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62 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er ist wieder da
Immer noch ein bisschen sprachlos sitze ich hier – hinter mir liegt ein Lesemarathon. Innerhalb von zwei Tagen habe ich das neue Buch „Koma“ von Jo Nesbo ausgelesen und bin noch etwas geplättet.
Wohl auf kein Buch habe ich mich dieses Jahr so gefreut wie auf dieses – nachdem ich in der Vorschau las, dass es mit Harry Hole weitergehen...
Vor 5 Monaten von Marius veröffentlicht

versus
22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brutal, voller Cliffhanger und sehr viele Protagonisten
Eine Sonderkommission ermittelt in den „Polizistenmorden“. Dazu gehört auch der Mord an dem Polizisten, der im Krankenhaus einen Kompatienten bewacht hat, dessen Name niemand kennt. Aber die Morde gehen weiter. Der einzige, der jetzt noch helfen könnte, wäre Harry Hole.

Ja, und der taucht sehr spät auf. Und dann .... ja, das muss...
Vor 4 Monaten von catmaniac veröffentlicht


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62 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er ist wieder da, 11. November 2013
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Koma: Kriminalroman (Ein Harry-Hole-Krimi) (Kindle Edition)
Immer noch ein bisschen sprachlos sitze ich hier – hinter mir liegt ein Lesemarathon. Innerhalb von zwei Tagen habe ich das neue Buch „Koma“ von Jo Nesbo ausgelesen und bin noch etwas geplättet.
Wohl auf kein Buch habe ich mich dieses Jahr so gefreut wie auf dieses – nachdem ich in der Vorschau las, dass es mit Harry Hole weitergehen würde (was ja – ohne hier zu viel verraten zu wollen – am Ende von „Die Larve“, dem Vorgängerbuch, durchaus fraglich war).

Es ist schwierig, über dieses Buch zu schreiben und dabei Spoiler zu vermeiden. Die Handlung schlägt Volten, geschickt spielt Nesbo mit den Erwartungen des Lesers, führt ihn in Sackgassen und legt falsche Fährten.
In Oslo sterben an Schauplätzen ungelöster Verbrechen Polizisten, die damals mit der Aufklärung der Morde beauftragt waren. An den Tatorten gibt es keinerlei Hinweise und die Polizei tappt im Dunkeln.
Der Mann, der helfen könnte wäre der legendäre Harry Hole, der einzige norwegische Kommissar mit der Erfahrung bei der Ermittlung von Serientätern. Doch dieser ist nach den Ereignissen aus „Die Larve“ von der Bildfläche verschwunden.
Währenddessen liegt im Krankenhaus in Oslo auf der Intensivstation bewacht und abgeschottet ein Mann, der mit seinem Wissen die Mächtigen belasten könnte.

Man muss nicht zwingend die Vorgängerbücher aus der Feder Jo Nesbos gelesen haben, allerdings potenziert sich das Lesevergnügen, wenn man wenigstens „Die Larve“ vorher gelesen hat. Zahlreiche Fäden aus diesem Buch werden in „Koma“ wieder aufgegriffen, verknüpft und weiterentwickelt.
Das Buch ist ein großes Knäuel an Spuren und Personen, die dem Polizistenmörder auf die Spur kommen wollen. Sinnvoll ist deshalb auch das angehängte Personenverzeichnis, das einen Überblick über die wichtigsten Protagonisten aus dem Harry-Hole-Kosmos gibt.
Meisterlich, wie Nesbo an mehreren Stellen dem Leser im Dunkeln tappen lässt, die Spekulationen des Lesers zerschlägt und unerbittlich an der Spannungsschraube dreht.
Für schwache Mägen ist „Koma“ allerdings auch nichts: Nesbo geizt nicht mit expliziten Szenen und verlangt dem Leser stellenweise einiges ab. Dennoch ein derart fesselndes Buch, das man darüber gerne hinwegschauen mag!

Nach „Koma“ habe ich nur einen Wunsch: Bitte zeitig mehr davon!

