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VINE-PRODUKTTESTERam 26. September 2013
Ich habe schon den ersten Teil richtiggehend verschlungen und auch diesen zweiten Teil fand ich einfach nur großartig! Eine so tolle und gleichzeitig fremdartige Welt, die uns die Autorin hier präsentiert und doch etwas, was jeden von uns berührt: Der Wunsch & der Traum vom Frieden.

Zum Inhalt:
"Der Traum vom Frieden, den Karou und Akiva einst teilten, ist vorbei.
Wenn aus Liebe Hass wird, kann uns nur noch die Hoffnung retten…"

Karous Welt ist zerbrochen, denn der Seraph Akiva, in den sie sich nun schon zum zweiten Mal verliebt hat, ist daran schuld, dass ihre Familie nicht mehr lebt. Brimstone, der so etwas wie ihr Vater war und gleichzeitig der Wiedererwecker der Chimären ist nicht mehr. Doch was niemand weiß: Auch Karou beherrscht die Magie der Wiederweckung und so schließt sie sich mit ihrem schlimmsten Feind, dem weißen Wolf, zusammen, damit die Chimären noch eine Chance im grausamen Krieg gegen die Engel haben...
Akiva dagegen ist der festen Überzeugung, dass Karou tot ist. Doch auch er hat diesen grausamen Krieg satt. Mit seinen Geschwistern Liraz und Hazrael sucht er verzweifelt nach einem Ausweg und fasst einen waghalsigen Plan.

Meine Meinung:
Himmel, was für eine tolle gradiose Fortsetzung!!! Ich weiß nicht, woher Laini Taylor ihre Ideen nimmt, aber das ist für mich einfach nur genial!

Dieses Buch ist wesentlich düsterer als der erste Teil, denn der Krieg zwischen Chimären und Engeln, den der Engelsimperator schon beendet glaubt, geht weiter. Karou ist der Schlüssel dazu, denn sie kann die Seelen der gefallenen Chimären wiedererwecken, sofern sie ihr gebracht werden. Doch Akivas Verrat hat sie gezeichnet, ebenso wie das ständige Misstrauen der anderen Chimären ihre gegenüber und ihre Angst vor dem weißen Wolf, der sie einst als sie noch Madrigal war, köpfte. Mir tat Karou so unendlich Leid und ich habe die ganze Zeit gehofft, dass sie wieder zu alter Stärke findet (was sie zum Glück auch tut).

Auch Akiva hat sich sehr verändert, denn er sucht verzweifelt nach einem Ausweg, um diesen grausamen Krieg zu beenden. Es gibt in diesem Band nur wenige Szenen zwischen den beiden und es scheint, als ob ihre Liebe für immer erloschen ist.
Doch durch die Gedankengänge der beiden merkt man, wie sehr sich sich noch lieben, auch wenn sie scheinbar Welten trennen. Auf beiden Seiten scheut sich die Autorin nicht davor, Grausamkeiten des Krieges darzustellen, denn es ist wie in jedem Krieg: Es gibt auf beiden Seiten immer Personen, die für den Frieden oder für den Krieg kämpfen.
Der Leser wechselt immer zwischen Karous und Akivas Erlebnissen und so kann man sowohl die Entwicklungen bei den Seraphen verfolgen als auch bei Karou und den Chimären.
Karou bedeutet "Hoffnung", so hat sie ihr Ziehvater Brimstone genannt. Und auch wenn die Hoffnung in diesem sehr düsteren Band tief begraben ist, blitzt sie doch immer wieder auf. Und dass ist es auch, was Akiva und Karou neben ihrer Liebe immer noch vereint: Die Hoffnung auf ein besseres Leben für ihre Kameraden, die Hoffnung auf Frieden. Der passenste Satz ist letztlich der, mit dem ich diese Rezension begonnen habe:
"Der Traum vom Frieden, den Karou und Akiva einst teilten, ist vorbei.
Wenn aus Liebe Hass wird, kann uns nur noch die Hoffnung retten…"

Fazit:
Dieses wundervolle bildgewaltige zweite Band hat mich total mit gerissen. Ich habe so mit Karou und Akiva mitgelitten, die beide ihre innere Stärke suchen, um für den Frieden zwischen ihren Völkern zu kämpfen, wo es für alle anderen nur noch den Krieg zu geben scheint. Und auch wenn ihre Liebe verloren scheint, so schimmert sie doch immer wieder durch. Dieses Buch ist ein Schatz, den ich am liebsten sofort noch einmal lesen will!
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am 17. Oktober 2013
Dieser Fortsetzung habe ich wirklich entgegen gefiebert. Nachdem der erste Band damit endete, dass Karou in die Welt der Chimären verschwand und eine Allianz mit dem gefallenen Engel Razgul eingegangen ist, greift Laini Taylor im zweiten Band zur Einführung erst mal zum Charakter von Karous bester Freundin Zuze – die im Übrigen wirklich lustig und sympathisch ist.
Allerdings war es das dann auch fürs erste mit dem „lustig“, denn als Karous Part beginnt, schwebt Melancholie und Trauer in der Luft. Karou ist fast schon depressiv und selbstzerstörerisch. Ich persönlich finde, dass sie sich etwas zu sehr hat hängen lassen, weswegen ich auch „nur“ 4,5 Sterne vergeben habe. Dafür ist die Entwicklung von Karou umso fantastischer – von depressiv und traurig kämpft sie sich zurück zu ihrem alten Ich.

Die Handlungssträng von Karou, Akiva und Zuze werden parallel erzählt.

Akivas fand ich unerwartet spannend, man erfährt mehr über die Engel und das Regime. Außerdem gibt Akiva seinen Traum nicht auf, dass Engel und Chimären eines Tages zusammen leben könnten. Leider sind da nur wenige seiner Meinung.
Die Handlungsstränge laufen unaufhaltsam aufeinander zu. Zuze ist dabei quasi die Heiterkeit. Denn Akiva und Karou sind anfangs beide trübe Säcke. Anders kann man das gar nicht sagen.

