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113 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traumsammler
Eingeleitet durch eine Art Gleichnis erzählt Khaled Hosseini die Geschichte des 10-jährigen Abdullah und der 3-jährigen Pari, zwei Geschwistern, die sich abgöttisch lieben. Ihre Mutter verstarb und der Vater hat mit einer neuen Frau eine Familie gegründet. Die Armut ist groß und der Winter steht vor der Tür. Irgendwie muss die Familie...
Vor 15 Monaten von Heike M. veröffentlicht

versus
69 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Große Freude- ein neues Buch von Khaled Hosseini! Und dann? Eine Geschichte, die ihren Ausgangspunkt- die Trennung zweier eng verbundener Geschwister völlig aus dem Blick verliert. Über viele hundert Seiten ist nur von der Schwester die Rede, der Bruder taucht erst am Ende wieder als dementer Greis auf. Dafür werden immer neue Personen eingeführt...
Vor 14 Monaten von tigrib veröffentlicht


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113 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traumsammler, 17. September 2013
Von 
Heike M. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Traumsammler: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eingeleitet durch eine Art Gleichnis erzählt Khaled Hosseini die Geschichte des 10-jährigen Abdullah und der 3-jährigen Pari, zwei Geschwistern, die sich abgöttisch lieben. Ihre Mutter verstarb und der Vater hat mit einer neuen Frau eine Familie gegründet. Die Armut ist groß und der Winter steht vor der Tür. Irgendwie muss die Familie überleben. Dann begeben sich der Vater und die Geschwister auf den Weg nach Kabul. Zu Fuß durchqueren sie die Wüste und in der Hauptstadt angekommen erklärt sich der Sinn dieser beschwerlichen Wanderung. Pari muss bei einer wohlhabenden Familie bleiben, die sie als Tochter aufnimmt. Durch die Trennung leiden sowohl Pari als auch Abdullah. Pari wird zeit ihres Lebens das Gefühl nicht los, ein Stück von ihr würde fehlen, obwohl sie in der Annahme aufwächst, die Wahdatis wären ihre leiblichen Eltern.

Khaled Hosseinis Roman umfasst eine Zeitspanne von gut 50 Jahren und ist viel weiter gefasst, als die von mir angerissene Inhaltsangabe vorgibt. Eine Vielzahl von Themen und Personen werden von dem Autor in die Romanhandlung eingefügt. In jedem neuen Kapitel erzählt der Autor eine neue Geschichte, neue Personen kommen hinzu. Viele verfolgt man durch den gesamten Roman, andere verliert man aus den Augen. Leider gehört dazu auch Abdullah. Er tritt erst wieder am Ende des Buches in Erscheinung. Durch diese Wechsel wirkte "Traumsammler auf mich stellenweise ein wenig unruhig, aber sehr vielfältig.

Khaled Hosseini ist ein Meister des Fabulierens. Gekonnt verwebt er die verschiedenen Handlungsfäden, die anfangs scheinbar ohne große Berührungspunkte für sich stehen, sich zum Schluss jedoch zu einem harmonischen Ganzen fügen. Der Autor ist aber nicht nur ein brillanter Erzähler, ebenso meisterlich versteht er es, bei den Lesern Emotionen zu erwecken. Der Haupthandlungsort des Romans ist Afghanistan, aber als Leser folgt man den Protagonisten um die halbe Welt. Auch in diesem Roman zeichnet Hosseini ein sehr authentisch wirkendes Bild von Land und Leuten, Sitten und Gebräuchen.

"Traumsammler" ist in meinen Augen der bisher ruhigste Roman des Autors. Einige wenige Kapitel wiesen ein paar Längen in der Handlung auf. Am meisten aber bedauerte ich, dass Abdullah für lange Abschnitte aus dem Geschehen verschwand.

