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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und alle Fragen offen !!!
Schluss, aus und vorbei !!! Mit der doch etwas überraschend verkündeten Auflösung von THE DEVIL'S BLOOD verliert die Szene eine der spannendsten und besten Rock-Bands der letzten Jahre. Die Vorgeschichte ist bekannt: Mit einigen fragwürdigen Aktionen hat sich TDB-Chefdenker Selim Lemouchi in jüngster Vergangenheit nicht nur Freunde gemacht...
Vor 16 Monaten von kwichybo veröffentlicht

versus
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant - und definitiv ein Album, an dem sich die Geister scheiden werden
Über keine Hard Rock Band dürfte hierzulande in den letzten fünf Jahren kontroverser disktutiert worden sein als über THE DEVIL'S BLOOD, und es ist offenkundig, dass diese Truppe die Hörerschaft polarisiert - wobei die Band vermutlich in erster Linie deswegen so kontrovers ist, weil sie von einigen Teilen der Fachpresse (jeder Leser der Rezension...
Vor 17 Monaten von Parsec veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und alle Fragen offen !!!, 26. Juni 2013
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Schluss, aus und vorbei !!! Mit der doch etwas überraschend verkündeten Auflösung von THE DEVIL'S BLOOD verliert die Szene eine der spannendsten und besten Rock-Bands der letzten Jahre. Die Vorgeschichte ist bekannt: Mit einigen fragwürdigen Aktionen hat sich TDB-Chefdenker Selim Lemouchi in jüngster Vergangenheit nicht nur Freunde gemacht. Inwieweit diese aber zum Split der Band beigetragen haben - kurzfristig lässt sich dies für Außenstehende nicht beantworten. Lieber ein Ende mit Schrecken...??? Egal ob Herr Lemouchi seine urkaotischen Botschaften nun wirklich von einer höheren Macht eingeflüstert bekommt, oder ob der Gute in seiner Kindheit vielleicht einmal zu oft am Starkbier genippt hat...er war, ist und bleibt bis auf weiteres eine der streitbarsten Persönlichkeiten im Business, dessen musikalisches Schaffen ab sofort mit seiner neuen Band SELIM LEMOUCHI & HIS ENEMIES weitergetragen wird.
Durch das urplötzliche Ableben von THE DEVIL'S BLOOD hat der letzte offizielle Release "Tabula rasa or death and the seven pillars" mehr oder weniger den Charme eines Schnellschusses. Denn bei diesem 7-Tracker handelt es sich streng genommen um die Veröffentlichung eines vorproduzierten Demos, dem man die spontanen Studiovibes teilweise deutlich anhört. Wohlgemerkt, dies muss nicht schlecht sein! So finde ich den etwas dumpf-verwaschenen Sound des Albums zu keiner Zeit störend oder gar "schlampig" - auch wenn man erwartungsgemäß nie an den Klang der Vorgänger "The time of no time evermore" oder "The thousandfold epicentre" heranreicht. Meiner Meinung nach wird der Hörgenuss einzig und allein durch das programmierte Schlagzeug geschmälert, das bei fast allen Songs zum Einsatz kommt. Speziell bei den etwas straighteren Nummern "In the loving arms of lunacy's secret demons" oder dem ungewöhnlich hart riffenden "The lullaby of the burning boy" klingen die Drums (u.a. die klirrenden Becken!) leider viel zu klinisch. Zwar schade - aber nicht kriegsentscheidend. Immerhin ist auf "Dance of the elements" und dem sagenhaften "If not a vessel" ein Trommler aus Fleisch und Blut zu hören.