Die Spannungskurve von Days of Blood and Starlight wächst stetig, man bekommt Hinweise, die sich später als völlig falsch herausstellen und so wird man immer wieder aufs Neue überrascht.

Die Handlung vertieft sich, wird immer komplexer und greift die Stimmung von Band eins wunderbar auf. Auf jeder Seite sprüht einem die Magie quasi entgegen. Das Buch hat einfach diese gewisse „Atmosphäre“, die einen irgendwann einfach packt und wie ein schwarzes Loch verschluckt.

Laini Taylors Schreibstil – hachja, bildgewaltig kann ich da nur sagen. Obwohl es nicht in der Ich Form geschrieben ist, kommen die Gefühle aller Charaktere ungeschönt beim Leser an.

Und das Ende erst. Das kann sie doch nicht tun! Und noch sooooo lange bis zu Band 2…
Alles in allem hat es mir super gefallen, kommt aber nicht ganz an Band 1 heran. Trotzdem lohnt es sich auf jeden Fall, Karous Geschichte weiterzuverfolgen.
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am 24. April 2016
Karou ist am Boden zerstört. Die Welt der 17-jährigen liegt in Trümmern. Zwar weiß sie jetzt, warum sie bei Chimären aufgewachsen ist, wer Brimstone wirklich für sie war und wer sie selbst einst war, doch wiegt das nicht den Verrat auf, den Akiva begangen hat, denn er war es, der ihre Familie tötete. Auch das die Menschheit jetzt um die Engel weiß, ist nicht unbedingt hilfreich, vor allem dann nicht, wenn in diesem Zusammenhang das Mädchen mit den blauen Haaren bzw. sogar ihre Identität bekannt wurde.

Früher, vor 18 Jahren, als sie noch Madrigal war, träumt sie mit Akiva zusammen den Traum von Frieden zwischen den Völkern der Seraphim und Chimären. Nun weiß sie, dass es diesen Frieden nur geben kann, wenn eine der Seiten gewinnt. Doch sie kann nicht mit ansehen, wie immer mehr ihres Volkes getötet werden, ja schlimmer noch, tot bleiben, denn Brimstone, der Wiedererwecker, ist selbst endgültig gestorben. Nun ist es Karous Aufgabe als seine Schülerin, sein Werk fortzusetzen.

In der Wüste Marokkos haben sie sich Chimären zurückgezogen, in eine alte, verlassene Burg. Dort setzt Karou nun Brimstones Werk fort, doch ihre Kreationen unterscheiden sich von denen ihres Ziehvaters, denn alle Schöpfungen Karous haben Flügel, um es mit den Engel aufnehmen zu können. Doch kann sie Thiago, dem weißen Wolf und Anführer der Chimären-Armee, wirklich trauen oder wird er sie nur so lange am Leben lassen, bis sie ihm nicht mehr von Nutzen ist und wie werden die übrigen Chimären auf sie reagieren - gilt sie doch als Engelfreundin und Verräterin ihres eigenen Volkes und schlimmer noch - Thiago war es, der sie als Madrigal hinrichten ließ, weil sie sich seinerzeit für Akiva und nicht ihn entschied. Wird es Karou gelingen, sich ihrem eigenen Volk wieder anzunähern und ihnen zum Sieg zu verhelfen?

Der 2. Band der Zwischen-den-Welten-Trilogie! Der Plot beginnt kurz nach Ende des 1. Bandes und wurde wieder phantastisch und abwechslungsreich erarbeitet. Im Besonderen hat mir hier gefallen, dass Karou erfährt, was sich wirklich damals hinter ihrem Tod verbarg und wie sich die Situation gegenwärtig wirklich darstellt. Auch Akiva erkennt langsam, welchen Weg er gehen muss, um vielleicht doch noch Frieden zwischen den Völkern zu stiften. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir hier die Figur der Karou, die trotz aller Feindseligkeiten, die ihr von ihrem eigenen Volk entgegengebracht werden, bereit ist, alles dafür zu geben, dass das Überleben der Chimären gesichert ist. Auch finde ich, macht sie in diesem Band eine starke Entwicklung ihrer Persönlichkeit durch und erkennt, was wirklich zählt im Leben. Den Schreibstil kann ich nur als bildgewaltig beschreiben, ich hatte jederzeit das Gefühl, direkt vor Ort zu sein und alles mitzuerleben, was in bestimmten Situationen einen leichten Grusel bei mir verursacht hat. Leider konnte ich dem Abschlussband der Trilogie noch nicht habhaft werden, dieser war bisher immer verliehen, aber ich bleibe am Ball, denn ich möchte zu gerne wissen, wie es mit Karou und Akiva ausgeht.
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am 27. Mai 2016
3,5 Sterne

Ich glaube, es ist ziemlich lange her, dass mich ein Buch so bewegt hat wie Days of Blood and Starlight. Allerdings ist es auch ziemlich lange her, dass mich eines so gelangweilt hat. Verquere, seltsame Welt...

