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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feel the pain, 22. Mai 2013
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: More Light (Audio CD)
Zugegeben, irgendwann kurz nach der Jahrtausendwende sind einem Primal Scream abhanden gekommen. Der blitzsaubere Rave von “Screamadelica” war zwar immer noch unter ‘best longplayers ever’ in der Großhirnrinde abgespeichert, doch Rave war gerade nicht mehr so gefragt und David Holmes hatte den Jungs mit “XTRMNTR” die wohl spleenigste Platte ihrer Karriere untergejubelt (Kill all Hippies, Swastika eyes, hoho!) – abgelegt. Und nun soll sich olle Bobby Gillespie (wieder mit Holmes) anschicken, etwas Nennenswertes zum Popdiskurs beizutragen? Wer’s glaubt … der alten Verbundenheit wegen also doch mal ein Interview rausgekramt – nun, der Junge scheint richtig sauer: Der Zustand der Gesellschaft, das Verhalten der eigenen Musikerzunft lassen ihn verzweifeln, kritische Selbstbetrachtung, Hinterfragen, ehrliche Auflehnung – alles Fehlanzeige, alles Pose, alles verdorben, bulls*** wohin man schaut.

Das sind jetzt nicht gerade die exklusivsten Ansichten, die Gillespie da seinem Gegenüber präsentiert, gleichwohl äußert er sie aus exponierter Position und mit ehrlichem Furor, man will’s ihm also glauben. Und dass es genügend gute Gründe für eine Revolte gibt, aber keine Jugend, die sich dafür begeistern ließe, auch das darf als sicher gelten. Wen wundert’s, dass die neue Primal Scream ein recht unentschiedenes, wenig homogenes Werk geworden ist? Die in stein gemeißelte Regel, ein guter Song brauche nicht mehr als dreieinhalb Minuten, haben Primal Scream seit jeher ignoriert, sie nehmen sich auch bei “More Light” die Freiheit, die Mehrheit der Stücke auf Maximallänge zu strecken. Und es funktioniert meistenteils: Schon “2013” baut um Gillespies wütende Nörgelei die Soundwände der frühen Tage – nicht umsonst hat Kevin Shields auf Teilzeitbasis angeheuert – dazu fetter Bass und blechernes Saxophon, wenn nichts geht, geht wenigstens das.

Es folgen jede Menge Psychedelia, Jazz, Blues bis hin zum dramatischen Orchesterreigen, “River Of Pain” ist als dunkle Gewaltphantasie bedrückend und beeindruckend zugleich, “Hit Void” mimt den Rockfetzen und “Tenement Kid” bietet proletarischen Realismus zu elektronisch verschwurbelten Beats. Jedes der Stücke zeigt eine andere Facette, nur wenige von ihnen sind überraschend und neu, dennoch halten sie die Maschine am Laufen und die Drehzahl hoch. Ob Steelguitar mit Bartenderblues (Goodbye Johnny), kribbelnde Raverhythmen (Turn Each Other Inside Out) oder der teuflische “Elimination Blues” zusammen mit Robert Plant, Langeweile mag nicht aufkommen. Was Jason Pierce und seine Spiritualized im letzten Jahr in ein geniales “Hey Jane” gepackt haben, das verteilen Gillespie, Innes und Shields zu dreizehn gleichen Teilen. Das macht die Songs in der Summe vielleicht etwas weniger ergiebig, der Spaß an der Sache bleibt aber dennoch erhalten. Und wen das bittersüße Abschlußstück “It’s Allright, It’s Okay” nicht kriegt, nun, an dem ist dann auch in den 90ern wohl schon einiges vorbeigelaufen. Noch immer gilt: Don’t fight it, feel it! mapambulo:blog
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen last lichtbringer standing, 4. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wut kann eine fruchtbare Wurzel für das zarte Pflänzchen Kreativität sein, sagt das Klischee. Hier stimmt es uneingeschränkt. Nicht die neuen Scheiben von den Editors oder The National geben dem Alternative Rock seine Würde zurück, es sind überraschenderweise die Mannen um Mastermind Gillespie, die hier Gift und Galle spucken, daß es eine helle Freude ist. Nichts klingt hier aufgesetzt, alles sitzt perfekt und bleibt doch liebenswert und authentisch. Ob knallharte Rocks, gefühlvolle Balladen, treibende Electro-Beats oder verspielte Psychedelica, alles passt, als wenn alles schon immer zusammengehört hätte, dazu das selbstironische Cover, einfach herrlich. Ja, hier wird für uns alle von Gillespie vorgelebt, wie man in Würde altern kann, ohne daß die Peinlichkeit aus jeder Gesichtsfalte kriecht. Wer den legendären Live-Auftritt der Band vor zwei Jahren in Glastonbury gesehen hat, konnte schon ahnen, daß hier Grosses entsteht. Aber was geschah, als Goethe um 'mehr Licht' bettelte ? Hoffentlich handelt es sich bei diesem überragenden Album von PS nicht ebenfalls um famous last words.
