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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gefühlvolles Debüt
„Tanz auf Glas“ ist der sehr gefühlvoll geschriebene Debütroman der US-amerikanerin Ka Hancock. Die Übersetzung des Originaltitels ins Deutsche „Tanz auf gebrochenem Glas“ gibt noch besser wieder als das, was auch der deutsche Titel bereits auszudrücken versucht. Für beide Protagonisten droht das Leben sozusagen unter ihren...
Vor 18 Monaten von Girdin veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sensibles Thema mittelmäßig umgesetzt
Kennen Sie Brinley? Nein?
Es ist ein Städtchen, wo lauter grundgute Menschen leben. Die Nachbarn kümmern sich umeinander, bringen Suppe vorbei, die Ärztin ist die Freundin der Familie und ein Mensch mit einer psychischen Erkrankung wird natürlich nicht ausgeschlossen oder komisch beäugt. Nein, in Brinley ist alles anders, sprich es ist die...
Vor 18 Monaten von Sileah veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gefühlvolles Debüt, 8. November 2013
Von 
Girdin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas (Gebundene Ausgabe)
„Tanz auf Glas“ ist der sehr gefühlvoll geschriebene Debütroman der US-amerikanerin Ka Hancock. Die Übersetzung des Originaltitels ins Deutsche „Tanz auf gebrochenem Glas“ gibt noch besser wieder als das, was auch der deutsche Titel bereits auszudrücken versucht. Für beide Protagonisten droht das Leben sozusagen unter ihren Füßen wegzubrechen und sie in den Abgrund zu ziehen bis zur Selbstaufgabe. Dementsprechend hat sich das Pärchen auf dem Cover eng aneinandergeschmiegt, seine Hände halten seine Partnerin umschlungen, in der Hoffnung gemeinsam allen Schicksalsschlägen trotzen zu können.

Die angehende Lehrerin Lucy hat noch während ihres Studiums auf einer Party Mickey kennengelernt. Sie hat schon früh ihre Eltern verloren, ihre zwei älteren Schwestern sind ihr Halt im Leben. Mickey gehören zusammen mit einem Geschäftspartner mehrere Clubs und selbst betätigt er sich gerne als Comedian zur Unterhaltung seiner Gäste. Lucy gelingt es bei ihrem ersten Aufeinandertreffen in seinen Augen einen Blick auf den Mensch hinter dem Künstler und Manager zu werfen und auch Mickey ist von Beginn an fasziniert von ihrer Persönlichkeit. Doch bereits bei ihrer zweiten Begegnung, die in der Cafeteria eines Krankenhauses stattfindet, erzählt Mickey ihr von seiner manisch-depressiven Erkrankung. Bereits seine Mutter hat daran gelitten. Seine Offenbarung macht er zu einem Zeitpunkt, an dem eine von Lucys Schwestern aufgrund einer Krebserkrankung operiert wird. Auch diese Krankheit scheint in der Familie zu liegen, denn Lucys Mutter ist daran gestorben. Die beiden geben sich gegenseitig Halt und Stärke und heiraten trotz aller Bedenken zwei Jahre später. Das Schicksal hat noch einiges für die Liebenden vorbereitet.

Von Beginn an macht die Autorin dem Leser klar, dass das Buch keinen heiteren Hintergrund aufweist. Bereits auf den ersten Seiten informiert sie über die aktuelle Situation von Mickey und Lucy und blättert so nach und nach die schicksalhaften vergangenen Jahre auf. Obwohl beide mit ihrem Schicksal hadern und dies auch schon Mal von Mickey unwirsch zur Kenntnis gegeben wird, fangen sie die Sympathie des Lesers ein. Mit dem Paar geht der Leser dann in eine hoffnungsvolle Zukunft, die jedoch auf der breiten Linie nicht immer einen guten Ausgang findet. Der Roman wird aus der Sicht von Mickey und Lucy erzählt. Mickeys Erzählung ist kursiv gedruckt und steht grundsätzlich am Anfang eines jeden Kapitels. Der Leser sollte also nicht ans Ende des Buchs schauen, welche Schrift dort überwiegt, um daraus nicht vorschnell seine Schlüsse zu ziehen. Durch die gewählte Erzählform erfährt der Leser vieles über die inneren Auseinandersetzungen der Protagonisten, nicht nur mit Krankheit, sondern auch im Verständnis untereinander und innerhalb der Familie.

Der Roman „Tanz auf Glas“ berührt den Leser tief und er sollte sich darauf einstellen, dass diese Geschichte nicht so endet wie er es sich sicher wünschen würde. Die Intention der Autorin, mit dem Schreiben dieses Buches beim Leser große Gefühle auszulösen, wurde von ihr erfolgreich umgesetzt.
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53 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein Tanz auf Scherben..., 19. August 2013
Von 
Silke Ingenbold-kowanda "Büchermurmel" (Oberhausen, Ruhrgebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
... so liest sich auch dieser wundervolle Roman von Ka Hancock. Er fügt dem Leser schmerzende Wunden
zu, die jedoch am Ende zu heilen beginnen. Noch nie habe ich eine so emotionale Geschichte gelesen.
Oftmals musste ich innehalten und ich hatte das gesamte Buch erst innerhalb einer Woche komplett
durchgelesen. Nicht etwa weil es so schlecht ist. Nein, genau das Gegenteil ist der Fall.
Es hat mich dermassen mitgenommen, dass ich die Handlung oftmals sacken lassen musste und ich
Angst vor dem weiteren Verlauf der Geschichte hatte.

Erzählt wird die Geschichte von Lucy und Mickey. Ein Ehepaar, das vom Schicksal harte Prüfungen
auferlegt bekommt. Ihre Beziehung und Liebe zueinander ist aussergewöhnlich und verlangt von beiden
täglich vieles ab. Doch ihre Liebe ist auch von ungewöhnlicher Stärke und unerschütterlich.
Ein ungeplantes Ereignis bringt jedoch schliesslich alles durcheinander und der Leser begibt sich fortan
mit dem liebenswerten Ehepaar auf eine Achterbahn von Emotionen.