Trotz meiner kleinen Kritikpunkte ist "Traumsammler" ein Roman, den ich sehr gern gelesen habe. Immer wieder begeistert mich die Sprachmelodie in den Romanen Khaled Hosseinis, die sich auch in der Übersetzung von Henning Ahrens wiederfindet. Ich bin mir sicher, wer mit "Drachenläufer" und "Tausend strahlende Sonnen" tolle Lesestunden hatte, wird auch an diesem etwas ruhigeren Roman seine Freude haben.
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96 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es bleibt ein weisser Fleck, 17. September 2013
Von 
Bienchen (das schönste Bundesland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Traumsammler: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Leser von "Der Drachenläufer" und "Tausend strahlende Sonnen" haben lange darauf gewartet, auf das neue Werk von Khaled Hosseini. Als ich es im Italienurlaub sah, musste ich mir gleich die italienische Kindle-Fassung besorgen, denn in deutsch erscheint Hosseinis Buch erst im September. Und ich wage es zu behaupten, dass es diesmal die Geister, bzw. die Geschmäcker, scheidet. Es reicht nicht an seine Vorgänger heran, was die Tragik des Geschehens betrifft. Trotzdem hatte ich persönlich fast bis zum Ende eine 5-Sterne-Wertung in Sicht, die ich dann aber doch auf vier Sterne reduzieren musste. Warum ? Es bleibt ein weißer Fleck.

Zuerst einmal zum Buch im allgemeinen. Khaled Hosseini kann einfach nur wunderschön erzählen, in seinen Worten liegt soviel Poesie, dass es ein Genuß ist, seine Bücher zu lesen. Er beschreibt seine Protagonisten nicht, er zeichnet sie.

Das Buch ist nicht chronologisch und auch inhaltlich nicht in strikter, logischer Reihenfolge aufgebaut. Nein, Hosseini springt. Und zwar sowohl was die zeitliche Chronologie betrifft, als auch was die Protagonisten betrifft. Für einen geübten Leser dürfte dies trotz allem kein Problem darstellen. Ich hatte beim Lesen einen Maler vor Augen, der ein Gemälde herstellt. Anstatt an einer Stelle anzufangen und von dort ausgehend weiterzumalen, fängt Hosseini mehrere Geschichten an. Als ob ein Maler links oben beim Gemälde anfängt, dann rechts unten etwas zeichnet, dann wieder irgendwo in der Mitte weitermalt. Mir war bewußt, alles fügt sich zum Schluß zu einem wunderbaren Gemälde zusammen. Und hier kommt der weiße Fleck ins Spiel. Mir fehlt etwas auf diesem Gemälde, für mich ist es, als ob ein weißer , unbemalter Fleck übriggeblieben ist.

Was ist dieser weiße Fleck?

Hosseini erzählt in seiner unnachahmlichen Art die Geschichte von Abdullah und Pari, zwei Geschwistern in Afghanistan. Abdullah ist 10 Jahre alt und Pari, seine Schwester, drei Jahre. Zwischen beiden herrscht eine abgöttische Liebe, denn da die Mutter von Pari bei ihrer Geburt starb, war es der damals siebenjährige Abdullah, der seine Schwester fütterte, wickelte, sich um sie kümmerte. Als Pari drei Jahre alt ist, werden die Geschwister getrennt.Diese Trennung wird das Leben beider für immer verändern. Über Generationen und Kontinente hinweg erzählt nun Hosseini Lebensgeschichten der verschiedensten Personen , die einmal mehr, einmal weniger mit Pari und Abdullah im Zusammenhang stehen. Und das über einen Zeitraum von ca.60 Jahren. Einmal ist es die Geschichte von Nabi, dem Onkel der beiden, einmal die Geschichte des Griechen Markos oder von Pari selbst. Jede dieser Lebensgeschichten ( teils tragisch ) findet auf dem angefangenen Gemälde seinen Platz und lässt es immer klarer und deutlicher werden, bis......das Gemälde fertig ist. Und bei all diesen Lebensgeschichten voller Emotionen fehlt mir ausgerechnet die Geschichte Abdullahs, nach der Trennung von Pari. Wie ist es ihm ergangen? Wie wurde er mit dieser Trennung fertig ? Es fehlen ca. 25 Jahre seines Lebens, von ihm liest man erst wieder als er veheiratet ist und eine Tochter hat, mit Namen Pari. Wie hatte sich sein Leben in der Zwischenzeit entwickelt? Dies ist der weiße Fleck auf dem Gemälde, von dem ich gesprochen habe und der mich veranlasst hat, einen Stern abzuziehen. Bei all den vielen Lebensgeschichten, die Hosseini hier in diesem Buch beschreibt, hätte ich mir einfach mehr über die Geschichte Abdullahs erwartet.

