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am 24. Oktober 2013
... selten wurde das so gut auf der Leinwand festgehalten, wie in Steven Soderberghs -Side Effects-. Soderbergh hat seinen vorläufigen Abschied vom Film verkündet. Er will sich in Zukunft der Malerei und der Musik widmen. Schade, jedenfalls wenn sie mich fragen, denn: Filme wie -Side Effects- bekommt nicht jeder Regisseur so auf die Filmrolle gebannt. Eine brillante Storyentwicklung paart sich mit Spannung, einem äußerst cleveren Plot und guten Darstellern. Für mich war -Side Effects- Spannungskino der besonderen Art. Mit einer harten, klaren Kameraführung nimmt uns Soderbergh in eine Geschichte mit, die sich bedächtig entwickelt, furios endet und ganz sicher ihres Gleichen sucht.

Der Broker Martin Taylor(Channing Tatum) hat wegen Insiderhandels im Gefängnis gesessen. Seine Frau Emily(Rooney Mara) wartet auf seine Entlassung. Als Martin wieder draußen ist, kommt Emily mit der Situation nicht klar. Martin will wieder in den Wertpapierhandel und nimmt Kontakt zu zweifelhaften Geschäftspartnern auf. Emily befürchtete das Schlimmste und ihre Sorgen gipfeln in einem Selbstmordversuch. In der Notaufnahme der Klinik lernt sie den Psychiater Jonathan Banks(Jude Law) kennen. Der weiß sofort um Emilys Suizidabsichten und weist sie nur nicht ein, weil sie ihm verspricht, seinen Praxis aufzusuchen. Dort schildert sie ihm in den nächsten Tagen ihr Leid und Jonathan versucht zu helfen. Da er selbst in einer finanziell angespannten Lage steckt, nimmt Jonathan an einem gut bezahlten Medikamentenversuch des Psychopharmakas Ablixa teil. Er verschreibt Emily das Rezept und das scheint tatsächlich zu helfen. Aber es gibt Nebenwirkungen. Emily erlebt Momente intensiven Schlafwandelns. In einer dieser Phasen tötet sie ihren Mann Martin und kann sich an nichts erinnern. Vor Gericht wird Emilys Schuldunfähigkeit klar und Jonathan gerät ins Visier der Öffentlichkeit. Und dann... geht der Film erst richtig los...

Was für eine geniale Kehre am Steilhang im Tiefschnee. So will ich das mal bezeichnen. Soderbergh führt uns intensiv und genau in seine Charaktere ein. Dann zeigt er auf, wie das System Psychopharmaka und Medikamentenlobby funktioniert. In einem Nebensatz Jonathans wird klar, was die Staaten und Europa(noch) unterscheidet: „In Europa gelten Menschen, die Tabletten nehmen, als krank. In den USA nicht.“ Genau da setzt der Film an.

-Side Effects- empfand ich als äußerst clever gestrickten Krimi mit Tiefgang und jeder Menge von Überraschungsmomenten. Das war für mich allerbeste Unterhaltung, die extrem kurzweilig rüberkam. Ob sie das genau so sehen, müssen sie selbst ausprobieren. Ich kann ihnen Soderberghs, hoffentlich nicht letzten Film, in jedem Fall empfehlen.
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TOP 500 REZENSENTam 29. April 2015
Emily Taylor ist eine junge Frau die unter Depressionen leidet.
Diese brechen stärker als je zuvor wieder auf als ihr Mann Martin nach mehrjähriger Haftstrafe entlassen wird.
Das ganze endet in einer Katastrophe und Martin wird von Emily erstochen.
Nun rückt Emily's behandelnder Arzt ins Visier der Behörden und der Öffentlichkeit.
Der Psychiater Dr. Jonathan Banks hat ihr ein neues Mittel verschrieben auf dessen Wirkung die Tat zurückgeführt wird.
Während Banks Leben Stück für Stück demontiert wird erholt sich Emily langsam von den Geschehnissen.
Aber Banks beschleicht ein Verdacht der ihn noch einsamer zurücklässt als gedacht.....