Ich möchte wirklich nichts weiter über die Handlung erzählen, weil auch der Klappentext des Romanes
nicht viel verrät. Bitte lasst euch einfach in Lucys und Mickeys Geschichte hineinfallen und glaubt
mir, das ich genau jetzt, beim Schreiben dieser Rezension, noch aufgestaute Tränen weine.
Ich weiss jetzt schon, dass einige nachfolgende Rezensionen viel zu viel von der Handlung verraten
werden,was ich persönlich immer sehr schade finde.
Gerade bei diesem Buch ist meiner Meinung nach jedes Wort zur Handlung zuviel.

Wer sich auf eine Geschichte mit psychischen Erkrankungen, gepaart mit heftigen Schicksalsschlägen und
einer einzigartigen Liebesgeschichte einlassen möchte, liegt mit diesem wundervollen Roman genau richtig.
Wer jedoch psychisch momentan ein wenig labil ist oder selbst Kummer oder Trauer zu verarbeiten hat,
wird mit dem Roman vielleicht ein wenig überfordert sein. Er kann aber auch helfen. Wer weiss???
Wunderbar warmherzige Charaktere und ein sehr intensiver und emotionaler Schreibstil machen diesen
Roman zusätzlich zu dem was er ist. Er wird überwiegend aus Lucys Sicht erzählt. Zu jedem Anfang eines
neuen Kapitels lässt uns aber auch Mickey an seiner Gedankenwelt teilhaben. Dies wird durch die
Verwendung einer anderen Schriftart für den Leser erkennbar.

Ein Roman, der den Leser auf jeden Fall mit all seiner Härte tief trifft, ihn aber auch am Ende
versöhnlich und auch irgendwie voller Hoffnung aus der Geschichte entlässt.
Ein Buch über Ängste, Verzweiflung, Mut, Trauer, Hoffnung, Zusammenhalt, tiefer Liebe und Akzeptanz.

Fazit: Ich liebe diese Geschichte mit seinen beiden mehr als starken Protagonisten und werde sie
immer in meinem Herzen behalten.
Für mich mein Buch des Jahres 2013, welches ich mit vielen Tränen am Ende zugeschlagen habe.
Danke an die Autorin für diese wahre Perle in der Romanwelt, die mich tief berührt hat!

UNBEDINGT LESEN!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das noch lange bewegt, 7. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas (Gebundene Ausgabe)
“Lucy, jede Ehe ist ein Tanz - mal kompliziert, mal wunderschön, meistens wenig aufregend. Aber mit Mickey werden Sie manchmal auf Glasscherben tanzen. Das wird weh tun. Und entweder fliehen Sie vor diesem Schmerz, oder Sie halten sich noch besser fest und tanzen weiter, bis Sie wieder Parkett unter den Füßen haben.”
--

INHALT:
Seit elf Jahren sind Lucy und Mickey bereits verheiratet, und sie sind glücklich. Obwohl er an einer bipolaren Störung leidet und obwohl in ihrer Familie der Krebs weit verbreitet ist und sie selbst bereits beinahe daran gestorben wäre. Doch als Lucy unerwartet schwanger wird, ist es ein Schock, denn eigentlich hatten die beiden sich vorgenommen, aufgrund ihrer Probleme niemals Kinder zu bekommen. Aber nun scheint es Schicksal zu sein - und sie nehmen es gerne an. Jedenfalls bis eine Schreckensnachricht alles zu zerbrechen droht...

MEINE MEINUNG:
"Tanz auf Glas" ist weder ein Buch über Krebs noch ein Buch über bipolare Störungen. Es verbindet die Geschichte einer großen Liebe mit der einer vom Schicksal manchmal geküssten und manchmal verratenen Familie. Erzählt wird das Ganze aus der Ich-Perspektive von Lucy selbst, wobei man in Tagebucheinträgen auch immer wieder Geschehnisse aus Mickeys Sicht erfährt. Der Schreibstil ist ruhig und gefühlvoll, voller wunderschöner Beschreibungen und mit einer Einfühlsamkeit, die schon von der ersten Seite an tief bewegt.

Lucy ist eine sehr starke Persönlichkeit, der man in ihren Gedanken und Gefühlen sofort folgen kann. Sie könnte jedermanns Vorbild sein, weil sie ihr Leben in die Hand nimmt und kämpft, aber ebenso auch weiß, wann es sich lohnt, inne zu halten und die Momente zu genießen. Mickey ist natürlich nicht immer ganz so klar - das liegt schon an seiner Krankheit. Er strengt sich jedoch unglaublich an, um seiner Frau ein guter Ehemann, ihren Bekannten ein guter Freund und den Mitmenschen ein guter Nachbar zu sein, und dafür muss man ihn einfach lieben. Aber auch die Nebenfiguren sind grandios ausgearbeitet, wie etwa Lucys zwei Schwestern, Priss und Lily: Die eine aufgrund ihrer Verletzlichkeit abweisend, die andere sanft und gutmütig. Oder auch alte Freunde der Familie, die immer für die beiden da sind, zum Beispiel die Gynäkologin Charlotte. Egal, wie klein die Rolle auch sein mag, die Charaktere wissen durch Vielfalt und Sympathie zu begeistern, weshalb es auch sehr schwer ist, sie irgendwann wieder los zu lassen.

Die meiste Zeit spielt der Roman in der Gegenwart, während Lucys und Mickey nicht ganz einfacher, aber wunderschöner Ehe sowie während der Schwangerschaft. Hier und da gibt es jedoch auch Rückblicke auf das Kennenlernen, das ebenso einige Stolpersteine hatte. Doch grade durch die vielen Probleme, die die beiden immer wieder zusammen durchstehen müssen und können, wird einem schnell klar, wie sehr die beiden sich lieben müssen. Durch die absolute Nähe zu den Figuren beginnt man schnell, Lucy und Mickey zu lieben und sich ebenso wie die beiden, trotz aller Zweifel, auf das Baby zu freuen. Auch, wenn einen bald schon eine Ahnung beschleicht, die die aufkeimenden Glücksgefühle fast schon im Keim erstickt.

