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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung um den Ermittler Joona Linna
"Der Sandmann" ist bereits der 4. Band des Autorenpaars Lars Kepler um den Ermittler Joona Linna. Dieses Buch schließt nahtlos an den Vorgänger "Flammenkinder" an. Das Autorenduo wiederholt zu Beginn des 4. Bands die letzten Kapitel des Vorgängers komplett. Endete damals der 3. Band mit einem Cliffhanger, so dienen die identischen Szenen...
Vor 5 Monaten von Kerstin80 veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perfekte Strandlektüre
"Der Sandmann" ist der vierte Teil der Krimireihe um Ermittler Joona Linna, man kann das Buch aber auch sehr gut ohne Vorwissen lesen und verstehen. Da es wohl nahtlos an den Vorgänger anschließt, ist es ganz praktisch, dass die letzten Kapitel von "Flammenkinder" nochmals wiederholt werden. So wird jeder Leser vom Autor abgeholt und direkt in...
Vor 2 Monaten von Susanne K. (Literaturschock.de... veröffentlicht


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung um den Ermittler Joona Linna, 27. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Sandmann: Kriminalroman (Kindle Edition)
"Der Sandmann" ist bereits der 4. Band des Autorenpaars Lars Kepler um den Ermittler Joona Linna. Dieses Buch schließt nahtlos an den Vorgänger "Flammenkinder" an. Das Autorenduo wiederholt zu Beginn des 4. Bands die letzten Kapitel des Vorgängers komplett. Endete damals der 3. Band mit einem Cliffhanger, so dienen die identischen Szenen diesmal als toller Spannungsaufbau.
Auch wenn ich selbst den Vorgänger kannte, verfolgte ich das Geschehen dieser Szenen völlig gespannt und atemlos. Der Spannungsbogen hält vom Anfang bis zur letzten Seite. Es wird nie langweilig. Immer wieder erlebt der Leser Spannungsspitzen und teilweise überraschende Wendungen. Die Atmosphäre, besonders bei den Szenen im Sicherheitstrakt, gefällt mir sehr gut. Unterschwellig habe ich die ganze Zeit Angst bzw. eine Bedrohung gespürt.
Das Autorenduo bleibt auch bei "Der Sandmann" seinem Schreibstil treu. Dieser zeichnet sich durch kurze Kapitel und viele Szenen- sowie Perspektivwechsel aus. Oftmals enden die Kapitel mit einem Cliffhanger und zwingen den Leser so quasi zum ständigen Weiterlesen. Das Buch aus der Hand zu legen fällt gerade wegen der kurzen Kapitel sehr schwer. Man will immer noch mal eben ein weiteres Kapitel lesen. Der Schreibstil ist zudem sehr lebhaft und flüssig und sorgt für ein temporeiches Lesevergnügen. Die detaillierten Beschreibungen lassen ein sehr genaues Bild entstehen und lassen teilweise auch das Kopfkino spielen. Wie immer erinnert der Schreibstil an ein Drehbuch für einen spannenden Actionfilm. Dem Leser wird die Lösung nur langsam und häppchenweise präsentiert, und fesselt ihn so zusätzlich an das Buch. Auch dieses Buch endet mit einem Cliffhanger, beantwortet viele der aufgeworfenen Fragen, jedoch nicht alle.

Ich kenne alle Bücher von Lars Kepler. Bisher untypisch für die Bücher war das Auftreten von einigen Ungereimtheiten und Unglaubwürdigkeiten. So erschienen mir besonders einige Beschreibungen und Handlungen im Sicherheitstrakt sehr unglaubwürdig und nicht authentisch. Auch Mikaels Gesundheitszustand nach der langen Gefangenschaft zählt für mich dazu. Der Spannung tun diese Unglaubwürdigkeiten dagegen keinen Abbruch.
Trotzdem ziehe ich hierfür 1 Stern ab und vergebe 4 von 5 Sternen.