Ansonsten ein wundervolles, berührendes, emotionales Buch von Hosseini, das es wert ist, eine Jubiläumsrezension zu werden, nämlich meine 200.
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69 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 12. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Traumsammler: Roman (Gebundene Ausgabe)
Große Freude- ein neues Buch von Khaled Hosseini! Und dann? Eine Geschichte, die ihren Ausgangspunkt- die Trennung zweier eng verbundener Geschwister völlig aus dem Blick verliert. Über viele hundert Seiten ist nur von der Schwester die Rede, der Bruder taucht erst am Ende wieder als dementer Greis auf. Dafür werden immer neue Personen eingeführt und deren Lebenswege, Charakter, Beziehungen ausführlich erzählt, ohne dass sie einen Bezug zu der eigentlichen Geschichte haben. (z.B. Thalia mit dem von einem Hundbiss zerstörten Gesicht)
Langsam wird man müde, sich auf immer neue Verhältnisse einzustellen,und auch ungeduldig, dass keine Zusammenhänge zu erkennen sind.
Schade, dass die Geschichte nicht besser konstruiert ist, denn Hosseinis Sprache zu lesen ist nach wie vor ein Genuss. Deshalb auch trotz allem drei Sterne.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das Seil, das vor dem Ertrinken rettet,..., 7. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Traumsammler: Roman (Gebundene Ausgabe)
...kann zu einer Schlinge werden, die einen zu erdrosseln droht."

Zugegeben: Der Klappentext führt ein wenig in die Irre, denn das Hauptaugenmerk richtet sich nicht auf die getrennten Geschwister, obwohl sie beide das Gerüst bilden, das alles erst möglich macht.

Die Geschichten der Menschen, die sie treffen, mit denen sie leben, deren Leben sie tangieren - all das ist Gegenstand dieses Romans. Er führt uns aus dem kleinen afghanischen Dorf Shadbagh nach Kabul, nach Paris und auf die kleine griechische Insel Tinos, nach Indien und letztendlich in die USA. Es sind Kleinigkeiten, Feinheiten, Nebensätze, scheinbare Belanglosigkeiten - der Leser darf all das aufnehmen und sich selbst daraus einen großen Teppich weben.

"And the mountains echoed" heißt der Originaltitel. Was sich im Deutschen nur unglücklich übersetzen lassen würde, macht den Titel "Traumsammler" umso sinniger. Dieser Roman ist eine Sammlung gelebter und ungelebter Träume. Die Berge widerhallen ein und dieselbe Geschichte in vielen Facetten.

Kritiker werfen Hosseini vor, sich in nebensächlichen Figuren und Geschichten zu verlieren. Dem möchte ich hiermit entschieden widersprechen. Als Autor darf man Leser fordern und sie zum Mitdenken zwingen. Gerade die Intensität und Dichte der Charaktere jeden Kapitels ist es, die es mir nicht leichtmachten, sie ziehen zu lassen. Aber mit jedem Kapitel kam ich auch näher an die Vollendung dieses Puzzles.

Es ist der Dämon der afghanischen Legende, der Kinder raubt und sie nicht zurückbringt. Wer aber denkt, sie würden als Mittagsmahl enden, der irrt, denn Khaled Hosseini hat diese Geschichte nicht umsonst ganz an den Anfang seines Romans gestellt. Sie ist die Richtung, in die man lesen soll.

