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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was man aus Rost und Knochen alles bewerkstelligen kann
Einer der besten Filme, die ich die letzten Monate gesehen hab.
So muß Kinokunst sein; eindringlich, auffühlend und einen Weg aufzeigend, das Leben zu meistern.

Ein unverbrauchtes männliches Gesicht, indem immer eine rohe Zärtlichkeit zu spüren ist, triff auf eine grandiose Darstellerin.
Marion Cotillard lässt als...
Vor 11 Monaten von W. Walz veröffentlicht

versus
1.0 von 5 Sternen Der Titel des Filmes ist viel versprechend !
An sich das Spiegelbild der Verrohung der Gesellschaft ! Ich bin der Meinung das Geld hätte sollte man sich Sparen !
Vor 1 Tag von Jörg Gäbler veröffentlicht


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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Frau ohne Beine und ein Boxer ohne Mitleid, 12. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Rost und Knochen (DVD)
Und hier ist noch ein Liebesfilm, allerdings schlägt dieser einen ganz anderen Ton an als SILVER LININGS PLAYBOOK. Allein der Titel schon DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN! Würde man überhaupt keine Ahnung haben, worum es in dem Film geht, würde man wohl am ehesten auf einen Splatter-Movie tippen. Der Titel signalisiert bereits, dass dies keine leichtverdauliche Boy-Meets-Girl-Liebes Schmonzette ist und das ist schon mal das erste lobenswerte an diesem stark physisch ausgeprägten französischem Filmdrama. Worum geht's?

Der von seiner Frau getrennt lebend und eigensinnige Ali (Matthias Schoenaerts) streift mit seinem Sohn Sam durch Frankreich. Ohne Geld und Bleibe, landen Beide bei seiner Schwester. Er verdient sich zuerst als Türsteher seinen ersten Lohn, dabei lernt er die selbstbewusste Schwertwal-Trainerin Stephanie (Marion Cotillard) kennen, die gerade von einem Typ im Club die Nase blutig geschlagen bekommen hat. Erst nach Monaten sehen sich die Beiden wieder und das Schicksal hat mittlerweile bei Stephanie gnadenlos zugeschlagen. Bei einer ihrer Vorstellungen wird sie von einem Killerwal angegriffen und verliert beide Unterschenkel. Verbittert und im Rollstuhl sitzend versucht sie ihren Alltag zu bewältigen. Und es ist ausgerechnet der gefühllose Ali, der es schafft, Sie wieder zurück ins Leben zu holen.

Zwei gegensätzliche Menschen treffen aufeinander. Ali, der sowohl als Wachmann als auch mit illegalen Kämpfen seine Kasse aufbessert ist ein Unsympathischer Zeitgenosse, emotional ziemlich kaputt und unfähig seinen Sohn rechtzeitig von der Schule abzuholen, da er sich lieber mit einer Unbekannten bei einem Quickie vergnügt. Sein Kapital ist eindeutig sein gut trainierter Körper, der zudem viel Sex ausstrahlt und sich nimmt, was es braucht. Stephanie, nach dem Arbeitsunfall depressiv und mit Stümpfen ausgestattet, im Gegensatz zu Ali die körperlich versehrte, für die sich schon allein ein Toilettengang als schwierig erweist, emotional aber nach und nach an sich wächst.

Regisseur Jacques Audiard, der bereits mit dem Vorgänger EIN PROPHET einen großen Erfolg hatte inszenierte diesen Liebesfilm authentisch mit allen Ecken und Kanten und schont dabei seine Zuschauer nicht. Den Unfall sehen wir zwar nicht wirklich, nur wie sie danach im Wasser driftet, diese Szene ist aber in einer sehr starken Bildersprache gelungen. Ebenso als Ali die zuerst ablehnende Stephanie zum ersten Mal nach draußen aus Ihrer Sozialwohnung ans Meer nimmt und mit ihr ins Wasser steigt, hat einen wunderschönen Augenblick inne.

Der Film bietet noch einige andere nachhaltig wundervolle Momente. Einer der schönsten, als Marion Cotillard wortlos vor dem großen Glasbecken steht und einem Schwertwal die Richtung dirigiert, das hat schon was magisches an sich. Beide Figuren profitieren in dem Film stark voneinander, bestechend ebenfalls in der Szene (und wohl auch die eindeutige Message in diesem Film), als Ali während eines Kampfes am Boden liegt und sieht, wie Stephanie mit ihren Edelstahlprothesen aus dem Auto steigt...und zeigt ihm ihren wiedergewonnen Lebenswillen und Mut vor, so dass er aufsteht und weiterkämpft. Großartig!

