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Die Grand Opera Robert le Diable hat alle Bestandteile eines Publikumsmagneten. Sowohl was das 19. Jahrhundert betraf als auch heute, bietet sie doch eine Durchmischung von eingängigen Melodien, Arien, Chören, von Himmel und Hölle, von Schicksal, Tragik, Verdammnis und Erlösung. Damit ein schwarz-weiss Sujet mit einer breiten emotionalen Ankoppelungsschiene, wie es vor allem der traditionelle Opernfreund liebt.

Worum geht es?
Eine Geschichte einer Seele zwischen Sünde und Erlösung, die Alternative des Strebens nach Materiellem oder nach spirituellen Ideen. Menschen sind wichtiger als Ideen, so die Botschaft.

Optisch präsentiert sich die Bühnenplattform als stilisiertes Mittelalter mit phantasievoller bildpoetischer Präsenz ohne allerdings eine Bühne des bürgerlichen Realismus des 19.Jahrhunderts zu sein. Laurent Pelly, stilisiert, phantasiert, abstrahiert und zeigt beeindruckende Bilder.

Sängerisch überzeugend Bryan Hamel als Robert. Ein Tenor, der schlanken Richtung mit enormer Höhenpräsenz.
Wunderbar blumig der Sopran von Marina Poplovskaja als Alice.
Patricia Cíofi mit gewohnt schlankem Sopran als Isabelle.
Sängerischer Glanzpunkt der kernfundierte Bariton von John Relya als Bertram.

Insgesamt eine Grand Opera, die eine Bereicherung für Freunde dieses Genres darstellt, weil sie glatte, schlackenlose Musik präsentiert, die unmittelbar emotional ansprechen kann.
Der berühmte, schöne Opernabend ist gewährleistet.
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am 2. März 2016
Zu "Robert le Diable" habe ich ja immer schon eine besondere Beziehung gehabt: In Erich Kästner "Pünktchen und Anton" nennt die Heldin den Verlobten ihrer Gouvernante so - als ich dann mitbekam daß es ja eigentlich der Titel von Giacomo Meyerbeer erstem Erfolg an der Pariser Oper war wurde ich besonders neugierig.

Leider macht sich das Erfolgsstück von einst auf internationalen Bühnen noch rarer als Meyerbeers anderen großen Opern.

Die Gründe sind mannigfach: Von Wagners dem Komponisten nachhaltig schädigendem Verdikt von der "Wirkung ohne Ursache" über die Schwierigkeit, Sänger mit entsprechender Schulung zu finden, Dirigenten die das richtige Feeling für diese Musik entwickeln, den hiermit verbundenen bühnentechnischen Aufwand bis hin zur heiklen Frage, die Stücke dramaturgisch so zu gestalten (sprich: kürzen) daß sie eine akzeptable Aufführungsdauer erreichen. Der letzte Punkt erscheint als besonders heikel, denn einerseits ist es leider schon so, daß die Stücke sehr weitschweifig gestaltet sind, andererseits ist Meyerbeers Sinn für dramaturgischen Aufbau von Szenen und Situationen genau so fragil wie genial, daß man innerhalb einer Szene nichts streichen kann ohne dem Gesamtaufbau des jeweiligen Werkes zu stören. Er wirkt dann nämlich recht schnell etwas fad...

Zu der im Jahre 2013 an Covent Garden herausgekommenen Produktion lässt sich sagen, daß es mit sicher notwendigen Kürzungen gelingt, ein sehr vorteilhaftes Bild des Werkes wiederzugeben.

