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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. März 2013
Das Buch verspricht eine Methode, mit deren Hilfe sich Aufgaben – berufliche, private und soziale – und Projekte visualisieren, planen und steuern lassen. Da ich in den letzten Jahren als Berater an zahlreichen Projekten gearbeitet habe und nie wirklich glücklich mit Projektmanagementsoftware, Projektstrukturplänen, ToDo-Listen u.ä. geworden bin, schien mir das eine interessante Idee zu sein. Da die Methode von zwei Beratern entwickelt wurde (Jim Benson ist CEO bei Modus Cooperandi und Tonianne DeMaria Barry ist CEO bei Renaissance Consulting) schien sie zudem praxistauglich zu sein. Zum Kauf habe ich mich aber vor allem entschlossen, weil ich seit einem Jahr an einem Projekt im Bereich Lean Management gearbeitet habe und Kanban bereits als Tool zur Produktionssteuerung kannte.
Wenn man mit einer Kanban-Tafel (oder Board) also eine komplexe Produktion steuern kann, sollte es auch geeignet sein, mich bei meiner Selbstorganisation zu unterstützen. Und es funktioniert tatsächlich! Die Methode an sich ist so banal, dass sie sich auf wenigen Seiten gut erklären lässt. Im Kern geht es darum, seine Aufgaben z.B. mit Hilfe von Haftnotizen zu visualisieren und ihren Bearbeitungsstand (von der Planung über die Bearbeitung bis zur Erledigung) zu verfolgen. Die Gestaltung (z.B. einer entsprechenden Pinnwand oder eines Whiteboards) kann man dabei flexibel seinen individuellen Bedürfnissen anpassen. Man sollte lediglich zwei Regeln befolgen:
1.) Stelle deine Arbeit bildlich dar.
2.) Mach nicht zu viel auf einmal.
Das Grundprinzip und die beiden Regeln sind so banal, dass es fast schon traurig ist, nicht selbst darauf gekommen zu sein. Benson und Barry zeigen jedoch anschaulich und vor allem mit vielen Beispielen auf, warum sie so wichtig sind: Die Visualisierung der anstehenden Aufgaben (wobei Aufgaben nicht nur beruflicher, sondern auch privater oder sozialer Natur sein können) hilft, sie überhaupt einmal zu begreifen. – Wobei be-greifen durchaus auch wörtlich zu verstehen ist, da die Aufgaben z.B. in Form von Haftnotizen physisch greifbar werden. Anders als bei To-Do-Listen kann man sie also wirklich in die Hand nehmen, verschieben und flexibel umgestalten.
Personal Kanban ist damit eine erschreckend einfache und trotzdem (oder gerade deswegen?) effektive Methode, um Aufgaben, Termine u.ä. zu organisieren und diese Planung gleichzeitig gegenüber anderen (z.B. Kollegen) transparent zu machen. Wie auch bei Kanban als Instrument zur Produktionssteuerung basiert Personal Kanban auf dem Pull-Prinzip, d.h. man „zieht“ sich neue Aufgaben erst in die Bearbeitungs-Spalte, wenn man sie tatsächlich bearbeiten kann. Mit diesem Vorgehen kann man wesentlich flexibler auf den sich ständig verändernden Kontext von Aufgaben reagieren und proaktiv Entscheidungen treffen. Gleichzeitig wird auf diese Weise das eigene Arbeitsvolumen begrenzt und Engpässe werden sichtbar. Entsprechend der eigenen Kreativität kann Aufgaben strukturieren und priorisieren, ohne dass es jedoch dabei so schnell unübersichtlich wird wie bei ToDo-Listen oder Mind Maps. Durch das Verschieben der Notizen in die Erledigt-Spalte entsteht jedesmal ein kleiner Glücksmoment und indem sie Notizen dort für eine gewisse Zeit gelassen werden, steigt zudem die eigene Motivation. Da man die Aufgaben in einem sogenannten Backlog „lagert“ bis man sie braucht, kann man problemlos auch langfristige Ideen und Aufgaben in sein Kanban integrieren.
Schon nach wenigen Seiten des Buches ist das Vorgehen klar und man entwickelt vor seinem geistigen Auge bereits Ideen, wie man sein eigenes Kanban Board gestalten kann. Auch die verwendeten Begriffe und Regeln sind so intuitiv, dass man sie schnell verinnerlicht hat (z.B. sollte man sein WIP – Work in progress – eng begrenzen, um fokussierter und schneller arbeiten zu können). Gerade weil die beiden Grundregeln aber so einfach ist, hindert es den Lesefluss ungemein, dass sie ständig in unzähligen Variationen wiederholt werden.
