Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel calendarGirl Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen327
4,6 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:9,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 7. Juni 2014
Nachdem es am Ende der 'Die Larve' alles andere als gut aussah, ob der scheinbar unverwüstliche Ermittler Harry Hole mit dem Leben davon gekommen ist, bleibt diese Unsicherheit auch mit Beginnn des 10. Bandes vorerst erhalten. Ein Mann liegt im Koma mit geheimgehaltener Identität und wird bewacht von der Polizei - denn er schwebt in Lebensgefahr. Besonders als es so aussieht, als ob sich sein Zustand wieder bessert und er sein Wissen mit Anderen teilen könnte. Derweil ist die Osloer Mordkommission auf der Suche nach einem Polizistenmörder, der Kollegen an Orten ungelöster Verbrechen auf die exakt gleiche Weise tötet wie die früheren Opfer. Trotz Einrichtung einer Sonderkommission ergeben sich keine brauchbaren Spuren - Harry Hole fehlt...
Ein wieder mal gelungener und überaus spannender Krimi, der mich (wie üblich) auf jede Menge falscher Fährten lockte. Nesbø reizt seine Fähigkeit wieder einmal überreichlich aus, ein 'eigentlich' eindeutiges Ende im nächsten Kapitel scheinbar ebenso 'eindeutig' weiterzuführen. Man glaubt zu wissen was geschah und geschieht, um dann plötzlich eines Besseren belehrt zu werden. Faszinierend, denn obwohl ich alle bisherigen Bände bereits gelesen habe (und diese Taktik bereits kenne), falle ich stets auf's Neue auf diese Täuschung herein.
Viel mehr schreiben möchte ich nicht, denn die Geschichte ist so kunstvoll gebaut, dass jedes weitere Detail zuviel von diesem Buch vorweg nimmt. Und gerade bei einem Krimi ist das ja wohl Gift pur, nicht wahr? Nur so viel sei noch verraten: Die Möglichkeit eines 11. Bandes ist durchaus gegeben ;-)
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 11. November 2013
Immer noch ein bisschen sprachlos sitze ich hier – hinter mir liegt ein Lesemarathon. Innerhalb von zwei Tagen habe ich das neue Buch „Koma“ von Jo Nesbo ausgelesen und bin noch etwas geplättet.
Wohl auf kein Buch habe ich mich dieses Jahr so gefreut wie auf dieses – nachdem ich in der Vorschau las, dass es mit Harry Hole weitergehen würde (was ja – ohne hier zu viel verraten zu wollen – am Ende von „Die Larve“, dem Vorgängerbuch, durchaus fraglich war).

Es ist schwierig, über dieses Buch zu schreiben und dabei Spoiler zu vermeiden. Die Handlung schlägt Volten, geschickt spielt Nesbo mit den Erwartungen des Lesers, führt ihn in Sackgassen und legt falsche Fährten.
In Oslo sterben an Schauplätzen ungelöster Verbrechen Polizisten, die damals mit der Aufklärung der Morde beauftragt waren. An den Tatorten gibt es keinerlei Hinweise und die Polizei tappt im Dunkeln.
Der Mann, der helfen könnte wäre der legendäre Harry Hole, der einzige norwegische Kommissar mit der Erfahrung bei der Ermittlung von Serientätern. Doch dieser ist nach den Ereignissen aus „Die Larve“ von der Bildfläche verschwunden.
Währenddessen liegt im Krankenhaus in Oslo auf der Intensivstation bewacht und abgeschottet ein Mann, der mit seinem Wissen die Mächtigen belasten könnte.

Man muss nicht zwingend die Vorgängerbücher aus der Feder Jo Nesbos gelesen haben, allerdings potenziert sich das Lesevergnügen, wenn man wenigstens „Die Larve“ vorher gelesen hat. Zahlreiche Fäden aus diesem Buch werden in „Koma“ wieder aufgegriffen, verknüpft und weiterentwickelt.
Das Buch ist ein großes Knäuel an Spuren und Personen, die dem Polizistenmörder auf die Spur kommen wollen. Sinnvoll ist deshalb auch das angehängte Personenverzeichnis, das einen Überblick über die wichtigsten Protagonisten aus dem Harry-Hole-Kosmos gibt.
Meisterlich, wie Nesbo an mehreren Stellen dem Leser im Dunkeln tappen lässt, die Spekulationen des Lesers zerschlägt und unerbittlich an der Spannungsschraube dreht.
Für schwache Mägen ist „Koma“ allerdings auch nichts: Nesbo geizt nicht mit expliziten Szenen und verlangt dem Leser stellenweise einiges ab. Dennoch ein derart fesselndes Buch, das man darüber gerne hinwegschauen mag!

