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Kundenrezensionen

3,2 von 5 Sternen38
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am 2. Juni 2013
Die beiden befreundeten Reporter Westmore und Bryant erhalten von ihrem Auftraggeber die Anweisung, den Multimilliardär John Farrington zu interviewen. Farrington führt Zeit seines Lebens ein eher geheimnisvolles Dasein. Von ihm existieren weder Fotos noch genauere Informationen über sein Privatleben. Allein deswegen schon sind die beiden Journalisten mehr als gespannt auf diesen Job. Schneller als ihnen lieb ist, befinden sie sich auf dem luxuriösen und hermetisch abgeriegelten Anwesen des Milliardärs, der sein Leben einem mehr als ungewöhnlichen Traum gewidmet hat. Farrington benutzt seinen Reichtum und seinen Einfluss, um etwas zu schaffen, was mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit, wenn nicht sogar ziemlich sicher, noch nie jemandem gelungen ist. Er will Gott herausfordern und ihn dazu bringen, ihm zu erscheinen.

Wer noch nie einen Roman von Edward Lee gelesen hat (von Wrath James White kenne ich leider noch nichts), wird wahrscheinlich bereits auf den ersten Seiten denken: “Großer Gott!” und sich in den nächstgelegenen Eimer übergeben. Wer jedoch bereits Werke von Lee kennt und zudem noch das Wort Teratologe googelt, kann sich in etwa denken, womit er zu rechnen hat.

Somit war ich nicht im geringsten überrascht, als ich mich lässig durch eine doch recht fantasievolle Aneinanderreihung sexueller und im höchsten Maße brutaler Exzesse mit missgebildeten Menschen las. Dank “Bighead”, “Der Besudler auf der Schwelle”, “Das Schwein” und allen anderen bisher erschienenen Werke von Lee, hebe ich inzwischen nur noch amüsiert eine Augenbraue, während der jungfräuliche Leser wahrscheinlich schon mit dem Stressherpes kämpft. Nicht, dass mich das nicht blendend unterhalten hätte. Es schockiert mich nur nicht mehr. Training ist alles.

Leider ist mir der Co-Autor Wrath James White überhaupt noch kein Begriff. So stellt sich mir also prompt die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen ihm und Edward Lee vonstatten ging. Haben sie sich mit den Kapiteln abgewechselt? Hatten sie ein Brainstorming der abartigen Ideen und Lee hat sie nieder geschrieben oder war es sogar anders herum? Spontan könnte ich mir diese Fragen nicht selbst beantworten. Ich würde aber sofort daran glauben, dass “Der Teratologe” ein typischer Lee ist, weil mir der Schreibstil vertraut erschien und ebenso weil das Thema Religion wieder eine große Rolle spielt. Auch in diesem Roman wird das leuchtende und reine Bild, dass die Kirche ganz gerne nach außen hin zeigt, gewaltig angekratzt. Hier wirft der Leser einen Blick auf die düstere, menschliche Seite der Geistlichen und darf dabei sein, wenn diese freigesetzt wird.

Geld regiert die Welt. Wie vielseitig und manipulativ man es einsetzen kann, wenn der Betrag stimmt, ist auch so ein Punkt, den Lee gerne mal anspricht. Wer sich also im Dschungel der Perversitäten zurecht findet, entdeckt schließlich doch noch so etwas wie einen halbwegs sinnvollen Inhalt. Das und der wirklich gekonnte Schreibstil des/der Autoren rettet den Roman schließlich auch davor, endgültig in der Trash-Schublade zu landen.