Hier bekommt man den Eindruck, dass die Autoren nicht so recht wussten, womit sie den Rest des Buch „füllen“ sollen. Die Methode wird auf den ersten 20 (mit Vertiefung allenfalls 40) Seiten hinreichend erklärt. Die nächsten knapp 100 Seiten beinhalten daher nur populärpsychologische Erklärungen, unnütze (und zudem oft qualitativ und inhaltlich schlechte) Grafiken, private Anekdoten und einige Verweise auf andere populäre Methoden der Selbstorganisation. Wer die anderen Methoden (wie Coveys Prioritätsmatrix auf S. 85-88) noch nicht kennt, mag diese Ausflüge zwar ganz interessant finden. Und zum Teil demonstrieren sie auch, warum Personal Kanban ihnen überlegen ist. Aber wirklich weiterführend ist das nicht.
Schauen wir noch einmal auf den Buchrücken. Dort wird das Buch allen empfohlen, „die ihre Aufgaben, Projekte und Termine im Berufsleben, Privatleben und sozialen Leben stressfreier und effektiver organisieren möchten.“ Skeptisch war ich zunächst, was die Organisation meines Privatlebens und meiner sozialen Kontakte anging. Aber gerade hier überzeugt Personal Kanban durch überzeugende Einsichten (S. 10-11):
- Private Projekte entstehen aus dem Nichts.
- Private Arbeit ist unvorhersagbar.
- Man kann private Arbeit nicht delegieren, verschieben oder ignorieren.
- Der Kontext bestimmt, wie wir unsere private Arbeit priorisieren.
- Die Erwartungen anderer verschwinden nicht dadurch, dass man selbst überarbeitet ist.
- Privat- und Arbeitsleben sind keine eigenständigen Bereiche und sollten nicht künstlich getrennt werden (endlich spricht das auch mal jemand aus!).
Enttäuscht war ich, was die Organisation von Projekten angeht. Zwar bringt gerade Benson einige Beispiele aus seiner Zeit als Inhaber einer IT-Beratungsfirma, aber trotzdem wird nie ganz schlüssig geklärt, wie man komplexe (oder sogar standortübergreifende Projekte) mit Personal Kanban organisieren kann (z.B. auch ohne, dass es doch wieder zu unübersichtlich wird, selbst man verschiedene Formen und Farben verwendet). Die Methode ist an einen Ort gebunden. Zwar könnte man das ganze problemlos in eine IT-Applikation überführen, aber dadurch ginge viel von der Transparenz und Flexibilität und damit der Charme von Personal Kanban verloren. Keine Frage, die Methode hilft mir enorm, mich und meine Aufgaben, Projekte und sogar meine Familie zu organisieren. Aber gerade da, wo ich die Stärke dieses Buches vermutet hätte, im Bereich Projektmanagement, enttäuscht es.
Während nach der Erklärung und Vertiefung von Personal Kanban auf fast 100 Seiten aus meiner Sicht unnützes Wissen (und zahllose Wiederholungen) folgen, sind wirklich hilfreiche Tipps und Praxisbeispiele in einen kurzen Anhang von 11 Seiten gequetscht (Personal-Kanban-Entwurfsmuster, S. 125-136). Dabei betonen die Autoren, dass sie die Methode ursprünglich in ihrem Blog entwickelt und im Lauf der Jahre in unzähligen privaten und beruflichen Projekten weiterentwickelt hätten. Diese Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen wären für die meisten Leser sicherlich enorm hilfreich beim Enfwurf ihrer eigenen Kanban-Tafeln gewesen, aber sie bleiben viel zu spärlich.
So bleibt das Fazit zu diesem Buch ambivalent: die Methode ist einfach und genial. Ich selbst organisiere inzwischen alle wesentlichen Aufgaben über Kanban. Aber ein Buch, von dem eigentlich nur 50 (von 150) Seiten wirklich brauchbar sind, ist dann mit 30 EUR doch recht teuer.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Februar 2013
Das Konzept von Personal Kanban (PK) ist genial, zumindest soweit ich das bisher sagen kann. Ich nutze es seit ca. 2 Wochen beruflich und privat und bin bisher begeistert! Hochachtung für die beiden Autoren die es maßgeblich entwickelt und populär gemacht haben!