Nach „Koma“ habe ich nur einen Wunsch: Bitte zeitig mehr davon!

Hier zur besseren Übersicht noch einmal alle Fälle Harry Holes in chronologischer Reihenfolge:

Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Der Schneemann
Der Leopard
Die Larve
Koma
33 Kommentare|117 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Januar 2015
Und weiter gehts...Jo Nesbo hat mit "Koma" bereits den zehnten Band der Krimireihe um den Ermittler Harry Hole veröffentlicht. Auch dieses mal überzeugt das Buch auf ganze Linie.

Zur Story:
Nach dem letzten Band (Die Larve) stand ja offen, wie es mit Harry Hole weitergehen soll. Das erfährt man aber erst nach einer Weile. Stattdessen begleitet man die Polizei bei der Suche nach dem "Polizistenschlächter", denn in Olso sterben Ermittler an den Tatorten und am Jahrestag alter Morde. Der Mörder stellt dir Morde nach, sodass die damaligen Ermittler das gleiche erleben müssen, wie die Opfer vor einigen Jahren.
War es der geflohene Häftling Valentin? Und wer ist der mysteriöse Komapatient, der rund um die Uhr bewacht werden muss?

Meine Meinung:
Den Fan der Reihe interessiert am Anfang natürlich am meisten, ob Harry Hole überlebt. Nesbo lässt den Leser aber zunächst im Ungewissen, sodass man immer weiter liest und dann auch gar nicht aufhören kann: Das Buch hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen, sodass ich es trotz den fast 620 Seiten in nur 2 Tagen gelesen habe.
Nebo lässt einen wie gewohnt im Dunkeln tappen und überrascht mit seinen Wendungen. Auch die Morde sind teilweise nichts für schwache Nerven.

Kleiner Hinweis: Um bei den ganzen Protagonisten mitzukommen ist es natürlich besser, wenn man die alten Bände kennt. Da es allerdings ein Personenverzeichnis gibt, ist das nicht zwingen notwendig.

Fazit:
Mit "Koma" hat Jo Nesbo meiner Meinung nach den bisher besten Harry Hole-Krimi veröffentlicht. Ein richtiger Pageturner: Überraschend und spannend bis zum Schluss. Ich vergebe volle 5 Sterne!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Februar 2014
Ich bin eigentlich ein Nesbø und Harry Hole Fan und habe mich nach "Die Larve" auf "Koma" gefreut. Doch Harry Holes Erwachen aus dem Koma und der neue bizarre Serienkiller haben mich enttäuscht. Nesbøs Romane der Harry Hole Serie wurden nach "Schneemann" eher etwas schwächer..Koma ist für mich der eindeutige Tiefpunkt. Ein wirklich zu Tode konstruierter Plot über einen einsamen Rächer, der ungeklärte Morde nachahmt. Hole taucht unvermittelt wieder völlig von seinem Kopfschuss genesen auf und wird natürlich incl. seiner geliebten Rachel bei der Jagd nach dem Täter an Leib und Leben bedroht. Es sind immer die gleichen Erzähltricks, Cliffhanger, Spannungsbögen die man aus allen Nesbø Büchern kennt.Inzwischen zu vorhersehbar. Zudem ist diese Geschichte v.a. deren Ende völlig absurd und unlogisch. Daher leider auch langweilig. Ich finde es wäre besser gewesen, Harry nicht mehr aus dem Koma zurückzuholen.
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. August 2015
Ein wichtiger Zeuge liegt im Reichshospital im Koma. Niemand weiß, ob er je wieder aufwachen wird, doch man rechnet ihm keine allzu guten Chancen aus.

Gleichzeitig herrscht Ausnahmezustand bei der Osloer Polizei. Ein Polizist wurde ermordert aufgefunden, an einem früheren Tatort. Kurze Zeit später gibt es einen weiteren Mord. Erneut ein Polizist. Auch er wird an einem früheren Tatort gefunden, an dem er mitgearbeitet hat. Handelt es sich um einen Serientäter? Wird es mehr Opfer geben?

