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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen47
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Ich habe das AddOn am ersten Tag gekauft und freue mich, nach nun 40 Stunden Spielzeit, ein vorläufiges Résumé für euch schreiben zu dürfen.

Das AddOn lohnt sich für Fans der Reihe sowieso aber auch für den Gelegenheitsspieler kann es für neuen Wind im Spiel sorgen.
Die entsprechenden Änderungen wurde aber in den anderen Rezensionen schon hinlänglich beschrieben und bewertet, sodass ich hierbei keinen Bedarf sehe.

In meiner Rezension möchte ich mich vor allem mit den internen - also technischen - Änderungen beschäftigen die den Spielspaß meiner Meinung nach maßgeblich beeinflussen und hier noch nicht bewertet worden sind.

Dazu gehören für mich vor allem zwei Aspekte:
- Künstliche Intelligenz
- Performance beim Rundenwechsel

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Künstliche Intelligenz (kurz: KI)
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Der Grund weshalb ich dieses Spiel liebe, ist die Komplexität. Die schier endlosen Möglichkeiten und Kombinationen in den Bereichen Taktik, Aufbau sowie Diplomatie und Handel wissen immer wieder aufs neue zu begeistern. Leider ist es genau eben diese Komplexität, die die KI regelmäßig überfordert. Die KI ist - gelinde gesagt - oft noch ziemlich dämlich.

Allerdings haben mit diesem AddOn auch was das angeht Verbesserungen Einzug gefunden.

- Fernkampfeinheiten werden weniger oft an die Front geschickt
- Verletzte Einheiten werden öfter zurückgerufen und in sicherer Entfernung geheilt
- Bei Angriffen auf Städte wird zuerst gegnerische Artillerie ausgeschalten
- Es kommt seltener vor, dass die KI völlig ohne Grund und sinnlos Kriege erklärt - allgemein scheinen die Gemüter etwas beruhigt worden zu sein :)
- das Verhalten scheint mir allgemein viel Diplomatischer
- die neuen Funktionen wie z.B. Handel wurden super integriert. Die KI handelt und plündert. Es wirkt echt.

Trotzdem ändert es nichts an der Tatsache, dass die KI taktisch immernoch unterlegen ist. So ist es leider immernoch problemlos möglich z.B. an Gebirgspässen eine gesamte Armee aufzuhalten, ja gar zu besiegen. Die KI macht hier keinen Rückzug oder versucht derartige Stellen zu meiden oder zu umgehen. Sie verpulvert völlig sinnlos ihre gesamte Armee.
Aber auch auf offenem Gelände wird ein Mensch die KI fast immer besiegen können, selbst wenn diese in der Überzahl ist ODER einen technologischen Vorsprung hat.

Es kommt auch vor, dass die KI völlig ohne Grund und nach einer jahrhunderte andauernden Freundschaft den Krieg erklärt, sämtliche Einheiten an meiner Verteidigung verpulvert und danach von allein kapituliert, indem Sie Städte und Vermögen anbietet um wieder Frieden herrschen zu lassen. Sowas zerstört den Spielspaß - kommt aber zum Glück extrem selten vor.

Auch gründet die KI immernoch eine Stadt neben der anderen - quasi direkt nebeneinander, sodass man im fortgeschrittenen Spielverlauf nicht selten das Problem hat, nicht 20 große, sondern 60 sehr kleine Städe überrennen zu müssen. Das nervt und es hilft leider nur bedingt dies zu "modden" - also den vorgeschrieben Abstand zwischen Städen zu vergrößern, denn nach meinen Erfahrungen "verwirrt" das die KI derart, dass eine Stufe 8 KI höchstens noch einer 6er entspricht. Nach wie vor gründet die KI auch an strategisch völlig nutzlosen Positionen, wie auf einem einzelnen Feld Land mitten auf dem Meer.

Es ist einiges passiert in Bezug auf Verbesserungen - aber ich hätte mir mehr gewünscht.
Hier wird mit kommenden Patches vermutlich nicht mehr sehr viel geändert, sodass man sich dieser "Fehler" halt einfach bewusst sein sollte.