Aufmerksam auf PK wurde ich durch verschiedene Blogs und habe dann u.a. auch das Blog der Autoren gelesen. Ich fand das Konzept sehr interesant und wollte parallel zu meinen ersten Gehversuchen mit PK gerne mehr Informationen, d.h. vor allem wie man ein PK-Board an bestimmte Situationen anpasst (wie integriert man Projekte unterschiedlicher Größe, langlaufende Projekte mit vielen kleinen Projekten, Projekte, die auch mal längere Zeit ruhen, welchen Arbeitsumfang sollte ein einzelnes WIP-Element haben usw.).

Das Buch fand ich dann allerdings doch etwas teuer, 30,- für 150 Seiten! Ich hatte aber das Glück, es aus der Bibliothek leihen zu können. Meine Meinung: 130 der 150 Seiten sind im Wesentlichen Geschwafel, Populärpsychologie und das Hervorheben von zahlreichen Vorteilen, die PK nach Meinung der Autoren aufweist - allerdings sehr allgemein und für die Anwendung nutzlos. Man kann diese Lobpreisungen letztendlich nur aus der eigenen Erfahrung bestätigen (oder nicht)... Auf insgesamt ca. 20 Seiten stehen dann (am Anfang) die Einführung ins Konzept und (zwischendurch und vor allem im Anhang A) verschiedene Beispiele/Anwendungen/Modifikationen.

Fazit:
Super Konzept, allerdings für ein Buch offenbar zu einfach... es lässt sich bequem auf 20 Seiten erklären und danach muss man selbst damit arbeiten und es an die eigene Situation anpassen.
Aber mit 20 Seiten kann man kein ganzes Buch rechtfertigen (schon gar nicht, wenn man dafür 30,- Euro verlangt!!!). Also musste das Ganze offenbar mächtig aufgeblasen werden, einfach zum Seitenschinden.
-> Nicht kaufen! Höchstens - falls möglich - ausleihen, man hat es ja schnell durch und kann dann evtl. die interessanten Stellen nochmal lesen.

Bessere Informationsquellen findet man im Netz, v.a. wenn man des Englischen mächtig ist, aber auch auf Deutsch. Die Beispiele, die es bei den verschiedenen Personal Kanban Webdiensten gibt, sind ebenfalls sehr hilfreich. Und das Ganze ist dann kostenlos!

Angesichts des Preis-/Leistungsverhältnisses des Buchs: 1 Stern.
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am 6. August 2013
Ich bin ein grosser Freund von Personal Kanban und bin dankbar für die Hilfe, die ich daraus ziehen konnte. Einige der hektischeren Phasen in den letzten Jahren wären mir ohne dieses Werkzeug bedeuten schwerer gefallen.

Nun gibt es das Buch endlich auch in einer deutschen Übersetzung von Meike Mertsch und ich bin froh, dass ich auch diese Version ohne Vorbehalt empfehlen kann.

Zum Buch will ich gar nicht so viel erzählen. Es geht um die vielen kleinen Dinge, die es einem schwer machen seine Zeit sinnvoll einzusetzen. Hier geht das Buch auf viele der unbewussten psychologischen Probleme ein, die uns als Menschen aus der Bahn werfen. Das Buch gibt keine Dogmen vor, sondern eine Reihe von Ideen, wie man sich sein Leben angenehmer gestalten kann.