Nachdem ich mich tapfer durch all den kranken Scheiß gelesen habe, erwarte ich eigentlich immer eine Belohnung in Form von fantastischen Inhalten. Diese bekomme ich dann schließlich auch geliefert – leider (wie bei “Das Schwein”) viel zu spät und vor allen Dingen viel zu wenig davon. Das explosive, fantastische, wirklich heftige und farbenprächtige Ende kam leider viel zu schnell und exekutierte die Story an der Stelle, an der sie für mich erst so richtig los ging. Trotzdem kann ich nicht aus meiner Haut und betrauere offiziell und ungeschönt das Ende dieses Romans. Ich hätte gerne noch länger daran gelesen. Das ist wohl das Geheimnis dieser Bücher. Sie enden dann, wenn man gerade richtig angefixt ist – so gerade eben die richtige Dosis, die man braucht, um schmachtend auf einen neuen Band zu warten.

Fazit:

“Der Teratologe” von Edward Lee und Wrath James White hält, was der Klappentext verspricht. Leser, die mit ihrem ersten Lee (sofern es nicht “Innswich Horror” war) bereits Probleme hatten, werden sicher auch mit diesem Buch nicht warm werden. Seid so gut und lest etwas, mit dem Ihr zurecht kommt. “Der Teratologe” ist für Hardcore-Fans, die wissen, was sie zu erwarten haben. Ich bin so jemand. Deswegen gebe ich grünes Licht für Gleichgesinnte und den erhobenen Zeigefinger für Stressherpespatienten.

Die Originalrezension befindet sich auf meiner Homepage.
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am 24. Mai 2013
Aber bis dahin packt Lee und sein kickboxender Schweinepriester-Kumpel Wrath James White einen schleimigen Batzen urkranken Fantasiedrecks hervor, dass vielleicht sogar manchem Bighead-Groupie die Verbeugung vor dem Speikübel nicht erspart bleibt. Auch die Weltreligionen kommen in all dem auf ihre Kosten, allerdings schmecken dürfte es ihnen nicht. Mit diesem Werk ist die Umwertung aller Werte vollendet. Wer auch nur einen Hauch Moral besitzt, müsste sich auf der Stelle selbst sterilisieren, denn: In eine Welt, die solche Literatur gebiehrt, sollte man wahrlich keine Kinder setzen. Großartig, Mister Lee! Und White kommt gleich mal mit auf meine Autorenliste des Grauens. Volle Punktzahl für dieses Armutszeugnis des menschlichen Geistes.
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am 17. Oktober 2013
Jeder, der a.) Edward Lees Stil kennt und sich b.) bei Onkel Google erkundigt, was zur Hölle eigentlich ein Teratologe ist, wird ungefähr den Hauch einer Ahnung haben, auf was er sich einlässt, wenn er dieses Buch aufschlägt. Eines vorweg: egal, welche abartigen und kranken Dinge Ihr erwartet „Der Teratologe“ ist definitiv schlimmer … und naja, wenn ich das sage, hat dies wohl etwas Gewicht, denn ich, die abgebrühte Comtesse (ja, ab und an darf man sich selbst ein bisschen Honig ums Zuckermäulchen schmieren …), sage Euch, dass Ihr so etwas noch nicht gelesen habt und dass Ihr euch mehr als einmal denken werdet: „WTF, wo nehmen diese Typen diese dermaßen kranken Ideen her?!?!?“

Ihr könnt euch jetzt nach diesen Ausführungen denken, dass „Der Teratologe“ kein Liebesroman ist – vielmehr stehen Gräßlichkeiten und abnormalste Handlungen im Vordergrund. Im Hintergrund läuft eine nette Story (größenwahnsinniger Milliardär hat es sich in den Kopf gesetzt, Gott mit seinen Handlungen dermaßen zu erzürnen, dass dieser sich ihm leibhaftig offenbart), wir haben angenehme Figuren und sogar so etwas wie einen Helden bekommen wir geboten. Lee/White ohne Sex geht gar nicht, davon findet sich also mehr als genug im Roman, hauptsächlich steht in „Der Teratologe“ jedoch das Schockieren im Vordergrund – immer wenn man denkt, „so, noch schlimmer kanns nicht kommen“, setzen die Gentlemen Lee/White mit Leichtigkeit noch Eines drauf.