Side Effects von Steven Soderbergh ist ein intelligenter, spannender Psychothriller der anspruchsvollen Art.
Wer Action oder Larifari erwartet wird enttäuscht werden.
Der Plot baut sich langsam auf und bezieht seine Stärke vor allem durch das brillante Spiel seiner Darsteller und der kühlen Atmosphäre.
Verschachtelt, spannend und mit hervorragenden Dialogen versehen lässt er den Zuschauer nicht mehr los und zieht selbigen in das doppelbödige und für beide Hauptcharaktere risikoreiche Vabanquespiel.
Darsteller sind u.a.: Jude Law, Rooney Mara, Catherine Zeta-Jones, Channing Tatum, Vinessa Shaw und Kerry O'Malley.
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TOP 500 REZENSENTam 11. Januar 2016
Der spannende Film mit den Schauspielern Jude Law und Catherine Zeta-Jones als Psychiatrie-Doktoren verbindet Fragen der ärztlichen Ethik, die Belohnungspraxis der Pharma-Industrie für die Ärzte, die Probleme bei psychischen Erkrankungen und die Nebenwirkungen von Psychopharmaka mit einem Kriminalfall.

FAZIT
Sehenswert für alle Ärzte und Apotheker und die Patienten sowieso.
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am 22. Februar 2015
Als der deutsche Fußball-Torhüter Robert Enke seinem Leben mittels Freitod ein Ende setzte, katapultierte sich das Thema „Depression“ mit aller Brachialität in das Bewusstsein einer zuvor für diese Krankheit wenig sensibilisierten Öffentlichkeit. Dass sich die Seele zu einer derart dunklen Landschaft verfinstern konnte, war bis dahin nicht von einem prominenten Gesicht bestätigt worden. Nun hat auch der extravagante Regisseur Steven Soderberg einen schillernden Thriller um das heikle Thema herum konzipiert.

Story

Der wegen dubioser Finanzgeschäfte inhaftierte Banker Martin Taylor (C. Tatum) darf endlich zurück in die Freiheit. Dort wartet bereits seine attraktive Freundin Emily (R. Mara), das junge Paar scheint bereit für die Zukunft. Doch schon bald zeigen sich in Emilys Verhalten seltsame Züge. Diese gipfeln alsbald in einem Suizidversuch. Um einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung zu entgehen, gibt sich die offenkundig an einer schwerwiegenden Depression erkrankte Patientin in die Obhut des Psychiaters Jonathan Banks (J. Law). Erste Erfolge erzielt die Therapie unter Einbeziehung des neuen Medikamentes „Ablixa“. Doch leider hat die Einnahme des Wundermittelchens auch seine Schattenseiten. Emily beginnt Schlafzuwandeln. Banks hält diese Nebenwirkung durch den Einsatz eines weiteren Medikaments für kontrollierbar – und irrt. Denn kurze Zeit später ersticht Emily Martin, kann sich am nächsten Morgen jedoch nicht an die blutige Tat erinnern.

Man kennt das aus der Fernsehwerbung. Nach dem eigentlichen Spot für diverse Mittelchen werden in rapider Geschwindigkeit ein paar Hinweise zu den möglichen „Risiken und Nebenwirkungen“ verlesen. Denn leider steht die Botschaft nicht nur konträr zu der vorher angepriesenen Verbesserung des Lebensgefühls, sondern deutet eben an, dass ein Organismus anders reagieren kann, wie von der Pharmaindustrie erwünscht. Aus dieser Überlegung hat sich offenkundig das gewiefte Drehbuch zu Side Effects entwickelt. Ein Mensch, unter dem Einfluss legaler Drogen stehend, kann schlimme Dinge tun, derer er anschließend nicht ohne Weiteres schuldig gesprochen werden kann. Und doch ist die Welt, in der Side Effects spielt, bereits von einer umfassenden Krankheit infiziert. Da wäre der Leistungsdruck, die Sucht nach Karriere und monetärem Aufstieg. Und warum in einer solch gierigen Welt nicht den Weg des geringsten Widerstandes gehen und mit ein paar Tabletten bereit für die Mühen des Alltags sein? Jonathan Banks spricht es aus: Er selbst nehme vor wichtigen Terminen „harmlose Beta-Blocker“, jeder tue das. Und Jude Law besitzt genügend schauspielerische Klasse, um den Zuschauer dies glauben zu lassen.

