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4.0 von 5 Sternen Totensonntag
Das Hörbuch Totensonntag spielt in 2 Zeitzonen. Wir haben einmal die Vergangenheit kurz vor Ende der Kriegszeit und die Gegenwart.

In der Vergangenheit geht es um Gefangene" aus dem KZ Dachau, die über das bayrische Voralpenland getrieben werden. Eine ihrer Gefangenen ist Frieda, die den SS-Mann Kieling kennt, aber hofft, dass er sie nicht...
Vor 15 Monaten von Engel07 veröffentlicht

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Feuertaufe für Kommissar Wallner
~Inhalt~

1992, Bad Wiessee: Der 23jährige Kommissar Clemens Wallner steht gerade am Beginn seiner Karriere – ebenso wie sein Kollege Leonhardt Kreuthner, der schon in den 90er Jahren eine zweifelhafte Einstellung zu seiner Arbeit aufweist und dem Alkohol sehr zugetan ist. Kreuthner soll für einen angeblich erkrankten Kollegen einspringen und den...
Vor 15 Monaten von AusZeit-Magazin veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Totensonntag, 15. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Audio CD)
Das Hörbuch Totensonntag spielt in 2 Zeitzonen. Wir haben einmal die Vergangenheit kurz vor Ende der Kriegszeit und die Gegenwart.

In der Vergangenheit geht es um Gefangene" aus dem KZ Dachau, die über das bayrische Voralpenland getrieben werden. Eine ihrer Gefangenen ist Frieda, die den SS-Mann Kieling kennt, aber hofft, dass er sie nicht erkennt.

In der Gegenwart ist Schutzpolizist Kreuthner etwas sauer, weil er seinen eigentlich freien Abend nun bei einem Kleinkriminellen Nissl auf der Wache bleiben soll, obwohl das Austrinken" auf der Berghütte bevorsteht und das nur, weil der Kollege sich krank gemeldet hat.

Kurzerhand beschließt Kreuthner Nissl einfach mit zu nehmen.

Nissl der solche Angst vor dem Einsperren hat, nimmt kurzerhand die komplette Berghütte als Geisel. Kommissar Wallner, zufällig auch vor Ort, gelingt es ihn zu überreden, dass sie gemeinsam mit der Seilbahn zurück zur Station fahren, wo schon das bestellte" Fluchtauto bereitstehen soll.

Auf dem Weg dorthin, erzählt Nissl von einer Leiche in einem Glassarg, er wäre für den Tod verantwortlich, Wallner solle sich darum kümmern. Dann springt Nissl in die Tiefe und ist tot.

Wallner, Kreuthner und Lukas ermitteln nun in Sachen Glassarg-Leiche".

Der Stil ist gut geschrieben und einfach gehalten. Man kann dem Hörbuch gut folgen, was nicht weniger an dem ausgezeichnet Sprecher Michael Schwarzmaier liegt. Mit seinen Dialekten, den Betonungen und der Art und Weise die Stellen zu betonen, hat man stellenweise das Gefühl man hat ein Hörspiel und kein Hörbuch. Sehr gut umgesetzt.

Wer Kreuthner und Wallner kennt, wird merken, dass auch dieser Fall mit viel Witz, Humor und Pleiten, Pech und Pannen versucht wird zu lösen. Man sitzt stellenweise da und kann sich kaum noch halten vor Lachen!

Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Feuertaufe für Kommissar Wallner, 22. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag: Kriminalroman (Broschiert)
~Inhalt~