Ich war nach etwa 300 Seiten des Buches kurz davor, es abzubrechen. Der Anfang des Buches hätte wirklich radikal gekürzt werden müssen, was leider leider nicht passiert ist. Stattdessen quält man sich durch immer mehr Szenen von Akiva im Krieg und Flüchtlingen, die ich überhaupt gar nicht kannte (kamen die schon in Band 1 vor? Nein, oder?) und die einem dadurch zwar nicht völlig egal waren, aber an denen sicherlich nicht mein Herz hing. Karou hockt währenddessen die ganze Zeit herum, erschafft Körper und lässt sich von Thiago mobben. Die einzigen Kapitel, die ich in diesem Teil gern gelesen haben, waren die mit Zuzana. Generell ist die hier zu meinem absolut liebsten Charakter geworden... Vielleicht außer Ziri und Liraz, die ich übrigens sehr shippe, auch wenn die kaum interagiert haben. Also nein, ich war nicht gerade begeistert und wie bereits erwähnt, kurz davor das Buch abzubrechen. Gelegt at sich dieses Bedürfnis erst, als die Stelle kam, an der Zuzana, Karou und irgendwo auch Akiva wieder aufeinandergetroffen sind. Und ab da... Leute, ich kann gar nicht glauben, wie GUT das noch geworden ist. Genau das hier, das ist der Grund dafür, dass ich Bücher ungern abbreche, weil ich es wirklich bereut hätte, das Ende zu verpassen.
Es gab da diese eine Szene mit Thiago und Karou... Leute, die das Buch gelesen haben, wissen sicher welche. Diese Szene war einfach so gut und mutig und... sehr sehr stark. Vielleicht wäre das Ganze sogar noch besser gewesen, wenn es bis aufs Ganze gegangen wäre, aber das wäre sicher zu hart für einen Jugendroman gewesen. Übrigens war eine meiner größten Ängste hier, dass es ein Liebesdreieck mit Thiago geben würde, aber Laini Taylor ist keine der Autorinnen, die sich ihre Protagonistin nach diesem düsteren Kerl trotz besseren Wissens sehnen lassen. Im Gegenteil. Ich muss ehrlich sagen, dass ich aufgrund der Handlungsweisen hier teils andere Bücher jetzt in einem schlechteren Licht sehe. Männer, die ein Mädchen entführen, haben was falsch gemacht und sollten NICHT angehimmelt werden. NICHT, ich betone NICHT, unter keinen Umständen, sollten sie noch so gut aussehen. Natürlich ist Thiago ein Extremfall, aber zu Beginn ist das gar nicht so sehr der Fall. Zu Beginn hätte Laini Taylor es so machen können, dass Karou ihn anschmachtet, aber sie hat es nicht getan. Und alleine dafür bin ich sehr sehr dankbar. Auch hat sie keine Angst davor, Charaktere sterben zu lassen, eine Seuche, die bei vielen anderen Autoren ja doch umgeht. Ich weiß selbst wie schwer das ist und muss sehr stark an mir arbeiten, um das in Zukunft besser zu machen, aber ja, das ist ein Problem, das die Autorin nicht hat und auch das machte das Buch gut.
Und dann ist da der Schreibstil, aber besonders die vielen tiefgründigen Themen, die hier angesprochen werden. Ganz besonders das Thema Krieg, das stark im Vordergrund steht. Was darf Krieg? Wie ist das mit Zivilisten?

Days of Blood and Starlight ist voller Gewalt, voller Grausamkeit und Abscheu, voller Trauer, aber auch voller Liebe, Freundschaft, Ehrgefühl und natürlich Hoffnung. Karou hat ihren Namen schließlich nicht umsonst bekommen. Diese zweite Hälfte war es auf jeden Fall wert, mich durch die erste zu quälen. Ich würde mich ja sofort auf Dreams of Gods & Monsters stürzen, aber leider leider ist das Buch NOCH länger als der zweite Teil... Aber wie es aussieht werde ich wohl nicht drumrum kommen. Hoffen wir, dass es mehr wie die zweite Hälfte von Band 2 ist und weniger wie die erste...
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am 12. Januar 2014
Akiva hat Karous Welt zum Einstürzen gebracht, zum zweiten Mal bereits. Er hat ihre gesamte Familie ausgelöscht, die Chimären sind tot. Karou verläßt Akiva und macht sich auf die Suche nach dem letzten Portal in die andere Welt, ein gefährlicher Weg welcher Karou an ihre Grenzen bringt. Akiva befürchtet das schlimmste und rechnet mit dem Tod seiner geliebten Karou und geht daher zurück zu seinen Geschwistern. Er will diesen Krieg nicht mehr und setzt alles daran die Engel umzustimmen. Doch Karou hatte ein Geheimnis: Brimstone hat ihr die Magie der Wiedererweckung beigebracht und somit ist Karou das wichtigste Puzzleteil für die bevorstehende Rebellion.

Wow – was für eine Geschichte! Dieser Band hebt sich deutlich von seinem Vorgänger ab und beweist sich durch seine durchgehende Komplexität. Die Autorin hat hier alles richtig gemacht, der Schreibstil ist fesselnd und vielschichtig. Man konnte sich alles bildlich vorstellen und hatte das beklemmende Gefühl mittendrin zu sein. Ich würde sogar behaupten, dass dieses Werk etwas ganz Besonderes ist. Für dieses Buch muss man sich die Zeit nehmen, sonst kann man diese facettenreiche Handlung gar nicht richtig erfassen.

Hauptsächlich kommen in dieser Geschichte Akiva und Karou zur Sprache, aber auch kurze Passagen werden von Freunden und Feinden übernommen. Akiva und Karou befinden sich mitten im Krieg und beide stehen auf der jeweils anderen Seite aber sind sich in Gedanken so nahe, dass dieser süße Trennungsschmerz sich immer dazwischen stiehlt. Karou will die Chimären wieder auferwecken und dabei bekommt sie unfreiwillig Hilfe von jemandem den man nicht mehr an ihrer Seite sehen wollte.

Aber auch die Erinnerungen an ihr früheres Leben als Madrigal stellen sich Karou immer wieder in den Weg. Die Freunde von früher sind jetzt die Chimären welche hinter ihrem Rücken lästern, Engelfreundin wird sie genannt obwohl sie alle nicht mehr leben würden, wäre Karou und ihre Magie nicht. Die Rückblicke als Madrigal gefielen mir gut, sie verliehen der Geschichte mehr Lebendigkeit. Die Traurigkeit ihres Volkes wird durch Rachegelüste überschattet und Karou muss sich mit vielen neuen, zum Teil grausamen, Traditionen auseinandersetzen.

