenbesitzers. Zum illustren Kreis der Buchanans gehört auch noch Daisys beste Freundin Jordan Baker (Elisabeth Debicki). Bald erhält der frisch zugezogene Nick eine Einladung zu einer der schillernden, beinahe täglich stattfindenden Partys auf Gatsbys Anwesen. Seine Rolle ist auch längst schon festgelegt...Der Film behandelt Themen wie Dekadenz und Ausschweifungen und setzt sich sachte mit sozialen Umbrüchen um. Dabei werden die Roaring Twenties von Luhrmann im Sound von Heute zelebriert - ein Kunstgriff, den man im Heute und Hier sehr gelungen ansehen kann, weil nicht nur die Melancholie einer Lana del Rey da gut reinpasst. Aber ob man in einigen Jahren dies noch genauso geglückt ansehen wird - die Zukunft wird es zeigen. Luhrmanns Inszenierung ist grell, also typisch für ihn, wie auch seine früheren Filme "Strictly Ballroom", "Moulin Rouge" oder "Romeo und Julia" beweisen. Natürlich führt die Extravaganz, die hier aufgefahren wird, stellenweise zu einer visuellen Überforderung, aber es gelingt dem Filmemacher doch ein Stück weit den Menschen in der Figur Gatsby zu finden. Sehnsucht und Vergänglichkeit sind die großen Themen in der großen Party des Lebens. Bei der Oscarverleihung durften die Macher dann auch gleich zweimal jubeln. Catherine Martin und Beverley Dunn gewannen in der Kategorie "Bestes Szenenbild". Auch die Kostüme - ebenfalls kreiert von Catherine Martin wurden preisgekrönt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


24 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine kleine, aber sehr beeindruckende Zeitreise!!!, 25. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby [3D Blu-ray] (Blu-ray)
Fangen wir mal mit dem superben Soundtrack an, der wieder zu jeder einzelnen Szene des Films perfekt passt.

Besonders *Young and Beautiful* von *Lana Del Rey* & die einzigartigen *The XX mit *Together* möchte ich hier hervorheben. So zerbrechlich und aufwühlend wie die Musik, die zu keiner Zeit stört, ist auch der Film eine perfekte Illusion geworden.
*Sia* hat ja schon *Twilight* veredelt und hier beweißt sie wieder ihr beispielloses Talent. Ihre Stimme streichelt einem sanft die Seele. Die Königin des Dramas *Florence* schließlich, setzt dem ganzen die audiovisuelle Krone auf!

Hat man den etwas stressigen Anfang, der stellenweise leicht an *Moulin Rouge* erinnert überstanden, offenbart der Film sein ganzes, wahres Potential.

*The Great Gatsby* muss definitiv in 3D geschaut werden!!!. Das fängt mit dem Intro an (wie die alten Hollywood Klassiker damals präsentiert wurden) und geht weiter mit dem grünen Licht vom Steg & endet in diesen wunderschönen Weitwinkel-Aufnahmen von den Landschaften & Anwesen der Protagonisten.
Nur in den hektischen Szenen am Anfang sind ein paar Doppelkonturen und kleine, minimale Unschärfen auszumachen. Ansonsten sind Bild & Ton über jeden Zweifel erhaben.

Den besten Job macht ohne Zweifel *Leonardo DiCaprio*, er wird von Film zu Film immer besser. Und mit *Carey Mulligan* kann man jedesmal wunderbar mitleiden. Seit *Alles was wir geben mussten* bin ich ein Fan von Ihr.

*The Great Gatsby* ist bestimmt kein Meilenstein der Filmgeschichte, jedoch hat er mich absolut überzeugt und er wird den Weg in meine 3D Sammlung finden. Alleine diese genialen Kamerafahrten oder die Pflanzen vor *Nick Carraway's* kleinem Gartenhaus muss man einfach gesehen haben. Auch wie stilvoll der ganze Film im Look der 20er Jahre präsentiert wird sucht seinesgleichen. So surreal plastisch war noch kein 3D Film vorher.