Willst du f***en?", fragt Ali einmal Stephanie...damit sie noch überhaupt weiß, ob es noch funktioniert und sich genauso ohne die fehlenden Unterschenkel anfühlt wie früher. Sie tun es und wir erinnern uns bei der allerersten Begegnung der Beiden, als Ali noch die schönen und perfekten Beine von Stephanie auffielen, jetzt hat sie keine mehr und es scheint ihn nicht sonderlich zu stören, genauso wenig wie er in einer Disco in Angesicht vor ihr eine andere für den Beischlaf abschleppt. Er ist eine Kampf- und Sexmaschine, äußerlich unverwundbar, innerlich aber leer und ohne Gespür für Sensibilität oder Anstand. Aber es gibt Hoffnung für Ali, zum Ende hin wendet sich überraschend das Blatt und er zeigt zum ersten Mal Gefühle.

Beide Hauptdarsteller leisten wunderbare Arbeit, die fantastische Marion Cotillard wurde zudem in der letzten Award-Saison für einige wichtige Darstellerpreise nominiert. Großes Lob auch an die Special-Effekt-Macher, die es fertig brachten, Cotillards Amputation sehr lebensecht aussehen zu lassen.

Ein außergewöhnlich intensiver Film, in jeder Hinsicht sehenswert.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teilweise zu brutal, 22. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Rost und Knochen (DVD)
ist m. E. diese Liebesgeschichte. Die Story an sich ist interessant und wohl auch gut gespielt, aber die brutalen Kampfszenen hätte man dem Zuschauer ersparen können. Was mich immer wieder faszinierte: das Fehlen von Marion Cotillards Beinen. Also: Bonus dazu anschauen!
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichte ist toll - die Kamera eine Katastrophe!, 18. Juli 2013
Die Geschichte ist wirklich gut, aber die Kameraführung ist grausam! Die Gespräche der einzelnen Charakter sind meistens sehr sparsam und teilweise nicht ganz nachvollziehbar.
Wenn man diesen Film etwas anders verfilmt hätte würde er 5 Sterne verdienen!
Die Schauspieler sind durchweg spitze - was man eben von den Aufnahmen nicht sagen kann.
Story überzeugt - Qualität lässt zu wünschen übrig. Deswegen nur 3 Sterne!
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen definitiv kein liebesfilm, 5. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Rost und Knochen (DVD)
Was war das denn bitte? In dem film geht es in keinster weise über irgendwelche Gefühle. Hauptsächlich herrscht hier Gewalt und Kälte. Hätte man die letzten zehn Minuten früher verpackt wäre es mit Sicherheit erträglicher geworden. Einzig die weibliche Hauptrolle hat mich davon abgehalten früher auszuschalten. Die männliche Hauptrolle macht sich den kompletten film über immer unsympathischer. Ich kann nichts von den super bewertungen verstehen, habt ihr nicht hingesehen? Fehlkauf!!!
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Völlig unglaubwürdig!, 24. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Rost und Knochen (DVD)
Wenn man schon so unterschiedliche Leute zusammen bringen will, dann muss man sich wenigstens eine gute Begründung einfallen lassen. In diesem Film ist das ganz einfach hingehauen: Eine Frau, die einen Unfall hatte, ruft nach ein paar Monaten (!) einen Mann an, den sie so gut wie überhaupt nicht kennt. Der Mann - ein Kotzbrocken, wie man nicht zuletzt an dem Umgang mit seinem Sohn gesehen hat - rennt sofort zu ihr und verwandelt sich in einen Gutmenschen. Völlig unglaubwürdig! Wir haben an der Stelle ausgeschaltet, als er sie zum Schwimmen ins Meer trägt. Wenn man schon auf der Welle gesund/behindert reitet, muss man sich wirklich etwas Überzeugenderes einfallen lassen.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas unausgegoren, 2. April 2014
Von 
Die ganz großen Schicksalsschläge sollen es sein und damit natürlich auch die ganz großen Emotionen. Natürlich nicht einmal, sondern gleich im Doppelpack. Und so porträtiert Jacques Audiards Film zwei gegensätzliche Figuren, die ihre eigenen Probleme zu bewältigen haben und die das (und nochmal) Schicksal zusammenführt. Zwar ist das insgesamt sehr überzeugend gespielt - gerade Marion Cotillard weiß zu beeindrucken - und absolut gekonnt inszeniert. Wie die Kamera immer wieder Reflexionen des Sonnenlichts einfängt und nutzt, entzückt das Auge. Doch irgendwie kann man sich des Eindruckes nicht gänzlich erwehren, dass alles leicht unrund wirkt. Trotz der zwei Stunden Lauflänge scheinen manche Entwicklungen etwas gestrafft und das selbst proklamierte Drama darf schonmal astrein kitschig mit Hilfe von Popmusik aufgebrochen werden. Welch Lebensmut, welch Optimismus, der sich da ankündigt. Ein persönliches Problem stellte außerdem die Figur des Ali dar. Als von inneren Dämonen Getriebener funktioniert er nicht wirklich. Diese Figur und auch der ganze Film als solches stehen beide deutlich im Schatten des 2011er Regiedebüts von Paddy Considine "Tyrannosaur", das sehr ähnlich von zwei gebeutelten Menschen handelt, die einander brauchen, um wieder in die richtige Bahn gelenkt zu werden. Doch während Peter Mullan seinem Joseph eine ungemein intensive wie bedrohliche Aura verlieh, die letztendlich auf sein Seelenleben zeigte und das Kunststück fertig brachte, sich in eine menschgewordenen Bestie einfühlen zu können, so wirkt Ali über weite Strecken in seinem Auftreten leider wie ein dummer Prolet, der erst späte Einsicht in sein Handeln zeigt. Durch ihn kommt in gewisser Weise auch ein Coming-Of-Age-Element in die Geschichte, die auch schon mit dem existenziellen Drama um Marion Cotillards Figur und der sich leise anbahnenden Romanze zwischen beiden zu tun hat. Das Jonglieren mit diesen Bestandteilen glückt dem Film aber nicht zur Gänze und wenn am Ende eine glückliche Zukunft aller Beteiligten angedeutet wird, dann bleibt ein etwas unausgegorener, unzufriedener Eindruck.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Klischees, 10. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Rost und Knochen (DVD)
Dieser Film hat (fast) die ganze Checkliste abgearbeitet, die man erfüllen muss, um in den Wettbewerben und Festspielen einen Preis zu gewinnen:

- mindestens ein unbekanntes Gesicht
- Nacktheit und Sex, aber ohne Blümchen
- ein "riskantes", aber interessantes und aktuelles Thema, hier das der Behinderung
- Flüche und derbe Sprache, vor allem gerne von Frauen
- die Zeichnung eines Milieus, in dem sich die Jury nicht einmal ansatzweise jemals befunden hat
- Gewalt (wenn auch hier in abgeschwächter Form)
- unnahbare, ruppige Charaktere, die sich gegenseitig anschreien, nur um dann wieder übereinander herzufallen
- die Wandlung vom Saulus zum Paulus (hier aus unerfindlichen Gründen)

Unglaublich, dass ich dafür Geld ausgegeben habe. Ein wirklich überflüssiger Film, der absolut nichts mit gutem (Programm)kino zu tun hat, wie hier schon mehrfach behauptet wurde, sondern der sich einfach in seiner Prätenziosität sonnt, damit niemand merkt, dass hier absolut nichts gesagt, gezeigt, vermittelt wird.
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3.0 von 5 Sternen Liebesfilm?, 11. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Rost und Knochen (DVD)
Ich habe mich während des ganzen Films gefragt, was daran ein Liebesfilm ist. Ich fand den Film eher verstörend, weil er auf vielen emotionalen Defiziten der beteiligten Personen basiert. Kein schlechter Film, aber eher der Rubrik Psycho-was-auch-immer zuzuordnen
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4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Geschmack von Verschwendung, 21. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Rost und Knochen (DVD)
Schade ich glaube das Drehbuch wäre auch für fünf Sterne gut gewesen. Auch der Titel hat mir gut gefallen, verspricht er doch etwas Tiefe, aber dann kam Ali. Leider scheint sich Herr Audiard zu sehr an einer neuen Mode zu orientieren. Seine Hauptfigur Ali war mir den ganzen Film über unsympathisch, das soll wohl Realismus schaffen, wurde aber leider komplett übertrieben. Dadurch bleibt die Figur des Ali für mich sehr unverständlich und weit weg. Schauspielerisch mag das Alles noch ganz gut gewesen sein aber einen Psychopathen ertrage ich über 122 Min. nur mit etwas Humor. Leider ist dieser Film sehr Humorarm (von den Tatos auf den Beinen mal abgesehen). Ali baut eine Scheiße nach der anderen, erst ganz am Ende des Films gibt es eine Gefühlsregung, dann ist der Film aber auch schon vorbei.

