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am 6. Oktober 2013
Ein Mädchen sitzt allein auf der Schultreppe und malt, während sie auf ihren Vater wartet. Zusammen mit ihm fährt sie in eine Bar, wo sie ihren Geburtstag feiert. Von ihren Eltern bekommt sie dort eine Revolver geschenkt, anschließend wird gefeiert (und getrunken). Was ist daran ungewöhnlich? Nun ja, das Mädchen ist erst 13 Jahre alt und die Personen, die sich am stärksten betrinken, sind ausgerechnet ihre Eltern, welche sich dann am Ende der Feier noch einen heftigen Streit erlauben, was dazu führt, dass das Mädchen vom Barkeeper nach Hause gefahren werden muss.
Und dies ist nur der Anfang: Am nächsten Tag verlässt die Mutter die Familie. Als der nichtsahnende Vater nach Hause kommt und davon erfährt, verschwindet er ebenso. Das Mädchen ist nun auf sich allein gestellt.

"Runaway Girl" beginnt somit mit einer recht vielversprechenden Ausgangsposition: Dem Regisseur stehen viele Möglichkeiten offen, wie er den weiteren Verlauf des Filmes gestaltet. Entschieden hat er sich für eine ruhige, einfühlsame Variante, die sich sehr auf die Darstellung der veschiedenen Charaktere konzentriert. Gerade das könnte manchen Zuschauer ab und an möglicherweise langweilen: "Runaway Girl" ist kein Thriller, der durch Story und unvorhergesehene Wendungen Spannung aufbaut. Eher ist er zwischen Jugenddrama und Roadmovie einzuordnen. Begleitet wird der Film von Countrymusik und Gitarrenklängen.

Das 13-jährige Mädchen, das den Namen Luli trägt, beschließt daraufhin, nach Las Vegas zu gehen. Per Anhalter versucht sie ihr Glück, und lernt dabei den hinkenden Cowboy Eddie kennen. Nach einem Streit landet Luli jedoch relativ schnell wieder auf der Straße. Kurz darauf trifft sie aber schon auf ihre nächste "Mitfahrgelegenheit", die kokainabhängige Glenda. Zusammen verbringen sie eine unbeschwerte Zeit, bis sie bei Glendas Freund wieder auf den Cowboy Eddie treffen...

Der hinkende Cowboy ist ein großes Fragezeichen: Seine Absichten sind auch für den Zuschauer zunächst nicht zu erkennen, er wird im Verlauf des Films zunehmend mysteriöser. Als Charakter/Figur im Film ist Eddie (gespielt von Eddie Redmayne) aber sehr gut gelungen, er wirkt sogar zu Beginn sympathisch.
Natürlich besitzt der Film auch noch ein anderes "Anschauungsobjekt": Chloë Grace Moretz, die ihre Rolle als orientierungsloses Mädchen Luli glaubhaft und interessant darstellt: "Du könntest alles ergreifen, was du jemals wolltest. Trotzdem, du wirst niemals genug ergreifen."

Man sollte nicht allzugroße Erwartungen in den Film setzen, er ist sicher kein "Blockbuster"; wer sich jedoch auch auf Filme ohne herausragende Handlung oder Special Effects einlassen kann, wird sicher nicht entäuscht werden.
11 Kommentar|16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wenn man zu seinem dreizehnten Geburtstag einen 45er Revolver geschenkt bekommt, dann kann im eigenen Umfeld so Einiges nicht in Ordnung sein. Und so zeigt sich dem Zuschauer auch gleich zu Beginn ein tiefer Einblick in das Familienleben der kleinen Luli, die ganz augenscheinlich keinen leichten Stand als heranwachsender Teenager hat. Dargestellt wird das Mädchen von der großartig aufspielenden Chloë Grace Moretz (Carrie), die an dieser Stelle eine perfekte Mischung aus naivem Landei und Lolita zum Besten gibt und dabei eine kindliche Überzeugung an den Tag legt, die den Film auf jeden Fall prägt. Derick Martini hat unter seiner Regie eine Geschichte entstehen lassen die mehrere Genres miteinander verbindet, so bekommt man streckenweise einen Road Movie präsentiert, der gleichzeitig auch die Elemente eines Teenager-Dramas erkennen lässt und gleichzeitig komödiantische Züge trägt.