Hier zur besseren Übersicht noch einmal alle Fälle Harry Holes in chronologischer Reihenfolge:

Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Der Schneemann
Der Leopard
Die Larve
Koma
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katz und Maus, 7. Dezember 2013
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Inhalt:
Ein Polizist im Ruhestand wird getötet - am Tatort eines ungelösten Falles. Es folgen weitere Tote, immer mit dem selben Hintergrund: die Morde finden am gleichen Ort und am Jahrestag eines alten, unaufgeklärten Mordes statt, und die Opfer sind Polizisten, die an den damaligen Ermittlungen beteiligt waren.

Wer steckt hinter den Morden? Was ist das Motiv? Und wer ist der mysteriöse Patient, der im Koma liegt und streng bewacht wird?

Mein Eindruck:
Ich habe bereits einige der Harry Hole-Krimis gelesen, jedoch nicht den direkten Vorgänger 'Die Larve'. Der Einstieg in 'Koma' fiel mir anfangs etwas schwer, da ich die Handlung des letzten Bandes nicht kannte, aber sehr bald hat mich 'Koma' so sehr gefesselt, dass ich das Buch fast ohne Pause durchgelesen habe und durchgehend extrem begeistert war.

Von allen Nesbøs, die ich bisher gelesen habe, ist 'Koma' meiner Meinung nach der beste Band der Reihe. Das liegt sicherlich vor allem daran, dass 'Koma' extrem gut konstruiert wurde und der Autor immer wieder Katz und Maus mit dem Leser spielt. So passiert es immer wieder, dass man unglaublich überrascht wird, dass man nicht mehr weiß, was man glauben kann und soll, dass man völlig im Dunkeln tappt, dass man nicht aufhören kann zu lesen, dass man ein kleines Häppchen nach dem anderen bekommt und sich dadurch langsam ein komplexes Bild entwickelt, welches dann einige Seiten später schon wieder verworfen werden muss.

Mein Resümee:
Ein von Anfang bis Ende überzeugender Roman, der überrascht und mitreißt. Wer Kriminalromane mag, ist hier goldrichtig.

Die anderen Bände der Reihe zu kennen, hilft anfangs, besser in die Handlung zu kommen, ist aber meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig, um der Geschichte folgen zu können. Da Harry Hole ein so sympathischer, komplexer und toller Charakter ist, empfehle ich allerdings die Lektüre der ganzen Reihe.
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31 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen Sie KEINE Rezension, 19. November 2013
...sondern kaufen Sie sich dieses Buch! Ich habe die Rezensionen Gott sei Dank erst im Nachhinein gelesen. Und ich hätte mich echt geärgert, denn es ist in vielen Rezensionen der eine oder andere Spoiler drin, die etwas vorwegnehmen und dadurch vieles kaputt machen. Lassen Sie sich, wenn sie dieses Genre mögen, einfach darauf ein und kaufen Sie es; Sie werden es nicht bereuen.
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22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brutal, voller Cliffhanger und sehr viele Protagonisten, 7. Dezember 2013
Von 
catmaniac (Kreis Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Koma: Kriminalroman (Ein Harry-Hole-Krimi) (Kindle Edition)
Eine Sonderkommission ermittelt in den „Polizistenmorden“. Dazu gehört auch der Mord an dem Polizisten, der im Krankenhaus einen Kompatienten bewacht hat, dessen Name niemand kennt. Aber die Morde gehen weiter. Der einzige, der jetzt noch helfen könnte, wäre Harry Hole.

Ja, und der taucht sehr spät auf. Und dann .... ja, das muss man selbst lesen!

Auch wenn ich mir damit Feinde mache, mich hat dieses Buch in keinster Weise überzeugen können. So viel Brutalität hätte nicht sein müssen. Man kann auch von brutalen Morden erzählen, ohne sie so detailreich und bildhaft zu beschreiben. Mir waren da auch viel zu viele Personen im Spiel. Nicht alle waren wirklich wichtig! Hätte sich Nesbö wenigstens an den Vor- ODER Nachnamen gehalten, hätte ich der Story auch viel leichter folgen können. Aber er nennt die Protagonisten mal mit Vor-, mal mit Nachnamen (so gut wie nie mit vollem Namen) und strengt den Nicht-Norweger damit dann doch arg an. So geläufig sind die Namen zumindest mir nicht.