Wertung
========

Nicht umsonst gilt Nesbo als einer der erfolgreichsten Autoren Norwegens. Bislang habe ich nie ein Buch von ihm gelesen, bin von diesem hier aber so begeistert, dass ich garantiert wieder eines lesen werde.

Teilweise hatte ich meine Probleme in die Story reinzukommen. Es handelt sich um den zehnten Band einer Serie. Dementsprechend gibt es viele Personen, die aus vorherigen Bänden bekannt sind, viele Geschichten aus eben jenen Vorgänger-Büchern, die auch in diesem Buch wieder eine Rolle spielen. Zwar wird alles nochmal kurz wiedergegeben, aufgrund der Fülle an Informationen muss man aber dann doch nochmal nachprüfen, was es mit der einen oder anderen Person auf sich hat. Hilfreich ist dabei das Personenregister, in dem zu wichtigen Personen aus vorherigen Büchern jeweils eine kurze Beschreibung zu finden ist.

Allgemein sind die Charaktere vielseitig und sympathisch. Sie alle scheinen ihre Stärken und Schwächen zu haben, ihre guten und ihre schlechten Momente. Das macht die Figuren sehr realistisch.

Die Story ist sehr komplex. Viele verschiedene Handlungsstränge verdichten sich. Es ist dem Leser kaum möglich, den Fall zu lösen, bevor es die Ermittler tun. Mir ist es nicht gelungen. Geschickt streut Nesbo falsche Hinweise, die schließlich auf eine ganz andere Weise, als zuvor vermutet, zur Auflösung der Geschichte beitragen.

Fazit
====

Ich muss sagen, ich war absolut begeistert. Nicht nur mein erstes Nesbo-Buch, sondern auch mein erstes Buch im Lesejahr 2015. [Anmerkung: ich habe die Rezension bereits im Januar geschrieben, aber erst heute hier bei Amazon veröffentlicht] Was das angeht kann ich sagen: mein Jahr fing gut an. Ob ich dieses Jahr wohl noch ein besseres Buch in die Finger bekomme?
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. August 2015
Mir hat "Koma" ausgesprochen gut gefallen, auch wenn dies mein erster Roman von Jo Nesbo war und ich die Vorgeschichte demnach nicht kannte. Diese Lücke war aber nicht hinderlich, da man nach einer Weile durchgeblickt hat, was im vorangegangen Band in etwa passiert sein muss.

Abgesehen davon, dass der Roman wie hier schon oft erwähnt sehr brutal und geradezu barbarisch in seinen Schilderungen und Verbrechen ist, und demnach sicher nicht für jedermann geeignet, hat mich aber eine andere Sache viel mehr gestört, weshalb ich hier nur vier Sterne vergebe: Es dauert sehr lange (ca. 200 Seiten), bis die eigentliche Handlung richtig in Gang kommt. Bis zu diesem Punkt hat mir der Roman gar nicht gefallen, da nur von korrupten Polizisten die Rede ist, die ihre Frauen betrügen. Ich finde es nicht sehr effektiv, einen Roman mit einer Handvoll Personen beginnen zu lassen, die dermaßen unsympathisch wirken, dass man 200 Seiten warten muss, bis sich das ändert.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juni 2015
Wie schafft es der Autor wieder einen so spannenden Krimi zu schreiben?! Davor ziehe ich definitiv den Hut.

Zunächst war ich ein wenig "baff" über das offene Ende des 9. Falles von Harry Hole in "Die Larve". Oleg, Harry Holes "Ziehsohn" hat diesen angeschossen, ist Harry aber auch tot? Und wie gehen Oleg und seine Mutter Rakel mit dieser Situation um? Ein Cliffhanger zum nächsten Buch "Koma". Und dem Autor ist dieser Übergang mit dem Buch "Koma" außerordentlich gut gelungen. Warum? Schwer darüber zu schreiben, denn mann könnte zuviel verraten und somit genau die raffiniert aufgebaute Spannung des Buches nehmen. Daher - sorry - fällt meine Rezension etwas nebulös aus.

Ich kann nur sagen, dass es dem Autor nicht nur gelungen ist, einen super spannenden Kriminalfall zu präsentieren, bei dem man ständig mitfiebert und hin und her schwankt, wer hinter den Taten steckt. Es ist ihm auch gelungen, den Leser auf eine emotionale Achterbahn zu schicken bezüglich dem Ermittlerteam: Wie gehen diese mit dem Wegfall eines Teammitgliedes um? Wie geht es mit Oleg und Rakel weiter?