Während die Charakter-Beleuchtungen der einzelnen Figuren recht oberflächlich ausfallen, legt Martini gesteigerten Wert darauf, dem Zuschauer die Figur des Mädchens näher zu bringen. Dies gelingt auch absolut erstklassig und man entdeckt dabei die verschiedendsten Facetten der kleinen Luli. Einerseits ist sie keinesfalls auf den Mund gefallen und erscheint phasenweise auch recht reif für ihr Alter, während an anderen Stellen die kindliche Naivität immer wieder durchschimmert und diverse Passagen auch die Gedanken des Teenies wiedergeben. Das passiert zumeist, wenn Luli an die Vergangenheit denkt und an diesen Stellen tritt auch immer wieder der mögliche Grund in Erscheinung, warum ihre Eltern so dermaßen entgleist sind, das sie definitiv nicht dazu in der Lage sind sich um ihre Tochter zu kümmern. Die Geschichte zeigt an diesen Stellen, wie verletzlich doch die noch zarte Kinderseele ist und verleiht dem Gesamtbild eine ziemlich tragische Note. Und so stellt sich immer mehr heraus, das die Handlungen des kleinen Mädchens im totalen Gegensatz zu ihrer Gedankenwelt stehen, in der sie sich nichts sehnlicher wünscht als eine intakte Familie.

Die Realität sieht jedoch leider vollkommen anders aus und auf ihrer Flucht vor dem Elternhaus muss Luli die Erfahrung machen, das es anscheinend niemand wirklich gut mit ihr meint. Diverse Bekanntschaften stellen sich Menschen dar, die das Mädchen auf die ein-oder andere Art lediglich benutzen wollen um eigene Bedürfnisse zu stillen. Dadurch erhält die Geschichte eine streckenweise sehr harte Ausstrahlung und es entfaltet sich eine Intensität, die kurz vor dem Ende ihre ganze Kraft entfaltet. Denn auch wenn "Runaway Girl" stellenweise durchaus humorig erscheint, so bezieht der Film seine eigentliche Stärke doch aus den tragischen-und dramatischen Elementen, die immer häufiger im Vordergrund stehen. Andererseits ist man auch wirklich angetan von der Performance einer Chloë Grace Moretz, die schon in jungen Jahren ein unglaubliches Talent offenbart, das ihr im Normallfall eine glänzende Karriere als Schauspielerin garantieren müsste.

Im Endeffekt handelt es sich hier sicherlich um kein filmisches Meisterwerk, doch "Runaway Girl" ist ein kleiner, aber sehr feiner Genre-Mix der allemal sehenswert erscheint. Getragen von einer wunderbar agierenden Hauptdarstellerin entpuppt sich eine Geschichte voller Kontraste, wobei sämtliche Facetten des kindlichen Daseins absolut erstklassig beleuchtet werden. "Das Leben ist kein Pony-Hof" und diese leidvolle Erfahrung muss die junge Luli ein ums andere Mal auf ihrer Flucht vor dem eigenen Elternhaus machen. Nichtsahnend, das sie dabei vom Regen in die Traufe kommt erlebt sie wirklich schlimme Dinge und es bewahrheitet sich einmal mehr, das manche Kinder einfach schneller erwachsen werden als andere.

Fazit:

Ich bin wirklich ohne jegliche Erwartungen an diesen auf den ersten Blick nichtssagenden Film herangegangen, der sich im nachhinein jedoch als gänzlich überzeugender Genre-Mix voller Intensität herausstellt. So kann ich dann auch eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, denn allein schon die Performance der Hauptdarstellerin ist eine Sichtung wert.
11 Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. November 2013
Vorweg möchte ich erwähnen das dieser Film ein nicht ganz gewöhnliches Roadmovie ist. Hier ist nichts cool oder witzig. Das Coverbild entspricht nicht dem gezeigten. Es ist lediglich ein Bild wie Luli sich selbst sieht und so weit weg von der Realität wie nur irgend möglich.

Ob nun bei filmstarts oder moviepilot selten habe ich schlechtere und oberflächlichere Rezensionen zu einem Film gelesen. Das liegt glaube ich daran das die meisten Kritiker nicht verstanden haben, das dieser Film aus der Sicht einer 13 jährigen erzählt wird. So begleitet den Zuschauer das Malbuch von Luli durch den ganzen Film. Am Ende steht auch der Plott im Malbuch aber das werden wohl viele übersehen haben.