Ich gebe 5 dicke Punkte, ....die anfänglichen fieberhaften Szenenwechsel sind schnell überwunden und der Film glänzt in seiner veritablen Pracht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Farbfeuerwerk für die Augen. Sehr schöner Film, sehr sehenswert und sehr zu empfehlen., 5. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (DVD)
Ein Farbfeuerwerk für die Augen. Sehr schöner Film, sehr sehenswert und sehr zu empfehlen. Bis in die letzte Sekunde eine fesselnde Erzählung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin überrascht...., 1. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (DVD)
Früher war DiChaprio ein Milchgesicht für mich- heute hat er mich umgehauen.
Sicher haben unsere Elite-Rezensenten diesen Film schon durch seitenlange Beschreibungen
bis ins Kleinste aufgedröselt, so musste ich nicht das Ganze nochmal beschreiben.

Ich meine, DiCaprio spielte wunderbar und glaubwürdig!
Ein toller Film, voller Leidenschaft und Dramatik!
Leonardo mit seinem eiskalten Blick aus seinen tiefbauen Augen machte eine gute Figur...
Ein Film, den man lange nicht vergisst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen GRAU-EN-HAFT!, 9. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (DVD)
Meine Güte, derartige kinematografische Fehlgriffe sind zwar leider keine Seltenheit, Dicaprio, Maguire und Mulligan darin zu finden allerdings schon.
Allein die Erzählperspektive aus der Sicht eines psychisch mehr als "belasteten" Maguire treibt dem Zuschauer die Tränen in die Augen.
Über die wirr und und nur anscheinend alternativ-wertvoll erzählte Story kann auch die pompöse Aufmachung der Kulisse nicht hinwegtäuschen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach 'Romeo+Julia' und 'Moulin Rouge' das nächste Meisterwerk, 28. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby [Blu-ray] (Blu-ray)
von Baz Luhrmann, und ich lasse den sehr guten 'Australia' jetzt mal außen vor, da dieser nicht in das typische Luhrmann Schema paßt ein klassisches Thema neu und frisch aufzuarbeiten. Ob das die genresprengende Filmmusik ist, die jeweils ein eigenes Kunstwerk darstellt, hier mit der Verbindung von Jazz und angesagter Musik von heute oder die wahnsinns Bilder und Kamerafahrten dazu, es ist ein einziger Rausch.
Auch habe ich mich in den 142 Minuten nicht einmal gelangweilt, und das liegt auch an Leonardo DiCaprio, Tobey Maguire und Carey Mulligan, die sich hervorragend ergänzen und alle drei oscarwürdige Darstellungen bieten.
Hier mit dem Robert Redford Film zu vergleichen, finde ich überflüssig, das war eine andere Zeit und jeder Film hat wohl seine Berechtigung und Vorzüge.
Die Blu-Ray Qualität ist außerordentlich gut, habe ihn leider nur in 2D gesehen, aber ich kann mir vorstellen, das er in 3D noch besser wirkt.
Die Extras machen ihrem Namen wieder mal alle Ehre, ausgiebige Featurettes über Musik, Mode, Hinter den Kulissen, Interviews und mehr,
jetzt muß man sich nur noch den Soundtrack besorgen, denn wie sagt Leonardo DiCaprio in einem Interview, wer den Film liebt, kommt am Soundtrack nicht vorbei.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zu hektisch, 20. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (DVD)
Wer es bunt,schrill und überschminkt liebt,der kommt sicher auf seine Kosten. Typisch amerikanische gestraffte und gebotoxte Schauspieler. In 3D sicher brilliant und viel action. Ich ziehe die erste Version mit Robert Redford vor,da viel autentischer und der Zeit angepaßt. In den 20er Jahren war die Welt nicht ganz so überdreht (oder doch?). Hier ist jedenfalls die Superlative gedreht worden. Ich frage mich nur immer: warum muß nach einem perfekten Film immer noch ein Remake gedreht werden?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Romanvorlage war grossartig, Film: solala, 11. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby [Blu-ray] (Blu-ray)
Zu viert geschaut. Alle vier lieben die grossartige Romanvorlage.
Der Film rührt mit der grossen Kelle an, ein phantastisches
Gemälde der Epoche, gute bis sehr gute Schauspieler, aber so
wie die Story nacherzählt wird, trägt es keine 142 Minuten.
Verglichen mit dem Buch ist die Story dünn, wenig stringent
und alles konzentriert sich auf die Inszenierung der grossen
Parties. Wir waren alle vier enttäuscht und begannen uns nach
100 minuten zu langweilen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geschmackssache, 19. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (DVD)
Nachdem meine Schwester von dem Film schwärmte schaute auch ich ihn mir an.... Naja die Handlung an sich ist ja cool, aber ich finde dem Film fehlte der Biss. Sehr langatmig und stellenweise langweilig, teilweise nicht ganz durchsichtig und der BOOM zur Romanze fehlt irgendwie bzw. kommt nicht so richtig rüber. Man kann ihn sehen, aber er gehört definitiv nicht zu den Filmen die man mehrfach sehen muss. Mein Ding is es nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