Side Effects ist folglich ein entlarvender Blick hinter die Kulissen einer rasanten, erfolgshungrigen Welt. Mehr als eine Vielzahl anderer Filme, ist Side Effects auch als kritisches Statement seines Regisseurs zu verstehen. Damit nicht genug. Handwerklich ist der Film ungemein elegant in Szene gesetzt. Eine Vielzahl an genialen Kameraeinstellungen ziert das ambitionierte Werk. Steven Soderbergh, vom SPIEGEL befragt, analysierte seine eigene Arbeit in aller Bescheidenheit mit den Worten: "Side Effects habe ich wieder und wieder überarbeitet und so oft gekürzt, bis ich kein einziges unverzichtbares Bild mehr finden konnte. Jetzt schaue ich mir den Film an und denke: Alles Muskeln.“ Und Chemie, möchte man da höchstens noch anmerken.

Ob der ziemlich eindeutig im Genre des Psycho-Thrillers einzuordnende Film tatsächlich eine solche Potenz besitzt, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Raffiniert ist das böse Filmchen zweifelsohne und auch das viel zitierte „nichts ist, wie es scheint“ trifft zu. Angeführt wird der höchst prominent besetzte Cast zweifelsohne von Rooney Mara. Es ist einfach unglaublich, wie glaubhaft die noch sehr mädchenhaft auftretende Schauspielerin die Rolle der depressiven Patientin interpretiert. Wenn man sich aber in Erinnerung ruft, dass die Amerikanerin schon in Finchers „Verblendung“ aus dem einst als übergroß betitelten Schatten vom Badass-Queen Noomi Rapace treten konnte, überrascht das wohl niemanden mehr. Sollte Mara ihren eingeschlagenen Weg mit ihrer scheinbar schlafwandlerischen Sicherheit fortsetzen, dürfte der Superstar-Status nur noch eine Frage der Zeit sein.

Bildqualität

Full HD im Format 1.85:1

Bildschärfe schwankt zwischen guter und stilmittelbedingt durchwachsener Qualität

sehr viele weiche Bildeindrücke samt diffusen Kontrasten

wunderbare, warme Farbgebung unterstreicht die Eleganz des Films

Immer wieder wird klar erkennbar, dass hier tatsächlich ein Blu-ray-Film vorliegt, dessen Transfer Klasse besitzt. Zahlreiche detaillierte Einstellungen sprechen diesbezüglich eine klare Sprache. Doch der ästhetische Bilderreigen pendelt beständig zwischen High Definition und etlichen sehr weich erscheinenden Bildeindrücken hin und her. Man muss hier aber ganz klar von künstlerischen Entscheidungen sprechen, die die verzerrten Sinneswahrnehmungen der Protagonistin abbilden sollen. Ob diese Entscheidung auf Gegenliebe stößt, liegt einmal mehr im Auge des Betrachters.

Tonqualität

Deutsch DTS-HD MA 5.1

saubere, aber recht frontlastige Tonspur

äußerst dezente räumliche Klangkulisse

klarer Fokus auf den Dialogen, so bleiben Rears und Subwoofer annähernd beschäftigungslos

Der leicht heterogene Eindruck des Bildes setzt sich auch beim Ton fort. Manche Dialoge klingen etwas dumpf. Aber auch dies scheint künstlerisch gewollt zu sein. Die Akustik präsentiert sich sehr frontlastig, die hinteren Satelliten bleiben weitgehend unbeschäftigt bzw. geben nur sporadisch Signale ab. Im Rahmen dieses dialoglastigen Schauspieler-Filmes geht die spartanische Tonspur aber in Ordnung.

Ausstattung

zwei fiktive Werbespots

Super 8-Featurette

diverse Trailer

Die beiden Werbespots für fiktive Stimmungsaufheller regen zum Schmunzeln an, und auch die Super 8-Featurette ist erkennbar ironisch aufgezogen. Aber leider sind diese kurzen Beiträge tatsächlich schon der ganze Bonus, der sich auf die Blu-ray verirrt hat. Auf Interviews und Statements wurde gar komplett verzichtet, was bei diesem künstlerisch hochwertigen Film doch schade ist. Da nützen auch die obligatorischen Trailer nicht viel, die Extras stellen insgesamt eine kleine Enttäuschung dar.