1992, Bad Wiessee: Der 23jährige Kommissar Clemens Wallner steht gerade am Beginn seiner Karriere – ebenso wie sein Kollege Leonhardt Kreuthner, der schon in den 90er Jahren eine zweifelhafte Einstellung zu seiner Arbeit aufweist und dem Alkohol sehr zugetan ist. Kreuthner soll für einen angeblich erkrankten Kollegen einspringen und den Inhaftierten Thomas Nissl, der die Nacht bis zur Vorstellung vor Gericht in einer Zelle verbringen muss, bewachen. Zeitgleich findet im Hirschberghaus ein großes Saufgelage statt. Frei nach dem Motto „All you can drink“ und das muss man einem Kreuthner nicht zweimal sagen. Kurz um – Kreuthner schnappt sich seinen Gefangenen Nissl und macht sich mit ihm auf den Weg zur Berghütte. Dort treffen sie auf den „erkrankten“ und schon völlig besoffenen Kollegen von Leonhardt Kreuthner – den immer frierenden Kommissar Wallner und seine Begleitung und Kurzzeitliebschaft Staatsanwältin Claudia Lukas. Es dauert nicht lange und Kreuthner kann mit dem Alkoholpegel seines Kollegen mithalten. Die Verantwortung für den Gefangenen Thomas Nissl hat er schnell vergessen. Als Wallner und Claudia Lukas Nissl bewusst machen, welche Konsequenzen ihm aufgrund seiner vielen Straftaten drohen, dreht Nissl plötzlich durch. Er schafft es, sich zu bewaffnen und schießt dem Wirt versehentlich ins Bein. Als ihm seine Lage bewusst wird, nimmt er kurzerhand die gesamten Gäste des Hirschberghauses als Geiseln. Seine Forderung: Ungehindert mit der Seilbahn zurück ins Tal zu gelangen, wo bereits ein Fluchtauto wartet, mit dem er über die Grenze nach Österreich fliehen kann. Und begleiten soll ihn kein anderer als Clemens Wallner. So machen sich der eher wortkarge und zurückhaltende Kommissar und Thomas Nissl mit der Seilbahn auf den Weg ins Tal. Dort wird Nissl seine aussichtslose Lage erst richtig bewusst und er beschließt, den für ihn einzig richtigen Weg zu wählen: den Selbstmord! Und so stürzt er sich vor Wallners Augen in die Tiefe. Als Wallner ihn schließlich findet, verweisen Nissls letzte Worte auf eine Kirche in Dürnbach, wo ein mit Edelsteinen besetzter Sarg eine Frauenleiche bergen soll. Dies ist der Beginn der Ermittlungen rund um die junge, schöne Frieda, deren Leben an den letzten Kriegstagen 1945 auf tragische Weise endete. Doch welche Verbindung besteht bis in die 90er Jahre? Gibt es überhaupt noch lebende Personen, die man für diese Tat verantwortlich machen kann?

~Einschätzung~

Andreas Föhr bleibt seinem gewohnten und sehr guten Schreibstil auch in „Totensonntag“ treu. So gibt es zwei Erzählebenen. Zum einen befinden wir uns im Jahr 1992 – am Beginn der Karriere von Clemens Wallner und der ersten Zusammenarbeiten mit seinem Kollegen Leonhardt Kreuthner. Leider muss ich sagen, dass wir hier nicht wirklich viel Neues über die Charaktere erfahren. Meiner Meinung nach wäre dieses Buch besser am Anfang der Krimi-Reihe von Föhr aufgehoben gewesen. So liest man häufig Wiederholungen aus den Vorgängerromanen. Trotzdem ist es natürlich witzig, die Passagen über Wallners Vater Manfred und die dubiosen Verhaltensweisen von Kreuthner zu lesen. Föhr bleibt seinen Charakteren treu. So ist Wallner weiterhin schüchtern, zurückhaltend und „mahnend“, sein Großvater Manfred zeigt uns wieder einmal mehr, dass er es auch schon in früheren Jahren faustdick hinter den Ohren hatte und Kreuthner … na ja, Kreuthner ist eben Kreuthner. Sprich: So ein Polizist hätte im wahren Leben wirklich nichts im aktiven Dienst zu suchen! Auf der anderen Seite befindet sich der Leser im Jahre 1945. Hier schafft es der Autor wirklich gut, die Stimmung der grausamen und beängstigenden Kriegszeit einzufangen. Wir erfahren mehr über Dorfbewohner, die auch im Jahre 1992 noch am Leben sind. Mittelpunkt der Geschichte ist die Story um die flüchtige Frieda, die versucht, in den letzten Kriegstagen im Dorf Unterschlupf zu finden, um sich vor dem sicheren Tod zu retten. Doch alles sollte ganz anders kommen. Was genau ist in den letzten Tagen des Krieges passiert? Warum musste Frieda – die sich längst in Sicherheit wähnte – letztendlich doch noch sterben? Und weshalb wurde ihre Leiche zu Nissls Lebzeiten nie gefunden?