Diese Geschichte ist ein Flickenteppich, eine Patchworkdecke und ein Spinnennetz, in dem jeder Faden sorgsam mit dem nächsten verwoben ist. Für mich eine freudige Gelegenheit zur Spurensuche, des zwischen den Zeilen Lesens und des Kombinierens. Fragen nach Unterlassung, Schuld, Preis oder Sühne werden nicht beantwortet; der Autor überlässt die Antworten auf diese philosophischen Fragen wohltuend dem Leser.

Hosseinis Sprache passt sich an. Sie ist leuchtend poetisch, wenn es um sein Heimatland geht, sie ist sparsamer und farblich gedeckter in Paris. Auch wenn der Inhalt zumeist schwer ist, so bekam ich nie das Gefühl persönlicher Beklemmung, denn Hosseini hat die Fähigkeit, mit treffenden Worten und der hohen Kunst der Auslassung uns das Herz nicht schwer zu machen, sondern die Erkenntnis zu wecken, dass es das Leben ist, das gelebt werden will und manchmal auch muss. Der Roman ist gedanklich ausgereift, stilistisch wundervoll verschachtelt und durchdacht. Anfang und Ende treffen sich in den Zeitsprüngen.

"Traumsammler" ist ein Roman der Heilung - manchmal von äußerlichen Gebrechen, meistens sind es die seelischen. Das Fazit mag sein, dass es für viele Wunden einfach keine Heilung gibt, was uns nicht zwangsläufig zu unglücklichen Menschen macht.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 23. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Traumsammler: Roman (Gebundene Ausgabe)
Tausend strahlende Sonnen habe ich geliebt, Drachenläufer hat mich beschäftigt. Traumsammler startet vielversprechend. Aus kindlicher Sicht wird das Leben im afghanischen Hinterland und die intensive Beziehung der Geschwister geschildert.
Schwachpunkt des Buches ist allerdings, dass der Autor sich meiner Meinung nach für zu viele Erzählperspektiven entschieden hat.
So werden immer neue Nebenstränge entwickelt, die- und das ist das eigentlich Enttäuschende- am Ende nicht zusammengeführt werden.
Während die Geschichten am Anfang noch zusammenhängen, verliert sich dies zusehends.Man hat punktuell den Eindruck, man lese Kurzgeschichten
Auch entfremdet man sich zusehends von der "Hauptdarstellerin", da diese- als ihre Perspektive- geschildert wird seltsam oberflächlich über ihr Leben referiert.

Insgesamt eine Enttäuschung
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 30. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Traumsammler: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wie viele andere hier konnte mich "Traumsammler" leider bei Weitem nicht so fesseln wie die beiden Vorgänger von Hosseini. Es brauchte bis zur vorletzen (!!) Seite, um Gefühle in mir hervorzurufen, bis dorthin war der Roman eher eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger für den Gesamtfortschritt belanglosen Einzelgeschichten. Teilweise fiel mir beim Lesen ein bereits erzählter Strang wieder ein, den ich bis dahin schon wieder vollkommen vergessen hatte!

Auch die Zusammenführung am Ende ließen mich emotional nicht so weit an sich heran, dass ich mit den beiden Paris hätte mitfühlen können. Zu Abdullah konnte ich sowieso keine Beziehung aufbauen, weil er fast den kompletten Roman unbeschrieben blieb. Es war mir schlicht egal, wie die Geschichte ausgeht, und das habe ich so noch nie erlebt!

Durch den kurzen Einblick in die Geschichten der verschiedenen Personen eröffneten sich mir viele Fragezeichen, weil diese Leben für mich allesamt unvollendet blieben. Weshalb wurde die Geschichte Roshis angeschnitten, weshalb die der beiden Brüder, weshalb die des einsamen Jungen im neuen Shadbagh? War das wirklich so wertvoll für die Gesamtgeschichte? Ich hätte mir wenigstens mehr Aha-Momente zum Ende hin gewünscht, statt dessen wartete ich umsonst und habe mich teilweise über die "Auflösung" richtiggehend geärgert.

