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78
4,6 von 5 Sternen
Zorn - Wo kein Licht: Thriller
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:9,99 €
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 2. September 2013
Ja, ich gebe es zu. Ich bin ein wenig voreingenommen, was dieses Buch angeht. Ich habe es mit der Überzeugung gelesen, dass es gut sein MUSS. Warum? Weil ich die beiden Vorgänger-Bände kenne. Mehr muss man dazu eigentlich nicht (mehr) sagen.

Zorn und Schröder sind für mich DAS neue deutsche Ermittlergespann. Beide sind Charaktere, beide haben Schwächen. Das wurde schon in den beiden vorherigen Büchern herausgearbeitet und wird in Band 3 konsequent weitergeführt. Schröders Schwäche ist seine Stärke. Er, der Untergebene, ist der brilliante Kopf in diesem Duo. Und er hat alle Hände voll damit zu tun, das vor seinem Chef Zorn nicht allzu sehr heraushängen zu lassen und immer schön den Bescheidenen zu mimen. Schließlich hat Schröder auch Anstand!

Zorns große Stärke ist seine Schwäche. Natürlich gibt er es nicht zu. Aber er weiß ganz genau, dass Schröder der bessere Polizist ist. Und niemand gibt den einsamen, missverstandenen, zweifelnden Leitwolf so überzeugend wie Zorn.

Schon alleine über die beiden Hauptfiguren des Buches könnte man stundenlang schreiben – sie sind so facettenreich und vielschichtig, dass es für mindestens 10 Bücher reicht (Herr Ludwig, das war eine Aufforderung!). Ich mag die zwei einfach – ganz egal, an welchem Fall sie sich gerade die Zähne ausbeißen und wie verzwickt ihr Privatleben auch sein mag.

Beides (der Fall und die privaten Situationen der beiden Ermittler) haben es in sich in diesem Thriller. Obwohl man nach der Hälfte des Buches denkt, man kennt den Bösewicht, wird man am Ende überrascht (übrigens – Zartbesaitete sollten sich die Einzelheiten dann lieber nicht vorstellen). Auch privat lernt man Zorn und Schröder wieder ein Stück besser kennen. Angesichts Schröders Vergangenheit fängt man an mitzuleiden. Was ich toll finde: Stephan Ludwig schafft es, Schröders – auf deutsch gesagt: bes******** – Lebensumstände so menschlich zu erzählen, dass sie nahe gehen und doch so viel Abstand zu halten, dass sie nie in Gefühlsduselei abdriften.

Zumindest für mich hatte der Roman alles, was ein richtig guter „dunkler“ Schmöker braucht. Ich bin – mal wieder - begeistert und empfehle das Buch hier gerne weiter!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. August 2013
Wer die Bücherreihe um Kommissar Claudius Zorn noch nicht kennt, sollte unbedingt mit Teil 1 und 2 beginnen, denn vieles im Buch baut auf den früheren Geschichten auf.
Auch die ersten beiden Bücher waren schon sehr gut, aber ich habe das Gefühl, dass Stephan Ludwig sich noch gesteigert hat. Abgesehen von 2 - 3 Schreibfehlern habe ich absolut nichts an diesem Buch auszusetzen!

Zur Story: Ein vermeintlicher Selbstmörder, eine Massenkarambolage, ein Anschlag auf den Polizeiball und einige verschwundene Personen halten Zorn und seinen fleißigen Kollegen Schröder in Atem. Zunächst tappen sie lange im Dunkeln was die Zusammenhänge betrifft, aber langsam wird klar, daß ein alter Bekannter maßgeblich in den Fall verwickelt ist.
Frieda Borck, die sonst so toughe Staatsanwältin, gerät emotional an ihre Grenzen, aber damit ist sie nicht allein: auch Zorn erleidet im Laufe der Ermittlungen einen (sehr lustig zu lesenden) Nervenzusammenbruch.
Schröder, der seine Arbeit wie immer im Griff hat und maßgeblich für Erfolge sorgt, hat derweil auch andere Probleme: man erfährt vieles aus seinem privaten Umfeld.
Auch Zorn hat privat einige Schwierigkeiten zu bewältigen, was seine Konzentration und Tatkraft im Büro aber nicht wesentlich beeinträchtigt. Schließlich zählt er sich ja selbst zu den eher faulen Menschen.