Wie gesagt, um die Spannung nicht zu nehmen - mein kurzes Fazit: Lesen, lesen, lesen!!! Mit einer der gelungensten Fälle der Serie (wobei ich empfehle, diese in der richtigen Reihenfolge zu lesen, das erhöht das Lesevergnügen!!!) Absolut empfehlenswert!!!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 7. Dezember 2013
Eine Sonderkommission ermittelt in den „Polizistenmorden“. Dazu gehört auch der Mord an dem Polizisten, der im Krankenhaus einen Kompatienten bewacht hat, dessen Name niemand kennt. Aber die Morde gehen weiter. Der einzige, der jetzt noch helfen könnte, wäre Harry Hole.

Ja, und der taucht sehr spät auf. Und dann .... ja, das muss man selbst lesen!

Auch wenn ich mir damit Feinde mache, mich hat dieses Buch in keinster Weise überzeugen können. So viel Brutalität hätte nicht sein müssen. Man kann auch von brutalen Morden erzählen, ohne sie so detailreich und bildhaft zu beschreiben. Mir waren da auch viel zu viele Personen im Spiel. Nicht alle waren wirklich wichtig! Hätte sich Nesbö wenigstens an den Vor- ODER Nachnamen gehalten, hätte ich der Story auch viel leichter folgen können. Aber er nennt die Protagonisten mal mit Vor-, mal mit Nachnamen (so gut wie nie mit vollem Namen) und strengt den Nicht-Norweger damit dann doch arg an. So geläufig sind die Namen zumindest mir nicht.

Für meinen Geschmack wurden gewisse Stilmittel einfach überstrapaziert. Wie oft stirbt Hole eigentlich und ist dann doch gar nicht getötet worden, war alles ganz anders, ätschibätsch, hereingelegt? Spannung war echt reichlich vorhanden: in jedem Kapitel gab es endlose Sprünge von einer zur anderen Szene, von einem zum anderen Schauplatz, von einem zum anderen Protagonisten – und alle, wirklich alle, mit Cliffhangern. Da wäre weniger wirklich mehr gewesen, denn zumindest bei mir hat sich das im Laufe des Buches dermaßen abgenutzt, dass ich satte drei Wochen gebraucht habe, mich durch diese 618 Seiten zu arbeiten. Das kenne ich anders ...!!!

Ein ums andere Mal wird der Leser in die Irre geführt. Das ist ja ansich nicht falsch, aber in dieser Anhäufung dann doch echt stressig und für mich persönlich auch ärgerlich.

Angehäuft haben sich hier auch die „Sonderformen“ der Menschheit: Psychopathen, Mörder, Korrupte, Süchtige, Perverse. Klar, das muss sein, sonst kann der Leser ja auch nicht auf falsche Fährten gelockt werden. Trotzdem – weniger ist auch hier mehr!

Allerdings bleibt Nesbo sich selbst treu: das Ende ist wieder ein Cliffhanger und treibt den Leser dazu, noch mal an den Anfang des Buches zu gehen ....!

Klar, es gab Stellen, da fand ich die Kniffe und Tricks echt genial. Ich will nicht spoilern, deshalb klingt das jetzt sinnentleert, sorry. Mir waren es nur insgesamt zu viele und das hat mir eben sehr viel Lesespaß genommen. Vielleicht hat Nesbo einfach nur zu viele gute Ideen in ein einziges Buch packen wollen. Ich jedenfalls kann nur drei Sterne vergeben, auch wenn ich dafür von den Fans, die keine Kritik zulassen wollen, abgestraft werde. Das ändert nichts an meiner Meinung.
55 Kommentare|39 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juni 2014
Bisher habe ich alle Hörbücher der HH-Fälle gehört und fand sie über weite Strecken spannend, kurzweilig und fesselnd - weil auch sehr gut gelesen. Aber trotz der sehr guten Interpretation von "Koma", bei der jede Figur transparent und mit Eigenart ist, ist die Luft aus dieser Reihe scheinbar raus.
Nach der x-ten Wiederauferstehung von HH und der hundertsten, teils nicht nachvollziehbaren Wendung, fehlt mir die Lust, der unglaubwürdigen Handlung zu folgen. Schließlich habe ich mir ja einen Krimi und keinen Phantasy-Roman erwartet. Es macht einfach keinen Spaß, einer Handlung zu folgen, bei der alle Protagonisten ohne ihren "Kopf" nur zu scheitern scheinen und "Superharry" sich von ihnen endlich dazu erweichen läßt, die norwegische Hauptstadt im taktischen Alleingang vor einem weiteren Psychopathen zu retten.