Schon nach den ersten paar Seiten hab ich mir gedacht, dass das wirklich verdammt kranke Scheiße ist, aber natürlich ist der Roman – wie sollte es anders sein – noch härter und noch bösartiger geworden. Für ein Buch wie dieses muss man definitiv empfänglich sein, Leser die meinen, „Shades of Grey“ sei heftig, sollten es nicht in Erwägung ziehen, ja nicht mal daran denken, diesen Roman zu lesen, weil sie wohl bereits nach der ersten Seite kreidebleich versuchen dürften, das Essen im Magen zu behalten. Ihr meint, ich übertreibe? Dann überzeugt Euch selbst.

Dieses Buch ist etwas für Kenner und Liebhaber des Torture-Genres – Moral oder gar Anstand haben in dieser Story nicht mal entfernt etwas zu suchen. Wem es jedoch Spaß macht, sich mit den Werken großartiger Schriftsteller zu befassen, die gern mal nen riesen Brocken übers Ziel hinaus schießen, wird mit dem Duo Lee/White seine wahre Freude haben.

Ich fand den Roman krank, abartig, pervers, grotesk, beschämend … aber auf seine Art und Weise schlicht und einfach genial. Lee und White sind jeder für sich bewundernswerte Schriftsteller (nicht zuletzt deshalb, weil sie sich einen Dreck darum scheren, wer was von ihren Büchern halten mag), aber beide zusammen setzen der Monstrosität die Krone auf. Grenzen gibt es hier nicht, nichts ist zu derb und nichts wird verschwiegen – hier geht es um Dinge, die unsereins wohl nicht mal in den allerdunkelsten Albträumen in den Sinn kommen würden und genau das meine Lieben, macht doch einen guten Horror-Autor aus – oder?

Weitere Rezensionen und Artikel findet Ihr auf dem Blut&Beuschel-Blog!
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am 25. Februar 2014
Weil e Überschrift.
Edward Lee war noch nie was für schwache Nerven, aber das hier hat so ziemlich den Vogel (nicht abgeschossen sondern) regelrecht zerfetzt.
Also ganz im Ernst. - ich habe vorher von ihm "Bighead" gelesen, aber das ist neben diesem Buch zu einer gute Nacht Geschichte für Kleinkinder mutiert.
Man muss das definitiv mögen, sonst legt man das Buch angewidert in den Müll und den Kindle vermutlich gleich dazu.
Zu meinem Urteil: das Buch ist großartig. Liest sich fließend weg und ist spannend. Von der ersten bis zur letzten Seite.
Typisch Lee geht's auch direkt los, bevor erst mal irgendwelche Charaktere großartig eingeführt werden.
Einen Stern Abzug gebe ich, weil die Geschichte leider sehr abrupt eine Ende hat, bzw. Endet, wo die Geschichte richtig gut an Tempo gewonnen hat. Nur ein Stern Abzug, weil dies typisch Lee ist.
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am 2. März 2016
Hossa! Eins vorweg: Leser mit sonnigem Gemüt und schwachem Magen, sollten es nicht ansatzweise in Betracht ziehen, dieses Werk zu lesen!

Wir baden in einem Meer aus Körperflüssigkeiten, entweder in unseren eigenen oder in denen unserer "bizarren Spielpartner". Jede Körperöffnung wird ausgiebig bearbeitet, vorzugsweise der braune Salon.
Als Horror Literatur würde ich das nicht unbedingt beschreiben, wer sich aber mal wieder einen richtig schönen Ekel-Herpes einfangen will, sollte beherzt zugreifen. Auf fast jeder Seite kommt die Frage auf: können die Typen noch eine Schüppe drauf legen? Und was soll ich sagen? Ja wohl! Können die! Schaufelbaggerweise!