Fazit: Mit gewohnt spannendem und fesselndem Erzählstil knüpft Lars Kepler mit "Der Sandmann" an den Vorgänger "Flammenkinder" an. Auch die für Lars Kepler untypischen Unglaubwürdigkeiten können die Spannung bis zum Schluss kaum beeinträchtigen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perfekte Strandlektüre, 3. Juni 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
"Der Sandmann" ist der vierte Teil der Krimireihe um Ermittler Joona Linna, man kann das Buch aber auch sehr gut ohne Vorwissen lesen und verstehen. Da es wohl nahtlos an den Vorgänger anschließt, ist es ganz praktisch, dass die letzten Kapitel von "Flammenkinder" nochmals wiederholt werden. So wird jeder Leser vom Autor abgeholt und direkt in die Geschichte entführt.

Mit einem typischen skandinavischen Krimi hat das Buch nicht sehr viel zu tun. Es erinnert eher an Bücher von Dan Brown oder Frank Schätzing: Mit Actionszenen überladen und der Plot teilweise unglaubwürdig, klischeehaft und konstruiert.

Durch die überwiegend kurzen Kapitel und vielen Szenen- und Perspektivwechsel bietet "Der Sandmann" ein sehr hohes Tempo und man kann sich schon sehr leicht festsaugen.

Insgesamt ist es eher Popcorn-Lektüre für mich. Lesen, sich amüsieren, ein bisschen an den Nägeln knabbern - und spätestens nach einer Woche wieder vergessen haben. Perfekt für den kommenden Sommer als Strandlektüre.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend, aber sprachlich mau, 23. Mai 2014
Von 
Howie1006 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Jurek Walter, ein Serienmörder, sitzt seit Jahren isoliert in der Psychiatrie. Als ein früheres Opfer lebend auftaucht, beginnt Kriminalkommissar Joona Linna die fieberhafte Suche nach dessen Schwester. Um an Informationen zu kommen, lässt er seine Kollegin Saga Bauer in die psychiatrische Einrichtung einschleusen.

Der Roman ist durchweg spannend geschrieben, ohne überflüssige Längen. Die Darstellung des Bösewichts, Jurek Walter, hat mir gut gefallen; hin und wieder fühlte ich mich sogar ein wenig an Hannibal Lecter erinnert. Leider ist die Umsetzung aber sonst nicht so gelungen.

Wundert man sich zunächst noch über das angesichts ihrer bisherigen Leistungen geradezu zarte Alter der Polizistin, macht nach ihrer Einweisung in die Psychiatrie diese Verwunderung einem fassungslosen Staunen Platz, wie naiv sie sich in der verdeckten Ermittlung aufstellt. Und körperlich in der Lage, ein Fitnessstudio auseinanderzunehmen, schwächelt sie - adrenalingeladen! - unter dem Gewicht ihrer Waffe, knappen anderthalb Pfund.

Joona Linnen wiederum gefällt über weite Strecken. Warum er aber streckenweise zum Hulk mutiert, mag sich mir nicht erschließen. Sollte er tatsächlich den typischen schwedischen Polizisten charakterisieren, müsste ich das Land umgehend von der Liste möglicher Urlaubsziele streichen.

Der behandelnde Arzt, Anders Rönn, ist einfach nur widerlich. Angesichts seiner familiären Verhältnisse (keine Details, ich möchte hier nicht spoilern) wundert man sich, dass diese nicht aufgelöst sind. Handelt es sich um einen Zufall, einen Fehler oder schlichtweg fehlende Kreativität?

Apropos fehlende Kreativität: Der Wiedererkennungswert über das gesamte Buch ist recht hoch. Allein die Anzahl der breitbeinig Stehenden ist beeindruckend. Richtig nervig wird es beim Gedankengut der Beteiligten: er, sie, es denkt, und das Gedachte hätte in seiner Einfachheit eher seinen Platz in einem Jugendbuch als in einem Krimi.