Der gelernte und in München lebende Jurist Andreas Föhr begann bereits Anfang der 90er Jahre mit dem Schreiben von Drehbüchern. Schon damals entdeckte er seine Leidenschaft für Krimis. 2009 veröffentlichte er seinen ersten Roman rund um die Charaktere Kommissar Wallner und seinen Polizistenkollegen Leonhardt Kreuthner. Bis heute folgten jährlich weitere Folgegeschichten.

~Fazit~

Ich muss sagen, dass ich bisher alle Bücher von Andreas Föhr sehr, sehr gern gelesen habe. Ich konnte sie kaum aus der Hand legen, war immer begeistert von den verschiedenen, witzigen Charakteren und den schlüssigen Ermittlungen in seinen Büchern. „Totensonntag“ kann da nicht ganz mithalten. So musste ich mich doch leider das ein oder andere Mal zum Weiterlesen zwingen. Die Situationskomik konnte den relativ flach gehaltenen Spannungsbogen leider nicht ausbügeln. Und somit vergebe ich – trotz einiger Abzüge – 3 von 5 Punkten, in der Hoffnung, dass Andreas Föhr mit seinem nächsten Roman wieder an seine großartigen Vorgängerbücher anknüpft. (SM)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Brüllen komisch..., 8. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Hörbestseller) (Audio CD)
ist dieser "Dorfpolizist" Kreuthner. Und dies kann man wahrscheinlich nur so ganz in der Hörbuchvariante erleben - miterleben! Das liegt natürlich an dem genialen Sprecher Michael Schwarzmaier. Ich glaube das Lesen des Buches hätte nur halb soviel Spaß gebracht. Natürlich handelt es sich hier um ein sehr ernsthaftes und trauriges Kapitel der deutschen Geschichte, Aber da sind der junge (gerade von der Polizeischule gekommene) überkorrekte (wie der Großvater sagt verklemmte) Clemens Wallner und sein Widerpart der trottlige, aber auch verschlagene (hinterpfotzige) Kreuthner. Dazu eine junge Staatsanwältin auf der Suche nach etwas Liebe und Abendteuer. Welch eine Mischung!

Als erstes Hörbuch hatte ich "Karwoche" gehört und dann sofort beschlossen, mir alle Hörbücher zu kaufen. Dabei war nicht einmal der Krimi (Inhalt) an sich ausschlaggebend, sondern der so wunderbar gelesene bayerische Dialekt, der diese Hörbücher zu etwas ganz Besonderem macht!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach genial, 13. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Audio CD)
Meine Frau und ich sind mittlerweile absolute Andreas Föhr bzw. Kommissar Wallner Fans. Sehr kurzweilig und durch die plastisch dargestellten Protagonisten ein wahrer Hörgenuss für Fans von "Alpenkrimis". Der Sprecher des Hörbuches verdient eine Auszeichnung!
Kann ich uneingeschränkt empfehlen und warte schon auf einen neuen Teil dieser Serie.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Totensonntag - oder wie eine Leiche ihrem Verräter das Leben rettete..., 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag: Kriminalroman (Kindle Edition)
Inhalt:
Bei "Totensonntag" handelt es sich um Clemens Wallners - frischgebackener Hauptkommissar - ersten Fall.
Auf einer Berghütte am Tegernsee findet ein Saufgelage statt. Kreuthner, der in der Ausübung seines Dienstes nicht so pflichtbewusst wie sein Kollege Wallner ist und sich geflissentlich auch mal mit C4 aus der Asservatenkammer Zutritt zu Tatorten verschafft, nimmt den inhaftierten Nissl mit zu dem Besäufnis auf der Hütte, da er ihn ja schlecht alleine auf dem Revier lassen kann. Zu dumm nur, dass Wallner und Kreuthner unversehens in eine Geiselnahme geraten, deren Ende eine dramatische Geschichte offenbart, die sich in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs ereignet hat und "Leichen-Leo" Kreuthner seine erste Leiche beschert. Es handelt sich um ein Skellet in einer geschmückten Grabkammer - mit einer Kugel im bemützten Kopf.