Im Original heißt der Film Hick das heißt Bauerntölpel, Hinterwäldler etc. Es gibt ganz am Anfang eine Szene in der Luli mit der Pistole in der Hand sehr taff und stark wirkt. Im weiteren Verlauf des Films wird aber klar Luli ist nichts weiter als wehrloses Treibgut. Hier kommen wohl auch die vielen entäuschten Zuschauer in`s Spiel. Wer hätte nicht lieber ein starkes 13 jähriges Mädchen vom Land gesehen das den anderen zeigt wo der Hammer hängt?

(Leider) ist dieser Film weder billig noch unrealistisch und so kommen Mainstream-Zuschauer überhaupt nicht auf ihre Kosten. Die schlimmsten Szenen werden nicht gezeigt sondern bewusst ausgelassen.

Am meisten Kritik habe ich zur fehlenden Linie des Films gelesen. Das liegt wohl daran das es überhaupt keine Linie gibt. Aus Sicht von Luli kann es gar keine Linie geben, sondern nur ein zufälliges Gestolper. So traurig das ebend ist Die Menschen auf die Sie trifft leben schon zig Jahre länger auf dieser Straße, Sie haben ihre Lektionen gelernt, jedenfalls sind diese Menschen nicht erst 13 geworden, nicht naiv und kommen auch nicht aus Kleinwusterhausen. Wenn diese Menschen eine Pistole in die Hand nehmen dann um abzudrücken.

Auch gut gefallen hat mir der Gegensatz zwischen der Selbsteinschätzung einer naiven 13 jährigen und der knallharten Realität. Die Darstellung dieses Gegensatzes ist wohl Schuld daran das viele meinen der Film wirke unausgereift. Wie ein sehr junger, unerfahrener, verwirrter und völlig überforderter Mensch der versucht seinen alkoholkranken Hinterwäldler-Eltern zu entfliehen und an noch kaputtere Typen gerät.

Ich finde der Film hat sehr gut die Hilflosigkeit von Luli eingefangen andere Menschen einzuschätzen. Ihr fehlt etwas ganz wesentliches um auf der Straße klarzukommen: Menschenkenntnis. Ihr fehlt natürlich auch die Abgezocktheit ihrer Gegenspieler, die Brutalität, Raffinesse, Mut, Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit.

Was bleibt ist eine schwer zu ertragende Geschichte, die richtig gut erzählt wird. Die Kameraführung hat mir sehr gut gefallen. Den Schauspielern gelingt das Kunstück, das es beim Zuschauen weh tut. Am Ende des Films lernt Luli dazu, Sie trifft zum ersten Mal eine Entscheidung, zeigt Mut und Entschlossenheit. Der erste Schritt um nicht nur Spielball zu bleiben.

Ich fand "Runaway Girl" hat sehr viel gemeinsam mit dem ebenfalls sehr gelungenen "The Poker House".