Zur Übersetzung:

Meike und ihre Kolleginnen und Kollegen bei it-agile haben einiges an Erfahrung in der Software-Kanban-Welt sammeln können und auch einiges zu deren Entwicklung beigetragen. Ich denke, dies hat einiges bei der Übersetzung geholfen.

Zum Beispiel schätze ich sehr, dass bestimmte englische Begriffe, die sich auch in deutschen Kanban-Teams eingebürgert haben (z.B. "WIP-Limit"), beibehalten wurden. Das ist schon ein kleiner Balance-Akt, da für Kanban-Neulinge diese Einbürgerungen natürlich noch nicht bekannt ist. Aber ich denke es ist gut gelungen und hilft auf Konferenzen und anderen Veranstaltungen eine gemeinsame Sprache zu finden.

Gut gefallen hat mir auch, dass die meisten der Bilder von Kanban-Tafeln mit entsprechender Übersetzung neu aufgenommen wurden. Ich wunderer mich nur, dass ich kein Muster erkennen kann, warum vereinzelt doch die Originalfotos verwendet wurden.

Der humorvolle und verschmitzte Unterton des Originals ist ein wesentlicher Grund, warum mir das Buch so gefallen hat. Solche subtilen Färbungen ins Deutsche zu bringen, stelle ich mir als ziemlich schwierig vor. Grundsätzlich kann man sagen, dass Meike das gut gelungen ist.
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am 5. April 2013
Möglichkeiten seine Arbeit zu organisieren gibt es viele und keine, sei es der Kalender, die ToDo-Liste oder ein Kanban-Board ist der "goldene Hammer", der jedes Problem optimal löst. Jede Methode ist für einen begrenzten Kontext völlig richtig. Es stellt sich viel mehr die Frage: "Wann benutze ich welche Methode?". Nachdem die Allgemeinheit hinreichend Bekanntschaft mit Kalendern und ToDo-Listen gemacht hat, und eher wenig mit Kanban, braucht es wohl ein Buch wie dieses, die Methode kurz vorzustellen und die Ideen, die hinter dieser Methode der Arbeitsorganisation stecken zu erklären. Dies erklärt auch, warum eine ToDo-Liste eben manchmal nicht mehr ausreicht, um seine täglichen Aufgaben optimal zu planen.
Wer hier jetzt erwartet, dass das Buch eine einfache "wir zeigen an 10 Beispielen, wie ihr persönliches Kanban-Board auszusehen hat"-Anleitung ist, wäre allerdings falsch beraten, selbst wenn es im Buch reichlich Beispiele für Kanban-Boards gibt. Tatsächlich beschäftigt sich das Buch mehr mit dem Hintergrund des Konzeptes: Es beschreibt, warum, wann und wieso Kanban in diversen Situationen eine gute Hilfe ist, warum Kanban gewisse Arbeitsflüsse limitiert, warum ein Kanban-Board so individuell ist (und auch zu sein hat), wie derjenige, der es benutzt, und vieles mehr. Diese Mechanismen und Motivationen, die das Konzept des Kanbans im Kern ausmachen werden nicht staubtrocken wissenschaftlich in Formeln gegossen, sondern Anhand von Alltags-Situationen beschrieben, die einfach zu verstehen sind. Dabei wirkt das Buch mitunter ein wenig Mantra-Haft, aber die Begeisterung des Autors konnte mich zumindest überzeugen mir mein einfaches Kanban-Board zu installieren und dieser Methode eine Chance zu geben, aber selbst wenn man sich nach dem Lesen des Buches nicht dazu entscheiden sollte, ein eigenes Kanban Board zu pflegen, so halte ich es dennoch wertvoll, sich diese Art der Arbeitsorganisation einmal zu Gemüte geführt zu haben, denn einige Ideen sind auch abseits eines Kanban-Boards zu empfehlen.