Totensonntag, oder wie eine Leiche ihrem Verräter das Leben rettet...
Meine Meinung:
Wallner und Kreuthner sind zwei Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Der frischgebackene Hauptkommissar Clemens Wallner ist pflichtbewusst, überkorrekt in der Ausübung seines Dienstes und eine durch und durch ehrliche Haut. Leo Kreuthner hingegen stammt aus einer Familie, die es mit den Gesetzen nicht so genau nimmt. Nachdem er kurzfristig auch einen Ausflug in diese Richtung unternommen hat, hat er sich dennoch für die "Guten" entschieden und ist in den Polizeidienst gewechselt. Nur hat Kreuther eine etwas andere Vorstellung von der Ausübung des Polizeiberufs... Da wird sich schon mal mit C4-Sprengstoff aus der Asservatenkammer Zutritt zu einem vermeintlichen Tatort verschafft (wohlgemerkt ohne Durchsuchungsbefehl) oder Kontakte zum Rotlichtmilieu unterhalten - natürlich einzig und allein zu dem Zweck, weil es später mal hilfreich sein könnte. Natürlich... warum auch sonst? Auch Kreuthners Methoden zur Beweismittelbeschaffung sind höchst fragwürdig - sorgen aber im Plot immer wieder für Lacher. Und eben weil die beiden - Clemens Wallner und Leo Kreuthner - so unterschiedlich sind, harmonieren sie perfekt!

Der dialektgefärbte Kriminalroman, der an den letzten Tagen im April 1945 und in den frühen 1990er Jahren in Miesbach, München und Umgebung spielt, sorgt an vielen Stellen für Lacher und die ein oder andere Träne im Auge. Da der Anlass für die Ermittlungen ein recht ernster ist, nämlich ein Mordfall in den letzten Stunden des zweiten Weltkriegs, lockern diese Pointen den Plot ordentlich auf.

Aber es geht nicht nur um Mord, Beweismittelsicherung und -sichtung - nein, auch die Romantik kommt nicht zu kurz. So ertappt Wallner, der bei seinen Großeltern aufgewachsen ist, z. B. eines Abends seinen Großvater auf frischer Tat beim fremdschnackseln. Das im Anschluss geführte Gespräch hat mich vor Lachen Tränen weinen lassen. Solche aberwitzigen Dialoge findet man oft im Buch und ich muss sagen ich hab mich in Andreas Föhrs Schreibstil verliebt.

An der ein oder anderen Stelle stimmt die Geschichte auch nachdenklich und macht melancholisch. Damit meine ich jetzt weniger die Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg, denn die dürften jedem durch Erzählungen (der Eltern, Großeltern, Lehrer, Bücher, TV...) durchaus geläufig sein, nein, damit meine ich die Grundstimmung in dem Buch. Es geht um Verrat, schlechtes Gewissen, Erpressung, Mord... und führt an Schauplätze, die auf den ersten Blick nichts, aber auch rein gar nichts, miteinander zu tun zu haben scheinen.

Föhr hält sich weder bei der Personen- noch bei der Umgebungsbeschreibung mit Kleinigkeiten auf, noch hängt er sich an unwichtigen Details auf. Punktgenau "gart" er den Plot und so kommt an keiner einzigen Stelle Langeweile auf.

Die Kapitel sind kurz und knackig, kaum eines ist länger als 5-6 Seiten, und so fliegt man durch ein Stück Geschichte und lernt den Polizeidienst der 1990er Jahre kennen, der damals noch ein anderer war als heute. Ja, da wurde in den Büros noch gequalmt, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte.

Da es sich bei diesem Roman um den fünften aus der Wallner&Kreuthner-Serie handelt, der aber wiederum den ersten Fall von Clemens Wallner beleuchtet, stehen mir ja noch vier weitere, herrliche Abenteuer mit Wallner&Kreuthner bevor.

★★★★★ für eine Geschichte, die nicht nur unter die Haut geht, sondern auch amüsiert und für einige Stunden tolle Unterhaltung sorgt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergangenheit und Gegenwart, 11. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Audio CD)
Andreas Föhr erzählt in seinem fünften Band der Kriminalgeschichten rund um Kommissar Clemens Wallner und Polizeiobermeister Leo Kreuthner aus der Vergangenheit. Die Geschehnisse aus dem Mai 1945, kurz vor Kriegsende, spielen eine große Rolle bei der Aufklärung der Frage, wer die Tote ist, die im Herbst 1992 in einem Glassarg in einer versteckten Gruft in der Kapelle St. Veit gefunden wird.

Föhr versteht es dabei, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Beklemmung und Humor, 1945 und 1992 zu springen, ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Sehr eindrücklich beschreibt er den Nazi-Terror in Oberbayern, Mitläufertum und Menschen, die die Augen verschließen, aber auch die Angst der Opfer und die Hoffnung, lebend von den Amerikanern gerettet zu werden.