Fazit

Technisch verwirrt die Blu-ray den Zuschauer ein wenig. Immerzu wird die Güte des Bildes und des Tons angedeutet, um dann wieder, ganz im Sinne des künstlerischen Ausdruckes, Raum für das Ungefähre, bloß Angedeutete zu schaffen. Dies äußert sich durch einige weich gezeichnete Bilder oder den einen oder anderen dumpf erklingenden Erzählton. Side Effects ist ein besonderer Film. Er nimmt sich dem Minenfeld einer hoch komplexen Krankheit an, ohne diese zu ironisieren, auch ohne diese als Persilschein für Verfehlungen auszuweisen. Ob Regisseur Soderbergh damit den richtigen Ton trifft, können Betroffene oder Fachkundige vermutlich besser einschätzen. Seinem Film hilft diese Entscheidung zweifelsohne. Zahlreiche Twists würzen den faszinierenden Psycho-Thriller, ohne ihn unglaubwürdig oder gar lächerlich erscheinen zu lassen. Zudem machen Jungstars wie Rooney Mara und Channing Tatum ihre Sache genauso gut, wie die etablierten Kräfte Jude Law und Catherine Zeta-Jones.
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am 15. September 2013
Die deutschen Titelgeber wollten die Erwartungshaltung zusätzlich kanalisieren, indem sie den "Nebenwirkungen" des Originaltitels noch ein "tödlich" hinzufügten. Vordergründig lagen sie damit richtig, da die Psychopharmaka, die Dr.Jonathan Banks (Jude Law) seiner Patientin Emily Taylor (Rooney Mara) verschreibt, zum Tod eines Menschen führen, doch der allgemeiner gehaltene Originaltitel vermittelt, worum es Regisseur Stephen Soderbergh tatsächlich ging - um die vielfältigen Nebenwirkungen unserer Sozialisation.

Als Basis seines Films dient die typische Erfolgsgeschichte eines jungen Paares. Martin Taylor (Channing Tatum) arbeitete erfolgreich als Broker und konnte die hübsche Emily schnell von sich überzeugen, als er ihr seine Yacht zeigte und sie zu einer Reise einlud. Die zartgliedrige junge Frau und der trainierte Finanzjongleur wurden ein attraktives, keineswegs unsympathisches Paar, dass schnell heiratete und ein luxuriöses Leben führte. Ihr Niedergang kam überraschend, als Martin Taylor verhaftet wurde und im Gefängnis landete, weil er verbotene Absprachen getätigt hatte. Ein Fakt, den nur ein Insider wissen konnte, aber wer ihn verraten hatte, weiß Martin Taylor bis heute nicht.

Soderbergh erzählt diese Vorgänge erst im Rückblick, aber er zeigt die Konsequenzen daraus. Emily lebt in einem einfachen Appartement in einer wenig attraktiven Gegend von New York und verdient ihr Geld mit einem Bürojob, während ihr Mann für vier Jahre im Gefängnis einsitzt. Der Film beginnt mit ihrem letzten Besuch bei ihm, bevor er kurz danach entlassen wird, bereit ihre unhaltbare finanzielle Situation wieder zu ändern. Doch anstatt das eine Besserung eintritt, verschlechtert sich Emilys Zustand zusehends, obwohl sich ihr Ehemann sehr um sie bemüht. Als sie früh zu ihrer Arbeit fahren will, verliert sie die Kontrolle über ihr Auto und rast ungebremst in eine Wand der Tiefgarage. Die körperlichen Folgen sind gering, aber sie gerät in den Verdacht, sich umbringen zu wollen und wird dem Psychotherapeuten Dr.Banks zugewiesen.