Und damit ziehe ich auch schon den Zettel "Personal Kanban, Rezension schreiben", den ich vor einiger Zeit auf das Board klebte, in den "Fertig!" Bereich meines Boards und schicke diesen Text ab, in der Hoffnung, dass meine Rezension hilfreich war. Wieder mal Leerlauf mit etwas Sinnvollem aufgefüllt, an das ich sonst vielleicht nicht gedacht hätte..
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am 23. Januar 2013
Jim Benson und Tonianne DeMaria Barry beschreiben auf den ersten 40 Seiten eigentlich alles, was man braucht, um den wesentlichen Nutzen aus einem Kanban-System für den persönlichen Gebrauch zu ziehen.

Aus persönlichen Erfahrungen oder deren Kollegen leiten die Autoren bereits im ersten Kapitel den Bedarf für Kanban als persönliches Zeit- bzw. Taskmanagement-Tool her, definieren die beiden Grundregeln von Kanban (Visualize your workflow & Limit your WIP) und geben einen kurzen psychologisch begründeten Einblick, warum die Haptik und visuelle Darstellung unserer Tätigkeiten uns hilft, uns zu organisieren.

Mit Kapitel 2 erhält der Leser eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie man sein eigenes Personal Kanban-System erstellt. Von der Einkaufsliste für den Bastelmarkt über Wertstromanalyse seiner persönlichen Aufgaben, Backlog-Erstellung, Festlegen des WIP-Limits, Pull-Prinzip bis hin zur persönlichen Retrospektive ist alles enthalten. Auch erste Verbesserungsvorschläge für Profis - Personal Kanban für Fortgeschrittene - kommen im 2. Kapitel nicht zu kurz.

Wer lediglich eine Zeit- und Taskmanagement-Methode sucht, die gut funktioniert, kann jetzt, nach Seite 40, aufhören zu lesen und loslegen.

Wem das noch nicht genug ist, oder wer nach einiger Zeit der Praxis wissen möchte, warum Kanban so gut funktioniert und wie man sein eigenes Personal Kanban-System noch verbessern kann, der findet in den folgenden 6 Kapiteln tiefgehende und mit meist anschaulichen, praktischen Beispielen, Geschichten und Anekdoten versehene Erklärungen der Erfolgsfaktoren eines persönlichen Kanban-Systems.

Nachdem ich vor ca. 2 Jahren bereits die englische Ausgabe gelesen habe, finde ich auch in der deutschen Übersetzung die wenigen "Ramp-Up"-Seiten der ersten beiden Kapitel großartig - auch im beruflichen Kontext für eine schnelle Einführung in Kanban im weiteren Sinne nützlich.

Das Kapitel rund um Prioritäten und die plastische Darstellung des Wechselspiels zwischen Dringlichkeit und Wichtigkeit hat mich seit dem ersten Lesen nachhaltig geprägt; Inhalte, auf die ich auch beruflich zurückgreife, um Prioritäten zu erkennen und zu setzen.

Die Übersetzung ist IMHO alles in allem gut gelungen, sogar ein Teil der Fotos von Kanban-Boards wurden auf Deutsch nachgestellt. Das war vielleicht nicht unbedingt notwendig, um den Inhalt zu transportieren, unterstreicht aber die Ernsthaftigkeit der Übersetzung.

Die von den Autoren gewählten Anekdoten wirken auf Deutsch manchmal noch gekünstelter und übertrieben als schon in der Originalfassung (ist der Task "Die Putzfrau beknien, an einem Samstag zu arbeiten" wirklich ein relevanter Backlog-Eintrag, wenn gerade das Asbest-Entsorgungsteam die Wohnung entkernt?). Das schadet inhaltlich zwar nicht, ein bisschen mehr Realität würde das Buch aber sicherlich sympathischer und die Autoren noch glaubwürdiger machen.