Am Ende des Buches und einer kleinen Dusche (fühlte mich danach irgendwie ein bisschen schmutzig) muss ich doch sagen: ich wurde schon ziemlich gut entertaint!
Einen Stern muss ich jedoch für das etwas schnelle und lieblose Ende abziehen.
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am 11. März 2015
Bücher, in denen ganz brutale, leidvolle, blutige und gewaltätige Szenen detailiert beschrieben werden, gehören zu meinen Favoriten. Deshalb habe ich angefangen, mich mit Edward Lee zu beschäftigen und nachdem ich zahlreiche Rezessionen gelesen habe, begann ich mit "Der Teratologe" und hatte große Hoffnungen, hier an meine Grenzen zu stoßen.
Das Buch habe ich binnen kürzester Zeit verschlungen aber so richtig geflasht hat es mich nicht. Da hatte ich mir wohl mehr Brutalität und Grausamkeit erhofft. Hinzukommt, dass nach kurzer Einleitung alle Fakten hintereinanderweg erzählt wurden und man so gar nicht die Möglichkeit hatte, richtig in die Geschichte einzutauchen.
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am 20. Dezember 2015
... naja und dann versuchte der Autor nur noch zu schocken und/oder Ekel beim Leser hervor zu rufen. Das Problem dabei ist, dass er da bei mir auf Granit stößt. Ich bin zu abgehärtet vielleicht. Ich weiß es nicht. Irgendwann verliert das Buch, die eigentliche Story und es wird nur noch wild durch die Gegend gefi(*zensiert*) in jeder Form mit allem und jedem und das so brutal und seltsam, wie nur möglich.
Ich hab es nicht so recht verstanden. Das Material für ne gute Story war da. Aber warum ist er davon dann so abgedriftet? Er hätte ja eklig sein können und die Story ausbauen können. Schade.
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Die Reihe FESTA EXTREM soll alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen und sämtliche Tabus brechen. Band 1 passt wunderbar in das Konzept hinein und ist wirklich extrem. Band 2 ist unterhaltsam und stellenweise auch sehr brutal, aber gewiss nicht härter als herkömmliche Horror-Romane. Der Name Edward Lee auf dem Cover des dritte Bandes ließ die Erwartungen wieder steigen, doch mit dem Ergebnis hat wohl keiner gerechnet. Unter dem wenig aussagekräftigen Titel „Der Teratologe“ (Teratologie = Die Lehre der Ursache von Fehlbildungen durch Umweltfaktoren; abgeleitet vom altgriechischen Wort „téras“ =Monster) schrieb Lee gemeinsam mit seinem Schriftstellerkollegen Wrath James White einen Horror-Roman, der an Perversionen und Abartigkeiten wohl unübertroffen ist. Auffallend ist dabei, dass es auch im dritten EXTREM-Beitrag um die Verbindung von Gewalt und Sex geht. Wer die Romane von Edward Lee kennt, der weiß aber auch, dass seine Exzesse selten dem Selbstzweck dienen und ihnen immer eine wohldurchdachte Handlung zugrunde liegt. In diesem Fall jedoch verblasst die Story angesichts der menschenunwürdigen Abartigkeiten, die Lee und Wrath hier zu Papier gebracht haben. Farrington als exzentrischer Milliardär mit der Obsession Gott selbst herauszufordern bleibt in seiner Perversion oberflächlich, blass und so bösartig wie der Schurke in einem Trivialroman. Philip Michaels sein willfähriger Handlanger, ist austauschbar und ersetzbar. Der Journalist James Bryant, ein dunkelhäutiger 2-Meter-Hüne, ist offensichtlich nach dem Vorbild des Autors Wrath James White geformt. Aufgewertet wird die Geschichte durch die Figur des trunksüchtigen Fotografen Richard Westmore, der in bewährter Anti-Helden-Manier von einem Engel, der aussieht wie Bob Dylan, dazu auserwählt wird, die Laster-Hölle Farringtons dem Erdboden gleichzumachen. Wem das zu abgehoben oder zu theologisch ist, der darf natürlich gerne annehmen, dass es sich dabei um eine Halluzination durch Alkoholmissbrauch handelt. Eine Affinität zu Filmen wie „Dogma“ ist für die Lektüre aber dennoch hilfreich. Schlussendlich liegt der Fokus der knapp 140seitigen Story eindeutig auf den abartigen, orgiastischen Kopulationen menschlicher Missbildungen mit keuschen Vertretern aller Weltreligionen. Medizinisch korrekt, flüssig und minimalistisch geschrieben ist der Roman in kürzester Zeit ausgelesen. Doch der Leser sollte sich bewusst sein, dass er damit eine Tür durchschreitet, die vielleicht besser geschlossen bleiben sollte. Für alle die nach der Lektüre von „Bighead“ oder „Das Schwein“ dachten, dass es nicht schlimmer kommen kann, tritt „Der Teratologe“ den Gegenbeweis an.
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am 23. Januar 2014
dies war mein erstes Buch das ich von diesen beiden Autoren gelesen habe. Es ist ein verhältnismäßig kurzes Buch, gerade mal 115 Seiten, aber diese 115 Seiten haben mich wesentlich mehr aufgebracht als alles andere was ich bisher gelesen habe. Verstörend, Krank, Abartig, Unvorstellbar, Ekelhaft und Krass war das was ich zu lesen bekam. Dieses Buch ließ mich schockierend zurück und schaffte es das ich auch jetzt noch nach fast einem Jahr daran denken muss was dort alles passiert ist und mit welcher Intensität die beiden Autoren das Schreckensszenario in Ihrem Buch schilderten. Auf jedenfall kein Buch für schwache Nerven, denn gewisse Szenen sind echt hart an der Grenze zum wahnsinn. Und genau das ist es was mich so fasziniert hat an der Gechichte, sie ist spannend geschrieben, man fühlt sich verbunden mit den Hauptprotagonisten, mann leidet mit den kreaturen und hofft auf ein gutes Ende. Wer sich traut wird seine Freude haben.........
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am 16. Juli 2013
Finden tut man dafür eine durchaus üble und widerliche Aneinanderreihung krankhafter Vorstellungen von kaputtem Sex, ausführlich beschrieben bis zum erwähnten Mülleimer, der gleich auf den ersten Seiten vorsorglich bereitgestellt wird.

