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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Epischer Black Metal, 29. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sunbather (MP3-Download)
Wer sich die Mitglieder von Deafheaven ansieht (glattrasiert, kurze Haare, schwarze Hornbrille), würde nicht unbedingt erwarten, dass sie Black Metal spielen. Auch das Albumcover ist bewusst schlicht gehalten: Passend zum zentralen Motiv eines Mädchens, dass im Garten ein Sonnenbad nimmt, soll die Farbe wiederspiegeln, was man sieht, wenn man mit geschlossenen Augen in der Sonne liegt. Hier werden bewusst Heavy Metal Klischees aufgelöst. Tatsächlich ist die Musik auf dem zweiten Studioalbum der Amerikaner schwer zu kategorisieren: Doublebass-Gewitter, Blast Beats, schreiender gutturaler Gesang, knallharte Riffs gepaart mit etherisch schönen Klängen und akustischen Zwischenspielen, die einen beim Zuhören aufatmen lassen und das Black-Metal-Gerüst aufbrechen. Ist das Post Metal? Shoegazing? Post Rock? Odern eben doch Black Metal? Eine genreübergreifende Synthese aus allem? Letztlich egal, wenn dabei so ein geniales Album herauskommt.

"Sunbather" ist eine CD, aus der man keine einzelne Single herauslösen kann, sondern eher ein durchgehendes Meisterwerk aus sieben Kompositionen, das man von Anfang bis Ende durchhören sollte. Im Grunde sind es vier epische, überlange Stücke zwischen 09:14 und 14:37 Minuten, die durch drei kürzere instrumentale verbunden werden und aufeinander aufbauen. Und so sind Kontraste die wichtigste Konstante auf dieser Platte. Helles Sonnenlicht wirft dunkle Schatten, könnte man sagen. Die Instrumentalleistung ist großartig: Kerry McCoys Guitarrenspiel deckt ein breites Spektrum an Klängen ab, und Drummer Daniel Tracy weiß genau, wann er die Blast Beats zugunsten groovender Percussion zu unterbrechen hat, um den stetigen gezeitenhaften Wandel der Musik am Leben zu erhalten.

Der Eröffnungssong "Dream House" beginnt verhalten, als würde die Sonne über dem Black-Metal-Universum aufgehen, um den Zuhörer nur wenig später mit donnerndem Schlagzeug und George Clarks schrillem Schrei bei der Gurgel zu packen. McCoys fließendes Guitarrenspiel transportiert das Lied dann durch zahlreiche strahlende Höhen und brilliante Tiefen, bis sein Arpeggio am Ende nahtlos in das melancholische, allein von Guitarre und Piano getragene "Irresistible" übergeht. "Sunbather" lässt den Hörer jedoch nicht weiter ausruhen, sondern biete fast durchgehend rohe Kraft und Aggression. Das zweite Interludium "Please Remember" bietet eine Klanglandschaft, die sich über ein Sample einer Rezitation legt, in der Mitte durchbrochen von einer kreischen Rückkopplung wie eine Bohrmaschine. "Vertigo" beginnt fast poppig mit getragenen Guitarrensolos, bis dann doch der Black Metal explodiert. "Windows" ist ein weiteres Zwischensspiel mit Soundschnipseln von sich unterhaltenden Leuten und schläfrigen ambienten Klanggebilden. Das finale "The Pecan Tree" verschwendet keine Zeit, sondern greift die Ohren mit härtestem Black Metal an, der langsam abebbt bis nur noch eine Shoegaze-Guitarre übrig bleibt und der Post Metal übernimmt und Deafheaven all ihre Gefühle in das Lied packen.

Diese Musik berührt, bewegt und beeindruckt einen, im besten Falle alles zusammen, aber sie lässt einen bestimmt nicht kalt. Hinterlegt mit den Guitarrenklängen wird aus dem schreienden Gesang von George Clarke, der für sich allein genommen vielleicht nur Wut ausdrücken würde, ein Aufschrei der Verzweiflung. Das Album ist sehr emotional - es handelt von Enttäuschung und Zorn, aber auch Unsicherheit, Angst und Liebe - und bringt vielleicht Leute dazu, sich mit dieser Musikrichtung zu befassen, die ansonsten niemals Black Metal gehört hätten. Wenn das letzte Lied, das mit aggressiven Riffs und rasendem Schlagzeug beginnt, im Mittelteil mit einer zärtlichen Klaviermelodie ausklingt, die dann von den Guitarren aufgegriffen und schließlich ausgeblendet wird, weiß man, dass dieses mutige und kunstvolle Album bleibenden Eindruck hinterlassen wird.