Ich kann das Buch Personal Kanban - zumindest die ersten 40 Seiten - jedem empfehlen, der eine gute Anleitung für eine funktionierende Zeitmanagement-Methode für seine persönliche Arbeit oder sein Privatleben sucht.
Wer sich für die tieferen Erkenntnisse hinter Personal Kanban-Systemen interessiert und bereit ist, bei der ein oder anderen Rahmenhandlung künstlerische Erfindungsfreiheit gelten zu lassen, dem kann ich auch die restlichen 110 Seiten empfehlen. Auch als leicht verdauliche theoretische Grundlage für Organisationelles Kanban.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. März 2013
Personal Kanban ist ja so im Allgemeinen ein interessantes Thema und aktuell in aller Munde. Da ich privat, für meine diversen Projekte und viele private Tätigkeiten stets ein Board pflege, fand ich das Buch mit dem Titel "Personal Kanban - Visualisierung und Planung von Aufgaben, Projekten und Terminen mit dem Kanban-Board" interessant. Bisher hatte ich meine Kenntnisse aus meiner täglichen Arbeit in meine Personal Kanban Boards einfliessen lassen und war gespannt, was ich noch zusätzlich durch das Buch in Erfahrung bringen konnte.

"Alle, die ihre Aufgaben, Projekte und Termine im Berufsleben, Privatleben und sozialen Leben stressfreier und effektiver organisieren möchten." Mit dieser Beschreibung, die auf dem Buchrücken zu finden ist, fühlt sich jeder sofort angesprochen und möchte mehr erfahren. Auch das Vorwort von Arne Roock [...] trägt dazu bei. Die Autoren machen es dann sehr schnell im Buch deutlich, wie Personal Kanben jemanden dabei unterstützen kann: Stellen Sie Ihre Arbeit bildlich dar und machen Sie nicht zu viel auf einmal.

Um diese zwei "einfachen" Regeln geht es grundsätzlich im Großteil des Buches. Die Autoren beschreiben verständlich, geschmückt mit vielen Beispielen, Regeln, Prinzipien und wichtigen Begriffen wie bspw. "Backlog", "Wertstrom", "Ziehen", "Puffer" oder "WIP". Mir gefallen hierbei die Erzählungen und Beispiele besonders. Wenn ich mich in eine Person hineinversetzen müsste, die nichts mit dem Thema im Vorfeld zu tun hatte und einen Weg sucht, Aufgaben selbstständig zu organisieren, dann erhält diese Person im Buch einen guten Überblick und Anstoss. Klar ist natürlich, dass was der Buchrücken verspricht, kann nur durch jeden selber belebt werden. Es geht darum, den inneren Schweinehund zu überzeugen, einfach loszulegen und mit etwas Disziplin diese praktische Methode in den Alltag übergehen zu lassen.

Die Rezensionen zum Buch spalten sich nicht nur deshalb in zwei Lager. Eines das viele Sterne vergibt und in eines, dass empört ist, weil das Buch "nur wenig an verwertbaren Informationen" enthält. Ich kann diese Meinungen nicht teilen. Auch wenn ich mit dem Konzept vertraut bin, sind die Beschreibungen für (Privat)Personen, die Personal Kanban privat oder im Berufsalltag anwenden möchten, hilfreich und notwendig. Einen Punktabzug gibt es für mich jedoch für die Illustrationen und Fotos im Buch, die mir optisch nicht zusagen, nicht stringent sind und manchmal von schlechter Qualität.
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am 11. Januar 2013
Spätestens seit ich nach einem besuchten Kanban-Seminar bei uns zu Hause ein "Family Work Board" erfolgreich im Einsatz habe, wurde mir das grosse Potential von Kanban im privaten Leben richtig bewusst. Bei der Arbeit bin ich schon seit längerem sehr effizient mit Kanban unterwegs.

Das Buch "Personal Kanban" zeigt sehr genau die Möglichkeiten und Anwendungen im Berufs- sowie Privatleben auf eine verständliche und kompetente Art und Weise auf. Der Inhalt ist klar strukturiert, sehr gut formuliert und beinhaltet viele Praxisbeispiele, welche die Umsetzung von Kanban extrem einfach und effizient gestalten. Speziell hervorheben möchte ich die Bereiche zum Thema Work-Life-Balance wie Zeitmanagement, Lebensqualität und Prioritäten, welche mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Das Buch bringt die Fakten auf den Tisch, und das ist gut so, denn dadurch komme ich in der Sache auch weiter.