Karou sehnt sich aber auch nach ihrem alten Leben, sie vermisst ihre Freundin Zuzanna und die gemeinsamen Unternehmungen. Unterdessen versucht Zuze mit ihre besten Freundin Kontakt aufzunehmen, sie schreibt ihr eMails und versucht sie telefonisch zu erreichen. Nichts scheint zu klappen, bis sie endlich eine kryptische Antwort von Karou erhält und Zuze schaltet ihr Gehirn auf „detektivisch“. Sie hat sich in den Kopf gesetzt ihrer Freundin zu helfen…

Akiva hat sich mit seinen Geschwistern ausgesprochen, jedenfalls wie man das unter Engel regelt, haben sie sich bekämpft und stehen nun auf der gleichen Seite. So scheint es zumindest. Akiva wird von seinen Gedanken verfolgt, er ist ständig auf der Suche nach einer Lösung die alle zufrieden stellt, aber der Krieg ist unaufhaltsam und lässt sich von einem Engel alleine nicht stoppen. Die Hoffnungslosigkeit schwebt wie ein Damoklesschwert über alle Köpfe, ob Seraphim oder Chimäre.

Die Autorin hat den Krieg zwischen den Völkern sehr lebendig beschrieben, manche Szenen waren brutal und schonungslos und andere wiederum voller Optimismus. Ich frage mich, wie sie diese Grenze zwischen Tod und Leben so gut umschifft hat, es wirkte nie überladen.

„Days of Blood and Starlight“ ist ein düsterer Folgeband, der sich sehen lassen kann. Hier wurde kitschige Romantik und süße Liebe gestrichen und durch Blut, Verrat und dem immerwährenden Bestreben nach Frieden, ersetzt. Fantasy vom Feinsten, eine grandiose Umsetzung und ein toller Schreibstil machen Karous und Akivas Geschichte zu einem zuversichtlichen Epos. Ich warte voller Freude auf den dritten Band! 5/5 Rawr‘s
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am 13. Dezember 2013
Endlich erschien der von mir lang herbeigesehnte zweite Teil von Laini Taylors Reihe „Zwischen den Welten“.
Mit „Days of Blood and Starlight“ geht die Fantasygeschichte um Karou weiter.
Erschienen ist das düstere und spannende, 624-seitenumfassende Buch, im September 2013 im Fischer Jugendbuch Verlag.
Ich danke dem Verlag sehr für dieses Rezensionsexemplar!

Karou ist verschwunden und die Wunder um den Engel bleiben noch lange in den Medien Prags präsent.
Doch Zuzana und Mik vermissen ihre Freundin und beginnen nach ihr zu suchen.
Auch Akiva kann seine Gedanken nicht an den Krieg zwischen Engel und Chimären verschwenden, denn er muss ständig an Karou denken. Ebenso begibt er sich auf die Suche nach ihr.

Karou hat einen Platz bei den Chimären gefunden und erweckt diese zu neuen Leben. Für den weißen Wolf Thiago lässt sie eine starke Truppe entstehen, die gegen die Engel in den Krieg zieht …

Während man im ersten Teil „Daughter of Smoke and Bone“ rätselte, was es mit den ganzen merkwürdigen Wesen in Karous Leben zu tun hat, ist man bei „Days of Blood and Starlight“ gleich mitten im Kriegsgeschehen.
Zwar braucht es seine Zeit um alle zurückliegen Geschehnisse zu erfassen und wieder in die Handlung hineinzukommen, aber Laini Taylor hilft dem Leser dabei.
Die Figuren erinnern sich an das Vergangene und übermitteln so dem Leser das neue Gefühl für den weiteren Verlauf der Geschichte.
Karou bleibt natürlich die Protagonistin, aber um einen breiteren Blickwinkel für alles Handlungen zu bekommen, weitet die Autorin auf Zuzana, Akiva und einiger Chimären und Engel aus, damit das ganze Land abgedeckt ist.

Viele Dinge geschehen weit weg von Karou und sind sehr wichtig für den weiteren Verlauf der Handlung und des Bestehens von Eretz.
Prag rückt als Mittelpunkt heraus und macht Platz für einen Ort in der Wüste, wo beide Welten aufeinandertreffen und Karou die Chimärenarmee mit Nahrung und wichtigen Dingen zur Wandlung versorgen kann.
Sie nimmt Brinstones Tätigkeit auf und will so ihrer Taten und die Liebe zu Akiva ungeschehen machen, doch wer kann eine Liebe vergessen, die Jahrhunderte überdauerte.

Akiva ist währenddessen bei seinen Geschwistern und führt in die Welt des sehr brutalen und blutigen Krieges ein. Immer wieder bekommt man seine Widersprüche zu spüren und die Sehnsucht nach Karou, ob nun erwidert oder nicht, schlägt in seinem Engelsherz.
Doch ich als Leserin wurde in manchen Szenen komplett überfordert, entweder ich konnte bestimmter Erklärungen der Figuren nicht folgen, oder mancher Szenenaufbau war so schnell und rasant, dass ein Mitkommen an einem Marathon grenzte.

Meine liebste Figur ist und bleibt Zuzana, sie bringt für Karou das normale Leben in ihre neue Aufgabe und besticht mit Witz und sehr viel Spontanität. Sie ist eben eine Freundin, die gern für ihre Liebsten da ist und auch mal die Wahrheit einem gegen den Kopf schleudert, ob man sie hören will oder nicht.
Laini Taylor hat ihr neustes Werk mit meist kurzen Kapiteln gespickt, die ineinander passen und den Fortgang ihrer großen Geschichte beeinflussen und weiterverfolgen, auch wenn manche davon etwas verwirrend waren.
Auch wirft sie ein Licht auf Karous Vergangenheit und zeigt, was zwischen ihr und Akiva passiert, bevor ihr das Leben genommen wurde und Brimstone sie wiedererweckte.