Meine Meinung: Dieser "Zorn" ist wieder einmal grandios. Der lockere Schreibstil, die Personen, die einem zum Teil schon aus früheren Büchern bereits ans Herz gewachsen sind, die praktisch dauernd anhaltende Spannung bis zum Ende und die gut eingebauten Stellen zum Schmunzeln: alles super.
Wer bisher etwas Schwierigkeiten hatte mit der antriebslosen, stoffeligen Art von Kommissar Zorn, der wird in diesem Buch auch andere Seiten an ihm kennenlernen.
Im "3. Zorn" stecken sehr, sehr viele Emotionen, man lernt die Hauptpersonen (Zorn, Schröder, Borck) von einer eher verletzlichen Seite kennen.
Die Lösung des Falles kommt dabei aber nie zu kurz, es paßt einfach alles perfekt zusammen und greift ineinander wie ein Uhrwerk.
Auch für den nötigen Thrill ist gesorgt. Ich sage nur "Hannibal läßt grüßen"... die Lösung des Falles sorgt noch einmal für ordentlich Gänsehaut und Aha-Effekte.
Von einem Happy End kann man allerdings leider nicht in jeder Hinsicht sprechen. Es wird doch einiges in Aussicht gestellt, was mich am Schluß etwas traurig gestimmt hat. Aber nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird: es wird ein Wiedersehen mit Zorn UND Schröder geben!
Eine super durchdachte Story, die man unbedingt gelesen haben sollte. Ich persönlich kann es kaum erwarten, Band 4 in den Händen halten zu dürfen!

Eine klare Leseempfehlung und grandiose 5 Sterne!!!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. September 2013
Auf Seite 178 (also nach fast der Hälfte des Gesamtumfangs) steht folgender Satz: "Es war Zorn, der kurz vor Feierabend einen verdutzten Schrei ausstieß, als er den ersten entscheidenden Hinweis entdeckte."

Tja, so lange muss nicht nur Zorn auf den entscheidenden Hinweis warten, der Leser muss es auch. Bis dahin dümpelt die Handlung so vor sich hin, was leider nicht besonders spannend ist. Daran ändern auch die bisweilen etwas überdosierten Andeutungen auf zukünftige Ereignisse nichts.

Wer schon die ersten beiden Bände um Zorn und Schröder (der meiner bescheidenen Meinung nach der heimliche Star dieser Romane ist) gelesen hat, weiß, worauf er sich einlässt. Claudius Zorn ist immer noch faul, antriebslos und phlegmatisch (alle drei Adjektive beschreiben zwar fast ein und denselben Zustand, sind aber absolut notwendig, um Zorn zu beschreiben) und tut sich selbst am meisten leid. Aber immerhin hat er jetzt eine Freundin (mir scheint, die besten Sachen in Zorns Privatleben passieren zwischen dem Erscheinen der einzelnen Bände). Die Fälle, die er bearbeiten soll, kann er nicht in Zusammenhang bringen, aber eigentlich hat er ja auch nach wie vor gar keine Lust auf Arbeit. Dafür hat er ja Schröder. Dumm nur, dass der nach einer spektakulären Massenkarambolage, an der er mit seinem Auto beteiligt war, außer Gefecht zu sein scheint. Nun, das ist alles schnell erledigt, aber dann treiben Schröder noch ganz andere private Probleme um ...

Ohne zuviel zu verraten: Der Fall an sich ist alles andere als spektakulär. WAS spektakulär ist, ist - wie immer eigentlich - der Ort der Handlung: Zorn und Schröder ermitteln in einer liebevoll-ironisch beschriebenen namentlich nicht genannten mitteldeutschen Großstadt (dass es sich um Halle an der Saale handelt, dürfte mittlerweile bekannt sein). Eine besondere Rolle spielt in diesem Fall das seit Jahren als Ruine vor sich hin verfallende morbid-geheimnisvolle Solbad (das kann man durchaus mal gugeln: Es gibt haufenweise Bilder davon im Netz! Stichwort: "Solbad Halle").

Spektakulär ist auch der das letzte Drittel des Romans einnehmende Showdown, der für die etwas langweilige erste Hälfte entschädigt.