Hoffentlich ein Hit!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Platz an der Sonne - für Black Metal?!, 8. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Sunbather (Audio CD)
(Du-bist-auch-so'n)Hail Nutzer!

Es ist ja richtig was los im Black Metal Land. Da werden ökologisch-okkulte Utopien in den Raum geschmissen, alte Schminksachen fliegen aus dem Schrank, noch viel schärfere und dogmatischere Killernieten fliegen in den Schrank um zu verhindern das irgendwelche bösen Hipster noch mehr Mummenschanz und faschistoide Provo-Gegenkultur rauswerfen, da werden Leder- gegen Cordhosen getauscht (und umgekehrt) und wilde Partys mit ganz fremden Leuten (Postrockern, Shoegazern und anderen Fremdlingen) gefeiert bis das Ochsenblut auch wirklich jedem schmeckt. Da treffen sich Philosophiestudenten mit dem Proletariat und schreien ein bisschen in die tiefschwarze Nacht und ein sonnenverwöhntes Land namens Frankreich kämpft um die Vorherrschaft bis aufs Blut mit der gesamten nordischen Hemisphäre, während alte Idole zuerst aus dem Knast entlassen werden um dann wieder drin zu landen, und dann doch wieder nicht.

Es gibt derzeit jedenfalls kaum ein Genre das so offensichtlich in einer totalen Auf-, Ab-, und Zusammenbruchsstimmung ist.
Vielleicht aber, und davon gehe ich aus, brodeln diese Sachen schon länger, nur plötzlich interresiert es jeden.

Zwei Namen die in diesem Zusammenhang immer wieder fallen, und von einigen regelrecht als Aufrührer und Zerstörer einer gesamten Szene an den Pranger gestellt werden, sind LITURGY und ALCEST.

Klar, da gibt es noch Leute wie WOLVES IN THE THRONE ROOM usw. aber ich habe bewusst DIESE ZWEI NAMEN genannt, denn das hier vorliegende Album der Band DEAFHEAVEN, erscheint mir wie das Kind dieser beiden Kombos.

Man nehme also eine harmonische Welt wie die des Alcest-masterminds Neige (der übrigens eine Spoken Word Passage auf SUNBATHER übernommen hat), einige ruhige, hallbeladene "shoegazige" Klimperpassagen und wundervoll erhebende Melodiebögen und kombiniere diese mit der schieren Wucht und dem fast nicht zu kontrollierenden Chaos des Liturgy-albums "Aesthetica" - dann kriegt man eine ungefähre Vorstellung davon, was DEAFHEAVEN hier fabriziert haben.

Doch wer jetzt glaubt DEAFHEAVEN liefern hier nur einen zusammengeklauten Hybriden ab, der irrt gewaltig. SUNBATHER ist ein komplett eigenständiges Gesamtkunstwerk. Schon das Artwork und das Farbschema ist ein absolutes Statement - und das hat herzlich wenig mit "Transilvanian Hunger" zu tun.

Ob das jetzt noch trve ist oder ob man das überhaupt noch als Black Metal durchgehen lassen kann - WHO CARES?

SUNBATHER ist ein weiter Schritt in eine noch offene Zukunft eines schon oft für tot erklärten Genres - und ich gehe diesen Schritt gerne mit!

NENNT ES WIE IHR WOLLT. Ich finds klasse.