Zugegeben, es gibt in diesem Buch tatsächlich einiges Drama: Nicht nur leidet Mickey unter einer bipolaren Störung, auch sind Lucys beide Elternteile tot; ihre Mutter gestorben an dem Krebs, der in ihrer Familie verbreitet ist - und der auch sie bereits getroffen hat. Aber das fällt kaum auf, dazu reißt das gesamte Buch einen zu sehr mit und dazu ist man bereits viel zu sehr drin. So ist es nicht verwunderlich, dass einen das Ende mit seinen letzten 100 ergreifenden, schönen, traurigen, herzzerreißenden und hoffnungsvollen Seiten bis in Mark trifft und erschüttert. Ich für meinen Teil habe jedenfalls stundenlang schrecklich geweint - und war hinterher doch froh, das durchgestanden zu haben. Wer weiß, was mir da sonst entgangen wäre.

FAZIT:
"Tanz auf Glas" von Ka Hancock nimmt einen mit auf eine Achterbahn der Gefühle, die einen komplett mitreißt und am Ende als weinendes, aber glückliches Häufchen Elend ausspuckt. Selten konnte mich ein Roman so mit seinen Charakteren und seiner Storyline begeistern. Ein absolutes Muss! 5 Punkte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sensibles Thema mittelmäßig umgesetzt, 6. November 2013
Von 
Sileah "Private Hundetrainerin" (Berlin-Umland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
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Es ist ein Städtchen, wo lauter grundgute Menschen leben. Die Nachbarn kümmern sich umeinander, bringen Suppe vorbei, die Ärztin ist die Freundin der Familie und ein Mensch mit einer psychischen Erkrankung wird natürlich nicht ausgeschlossen oder komisch beäugt. Nein, in Brinley ist alles anders, sprich es ist die Idylle pur.

Genau in diesem Ort leben Lucy und Mickey. Beide sind krank. Sie ist erblich vorbelastet und erkrankt an Krebs. Er leidet an einer bipolaren Erkrankung. Sie lieben sich, und zwar von der ersten Sekunde an. Sie meistern ihren Alltag, bis Lucy ungewollt schwanger wird. Das ist kein Spoiler, denn es steht im Buchumschlag. Leider geht der Kampf der Beiden weiter.

*puh*
Die ersten 100 Seiten waren für mich noch ok. Ka Hancocks schreibt in ihrem Debut recht flüssig. Sie wechselt in der Ich-Perspektive von Mickey zu Lucy - letztere hat öfters das Wort.

Zuerst fand ich Mickeys Sicht sehr interessant. Ka Hancocks Erfahrung als Krankenschwester in einer Psychiatrie lässt die Einsichten in Mickeys Gedankenwelt fundiert erscheinen, auch wenn ich die ausführliche Auflistung der Medikation unnötig finde. Zudem vertritt sie die Einstellung, fast alles sei eine Frage der "Hirnchemie".
Er ist auch der interessanteste Charakter. Manche mögen sich fragen, wieso er sich nicht an die Medikation hält. Er fliegt hoch, bevor er abstürzt. Dasselbe könnte man Kokser, Alkoholiker oder Zucker-Junkies fragen. Er tut sich etwas schwer mit dem Alltag, allerdings bemüht er sich.

Lucy dagegen ist grundgut, vorhersehbar ....und langweilig.

Irgdendwann hat man jedoch die Charaktere verstanden und dann zieht sich das Buch, aber hallo. Hancock scheint nur schwarz oder weiß zu kennen. Mal sind die Beiden im *perfekten* Glück, mal in der Hölle des Siechtums.

Ich kann nicht sagen, dass mich der Roman nie berührt hat, aber bei einem so sensiblen Thema wie Verlust vertrage ich keinen Kitsch, in den Hancock meiner Meinung nach manchmal abgleitet. Zudem kommen die Wiederhohlungen, das in-die-Länge-ziehen, stilistische Mängel (ich kann "krächzen" und "funkeln" ne ganze Weile nicht mehr lesen!). Der Debütroman wirkt manchmal altklug, mal esoterisch, mal zäh. Schade.
Ganz knappe 3 Sterne!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schicksal ist nicht immer fair....., 2. Oktober 2013
Von 
Joko - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas (Gebundene Ausgabe)
und manche trifft es schwer. Wer in dem Buch " Tanz auf Glas " eine seichte Liebesgeschichte sucht, wird schnell feststellen, das er damit falsch lag, denn "Tanz auf Glas" ist ein Buch, das tiefere Gefühle anspricht, zum Nachdenken anregt und sicherlich bei manchen auch die eine oder andere Träne fließen lässt.

Lucy und Mickey Chandler lernen sich kennen und lieben. Schon in jungen Jahren haben sie die Schattenseiten des Lebens kennen gelernt, denn ihre Eltern haben ihnen kein leichtes Erbe , bzw. gute Gene hinterlassen. Mickey leidet unter einer manisch depressiven Psychose und Lucy ist durch Brustkrebs vorbelastet. Die Krankheit bricht dann auch bei ihr aus, sie hat aber das Glück zu überleben. Bei diesen genetischen Vorbedingungen entschließen sich Michey und Lucy keine Kinder in die Welt zu setzen und Lucy lässt sich die Eileiter abbinden. Trotzdem wird sie schwanger und es steht die Entscheidung an, für das Kind und gegen Lucy, denn während einer Schwangerschaft können weder Chemo noch andere aggressive Therapien vorgenommen werden , oder gegen das Kind und für Lucys Leben. Das erste Mal während ihrer Beziehung sind Mickey und Lucy nicht einer Meinung. Mickey will seine Frau nicht verlieren, da er glaubt, ohne sie nicht leben und sein Leben und das Vater sein nicht meistern zu können und Lucy kann sich nicht dazu entscheiden, ihr Kind, das sie schon spürt, abtreiben zu lassen. Wie werden sie sich entscheiden und was ist richtig und was ist falsch ?