Für die Spannung hätte ich gerne die ganze Punktzahl vergeben. Bei einem spannenden Buch nehme ich auch mal kleinere Löcher in der Logik in Kauf; hier besteht das Buch jedoch vorwiegend aus Schlaglöchern. Und sprachlich wirkt der Roman eher schlicht.

Fazit: Wohlwollende drei Sterne. Wer sein Hauptaugenmerk auf die Spannung richtet, wird hier gut bedient.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Reißerischer Grusel-Schocker aus Skandinavien, 13. Mai 2014
Von 
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das Buch wird hier auf der Artikelseite explizit als Kriminalroman bezeichnet. Von diesem Etikett habe ich mich verleiten lassen, ein Leseexemplar zu bestellen, denn Krimis lese ich ganz gern. Leider ist der Begriff 'Kriminalroman' in diesem Fall zumindest irreführend, wenn nicht falsch. Mit einem herkömmlichen Krimi hat "Der Sandmann" meiner Meinung nach wenig zu tun. Ich würde das Buch eher als Grusel-/Horror-Schocker/Thriller bezeichnen - und das ist leider so gar nicht mein Genre. Dass das Buch Teil einer Reihe ist, war mir im Vorfeld nicht bekannt. Das macht aber nichts, denn die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Ich denke nicht, dass man irgendwelches Hintergrundwissen aus den Vorbänden zum Verständnis unbedingt benötigt.

Um es vorwegzunehmen: Ich fand das Buch grässlich und habe mich nur mit erheblicher Mühe durchgequält; je länger ich daran herumgekaut habe, desto häufiger habe ich Absätze nur noch überflogen. Das Beste an dem Werk ist, dass es nicht so umfangreich ist, wie es auf den ersten Blick wirkt, denn viele der Seiten sind (halb)leer. Dass die Kapitel sehr kurz sind, habe ich ebenfalls als positiv empfunden, denn so konnte ich die Geschichte häppchenweise hinter mich bringen.

Die Ausgangssituation - der hochgefährliche Psychopath in Isolationshaft, die junge Polizistin mit privaten Problemen, die sein Vertrauen gewinnen soll - hat mich an "Das Schweigen der Lämmer" erinnert. Mit einer nicht wirklich originellen Grundidee könnte ich leben, aber leider fand ich "Der Sandmann" einfach nur platt und reißerisch. Schockeffekt reiht sich an Schockeffekt, man wird ständig mit Grausamkeiten und Folterfantasien konfrontiert. So ziemlich jedes der kurzen Kapitelchen beginnt oder endet mit einem Cliffhanger - ein billiger Trick, mit dem der Leser bei Laune gehalten werden soll. Zwischendurch ist so etwas schon in Ordnung, aber hier wird ein Cliffhanger gerade aufgelöst, schon kommt die nächste unheilvolle/geheimnisvolle/bedrohliche Andeutung/Enthüllung/Frage auf. In dieser Häufigkeit löst das bei mir keine Spannung aus, sondern nervt einfach nur. Für den Fall, dass die Schockeffekte nicht ausreichen, haben die Autoren (ein Ehepaar) noch recht großzügig Sexszenen in die Handlung eingebaut, die genauso geschmacklos und billig sind wie die restliche Story. Ein Psychologe hätte vermutlich einen Heidenspaß daran, diese Fantasien zu interpretieren.