Die Ereignisse des Jahres 1992 erinnern dann wieder an die ersten vier Bücher der Krimis um Wallner und Kreuthner. Auch wenn dieser Fall zeitlich vor den ersten spielt, es somit ein Prequel ist, sind einem die meisten Charaktere gut bekannt. Der frivole Opa Manfred spielt natürlich eine große Rolle in Wallners Privatleben, aber der Leser erfährt auch Details über Wallners Oma Karin und warum sie nicht mehr bei Manfred lebt. Zudem erklärt der Autor endlich, warum es Clemens Wallner immer kalt ist. Eine berührende kleine Anekdote am Rande.

„Leichen-Leo“ Kreuthner tritt natürlich wieder in jedes Fettnäpfchen, aber er hat oft das richtige Gespür. Zudem wird der Fall durch seine Eskapaden mit dem nötigen Schuss Humor aufgelockert.

Dass der Fall schließlich aufgeklärt wird, verwundert natürlich bei Andreas Föhr nicht, aber die Wendungen am Ende und die Lösung, wer der Mörder ist, überraschen dann doch.

Gelesen wird das Hörbuch von Michael Schwarzmaier. Totensonntag ist mein erstes Hörbuch mit ihm als Sprecher. Ich bin sehr beeindruckt. Schwarzmaier wechselt übergangslos vom oberbayrischen Dialekt in einwandfreies Hochdeutsch und zurück. Er gibt jeder Person eine eigene Stimme und somit einen eigenen Charakter. Zudem konnte ich sehr gut zuhören. Seine Stimme ist sehr angenehm, betont und bringt die richtige Stimmung sehr gut rüber.

Summa summarum ist Totensonntag von Andreas Föhr ein toller Krimi und in der Hörbuch-Version mit Michael Schwarzmaier einfach grandios.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wallner und Kreuthner - back to the roots, 9. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Audio CD)
Andreas Föhrs spannend-amüsante Krimireihe rund um Kommissar Wallner und Polizeiobermeister Kreuthner besteht inzwischen aus 5 Büchern:
1. Der Prinzessinnenmörder
2. Schafkopf
3. Karwoche
4. Schwarze Piste
5. Totensonntag

"Totensonntag" ist also bereits das 5. Buch der Reihe, erzählt wird aber eigentlich die Vorgeschichte der anderen vier Bücher. Wir reisen quasi zurück in den Herbst 1992 und erleben dort, wie der noch sehr junge Kriminalkommissar Wallner seinen ersten großen Fall löst. Natürlich steht ihm sein Kollege Kreuthner dabei wieder tatkräftig zur Seite, was zuweilen aber auch eher hinderlich sein kann.

Zum Fall an sich:
Kreuthner freut sich schon seit Langem auf das alljährliche "Austrinken", das zum Saisonende in einer Berghütte stattfindet. Er hat auch Wallner und die Staatsanwältin Claudia Lukas dazu eingeladen und das Ereignis vollmundig angepriesen.
Als Kreuthner dann an besagtem Abend plötzlich für einen "erkrankten" Kollegen einspringen soll und sein Feierabend kurzerhand gestrichen wird, reagiert er leicht ungehalten. Ein Anruf in der Hütte bestätigt schnell seine Vermutung: der ach so kranke Kollege amüsiert sich köstlich. Kreuthner will diesen sofort zur Rede stellen und bricht auf - leider muss er dabei den inhaftierten Thomas Nissl mitnehmen, denn dieser kann nicht alleine in der Zelle bleiben.
In der Berghütte angekommen, eskaliert plötzlich die Situation und es kommt zu einer Geiselnahme. Außerdem erfahren Clemens Wallner und Claudia Lukas von Thomas Nissl eine interessante alte Geschichte über eine tote Frau in einem Glassarg, der sie unbedingt nachgehen sollten.
Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf - und am Ende ist doch nichts so, wie es schien.