Die Karte im vorderen und hinteren Teil des Buches dient der Orientierung in Eretz, aber am hilfreichsten war das Glossar der Figuren.
Dieses ist besonders gut, wenn man den ersten Teil vor langer Zeit gelesen und nun wieder einen kleinen Überblick über die Figuren bekommen möchte.

„Days of Blood and Starlight“ ist eine große Weiterführung des ersten Teils und besticht mit sehr viel dunklen Gedanken, zahlreichen Kreaturen und brutalen Szenen.
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am 17. Oktober 2013
Karous Welt ist zusammengebrochen: Ihre große Liebe, der Seraph Akiva, ist für den Tod ihrer Familie verantwortlich. Jetzt hat sie nur noch ein Ziel: den jahrtausendealten Krieg zwischen den Chimären, zu denen sie selbst gehört, und den Seraphim zu beenden. Gemeinsam mit ihrem einstigen Feind Thiago -dem Weißen Wolf- zieht Karou sich in die Wüste Marokkos zurück, um dort eine neue Armee zu bilden. Eine Armee aus Monstern.
Akiva dagegen will sich unbedingt von seiner Schuld befreien. Er hatte nur im Irrtum gehandelt, dachte Karou wäre tot, und wollte sie rächen. Um seine Tat zu sühnen, plant er deshalb einen gefährlichen Verrat an seinen eigenen Leuten.
Aber wird Akivas Plan aufgehen? Und kann Karou ihre Trauer überwinden, und Akiva jemals verzeihen?

"Days of Blood and Starlight: Zwischen den Welten" ist der zweite Band der "Daughter of Smoke and Bone"-Trilogie von Laini Taylor.

Mit einer kurzen zeitlichen Verzögerung setzt die Autorin ihre Trilogie fort und spinnt die Fäden der Geschichte um Karou und Akiva weiter. Stetig steigt man tiefer hinab in diese Welt aus Chimären und Engeln und einem Krieg, der so alt ist, wie die Menschheit selbst.
Dabei verdichten sich die Handlungsstränge immer weiter, sodass die Handlung ständig in ihrer Komplexität weiter anwächst und nahezu epische Züge annimmt.

Die Autorin erzählt den zweiten Teil ihrer Trilogie aus vielen verschiedenen Sichtweisen, wodurch die Geschichte sehr rund und vielschichtig erscheint. Dabei ist keinerlei Szene überflüssig oder zum Strecken des Romans gedacht, denn eine jede verfolgt ihren eigenen Zweck und ist elementar für den weiteren Verlauf der Handlung.

Auch die Spannung kommt zu keiner Zeit zu kurz, was unter anderem daran liegen kann, dass die eine oder andere Szene angenehm undurchsichtig geschildert wurde und so die Neugier des Lesers schürte, um ihn am Ende auf eine vollkommen andere Fährte zu lotsen.
Ansonsten finden sich auch etliche Spannungsmomente, die den Leser zu packen wissen und ihn tiefer in die Handlung eintauchen lassen.

Die Atmosphäre ist wieder einmal phantastisch aufgeladen, wodurch die Magie auf jeder Seite greifbar ist. Diese Trilogie besitzt ihren ganz eigenen Charme, dem man als Leser sehr schnell erliegt, da er sich mit nichts vergleichen lässt und ihn in fremde Welten entführt.

Was mir allerdings in diesem zweiten Band ein Stück weit gefehlt hat, war die Persönlichkeit der Charaktere. Sie wirkten stellenweise etwas blass und ihnen mangelte es an Vielschichtigkeit, weshalb ich mich nicht immer in sie einfühlen konnte, da mir immer irgendetwas fehlte, um sie realer erscheinen zu lassen. Sie waren gut beschrieben, keine Frage, aber das Besondere hat mir einfach gefehlt, um mich vollends gefangen zu nehmen.

Laini Taylor hat durch ihren ausdrucksstarken Schreibstil dieses Roman sehr bildhaft und eindringlich beschrieben. Es liest sich einfach wunderbar und daher weg wie nix. Dieser einzigartige Schreibstil macht diese Trilogie so besonders und lässt sie wie ein episches Abenteuer erscheinen, dass ebenso grausam wie liebevoll zu lesen ist.

Das Ende lässt den Leser ziemlich frustriert zurück, denn, natürlich, gibt es einen fiesen Cliffhanger, der die Steine für den finalen Band in eine gänzlich andere Richtung rollen lässt und den Leser nach diesem großen Finale lechzen lässt. Möge es schnell erscheinen, um die Neugier zu befriedigen. Ich kann es kaum erwarten und bin gespannt, wie ein Flitzebogen.
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am 10. Oktober 2013
"Es war einmal, da verliebten sich ein Engel und ein Teufel ineinander, und sie wagten es sich gemeinsam eine neue Art von Leben vorzustellen - [...] Es war einmal, da lagen die Liebenden eng umschlungen im geheimen Tempel des Mondes und erträumten sich eine Welt, die war wie eine Schmuckschatulle ohne Schmuck - ein Paradies, das nur darauf wartete, dass sie es fanden und mit ihrem Glück erfüllten. Doch es war nicht diese Welt."
[”Days of Blood and Starlight” // Laini Taylor // S.94]

Erster Satz:
Prag, Anfang Mai.