Nach logischen Zusammenhängen und glaubhaften Handlungsverläufen sollte man bei "Der Sandmann" besser nicht suchen. Immerhin ist das Buch konsequent: nämlich konsequent unlogisch, konsequent vorhersehbar, konsequent hanebüchen. Alles, was bei den Ermittlungen schiefgehen kann, geht auch schief - das macht das Ganze sehr früh sehr vorhersehbar und ist so unglaubwürdig, dass es trotz aller Horrorelemente fast schon wieder lächerlich ist. Der supergefährliche Bösewicht, der trotz Isolationshaft, strengster Sicherheitsvorkehrungen und Überwachung rund um die Uhr anscheinend noch in der Lage ist, völlig unbemerkt und ungestört andere massiv zu manipulieren und Verbrechen zu begehen; der gefährliche Undercover-Einsatz in der Psychiatrie, der ausgerechnet von einer jungen und psychisch angeschlagenen weiblichen Ermittlerin durchgeführt wird - nur zwei Beispiele dafür, wie sehr die Handlung an den Haaren herbeigezogen ist. Und je weniger Worte man über die "originelle und fast noch nie dagewesene" Auflösung des Falles verliert, desto besser.

Neben der hanebüchenen Handlung fand ich auch Charaktere und Sprache alles andere als gelungen. Letzteres könnte zumindest teilweise an der Übersetzung liegen, die sich vermutlich stark an die schwedische Vorlage hält und im Deutschen dann bisweilen etwas unnatürlich und hölzern klingt. Manchmal (das liegt sicher nicht an der Übersetzung) sind die Beschreibungen unglaublich ausschweifend und wortreich; man hätte viele Passagen drastisch kürzen oder ganz streichen können. Mit den Figuren bin ich nicht warm geworden, mit keiner von ihnen. Ich fand sie eindimensional, uninteressant, farblos. Das dürfte aber zumindest teilweise darauf zurückzuführen sein, dass ich die Handlung so übel fand - es ist schwer, Geschichte und Figuren ganz voneinander zu trennen. In einer vernünftigeren Story hätte ich mit der ein oder anderen Figur sicher mehr anfangen können.

Fazit: Für mich war "Der Sandmann" ein absoluter Fehlgriff. Ich kann mit harten, grausamen Thrillern mit viel Gewalt und ein oder mehreren durchgeknallten Serienkillern überhaupt nichts anfangen und habe diesen Reißer nur mit Müh und Not zu Ende gebracht. An sich würde ich dem Buch nur den bei Amazon zwingend vorgeschriebenen einen Stern geben, aber da ich wegen meiner Abneigung gegen das Genre nicht zur eigentlichen Zielgruppe gehöre und zudem noch etliche Passagen nur überflogen habe, gebe ich der Fairness halber einen Stern mehr. Ich weiß, dass diese Art von Thriller nicht wenige Fans hat, und die mögen mit "Der Sandmann" ihren Spaß haben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gänsehaut, Augenringe, Schrumpelfinger, 3. Mai 2014
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Inhalt:
Seit 13 Jahren ist Jurek Walter sicherungsverwahrt, wird völlig isoliert und gilt noch immer als extrem gefährlich. Er ist ein brutaler Serienmörder, der seine Opfer lebendig begraben hat, der halbe Familien entführt und getötet hat.

Eines Tages taucht eines seiner Opfer wie aus dem Nichts wieder auf: abgemagert, an der Legionärskrankheit erkrankt, verstört und verängstigt. Kommissar Joona Linna ist sich sicher, dass Jurek Walter einen Komplizen haben muss. Nun wird verzweifelt nach einer Spur gesucht, denn die Schwester des wieder aufgetauchten Mannes befindet sich auch noch in der Gewalt des Komplizen, ist noch am Leben, aber auch schwer erkrankt.

Mein Eindruck:
Schon in den ersten Kapiteln zeigt sich, dass 'Der Sandmann' anders ist als andere Kriminalromane, denn hier gefriert einem wirklich das Blut in den Adern. Ich habe so etwas lange nicht mehr erlebt, vielleicht zuletzt beim 'Mittsommermord' von Henning Mankell, was ich vor mehr als 10 Jahren gelesen habe.