Meine Meinung:
Der Schreibstil von Andreas Föhr ist einfach genial, eine absolut gelungene Mischung aus Spannung und Humor steckt in diesem Buch.
Für Fans der Reihe ist dieses Buch besonders toll, da viele Eigenheiten der Personen aufgeklärt werden und man viel über die Anfänge und Hintergründe erfährt. So wachsen einem die Protagonisten noch mehr ans Herz, finde ich.
Die Geschichte wird in zwei Zeiten erzählt: zum einen befinden wir uns im Jahr 1992, in dem noch ohne Handy und anderen Schnickschnack ermittelt wird und zum anderen spielt sich die Handlung im Jahr 1945 ab. Dort erfahren wir in Rückblenden, was im Mai 1945 geschah, als der Krieg gerade zu Ende ging.
Die Handlung ist super durchdacht und wartet mit vielen überraschenden Wendungen auf. An einigen Stellen kann man richtig lachen, an anderen Stellen geht es sehr brutal und emotional zur Sache.

Fazit:
Ein Wahnsinnsbuch, das mich allerbestens unterhalten hat. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil der Reihe!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kommissar Wallners allererster Fall – Spannend und atmosphärisch dicht, 13. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag (Audio CD)
Zum Inhalt:
In „Totensonntag“ erzählt Andreas Föhr Kommissar Wallners allerersten Fall. Durch einen Tipp stößt die Kripo Miesbach auf eine mysteriöse Frauenleiche in einem gläsernen Sarg unter einer kleinen Kapelle. Die Spur des Verbrechens führt zurück bis in die Nazi-Zeit, ist aber doch noch immer aktuell und brandgefährlich…

Meine Meinung:
Es ist auch für mich der erste Fall von Kommissar Wallner und vorab: Ich habe Feuer gefangen! Die Story wird in zwei parallelen Handlungssträngen präsentiert. Einer aus der „Gegenwart“ des Jahres 1992 und einer aus der Vergangenheit im Jahr 1945. Hierdurch gibt es beim Lesen immer wieder Abwechslung und Föhr verknüpft die Stories im Verlaufe des Buches im genau richtigen Tempo miteinander. Hierdurch wird der Spannungsbogen für mich über das ganze Buch hinweg ohne große Einbrüche aufrechterhalten. Zum Schluss finden beide Handlungsstränge zu einer überraschenden aber gleichfalls plausiblen Auflösung zusammen, so dass sich für mich ein in sich geschlossenes, nachvollziehbares Gesamtkonstrukt ergeben hat.
Besonders gut gefallen haben mir dabei die Charaktere und insbesondere das ungleiche, sich aber perfekt ergänzende Ermittler-Trio Clemens Wallner, Claudia Lukas und Leonhard „Leo“ Kreuthner. Ganz nach meinem Geschmack war es auch, dass die ganze Story immer mal wieder und sehr passend mit Humor gewürzt war (z.B. die Stelle mit dem Neunjährigen, der den Dienstwagen am Haken hat…).

FAZIT:
Spannung, Humor, tolle Charaktere und eine fesselnde Story mit einem überraschenden, aber plausiblen Finale. Genau so muss ein Krimi sein! Und die Interpretation von Michael Schwarzmaier hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ein absoluter Lese- / Hörtipp!
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein neuer Fall - mit bekanntem Aufbau, 20. Oktober 2013
Von 
Rum_Trauben_Nuss - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag: Kriminalroman (Broschiert)
Andreas Föhr hat bisher vier Titel in der Reihe um Kommissar Wallner veröffentlicht (Der Prinzessinnenmörder: Kriminalroman, Schafkopf: Kriminalroman, Karwoche: Kriminalroman und Schwarze Piste: Kriminalroman. „Totensonntag“ ist vom Erscheinen her eigentlich die fünfte Episode, spielt zeitlich aber im Oberbayern des Jahres 1992. Erzählt wird der allererste Fall des frischgebackenen Kommissars bei der Kripo Miesbach, wenn man so will also eine Art „prequel“ zu den bisherigen Fällen.

Im Zusammenhang mit einem Saufgelage auf einer Berghütte, das sich Kreuthner verständlicherweise nicht entgehen lassen will, erhält Wallner Hinweise auf ein Verbrechen, welches sich in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs ereignet hat. Viele der damals Beteiligten sind noch am Leben, die Ermittlungen beginnen und bald schon kommt Bewegung in die Sache …

Die Erzählung wechselt ständig zwischen 1945 und 1992 hin und her, aber das Spiel mit den verschiedenen Erzählebenen ist ja aus den anderen Fällen schon hinlänglich bekannt, also nichts Neues. Mich hat jedoch beeindruckt, wie intensiv und plastisch der Autor die Kriegsgeschehnisse und die Beteiligung der einfachen Bürger im vorliegenden Fall schildert. Die zeitlichen Rückblenden nehmen einiges vom Buchumfang in Anspruch und waren dabei alles andere als uninteressant.