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Performance beim Rundenwechsel
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Leider ist es Firaxis Games auch mit "Civilization 5: Brave New World" im Jahre 2013 immernoch nicht gelungen einen Prozessor mit mehr als einem Kern sinnvoll auszunutzen. Das ist angesichts der benötigten Performance wirklich unbefriedigend. Ich weiß nicht wie viele meiner weniger gut betuchten Freunde das Spiel nicht mehr spielen, weil die Rundenzeiten einfach viel zu lange dauern - und es im Umkehrschluss spielen und kaufen würden, wäre dieses Problem nicht vorhanden.

Nungut. Fakt ist, hier wurde leider nichts verbessert.
Schade!

Genug gejammert: Was könnt ihr tun um die Performance beim Rundenwechsel zu verbessern und worauf kommt es an?
Diese Fragen habe ich mir gestellt, aber keine ausreichende Antwort gefunden. Deshalb habe ich es selbst in die Hand genommen und ausprobiert. Dazu habe ich meinen Computer mehrfach umkonfiguriert: Prozessoren abgeschalten, Übertaktet, Untertaktet, Festplatten getauscht, die Grafikkarte übertaktet, Arbeitsspeicher geändert, mit den Einstellungen gespielt.

Anschließend habe ich immer das gleiche Savegame geladen, 5x ohne etwas zu tun auf "Nächste Runde" geklickt und am Ende den Durchschnitt aus allen 5 Rundenzeiten berechnet um hier den Einfluss der Messgenauigkeit zu verringern. Hier das Testsystem und die Ergebnisse am Ende eine kurze Zusammenfassung, für diejenigen, die weniger technisch versiert sind.

Testsystem:
Intel Core i7 3770k
32GB RAM
AMD Radeon 7970
SSD: Samsung SSD 840 Pro
HDD: Seagate 7200RPM

-- Alles Standard --
Rundenzeit: 1:46 (Minuten:Sekunden)

-- Alles Standard, außer nur 4 GB RAM --
Rundenzeit: 2:33

-- Alles Standard, außer nur 8 GB RAM --
Rundenzeit: 1:45

-- Alles Standard, außer Festplatte statt SSD --
Rundenzeit: 1:47

-- Alles Standard, außer Grafikkarte untertaktet --
Rundenzeit: 1:49

-- Alles Standard, außer Grafikkarte übertaktet--
Rundenzeit: 1:46

-- Alles Standard, außer Grafikeinstellungen Ingame auf Minimum --
Rundenzeit: 1:41

-- Alles Standard, außer CPU auf 4x 5,0 GHz übertaktet --
Rundenzeit: 1:22

-- Alles Standard, außer CPU auf 4x 2,0 GHz untertaktet --
Rundenzeit: 2:08

-- Alles Standard, außer CPU nur Kern 1x 3,6 GHz ohne HT --
Rundenzeit: 1:55

-- Alles Standard, außer CPU nur 1 Kern 1x 5,0 GHz übertaktet ohne HT --
Rundenzeit: 1:37

___________

Kurz für euch zusammengefasst, worauf es bei diesem Spiel ankommt:
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Ihr solltet für das Spiel ansich mindestens 4GB RAM zur Verfügung haben - also 4GB + das, was das Betriebsystem verbraucht.
Ich empfehle 8GB RAM.

Die Festplatte ist völlig egal.

Die Grafikkarte ist - zumindest für den Rundenwechsel - ebenfalls völlig egal.

Die Grafikeinstellungen im Spiel (z.B. Wassereffekte oder die animierte Ansicht, wenn Ihr mit einem anderen Volk sprecht) haben einen Einfluss auf die Rundenzeit - unabhängig von der Grafikkarte. Sprich: Mit verringerten Grafikeinstellungen habt ihr einen Geschwindigkeitsvorteil, auch wenn eure Grafikkarte eigentlich ausreicht. Die Frage ob sich das lohnt muss jeder für sich selbst klären.

Die Anzahl der Prozessorkerne ist ab 2 Kernen völlig unwichtig. Erklärung: Windows und Hintergrundprogramme wie Musikplayer, Teamspeak oder Steam halt eben alles, was im Hintergrund läuft benötigt CPU-Leistung. Einen Kern kann Civilization voll nutzen. Wenn Ihr nur einen Kern habt, teilen sich Civilization und Windwos + Hintergrundprogramme einen Kern. Das resultiert in längere Rundenzeiten. Also empfehe ich mindestens 2 Kerne.