Auffallend ist zudem, dass THE DEVIL'S BLOOD beim Songwriting dieses 65-Minüters teilweise sehr sperrig und unbequem zu Werke gehen. Bestes Beispiel ist hier gewiss der famose Opener "I was promised a hunt", der sich in epischer Überlänge zu einem wahren Monstrum auftürmt, das man von der Band in jener Form nicht erwarten konnte. Neben dem gewohnt kraftvollen Gesang von Schwesterchen Farina - wie immer, Spannung pur! - , ist Mr. Lemouchi hier sogar als harscher Gastvokalist zu bewundern. Ein vergleichsweise anstrengender Einstieg, von dem ich an anfangs dachte, ich würde ihn vermutlich niemals begreifen...doch schon beim zweiten Anlauf machte es "Klick!". Exakt dasselbe Urteil trifft auch auf alle restlichen Songs zu. Ein neuer Band-Hit á la "Die the death" oder "The yonder beckons" erschließt sich dem Hörer vorerst nicht. Anders als bei den Vorgängern packen dich die eingängigen Refrains nicht sofort am Schlawittchen...und dies, obwohl manche Gesangslinien bzw. Singalongs diesmal besonders "extravagant" daherkommen.
Die berauschende Wirkung von "Tabula rasa or death and the seven pillars" entfaltet sich vor allem auf musikalischem Wege. Die Gitarrenarbeit ist erneut schlichtweg überragend (!) ausgefallen, so dass man dem Silberling trotz aller ungünstigen Vorzeichen einfach nicht aus dem CD-Player nehmen kann. Mit den zwei Instrumentals "Tabula rasa" und "Dance of the elements" (stockfinster und bedrohlich!) bestechen THE DEVIL'S BLOOD durch ihr frisches, unberechenbares Sixties/Seventies-Songwriting, dessen Reiz auf der allumfassenden Gitarren-Magie basiert. Wer hier weghört, der verliert! Und doch hätte man beide Songs irgendwie gern mit Gesang gehört...auch hier gilt die Vermutung, dass die Nummern letztlich nicht fertiggestellt werden konnten. Übrig bleibt noch das über 10minütige "White storm of teeth", welches allen Uralt-Fans wahrscheinlich am besten "reinlaufen" dürfte. Durch den gemäßigten Grundrhythmus hat dieser Longtrack beinahe schon etwas Hypnotisches, und hätte den etwas verworrenen "Feverdance" (vom Album-Vorgänger!) qualitativ mal locker vom Sockel gestoßen. Klassischer Bandstoff zum Niederknien!
Fazit: Selbstverständlich spielen alle früheren THE DEVIL'S BLOOD-Scheiben in einer ganz anderen Liga. Vergleicht man "Tabula rasa or death and the seven pillars" mit den bisherigen musikalischen Göttlichkeiten, dann bleibt das Album unbestritten letzter Sieger. Eine gerechte Bewertung zu treffen fällt mir wirklich sehr schwer, da die eingangs genannten Defizite einen Punktabzug quasi einfordern. Wenn mich aber jemand um eine ehrliche Antwort bitten würde, ob ich an dieser Stelle eine Kaufempfehlung aussprechen könnte...ich würde die Frage glasklar mit "Jaaa!" beantworten. Das ist exzellente, brilliante und überaus eigenständige Rockmusik einer Band, die mir fortan sehr fehlen wird. Also, Punktabzug wofür?
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant - und definitiv ein Album, an dem sich die Geister scheiden werden, 5. Mai 2013
Von 
Parsec - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über keine Hard Rock Band dürfte hierzulande in den letzten fünf Jahren kontroverser disktutiert worden sein als über THE DEVIL'S BLOOD, und es ist offenkundig, dass diese Truppe die Hörerschaft polarisiert - wobei die Band vermutlich in erster Linie deswegen so kontrovers ist, weil sie von einigen Teilen der Fachpresse (jeder Leser der Rezension wird wissen wer gemeint ist) jenseits aller Begeisterung und völlig unkritisch abgefeiert wurde.
Ich muss persönlich sagen, dass ich die Hard Rock Szene nun schon seit guten 25 Jahren verfolge, aber etwas Derartiges wie bei THE DEVIL'S BLOOD habe ich seitens der Presse noch nie erlebt: hier waren Teile der erstaunlich devoten Journalisten bereit, bei wirklich jedem Statement, jedem Auftritt und jeder Veröffentlichung auf die Knie zu fallen und jegliche nur denkbare Jubelarie anzustimmen... das im Zuge dessen auch befremdliche Äußerungen und grenzwertige Aktionen (krampfhaft) schöngeschrieben wurden ist jedem Leser ja auch hinlänglich bekannt.