Und auch Schröder (wie ich schon schrieb: Ich halte ihn für den heimlichen Star dieser Reihe) gewinnt an Konturen. Dieser sympathisch-knuffige Kerl wächst mir immer mehr ans Herz.

Ja, ich liebe diese Reihe, und auch wenn ich diesen Band nun nicht für den besten halte: Ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf den nächsten (und den wird es - wie man der Ankündigung des Autors am Ende des Buches entnehmen kann - auch geben). Diese Mischung aus zwei so unterschiedlichen Charakteren wie Zorn und Schröder und der einfühlsamen Beschreibung auch sehr schwieriger Situationen, sowieso das Thematisieren von problematischen Lebenssituationen, ohne dass es aufgesetzt oder deplatziert wirkt, auch das Aufbauen von atemberaubender Spannung und - nicht zuletzt - die Beschreibungen einer kleinen Großstadt, und das alles mit leicht zynischem Humor, das macht den Reiz dieser Reihe aus. Wobei es sich durchaus empfiehlt, diese auch der Reihe nach zu lesen. Deshalb abschließend noch die bisher erschienenen Bände in der "richtigen" Reihenfolge:

Zorn - Tod und Regen: Thriller
Zorn - Vom Lieben und Sterben: Thriller
Zorn - Wo kein Licht: Thriller
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 25. April 2014
Mit Kommissar Zorn einen Mord aufzuklären kann furchtbar langweilig werden. Seine Antriebslosigkeit, keine Faulheit (selbst zugegeben) und seine vielen Raucherpausen machen die Arbeit von ihm nicht gerade spannend.

Hängt man sich jedoch an Schröder, dann bekommt man Spannung, Rätsel zum Lösen und jede Menge schlechte Charaktere zu sehen. Nun kann man die beiden nicht trennen, denn Zorn ohne Schröder geht genauso wenig, wie Schröder ohne Zorn. Aber genau diese Mischung aus Faulheit, Trägheit und schlechte Laune sowie Intelligenz, Arbeitseifer und Durchhaltevermögen machen die Krimis von Stephan Ludwig so interessant und spannend.

Ich muss mich als Fan von Schröder outen, denn durch seine akribische Arbeit bekommt man den Mord so gut präsentiert. Seine ruhige und ausgeglichene Art ist ein gutes Gegenstück zu Zorns Charakter. Beide sind in diesem Fall eigentlich mit ihren privaten Problemen voll ausgelastet, aber nun will noch einer in der Stadt für Gerechtigkeit sorgen. Es werden immer mehr Tote und so langsam wird es eng für Zorn und seine Kollegen. Die privaten Sorgen von Schröder geben dem Krimi eine persönliche und traurig-beklemmende Note. Die Belastungen sind enorm und kaum auszuhalten, denn Schröder muss sie allein aushalten. Und Zorn? Er bemüht sich und versucht Interesse an Schröder zu zeigen. Dass dies jedoch nicht zu seinen Stärken gehört, weiß der Leser bereits aus den ersten beiden Krimis. Und doch raufen sie sich zusammen. Das Ende überrascht etwas und schon kommt die Frage auf: wird es eine weitere Folge geben? Und wie soll die denn werden, wenn…?

Ich fand den dritten Fall von Zorn und Schröder sehr gut. Gerade das „Menscheln“ zwischen den beiden Hauptcharakteren fand ich gelungen. Die private Situation von Schröder war realistisch dargestellt (deshalb auch so beklemmend). Dass in diesem Buch Schröder eine größere Rolle zugeschrieben bekommen hat, hat mir persönlich gut gefallen. Aus meiner Sicht trägt er auch den Krimi zum größten Teil (wie auch die Ermittlungen).
Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Zorn - Wo kein Licht" ist der dritte Fall des phlegmatischen Hauptkommissars, der ohne seinen Partner, den dicken Schröder, völlig hilflos ist. Denn während der beharrliche Ermittler die akribische Spurensuche übernimmt, verlässt sich Zorn lieber auf die Macht von Zufällen und seine gut ausgeprägte Intuition. Ein Team, das gerade durch seine Verschiedenartigkeit wunderbar funktioniert und damit durchgängig punkten kann. Doch bis es so weit ist und ein spannendes Finale die Lösung offenbart, wird der Hörer mit einem komplexen Fall, überraschenden Wendungen und amüsanten Dialogen gut unterhalten. Dabei taucht er in ein Dickicht von Lügen ein, muss ein grusliges Finale ertragen und lernt sogar die privaten Sorgen der Ermittler kennen. Angefangen von Zorns massiv vorgebrachten Eifersüchteleien, über Schröders auftauchende Probleme mit seinem dementen Vater bis hin zu Staatsanwältin Frieda Borcks dramatischer Liebesbeziehung, hat jeder sein Päckchen zu tragen.