Zur Inszenierung wurde viel Negatives geschrieben, neben wenig Positivem. Der Gedanke, eine durch gezeichnete Kulissen mit historisierenden (eher im 19. Jahrhundert angesiedelten, mit wenig Anleihen im Mittelalter) Kostümen quasi abstrahierenden Ansatz zu wählen halte ich für einen sehr guten Weg, Meyerbeer gerecht zu werden. Zumal die Grand Opera nun einmal auf Schauwerten (mit) aufbaut, was diese Inszenierung mit einem ironischen Augenzwinkern sehr unterhaltsam löst. Vor allem der Bösewicht Bertram wird dadurch zur sehr interessanten Persönlichkeit, bildet ei Zentrum der Handlung. Auch seine Gegenspielerin Alice ist hier als ironisierte Madonna gezeigt, was den Abend im Streit der beiden um Roberts Seele(nheil) sehr kurzweilig geraten lässt.
Einzig mit der „Nonnenszene“ des dritten Aktes, für die Entstehungszeit sicher eine Sensation (Thema) und wegen ihrer innewohnenden Erotik ist per se schwer zu lösen habe meine Schwieigkeiten; die hier nach meinem Geschmack zu vollgestellte Bühne behindert die eingesetzten Tänzerinnen sehr, auch finde ich die ganze Sache weder erotisch noch besonders ansehnlich – aber das ist vielleicht auch eine der am schwersten zu realisierenden Szenen, denn wie bringt man in unserer heutigen Zeit Erotik (ich meine hier nicht Sex!) auf die Bühne ohne das es peinlich ist?

Musikalisch ist einmal mehr zu hören, was Wagner, Verdi, Gounod, Massenet, Thomas, sicher auch Glinka und all die anderen Zeitgenossen nicht nur aufmerksam gehört sondern auch übernommen haben. Die formale Anlage, die tonale Ausgestaltung, die Instrumentation – alle, wirklich alle haben von Meyerbeer gelernt, und wenn man ihn heute auch nicht mehr spielt, so relativiere ich die Originalität z.B. von Verdi inzwischen doch ein wenig, und sehe, was er alles vom vergessenen Deutschen gelernt hat. Dies gilt sicher ebenso sehr und vielleicht noch mehr für Wagner, und dessen malizöse Pamphlete („Wirkung ohne Ursache“) muß man als das verstehen was sie sind: Neid und Missgunst gegenüber einem großen Zeitgenossen und Erneuerer.

Daniel Oren hat das Stück sehr straff im Griff, gibt der ebenso vorhandenen Delikatesse der Instrumentation dennoch Raum und dies bei (zumindest auf der DVD) einer sehr guten Balance zwischen Graben und Bühne. Das Orchester von Covent Garden ist ihm hierbei ein brillanter Partner.

Die Sängerriege wird von Bryan Hymel angeführt; so etwas wie ein Spezialist für Partien die für Adolphe Nourrit komponiert wurden ist er hier einfach phänomenal: Perfekte Stimmführung, sehr gute Diktion des Französischen, strahlende Höhe - perfekt; dabei auch ein guter Darsteller. Vor allem muß man seine Kondition bewundern, denn „einfache Passagen“ gibt es bei Meyerbeer nun einmal für keinen Sänger...
Marina Poplavskaya ist ihm in stimmlicher Hinsicht ebenbürtig, darstellerisch ist ihre Figur eher konventionell, was aber eher stückimmanent ist.
Patricia Ciofi singt zunächst etwas zurückhaltend, im vierten Akt ist sie dann schlichtweg eine intensive Darstellerin und vikale Gestalterin. Darstellerisch ist John Relya perfekt, macht aber zwischenzeitlich in der Aufführung eine leichte Schwächephase durch; dennoch wunderbare Ausgestaltung, große Musikalität und die notwendige schwarze Tiefe hat er auch.

Alles in allem: Ein unterhaltsames und wertvolles Plädoyer für das Werk und Aufforderung, „Robert le Diable“ öfter auf den Spielplänen unserer Opernhäuser wiederzufinden; nach all den pseudo - sensationellen Barockentdeckungen der letzten Jahre sollte man einem den Blick auf einen der zentralen Opernmeister des 19. Jahrhunderts werfen. Verdient hat er es allemal.
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am 13. November 2013
Es ist toll, eine wunderbare Ratität in einer perfekten Produktion sehen und hören zu können. Hymel ist super. Die Inszenierung ist klasse.
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