Vielleicht waren die Dialoge oder Monologe auch einfach zu langweilig. Ali schafft es den ganzen Film über eigentlich nichts zu sagen, er schlägt nur. Das Menschen Fehler machen finde ich durchaus Real, wie Ali aber mit seinem Sohn umgeht ist für mich nicht mehr sehenswert, es zerstört die Figur für mich nachhaltig. Wie dieser Film als Liebesgeschichte gesehen werden kann, ist mir völlig unverständlich.

Stéphanie (Marion Cotillard) hält den Zuschauer davor zurück den Film abzuschalten, Sie hat auch ein wenig Text bekommen. Die Geschichte selbst ist auch sehr spannend, leider stimmt die Dramaturgie einfach nicht. Am Ende des Films passiert sehr viel in kurzen Zeit, davor ist recht wenig passiert. Bei einem Buch baut ein Autor so Spannung auf aber doch nicht erst auf den letzten fünf Seiten. Ich hatte den Eindruck der Film macht einen Sprung von Ruhig zu Hektisch und will ganz schnell zum Ende kommen. Schade das Herr Audiart so darauf aus ist etwas neues, besonderes, was es noch nie gab zu zeigen, das er daran scheitert wie eine gute Erzählung funktioniert. Für mich schrammt dieser Film sogar nur ganz knapp an einer Katastrophe vorbei. Ein oder zwei kleine Änderungen und der Film wäre von der FN als Werbefilm genommen worden.

Gut fand ich das sich die Spezialeffekte mehr auf die Retusche der Beine konzentrieren als auf den Unfall selbst oder die Kämpfe. Dort nimmt sich die Kamera angenehm zurück. Einige Szenen fand ich sehr beeindruckend und grandios gefilmt. Leider überwiegen aber die Szenen wo ich den Eindruck hatte Audiard hat den Kameramann von Susanne Bier geklaut und betrunken gemacht. Die unruhige Kamera passt einfach nicht zu der ruhigen Erzählweise und wirkt unrund. So wie auf mich der ganze Film unrund wirkt. Am Ende wo der Film eigentlich anfängt spannend zu werden, weil sich zum ersten Mal etwas bewegt in Ali`s Kopf, ist er vorbei. Der Schluss kam mir vor wie eine Serie die den Zuschauer neugierig auf die Fortsetzung machen soll. Ich finde Herr Audiart hat nicht nur eine gute Geschichte verschwendet, sondern auch eine gute Schauspielerin und einen nicht ganz so guten.

Zum Vergleich fand ich "Winterdieb" um Klassen besser. Nicht nur das Léa Seydoux und Kacy Motte Klein viel stärker spielen auch die Kamera ist um Längen besser. Dieser Film kommt ohne Sex und Kämpfe aus, weil das Drehbuch stark genug ist. Auch gelingt diesem Film woran Rost und Knochen scheitert: Etwas Unsichtbares sichtbar zu machen und den menschlichen, emotionalen Kern darzustellen.