Meine einzige Kritik wäre das sich die Blu-ray nicht lohnt. Die DVD reicht völlig aus da das geringe Budget wohl eher in die Schauspieler als in die Bildqualität geflossen ist.
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am 13. Februar 2015
STORY:
Die 13-jährige Luli lebt in sehr einfachen Verhältnissen mit ihren heruntergekommenen Eltern irgendwo in Nebraska. Ihre Mutter verschwindet mit einem anderen Mann, und auch der Vater macht sich, nachdem er dies erfahren hat, aus dem Staub.
Völlig alleingelassen, beschließt Luli nach Las Vegas zu trampen. Sie packt einige Sachen in ihren Rucksack, unter anderem auch den Revolver, den sie zum Geburtstag bekam, und macht sich auf den Weg.
Nachdem sie eine Weile mit dem hinkenden Cowboy Eddie mitgefahren ist, mit dem sie sich streitet, trifft sie die freundliche Koksnase Glenda, die sich ein wenig um sie kümmert. Dann aber treffen sie wieder auf Eddie, den mit Glenda eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Nicht jeder ist das was er vorgibt zu sein, und Lulis Trip nimmt einige unschöne Wendungen...
ANMERKUNGEN:
Ich habe mir den Film blind wegen Chloë Grace Moretz gekauft, weil sie mich bereits in anderen Rollen beeindruckt hat. Und was das angeht, wurde ich nicht enttäuscht. Sie spielt mal wieder hervorragend.
Die Story finde ich allerdings irgendwie überkonstruiert, und relativ unglaubwürdig. Manch eine Handlung der Protagonisten ist für mich nicht ganz nachvollziehbar. Auch hätte man das "White Trash"-Millieu aus dem Luli ausbrechen will, besser porträtieren können.
"Runaway Girl" schafft es aber über die gesamte Laufzeit eine Atmosphäre aufzubauen, die einen in den Bann zieht. Dafür verantwortlich sind, neben der grandiosen Chloë Moretz, vor allem die ruhigen, schön anzusehenden Einstellungen, und der instrumentale Country-Soundtrack, der diese Mischung aus Jugenddrama und Roadmovie passend untermalt.
Die auf verlotterte Charaktere abonnierte Juliette Lewis, weiß auch als Lulis schlechte Mutter zu gefallen, ebenso wie Blake Lively als warmherzig-schroffe Glenda. Alec Baldwin hat einen kleinen aber feinen Gastauftritt.
Das Bild der DVD (2,40:1 anamorph) ist gut, der Ton liegt in deutsch (DD und DTS 5.1) und englisch (DD 5.1) vor. Deutsche Untertitel lassen sich optional zuschalten. Die Extras bestehen aus vier Trailern des Films (2 deutsch, 2 englisch) und einem Wendecover ohne das hässliche FSK-Siegel.
FAZIT:
Sicher nicht perfekt, aber die darstellerischen Leistungen, und die fesselnde Atmosphäre, können so manche Schwäche des Drehbuchs ausgleichen. Und die kleine Chloë ist ganz große Klasse.
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am 7. Dezember 2013
"Runaway Girl" ist ein reizvoller Mix aus Familiendrama, Coming-of-Age-Streifen, Road-Movie und Psycho-Thriller. Die Geschichte fängt recht ruhig an, die Weiterentwicklung ist aber durchaus interessant und man wird hier irgendwie immer mehr gefesselt. Auch wenn das Ganze etwas planlos wirkt, bleibt man neugierig bei der Sache und verfolgt den außergewöhnlichen Weg, den der Film zwischen den verschiedenen Genres geht. Der Streifen ist auf seine eigene Art durchaus stimmungsvoll, das Ganze ist toll bebildert und die Musik passend. Chloe Crace Moretz spielt hier absolut klasse, sie trägt den Film und überzeugt in allen Gefühlslagen. Ebenso wissen Eddie Redmayne als Eddie und Blake Lively als Glenda zu gefallen.

"Runaway Girl" ist trotz schwächelndem Drehbuch und einer gewissen Unausgereiftheit ein interessanter Genre- und Stil-Mix der mit zunehmender Laufzeit immer besser wird und eine starke Hauptdarstellerin vorzuweisen hat.

7 von 10
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am 4. Dezember 2013
Runaway Girl ist ein Film abseits des Mainstreams. Wer mit falschen Erwartungen am ihn herangeht, wird enttäuscht werden. Wer sich auf ihn einlässt, wird mit einem ruhigen, wahrhaftigen Film belohnt.
Sicher, die Geschichte ist nicht neu, jedoch überzeugt sie durch die authentische Darstellung der Protagonisten, allen voran Chloë Grace Moretz, die mich in der Auswahl ihrer Rollen ein wenig an die junge Jodie Foster erinnert. Beide wähl(t)en gerne Filme, in denen sie zeigen, zu welcher Schauspielkunst sie fähig sind.
Fazit: ein sehr empfehlenswerter Film, dem eindeutig die Höchstwertung gebührt.
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am 5. Januar 2015
In der Pose des Covers sieht man Chloe nur einmal , nämlich zuhause vor dem Spiegel , ehe ihr Trip aus ihrem öden Kaff in den Westen per Autostop beginnt .
Unterwegs trifft sie eine junge Frau und einen jungen ebenfalls zwielichtigen Mann , deren Absichten lange unklar bleiben .
Am Ende reist sie desillusioniert mit einem Bus zurück Richtung Heimat , nur um unterwegs die Heimreise abzubrechen (toll die Szene , in der sie den Busfahrer zum Anhalten "bewegt" ( ein köstlich gespielter epileptischer Anfall ), um angesichts der Öde zuhause erneut eine Reise weiter in den Westen anzutreten .
Über den Ablauf der Ereignisse soll nicht zuviel verraten werden , der Film ist für mich auch nicht der beste mit Moretz , aber sie auf jeden Fall sehenswert ,
Der Film war für mich kein Fehlkauf , aber auch kein Muß.

Trailer , nicht verwendete Szenen u.ä. interessieren mich nicht , insofern kann ich hierzu keine Aussage machen .
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Zwar stand sie schon mit 4 Jahren vor den Kameras, der große Durchbruch gelang der sechzehnjährigen Chloe Grace Moretz jedoch erst im Jahr 2010 in der Rolle des "Hit Girl" im Streifen "Kick Ass". Seither ist ihr Name in aller Munde, und sie überzeugte in "Dark Shadows", dem Remake des skandinavischen Vampir-Dramas "Let me in" oder in "Texas Killing Fields". Außerdem kehrt sie bald in in die Rolle des "Hit Girl" zurück, wenn "Kick Ass 2" in den Lichtspielhäuser anläuft. Zwischen all den Filmen fand sie 2011 überdies die Zeit im Independent-Film "Runaway Girl" aufzuspielen, welcher die zweite Regiearbeit von Derick Martini darstellt.
Hier mimt sie die 13-jährige Luli, welche genug von ihren ständig alkoholisierten Eltern hat, und aus einem Kaff in Nebraska aufbricht in die Glitzerstadt Las Vegas. Die Hoffnung dort ein besseres Leben zu finden, lässt sie allen Gefahren trotzen, und mit etwas Geld sowie einem ungeladenen Revolver macht sich Luli auf die Reise. Unterwegs trifft sie die unterschiedlichsten Personen, darunter auch den undurchsichtigen Cowboy Eddie und die drogenabhängige, aber hübsche Prostituierte Glenda. Da ahnt Luli noch nicht, dass sich ihr Leben von nun an schlagartig ändern wird.
Gleich vorweg: Eines darf man hier nicht erwarten! Einen Roadtrip ala "Thelma & Louise", bei dem ständig was los ist! Es handelt sich bei "Runaway Girl" eher um ein ruhig inszeniertes Drama mit einigen schwarzhumorigen Anflügen. Im Endeffekt ein Roadmovie, gepaart mit Coming of Age Elementen, und vor allem gut aufgelegten Darstellern, die spielen wie man es sich nur wünschen kann. Moretz ist hierbei die Idealbesetzung der naiven und doch kessen Luli, Blake Lively liefert eine ihrer überzeugendsten Vorstellungen bisher ab, und Eddie Redmayne brilliert als Eddie. In weiteren Rollen hat man sich auch nicht lumpen lassen, und so tauchen noch Gesichter wie Alec Baldwin, Juliette Lewis, Rory Culkin und Bob Stephenson auf. Die Geschichte weiß sowohl optisch, als auch was den Soundtrack angeht zu überzeugen, und auch wenn sich das Ende schon während des Films zunehmend abzeichnet, kann man das Gesamtwerk nur als gelungen bezeichnen. In wiefern sich die Autorin der Buchvorlage "Hick", Andrea Portes, beim Drehbuch an ihre eigene Geschichte hielt, ist mir nicht bekannt, allerdings spielt das bei dem Resultat auch nur eine untergeordnete Rolle.
Die deutsche Blu-ray aus dem Hause Sunfilm bringt leider keinerlei Extras mit, bis auf die obligatorischen Trailer, dafür sind Bild und Ton aber auf gutem Niveau, und bringen den Streifen würdig auf die Bildschirme.
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am 2. Juni 2015
INHALT:

Nachdem sie von Vater und Mutter verlassen wurde, verläßt die erst dreizehnjährige Luli ihr Heim, im Gepäck einen .45er Revolver! Auf ihrem Weg macht sie schnell Bekanntschaft mit diversen zwielichtigen Gestalten ...

KRITIK:

Klasse, dass solch ein Film produziert worden ist:
‚Runaway Girl’ ist weit, weit entfernt von jenen Wohlfühlproduktionen, in denen der amerikanische Alltag stets als nicht enden wollende Party gezeigt wird, die Schattenseiten des American Way of Life meistens ungenannt bleiben.