Daher eine

U N E I N G E S C H R Ä N K T E K A U F E M P F E H L U N G

Sonne ist Krieg.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Nagel auf dem Kopf, 27. Juli 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sunbather (Audio CD)
Wenn man an Black Metal denkt, gibt es gewisse Erwartungen, die man damit verknüpft; ein Gefühl eisiger Kargheit, das den Hörer am Schopfe packt und in eine Grube existenzieller Verzweiflung wirft. Metal ist jedoch kein Genre, das sich darum schert einfachen Erwartungen zu entsprechen; es will sie zerstören und untergraben. Auf ihrem zweiten Album Sunbather unternehmen die in San Francisco beheimateten Deafheaven genau das. Ihren Sound mit Elementen von Shoegaze und Post-Rock befüllend, schafft die Band einen beeindruckenden Klangwechsel von erstickender Dunkelheit zu einhüllendem Licht. Aus vier ausgedehnten Tracks bestehend, die durch atmosphärische Zwischenräume verbunden werden, treibt das Album zwischen Stellen irrer Katharsis und kontemplativer Ruhe, die dem Hörer einen Moment des Innehaltens in seinen ausgedehnten Klangflächen erlaubt, bevor es eine weitere intensive Flut ekstatischer Emotion (und Blastbeats) loslässt. Auf beeindruckende Art schaffen es Deafheaven ein Album zu kreieren, das sich tonlich gesprochen, komplett anders zu jeder anderen Death Metal-Platte anhört, während es immer noch dasselbe Thema behandelt. Das Album beschäftigt sich mit Themen wie Tod, Reue, Zweifel, Verlust und Angst, aber das macht es durch poetische Ergründungen anstatt profaner Konfrontation. Dieser leichtere Ansatz gibt dem Hörer Zeit es tatsächlich zu verinnerlichen und über die Texte nachzudenken anstatt nur instinktiv zu reagieren, was eine insgesamt tiefgründigere Erfahrung schafft für diejenigen, die sich die Zeit nehmen das Album wirklich aufnehmen zu wollen. Viele Bands bestreiten ihre gesamte Karriere ohne ein so gut gefertigtes, vollständig umgesetztes und schlichtweg mitreißendes Album wie Sunbather zu schreiben und irgendwie haben es Deafheaven geschafft auf ihrem zweiten Album den Nagel auf den Kopf zu treffen mit einem Album, das mit jedem Hören größer und affektiver zu werden scheint.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Essenz aller Emotionen, die im Metal wichtig sind, 28. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sunbather (Audio CD)
ohne Grenzen gedacht,
ohne Grenzen inszeniert,
brillant produziert.

Metal war (ursprünglich) die Spitze der Rebellion gegen die Konformität. Anders sein. Das "Anders" tolerieren. Rückzugsgebiet. Schutzraum. Abwehrstellung. Lebensart.
Immer mehr wurde Metal uniformiert, konformiert. Wer nicht so ist/war, wie ein Metaller eben "zu sein hatte", wurde kritisch beäugt.
Wie in eben der Gesellschaft, aus der man sich abgrenzen wollte.

Deafheaven sind die Rebellion gegen die uniforme Metal-Szene, gegen die Betonköpfe und diejenigen, welche die 34. Wiederholung der immer gleichen InFlames-Kompositionen als das Wahre und Echte preisen.

Deafheaven schaffen eine Welt von Wut, Melancholie und unbeschreiblicher Wechselbäder verschiedener Stile.
Ohne Grenzen, ohne Verbote, aus einem Guss,
wie ein Monolith einer mehrdimensionalen Klangwelt,
zarte traurige Melodien, die in exzellent eingebetteten herzzerreissenden Schreien eines brillanten Sängers ertränkt werden.

Ich bin seit Jahren von einem Album und einer Band gefesselt wie noch nie.
Unbeschreiblich.,.
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5.0 von 5 Sternen Berechtigter Hype??, 20. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Sunbather (Audio CD)
Um die US-amerikanische Band Deafheaven wurde schnell ein großer Hype veranstaltet. Der Stil, der sich grob als Mischung aus Black Metal, Post Rock und Shoegaze mit einigen poppigen Elementen beschreiben lässt, kam vor allem in den Mainstream-Medien sehr gut an. Bei Black Metal Anhängern stößt die Band dagegen sehr oft auf äußerst kritische Töne und die Band wird als nicht true oder unkult bezeichnet.
Zum Album selber: Deafheaven erfinden zwar das Rad nicht neu (das haben vor allem Alcest und Ameseours ihnen abgenommen), können aber eine ganz eigene Note in ihre Musik einbringen. Dies gelingt vor allem durch die deutlich hook-lastigeren Elemente. Auch einige Überraschungen wie der Song "Please Remember", der mit seinem hochfrequenten Synthie-Abschnitt überzeugen kann, heben die Band von anderen Blackgaze Bands wie Alcest oder Les Discrets ab. Der Blackgaze bleibt aber in den nicht-instrumentalen Stücken immer der vorherrschende Stil. Trotzdem klingt das Album aber immer neu und erfrischend.
Spezielle Songs hier rauszupicken wäre eine Schande. Das Album funktioniert meines Erachtens als Einheit besser als die einzelnen Songs.
Ein Bonus noch für der sehr gewagte, aber schöne Albumcover.
Für Hörer des Blackgaze sehr zu empfehlen, aber auch Leute, die allgemein auf alternative Musik stehen, sollten sich dieses Album und die Band merken.
5/5 Sternen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ......, 26. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sunbather (Audio CD)
endlich.....ich habe es herbei gesehnt, das neue album der us-jungs..und ich werde vollkommen subjektiv sein und eine rezension mit einer fanbrille schreiben..
nach einem überalbum wie "roads to judah" waren meine erwartungen unendlich hoch, daher konnten sie eigentlich nur verlieren..
als fazit muss ich sagen, sie haben nicht wie erwartet eine totalveränderung des sounds unternommen, sondern den stil etwas verfeinert..das führt dazu, dass die spitzen etwas geglättet wurden, d.h. die blackmetal anteile nicht mehr ganz die rohheit haben und die orgastisch anmutenden sigur ros anteile nicht mehr bis ins exzess zelebriert werden, es fühlt sich quasi etwas runter an..hm..
was bleibt ist ein ganz grosses album was erst in seiner tiefe noch erschlossen werden muss, im augenblick würde ich die unbekümmertheit des debüts vorziehen, aber wir reden hier über marginale dinge und, natürlich rein subjektive dinge;-)
wie das debüt---einfach nur grandios und zeitlos, Kaufen!!
ein kleiner tip, ein sehr deafheaven angelehntes album, quasi die nachfolgegeneration; Apocynthion--"sidereus nuncius"
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schönheit des Verbrennens bei lebendigem Leib, 26. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Sunbather (Audio CD)
Ich versteh' zu wenig von den Subgenres der harten Ledernietenmännermusik, also ist mir schleierhaft, warum es sich bei DEAFHEAVENs 2. Album (und beim Ersten selbstkreischend auch) um "...Black Metal..." handeln soll. Wird aber allenthalben behauptet bzw. als Option in den Raum gestellt. Sei's drum. Die Harmonik dieser 7, teils erwartbar überlangen Stücke erinnert mich eher an Gepflogenheiten aus der Welt des Indierocks und da im Speziellen an die letztlich unbefriedigenden und kurzlebigen AMUSEMENTPARKS ON FIRE. Aber das ist mein Problem und taugt als Referenz nichts, denn Amusementparks On Fire würden in der Druckwelle, deren Epizentrum dieses Album ist, ein paar Sekundenbruchteile in der Luft hängen wie Cartoon-Figuren, denen WITSCH! der Boden unter den Pfoten weggezogen wurde - und dann würden sie zu Staub zerbröseln. Ihre Silhouetten könnte man noch Meilen weiter draußen, in den Putz stehengebliebener Häuserwände gebrannt, wiederfinden. Ja, ja, liebes Metaphorik-Konsortium, man ist schnell bei der Hand mit solchen Analogien, möchte man Deafheavens Musik adäquat in Worte fassen. ISIS und CULT OF LUNA könnte man noch in den Ring werfen...und Daniel Tracy löst mit seinem um the occasional Blastbeat nicht verlegenen Drumming Patterns in hochgepitchte Erdbeben auf, wie es es Bruce McMurtrie Jr, bei ROSETTA (fast) tut, aber Deafheaven treiben das Spiel noch eine ganze Ecke weiter. Sie erfinden, wie es immer so blöd heißt, die Musik nicht neu, und, JAHA!, dies ist eine Platte, auf der SEHR LAUTE Stellen auf SEHR LEISE Stellen folgen, aber Deafheaven schreien und prügeln den ganzen Kladderadatsch an einen Punkt, der vielleicht die Grenze des Möglichen markiert, und sowas braucht diese Zeit, in der einem alles als immer noch weiter steigerungsfähig und ausbeutbar verkauft wird, verdammtnochmal!!
Japans Screamo-Grandseigneure (Dem Grandseigneur ist nichts zu schwör!) ENVY, von denen ich mir nach Niederschrift dieser Rezi das Gesamtwerk bestellen werde, müssen hier natürlich 1x gedropt werden. Sie sind ihres Zeichens wiederum Freunde und Kupferstecher der ins Gestein des Berges Sinai gehauenen MOGWAI, deren erhabene und bis zur allerletzten Hundertachtundzanzigstel ausgespielte Akkordwechsel man in mancher Passage auf "Sunbather" widerhallen hört, aber würden Mogwai auch nur eine Minute lang versuchen, diese DICHTE, diese GESCHWINDIGKEIT und diese KEHLKOPFENTZÜNDUNG nachzustellen - Hyperventilation, Herzklabaster und Hirnsausen, mithin der Exodus dieser verdienstvollen Musikgruppe wären die Folge.
Und auch wenn z.B. "Please Remember" ein herzerwärmendes Trauerweiden-Instrumental mit akustischen Gitarren ist; auch wenn am Ende des ersten Drittels des viertelstündigen "Vertigo" die Gitarren mit an die Schlaghand getackertem Tremolo-Hebel gerührt (nicht geschüttelt) werden, so daß einem unwillkürlich die Wörter "MY", "BLOODY" und "VALENTINE" durch den zertrümmerten Schädel gehen --- "Sunbather" ist, wie "Panopticon" oder "Daydream Nation", eine dieser Platten ohne Anfang und ohne Ende. Es geht nicht mehr um DIESEN Song in Relation zu JENEM Song. Es geht um ALLES, egal von welchem Punkt aus man draufschaut. Raum und Zeit lösen sich auf, transformieren sich in ein immerwährendes JETZT. Ein ubiquitäres, hypermelodisches HIER. Wunderschön! Die besten Momente auf "Sunbather" sind wie die Szene in Danny Boyles bildgewaltiger Science-Fiction-Arbeit "Sunshine", in der Cillian Murphy wie eingefroren im Feuersturm der explodierenden Weltrettungs-Megabombe steht. Herzlich willkommen zum letzten Sonnenbad deines Lebens! Platte der Nanosekunde!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mir fehlen die Worte..., 5. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sunbather (Audio CD)
Habe mir das Album Sunbather auf anraten eines Kumpels bestellt. Kumpel meinte nur, vertrau mir, bestell das Teil. Da der Kerl in letzter 'Zeit fast immer musikalisch meinen Geschmack traf und ich kurz in einen Song von Sunbather reingehört habe, wurde die Vinyversion bestellt.