Beim Lesen dieses Buches dachte ich oft :"Gut, dass du diese Entscheidung nicht treffen musst ", ich weiß auch nicht, wie ich mich entschieden hätte.
Das Buch ist sicherlich keine leichte Lektüre. Hier folgt Schicksalsschlag auf Schicksalsschlag und häufig kam der Gedanke auf, wie grausam das Leben manchen Menschen mitspielt. Doch in der Beziehung zwischen Mickey und Lucy, trägt eine tiefe Liebe zueinander dieses Schicksal und das in diesem Buch in fast jeder Zeile lesbar. Die Entscheidung, die hier gefällt wird , sorgt auch für unterschiedliche Reaktionen, die alle nachvollziehbar , aber dadurch nicht weniger schmerzhaft sind. Tiefe Gefühle wie Liebe zum Partner , aber auch zu den Geschwistern tragen dann auch diesen Roman, der mir schon so manche Träne abverlangt hat. Sicherlich kein leichtes Buch, aber ein Buch , das ich nicht missen möchte, da die handelnden Figuren gut gelungen sind und der Zusammenhalt innerhalb einer Familie und die Freundschaft untereinander eine neue Dimension erfahren hat.

Absolut gelungen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuviel, 4. Oktober 2013
Von 
Bienchen (das schönste Bundesland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Sollte ich diesen Roman mit einem Wort zusammenfassen, würde mir dazu sofort das Wort "zuviel" einfallen. Inwiefern ?

Zuviel des Gutmenschentums.
Lucy ist immer nur freundlich, lieb, gut, zum Verzeihen bereit und egal was Mickey tut " sie liebt ihn ja sooo sehr". Etwas unrealistisch. Ich konnte zu Lucy keinerlei Verbindung herstellen. Mickey dagegen war mir viel näher, denn er hatte abgesehen von seiner Krankheit, seine Ecken und Kanten.

Zuviel des Guten im allgemeinen.
Der ganze Ort, die Ärzte, die Nachbarschaft, alle haben sich lieb, helfen sich gegenseitig. Nicht dass das nicht schön wäre, aber eben nicht realistisch. Einzig Priscilla sticht hier heraus, die halt mal ihre Launen hat und nicht immer einer Meinung mit den anderen ist.

Zuviel Gerede um die Todesfee.

Zuviel absichtlicher Druck auf die Tränendrüse,
der bei mir genau das Gegenteil bewirkt hat, da es so gewollt wirkte.

Zuviel der schlechten Nachrichten,
und Dramatik. Ich will ja hier nicht spoilern, aber war ein schlimmer Punkt erreicht, wurde es gleich nochmals von einer noch schlechteren Nachricht getopt. Irgendwie wurde dann kein Klischee mehr ausgelassen.

Zuviel Vorhersehbarkeit.

Zuviel Krankheit.
Menschen, die Probleme haben über manisch - depressive Erfahrungen bzw. Krebserkrankungen zu lesen, sollten sich genau überlegen, ob sie sich diese Lektüre antun wollen.

Es waren einfach ein bißchen zuviele "Zuviel" für mich. Die ersten 100 Seiten fand ich sogar noch sehr gut, aber dann wurde es mir einfach zuviel von allem. Daher finde ich, dass 5 Sterne "zuviel" sind, und kann nur 3 Sterne geben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel zu viel, 23. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas: Roman (Kindle Edition)
Angezogen von dem schönen Cover, den tollen Titel und den damals noch sehr vielen positiven Bewertungen habe ich mir das Buch zu Weihnachten schenken lassen. Ich habe wirklich 3 Wochen gebraucht ehe ich das Buch ausgelesen hatte, weil ich es nicht in einem rutsch durchlesen konnte und immer wieder andere Bücher zwischendurch gelesen habe. Dieses Buch ist wirklich nichts für schwache Gemüter. Aber nicht immer im positivem Sinne.

Als ich das Buch zur Hand genommen habe war ich ungefähr auf Seite 5 von der Story wirklich begeistert. Die Krankheit von Micky wird so gut beschrieben das man sich seinen Gemütszustand wirklich vorstellen kann. Ich habe mit den Beiden wirklich mitgefühlt und habe die Seiten nur so verschlungen. Die Umgebung wird sehr ausführlich erzählt und auch die Leute die in ihrer kleinen Stadt wohnen. Doch dann als die Hälfte des Buches ungefähr erreicht war konnte ich nicht mehr. Es wurde zu viel. Zu viele gute Menschen die sich um die Beiden kümmern. Zu viel Geschwisterliebe. Zu viel Liebe innerhalb der Familie. Ich hätte schreien können jedes mal wenn wieder ein Satz anfing in etwa mit den Worten: Ich blickte in das unendlich gütige Gesicht meiner Schwester. Oder: Mein lieber Schwager Ron, der immer schon so tief in meinem Herzen einen Platz hatte und dessen atraktives Aussehen genau sein Wesen widerspiegelt. Irgendwann ist einfah gut und der Leser hat kapiert das alle dort lieb und nett sind. Bis zur Hälfte des Buches hätte ich der Story 5 Sterne gegeben, nun da ich fertig bin denke ich das es mit 3 noch ganz gut weg kommt.