Für meinen Geschmack wurden gewisse Stilmittel einfach überstrapaziert. Wie oft stirbt Hole eigentlich und ist dann doch gar nicht getötet worden, war alles ganz anders, ätschibätsch, hereingelegt? Spannung war echt reichlich vorhanden: in jedem Kapitel gab es endlose Sprünge von einer zur anderen Szene, von einem zum anderen Schauplatz, von einem zum anderen Protagonisten – und alle, wirklich alle, mit Cliffhangern. Da wäre weniger wirklich mehr gewesen, denn zumindest bei mir hat sich das im Laufe des Buches dermaßen abgenutzt, dass ich satte drei Wochen gebraucht habe, mich durch diese 618 Seiten zu arbeiten. Das kenne ich anders ...!!!

Ein ums andere Mal wird der Leser in die Irre geführt. Das ist ja ansich nicht falsch, aber in dieser Anhäufung dann doch echt stressig und für mich persönlich auch ärgerlich.

Angehäuft haben sich hier auch die „Sonderformen“ der Menschheit: Psychopathen, Mörder, Korrupte, Süchtige, Perverse. Klar, das muss sein, sonst kann der Leser ja auch nicht auf falsche Fährten gelockt werden. Trotzdem – weniger ist auch hier mehr!

Allerdings bleibt Nesbo sich selbst treu: das Ende ist wieder ein Cliffhanger und treibt den Leser dazu, noch mal an den Anfang des Buches zu gehen ....!

Klar, es gab Stellen, da fand ich die Kniffe und Tricks echt genial. Ich will nicht spoilern, deshalb klingt das jetzt sinnentleert, sorry. Mir waren es nur insgesamt zu viele und das hat mir eben sehr viel Lesespaß genommen. Vielleicht hat Nesbo einfach nur zu viele gute Ideen in ein einziges Buch packen wollen. Ich jedenfalls kann nur drei Sterne vergeben, auch wenn ich dafür von den Fans, die keine Kritik zulassen wollen, abgestraft werde. Das ändert nichts an meiner Meinung.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harry Hole lebt durch seine Kollegen weiter ..., 17. Februar 2014
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Die blutige Feder auf dem Cover spiegelt sehr deutlich wieder, wie zerbrechlich das Leben eigentlich ist. Mein erster Gedanke war: Der neue Harry Hole trägt Trauer. Aber ist ein Roman ohne Harry Hole überhaupt ein echter Harry Hole? Nachdem „Die Larve“, die im Jahr 2012 mein absolutes Lesehighlight war, so desaströs geendet hat, war ich mir einfach nicht sicher, ob es überhaupt noch einen weiteren Band aus der Reihe geben wird. Diese Schüsse kann doch niemand überleben. Mit "Koma“ gibt es jedoch einen weiteren Roman. Zumindest diese Frage wurde mir gleich beantwortet. Was ist jedoch aus dem ruppigen, problembehafteten, eigensinnigen Ermittler geworden? Der Charakter, der den Büchern Leben einhaucht?! Der Titel des Buches macht Hoffnung und der Mann, der in einem Osloer Krankenhaus im Koma liegt und dessen Zimmer von der Polizei streng bewacht wird, ebenfalls. Jo Nesbø wäre jedoch nicht Jo Nesbø, wenn er es seinen Lesern so einfach machen würde. Ich konnte mir jedenfalls bis zur endgültigen Auflösung nie sicher sein, ob es sich bei dem Komapatienten auch tatsächlich um Harry Hole handelt. Gewünscht habe ich es mir jedoch ganz fest …