Gelesen wird der ungewöhnliche Fall von David Nathan, der die dramatischen Geschehnisse ausdrucksstark zu Gehör bringt. Dabei verleiht er jeder Figur einen eigenen Ausdruck und versteht es ihre Eigenheiten und Gemütszustände dem Hörer nahe zu bringen. Egal, ob Zorn einen Nervenzusammenbruch erleidet, Schröder geschockt von seinem Vater ist oder Frieda Borck völlig neben sich steht. Je nach persönlicher Verfassung der zu verkörpernden Figur jammert er oder spricht mit vollem Mund, gähnt oder tobt wütend herum, klingt verschlafen oder ist völlig außer Atem. Eine gelungene Interpretation, die ernste Momente, witzige Dialoge und ausdrucksvolle Beschreibungen gleichermaßen in Szene setzt und durch seinen akustischen Hochgenuss an das Geschehen fesselt.

Fazit:
"Zorn - Wo kein Licht" ist ein ereignisreicher Thriller, der mit einem gegensätzlichen Ermittlerduo, einem spannend konstruierten Fall und einer lebendigen Atmosphäre überzeugt. Ein Hörgenuss, der neben spannenden Stunden auch amüsante Momente beschert.
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am 18. September 2013
Heute stelle ich euch den Thriller Zorn - Wo kein Licht" von Stephan Ludwig vor. Kommissar Claudius Zorn ist zurück mit einem neuen Fall. Ein Mann springt von der Brücke und begeht Selbstmord, andere Männer verschwinden spurlos und keiner weiß so recht ob die Fälle zusammenhängen. Hauptkommissar Zorn und Kommissar Schröder machen sich daran den Fall aufzuklären. Werden sie Licht ins Dunkel bringen können?

Meine Meinung:

Gleich nach den ersten Seiten bin ich gut in den Lesefluss gekommen. Das lag bestimmt daran, dass ich auch die ersten beiden Zorn Teile gelesen habe und mit den meisten Charakteren vertraut war.
Stephan Ludwigs Schreibstil finde ich flüssig und sehr spannend.
Dieses Mal habe ich mich auch mit Zorn dem Hauptprotagonisten besser angefreundet, weil er irgendwie menschlicher auf mich wirkte. Er hat ein wenig mehr über sein Verhalten und seine Art nachgedacht und sich auch in seinem Verhalten gebessert.
Auch Schröder hat sich verändert. Er ist nicht mehr der Kommissar, der die ganze Zeit nach Zorns Pfeife tanzt. Sicher macht er noch den Großteil der Arbeit, aber man sieht, dass seine Familie dieses Mal vorrangig ist und er sich auch mal gegen Zorn stellt.
Vom Inhalt her hat mir der Roman wieder sehr gut gefallen. Der Fall war spannend, interessant und ein wenig undurchsichtig. Mir ist der Fall ab Mitte des Buches relativ klar vorgekommen, aber dann hat es doch noch eine Wendung gegeben mit der ich so gar nicht gerechnet hätte.
Ich würde das Buch jetzt aber nicht als Thriller bezeichnen für mich war es eher ein Krimi. Für einen Thriller hätte ich mir noch mehr Atem raubende Szenen gewünscht.