Lucy wird wirklich schön beschrieben. Die tiefe ihres Charakters kommt sehr deutlich bei mir an. Ich konnte sie vor mir sehen, wie sie strahlend vor mir steht und mir mit glänzenden AUgen von ihrem Micky erzählt. Ihre zerrissenheit im laufe des Buches konnte ich gut nachempfinden. Genau so wie ihre mutige Entscheidung. Mich störte bei ihr extrem das gerede über die Todesfee. Ach das sie ihren toten Vater so idialisiert ist einer seits total menschlich aber andererseits auch irgendwann nervig und auch ein stück weit unrealistisch. Aber nichts des so trotz ist sie eine taffe Persönlichkeit die man mag.

Micky war in diesem Buch meine Lieblingsperson. Er hat nicht nur Tiefe abbekommen sondern es waren in seinem Fall Abgründe. Er hat es nicht einfach sich selbst zu sehen und sich zu seinen Gefühlen für Lucy zu stellen. In den Rücksprüngen sehen wir immer wieder wie er mit sich kämpft. Seine Krankheit hat ihm fest im Griff und es wird erst besser als Lucy sein Weg kreuzt und ihn klar macht das er auch ein normales Leben führen kann. Bis zum Schluss glaubt er ihr dieses aber kaum. Ich finde wie er beschrieben wird war wirklich toll. Einerseits ein Fels oder ein Bär von einem Mann. Atraktiv, groß und Breitschultrig aber innen ganz klein, labiel und auch oftmals hilflos. Niemand der ihn nicht kennt und ihn sieht würde das bei ihm annehmen.

Wer auf Gefühlswellen und viele Tränen á la N. Sparks steht, für den ist das Buch warschleinlich etwas. Für mich, die auf Happy Ends und den daraus resultierenden Gefühlen steht war es nix.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Tanz auf Glas" hat mich so tief berührt, wie noch kein anderes Buch jemals zuvor, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas (Gebundene Ausgabe)
Zitate:

Lucy liebte mich - das Ich aus lauter Einzelteilen, von denen manche überzählig und manche kaputt waren. Sie liebte das Gesamtpaket - das müsse sie, hat sie gesagt, denn sonst hätte es gar keinen Sinn, mich überhaupt zu lieben.
(Seite 26)

Jeder Mensch sollte wenigstens einer anderen Person auf diesem verrückten Planeten so wichtig sein, dass sie für ihn zu kämpfen bereit ist. Sogar ich.
(Seite 140)

Warum auch immer uns dieses kleine Wunder beschert wurde, wir werden es einfach vertrauensvoll annehmen.
(Seite 207)

Es ist tatsächlich ein Wunder, wenn wir unsere zweite Hälfte finden - den einen Menschen, mit all seinen Fehlern, der unser Leben erst vollkommen macht.
(Seite 338)

Ich sah ihr in die Augen und konnte mir nicht vorstellen, zu wem ich geworden wäre, wenn ich sie nicht zur Schwester gehabt hätte. Und ich konnte mir nicht vorstellen, wer ich ohne sie sein würde. Lily war die Hüterin meiner Geheimnisse und Träume, schon als wir noch kleine Mädchen gewesen waren.
(Seite 418)

Inhalt:

Lucy und Mickey sind ein außergewöhnliches Liebespaar. Beide tragen ein schweres Schicksal, welches eine Beziehung zwischen ihnen eigentlich fast unmöglich macht. Allen Wiedrichkeiten zum Trotz heiraten Lucy und Mickey und finden einen Weg, ihr alles andere als einfaches Leben auf wundervolle Weise zu meistern. Entgegen aller Vorurteile führt das Paar eine glückliche, von Liebe geprägte Ehe. Die allergrößte Herausforderung steht ihnen allerdings erst noch bevor, als ihr Leben eine weitere unerwartete Wendung nimmt...

Meinung:

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, welches mein Herz und meine Seele so derart tief berührt hat wie "Tanz auf Glas". Stellenweise, besonders gegen Ende des Buches, musste ich so heftig weinen, dass die Buchstaben vor meinen Augen verschwammen und mir das Lesen dadurch erschwert wurde. Dieses Buch ist in all seiner Traurigkeit, das wundervollste und bewegenste, was ich jemals gelesen habe. Eine Geschichte, die so voller Wärme, Mitgefühl, Liebe und vor allem auch Leben steckt, ist etwas so besonderes, dass eine normale Rezension absolut und völlig unmöglich ist.

In "Tanz auf Glas" steht neben dem wohl ungewöhnlichsten und schönsten Liebespaar vor allem eines im Fördergrund, bedingungslose Liebe, (nicht nur zwischen den Beiden) unendliches Vertrauen und viel, viel Herz. Entscheidungen die vor allem auf der emotionalen Ebene getroffen werden, die das rationale und den Verstand erst an zweiter Stelle stehen lassen, zeigen dem Leser, wie wichtig es ist, auf seine Gefühle zu hören und diese ernst zu nehmen. Denn wie schwer es uns fällt, das Herz und nicht den Kopf entscheiden zu lassen, hat sicher jeder schon erlebt. Bei den meisten Entscheidungen, wägt man das für und wieder ab, drängt seine Gefühle zurück und handelt danach, was vermeintlich richtig ist. Doch was ist richtig? Sind es nicht die Momente im Leben, die durch Liebe und Glück, aber auch durch Angst und Traurigkeit, die tiefsten Gefühle in uns wecken. Sind es nicht genau diese Augenblicke, die man ein Leben lang nicht mehr vergisst?

Ich wurde beim Lesen von "Tanz auf Glas" in einen "warmen Mantel" eingehüllt, welcher mich den Rest der Welt des Öfteren hat vollkommen vergessen lassen. Und auch wenn diese Geschichte keine allzu großen Überraschungen bereithält, weil man vieles erahnen kann, zittert und bangt man doch bis zum Ende. Überraschungen sind hier aber auch absolut unnötig, denn die facettenreiche Liebe, das Leben und die kleinen Augenblicke tiefsten Glücks bezaubern, wie es kaum ein anderes Buch auch nur annähernd vermag.
Man wird als Leser von einem absolut wundervollen, gefühlvollen Schreibstil regelrecht getragen, sodass es fast unmöglich erscheint, dass dieses Buch der Debütroman der Autorin ist. Ka Hancock hat derart tiefe, authentische, ehrliche, liebreizende, starke und gleichzeitig so zarte und unterschiedliche Charaktere geschaffen, die auf wundervollste Weise miteinander agieren und sich ergänzen. Das Zwischenmenschliche und der Umgang miteinander sind so natürlich und echt, dass man sich jeden einzelnen Charakter bildlich vorstellen kann, als würde er tatsächlich existieren und vor einem stehen.