Während der geheimnisvolle "Fremde“ strengstens bewacht wird, führt das verbliebene ehemalige Team um Harry Hole ohne ihren Spitzenermittler einen erbitterten Kampf gegen einen grausamen Serienkiller. Die Mordserie richtet sich ausschließlich gegen Polizisten. Das Makabere daran: Alle Fundorte sind Schauplätze von ehemals ungeklärten Mordfällen. Für die Ermittler die einzig brauchbare Spur. Ihnen fehlt der scharfe Spürsinn Harry Holes, der immer den richtigen Riecher hatte und auch aus den kleinsten Hinweisen eine große und erfolgsversprechende Spur zauberte. Jetzt ist das Team jedoch komplett auf sich allein gestellt und ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich ins Gedächtnis zu rufen, was Harry in so einer Situation getan hätte. Und genau diese Gedanken und Rückblenden sind es, die Harry Hole für mich am Leben erhalten haben und einen Fall ohne ihn ebenso lesenswert gemacht hat, als wäre er anwesend. Und obwohl für das kleine Ermittlerteam, das quasi auf eigene Faust ermittelt, klar ist, dass es Harry für die Polizei nicht wieder geben wird, fassen sie einen Entschluss, der sämtliche Ermittlungen auf den Kopf stellt …

Um diese Rezension zu schreiben, musste ich den Roman erst eine gewisse Zeit verdauen. Wieder einmal hat Jo Nesbø es mit seinem Schreibstil geschafft, mein Innerstes so aufzuwühlen, dass mein Empfinden jenseits von Gut und Böse war. Keinem anderen Autor gelingt es, mich so fest an etwas glauben zu lassen, um mich ein paar Hundert Seiten später wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und das mit einer Wucht, dass ich das Gefühl habe, aus 70 Metern Höhe ungebremst auf den Erdboden aufzuschlagen. Bei Nesbø kann man sich nur einer Sache sicher sein – dass er einen Bestseller abliefert. Aber wer glaubt, dass der Autor sich nicht von einem Protagonisten trennen kann, der irrt ganz gewaltig.

Auch dieser Band ist an Grausamkeit kaum zu übertreffen. Die detaillierten Schilderungen der Morde sind ganz bestimmt nichts für schwache Gemüter. Mehr als einmal habe ich schlucken müssen, ob der Brutalität, mit der der Mörder vorgeht. Ich habe zusammen mit den Ermittlern nach Spuren gesucht, nach Anhaltspunkten und Gründen, warum es ausgerechnet nur Polizisten trifft. Mehrmals war ich mir sicher, den Täter ausgemacht zu haben, nur um wenig später meine Meinung wieder revidieren zu müssen. Jo Nesbø hat mich auf so viele falsche Fährten geführt und ich bin ihm jedes Mal wieder auf den Leim gegangen. Der Roman ist an Spannung nicht zu überbieten und ein Cliffhanger jagt den nächsten. Bei jedem anderen Roman wäre mir das etwas zu viel des Guten gewesen und wäre ob der Unglaubwürdigkeit schon lange genervt gewesen – nicht so hier.

Das angehängte Personenverzeichnis ist auf alle Fälle hilfreich, doch den Quereinsteigern der Serie kann ich nur den Rat geben, zumindest vorher "Die Larve“ zu lesen, denn es gibt sehr viele Rückblenden oder Anspielungen auf den Vorgängerband und es dürfte etwas verwirrend sein, ohne dieses Vorwissen.

Im Nachhinein erscheint mir die Betitelung "Kriminalroman“ wieder viel zu harmlos und somit unpassend. Thrillerfans kommen hier voll auf ihre Kosten, Krimifans jedoch könnte der Schreibstil des Autors eventuell abschrecken. Für mich ist "Koma“ definitiv DAS Lesehighlight des Jahres 2013 gewesen. Ganz klare Empfehlung meinerseits.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phönix aus der Asche, 11. November 2013
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Bisher habe ich alle neun Kriminalromane der Harry Hole-Reihe des norwegischen Autors Jo Nesbø ausnahmslos verschlungen und mich immer spannend und bestens unterhalten gefühlt.