Das Buch ist in einer wunderschönen Sprache geschrieben, deshalb auch dennoch die drei Sterne. Ich würde es aber nicht weiterempfehlen. Schade!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zwiegespalten (3,5 Sterne ), 18. März 2014
Von 
JoKo - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Traumsammler: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das neue Buch von Khaled Hosseini " Traumsammler " lässt mich zwiegespalten zurück. Zum einen bewundere ich die Fabulierkunst dieses Autors, kann mich von seinen vielen Geschichten, die dieses Buch beinhaltet ,nicht trennen, zum anderen verwirrt mich dieses Buch, scheinen die Geschichten doch keinen direkten Zusammenhang zu haben. Der Autor springt zwischen Zeiten und Personen hin und her, so dass dieses Buch schon Konzentration erfordert. Er erzählt von Familien und Personen eines geschundenen Landes, das die Besetzer verschiedener Machthaber erdulden musste, das geschundene und verletzte Menschen zurück lässt und dessen Wunden überall sichtbar sind. Er lässt die Menschen in verschiedenen Teilen des Globus Erfahrungen sammeln und kehrt doch immer wieder an den Ausgangspunkt dieser Geschichte , das afghanische Dorf Shadbagh zurück. Die Personen wachsen einem mit der Zeit ans Herz, nur um wieder in der nächsten Geschichte zu verschwinden und irgendwann wieder aufzutauchen. Auch wenn man am Ende der Geschichte die scheinbar losen Fäden dieser Geschichte zusammenfügen kann, hat mir eine gewisse Struktur in der Geschichte gefehlt . Und so kann ich nur hoffen, dass mich das nächste Buch des Autors wieder etwas mehr begeistern kann, denn mit seinen Vorgängerbüchern " Drachenläufer" und " Tausend strahlende Sonnen " lässt sich dieses Buch nicht vergleichen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kurzgeschichten, 5. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Traumsammler: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Obwohl die Geschichte von Pari und Abdullah hier im Vordergrund steht, läuft sie doch eher im Hintergrund ab. So erhält Abdullah selbst nur zu Beginn zwei Kapitel und am Ende ein Kapitel. Stattdessen tauchen viele weitere Personen auf, welche in unterschiedlichster Weise mit Pari, Abdullah und vor allem mit Afghanistan verbunden sind. Denn genau dieses Land steht im eigentlichen Fokus des Buches.
Durch die große Anzahl an unterschiedlichen Figuren und dem damit aufgezeigten Facettenreichtum des Landes und seiner Bewohner, kommt es aber auch zu einem Problem. Keiner der Personen kommt der Leser wirklich nah. Man bekommt ihre Erlebnisse, Schicksalsschläge und Emotionen erzählt, schafft es aber nie wirklich eine Verbindung aufzubauen. Denn kaum fühlt man sich einer Figur nah, wird man aus dieser Geschichte gerissen und in eine andere versetzt, die meist überhaupt nichts mit der davor gemeinsam hatte. Damit erreicht der Autor, wie wohl von ihm gewollt, dass man einen guten Eindruck von der Zeit vor, während und nach dem Krieg und der Machtergreifung der Taliban bis hin zur Gegenwart bekommt. Dies gelingt ihm wirklich gut und dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, jedoch geht dies, wie bereits gesagt, auf die Figuren. Das ist sehr schade und erschwert das Eintauchen in dieses Buch ungemein. So wird dieses Buch sehr langatmig und schwer zu lesen und das obwohl der Schreibstil, wie auch bei seinen letzten Büchern, einfach herausragend war. Khaled Hosseini hat eine wunderbare Art Geschichten zu erzählen, in der man (normalerweise) abtauchen kann und bei dem es gelingt sich in Menschen hinein zu fühlen, mit denen man sonst eigentlich so gar nichts gemeinsam hat. Dies ist hier leider, durch die Anzahl an Geschichten die er erzählen wollte, untergegangen.
Ich möchte noch kurz auf das Ende eingehen, ohne dabei viel zu verraten. Doch dieses hat mich enttäuscht, wie kein anderes. Der Autor hat hier einen Punkt eingebracht, denn man Leben oder Schicksal nennen würde, doch habe ich noch nie ein so unbefriedigendes Buch in den Händen gehalten.