Obwohl Emily widerspricht, sie hätte einen Selbstmordversuch unternommen, genügt ihre Geschichte, um daran zu zweifeln. Keinen Moment hinterfragt irgendein Beteiligter, wieso es Emily schlecht geht, obwohl die junge Frau keineswegs in Armut lebt und ihr Mann inzwischen wieder bei ihr ist. Im Gegenteil scheint dessen Entlassung die alten Wunden wieder aufzureißen, die ihr durch den Verlust ihres früheren Lebens zugefügt wurden. Unmittelbar danach war sie schon bei Dr.Victoria Siebert (Catherine Zeta-Jones) in Therapie, die sie damals erfolgreich gegen ihre Depressionen behandelte, aber seit Martins Auftauchen zeigen sich wieder die damaligen Symptome bei ihr.

"Side effects" funktioniert deshalb so gut, weil Emiliys Verlust eines luxuriösen Lebens generell als gerechtfertigter Grund für eine Depression angesehen wird. Soderbergh verzahnt ihr Erleben mit einer Vielzahl guter Ratschläge anderer Menschen, für die der Griff zur Tablette so normal ist wie die tägliche Morgentoilette. Sobald Stimmungsschwankungen den äußerlichen Anschein eines erfolgreichen Lebens nicht aufrecht erhalten lassen, hilft der Griff zur glücksbringenden Tablette - eine Konsequenz die auch Dr.Banks aus Emilys depressiven Stimmungen zieht, indem er ihr ein neu auf dem Markt erschienenes Medikament verschreibt. Damit nimmt Soderbergh eine zweite Ebene hinzu, denn Dr.Banks Entscheidung wird davon beeinflusst, dass er vom Hersteller viel Geld dafür bekommt, um die neue Psycho-Tablette erfolgreich auf dem Markt einzuführen, dabei die Nebenwirkungen außer acht lassend.

"Side effects" entwickelt ein Konglomerat aus Geldgier und Erfolg, so wie er von der Gesellschaft definiert wird. Soderbergh wählte dafür die äußere Form eines spannenden Thrillers, der - von sehr guten Darstellern getragen - überraschende Entwicklungen nimmt, aber das Krankheitsbild, das sich darin zeigt, ist nicht allein das seiner Protagonisten, sondern einer Sozialisation, die erst die Grundlage dafür bereitet. Weder werden echte Probleme angesprochen, noch die Erwartungshaltungen hinterfragt. Auch der Erhalt von Beziehungen jeder Art, hängt an der jeweiligen finanziellen Situation, was zu ständig wechselnden Konstellationen führt - und damit zum Verlust und Missbrauch von Vertrauen. Wie schon in seinem letzten Film "Magic Mike", verbindet Soderbergh geschickt Gesellschaftskritik mit dem äußeren Anschein eines Unterhaltungsfilms
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TOP 500 REZENSENTam 1. März 2015
"Side Effects" ist ein doppelbödiger und vielschichtiger Thriller mit Anlaufschwierigkeiten: so lässt sich Soderberghs Werk vielleicht am besten beschreiben. Die Story um die depressive Emily Taylor, die nach der Rückkehr ihres Mannes aus der Haft in Selbstmordgedanken verfällt und so bei Dr. Banks landet, der ihr ein neues Medikament mit ungeahnten Nebenwirkungen verschreibt, kommt vor allem im ersten Drittel eher mühsam in die Gänge. Es dauert eine Weile, bis das Geflecht aus Psychodrama, Kriminalfall und Gesellschaftskritik seine Wirkung entfaltet und die Geschichte auf all diesen Ebenen den Zuschauer zu fesseln beginnt, dann aber entwickelt sich "Side Effects" zu einem cleveren Plot, der funktioniert. Und der dann in eine Auflösung mündet, der es aus meiner Sicht vielleicht etwas an Glaubwürdigkeit, nicht jedoch am Überraschungsmoment fehlt.

Leider wird die wirklich interessante Frage, inwieweit ein Arzt verantwortlich für das Handeln seiner Patienten in einer möglicherweise falschen Therapierung gemacht werden kann, durch die Wendung der Geschichte weitgehend in den Hintergrund gedrängt. Auch die gesellschaftskritische Komponente, die das bedenkenlose Schlucken aller möglichen und unmöglichen Pillen zur Aufbesserung der seelischen Befindlichkeit zeigt, wird nicht ausdiskutiert. Die erste Frage stellt sich am Ende gar nicht mehr, das zweite Thema kratzt Soderbergh nur an und belässt es bei einer Bestandsaufnahme, die sich im Rahmen der Handlung ergibt.