Möglicherweise liegt's ja an mir. Aber unter Horror stellte ich mir vor, dass es etwas zum Gruseln, nicht zum Ko... gibt. Etwas, das mir die Haare vor Angst, nicht vor Ekel aufstellen lässt. Antagonisten, die mich durch ihre mehr oder weniger logischen Handlungen und Taten erschrecken, nicht Kerle, die einfach nur irgendwen besteigen und dafür Gott (sic!) unterwerfen wollen. Klingt total hohl? Ist es auch.

Gegen den Schreibstil selbst kann man nicht viel sagen, er kommt routiniert und gewollt hardboiled und brutal daher. Falls man versucht, sich wenigstens in die beiden Reporter hineinversetzen zu wollen, die den kranken Multimilliardär (drunter geht's nicht) interviewen wollen - Fehlanzeige. Man wird so weit auf Distanz gehalten, dass einen auch nicht berührt, was mit ihnen passiert. Bei den restlichen "Protagonisten" wird bewusst ihre "Freakigkeit" so negativ dargestellt, dass sich jedes Mitgefühl von vornherein verflüchtigt.

Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass das Ende vorhersehbar und unfreiwillig komisch ist? Aber nein, lieber nicht, sonst denkt wieder jemand, dass ich spoilere.

Fazit: Ein Buch, welches schocken soll und es auch tut - allerdings aus den falschen Gründen. Ich würde Minuspunkte vergeben, wenn das ginge.
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