Nachdem das letzte Buch der Reihe "Die Larve" mit einem bitterbösen Cliffhanger endete, war ich schon sehr gespannt, was der Norweger in Koma" für seine Hauptfigur vorgesehen hat. Und ich wurde nicht enttäuscht - im Gegenteil.

Wie immer wird mit unterschiedlichen Handlungssträngen gearbeitet: Auf der Intensivstation liegt ein gut bewachter Komapatient, dessen Identität allerdings geheim gehalten wird. Fast gleichzeitig erleidet eine Polizist im Ruhestand an der gleichen Stelle, an der das Mordopfer aus einem seiner früheren Fälle aufgefunden wurde, einen gewaltsamen Tod. Aber das soll nicht der einzige Polizistenmord bleiben. Eine Sonderkommission wird eingesetzt, zu der Harry Hole früher gehörte. Finden sie das Motiv des Mörders? Ist Rache sein Antrieb? Können sie die Morde aufklären und den Täter dingfest machen?

Jo Nesbø setzt Maßstäbe, spielt er doch dermaßen virtuos auf der Klaviatur der Spannung, dass es selbst für einen Thrillerfuchs eine wahre Pracht ist. Der Norweger weiß, wie seine Leser ticken und welche Erwartungen sie an den Plot haben. Und es sieht immer so aus, als würde er diese bedienen. Aber weit gefehlt - gerade, wenn man meint, dass man die Geschichte bzw. den Handlungsfaden entsprechend entwirrt hat, macht Nesbø eine Biege und plötzlich ist alles wieder ganz anders.

Geschickt wie immer baut er die Spannung auf, legt verschiedene Spuren, arbeitet mit Hinweisen, die das Interesse sofort wecken, will man doch wissen, welche Zusammenhänge sich ergeben. Gefällig schreibt der Autor nicht - er fordert doch ein gehöriges Maß an Konzentration von seinem Leser. Aber dafür wird man mit einem außergewöhnlich gut geplotteten und hochspannenden Kriminalroman belohnt.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings, denn für Einsteiger kann ich den Thriller leider nicht empfehlen, dazu werden zu viele Bezüge zu den Vorgängerbänden hergestellt. Aber für alle Harry Hole-Fans, die die Reihe seit Beginn verfolgen, ist "Koma" wieder ein herausragendes Leseerlebnis, gerade weil die ganzen alten Bekannten wiederauftauchen, mit denen Harry schon so manche Schlacht erfolgreich geschlagen hat.
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20 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jo Nesbø - Koma, 11. November 2013
Von 
hasewue - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vor zehn Jahren wurde ein Mädchen brutal ermordet. An der gleichen Stelle im Wald wird nun die Leiche eines Polizisten gefunden, dessen Gesicht grausam entstellt wurde.
Als weitere Morde an Polizisten geschehen, die alle einem vorherigen, unaufgeklärten Mord nachempfunden sind, glaubt man nicht mehr an einen Zufall.
Die Polizei ist ratlos, und ihr bester Ermittler Harry Hole fehlt.
Zur gleichen Zeit in einem Krankenhaus liegt ein schwerverletzter Mann im Koma und wird von der Polizei bewacht.
Niemand darf von seiner wahren Identität erfahren, denn er schwebt in Lebensgefahr.
„Koma“, der 10. Fall für Harry Hole, ist für mich das meist ersehnte Buch seit langem. Nachdem Jo Nesbø den vorherigen Fall „Die Larve“ so offen enden ließ, dass lange nicht klar war, ob überhaupt ein weiteres Buch erscheint, konnte ich es nach der Ankündigung, dass es doch weiter geht, kaum erwarten endlich zu erfahren wie es meinem Lieblingskommissar ergehen wird.
Und obwohl ich dieses Buch genießen wollte, denn man weiß ja nicht, ob das jetzt der letzte Fall sein wird, konnte ich einfach nicht mit Lesen aufhören.
Schon von Beginn an legt Nesbø wieder sein gewohnt hohes Tempo vor und obgleich Harry erst ca. 200 Seiten später aktiv und anders als erwartet auftaucht, war ich sofort mitten in der Geschichte und es ließ mich bis zum Ende nicht mehr los.
Nesbø schafft es wieder mich mit seinem klaren und mitreißenden Schreibstil in seinen Bann zu schlagen, weswegen ich gar nicht bemerkt habe, wie die Seiten beim Lesen nur so vorbei flogen.
Harry, dessen Gemütszustände auch immer maßgeblich die Atmosphäre des Buches beeinträchtigen, ist nicht mehr das drogen- und alkoholabhängige Wrack aus den vorherigen Büchern, im Gegenteil, er scheint sein Leben nun endlich im Griff zu haben.
Dennoch gab es auch für den Leser viele überraschende und gänzlich unvorhersehbare Wendungen, die wieder eine deutlich düstere Atmosphäre schufen.
„Koma“ ist von Anfang bis Ende ein Buch, das einem den Atem raubt, immer wieder in die Irre führt, mit Harry mitbangen lässt, ein sehr hohes Tempo aufweist und eine längere Leseabstinenz unmöglich macht. Es ist zudem ein Buch dessen Ende nicht ganz befriedigt, den Leser aber auch nicht unglücklich zurücklässt. Im Gegenteil, finde ich hier das Ende doch bei weitem zufriedenstellender als das von Fall neun.
Nesbø hat mich auch hier mit der Aufklärung des Falles überrascht und besonders die verschiedenen Facetten der Handlung machen seine Krimis zu vielschichtigen und anspruchsvollen Büchern.
Für das Verständnis von „Koma“ braucht man sicher nicht zwingend die vorherigen Fälle von Harry Hole zu lesen, wobei immer wieder Ereignisse und Details aus „Die Larve“ eingestreut werden und allein für den Cliffhanger des neunten Falles, empfiehlt sich das vorherige Lesen. Für alle „Anfänger“ gibt es am Ende ein Glossar mit den wichtigsten Personen.
Ob es weitere Fälle meines Lieblingskommissars geben wird, weiß wohl nur der Autor allein. Wünschen würde ich es mir, könnte mich aber auch mit „Koma“ als Abschluss anfreunden.