Manche Journalisten machten es sich bei THE DEVIL'S BLOOD schlichtweg zu einfach: egal was die Band oder SL machte, es wurde bejubelt. Ob die Begeisterung für THE DEVIL'S BLOOD nun angemessen war mag Jeder für sich entscheiden - kompetenter, glaubhafter Journalismus war die teilweise ins Absurde gesteigerte Hofberichterstattung jedenfalls nicht.

Wie dem auch sei - nachdem Bandkopf SL im Januar überraschend die Auflösung von THE DEVIL'S BLOOD verkündet hat liegt mit "III: TABULA RASA OR DEATH AND THE SEVEN PILLARS" das letzte geplante Album vor, welches, da sämtliche Arbeiten der Band eingestellt wurden, wohl in einer Rohfassung veröffentlicht wird. Mir persönlich gefielen die bisherigen Outputs von THE DEVIL'S BLOOD bislang durchaus gut (solange man nicht manche Jubelrezensionen in der Fachpresse las *g*), insofern war ich gespannt, wie das finale Werk ausfallen würde.

Ich muss nach achtmaligem Hören sagen, dass man TABULA RASA definitiv anmerkt, dass es wohl eine zumindest in Teilen unvollendete Fassung ist. Das, was die Band der EP "Come, Reap" sowie den Alben "The Time Of No Time Evermore" und "The Thousandfold Epicentre" an kompositorischem Können gezeigt hat, ist in dieser Form bei TABULA RASA manchmal eher zu erahnen. Die Songs klingen mehrheitlich interessant und sind ohne Frage gut gespielt, im Mix wirkt das Endresultat allerdings logischerweise noch unfertig und kompositorisch schlichtweg noch nicht ganz ausgefeilt... dem Material scheint mitunter der berühmte (und entscheidende) letzte Schliff zu fehlen. Das mag für extreme Fans natürlich ganz besonders spannend oder true klingen, ist dennoch von den beiden offiziellen Vorgängern ein hörbares Stück entfernt. In Manchem erinnerte mich TABULA RASA vom Hörerlebnis beinahe an "Fallen", dass 2002 ohne Einverständnis der Band veröffentlichte Album der Fields Of The Nephilim, welches ja auch Vorabversionen der eingespielten Songs enthielt.
Dennoch: Gute Ansätze und starke Passagen gibts bei TABULA RASA immer wieder zu hören, aber mit den Vorgängern kann (und sollte) dieses Album nicht direkt verglichen werden... dies liegt aber auch zwingend in der Natur der Sache.

Interessant ist, dass die Band bei dem hier vorliegenden Material definitiv vertrackter und experimenteller als bislang zu Werke geht - die sehr eingängigen Kompositionen, welche die beiden Vorgängeralben mitunter direkt autoradiotauglich machten, fehlen zumindest in dieser Vorabversion, auch wenn hörbar THE DEVIL'S BLOOD am Werk ist und die Herrschaften sich insofern treu bleiben. Die Band versuchte also definitiv nicht, mit TABULA RASA ein eingängiges "auf Nummer sicher" Album zu komponieren, sondern folgte hörbar ganz eigenen Ideen und eigenen Visionen.
Dies bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch: wer THE DEVIL'S BLOOD primär wegen Ohrwürmern wie "She", "Christ Or Cocaine", "The Heavens Cry Out For The Devil's Blood", "Cruel Lover" oder "Fire Burning" mochte dürfte von TABULA RASA eher enttäuscht werden, die Band klingt mitunter harscher, experimenteller und deutlich psychodelischer. Die Richtung, in welche sich THE DEVIL'S BLOOD anscheinend weiterentwickelt hätten ging definitiv nicht in kommerzieller Gefielde, sondern weiter in Richtung komplexerer, verschachtelter Songs, zu denen man erst Zugang finden muss.

TABULA RASA wird wohl immer der etwas komische Beigeschmack des unvollendeten Albums, welches möglicherweise bei Fortbestand der Band anders geklungen hätte, anhaften. Für ganz besondere THE DEVIL'S BLOOD Fanatiker dürfte dies natürlich eine besonders spannende Hörerfahrung sein - und ich bin mir sicher, dass sich einige Fans in dieses Album regelrecht verlieben werden, was natürlich völlig OK ist. Gerade das Vertrackte und womöglich Unfertige hat ja auch seinen ganz besonderen Reiz, und mich sollte es nicht wundern, wenn TABULA RASA das Album von THE DEVIL'S BLOOD ist, welches am meisten polarisiert und daher auch ganz begeisterte Anhänger findet.

Alles im allem: wer THE DEVIL'S BLOOD mag bekommt hier für sein Geld die letzten Stücke, welche diese Band veröffentlichen wollte - ob die Stücke in der hier hörbaren Versionen bei Weiterbestehen der Band oder in anderen Versionen schlussendlich veröffentlicht worden wären mag man sicherlich diskutieren. Die endgültige Antwort kennt da sicherlich nur die Band. TABULA RASA enthält definitiv interessantes Material, und das hier einmal mehr talentierte Musiker am Werke sind dürfte ausser Frage stehen.

Insgesamt von mir 3 Sterne - an TABULA RASA werden sich, wie an THE DEVIL'S BLOOD insgesamt, die Geister scheiden.
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4.0 von 5 Sternen Das viel zu frühe Ende, 11. Juni 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Auflösung von The Devil's Blood war für mich einer der schlimmsten Augenblicke dieses Musikjahres... Die Band, die am Zenit ihres Schaffens stand, mit zwei atemberaubenden Alben, die mich auch live absolut mitreißen konnte und für eines der besten Konzerte meines Lebens verantwortlich war, hatte sich getrennt. Als angekündigt wurde, dass noch ein drittes, jedoch unfertiges Album, noch veröffentlicht werden sollte war meine Freude groß. Unter dem kunstvollen Titel "III: Tabula Rasa Or Death and The Seven Pillars" liegt es mir nun endlich vor und beendet die kurze Erfolgsgeschichte der niederländischen Band, die in dieser geringen Zeitspanne einen gewissen Kultstatus erreichen konnte und des öfteren mit dem Zusatz "lieben oder hassen" betitelt wurde. So ist es auch mit diesem Album: Wer bislang mit der Band nichts anfangen konnte, der wird dieses Album definitiv auch nicht mögen. Vieles wirkt auf "III" noch unfertig, die Songs sind noch weniger eingängig und dafür noch psychedelischer als auf den Vorgängeralben. Highlights des Albums sind etwa der unglaublich atmosphärische 22-minütige (!) Opener, die Instrumentalstücke "Tabula Rasa" und "Dance Of The Elements" sowie der noch eingängigste Song des Albums und mein persönlicher Favorit "White Storm Of Teeth". Den verbliebenen 3 relativ kurzen Songs fehlt es dagegen deutlich an Wiedererkennungswert, die Songs sind gut, aber kommen an vergleichbare Titel aus der Banddiskografie nicht heran. Eingängige Ohrwürmer der Marke "I'll Be Your Ghost" o.Ä. sind auf diesem Album nicht zu finden, dafür melancholische, atmosphärische Musik, welche auch durch die besondere Aufmachung von CD-Hülle und Booklet noch einmal unterstützt wird. Das Album besitzt einen eigenen Charakter und das ein oder andere Highlight - Fans der Band sollten auch ihr letztes Kapitel nicht verpassen, welches trotz oder vielleicht gerade wegen des Demo-Sounds, der Unfertigkeit und der Hintergrundgeschichte einen gewissen Charme besitzt - auch wenn es die bisherigen Veröffentlichungen nicht erreichen kann.

R.I.P. The Devil's Blood
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