Anspieltipps: jeder verdammte song dieses meilensteins.
Einen speziellen Dank für den würdigen Tribut an Jeffrey Lee Pierce ('Goodbye Johnny')
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr geniales Album, 26. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das neue Album von Primal Scream hat mich sehr positiv überascht. Sie finden zu ihrer alten Stärke zurück mit teilweise sehr schräg psychedelischen Einflüssen.
Je öfter ich diese Album höre desto besser gefällt es mir.
Kann nur einen unbedingte Kaufempfehlung aussprechen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die eigenartigste Popmusik seit langem, 13. Juni 2013
für mich. Primal Scream waren nie eine bekannte Größe für mich. Aufmerksam wurde ich durch ihr letztjähriges Konzert auf der Isle of Wight oder Man? Egal irgend eine Insel bei Britannien. Kam mal im Kabelfernsehen in Ausschnitten, auch voller Länge. Im Radio, BBC6 spielte die mal in einer Samstag Nacht, war schön vor dem Radio. Und dann jetzt dieses Werk. Versetzt mich in eine ganz eigenartige Stimmung. Aber gut. Man schwebt über den Dingen, so ganz abgeklärt. Hellwach und high zugleich. Mal was anderes als Revival, Retro, Geld machen. Mehr Licht in der Ödnis, lächelnd. Die Männer haben was drauf.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen back to the future, 20. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich mal wieder ein sehr gut produziertes, abwechslungsreiches, spannungsgeladenes Primal Scream Album. "Evil Heat" war noch ziemlich gut wenn auch mit einigen Füllern. Die letzten beiden Alben haben mir nicht gefallen. Aber Stand derzeit würde ich sagen, "More Light" ist das Beste seit "Xtrmnatr". Musikalisch wie eine Essenz aus "Screamadelica", "Vanishing Point" und "Xtrmntr".
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5.0 von 5 Sternen Aus der Dunkelheit ins Licht!, 4. März 2014
Von 
Jo84 (Minden, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bobby Gillespie ging es in den letzten Jahren angeblich nicht besonders gut. Das ist möglich,denn das letzte Studioalbum "Beautiful Future" ist immerhin fünf Jahre alt. Eine Ewigkeit für den umtriebigen Gillespie,der vorher ab 1987 konstant mindestens alle zwei bis drei Jahre ein Album vorlegte. Mittlerweile scheint er sich aber gefangen zu haben,und legt mit Mitstreiter Andrew Innes ein unheimlich abwechslungsreiches,vielschichtiges und jederzeit packendes Werk vor. Primal Scream sind anscheinend auch nur noch zu Zweit,dafür bekommen sie die Unterstützung vieler (meist eher unbekannterer) Gastmusiker. Die 13 Tracks mit einer Laufzeit von 69:05 Minuten sind eine Wucht und wirken in ihrer Vielseitigkeit wie die Quintessenz einer fast 30-jährigen Bandgeschichte. Musikalisch gesehen ist das Album jedenfalls wieder sehr erdig,wenig beatlastig,gitarrenorientiert. Es ähnelt "Beautiful Future",ich finde es aber deutlich unkommerzieller. Ausserdem hat Gillespie seine Vorliebe für schräge Bläsersätze entdeckt.
Fans rate ich auf alle Fälle zum Griff nach der "Limited Edition Double CD". Die sechs Bonustracks mit einer Spielzeit von 27:29 Minuten sind mehr als nur blöde,belanglose Remixe,wie auch Primal Scream sie in ihrer Bandgeschichte oft genug abgeliefert haben. Im Gegenteil finde ich sie fast sogar noch besser als die reguläre Scheibe. Nur einer der Songs ist ein Remix,der Rest sind ebenfalls packende,für sich stehende,neue Songs,die eine würdige Ergänzung der Hauptdisc sind und dieser in nichts nachstehen. Ich bin bereits seit 1985,seit der allerersten Single der Band,Fan von Primal Scream,und muss sagen...das hier ist ihr Meisterstück bisher.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!, 2. Juni 2013
Hier ist das PS-Album auf das ich seit Jahren warte! Motiviert bis in die Haarspitzen geben sie ihren Stärken endlich mal wieder eine Chance. Gute Songs, toll arrangiert mit viel Detailiebe produziert. Primal Scream machen endlich wieder richtig Dampf!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rave not dead, 18. Mai 2013
Von 
Wow. No doubt the most raving Primal Scream album since Screamadelica: nothing but good songs! This is what The Doors would do if they'd be still around.
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