5 von 5 Sternen!
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4.0 von 5 Sternen ja, nicht schlecht, 12. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Auch Koma ist keine 08/15-Fortsetzung von Harry Hole.
Manche Passagen führen den Leser auf eine völlig andere Spur, andere sind vorhersehbar, andere völlig überraschend (z.B. Vorfall Beate Lonn). Der Schluss verrät, dass es eine weitere Fortsetzung geben wird.
An sich ist der Schreibstil super, die Spannung auch gut aufgebaut, in ein paar Tagen war ich durch. Man fühlt an manchen Stellen mit den Protagonisten mit.
Aber die "Larve" vorher ist schon fast ein Muss, um mitzukommen. (Ist ja schließlich auch eine Reihe)
Alles in allem vier Sterne, da ein Punkt wegen einiger absurder Vorkommnisse (z.B. Stelle mit der Bombe) weichen musste.
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4.0 von 5 Sternen Nicht der beste Krimi, 11. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Koma: Kriminalroman (Ein Harry-Hole-Krimi) (Kindle Edition)
Ich fand einige seiner Fälle schon lesenswerter, obwohl ich mich natürlich gefreut habe,
dass Harry Hole lebt! Etwas Enttäuschung kam irgendwie auf.
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3.0 von 5 Sternen Nicht sein bestes Buch., 10. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Koma: Kriminalroman (Ein Harry-Hole-Krimi) (Kindle Edition)
In der Serie um Harry Hole sicherlich der schwächste Band. Alles in allem war ich schon ein bißchen enttäuscht. Hole hat irgendwie seinen Biß verloren. So ist das eben, wenn man im Alter zur Ruhe kommt...
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