Inhalt:
Karous Leben und das Land Eretz, ihre Welt, sind ein einziger Trümmerhaufen, versetzt mit der Asche ihrer Familie - ihre große Liebe, der Seraph Akiva, ist schuld daran. Er hat ihre Familie und die Vernichtung der Chimäre auf dem Gewissen und jetzt hat Karou nur noch ein Ziel: Brimstones Vermächtnis weiterzuführen, um dem jahrtausende alten Krieg zwischen den Seraphim und den Chimären endlich ein Ende zu bereiten. Gemeinsam mit ihrem einstigen Feind Thiago und einer Gruppe von Rebellen zieht sie sich in die Wüste Marokkos zurück, um dort eine Armee aufzustellen und das Fortbestehen der Chimären zu gewährleisten - doch Thiago hat andere Pläne und schon bald muss Karou feststellen, dass nicht einmal ihre besten Freunde vor ihm sicher sind. Währenddessen kämpft Akiva dafür, seine Fehler wiedergutzumachen und hilft auf Seiten der Chimäre, wo er kann, doch was kann ein einzelner Soldat schon ausrichten? Gemeinsam mit seinen Geschwistern, Liraz und Hazael, plant er einen Verrat an seinen eigenen Leuten, der alles verändern wird...

Schreibstil:
Laini Taylor ist eine Wortkünstlerin - anders kann man es einfach nicht sagen. Nicht genug, dass sie Geschichten mit ihren Worten lebendig machen kann, sie hat auch diese einzigartige Gabe eine Geschichte wie eine Leinwand aus Farben und Komplexität darzustellen. Ihre Art zu Schreiben und der ganze Aufbau der Geschichte haben etwas magisches, ja, etwas künstlerisches an sich und verwandelt den Leseort permanent in unterschiedliche Schauplätze der Geschichte, denn wenn ich nur einen Vorzug des Stils nennen dürfte, wäre das wohl die dichte Atmosphäre. Taylor zaubert den Sand der marokkanischen Wüste ins Zimmer, den verkohlten Geruch der Trümmer von Loramendi und sie verwandelt Schränke und Regale in die ewigen Weiten von Eretz. Ihr magischer, wie poetischer Schreibstil bewegt sich auf einem hohen Niveau und ist gleichzeitig so leicht zugänglich, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Eine unglaubliche Mischung, die absoluten Lesegenuss garantiert!

Meine Meinung:
Bücher sind genau dann kleine Schätze, wenn man beim Lesen weder auf die Seitenzahl, noch auf seine Umgebung achtet, um zwischendrin aufzuschauen und sich zu wundern, warum man nicht mehr dort ist, wo man gerade gelesen hat. "Days of Blood and Starlight" ist eines dieser Exemplare und das obwohl man sich manchmal ganz von selbst aus der phantastischen Welt katapultieren muss, um tief Luft zu holen und das Grauen abzuschütteln, das man in der Fortsetzung von "Daughter of Smoke and Bone" serviert bekommt. War der erste Band noch eine faszinierende Ansammlung origineller Ideen und farbenfroher Hoffnung, so ist sein Nachfolger ein düsterer Fleck, der sich immer weiter ausbreitet, gerade so wie ein Tintenfleck auf einer Servierte. Melancholie, Krieg, Schrecken, Gewalt und Trauer schleudert dem Leser entgegen und das in einer atmosphärisch dichten Geschichte, die düsterer nicht sein könnte - und doch: dieses Sammelsurium aus unterschiedlichen Schicksalen und der Geschichte von Karou und Akiva hat mich einmal mehr verzaubert und in seinen Bann gezogen.

"Tote Seelen träumen nur vom Tod. [...] Kleine Träume
für kleine Seelen. Doch es ist das Leben, das
Welten erfüllt. Entweder das Leben ist dein Meister,
oder es ist der Tod."
[S. 102]

Denn "Days of Blood and Starlight" ist das, was so vielen aktuellen Werken fehlt: Eindringlich, authentisch und einzigartig. Die Geschichte ist ein außergewöhnlicher Karneval aus Komplexität, Hoffnung und Zusammenhalt, immer wieder durchzogen von den Grausamkeiten des Krieges. Mehr noch als im ersten Teil zeigt sich die Verwischung der Grenzen zwischen Schwarz und Weiß - nicht nur bei den unzähligen Figuren, sondern auch in Punkto Krieg und Gewalt. Die Themen mit denen sich das Buch auseinandersetzt sind auf so magische Weise aktuell, dass man kaum aufhören kann zu lesen und dabei derart realistisch aufgezogen, wie es ein Krieg zwischen Chimären und Engeln nur sein kann. Die Geschichte macht außerdem eine Drehung um hundertachtzig Grad und die einst ruhige Urban Fantasy Geschichte wird zur aufregenden High Fantasy, in der die reale Welt keine große Rolle mehr spielt. Laini Taylors Weltentwurf ist dabei, wie nicht anders erwartet, unglaublich phantastisch und so komplex und faszinierend, dass man immer wieder neues entdecken kann. Ausgereift und gut durchdacht lernt man Eretz nun noch besser kennen und wird immer wieder geschickt an Begebenheiten aus dem ersten Teil erinnert.

Die Vielfalt, mit der die Geschichte glänzt, fehlt auch bei den Figuren nicht, auch wenn das Buch aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt ist, an was man sich erst einmal gewöhnen muss. Haupthandlungsstrang gehört noch immer Karou und Akiva, doch da der Plot inzwischen derart verstrickt und komplex ist, erzählt die Geschichte mit ihnen im Grunde nur das Schicksal der Welt. Karou (=Hoffnung) ist im ersten Drittel des Buches ungewohnt (und entgegen ihres Namens) hoffnungslos und träge, was aber durchaus realistisch und verständlich ist. Sie und Akiva sind von derart vielen Schicksalsschlägen gezeichnet, dass beide sehr melancholisch und düster dargestellt werden, was ich als sehr passend empfand, da sie dennoch weiterhin an ihre Ideale glauben - auch wenn das manchmal nicht so wirken mag und sie manchmal daran erinnert werden müssen. Doch auch die anderen Figuren haben mir gut gefallen, allen voran Ziri und Zuzanna, wobei letztere das Geschehen mit ihrer sarkastischen und flippigen Art öfter mal auflocktert. Derart viele Grauschattierungen habe ich in einer Geschichte lange nicht mehr erlebt und so glänzen alle Figuren durch Plastizität und Dreidimensionalität, was es sehr viel leichter macht, Angst um (beinahe) jede einzelne zu haben.