Eine LP in fast schon pippigelb und die andere in schweinchenpink gepaart mit einem ebenso pinken Cover. Etwas gewagt, aber pfeif auf irgendwelche Konventionen. Solange die Musik passt, geht fast alles. Und das tut sie.

Deafheaven musizieren völlig losgelöst im Universum der harten Klänge. Irgendwie ist die reine Stilbezeichnung Blackmetal irreführend und trifft nicht völlig zu. Harsche Blackmetalpassagen mit einem völlig hysterischen aber sehr intensiven Schreien wechseln sich mit Postrock und Shoegaze Passagen ab und kreiieren ein wundervolles Klangerlebnis, das mich nach unzähligen Hördurchläufen immer noch völlig konsterniert zurücklässt. Wie konnte ich etwas so großartiges bisher verpassen ? Ich habe mir direkt noch das Demo und das Vorgängeralbum auch als Vinyl geordert. Ganz großes Kino. Ich verabschiede mich, spreche eine mehr als klare Kaufempfehlung für Sunbather aus und warte mit zittrigen Händen auf die anderen bestellten Deafheaven Vinyl Leckerchen. Wundervoll !
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3 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was besseres gibt es nicht !!, 29. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Sunbather (MP3-Download)
Einfach ein großartiges Album!
Wer die Band das erste mal hört und sie für gut befindet sollte sich auch mal die Alben/Ep's anhören.

Ein großartige Band und Live sind die auch der Wahnsinn.
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Sunbather [Vinyl LP]
Sunbather [Vinyl LP] von Deafheaven (Vinyl - 2013)
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