Das Bild der Blu-ray ist gut, der Soundtrack stimmig, der Ton ist aber in den Szenen wo die wenigen Dialoge mit Musik zusammen kommen sehr schlecht abgemischt. Die Sprachverständlichkeit bleibt selbst mit aufgedrehten Center und ClearVoice schlecht. Die Extras sind etwas dürftig: ein paar entfallene Szenen von denen zwei, ganz dringend in den Film gehört hätten. Sowie etwas über die Special Effects.
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7 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der schale Beigeschmack von Überflüssigkeit, 6. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Geschmack von Rost und Knochen (DVD)
Eine große Enttäuschung ist dieser von mir mit Spannung erwartete Film.
Einerseits überfrachtet mit Problematiken, Themen andererseits latent flach und langweilend.
So sind es nur wenige Bilder, wenige Szenen die wirklich das Herz berühren.
Es bleibt die grosse darstellerische Leistung von Marion Cottilard zu erwähnen, und der Mut eine doch außergewöhnliche und skurile Liebesgeschichte zu erzählen.
Alles was den französischen Film eigentlich ausmacht und wofür man ihn so liebt ist vertreten.
Da ist die schonungslose, schrecklich schöne Darstellung der Lebensverhältnisse, da sind nackte ungeschminkte Charaktere, da ist Ehrlichkeit ohne falsche Verklemmtheit beispielsweise beim zärtlichen, keinesfalls voyeuristisch gefilmten Liebesakt mit einer Behinderten.
Da ist Authentizität, und Eigenständigkeit und doch funktioniert der Film nicht.
Schlimmer noch er läßt einen über weite Strecken kalt.
Seit dem großen Erfolg von " Ziemlich beste Freunde "ist die Darstellung von Beziehungen zwischen körperlich Behinderten und Gesunden ein großes Filmthema.
Hatten wir hier die Darstellung einer Freundschaft zwische Patient und Pfleger, liefert uns "Der Geschmack von Rost und Knochen" eine verschlungene Liebesgeschichte zwischen Mann und Frau. Die Entwicklungsstufen in beiden Stories sind jedoch ähnlich und so fehlt bei dem hier vorliegenden jegliche eigene Innovationskraft.
Stets die gleiche Grundkonstellation, egal ob zwei Männer oder hier ein Liebespaar.
Es geht immer um die Entwicklung beider Charaktere hin zu einem positiveren Ende.
Hier haben wir Stephanie, die als Waltrainerin in einer Show so schwerverletzt wird, daß ihr beide Unterschenkel amputiert werden müssen. Ihr zur Seite der leicht flatterhafte, pragmatische und im Leben etwas gescheiterte Ali, der sich als Türsteher, später auch im Boxkampf sein Geld verdient.
Beider Schicksal kreuzen sich und während einerseits Stephanie neuen Lebensmut durch die unbeschwerte Lockerheit Alis gewinnt, neue Hoffnung schöpft und ihre Depression überwinden kann,lernt dieser im Laufe der Story ein liebesfähigerer, verantwortungsbewussterer Mensch zu werden.
Neu ist das nicht. Müsste es auch nicht sein wenn dies alles wenigstens mitreissend und dramaturgisch gefühlvoll inszeniert wäre.
Doch das Drehbuch tritt auf der Stelle, außer dem Mitgefühl natürlich für die schreckliche Unfalltragödie holt der Film wenig Potential aus der bekannten Geschichte heraus. Kein einziges Mal rührt er wirklich an, kein einziges Mal kann er Tiefe vermitteln.
Verschlepptes Tempo und im Verlauf zu viele Probleme und Themen auf einmal.
Eine Fokussierung auf eine exzentrische, bewegende Liebes- Story, wie es zum Beispiel oft ein Pedro Almodovar (wunderbar zum Beispiel:"Sprich mit ihr"), Lars von Trier ("Breaking the Waves") zustande bringt findet nicht statt.
Zuviel Überfrachtung allenthalben. Warum muß man zusätzlich zu der problematischen Liebesgeschichte noch die vollkommen aufgesetzte Boxsport- Thematik mit hinein pfropfen, und wenn am Ende auch noch Alis kleiner Sohn eine fast tragische Rolle einnimmt wird der Tragik- und Schicksals-Brei fast schon ärgerlich.
Genau zwei Szenen bleiben länger im Gedächtnis. Hier verläßt sich der Regisseur ohne viel Getöse endlich einmal auf die Magie des Augenblicks: Einmal das wunderschöne erlösende Erlebnis wenn Stephanie zum ersten Mal wieder in den Wellen schwimmt, und dann das fast mystische Bild wie sie durch eine Glasscheibe getrennt mit dem riesenhaften Wal Kontakt aufnimmt.
Zwei Szenen in zwei Stunden ist für so ein sensibles Thema zu wenig. Oft ertappt man sich dabei auf die Zeiger der Uhr zu sehen, wielange dieser vergeigte, vorhersehbare Spannungsbogen denn nun noch geht.
Überraschungen sind nicht zu erwarten, Fingerspitzengefühl für ergreifende Szenen, Blicke, Momente leider Fehlanzeige.
So ist "der Geschmack von Rost und Knochen" ein gut gemeinter Film der aber das Wichtigste nicht erreicht: Den Zuschauer anzupacken und mitzureissen.
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Der Geschmack von Rost und Knochen
Der Geschmack von Rost und Knochen von Craig Davidson (DVD - 2013)
EUR 7,99
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