"Nichts geht jemals verloren. Nicht einmal Tränen.
Und was ist mit Hoffnung?"
[S. 546]

Die Liebesgeschichte, die noch im ersten Teil eine relativ tragende Rolle spielte, ist im zweiten Band aus dem Fokus gerückt. Als romantische Fantasy kann man dieses Buch nun wirklich nicht bezeichnen, denn Karou hasst Akiva. Man merkt zwar die leichte Annäherung und das die Gefühle längst nicht aus der Welt sind, aber diese extrem leichte Romantik, die das Buch durchzieht, hat völlig ausgereicht. Mehr wäre hier unrealistisch gewesen und so meistert Taylor den kniffligen Spagat zwischen Debüt und Showdown und erschafft einen Mittelband, der in seinem Genre unvergleichlich und einzigartig ist. Außer dem etwas schwierigeren Einstieg gibt es nichts, was ich bemängeln könnte, weil einfach alles passt und authentisch wirkt. Ein Buch, in dem man verschwinden kann, welches einen in sich aufsaugt und eindringlich vom Leben, der Hoffnung, dem Krieg und vielen moralischen Fragen erzählt - ein Sammelsurium an Geschichten und Schicksalen, welches jedoch niemals an Spannung oder Wichtigkeit verliert und der Haupthandlung treu bleibt. Besser kann man es nicht machen!

Fazit:
Nicht nur Karou steckt zwischen den Welten fest, auch ich bin irgendwo zwischen Eretz und der realen Welt verloren gegangen und habe mich inmitten dieser faszinierenden Geschichte verlaufen. Sollte euch das ebenfalls passieren, werdet ihr wohl ständig über Melancholie und Gewalt stolpern und in eine Geschichte gezerrt werden, in der ihr manchmal Luft holen müsst, um weiterlesen zu können, denn hier passt der Titel tatsächlich. Karou und Akiva erleben Tage aus Blut und Sternenlicht und erzählen die Geschichte von dem Krieg zwischen Engeln und Chimären, als könnte sie wirklich so geschehen. Ein faszinierender und geschickt ausgearbeiteter Weltentwurf, eine komplexe wie atemraubende Geschichte und ein großer Klecks Düsternis und Melancholie. Wer den ersten Teil ebenso geliebt hat wie ich, wird auch am Nachfolger nicht vorbei kommen und sollte sich auf eine schwermütige Geschichte einstellen, die schwer im Magen liegt, aber doch so unglaublich schön und eindringlich ist, wie man es aus dem ersten Band kennt.
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am 9. Oktober 2013
"Daughter of Smoke and Bone" hat mich damals verzaubert - Urban Fantasy vom Feinsten und dann für einmal an einem ganz anderen Schauplatz und zwar in Prag. Diese Stadt hat für mich sehr viel Charisma in den ersten Band gebracht und so freute ich mich nicht nur auf ein Wiedersehen mit Karou und Akiva sondern auch auf einen erneuten Abstecher in die goldene Stadt. Doch zu meiner Enttäuschung spielen nur noch ganz wenige und kurze Szenen in der tschechischen Hauptstadt. Karou hat es in die Wüste verschlagen und ein weiterer Handlungsstrang spielt in Eretz, dem Anderso.

Habe ich in der Rezension zum ersten Band noch "Die Autorin erschafft eine ganz neue, fantastische Welt voller Hass, Krieg und Verrat, die bunt aber zugleich düster erscheint." geschrieben, passt dieser Satz nicht mehr wirklich zu "Days of Blood and Starlight". Eine Welt voller Hass, Krieg und Verrat .... ja, ganz klar .... aber gar nicht mehr bunt. Diese Fortsetzung ist nur noch düster und beim Lesen hatte ich meist ein beklemmendes Gefühl.

Auch die Protagonisten haben sich stark verändert, was nicht wirklich erstaunt, wenn man bedenkt, was Karou und Akiva alles durchmachen mussten. Beide tragen grosse Schuldgefühle mit sich herum. Karou denkt, dass sie das Schicksal ihrer Rasse besiegelt hat und schliesst sich somit Thiago an, um ihm zu helfen, eine Chimären-Armee aufzubauen. Ein gutes Gewissen hat sie dabei nicht. Sie schläft kaum, hinterfragt vieles und erledigt ihre so wichtige Aufgabe nur widerwillig. Doch ein Gefühl beherrscht alles: Hass. So hat mir nicht nur die Kulisse Prags gefehlt, auch die alte, schlagfertige Karou habe ich vermisst.

Auch Akiva fühlt sich in seiner Haut nicht mehr wohl. Er, der Bestienbezwinger, beginnt die Absichten des Imperators zu hinterfragen und eigenmächtig zu handeln. Doch wem kann er vertrauen? Und wie kann er etwas bewirken?

Einziger Lichtblick in diesem düsteren Abschnitt ist Zuzane. Bei jedem ihrer Auftritte verzog sich mein Mund zu einem Schmunzeln. Ohne sie, wären Karou und ich wohl hoffnungslos verloren gewesen.

Doch nachdem ich mich etwa 60 Seiten zurück in die Geschichte gekämpft hatte, bekam ich die Spannung vom ersten Band wieder zu spüren und durchlebte ein Wechselbad der Gefühle.

