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am 25. Februar 2014
Als von klassischer Musik begeisterter Mensch höre ich gern verschiedene Stile - und nachdem mir im Fernsehen zufällig die Übertragung des "War Requiems" in der Kathedrale von Coventry begegnet war, hörte ich mir einige andere Werke von Benjamin Britten an. Dessen Namen kannte ich bis dahin nur aus einem Stück des finnischen Komponisten Arvo Pärt ("Cantus in memoriam Benjamin Britten"), aber nach mehreren CDs war klar: Ich wollte mehr von Britten hören. In einem Ladengeschäft stieß ich dann zufällig auf diese Gesamtausgabe, allerdings war sie bei Amazon gute 100 Euro günstiger...

Nach dem Öffnen des Kartons (sehr ordentlich verpackt, absolut stoß- und knicksicher!) kommt eine stabile Hartkarton-Box zum Vorschein, auf der eine sparsam kolorierte Feder(?)zeichnungs-Collage abgebildet ist, die ein Porträt von Benjamin Britten sowie verschiedene Motive zeigt, die verschiedene Werke des Komponisten symbolisieren. So macht sich die Box auch sehr schön in der Vitrine, wenn man gerade mal nichts davon hört.

Öffnet man die Schachtel, so fällt zunächst das Buch ("Booklet" wäre hier eindeutig tiefgestapelt) ins Auge: Etwa 21 x 16 cm groß, sehr fest kartonierter Einband, auf dem das Motiv der Schachtel erneut zu sehen ist, und 208 Seiten angenehm seidenmattes Papier. Auf den 208 Seiten finden sich zunächst einmal auf den ersten ca. 80 Seiten umfangreiche Texte (ausschließlich in englischer Sprache) über die Produktion dieser Gesamtausgabe und über den Komponisten. Das Ganze ist aber keine reine Textwüste, sondern es sind immer wieder (oftmals ganzseitige) stimmungsvolle Fotografien abgebildet, manchmal ergänzt durch Zitate aus Briefen von Britten. Es folgen dann Fotografien der Original-Decca-LPs, wiederum abwechselnd mit Fotos, die Britten oder Musiker bei der Arbeit zeigen - wobei hier die Bildunterschriften mitunter ein wenig ausführlicher hätten ausfallen dürfen... aber das ist jetzt schon Nörgeln auf sehr hohem Niveau. Abschließend findet sich noch ein alphabetisches Verzeichnis der enthaltenen Aufnahmen und einem kurzen Text über die Arbeit der Britten-Pears Foundation. Diese suchen nach wie vor nach bislang unveröffentlichten bzw. nicht verfügbaren Werken von Britten, sodass diese "Complete Works"-Ausgabe eben "nur" die bislang verfügbaren Werke enthält...

Wobei man sagen muß: Das ist schon ein umfangreiches Material, das der Käufer der (übrigens limitierten) Box hier erhält: Im Karton, umhüllt von schützendem schwarzen Schaumstoff finden sich insgesamt 65 CDs sowie eine DVD, die (wie bei einer Komplettausgabe natürlich zu erwarten) wirklich von A bis Z alles abdecken: Farblich sortiert sind die Werke thematisch gruppiert nach "Operas", "Stage & Screen", "Voices", "Instruments" und einem Appendix, bestehend aus den vier CDs "Making Music wth Britten - A Memoir", den Proben zum War Requiem (äußerst spannender, tiefer Einblick in den "Feinschliff" eines solchen Werkes), historischen Aufnahmen von 1944 bis 1953 sowie "Supplementary Recordings" aus den Jahren 1955 bis 1989. Die historischen Aufnahmen haben natürlich z.T. hörbare Knackser, Rumpler usw., was aber im Lichte der Historie einfach dazu gehört.

Im Gegensatz dazu sind die übrigen Aufnahmen von technisch hervorragendem Niveau... ich bin da ein kritischer Mensch und wünsche mir bei manchen Aufnahmen (z.B. dem "Requiem" von Berlioz unter Dimitri Mitropoulos (1956)), dass da ein Tontechniker mal zumindest die übelsten Huster in den leisen Passagen ausbügelt... aber da scheiden sich wohl die Geister, ob historische Korrektheit oder das Hörerlebnis im Vordergrund stehen sollte...). Hier jedenfalls habe ich bislang nicht das Geringste gefunden, das meinen Hörgenuß geschmälert hätte (zugegeben, ich habe bislang auch nicht alle 65 CDs hören können...)

Einige Aufnahmen wurden sogar extra für diese Zusammenstellung erst eingespielt, u.a. unter der Leitung von Top-Dirigenten wie Sir Simon Rattle. Einzelheiten zu jeder Aufnahme findet man in den Booklets, die zu jeder Sektion außer dem Appendix vorhanden sind - dort ist ausführlich nachzulesen, welche Künstler das jeweilige Werk umgesetzt haben, und eben auch, ob es sich um eine erstmalige Veröffentlichung handelt. Auch in diesen Booklets finden sich umfangreiche Texte zu Werken in der jeweiligen Sektion, wiederum einige Fotos (deutlich sparsamer allerdings als im Haupt-Buch) und eben eine nüchterne Auflistung der enthaltenen Werke. Da bleiben eigentlich keine Wünsche mehr offen.

Die einzelnen CDs sind in stabilen Papphüllen untergebracht, die nummeriert und beschriftet sind, sodass auch beim "mal eben irgendwas herausgreifen" hinterher die Ordnung leicht wieder herstellbar ist.

Die DVD enthält laut Aufschrift "The 1967 recording of The Burning Fiery Furnace", einen Film von Tony Palmer. Dazu kann ich in dieser Rezension nichts sagen, weil ich die DVD noch nicht gesehen habe.

Aber auch nach dem "Nur-Hören" kann ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für jeden abgeben, der sich mit dem Werk dieses Komponisten ausführlicher befassen möchte. Wer allerdings "nur" die doch noch eher massenkompatiblen Werke wie "A Young Persons Guide to the Orchestra", "Simple Symphony" oder "War Requiem" kennt, dem empfehle ich vor dem Kauf doch das Antesten anderer Stücke - denn mitunter ist es doch schon recht moderne und auf ungeübte Ohren schräg klingendes Klangmaterial, das einem da entgegenschallt. Spannend aber ist es allemal, und wer tiefer in die Materie eindringen möchte, als es mit den üblichen "Die Superhitparade der Klassik"-Doppel-CDs möglich ist, dem lege ich u.a. diese Box ausdrücklich ans Herz. Und jedem Anhänger der Musik von Benjamin Britten natürlich sowieso.

Ein großes Lob an Decca und alle an dieser Gesamtausgabe beteiligten Dirigenten, Musiker, Künstler, Texter, Rechercheure und und und... besser geht es praktisch nicht mehr!
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am 10. Juli 2013
Ein spannender Künstler mit einem bemerkenswerten Gesamtwerk, mit dem zu beschäftigen sich wirklich lohnt. Wie umfangreich die Spanne des Schaffens B.Brittens tatsächlich war, wird einem erst gewahr, wenn man die Box in der Hand hält. Erstaunlich, dass es so etwas in dieser Form noch nicht gegeben hat, galt doch Britten schon zu seiner Zeit als die bedeutendste Figur der englischen Musik seit Henry Purcell. Für Kulturinteressierte wie mich eine lohnenswerte Anschaffung und ein wichtiger Beitrag zu meiner Sammlung.
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