Schade.
11 Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. April 2014
Mit diesem Buch lässt Jo Nesbo deutlich nach. Während ich früher seine Twists und Überraschungen mochte (vor allem in Das fünfte Zeichen, Der Erlöser und Der Schneemann - Nesbos stärkste Bücher), muss ich hier sagen: naaaaaaja. Mich kann der neue Roman nicht so ganz mitreissen.

Wobei ich einsehe dass das so sein muss. Die alten Romane hacken da ja doch alle deutlich in die gleiche Kerbe: Harry kann nicht anders als zu ermitteln und zu saufen, dadurch nutzt sich sein Körper zunehmend ab und man ergötzt sich auch ein wenig daran was für ein harter, kaputter Typ unser Held dadurch wird. Dass er den krassesten Situationen gewachsen ist und einen Ausweg findet, was in "Die Larve" ja auch einen Klimax erreicht hat.
Soviel darf ich vorwegnehmen: Aus diesem pessimistischen Konzept bricht der Autor endlich aus und versucht sich neu zu erfinden. Indem er anderen Figuren den Raum gibt den sie zuvor nicht hatten - was gut ist, jedoch dann ab der Hälfte des Romans auch wieder schlagartig vorbei, da Harrys Gefühlswelt wieder in den Fokus rückt.
Somit versucht Nesbo allen ein wenig zu gefallen - den Befürwortern einer Harry-Reform und den Hard-Boiled-Fanatikern die sich an der Gewaltspirale der immer abstruser werdenden Morde erfreuen.

Dabei wäre es durchaus interessant gewesen auch mal die Konflikte der Katrine Bratt (GUT dass sie wieder dabei ist) oder der Beate Lonn zu erforschen. Ansatzweise ist das der Fall. Aber eben nicht existenziell genug, sonder nur halbherzig. Dabei hätten auch sie genug Anlass so ausgebreitet vor sich hinzuleiden wie sonst Harry.
Gelitten wird ohnehin nicht viel in diesem Buch. Als Harry in Rotkehlchen eine nahestehende Person verlor, war noch richtig Alarm angesagt mit psychischen Verwerfungen, Albträumen und auch (zwei Bücher später) einer bestialischen Rache seinerseits.

Hier wird kaum ein Opfer gefordert. Auf dem Papier natürlich schon. Aber vielleicht war die Welt um Harry auch schon vorher zu verblasst und verwaschen oder einfach zu kaputt, als dass hier der Fokus wieder nur auf dem Schmerz liegen könnte.
Eine schöne Ausnahme ist hier die Geschichte um Stale Aune, der zum ersten Mal auch handeln darf statt immer nur zu reflektieren. Auch wird seine Gefühlswelt am besten beschrieben.

Den haarsträubenden Logikfehler auf Seite 408 kann und will ich einfach nicht unerwähnt lassen, über den habe ich mich sehr, sehr geärgert. Nach dem Motto: Habe ich bewusst mit dem Killer gesprochen und wurde auch noch von ihm bedroht? Antwort: Ja. Begebe ich mich mit meiner Familie deswegen in Polizeischutz? Antwort: Nein. Warum auch? Der Killer hat mich bestimmt gleich wieder vergessen und sucht sich ein anderes Opfer.
Das ist ein loses Ende im Erzählstrang und soetwas GAB es bei Nesbo in seiner Hochphase einfach nicht. Dass er etwas nicht zu Ende gedacht hat.

Das andere große Minus: dass gleich zweimal mit der Frage gespielt wird, ob Harry denn jetzt tot ist. Das hat der Vorgängerroman schon getan und zwar auch zwei mal und auch noch beide Male besser. Da fühlt man sich als Leser verschaukelt. Schon allein weil klar ist dass ein Harry Hole nicht mal eben so nebenbei draufgeht wie hier beschrieben wird. Nicht nachdem er so viel Haarsträubendes überlebt hat in den 9 anderen Büchern. Wie soll da Spannung entstehen?

Womit ich zu guter Letzt aber nicht die Behauptung aufstellen will dass Hole diesen zehnten Ritt hier überlebt.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden