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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für Historiker aber ein Spaß für Heiden und ein Heidenspaß!, 6. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Nazi Occult (Dark, Band 1) (Taschenbuch)
Das Erstlingswerk einer neuen Serie aus dem legendären Osprey Verlag ist definitiv diesmal kein historisches Werk, sondern folgt dem Ansatz des Verlages mehr auf seine potentielle Kundschaft (Tabletop- und Rollenspieler) einzugehen (dementsprechend auch die Serie "Myth and Legends" die sich mit König Artus und sonstigen Sagen beschäftigt und diverse neue Regelwerke für Tabletops quer durch die Jahrhunderte.......).

The Nazi Occult ist von der Aufmachung den besten Standards des Verlages ebenbürtig. Mit wunderschönen Farbseiten und einer exzellenten Auswahl des Bildmaterials.

Inhaltlich bastelt der Autor auf der Basis des tatsächlich starken Interesses am Okkultismus in den 20er und 30er Jahren sowohl allgemein, wie auch speziell bei hochrangigen Nazis (hier wird meist Himmler als Aushängeschild bemüht, aber auch Hess und andere waren nicht nur leichtgläubig solange es Hitlers Allmachtsphantasien betraf.....). Tatsächlich bestanden sowohl bei der sagenumwobenen Thule-Gesellschaft (die noch heute ein Mekka für alle Verschwörungstheoretiker bietet) wie auch durch das Ahnenerbe der SS staatliche oder halbstaatliche Körperschaften die im okkulten Bereich Forschungen betrieben. Historisch war dies wohl eher Ausdruck der philosophischen Entwurzelung der Nazis und dem speziellen Ehrgeiz einiger ihrer "Anführer" geschuldet (wieder drängt sich Himmler auf), doch sowohl in angelsächsischen wie in deutschen Köpfen spukt seitdem die Phantasie, dass die Nazis zumindest versucht haben Okkultismus für ihre ruchlosen Ziele nutzbar zu machen, wenn es nicht sogar gelungen ist und von den Alliierten geschickt vertuscht wurde.

Genau in dieser Grauzone setzt das Buch an und erläutert pseudohistorisch die okkulten Taten der Nazis. Allerdings immer mit einem Augenzwinkern (da wird z.B. die Jagd nach der Bundeslade in Ägypten durch ein amerikanisches Archäologenteam vereitelt.....der Name des Teamleiters Dr. Jones wird zwar nicht angegeben aber der eingeweihte Cineast ist natürlich im Bilde.......). Natürlich werden die Tibetexpeditionen des Ahnenerbes genutzt, Yetis tauchen auf, "Hexensoldaten" (für die natürlich sogar eine Uniform existiert, es ist noch immer ein Osprey-Buch - bis 1940 mit kastanienbrauner, danach mit lichtblauer Paspelierung....) bergen den heiligen Gral unter dem Montsegur und versuchen (erfolglos) einen Djinn in der afrikanischen Wüste zu beschwören um Rommel zu unterstützen. Schließlich bekämpfen sogar Werwölfe (die in der Realität herzlich erfolglose Stay-Behind-Organisation trägt in diesem Buch nicht zum Spaß diesen Namen) die Alliierten Invasionstruppen und selbstverständlich verteidigen Reichsflugscheiben den Südpol gegen Admiral Byrds Flotte.

Als Inspiration für Rollenspieler (insbesondere des Regelwerkes "Weird Wars") oder als Lesestoff für Verschwörungstheoretiker oder freunde alternativer Realitäten ein exzellentes Werk. Historische Puristen sollten sich wohl eher abgestoßen fühlen auch wenn Ahnenerbe und Thule-Gesellschaft schön beschrieben werden ist hier doch nie klar wo Fiktion beginnt und die Wahrheit endet.
Besonders positiv finde ich, dass das Thema Judenverfolgung angenehmerweise ausgespart wurde. Dieses sensible Thema hat nicht in pseudowissenschaftlichen Büchern verloren und verdient ernsthafte Aufarbeitung an anderer Stelle.

Einen Punkt hätte ich fast abgezogen , denn ich finde es ziemlich ungeschickt in eine neue Serie mit einem Thema einzusteigen, dass so kontrovers sein kann. Vermutlich werde einige Rechtsradikale demnächst mit einem Werwolfsfell Passanten beißen oder versuchen aus einem Wartburg eine Reichsflugscheibe zu bauen, aber dann sind sie zumindest beschäftigt…….
Der von mir herbeigesehnte zweite Band der sich mit den Tempelrittern beschäftigt wäre definitiv ein gelungenerer Einstieg gewesen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Realität und Fantasie, 1. Mai 2014
Von 
Nordlicht (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Nazi Occult (Dark, Band 1) (Taschenbuch)
Das Buch richtet sich an Rollenspieler. Spielleiter für Weird War II oder Cthulhu in den 1930ern werden hier reichlich Material finden, auf denen Kampagnen in Deutschland, aber aufgrund der Ahnenerbe Expeditionen auch in allen anderen Teilen der Welt basieren können.

Die Namen und Organisationen des 3. Reichs sind allesamt real. Die okkulten Strukturen existierten tatsächlich, die Einflüsse der Thule Gesellschaft sind nicht wegzudiskutieren. Kenneth Hite muss also gar nicht so viel weiterdichten, um erstklassige Abenteuerschauplätze zu kreieren und dutzende Möglichkeiten für One-Shots oder Kampagnen vor dem inneren Auge des Spielleiters entstehen zu lassen.

Leider ist der Preis für das keine 2 Std. anhaltende Lesevergnügen meines Erachtens etwas hoch. Viele Bilder, große Schrift und großzügiges Layout machen aus dem 80 Seiten Handbuch ein kurzweiliges Lesevergnügen.
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The Nazi Occult (Dark Osprey)
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