Laini Taylors Schreibstil ist detailliert und bildhaft. Sie schafft es gekonnt, die bedrückte Atmosphäre auf den Leser zu übertragen, baut wieder eine stetig ansteigende Spannung auf und hat mich nach kurzen Einstiegsschwierigkeiten mit Haut und Zähnen in die Geschichte genommen.

"Days of Blood and Starlight" ist alles andere als eine leichte Kost, so dass einem der Inhalt wirklich schwer im Magen liegen kann. Der Aufbau, die verschiedenen Handlungsstränge, die Rassen und Welten sind komplex ausgearbeitet, so dass auch dieser zweite Band schlussendlich eine Lesehighlight wird.

Und was bleibt uns am Ende? Die Hoffnung ...
Die Hoffnung, dass Karou ihrem Namen (Karou = Hoffnung) gerecht werden kann ...
Die Hoffnung, dass uns Laini Tyler möglicht bald mit dem dritten Band erlösen wird ...

Fazit:
düster, wütend, beklemmend
"Days of Blood an Starlight" kann einem schwer im Magen liegen und doch klammert man sich an den letzten Hoffnungsschimmer.
Die Fortsetzung von "Zwischen den Welten" ist so anders als erwartet, so anders als Band 1 und konnte mich schlussendlich trotzdem überzeugen. Laini Taylor ist eine Meisterin der Schreibkunst und fesselt mit fantastischen Wesen und einer kriegerischen Welt.
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Juni 2014
Nachdem Karou das Geheimnis um ihre Herkunft gelüftet und von Akiva die schreckliche Wahrheit über den Verbleib ihrer Familie erfahren hat, haben sowohl Akiva als auch ihre Freundin Zuzana nichts mehr von ihr gehört. Doch sie ist nicht tot, sondern sie hat sich mit Thiago, dem weißen Wolf, verbündet. Als neue Wiedererweckerin erschafft sie ihm in Marokko eine geflügelte Soldatenarmee, mit der Thiago die Vernichtung der Chimären rächen will. Akiva wird währenddessen zu Einsätzen geschickt, bei denen die letzten Zivilisten der Chimären für den allumfassenden Sieg der Seraphim ermordet werden sollen. Ist die Hoffnung auf Frieden zwischen den Völkern, von dem Madrigal und Akiva einst träumen, unwiederbringlich verloren?

Nachdem am Ende des ersten Buches „Daughter of Smoke and Bone“ für Karou eine Welt zusammengebrochen ist, war ich zu Beginn von „Days of Blood and Starlight“ gespannt, für welchen Lebensweg sie sich nun entschieden hat. Lässt sie alles hinter sich und lebt ihr menschliches Leben in Prag weiter? Oder wird sie versuchen, ihrem beinahe vollständig vernichteten Volk zu helfen – aber wie? Hier spannt Laini Taylor den Leser auf die Folter, in dem sie zu Beginn nur die Erlebnisse von Akiva und Zuzana schildert, die sich ebenfalls fragen, was aus Karou geworden ist.

Erst nach mehreren Kapiteln kam die erwartete Erlösung – Karou lebt! Ohne sie hätte es ja auch schlecht weitergehen können. Überrascht hat mich allerdings, dass sie sich mit Thiago verbündet hat und wie sie sich von ihm behandeln lässt. Indem abwechselnd die Mehrzahl der Kapitel aus Karous und Akivas Sicht beschrieben wird, erlebt man den Fortgang des Krieges aus beiden Perspektiven. Doch beide zweifeln jedoch zunehmend an der Richtigkeit ihres Tuns. Ich war neugierig, wie lange sie ihren Befehlen wohl nachkommen müssen und werden. Das Gefühl innerer Zerrissenheit, das beide gleichermaßen und doch auf ihre ganz eigene Weise empfinden, konnte ich dabei absolut nachvollziehen.

Dieses Buch ist um einiges düsterer als der Vorgänger, da es sich auf den Krieg und die Rolle von Karou und Akiva in ihm konzentriert. Sehr gut gefallen haben mir als Abwechslung und Lichtblick zwischendurch die Kapitel aus Zuzanas Sicht – ich finde ihren Humor herrlich erfrischend. Schön fand ich außerdem, dass auch das Schicksal einiger am Krieg beteiligter beziehungsweise vom Krieg betroffener Charaktere geschildert wurde. Dabei hat sich der Chimärensoldat Kiri mit seiner sanften und dennoch mutigen Art schnell zu meinem Liebling gemausert.

Obwohl sich das Buch hauptsächlich um den Krieg zwischen Seraphim und Chimären dreht, werden viele Facetten dieser Auseinandersetzung geschildert, was mich hat fesseln können. Laini Taylor beschreibt Szenen voller Schrecken und lässt kurze Zeit später wieder Hoffnung aufkommen, was bei mir zu einem Auf und Ab der Gefühle führte. Dabei gelingt der Autorin auch so manche Überraschung, die ich nicht habe kommen sehen, und es bleibt spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Ich hoffe sehr, dass die Übersetzung des Trilogieabschlusses, im englischen Original „Dreams of Gods and Monsters“, nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, denn ich brenne nun darauf zu erfahren, wie die Geschichte rund um Karou und Akiva endet!

„Days of Blood and Starlight“ ist düster und hochspannend und fokussiert sich gänzlich auf den Krieg zwischen Seraphim und Chimären. Die Charaktere konnten mich auf ganzer Linie überzeugen und ich konnte mit ihnen fühlen. Durch unvorhergesehene Ereignisse blieb das Buch interessant bis zum Schluss. Falls ihr den Vorgänger mochtet und nichts dagegen einzuwenden habt, dass sich die Geschichte vom Alltagsleben verabschiedet und nun vom Krieg in Eretz erzählt, dann wird euch das Buch ebenso fesseln können wie mich!
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