Fazit:
Mir haben Tausend strahlende Sonnen und vor allem der Drachenläufer unglaublich begeistert, weshalb ich mich sehr auf dieses Buch gefreut hatte. Aus diesem Grund wurde ich wohl auch so enttäuscht. Durch die Vielzahl der Geschichten, wurde das ganze Buch langwierig und wirklich anstrengend zu lesen. Es steht in keinem Vergleich zu seinen anderen beiden Büchern und ich würde es nur denjenigen wirklich empfehlen, die sich literarisch mit der Geschichte Afghanistans und die Auswirkung auf die Bevölkerung interessiert.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend schön erzählt, 27. Oktober 2013
Von 
Caillean - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Traumsammler: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich hätte es mir anders vorgestellt, dieses Buch, das muss ich sagen. Erwartet hatte ich einen Roman über auseinander gerissene Geschwister, in dem der Lebensweg dieser beiden Personen hintereinander weg nachvollzogen wird. So ist es aber nicht. In gewisser Weise sind die beiden Geschwister Pari und Abdullah zwar die Hauptpersonen, aber Khaled Hosseini erzählt nicht nur deren Geschichte, sondern auch die von Menschen, mit denen Pari und Abdullah in irgendeiner Weise etwas verbindet.

Dadurch besteht das Buch letztlich aus vielen großen und kleinen Geschichten, die - wie auf einer Perlenschnur aufgereiht - scheinbar bunt durcheinander erzählt werden (auch von der zeitlichen Abfolge her). Und doch sind sie alle irgendwie Teil der "großen" Geschichte um Pari und Abdullah. Ich hatte das Gefühl, man muss sich auf diese Art des Schreibens erst einlassen, um es wirklich genießen zu können. Wenn jemand einen Roman mit straffem Erzählstrang erwartet, wird er vielleicht enttäuscht sein. Ich fand es aber "mal ganz anders" und wirklich schön, auch wenn die geschilderten Schicksale oftmals tragisch und bedauernswert waren. Man findet viel Stoff zum Nachdenken zwischen den Zeilen und ich glaube, mich werden einige Stellen noch länger "verfolgen". Das liegt sicher auch an der Art, wie Hosseini Bilder im Kopf erzeugt. Ich denke, das gelingt bei weitem nicht jedem Autor so gut wie ihm.

Positiv aufgefallen ist mir auch, dass das Ende sehr wirklichkeitsnah ausfiel - das erwartete Klischee (die Geschwister fallen sich nach ewig langer Zeit in die Arme und alle sind glücklich) blieb aus. Es gab kein Happy End und doch war es irgendwie eins... ich fand es sehr realistisch.

Um es nochmal kurz zusammenzufassen: ich fand das Buch außergewöhnlich und gut. Besonders den Schluss aber: außergewöhnlich gut.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nach Drachenläufer und tausend strahlende Sonnen enttäuschend, 26. Dezember 2013
Von 
Maryse Hansen (Luxemburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Traumsammler: Roman (Kindle Edition)
Dieses Buch konnte mich nicht überzeugen. Während Drachenläufer und tausend strahlende Sonnen kaum aus der Hand zu legen waren, so konnte dieses Buch mich nicht überzeugen. Vielleicht war es die Tatsache dass ein Teil des Buches im Westen (Paris/USA) stattfand, dem Buch den afghanischen Zauber, wie wir ihn aus den beiden andern Büchern kennen, raubte
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Traumsammler: Roman
Traumsammler: Roman von Khaled Hosseini
EUR 9,99
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