Das ist ein bisschen schade, dennoch: ein ordentlicher und zudem gut besetzter, sehenswerter Thriller ist "Side Effects" allemal. Und einer, der facettenreich genug ist, um ihn mehrmals anzuschauen und ihm immer noch neue Seiten abzugewinnen.
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TOP 500 REZENSENTam 7. Oktober 2013
"Side Effects" ist ein doppelbödiger und vielschichtiger Thriller mit Anlaufschwierigkeiten: so lässt sich Soderberghs Werk vielleicht am besten beschreiben. Die Story um die depressive Emily Taylor, die nach der Rückkehr ihres Mannes aus der Haft in Selbstmordgedanken verfällt und so bei Dr. Banks landet, der ihr ein neues Medikament mit ungeahnten Nebenwirkungen verschreibt, kommt vor allem im ersten Drittel eher mühsam in die Gänge. Es dauert eine Weile, bis das Geflecht aus Psychodrama, Kriminalfall und Gesellschaftskritik seine Wirkung entfaltet und die Geschichte auf all diesen Ebenen den Zuschauer zu fesseln beginnt, dann aber entwickelt sich "Side Effects" zu einem cleveren Plot, der funktioniert. Und der dann in eine Auflösung mündet, der es aus meiner Sicht vielleicht etwas an Glaubwürdigkeit, nicht jedoch am Überraschungsmoment fehlt.

Leider wird die wirklich interessante Frage, inwieweit ein Arzt verantwortlich für das Handeln seiner Patienten in einer möglicherweise falschen Therapierung gemacht werden kann, durch die Wendung der Geschichte weitgehend in den Hintergrund gedrängt. Auch die gesellschaftskritische Komponente, die das bedenkenlose Schlucken aller möglichen und unmöglichen Pillen zur Aufbesserung der seelischen Befindlichkeit zeigt, wird nicht ausdiskutiert. Die erste Frage stellt sich am Ende gar nicht mehr, das zweite Thema kratzt Soderbergh nur an und belässt es bei einer Bestandsaufnahme, die sich im Rahmen der Handlung ergibt.