Dank "Personal Kanban" habe ich für mich persönlich sowie auch für meine Familie ein perfektes Tool gefunden Projekte, Pendenzen und stressige Situationen zu visualisieren um dann auch mit einfachen Schritten zu einer schnelleren Erledigung zu kommen. Die aus den einzelnen Erkenntnissen heraus wachsende Verbesserungen motivieren mich täglich und fördern meine Lebensqualität und die meines Umfeldes.

Ich habe schon einige Bücher zum Thema agile Methoden gelesen und bin klar der Meinung: "Personal Kanban" ist sehr empfehlenswert!
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am 3. April 2013
Ich hatte Kanban in den Grundlagen in einem Team schon einmal kennen gelernt. Leider arbeite ich selten in einem Team und für mich alleine fand ich Kanban zu überdimensioniert.

Das Buch "Personal Kanban" hat mir mit schönen Beispielen aus dem Leben gezeigt, dass Kanban auch für Einzelpersonen - sogar für den privaten Bereich - sinnvoll sein kann. Dabei ist das Buch locker geschrieben, so dass ich die erste Hälfte des Buches auf einer Zugfahrt von München nach Köln verschlingen konnte.

Das Buch hat mir wirklich Lust auf Kanban gemacht und ich freue mich manchmal schon beim Frühstück darauf mich gleich vor mein Board zu stellen und meine Karten in die Heute-Spalte zu ziehen.

Da ich viel unterwegs bin wollte ich es zuerst mit einem Online-Tool versuchen. kanbantool.com ist eine sehr schöne und gut nutzbare Anwendung. Das Problem dabei ist, dass man im Browser den Tab zu macht und das Board ist weg und wenn man nicht aufpasst vergisst man es wieder auf zu machen. Vielleicht nehme ich das Online-Tool für die Tasks die ich mit nehmen will...der Vorschlag mit dem Schnellhefter oder dem Notizbuch habe ich ausprobiert finde ich aber unhandlich.

Es ist - wie der Titel schon sagt - ein Buch um Kanban im Kleinen zu nutzen, und dafür finde ich es perfekt!

Ein Tipp der leider nicht im Buch steht: Die Haftnotizen nie von unten nach oben abziehen sondern vorsichtig seitlich abziehen. Sonst rollen sich die Haftnotizen immer nach oben und das schaut grauselig aus.
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am 28. Juni 2013
Ich nutze Personal Kanban seit einiger Zeit und kenne auch das Originalbuch im Englischen.
Die deutsche Übersetzung hat mir an einigen Stellen noch mehr Klarheit gebracht; da ist bei einigen Sätzen im Englischen der Sinn für mich nicht herausgekommen.

Die Übersetzung ist gut geschrieben und auch vom Umfang genau richtig.
Die Übersetzerin hat sich sogar die Mühe gemacht, die Bilder (mit englischen Begriffen und Wörtern darauf) durch neue Bilder mit deutschen Wörtern zu ersetzen; schöne Einfall, mag ich.

Die Zitate sind leider Deutsch/Englisch gemischt vorhanden, da hätte sich der Verlag entscheiden sollen, "Entweder Oder" zu machen.

Ich werde hier nicht über den Wert von Kanban und Personal Kanban schwärmen; das muss jeder selber erfahren.
Mir hat es bisher gute Dienste geleistet, wann immer mein Workload zu gross wurde und ich eine einfache Methode zum Priorisieren, zur Übersicht und zum aktiven Abarbeiten brauchte.
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am 18. Februar 2014
Meine Passion ist das Thema Organisation im Büro - daher habe ich diese Leidenschaft auch zu meinem Beruf gemacht und unterstütze Unternehmen und Mitarbeiter, die für sich richtige Organisationsform zu finden.

Mit Personal Kanban ist ein weiteres Tool vorhanden, dass das Leben enorm erleichtert. Zum einen hilft die Philosophie, die im Buch sehr anschaulich beschrieben wird. Zum anderen die praktische Umsetzung - mit den Produkten von Stattys noch einfacher als mit Post-its. Alles ist wunderbar beschrieben und macht Lust, es auszuprobieren.

Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen - und ausprobieren!
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