Der Roman ist sehr flüssig geschrieben, die Protagonisten sind überzeugend, der Plot zugegebenermaßen bisweilen etwas überzogen, aber alles in allem handelt es sich bei 'Der Sandmann' um ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich habe bis spät in die Nacht hinein gelesen, obwohl ich müde war; ich habe Ewigkeiten in der Badewanne verbracht, weil ich noch ein Kapitel lesen musste; es ging kein Weg daran vorbei, das Buch nachts in einem Rutsch fertig zu lesen, obwohl ich mich extrem gegruselt habe.

Mein Resümee:
Absolute Leseempfehlung, wenn Sie einen packenden Krimi lesen wollen - sofern Sie kein Problem damit haben, die halbe Nacht durch zu lesen, oder es gerne in Kauf nehmen, dass Sie ganz runzelig werden, weil Sie es nicht schaffen, das Lesen für wenige Minuten zu unterbrechen, um aus der Badewanne zu steigen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schweden-Reisser, mit dem ich nicht warm wurde, 15. April 2014
Von 
Catrin Nack (Hamburg Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Dies ist das erste Buch von Lars Kepler, welches ich in die Hände bekam. Es ist handelt sich allerdings bereits um den 4. Band um Ermittler Joona Linna. Lars Kepler ist das Pseudonym eines Autoren-Duos, des Ehepaares Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril.
Im Mittelpunkt des Romans steht der brutale Serienmörder Jurek Walter, ein so gewalttätiger Verbrecher, dass er seit Jahren in einer Isolierzelle sitzt, die kaum einer betreten darf. Nachdem eines der totgeglaubten Opfer jedoch nach Jahren lebend auftaucht, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, die Schwester des nun Gefundenen auch zu Retten.

Leider hat mir an dem Roman so gut wie gar nichts gefallen. Weder die Sprache, die ich nicht als flüssig und angenehm zu lesen empfand, sondern als reißerisch und eindimensional flach, noch die Charaktere. Man wird nicht warm mit den handelnden Figuren, noch werden diese richtig lebendig. Die hier immer wieder erwähnten "Cliffhanger" zu Beginn und Ende eines Kapitels empfand ich als billige Manipulation, die zwar natürlich eine Spannung erzeugte, aber dabei allzu platt daher kommen. Beispiel: neuer Assistenz-Arzt betritt Zelle des ach so gefährlichen Jurek Walter, den man selbstredend sedieren muss. Es wird ein Brief gesucht. Arzt bleibt mit dem Kittel hängen, kann den Brief nicht greifen, Täter wacht auf, der Helfer vor der Tür ist plötzlich weg ! Wer auf solche Art der Spannungsmache steht, ist mit diesem Krimi sicher gut bedient. Durch den abgehackten Schreibstil entstehen solche Szenen immer wieder. Wie gesagt, diese Art von Spannung ist meine Sache nicht. Eingestreute Sex-Szenen empfand ich als unangenehm, z.T. auch unangebracht und für die Story total sinnlos.

Trotzdem das Buch eine Fortsetzung ist, hat man mit der Geschichte als solches keine Probleme. Sicherlich macht es aber mehr Sinn, möchte man dieses Serie denn kennenlernen, hier mit Band 1 zu beginnen, und den Sandmann dann als Taschenbuch zu kaufen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Durchaus spannender Krimi, 7. Mai 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Ein verwirrter und verletzter junger Mann wird auf einer Eisenbahnbrücke aufgegriffen. Es ist Mikael Kohler-Frost, der vor dreizehn Jahren zusammen mit seiner Schwester spurlos verschwand. Bei der Untersuchung im Krankenhaus stellt sich heraus, dass er an der Legionärskrankheit leidet, die unbehandelt zum Tode führt. Mikael erzählt, dass seine Schwester noch lebt und vom "Sandmann" gefangen gehalten wird. Für Kommissar Joona Linna beginnt ein Wettlauf auf Leben und Tod, will er Mikaels Schwester lebend finden. Das ist nahezu unmöglich, sitzt doch der "Sandmann" seit sieben Jahren in Isolationshaft in der Psychiatrie. Sein Name: Jurek Walter. Joona Linna hat immer geglaubt, dass er einen Komplizen haben muss - wie sonst konnten die Kinder so lange überleben? Um herauszufinden, wo sich das Versteck befindet, schleust Linna seine Kollegin Saga Bauer in die Psychiatrie ein. Ein nicht ganz ungefährlicher Job, stellen doch alle Leute, die in Jurek Walters Nähe kommen, Sachen an, die nicht in deren Natur liegen und leben danach in Todesangst oder werden tot aufgefunden. Kann man ihn zum reden bringen und das Mädchen retten?

Unter dem Pseudonym Lars Kepler hat das Autorenehepaar Alexander und Alexandra Ahndoril schon einige Erfolge eingeheimst, nicht zuletzt durch ihre Krimi-Reihe um den Kommissar Joona Linna. "Der Sandmann" ist der vierte Fall der Reihe, ein fünfter wird im Oktober in Schweden unter dem Namen "Stalker" veröffentlicht, so dass deutsche Fans sicherlich auch nicht lange warten müssen.

Jonna Linna wird in der Presse als der schwedische James Bond beschrieben, aber er trägt auch durchaus Züge von Sherlock Holmes. Knallhart, wenn es drauf ankommt, logisch denkend und in der Lage, Verbindungen herzustellen, hat er auch eine weiche Seite. Das klingt natürlich etwas übertrieben, nach einer Art Super Hero, aber ich finde, hier passt es.

Auch die anderen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Man kann gut und böse von Anfang an unterscheiden, auch wenn man an mancher Stelle, mehr über den einen oder anderen erfahren möchte. Da das Buch aber bereits Band 4 der Joona Linna-Reihe ist, kommt das sicher in den Vorgänger-Romanen vor. Besonders Jurek Walter, quasi der Moriaty von Joona Linna, scheint schon ein paar Auftritte gehabt zu haben. Man kann das Buch aber gut ohne Kenntnisse der Vorgänger lesen.

Sehr kurze Kapitel, die jeweils mit einem kleinen Cliffhanger enden, lassen den Spannungsbogen kontinuierlich anwachsen. Der flüssige Schreibstil trägt ebenfalls dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Sicher, an der einen oder anderen Stelle wird der Zufall schon arg strapaziert und manche Handlungsweisen sind alles andere als logisch, das tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Neben der Krimihandlung erfährt man auch noch etwas über die Zuwandererpolitik in Schweden in den fünfziger Jahren. Das Ende ist allerdings relativ offen, so dass man um Band 5 wohl nicht herumkommt.

Mir hat das Buch sehr spannende Lesestunden bereitet und ich kann es allen Fans schwedischer Kriminalromane nur empfehlen. Lars Kepler hat einen neuen Fan gefunden und Band 5 steht bereits auf meiner Wunschliste.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Krimi(-Klischees) für Einsteiger oder Fedehandschuh für Rezensenten, 20. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als begeisterter Fan nordischer Krimis und speziell von Serien, bin ich immer auf der Suche nach neuen und guten Autoren.
Daher war ich froh, vor einer Weile den "Hypnotiseur" des Autorenduos Ahndoril in die Finger zu bekommen.
Mit dem nunmehr 4. Band der Serie um Joona Linna fühle ich mich regelrecht genötigt, meinem Unmut mal wieder Luft zu machen.

Die Sterne vergebe ich ausschliesslich für den Schreibstil, der im Gegensatz zu "Flammenkinder" in puncto Darstellung der Charaktere weniger offensichtlich manipulativ ist.
Er ist nach wie vor, sehr niveauvoll, temporeich, bildgewaltig, sorgt anfänglich für den Aufbau einer bedrückenden Stimmung und spielt mit Urängsten.