Das ist ein bisschen schade, dennoch: ein ordentlicher und zudem gut besetzter, sehenswerter Thriller ist "Side Effects" allemal. Und einer, der facettenreich genug ist, um ihn mehrmals anzuschauen und ihm immer noch neue Seiten abzugewinnen.
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am 14. Mai 2016
Ein teuflisch guter Film. Sehr gute Unterhaltung von Anfang bis Ende. Hatte viel Spaß bei Spannung und Nervenkitzel. Und tolle Besetzung.
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am 27. April 2015
Die Zutaten für diesen Thriller sind Depressionen, Suizidgefahr, Pharmakonzerne und auch Antidepressivums. Aus diesen Elementen musste ein Film gemacht werden, der wohl auch in Erinnerung bleiben soll, was ich auch wollte, müsste ich einen Film machen. Wen kann man sich als Regisseur für eine solche Ausgangslage vorstellen. Hier war es Steven Soderbergh, den ich auch als eine gute Wahl bezeichnen würde. Er machte hier mit diesen Zutaten einen spannenden Thriller voller Intrigen, Täuschung und Doppelbödigkeit. Leider fand ich diesen Thriller am Ende nicht so gut und schön, so dass es als Bewertung nur zu einem Durchschnittsfilm langt.
Am Anfang wurden wir als Zuschauer zwar gut und auch spannend in das Thema hereingebracht. Emily Taylor (Rooney Mara) freut sich, dass ihr Ehemann Martin Taylor (Channing Tatum) nach vier Jahren Gefängnis wegen Insiderhandels freikommt. Dennoch kommen ihre Depressionen zurück, die sie früher schon einmal hatte, und sie macht einen scheinbaren Selbstmordversuch. Im Krankenhaus trifft sie dann den Psychiater Jonathan Banks (Jude Law), der sie aus dem Krankenhaus herauslässt, aber privat weiterbehandelt. Jonathan Banks (Jude Law) nimmt auch Kontakt zu Dr. Victoria Siebert (Catherine Zeta-Jones) auf, welche die Patientin Emily Taylor (Rooney Mara) früher behandelt hatte. Durch die Gespräche mit Dr. Victoria Siebert (Catherine Zeta-Jones) und auch Verträgen mit einem Pharmakonzern, verabreicht Jonathan Banks (Jude Law) seiner Patientin ein neues Antidepressivum namens Ablixa. Jetzt fühlt sich Emily Taylor (Rooney Mara) recht gut und lebt ihr Leben ganz gut weiter. Einziges Manko sind halt die schlafwandlerischen Anfälle, die manchmal von ihr Besitz ergreifen. Bei so einem Anfall ersticht sie dann aber irgendwann ihren Ehemann Martin Taylor (Channing Tatum). Nun ist alles drunter und drüber. Wer ist dafür verantwortlich. Die Patientin Emily Taylor (Rooney Mara), die unter Arzneieinfluss, ohne ihr Wissen diese Tat ausgeführt hat, oder der Arzt Jonathan Banks (Jude Law), der nach dieser Tat fast seine ganzen Jobs verliert, weil er dieses Medikament verschrieben hat, und die möglichen Folgen nicht beachtet hatte. Oder noch sonst jemand.
Bis hierhin ist der Film sehr gut. Bis hierhin hat er sehr gute Kritiken verdient. Aber ab jetzt fällt er steil ab. Nicht die Spannung. Aber das alles, was bis hierhin aufgebaut wurde, ist nicht mehr von großer Bedeutung. Am Schluss des Filmes würde ich sagen, von keiner Bedeutung. Es ist einfach nur noch ein Thriller. Die Motive sind jetzt weit weg von den Zutaten. Es ist so als sieht man einen Koch die Gewürze in seine Speise machen, aber zum Schluss ist kein Geschmack davon da. Nur das wissen, dass es da hinein gekommen war. Der Zuschauer wurde getäuscht, was oft in Filmen sehr positiv ist. Hier finde ich das nicht so. Regisseur Steven Soderbergh hatte uns in den Zustand von Emily Taylor (Rooney Mara) immer hineinschauen lassen, der ja am Ende unwirklich war. So hat sie das ja nicht nur für ihre Inszenierung gespielt, sondern wohl auch für uns Zuschauer, die wohl mitgetäuscht werden sollten. Aber weil nun mal Emily Taylor als Emily Taylor nicht wissen konnte, dass sie auf der Leinwand gezeigt wird, und deshalb ab und zu ganz allein war, hätte sie dann eigentlich in diesen Situationen ihren gewünschten Zustand nicht zu simulieren brauchen. Indem sie das aber tat, wirke das alles am Schluss etwas unrealistisch. Das galt auch für das Finale und Happy End des Filmes. Um das zu erreichen, musste Dr. Jonathan Banks (Jude Law), der ja seine Jobs und auch seine Familie in dem Film verliert, doch noch eins behalten. Er war immer noch der Arzt von Emily Taylor (Rooney Mara). Leider fragte ich mich schon während des Zuschauens warum eigentlich noch. Da nach dem Film für mich als Antwort nur möglich ist, dass diese Situation der einzige Faden war, um dieses wohl geplante Happy End noch zu erreichen. Nur, war das dann so noch ein großer Film?
Vielleicht.
Für mich ist es aber deshalb nur ein Durchschnittsfilm. Etwas schade wegen Steven Soderbergh, den ich sehr schätze.
Aber empfehlen kann ich den Film auf jeden Fall, denn es ist der bis jetzt letzte Kinofilm von Steven Soderbergh. Er hat schon vorher geplant, sich nach diesem Film zurückzuziehen, und ein Comeback hat bis jetzt noch nicht stattgefunden.

Meine Schulnote: 3
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am 11. November 2014
Jude Law und Rooney Mara liefern sich ein tolles Gefecht, ein Thriller, wie er auch Hitchcock gefallen hätte, zum Mitdenken und Rätseln mit tollen Wendungen, Soderberg zeigt erneut seine Klasse.
Die Blu Ray Qualität ist sehr gut und es gibt ein paar wenige Extras, ein witziges Featurette, aber da wäre mehr schön gewesen.
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