Lucy und Mickey harmonieren selbst in tiefster Dunkelheit großartig miteinander, ihre Herzen sind in absolutem Gleichklang, was diesem Buch schon zu einem großen Teil seine Einzigartigkeit schenkt. Ich stelle mir die beiden Hauptprotagonisten als Stamm eines gigantischen Baumes vor. Lily und Priss, die beiden Schwestern von Lucy, sowie Ron, Lilys Ehemann sind die Äste, die umringt sind von großen wunderschönen Blüten, welche die Nebencharaktere darstellen.

Der Großteil der Geschichte wird aus Lucys Sicht erzählt. Immer wieder werden aber auch ähnlich, wie bei einem Tagebuch, einzelne Momente von Mickey beschrieben, wodurch uns als Leser die Gefühlswelt der Beiden noch ein großes Stück näher gebracht wird. Lucy ist die wohl bemerkenswerteste Protagonistin die ich je kennenlernen durfte. Sie ist so unglaublich stark, dabei aber so voller Güte und Warmherzigkeit. Lucy ist tief verwurzelt und für jeden in ihrer Familie und ihrem Freundeskreis eine Stütze. Ich mochte sie nicht nur, ich habe sie regelrecht bewundert. Lucy gehört nun definitiv mit zu meinen absolut liebsten Buchcharakteren, da sie regelrechte Spuren in meinem Herzen hinterlassen hat. Lucy ist immer für ihre Lieben da, zeigt ihnen Möglichkeiten auf, ohne zu verurteilen oder jemanden verändern zu wollen. Lucy nimmt die Menschen und ihr Leben so an wie es ist, und macht aus jeder Situation das Beste.

Mickey begegnete ich im ersten Moment ein wenig skeptisch, doch schon nach wenigen Seiten hat er mich durch seine ehrliche, schonungslose und gleichzeitig warmherzige Art für sich gewonnen. Er ist unglaublich charmant und zu so viel Liebe fähig, die ihn selbst oft überrascht. Ich habe selten Protagonisten erlebt, die so sehr füreinander geschaffen sind, wie Lucy und Mickey. Sie ergänzen sich so großartig und passen mehr als perfekt zusammen. Ihr müsst sie kennen lernen um wirklich zu verstehen, was ich meine.

Lily und Priscilla, Lucys Schwestern sind auch absolut umwerfend. Die drei sind so unterschiedlich und gehören doch so untrennbar zusammen. Ich war bzw. bin mehr als nur begeistert von diesem Schwesterngespann.

Das Cover und der Titel sind auch so unglaublich passend und spiegeln die Seele des Buches wieder. Ihr merkt schon, ich komm aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.

"Tanz auf Glas" hat mich auch sehr nachdenklich gestimmt. Ich bin unendlich dankbar für meine tolle Familie, meine wundervollen Freunde, für all die Menschen, die mich sosehr lieben wie ich sie. Nichts auf dieser Welt ist selbstverständlich, schon gar nicht, geliebt zu werden und gesund zu sein. Nach dem Lesen dieses Buches sieht man die Welt wieder mit anderen Augen und nimmt nichts mehr als einfach so gegeben hin.

Fazit:

"Tanz auf Glas" von Ka Hancock hat mich so tief berührt, wie noch kein anderes Buch jemals zuvor. Lucy und Mickey's Geschichte ist bewegend, unfassbar traurig, jedoch auch von unendlicher Liebe, Tiefe, Wärme und Geborgenheit erfüllt, sodass man beim Lesen von diesen Gefühlen umgeben ist, wie von einer zweiten Haut. Gepaart mit einem wundervollen, sensiblen und sanften Schreibstil, werden all diese Gefühle auf besondere Weise transportiert und getragen, ohne das diese jemals kitschig oder unecht wirken. Man nimmt sie so intensiv in sich auf, dass man als Leser vollkommen in dieses Buch eintaucht, und die Welt um einen herum komplett vergisst. Für mich ganz klar mein Lesehighlight 2013!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unendlich traurig und sogleich wunderschön, 13. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Ein Liebespaar wie es Schöner nicht sein könnte. Die Chemie stimmt ab der ersten Sekunde, sie scheinen wie füreinander gemacht zu sein. Doch sowohl Lucy Houston als auch Mickey Chandler haben ein schweres Schicksal zu tragen, was ein gemeinsames Leben in vielerlei Hinsicht unmöglich erscheinen lässt. Die Beiden finden jedoch ihren Weg und heiraten entgegen vieler Vorurteile. Sie führen eine sehr ungewöhnliche, aber glückliche Ehe. Bis es das Schicksal einmal mehr nicht gut mit ihnen meint. Ihr ohnehin schon schwieriges Leben nimmt eine drastische Wendung und stellt Lucy und Mickey erneut vor eine schreckliche Probe. Ist ihre Liebe stark genug?

Meinung
Dieses Buch ist wieder einmal recht ungeeignet für eine vollkommen normale Rezension. Ich werde wohl vielmehr wieder das zu Tage fördern, was mich während des Lesens beschäftigt und bewegt hat. Es stellt für mich auch tatsächlich eine kleine Premiere dar, die ich eigentlich recht gern vertuschen würde, aber als zukünftiger Leser sollte man wohl vorbereitet sein. Bisher gab es noch kein Buch bei dem ich über mehrere Seiten hinweg so weinen musste, dass mir die Tränen das weiterlesen erschwerten. Tanz auf Glas hat es geschafft. Woran genau das lag, werde ich gleich noch erläutern.