Davon losgelöst betrachte ich die ganze Geschichte leider als unstimmigen Humbug.
Den schier unbesiegbaren Superschurken, der aus jahrelanger Haft / Isolation heraus, nach wie vor seine grausamen Verbrechen minutiös orchestriert und den waghalsigen Versuch des Einschleusens eines Ermittlers, kenne ich nun schon zur Genüge.
Illegales und absurdes Vorgehen rund um offizielle Behörden, unprofessionelles bis naives Verhalten der Protagonisten - weil gefährlich und unkontrollierbar, körperliche und medizinische Unmöglichkeiten, unerklärliche organisatorische und finanzielle Möglichkeiten über Jahrzehnte, etc. etc..
Die Handlung an sich ist von Anfang an vorhersehbar, sogar im Detail.
Damit könnte ich eigentlich noch leben, aber mit der billigesten, schon tausendfach verwendeten Auflösung nach 2/3 des Buches auf Seite 401, hört sich auch bei mir alles auf, und zwar schlagartig!
Von da an hetzt die Handlung ihrem unausweichlichen, aber vermeintlich grandios ausstaffierten, Ende entgegen und ich als Leser bin einfach nur genervt und enttäuscht.

Meine Schwäche, mit Spannung erwartete Bücher dieser Seitenzahl an einem Tag zu "verspeisen", war diesmal eindeutig von Vorteil.
So hatte ich am Folgetag mehr Zeit, um mich auf die spannende Zubereitung eines Frikassee zu konzentrieren...
Das Huhn kochen, es zerlegen ... und wenn ich eines Tages, um zu überleben gezwungen bin, es selbst zu schlachten, dann mache ich daraus einen ebenso spannenden Krimi.

Sehr schade!
Da ich dennoch eher neugierig und weniger nachtragend bin, werde ich auch das nächste Buch lesen.
Niemand ist perfekt - kein Schriftsteller, kein Joona Linna, keine Saga Bauer und schon gar kein Rezensent.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Effekthascherei, 13. April 2014
Von 
Anna S. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Die war mein erster Roman vom Autorenduo Lars Keppler.
Glücklicherweise musste ich die Vorgängerromane nicht lesen um das Buch zu verstehen.
Dafür gibt es bei mir Pluspunkte. Es hat zwar einige Seiten gedauert bis ich richtig in das Buch gefunden habe, dann hat das Tempo jedoch angezogen und es ging zügig voran. Es gibt auch einen "Rückblick" auf das vorherige Buch Flammenkinder.
Quereinsteigern können also sofort mit dem Lesen beginnen.

Ich lese sehr gerne gut gemachte skandinavische Krimis. Hier fand ich aber irgendwie alles too much.
Viel Effekthascherei und konstruierte, tw. unglaubwürdige Szenen.

Was mir persönlich nicht so gefallen hat, war der Schreibstil an sich. Lag vielleicht auch an der Übersetzung?!
Gegenwartsform kann herausragend sein, hier hat es mir jedoch nicht zugesagt.
Zudem finde ich das Buch zu lang. Es gab viele Stellen die eingekürzt werden sollten. Die Längen haben dem Buch nicht gut getan. Da hat dann auch das Tempo nichts genützt.

Mein Fazit:
Unstimmig und beklemmend, mit einer dünnen Story.
Ich will nicht nur geschockt werden sondern einen guten Krimi lesen, mit ausgefeilter Story und charakterlich gut gezeichneten Nebenprotagonisten. Es darf nichts vorhersehbar sein.
Dabei darf der Krimi ruhig mit Ängsten spielen und auch schockieren. Dann muss aber eben auch der Rest stimmig sein.

Das Buch ist wohl eher als Psychothriller mit hohem Gruselfaktor denn als Schwedischer Krimi zu deklarieren.
Wer also einen Psychothriller mit für 600 Seiten wenig Handlung und grausamen, beklemmendem Flair sucht, der ist hier richtig.
Ich persönlich bleibe lieber bei Jo Nesbø und Sjöwall/Wahlöö.