Dennoch hätte der Film mehr Potential gehabt, aber kaum begonnen, lassen die Macher ihre Hauptdarstellerin Chloe Grace Moretz mit Revolver in der Hand vor dem Spiegel posieren, eine Mischung aus Dirty Harry, Taxi Driver und Lolita. Und auch im weiteren Verlauf des Films wird diese oft knapp bekleidet und in lasziven Posen inszeniert, mit Schmollmund und Kulleraugen. Dennoch ist Chloe Grace Moretz die große Stärke des Films, die dafür sorgt, dass ‚Runaway Girl’ nicht gänzlich zur billigen Altherren-Phantasie gerät. Ähnlich wie ‚God Bless America’ zeichnet auch ‚Runaway Girl’ ein reichlich düsteres Bild von God’s Own Country:Luli gerät an Drogensüchtige, Spinner, Psychopathen, Vergewaltiger, Spieler. Eine kapitalistische Gesellschaft mit einem geringen Sozialsystem bringt eben die eher schlechten Seiten im Menschen zum Vorschein:Da wird nicht etwa der Notarzt gerufen, wenn ein Kassierer bewusstlos umkippt, sondern die Gelegenheit genutzt, etwas Bargeld aus der Kasse zu klauen. Und eine Minderjährige wird auch schon mal zum Wetteinsatz beim Billiard. Die düstere Handlung steht dabei im Gegensatz zu den meist sonnendurchfluteten Bildern und den tief melancholischen Szenen, in denen Luli ihre Kommentare zu den Ereignissen abgibt. Dabei spielt der Film auch gekonnt mit den durch Film und Fernsehen geprägten Erfahrungen des Publikums:Der Weg und die Erfahrungen der jungen Protagonistin, könnte die Vorgeschichte zu unzähligen, verlogenen Du-kannst-es-schaffen-Stories sein, könnte Lulis Geschichte auch die Geschichte der Nachbarin Penny aus ‚The Big Bang Theory’ sein.
Leider scheinen die Macher in der Post-Production nicht mehr so ganz von ihrem Film überzeugt gewesen zu sein:Das DVD-Cover des Films, Chloe Grace Moretz mit Revolver in der Hand, suggeriert eine Nähe zum Action-Film, die nicht vorhanden ist. Trotz des jugendlichen Alters der Hauptdarstellerin lastet bereits ihr Image auf ihr - und so wartet man manchmal fast schon darauf, dass Chloe Grace Moretz kurz mal aus dem Bild geht und als Hit-Girl wieder zurück kommt ...
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am 8. September 2013
... oder einfach aufgeben." So beginnt -Runaway Girl- und, ich weiß dass ich mit dieser Meinung ziemlich allein dastehe, genau diese Szene mit der 13jährigen Luli(Chloe Moretz), deren Erzählstimme und Malbuch uns durch den Film begleiten, gehört zu den mit Abstand stärksten Szenen der Produktion. Nach dem Roman von Andrea Portes hat Derick Martini ein Roadmovie auf die Filmrolle gebannt, das phantastisch besetzt ist, hervorragende Momente hat, dessen Bilder mit der Musik von Bob Dylan und jeder Menge Country harmonieren, dessen Drehbuch ich jedoch als komplett verunglückt empfunden habe. So stark die positiven Elemente für -Runaway Girl- sprechen, so wenig nachvollziehbar war für mich diese "Lamm unter Wölfen" - Geschichte. Zu diesem Plot fand ich keinen Zugang, zu unrealistisch und unlogisch erschien er mir.

Luli hat es nicht einfach. Ihr Eltern sind schwere Trinker. Als die Mutter mit einem Makler durchbrennt und der Vater verschwindet, macht sich Luli, von Nebraska aus, auf den Weg nach Vegas. Was sie dort will, weiß sie selbst nicht genau. Per Anhalter landet sie im Auto von Eddie(Eddie Redmayne). Der hinkende Cowboy ist eine seltsame Gestalt und Eddies und Lulis Wege trennen sich bald wieder. Dann lernt Luli Glenda(Blake Lively) kennen. Die scheint gerissen und clever zu sein, aber auch da täuscht sich Luli. Am Ende kreuzen sich die Wege von Eddie, Glenda und Luli auf tragische Art und Weise. Für Luli scheint das nicht gut auszugehen...

Lewis, Redmayne, Moretz und Baldwin, diese Schauspieler sind herausragend. In -Runaway Girl- zeigen sie das beeindruckend. Aber den schwachen Plot machen sie leider nicht wett. Der Geschichte um Flucht, Gewalt, Drogen und Wahnsinn fehlt schlichtweg der Bezug zur Realität. Ich habe mich beim Anschauen stets gefragt: Wäre dieses Mädchen diesen Typen nicht auf der Filmrolle, sondern im richtigen Leben über den Weg gelaufen, was wäre dann passiert? Ich bin mir sicher: Nicht das, was im Film geschieht. Aber sie wissen ja: Die Geschmäcker und Empfindungen sind verschieden. Es gibt genug Rezensenten, die -Runaway Girl- für richtig großes Kino halten. Ich gehöre nicht dazu. Das sollte sie jedoch nicht davon abschrecken, sich selbst ein Bild zu machen.
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