28 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Great Depression, 28. Juni 2013
Von 
Eddie Lomax - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (DVD)
Nick Carraway kommt in den frühen Jahren der wilden Zwanziger nach New York. Als Börsenspekulant an der Wall Street ist er nicht sonderlich erfolgreich, aber für 80 Dollar im Monat kann er sich zumindest ein kleines Haus auf Long Island zwischen den riesigen Anwesen der Reichen leisten. Erfreulicherweise muss er sich auch nicht groß um Anschluss an die feine Gesellschaft bemühen, wohnt doch seine Cousine zweiten Grades Daisy direkt gegenüber in einem palastartigen Gebäude mit ihrem Mann Tom, einem berühmten Polo-Spieler und der einer gemeinsamen Tochter. Ständig zugegen ist zudem die attraktive Golferin Jordan Baker, eine enge Freundin Daisy's. Von ihr hört Nick zum ersten Mal den Namen dieses geheimnisvollen Lebemannes von gegenüber, der zufällig auch Nick's direkter Nachbar ist und mit den angesagtesten Party's die High Society von New York zum kochen bringt. Wilde Gerüchte kursieren über diesen Mann. So soll er ein Verwandter vom deutschen Kaiser Wilhelm sein, daher sein Vermögen. Auch sagt man, er habe mal jemanden umgebracht. Oder er wäre im Krieg ein Spion gewesen. Und so weiter und so weiter. Doch wer ist dieser Gatsby, über den alle reden, wirklich? Niemand weiß es genau. Da erhält Nick eines Tages aus heiterem Himmel eine Einladung zur nächsten Party von seinem mysteriösen Nachbarn. Und als er sich noch fragt, was dies zu bedeuten hat, steckt er schon mitten drin im prallen Leben der ausgelassen feiernden feinen Gesellschaft.

Life Is A Party … Crash It!

Beinahe vierzig Jahre ist es her, das Jack Clayton bei Kritik und Publikum mit seiner Verfilmung des berühmten Romans von F. Scott Fitzgerald baden ging und Robert Redford als Jay Gatsby im pinken Anzug um die Liebe von Mia Farrows Daisy buhlte. Der Film ist mittlerweile rehabilitiert, der Roman sowieso zeitlos. Aus welchem Grund der Stoff so zeitlos ist, beweist der australische Regie-Zampano Baz Luhrmann mit seiner abgefahrenen Neu-Interpretation des klassischen Stoffes, in der er alles anders macht als Clayton und trotzdem alles richtig. Luhrmann wagt sich weit vor, scheut sich nicht vor dickem Pinsel und schrillen Albernheiten, schafft einschneidende Veränderungen, Verschiebungen, spielt mit neuen Einschüben und Auslassungen und bringt die Geschichte trotz geradezu überbordendem Detailreichtum in der gleichem Lauflänge von zwei und einer Viertelstunde nach Hause, ebenso lang wie der Vorgängerfilm, der mit kühler Distanz und ruhigem Erzählfluß die stille Tragik der Geschichte unterstrich, während die neue Version mit wild wirbelnder Kamera und gestochen scharfer 3D-Optik ein visuelles Feuerwerk anzündet welches den Zuschauer überwältigt und sprachlos macht.