Die Taktgeschwindigkeit des Prozessors ist absolut ausschlaggebend.
Genauer: Die IPC-Leistung des Prozessors - also die Leistung pro Takt. Hier sind Intelprozessoren in jedem Falle vorzuziehen. Und dann gilt: Desto mehr GHz desto schneller läuft der Rundenwechsel ab.

Etwas lang geworden die Rezension. Ich hoffe sie hilft jemanden.
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am 5. August 2013
Brave New World liefert genau die Inhalte, die mir bereits in der Grundversion gefehlt haben. Endlich ist auch das Lategame spannend, vor allem das Ideologiesystem kann altbekannte Fronten verändern, wenn der gute Nachbar mit der Selben Religion plötzlich die wahnwitzige Freiheit der Bosse wählt, während man selber die Segen der Ordnung für jeden Bürger anstrebt. Ebenfalls sehr gut geworden ist das neue Handelssystem. Man hat zwar schnell Probleme, wenn man – bei mir vor allem auf Archipelkarten – erst mal länger einen Nachbarn oder Stadtstaat suchen muss, dann wird man allerdings schnell wohlhabend, sofern man seine Routen vor Feinden schützen kann. Aber auch hier muss man überlegen, ob einem der Gewinn wichtiger ist als die Stärkung eines Gegners, der vielleicht samt Route noch seinen Aberglauben mitliefert und Wissen abholt. Das ist dann wie im echten Leben, wo man sich mit fanatischen Schurkenstaaten im Nahen Osten arrangiert, weil man deren Öl braucht. Des Weiteren ist auch das neue Kultursystem samt Tourismus ein motivierender Faktor im neuesten Addon. Gut platzierte Werke schaffen Boni und sorgen dafür, dass die Bevölkerung des Nachbarn vor Staunen nicht mehr in die Pötte kommt. Diplomatisch kann man übrigens im Weltkongress viel Spaß haben, einige Ideen gefallen nämlich nicht allen Zivilisationen und sorgen teilweise für komplett neue Situationen (z.B., wenn man einen Zufriedenheitsmalus bekommt, weil die Hauptressource per Embargo stillgelegt wird). Die neuen Zivilisationen fügen sich dagegen wieder gut ins Spiel, genau wie die Änderungen im Forschungsbaum (vor allem bzgl. Handel) oder neue Gebäude und Einheiten.

Es gibt allerdings auch ein paar Schattenseiten, die den finalen Stern verhindern. So ist die Performance im Lategame nach wie vor bescheiden, gefühlt frisst Civ 5 immer noch unverschämt viele Ressourcen bzw. nutzt die Möglichkeiten des PCs nicht aus. Gerade auf großen Karten mit vielen Zivilisationen und Stadtstaaten ist das einfach nur nervig und wurde trotz vorheriger Beteuerungen nicht spürbar besser. Auch ist das Goldsystem, wie bereits oben erwähnt, sehr schwankend. Ohne Nachbarn ist man bald pleite, was auch dazu führt, dass selbst aggressive Nachbarn wie die Hunnen oder Japaner nur noch selten Krieg führen, wo sie früher alle paar Runden vor der Tür standen. Selbst als Builder ist das ungewohnt wenig.

Unterm Strich ist Civilization 5 aber mehr denn je ein Spiel, in das man schnell mehr Zeit reinsteckt, als man eigentlich will. Beispiel gefällig? Statt letztens zwei Stunden zu spielen, wurden daraus fünf Stunden. Halt nur noch eine Runde, bis das Weltwunder fertig ist. Und man die nächste Sozialpolitik aktivieren kann. Und der Siedler ist auch fast am Zielort angelangt. Ach ja, und die nächste Abstimmung im Weltkongress. Und jetzt ist man fast bei der gegnerischen Hauptstadt. Nur…noch…eine…Runde…
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am 13. Juli 2013
die Neuereungen wirklich neuen Spielspass geben. Die neuen Möglichkeiten sind gut gelungen und ich habe daran wirklich Spass. Neue Möglichkeiten einen Kultursieg zu erringen und neue Möglichkeiten einen Diplomatiesieg zu erringen. Hier haben die Entwickler eine politische Komponente eingefügt, die ich als sehr gut beurteilen möchte. Hier ist nicht nur ein bisschen was verändert worden, hier sind grundsätzliche strategische Komponenten eingefügt worden.