Mir hat der Roman wieder recht gut gefallen und ich vergebe 4 Sterne für Zorn.
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am 28. Oktober 2013
Es gehen seltsame Dinge vor in Zorn's Revier. In dem seines Jobs, aber auch in seinen Privaten Gefilden.
Kriminalistisch gesehen hat Stephan Ludwig erneut einen ausgeklügelten Fall zu Papier gebracht, der durch unerwartete Wendungen und plötzliche Querschläger alles Vorhersehbare wieder zu nichte macht und bis zur letzten Seite fesselt.
Für Fan's deutscher Kriminalgeschichten ist das Ermittlerduo Zorn&Schröder Pflicht.
Ich denke wer diese Rezensionen ließt weiß worauf er sich einlässt und "Wo kein Licht" steht seinen Vorgängern in keiner Weise nach.
Doch was die Zorn-Bücher umso spannender und lesenswerter macht sind Zorn und Schröder selbst.
In Band drei gewähren uns beide weitere, diesmal ungewöhnlich tiefer gehende Einblicke in ihre Seelen. Und vielleicht bezieht sich der Titel nicht allein auf den Fall, sondern auch auf das Innenleben der beiden Kommissare. Beide scheinen ziemlich im Dunkeln zu stehen was ihr Privatleben angeht. Und zum ersten Mal erfolgt eine tatsächliche Annäherung der beiden daran, dass was sie ohnehin verbindet auch tatsächlich beim Namen zu nennen. Freundschaft.
Das Ende hat es in sich, ebenso wie sämtliche Seiten davor.
Und wer "Tod und Regen" und "Vom Lieben und Sterben" gemocht hat wird "Wo kein Licht" lieben.
Absolute Kaufempfehlung.
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am 22. Januar 2014
Buch 1 und 2 von "Zorn" haben mich total fasziniert und ich konnte die Bücher kaum weglegen, so sehr hat mich sowohl das Ermittlerduo mit ihren privaten Geschichten als auch die Story ansich mitgerissen.

Beim hier jetzt 3. Buch war der Anfang ähnlich. Da dachte ich sogar bis zur Hälfte des Buches noch, dass dies das Beste von den 3 bisherigen Büchern wird, weil es wirklich super spannend und mitreißend anfing und auch die Privatgeschichten von Zorn und Schröder wieder sehr gut eingebettet waren.

Ab ca. der Hälfte war es dann leider vorbei mit der großen Spannung und es dümpelte bis zum Schluss etwas schwach vor sich hin.

Zudem wurde mir diesmal zu viel in das Buch reingepackt und dann zu wenig damit gemacht. Die anfänglichen vielen Verbrechen waren super spannend, wurden aber zum Ende des Buches eher langweilig und kurz gelöst, ohne wirklich viel Tiefgang. Die private Geschichte von Schröder und seinem Vater fand ich ebenfalls einen Tick zu viel und für diesen Krimi nicht passend. Dafür finde ich das Thema Alzheimer selber schon tiefgründig genug und war mir zwischen den Krimisequenzen als Gegenpart einfach nicht stimmig.

Wie dem auch sei. Ich bin weiterhin ein "Zorn" Fan und freue mich auf die nächsten Bücher.
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am 3. Januar 2014
„Zorn – Wo kein Licht“ ist der dritte Fall für Zorn und Schröder.
Die Handlung ist wieder spannend erzählt und der Schreibstil leicht zu lesen.
Diesmal fehlt mir etwas der Humor, der mir in den anderen beiden Büchern sehr gefallen hat.
Wir erfahren jedoch einiges aus Zorn und Schröders Privatleben und auch von Schröders Vergangenheit und seinem Zusammenleben mit den Eltern.
Zorn und Schröder haben alle Hände voll zu tun. Es gibt einen Selbstmord, eine Massenkarambolage, zwei vermisste Personen und einen Anschlag auf dem Polizeiball und beide Ermittler haben private Probleme.
Das Ende dieses Thrillers hat mich allerdings doch überrascht, damit meine ich aber nicht den Fall. Ich bin jetzt schon sehr neugierig auf den nächsten Band.
Auch der dritte Band der Reihe konnte mich wieder überzeugen, obwohl ich den Fall jetzt nicht ganz so spektakulär fand.
Mit Zorn und Schröder ist Stephan Ludwig einfach ein klasse Ermittlerteam gelungen, das mir richtig gut gefällt.

Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
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am 22. August 2013
Schröder hat wieder den siebten Sinn, in dem er den vermeintlichen Suizid des Bänkers Meinolf Grünbein näher untersucht. Und tatsächlich, hat sich vor seinem Selbstmord jemand Fremdes in seiner Wohnung aufgehalten. Eindeutige Einbruchspuren belegen seine These. Doch mitten in seinen Ermittlungen gerät Schröder in eine Massenkarambolage, wobei sein neues Auto aber auch er selbst Schaden nimmt. Obwohl er sich anschließend wieder in den Dienst schleppt, bricht er dort zusammen und wird in die Klinik gebracht. Nun muss Zorn selbst den Fall lösen, obendrein liegen auch noch eine Anzeige wegen Körperverletzung auf den Tisch, ein Vermisstenfall und nun auch noch die Massenkarambolage. Völlig überfordert verlangt er von seinen Kollegen, die Autos, die in der Massenkarambolage verwickelt waren, gründlich zu untersuchen. Wenig später stellt sich heraus, dass das Auto des Unfallverursachers manipuliert worden ist und der Fahrer somit die Kontrolle über seinen Wagen verlieren musste. Doch der Fahrer, der ebenfalls verletzt zu sein scheint, ist spurlos verschwunden.

Stephan Ludwig hat mit seinem dritten Fall wieder einen aufregenden und spannenden Thriller präsentiert. Von Beginn an ist die Spannung vorhanden, die sich bis zum Ende hielt. Mit Hauptkommissar Zorn, der der Inbegriff der personifizierten Unlust ist, impulsiv, egoistisch und unüberlegt agiert, aber am liebsten (natürlich nur wenn er alleine ist) die Füße auf den Schreibtisch legt und mit seinem Mitarbeiter Schröder, der das ganze Gegenteil von Zorn ist, der alle Arbeiten seines Chefs verrichtet, beharrlich, leise und konzentriert arbeitet, immer für Zorn da ist, nur das Nötigste von sich gibt, hat der Autor ein ungleiches Paar geschaffen, das man eigentlich nur mögen kann. Dass die Last der Ermittlungen stets und ständig auf Schröder liegt, auch wenn Zorn hin und wieder zutreffende, aber eher unbedachte Äußerungen von sich gibt, liegt auf der Hand. Ohne Schröder ist Zorn nur ein halber Mensch. Trotzdem liegen die Vermutungen der Kommissare bezüglich der Ermittlungen fast immer richtig. So kommen die ungleichen Partner schnell dahinter, dass ihre vielen Einzelfälle in irgendeiner Weise miteinander verbunden sind, nicht zuletzt durch eine anonym eingegangene Mitteilung auf dem Handy. In dem ganzen Ermittlungschaos hat Zorn obendrein noch sein Liebeschaos mit Malina zu klären, auf die er, obwohl er eigentlich Einzelgänger ist, nicht mehr verzichten will. Auch Schröder hat sein Päckchen zu tragen, verbirgt es aber so gut er kann.
Zorn und Schröder, wobei die Betonung auf Schröder liegt, ermitteln gelassen aber mit Hochdruck, bis auch einer von ihnen in die Fänge des mutmaßlichen Täters, der inzwischen einige wichtige Personen entführt hat, gerät.
Rasant und ereignisreich erzählt Stephan Ludwig seine Story, die er auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut hat. Aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten, ob Täter oder Ermittler erfährt der Leser von ihren Gedanken und Taten.
Alles wirkt lebendig, die Figuren, die Schauplätze, die Ereignisse. Wie in einem Kopfkino spielt sich alles ab. Die Protagonisten sind so klar und detailliert beschrieben, dass man eine genaue Vorstellung von ihnen bekommt. Man erfährt von den Nöten und Sorgen und Beziehungen zueinander und untereinander. Das Schöne daran ist, dass sich die bekannten Figuren auch weiter entwickelt haben, dass man mit ihnen lebt.
Die Dialoge sind gespickt mit Witz, Ironie aber auch mit einer guten Portion Sarkasmus. So macht es Spaß zu lesen und vor allem mitzuermitteln.
Stephan Ludwig hat mich auch mit seinem dritten Thriller wieder voll auf begeistert, auch wenn ich gern mal wissen würde, in welcher Stadt sich alles zuträgt. Entscheidend und worauf ich mich ganz besonders freue, ist der letzte Satz in Ludwigs Danksagung.
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