Ich vergebe trotzdem 2 1/2 Sterne, denn nach einigen Recherchen meinerseits scheint die Unglaubwürdigkeit in den Keppler Romanen ein stabiler Faktor zu sein und die Logik wird hier wohl einfach der Dramatik geopfert.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für meinen Geschmack zu konstruiert und unlogisch, 23. Februar 2014
„Der Sandmann“ ist der vierte Band aus einer Reihe von schwedischen Kriminalromanen um den Ermittler Joona Linna, für mich war es der erste Krimi aus dieser Serie, auf die ich durch die vielen positiven Bewertungen aufmerksam geworden bin. Über den Inhalt gibt der Klappentext ausreichend Auskunft, mehr will ich hier von der Handlung nicht verraten, sondern mich auf meinen Eindruck beschränken.
Der Krimi ist ein spannender Pageturner, das Tempo durchgehend hoch. Dennoch haben mich einige Punkte gestört. So fand ich die kurzen Kapitel anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Die meisten Kapitel sind nur 2-3 Seiten lang, wenige Ausnahmen kommen auf bis zu 4 1/2 Seiten, dabei werden auch zusammengehörende Handlungsabschnitte auseinander gehackt. MeinEindruck ist, dass durch diesen Kunstgriff das Tempo der Geschichte erhöht werden soll, und gleichzeitig wird das Buch durch die vielen halb leeren Seiten auch etwas dicker.
Der Beginn der Geschichte hat mir gut gefallen, die Sprache ist ehr knapp, schafft aber eine sehr eindringliche Atmosphäre, die Personen werden nicht zu ausführlich beschrieben, man bekommt aber einen guten Eindruck von ihnen. Der Leser spürt förmlich am eigenen Leib, welche Beklemmung von der Gegenwart Jurek Walters ausgeht.
Leider entpuppt sich der Krimi mit der Zeit für meinen Geschmack als zu sehr konstruiert. Die Autoren setzten gezielt in einigen Situationen auf Schockwirkung oder Tempo, nehmen dabei aber Logikbrüche inkauf. Das fängt schon dabei an, dass der Zustand des entführten Mikaels, der immerhin 13 Jahre eingesperrt war, nicht mit seiner Beschreibung der Zustände seiner Gefangenschaft zusammen passt. Insbesondere gegen Ende der Geschichte gibt es einige Punkte und zeitliche Abläufe, die zwar zu dramatischen Entwicklungen führen, nach normalem Menschenverstand so aber nicht statt gefunden haben können. Einige Personen handeln nicht nachvollziehbar unverantwortlich, um Eskalationen erst möglich zu machen. Ich kann leider nicht ins Detail gehen, um interessierten Lesern nichts vom Inhalt zu verraten.
Generell stört es mich nicht, wenn ein Autorenduo gemeinsam an einem Buch schreibt. Hier gibt es jedoch ein paar Kapitel, die nicht wirklich in die Geschichte passen, nicht zur Entwicklung des Falls beitragen und auch später keine Erwähnung mehr finden, so dass der Eindruck entsteht, hier hätte einer der Autoren unbedingt „sein“ Kapitel mit dabei haben wollen.
Mir ist beim Lesen irgendwann der Vergleich zu einem Action-Kinofilm gekommen. Mir ist aufgefallen, dass ich bei einem Buch logische Schlüssigkeit voraus setzte, während ich bei einem reinen Actionstreifen im Kino eher darüber hinweg sehe, dass sämtliche physikalischen Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt wurden.
Wer einen spannenden Krimi lesen möchte, der auf Effekte und Spannung setzt, auf Logik jedoch nicht allzu viel Wert legt, kann hier gerne zugreifen. Ich habe mich als Leser zu oft veräppelt gefühlt und vergebe deshalb letztendlich nur 3 von 5 Sternen.
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