Die nervigen Propheten der anderen Religionen sind nicht mehr so aggressiv und so wie ich es jetzt erlebt habe, beschränken sie sich darauf die Stadtstaaten zu bekehren. Da muss man nicht dem Staat mit der anderen Religion gleich den Krieg erklären, sondern kann dem Geschehen einigermassen gelassen zusehen.
Die Komponente den eigenen Hauptsitz als Abstimmungsort für alle Nationen zu generieren finde ich sehr gelungen. Auch die Vorteile, die einem nach einiger Zeit die Stadtstaaten bringen sind sehr gut überlegt. Die Aufteilung, die erst später kommt, zwischen Ideologien und Sozialpolitik zu wählen ist sehr gelungen.

Zu meinem Bedauern gehört, dass die oberste Leiste, mit der man schnell sehen kann, z.B. Ressourcen, Religion u.ä., nicht verbessert wurde - aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend.

All in all eine klare Kaufempfehlung - für dieses Geld habe andere Addons weniger geleistet.
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am 15. Juli 2013
Einleitung:
Hallo, zusammen. Ich bewerte hier das Addon "Brave New World" zum Grundspiel "Civilization 5". Das Addon ist ohne das Grundspiel nicht zu spielen.

Da es sich um ein Addon handelt lasse ich die Beurteilung von Sound und Grafik weg, da diese größtenteils aus dem Grundspiel übernommen wurden. Beurteilt werden Gameplay (Änderungen zum Gameplay des Grundspiels), Multiplayer und Umfang des Addons.

Anmerkung:
Da es sich um eine Erweiterung des Grundspiels handelt und nicht um eine Kehrtwende des gesamten Spielprinzips empfehle ich jedem der das Grundspiel nicht mochte, die Erweiterung nicht unbedingt zu kaufen (oder vorher die vorhandenen Demoversionen zu testen). Es hat sich zwar viel geändert, aber vom Grundprinzip bleibt sich Civ 5 treu.
Ich beurteile hier nicht die Installation und den Kopierschutz über Steam. Wer eine (oder unzählige) Diskussion zu Steam sucht, sei auf die allgemeinen Games Foren von Amazon verwiesen.

Gameplay:
In Bezug auf das Grundspiel gibt es einige Änderungen im Gameplay. Kultursieg und Diplomatiesieg wurden komplett überarbeitet, Sozialpolitiken wurden überarbeitet, neue Einheiten, Gebäude und Völker und ein neues Handelssystem sind hinzugekommen. Ich gehe etwas näher auf die einzelnen Änderungen ein.

Kultur und neuer Kultursieg
Im Grundspiel reichte es aus soviel Kultur anzuhäufen, um 5 Sozialpolitiken komplett auszubilden und baute ein Großprojekt als Abschluss. Dann hatte man gewonnen. Diese Art des Siegs war recht simpel.
Im jetzigen Addon wurde die Kultur und der Kultursieg stark überarbeitet. Man sammelt noch immer Kultur an, allerdings kann man mithilfe von großen Künstlern, Musiker und Schriftstellern große Werke schaffen, die Tourismus erzeugen. Jetzt muss man mit dem Tourismus so viele Punkte erzeugen, wie die anderen Völker Kultur angehäuft haben, um den Kultureneinfluss über diese Völker zu erringen. Gelingt dies bei allen Völkern, hat man gewonnen.
Man kann also sagen, die Kultur die man ansammelt ist die Verteidigung gegen den Tourismus von anderen Völkern und der Tourismus ist der Angriffswert auf die Kultur der Anderen. Diese Art von Kultursieg ist wesentlich spannender und erfordert eine ganz andere Spielweise als der alte" Kultursieg. Eine deutliche Besserung gegenüber dem Grundspiel

Diplomatie und neuer Diplomatiesieg:
Schlimmer als der alte Kultursieg, war eigentlich nur der alte Diplomatiesieg... Theoretisch reichte es aus, im Spiel soviel Geld wie möglich anzuhäufen, die Vereinten Nationen zu errichten und dann einfach alle Stadtstaaten zu bestechen und man hatte gewonnen.
Mit dem Addon gründet sich nach Erfindung der Druckerpresse und Entdecken aller Völker der Weltkongress. Im Kongress können Resolutionen vorgeschlagen werden und darüber abgestimmt werden.
Das können Embargos gegen bestimmte Völker oder Stadtstaaten, Verbot bestimmter Luxusressourcen oder Ähnliches sein. Ab dem Atomzeitalter kommt es alle 35 Runden (bei Standardeinstellung für Spiellänge) zur Abstimmung zum Weltherrscher. Für diese Resolution muss man die absolute Mehrheit erringen, ist dies erfolgreich hat man gewonnen.
Im Prinzip läuft es ähnlich wie damals auch. Die Stadtstaaten bringen einem zusätzliche Abgeordnete. Allerdings kann man auch Spione bei gegnerischen Völkern als Diplomaten einsetzen und so sogar die Wahl der anderen Völker beeinflussen. Die Möglichkeiten sind etwas besser als vorher.
Die Resolutionen bringen, neben den neuen Ideologien neuen politischen Sprengstoff für Diplomatische Auseinandersetzungen. So mögen es die Gegner gar nicht, wenn man ihre Anträge nicht unterstützt.