Erfreulich diesmal auch die Zusammenarbeit von Wallner und Kreuthner. Nach meinem Empfinden stehen die Zeichen hier zu Beginn weniger auf Konflikt als in den späteren Fällen. Die Unterschiede in den Ermittlungsmethoden sind zwar genauso gravierend, jedoch unterstützen sich die beiden gegenseitig und jeder trägt auf seine Art letztlich zur Auflösung des Falles bei.

Was mir persönlich weniger gefallen hat, war die Entwicklung der Gegenwarts-Handlung (also 1992) im letzten Drittel des Buches. Ich will hier keine Details verraten, aber einiges davon war doch absehbar und manches wiederum wirkte einfach zu konstruiert und stellenweise zu übertrieben.

Und hier erlaube ich mir – als bekennender Fan von Andreas Föhr und seiner Krimi-Reihe – auch leichte Kritik anzumerken. Abgesehen von der Verlagerung des Falls in das Jahr 1992 und den damit verbundenen Einblicken in die Anfangszeit Wallners bei der Kripo Miesbach kommt einem beim Lesen einfach zu viel bekannt vor. Das Spiel mit den Rückblenden gab es auch schon in jedem der bisherigen Fälle, ebenso die Eskapaden von Opa Manfred, die Verstrickungen von Personen aus Wallners Umfeld und so weiter. Die Fälle sind immer nach einem ähnlichen Schema aufgebaut. Bislang hat das zwar wegen der recht originellen Handlungen nicht wirklich gestört, mit der Zeit zeigen sich wie ich finde aber schon leichte „Ermüdungserscheinungen“ und etwas Abwechslung wäre durchaus angebracht..

Der Ausflug in die Vergangenheit von vor 20 Jahren sollte daher eine einmalige Episode bleiben. Für die nächsten Fälle würde ich mir wünschen, dass diese wieder in der heutigen Zeit spielen und sich die bekannten Personen sowohl privat als auch beruflich weiterentwickeln und die Charaktere an Tiefe gewinnen. Potential hierfür ist reichlich vorhanden. Und an Ideen für neue Fälle dürfte es Andreas Föhr wohl auch nicht mangeln …

Als Fazit vergebe ich gerne vier Sterne. „Totensonntag“ ist ein unterhaltsamer und durchaus anspruchsvoller Regional-Krimi, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt. Sprache und Satzbau sind (trotz mancher direkter Reden in bayerischem Dialekt) klar und eingängig, das Buch liest sich insgesamt sehr angenehm und „rund“.

-> Kaufempfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Ende, 20. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Totensonntag: Kriminalroman (Taschenbuch)
Der junge Wallner gerät auf einer Berghütte eher zufällig in eine Geiselnahme eines verzweifelten älteren Mannes, der nicht ins Gefängnis will. Er verrät dem jungen Ermittler, dass in einer Gruft in St. Veit eine ermordete Frau begraben sein soll. Wallner beginnt mit den Ermittlungen, die ihn bis zum Kriegsende 1945 zurückführen... .
Dem Autor Andreas Föhr ist es gelungen, mit ,,Totensonntag" einen spannenden und authentischen Fall zu schreiben und dem Leser Wallners erste Ermittlung zugänglich zu machen.
Die Handlung wird zeitlich gesehen einmal aus dem Jahr 1945 und dann wieder von 1992 erzählt. So erfährt man als Leser zunächst immer ein Stückchen mehr, was damals passiert ist und sieht dann, wie es dem jungen Ermittler gelingt, das Vergangene aufzudecken.
Die Figuren werden gut beschrieben und charakterisiert. Man kann sich den jungen Wallner richtig gut vorstellen.
Föhr gelingt es, die Spannung kontinuierlich oben zu halten und immer wieder eine Prise Humor einzuarbeiten. Dadurch hat mich der Krimi gut unterhalten und zum Ende hin richtig überrascht.
Insgesamt ist ,,Totensonntag" ein toller Krimi, der spannend bis zum Ende bleibt.
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Totensonntag: Kriminalroman
Totensonntag: Kriminalroman von Andreas Föhr
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