Der Schreibstil ist so wunderschön – gefühlvoll und zart. Er beschwört eine unglaubliche Vorstellungskraft herauf, die es nahezu unmöglich macht, sich nicht sofort wohlzufühlen. Man wird getragen von der liebreizenden, ruhigen und oft rationalen Art der Protagonistin Lucy, aus deren Sicht man die meiste Zeit liest. Eingeflochten in ihre tiefen Gedanken und Gefühle in denen sie ihr bisheriges Leben mit all seiner Vielfalt beschreibt, sind einige Textpassagen ihres Mannes Mickey. Diese Abschnitte sind in Tagebuchform verfasst und läuten meist ein neues Kapitel ein. Allein das Zusammenspiel der beiden Charaktere in dieser Form hat eine enorme Bedeutung für das ganze Buch. Die Welt um mich herum schien nicht selten still zu stehen.

Die Geschichte war in erster Linie nur eines: grauenvoll traurig. In gewisser Weise fand ich einige Stelle sogar ein wenig zu weit hergeholt, doch für Logik war hier kein Platz. Es griff alles so perfekt ineinander, dass jede Handlung, jedes Ereignis schließlich eine tiefere Bedeutung erlangte. Ich verspürte manchmal sogar ein winziges Flair von Fantasy, was wahrscheinlich nicht beabsichtigt war. Ich möchte auch gar nicht verraten um was genau es sich dreht, denn die Geschichte lehrt uns so enorm viele Dinge, die jedem im realen Leben begegnen können und die so oft furchtbar selbstverständlich wirken. Es handelt schlichtweg vom Leben und der Liebe. Von den guten und den schlechten Tagen. Von Werten und Normen, vom Umgang miteinander. Vom Geben und Nehmen. Von Leben und Tod, Hoffnung und Abschied. Von Geborgenheit und Zuversicht, vom Annehmen und Loslassen.
Im Mittelpunkt der ganzen Geschehnisse bäumte sich immer wieder eine Botschaft auf, die so simpel und dennoch oft schwer umsetzbar ist. Das was man anderen gibt, bekommt man oft doppelt und dreifach zurück. Schenkt man viel Liebe, ist warmherzig und gut, so wird es Menschen geben, die es einem in einer solchen Masse zurückgeben, dass man gar nicht weiß wohin damit. Sicher ist einem nicht jeder wohlgesinnt, dennoch ist es trotz aller negativen Gefühle so wichtig einander zu achten und jedem Menschen so gegenüber zu treten, wie man es auch für sich selbst von anderen erwartet.
Weiterhin tut sich in diesem Buch eine Thematik auf, die mich schon viele Jahre beschäftigt. Die Kluft zwischen rationalen und emotionalen Handlungen. Warum lassen sich Gefühl und Verstand oder Herz und Kopf so selten miteinander vereinbaren? Gerade durch den Protagonisten Mickey wird man unweigerlich vor diese Frage geführt.
Für mich zeigt sich einmal mehr, wie wenig Verstand und Logik mit einer Handlung aus reiner Emotion gemein haben. Es sind gewiss unsere Gefühle, die uns die schönsten Erlebnisse bescheren und gleichzeitig in die tiefsten Abgründe ziehen, doch warum fällt es in diesen Momenten so schwer noch rational zu denken und es somit vielleicht auszubalancieren? Es klingt ja tatsächlich sehr leicht, einfach mal den Kopf einzuschalten, aber wer möchte an Tagen des größten Hochgefühls oder in tiefer Trauer darüber nachdenken, was in diesem Augenblick denn tatsächlich das Richtige wäre?
Die Frage ist wohl auch, wann genau wird es Zeit den Verstand abzuschalten und das zuzulassen, was sich jeglicher Logik entzieht? Dies betrifft so viele Bereiche des täglichen Lebens, aber vor allem das Thema Partnerschaft und Ehe. Sobald die Liebe ins Spiel kommt, verändert sich scheinbar alles. Ist Liebe allein ausreichend um durch jede Krise zu kommen? Handelt man überhaupt noch rational? Das mag jetzt alles sehr einseitig klingen, aber gerade in diesem speziellen Fall, ist die Liebe so essentiell, wie die Luft zum Atmen. Sie ist in vielerlei Hinsicht alles, was für Mickey und Lucy wirklich eine Bedeutung hat. Was passiert mit einem, wenn man sein passendes Gegenstück findet? Wirft man sein bisheriges Leben weg, um eben dieses in die Hände der Person zu geben, für die man die Welt bedeutet? Fragen über Fragen. Ob der passende Zeitpunkt oder nicht, es scheint alles vollkommen egal zu sein. Denn diese zwei Menschen verschmelzen zu einer und die Chemie stimmt so sehr, dass sie bereit sind alles zu teilen. Das kann nur richtig sein, oder?
Diese Liebesgeschichte wirft nicht nur diese vielen Fragen auf, sie gibt schließlich sogar auf vieles eine Antwort. Ob nun richtig oder falsch, das ist natürlich eine individuelle Sache. Denn in diesem Fall, scheint alles so falsch zu sein und doch fühlt es sich richtig an. Genau diese Liebe, diese starken, reinen und wunderschönen Emotionen, die durch die Seiten fließen wie ein zarter Seidenfaden, haben mich schlussendlich so oft zum weinen gebracht.

Diese Emotionen wiederum sind hauptsächlich den Personen zu verdanken. An der Stelle muss ich sagen, ich habe selten so derart liebevoll ausgearbeitet Charaktere erlebt, die nicht nur Tiefe und Authentizität besitzen, sondern schlichtweg Lebensform annehmen. Die Familie von nebenan mit dem schweren Schicksal. Allen voran die Protagonistin Lucy hat mich so stark in ihren Bann gezogen, dass meine Tränen wohl echtem Mitgefühl entsprangen. Wie kann ein Mensch so unendlich gütig sein? Natürlich bin ich mir im Klaren, dass es sich um einen fiktiven Charakter handelt, dennoch sind mir solche Menschen nicht fremd. Lucy ist der Inbegriff von Ruhe, Geduld und Warmherzigkeit. Sie ist stark, ausdauernd, gefühlvoll und in ihren Entscheidungen wie ein Fels in der Brandung. Nichts kann diese Frau brechen. Ihr Leben, ihre Wahrheit und alles was sie ausmacht hinterlassen tiefe Spuren. Sie nimmt die Menschen wie sie sind, versucht niemals jemanden zu verurteilen und führt ihre Liebsten stets zu einem Punkt, an dem sie all ihre Emotionen loswerden können und dennoch am Ende den richtigen Weg gehen. Sie ist so oft die Brücke zwischen Kopf und Herz. Natürlich hat auch Lucy Momente in denen sie nur auf sich bedacht ist und genau das ist das Gesunde und wundervolle an ihrer Art. Sie verzeiht so vieles, ist niemals nachtragend und einfach in den richtigen Situationen für ihre Mitmenschen da. Jedem Menschen begegnet sie mit einer gewissen Erfurcht und versucht deren vermeintliche Schwächen schließlich schlüssig zu einer Stärke umzuwandeln. Das ist auch der Grund, warum sie perfekt zu Mickey passt und umgekehrt. Mickey konnte mich auch fast vom ersten Augenblick an für sich einnehmen, er besitzt sehr viel Humor und eine wahnsinnig warmherzige Art. Er ist sehr charmant und ein hoffnungsloser Romantiker, dem selbst nicht klar ist zu welch bedingungsloser Liebe er im Stande ist. Ich möchte gar nicht mehr viel über ihn sagen, weil ihr eine bezeichnende Sache, einfach selbst kennenlernen solltet.
Auch Lucy’s Schwestern Lily und Priscilla sind absolut wundervolle Menschen. Alle drei sind sie so unterschiedlich und doch im Herzen eins. Ich war abwechselnd gerührt, entzückt und furchtbar traurig.

Fazit
„Tanz auf Glas“ ist ein Werk zum Nachdenken, zum Schwärmen und zum Weinen. Man begegnet einem ganz besonderen Liebespaar, die wunderbare Emotionen und scheinbar grenzenlose Traurigkeit in sich vereinen. Dieses Buch besitzt unendlich viel Tiefe und Gefühl. Inmitten dieses sanftmütigen und wunderschönen Schreibstils, kann man sich verlieren und die berührenden Ereignisse rund um Lucy und Mickey mit einem lachenden und einem weinenden Auge erleben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht einfach, aber auf jeden Fall empfehlenswert!, 5. November 2013
Von 
Anette1809 "katzemitbuch" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tanz auf Glas (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Vielleicht hätten sich Lucy und Mickey nicht verlieben dürfen, vielleicht hätten die beiden nicht heiraten dürfen, Doch sie haben es getan, obwohl beide ein schweres Schicksal zu tragen haben und es ihnen je nach Situation nicht möglich ist ihrem Partner eine Stütze in seiner persönlichen Hölle zu sein. Doch die Liebe geht ihre eigenen Wege und so führen Lucy und Mickey eine zwar außergewöhnliche und dennoch glückliche Ehe bis das Leben eine Überraschung für die beiden bereithält, gegen die sich Lucy und Mickey eigentlich schon lange dagegegen entschieden haben. Doch das Leben hält sich an keinen Plan und nach dem die freudige Überraschung die Leben von Lucy und Mickey auf den Kopf gestellt hat, schlägt das Schicksal erneut zu, und als der Krebs zum zweiten Mal Teil von Lucys Leben wird, geht es um Leben und Tod und um das Vertrauen zu den Menschen, die man zurücklassen muss.

'Die Wirklichkeit, das musste ich feststellen, ist viel grausamer als der Wahnsinn. Den Wahnsinn kann man medikamentös behandeln, unterdrücken, sedieren.' (S.86)

Ein Mann mit bipolarer Verhaltungsstörung, eine Frau mit schweren Erbanlagen an Brustkrebs zu ertranken, eine Schwester mit gemeinsamer Seele, die bereits Fehlgeburten und geplatzte Adoptionsanträge durchstehen musste, und allen gemeinsam ist ein Elternhaus, bei dem sie zu früh ihren Eltern entrissen wurden: Mickey hat seine Mutter an den Wahnsinn, seinen Vater an den Alkohol verloren. Lucy, Lily und Priss verloren den Vater durch einen Unfall und die Mutter an den Krebs. Neben Lucys und Mickeys Familien beeindrucken auch die Charaktere ihrer Ärzte, die vormals Lucys beziehungsweise Mickeys Mutter behandelt haben, und im Laufe der Zeit etwas wie eine Ersatzmutter oder ein Ersatzvater für ihre Patienten geworden sind, dies fand ich unheimlich berührend.

Familiengeschichten, Erbkrankheiten, persönliches Unglück, Depression und Krebs mit Metastasen... Eigentlich ist das viel zu viel trauriger Stoff, aus dem man ein Buch schreiben kann, das nicht wahllos sämtliche Klischees bedient und ständig auf die Tränendrüse drückt. Für mich ist das Konzept jedoch aufgegangen. Ich habe Lucy und auch Mickey für ihren Kampfgeist bewundert, Sachen zu tun, bei denen andere (nicht Kranke) möglicherweise das Handtuch geschmissen hätten, und ich fand den Zusammenhalt in der Familie und zwischen den Freunden in dem kleinen Städtchen Brinley so herzerwärmend und schon, dass ich am liebsten selbst Mitglied der kleinen Gemeinde wäre.
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Tanz auf Glas: Roman
Tanz auf Glas: Roman von Ka Hancock
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