Sozialpolitiken und Ideologien
Die Sozialpolitiken wurden überarbeitet. Ordnung, Autokratie und Freiheit sind jetzt keine Sozialpolitiken mehr, sondern Ideologien. Ästhetik (Kulturbonus) und Expedition (Einheitengeschwindigkeit) sind komplett neue Sozialpolitiken.
Sobald man 3 Fabriken gebaut oder die Moderne erreicht darf man sich eine der drei Ideologien aussuchen. Je nachdem ob man der Gründer der Ideologie ist, oder nur ein Trittbrettfahrer, darf man sich auch schon ein oder mehrere Grundsätze dieser Ideologie aussuchen. Dabei baut man mit den Grundsätzen eine Pyramide. Man muss zwei Stufe 1 Grundsätze nehmen, um einen Stufe 2 Grundsatz wählen zu können usw. Die Grundsätze dieser Ideologien kann man wie auch Sozialpolitiken kaufen, wenn man bestimmte Schwellenwerte mit Kulturpunkten erreicht.
Die Ideologien ermöglichen in der Endphase massive Unterstützung auf der Jagd nach den einzelnen Siegen.
Allerdings können Ideologien auch ganz schwer nach hinten losgehen. Wenn man zuwenig Kultur hat und ein Gegner mit anderer Ideologie viel Tourismus erzeugt, kann es sein, dass sich das Volk nach der anderen Ideologie sehnt und fängt an gegen die eigene Ideologie aufzubegehren. Das kann bis zu offnen Revolten und sogar Stadtübertritten führen. Gegenlenken kann man dann meist nur mit der Revolution und Abkehr von der alten Ideologie.
Über den Weltkongress kann man auch auf die Resolution Weltideologie" abstimmen, die bei Erlass allen Völkern eine bestimmte Ideologie aufzwingt.

Überarbeite KI und Diplomatie:
Die KI wurde abermals aufgebohrt und verbessert. Taktisch macht sie immer noch kleinere Fehler und hin und wieder kommen auch richtige Aussetzer. Aber im Vergleich zum Grundspiel hat sich mittlerweile einiges getan. Ich fand es immer problematisch, dass die Gegner scheinbar keine Ziele, oder diese so langsam verfolgten, dass sie nie wirklich eine Gefahr waren. Seit dem letzten Patch ist dies aber etwas besser geworden. Meine erste Erkundungspartie Brave New World" habe ich auf Schwierigkeitsgrad 4 sogar verloren, weil Byzanz knapp 40 Runden vor Schluss den Kultursieg sicherte. Das ist mir in einem so niedrigen Schwierigkeitsgrad bisher noch nie passiert. (Anmerkung: Da es sich bei diesem Punkt, um eine Verbesserung handelt die auch per Patch für das Grundspiel nachgereicht wurde, fließt die nicht mit in die Bewertung)

Multiplayer:
Ich mochte den MP Teil des Grundspiels nicht besonders und auch mit diesem Addon ist der Multiplayer noch immer nicht so wie ich es gerne hätte. Ich vermiese den Multiplayer von Civ 4... Dort hatte man, wenn man ein aus Mitspielern und KI gemischtes Teilnehmerfeld hatte, wenigstens KI die sich diplomatisch oder überhaupt mal irgendwie beteiligt. Bei Civ 5 ist seit dem Grundspiel die KI im Multiplayer irgendwie total blödsinnig (im Sinne von doof). Allerdings muss man dem Addon zu Gute halten, dass das E-Mailspiel wohl zurück ist (habs noch nicht getestet).
Ich für meinen Teil meide den Multiplayer weiterhin, da ich nicht genug Bekannte habe, um ein rein menschliches Starterfeld zu erstellen.

Umfang:
Knapp 30 Euro sind, wenn man bedenkt das einzelne Völker als DLC gut 5 Euro kosteten, für das Addon eigentlich gerechtfertigt. Neben den Gameplayänderungen bekommt man noch 9 neue Zivilisationen, 2 neue Szenarien und eine handvoll neuer Einheiten, Gebäude und Wunder.
Anmerkung: Falls Gods & Kings nicht gekauft wurde, wird mit dieser Erweiterung zusätzlich alles von Gods & Kings (Religion, Spionage, etc.) freigeschaltet. Man bekommt nur die Völker und Szenarien aus Gods & Kings weiterhin nur wenn man Gods & Kings kauft.

Fazit:
Ich bin von diesem Addon schwer begeistert. Die neuen Aspekte sind großartig und endlich hat man auch zum Ende des Spiels alle Hände voll zu tun. Civ 5 kommt mit diesem Addon auch an die Komplexität des Vorgängers mit beiden Erweiterungen heran. Im Kurzen und Ganzen kann man sagen, dass dieses Addon, das Spielerlebnis abrundet und sich das Spiel dadurch wesentlich besser spielt. Auf dem jetzigen Stand gibt es auch nur noch sehr wenig, was mir wirklich fehlen würde. Man kann sagen mit Brave New World" haben sie die letzten Lücken gefüllt und es ergibt sich ein wirklich herausragendes Rundenstrategiespiel.

Ich gebe 5 von 5 Punkten
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Weltherrschaft! Religiöser Wahnsinn! Handel, Touristen und Moneten! Kurz: "Brave New World", die nächste Erweiterung für Civilisation V, ist herausgekommen. Gut gelungen, viele sinnige Veränderungen und es macht eine Höllenlaune zu spielen. Diese Erweiterung, meine Damen und Herren Gesangsverein, ist grandios und hat für mich den gleichen Stellenwert wie damals "Beyond the Sword" aus dem vierten Teil. Und ich weiß: Typische Nerd-Schwärmerei am ersten Wochenende. Vermutlich werde ich bittere Tränen in meine Tastatur weinen, gleich nächste Woche.

Die größte Änderung in Brave New World ist vermutlich der Handel und das liebe Gold. Außer Luxus-Resourcen gibt es praktisch keine Geländefelder mehr mit Gold. Das ist im ersten Moment ein harter Schlag und trifft vor allem die Kriegstreiber am Anfang des Spieles unter uns, die mit zunehmender Truppenstärke in einen immer schneller leer werdenden Geldbeutel schauen. Die Antwort darauf lautet Handel, denn - Freude! - es gibt wieder Handelsrouten, die von Karawanen und Frachtschiffen befahren werden. Je weiter die andere Stadt entfernt und mit unterschiedlichen Resourcen ausgestattet ist, desto mehr Moneten werden in die Kasse gespült. Und desto schwerer können diese geschützt werden: Handelsrouten ziehen plündernde Babaren und Feinde magisch an - einen Teil des Gewinns in militärische Einheiten zu investieren ist nicht der schlechteste aller Pläne. Zudem noch einige Feinheiten mit den Handelsrouten einhergehen: Glaubensvorstellungen, Einfluß und wissenschaftliche Erkenntnisse verbreiten sich damit auch. Was mir sehr gut gefällt, ist die Möglichkeit, nun Essen oder Produktion in andere Städte zu transportieren. Damit lassen sich einige Stunts mit der Städteplanung fabrizieren, die in der vorherigen Version unmöglich waren.

Jedoch: Nach den ersten Stunden habe ich das Gefühl, dass selbst die größten Kriegstreiber mit der Einführung der Handelsrouten plötzlich sehr zahm geworden sind. Der drohende finanzielle Verlust, die Finanzierung der Armee und andere Boni, die plötzlich nicht mehr vorhanden sind... wo vorher die üblichen Verdächtigen sich bei freundschaftlichen Nachbarsbesuchen und Städte plündern die Klinke in die Hand gedrückt haben, herrscht plötzlich eitel Sonnenschein. Ein ganzes Spiel neben dem Franzosen und kein Krieg? Alexander mit Blumenkranz im Haar und leise "Frieden auf Erden" hauchend? Das friedliche Miteinander ist... verdächtig. Naja, vielleicht sind die Nasen auch vernünftiger geworten - man weiß es nicht.

Die nächste große Änderung betrifft die "Social Policies" und den Kultursieg. Mit Kultur kauft man sich nach wie vor Social Policies, die Vorteile aller Art bringen, diese zählen jedoch nicht mehr direkt zu einem kulturellen Sieg. Tourismus und der Einfluss auf andere Nationen ist nun entscheidend dafür. Tourismus bekommt man durch Bilder, Schriftstücke und Musik, die man in den eigenen Museen und Wunder ausstellen kann. Praktisch, dass zu den großen Persönlichkeiten noch Schriftsteller dazugekommen sind und die Archäologie: Buddeln nach alten Schätzen, diese an die Wand nageln und gut ist.

Es gibt natürlich noch einiges Neues mehr, zuviel für eine kurze Rezension. Mein erster Gesamteindruck ist: Eine klare Kaufempfehlung - diese Erweiterung rockt und macht meiner Meinung nach Civ 5 zum besten Teil in der Civilisation Reihe.
11 Kommentar|30 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. August 2013
aber leider krankt das Spiel nach meiner Meinung an einem Geburtsfehler, der sich mit der Erweiterung noch verschlimmert hat. Aber von Anfang an: Ich schätze civ 5 sehr und finde es tausendmal besser als civ 4. Die Komplexität ist einfach genial, auf Gottheit könnte ich Stunden damit verbringen, mir Taktiken zu überlegen, wie die KI zu schlagen ist. Jeder Zug mit einer Einheit und jeder Bau eines Gebäudes ist eine strategische Entscheidung, mit der ich manchmal lächerlich viel Zeit verbringe. Und im Addon hat diese Komplexität abermals zugenommen, man muss sich überlegen, mit wem Handel treibt, wen man mit seinen Anträgen im Weltkongress einen Gefallen tun möchte, Gold ist schwieriger zu erwirtschaften und nicht mehr massenweise verfügbar und so weiter. Im Prinzip also alles super. Die Entwickler wollten völlig zu Recht das late game interessanter machen, weil das allzu oft nur noch darin bestand, sein Programm abzuspulen, bis man denn endlich fertig war, sein Raumschiff zu bauen und die letzte Hauptstadt einzunehmen; häufig war die Sache aber gegessen und man musst es nur noch zu Ende bringen. Die Änderung ist ihnen auch gelungen, denn zum Ende des Spiels müssen die Spieler eine Ideologie wählen, was automatisch dazu führt, dass sie in Konflikt geraten.

Die Entwickler haben weiter dafür gesorgt, dass sich ein allzu früher Krieg nicht lohnt. Früher gab es Strategien, ab ca. Runde 50 den ersten Feind anzugreifen und nach und nach alle Gegner auszuschalten. Das funktioniert nicht mehr, weil die KI sehr viel sensibler auf Kriegstreiberei reagiert und man sehr bald keine Handelspartner mehr hat, wenn man zu früh Kriege beginnt. Irgendwann hassen einen alle und erklären gemeinsam den Krieg. Wer einen Eroberungssieg anstrebt, was ich meistens tue, sollte also nicht vor Runde 90-95 damit anfangen, den ersten Gegner anzugreifen. Bis dahin hat man einige Freundschaften etabliert, die dann auch halten. Und es ist genau diese Änderung die mich wurmt: erstens sind damit die extrem aggressiven Strategien, die man mit nur ein oder zwei Städten betreiben konnte, obsolet. Zweitens führt das dazu, dass jedenfalls ich die ca. ersten 100 Runden immer die gleiche Strategie verfolge: als Sozialpolitik Unabhängigkeit und Gründung von 4, maximal 5 Städten, egal welche Siegesart ich anstrebe. Nur für einen Kultursieg nimmt man natürlich Tradition. Die Sozialpolitik Ehre ist meiner Meinung nach völlig unnütz geworden, weil man von den boni kaum früh profitieren kann. Interessant am early game finde ich allerdings die Frage, wie man sein Reich am besten aufbaut, sprich wo man am besten Städte gründet, um gutes Wachstum zu erzielen und sich gleichzeitig gut verteidigen kann. Drittens, und das ist die eingangs genannte Kritik, führt der späte Krieg auch dazu, dass zum Ende hin viel mehr gegnerische Städte und Zivilisationen noch existieren. Das führt dazu, dass sich die Runden endlos lang hinziehen. Für einen Militärsieg auf Gottheit braucht man im late game einiges an Einheiten. Und ich habe wenig Lust, 100 Runden damit zu verbringen, andauernd 40 Bomber und 40 Landeinheiten über die Karte zu ziehen, zumal man sich ja dank des Schwierigkeitsgrades auch noch Gedanken darüber machen muss, wo man sie am besten hinstellt. Ich habe deshalb ein Spiel abgebrochen, weil ich mir sicher war, den Sieg in der Tasche zu haben. Bei zwei anderen habe ich zwischendurch einen Wissenschaftssieg errungen, bevor ich die letzte Hauptstadt einnehmen konnte weil sich der Krieg endlos hinzog dank des KI-Einheiten-Spams, verbunden mit Nukes, die mir immer meine Flugzeuge kaputt gemacht haben.

Mein Fazit also: die ersten 200 Runden machen mir unter dem Strich sehr viel Spass. Man hat 1000 Möglichkeiten, mit irgendwelchen Mitteln, sein kleines Reich aufzubauen und Politik zu betreiben. Danach wird es etwas zäh und spätestens in der Moderne zieht sich das ganze so in die Länge, dass mir persönlich die Lust vergeht, jedenfalls wenn ich einen Militärsieg anstrebe.

Ach so, noch ein kleiner Tipp: wer mehr über das Spiel lernen und die Spieltiefe mal vorgeführt bekommen möchte, der ist gut beraten mit Maddjinns channel auf youtube. Hier lernt man, auch unter schwierigen Bedingungen auf Gottheit zu bestehen.
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am 6. August 2013
Mit diesem Addon ist Civilization V endlich ein rundes und komplettes 5-Sterne-Spiel...
Das erste Add-on hat die Fehler und Unzulänglichkeiten des Grundspiels schon weitestgehend beseitigt,
dieses Add-on ist mehr ein Feinschliff des Spielflusses und scheint wohlüberlegt zu sein und Tipps der Community zu berücksichtigen. Die neuen Zivilisationen und sind ein weiterer netter Bonus, auch wenn manche noch zu stark wirken,
was hoffentlich mit einem Patch nachgebessert werden wird.

Aber alles in allem reicht CivV mit diesem Addon endlich an den hohen Civilization Standart ran...
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am 12. August 2013
Ich habe bis heute alle Teile der Civilization Reihe gespielt. Dieser Teil bringt ein paar sehr gute Spielelemente mit, die in den vorherigen Titel entweder gefehlt oder nur zum Teil enthalten waren. Besonders gut gelungen -generell am am fünten Teil- ist die Möglichkeit des Spielers sich die eigene Regierungsform mittels Kulturpunkte zurechtzubauen und punktuell auf seine Spielweise anpassen zu können. Ja, dazu kann mann sie auch noch seine "Wunsch-Religion" basteln.

Im Vergleich zur Civ4-Reihe flacht das Spiel zum Ende leider etwas ab und es kommt vermehrt Langeweile auf. Teil 4 ist da einfach besser! Dennoch für Fans der Reihe einfach ein MUSS!
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am 31. August 2013
Von der ursprünglichen Civ5-Version aus 2010 war ich etwas enttäuscht. Zwar fand ich das UI ansprechend, aber die KI war - wie schon mehrfach von anderen Rezensenten beschrieben - furchtbar schlecht, vor allem in taktischen Gefechten. Mit den nachfolgenden Erweiterungen "Gods and Kings" und "Brave New World" hat sich diese Tatsache zumindest teilweise verbessert. Außerdem sind die neuen Spielkonzepte sinnvoll gestaltet, so dass auch nach dem Erreichen der mitleren Spielphase keine Langeweile mehr aufkommt.
Bei mir hat sich der Suchtfaktor jedenfalls wieder eingestellt.
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am 28. Juli 2013
Wow, was für ein geniales Addon.

Zusammen mit dem Hauptspiel ergibt sich eine Strategiespielperle die es seit Jahren nichtmehr gegeben hat.
Ähnlich fesselnd ist nurnoch Anno 1701 mit Addons. Für meinen Geschmack ist C5 aber noch besser!

Die Neuerungen ergänzen das Hauptspiel ideal. Man muss wirklich aufpassen, dass man beim Spielen nicht die Zeit vergisst.
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