Dabei soll man nun nicht glauben, Luhrmann lasse hierbei jeden Tiefgang vermissen und liefere einen Film der Oberfläche. Im Gegenteil. Er stellt die Figuren anders auf, lässt sein Star-Ensemble hochemotional spielen und ebenso ausgelassen Feiern, gibt den Charakteren eine völlig andere Haltung und vergisst darüber jedoch nicht die Aussage der Vorlage zu berücksichtigen. Zwischen all den Schauwerten und Reizen schimmert immer wieder die tragische Tiefe hervor, die Luhrmann erst im letzten Drittel zur vollen Entfaltung bringt. Sein Ensemble ist erstklassig.

Allen voran ist Leonardo Di Caprio zu nennen, dessen Gatsby im Gegensatz zum distinguierten Redford ein charismatischer Alleskönner voller Lebensfreude und unbeschreiblichen Charme ist, der zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt alle Register der Klaviatur der Schauspielkunst zieht. Allein seine Darstellung ist ein wahrer Triumph und die Eintrittskarte wert. Im Zusammenspiel mit Tobey Maguire, dessen Nick Carraway sogar eine Rahmenhandlung spendiert bekommt, überträgt sich die Harmonie der auch privat befreundeten Stars uneingeschränkt auf das Publikum. Maguire wirkt dabei ein wenig wie eine desillusionierte Version Peter Parkers, in dessen Herzen eine aufrichtige Naivität wohnt, der aber im Erwachsenenleben angekommen und gezwungen ist, mit den veränderten Lebensumständen zurecht zu kommen. Sam Waterstone spielte die Figur 1974 deutlich zurückhaltender, wenn auch nicht weniger treffend. Carey Mulligan in der Rolle von Gatsby's Herzensdame Daisy gewinnt den Vergleich mit Mia Farrow indem sie anders als diese ihre Figur deutlich sympathischer und liebenswerter anlegt. Ein Punkt, den man für Joel Edgerton nicht ins Feld führen kann. Sein Tom Buchanan ist ein grobschlächtiger Übermacho, der mit seinen Aggressionen ständig auf Messer's Schneide tänzelt und über dessen Verderbtheit kein Zweifel aufkommt. Bruce Dern konnte da deutlich mehr Mitgefühl auslösen, doch Edgerton ist viel näher an der Vorlage. Auch ließ Jack Claytons Film mehr Raum für Interpretation während Luhrmann die Gesellschaft deutlicher kritisiert und zeichnet. In den wichtigen Nebenrollen der Wilsons sehen wir Isla Fisher und Jason Clarke, die beide gut spielen, aber insgesamt leider etwas vernachlässigt werden. Kurios zu nennen wäre die Besetzung von Indiens Superstar Amitabh Bachchan als Gatsby's Geschäftspartner Meyer Wolfsheim, der allerdings sehr süffisant spielt.

Wurde die 74er Version noch von Jazz-Legende Nelson Riddle musikalisch untermalt und arrangiert, fällt diese Aufgabe hier Jay-Z und Craig Armstrong zu, die eine für Luhrmann's Filme schon typische ganz spezielle Mischung kreieren, mit der mancher seine Probleme haben wird, mir jedoch durchaus passend erschien und viel Freude bereitet hat. Die Kamera-Arbeit ist brilliant, die Ausstattung sowieso. Derartig stilvoll wurde selten auf der Leinwand gefeiert und gelitten. Ein Augenschmaus.

Schlussendlich kann man sagen, das uns Baz Luhrmann nicht nur einen Remix oder ein Update eines der bekanntesten amerikanischen Romane des vergangenen Jahrhunderts serviert, sondern zugleich die zeitlose Aktualität der Vorlage verdeutlicht, indem er den Vergleich der Party-People der Roaring Twentys und der feierwütigen Generation Spaß von heute überdeutlich zieht. Das bei all den Oberflächenreizen die Individualität des Einzelnen flöten zu gehen droht, thematisiert er ebenso intelligent wie die auseinanderklaffende Schere der gesellschaftlichen Klassen.

Fazit: Berauschende Adaption eines Klassikers der amerikanischen Literatur mit Leonardo Di Caprio in seiner bislang besten Rolle.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 225 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der große Gatsby
Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald (DVD - 2013)
EUR 5,97
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen