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87 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles dreht sich nur um mich
Prof. Dr. Reinhard Haller ist Psychiater und Neurologe, Leiter einer Klinik für Abhängigkeitserkrankungen und darüber hinaus vielen als renommierter Gerichtspsychiater bekannt.

Eigennutz,Gier, Rücksichtslosigkeit,Dominanz und Profiliersucht sind die prägenden Merkmale der
modernen leistungsorientierten Gesellschaft. Kaum mehr etwas...
Vor 23 Monaten von Helmut veröffentlicht

versus
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Humor hilft nicht
Der männliche Narzissmus wird beleuchtet, wie er sich allgemein als gesellschaftlich anerkannt darstellt. Der Vollständigkeit halber wird auch noch erwähnt, dass dieses Phänomen auch bei Frauen in anderer Ausprägung auftritt.

Bei der Frage, wie sollte man sich verhalten, wenn man bespw. beim Partner eine narzisstische...
Vor 14 Monaten von Eaglerider veröffentlicht


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87 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles dreht sich nur um mich, 8. Juni 2013
Prof. Dr. Reinhard Haller ist Psychiater und Neurologe, Leiter einer Klinik für Abhängigkeitserkrankungen und darüber hinaus vielen als renommierter Gerichtspsychiater bekannt.

Eigennutz,Gier, Rücksichtslosigkeit,Dominanz und Profiliersucht sind die prägenden Merkmale der
modernen leistungsorientierten Gesellschaft. Kaum mehr etwas zu spüren von Tugenden wie Demut,
Bescheidenheit, Solidarität und Angepaßtheit.
Wer von uns hat nicht schon einmal einem Vortragenden zugehört, der ihn durch sein Auftreten und seine glanzvolle Aura derart in den Bann gezogen hat, daß er nicht einmal mehr den Inhalt des Vortrages wiedergeben konnte.
Auch denken wir beim Betrachten eines großartigen Gemäldes wohl eher an die kreativen als an die (selbst)darstellerischen Fähigkeiten des Künstlers.
Wer jedoch vermutet hinter dieser ,,blendenden" Fassade eine selbstunsichere, an Selbstwertzweifeln leidende Person, ein traumatisiertes, im Inneren verletztes Kind?
Dem Autor des vorliegenden Buches ist es hervorragend gelungen, basierend auf seiner fachlichen Kompetenz sowie aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfend u.a. anhand von Fallbeispielen den Begriff des Narzißmus dem Leser auf eindrückliche Art verständlich zu machen.
Als wesentliche Kriterien des Narzißten nennt er die vier E`s:
Egozentrizität
Empfindlichkeit
Empathiemangel
Entwertung

Er beschreibt den Narzißten als einen Menschen, der nur dadurch überleben kann, indem er alles tut, um seinen Selbstwert zu erhöhen, seine emotionalen Defizite durch Leistung zu kompensieren oder -
wie es beim malignen Narzißten der Fall ist - andere zu entwerten. Als einen Menschen, dem es nie um die anderen, sondern nur um sich selbst geht. Es ist ein Leben zwischen Grandiosität und Minderwertigkeit.
Der Aufbau des Buches ist klar gegliedert, die Sprache nicht nur für den Experten verständlich.
Neben den historischen Hintergründen werden auch die biographischen Ursachen und Entstehungsmechanismen des Narzißmus, weiters die Reaktionsweisen, die Merkmale der narzißtischen Persönlichkeitsstörung sowie die Zusammenhänge zwischen Narzißmus und anderen psychischen und psychiatrischen Krankheiten wie etwa der Zwangsstörung oder der psychosomatischen Erkrankung aufgezeigt.
Über das Verständnis des Narzißmus-Begriffes fällt es dem Leser wohl nicht mehr schwer, moderne Schlagworte wie Mobbing, Stalking und Querulantentum zu verstehen, ebenso die negativen Folgen der Störung, sprich Depression, Vereinsamung und Suizid.
Vielleicht kann die Lektüre dem einen oder andern sogar den Blick schärfen für die narzißtisch manipulativen Fähigkeiten seines Partners.
Die Position bzw. Rolle der narzißtischen Persönlichkeit in unserer ,,Ellbogen-Gesellschaft", vom Cybernarzißten bis zur Führungsperson im Betrieb wird anschaulich dokumentiert.
Ein weiteres Kapitel befaßt sich mit den therapeutischen Möglichkeiten, wobei es der Psychiater und Psychotherapeut bei der Behandlung des Narzißten in der Regel mit einem ,,schwierigen Patienten" zu tun hat. Wesentlich dabei sind ein gesundes Maß an Anerkennung für den Patienten, das Setzen von Grenzen sowie das Erkennen von Übertragung und Gegenübertragungen.
Schließlich vermittelt der Autor dem Leser einen Leitfaden für den Umgang mit dem narzißtischen Gegenüber, so daß er diesem auf eine Art und Weise begegnen kann, die ihn nicht weiter in die Falle des Narzißten tappen läßt.
Eine spannende und interessante Lektüre, eine Anleitung zur Selbst- und Menschenkenntnis.
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56 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erhellend, 11. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für diejenigen, die einen ausgeprägten Narzissten in ihrem familiären oder beruflichen Umfeld haben und ihn (oder sie) gezwungenermaßen ständig oder öfters ertragen müssen, stellt dieses Buch ein strukturiertes Repertorium mit permanenten Déjà-Vu-Erlebnissen dar. Es zeichnet sich ein kohärentes Bild von Zusammenhängen ab, die man zunächst nicht als zueinandergehörig empfunden hatte. Für psychologisch Ungeschulte ist das sehr beruhigend, es bringt zumindest eine logische Ordnung in beobachtete Verhaltensweisen, die bis dato jeglicher Logik entbehrten. Das ist nicht wenig, auch wenn es keine wirkliche Lösung gibt, außer Flucht, und selbst die ist nicht immer erfolgreich.
Kleiner Makel: Ich hätte mir ein paar Ausführungen zu der hohen Kunst der Intrige gewünscht, die Narzissten und insbesondere die hochintelligenten unter ihnen, perfekt und erfolgreich beherrschen.
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78 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den diffusen Psychoterror verstehen, 4. August 2013
Dieses Buch verschafft dem Leser / der Leserin Klarheit über ein unheimliches Geflecht und Konstrukt von Egozentrik,Niedertracht, Bosheit und psychischer Gewalt, die ein Narzisst seinem Opfer "überstülpt". Vergeblich versucht das Opfer zu verstehen, was mit ihm passiert - anhand dieses Buches kann ihm bewusst werden, dass es um seine Unterdrückung, Erniedrigung, Abhängigkeit und Ausnutzung geht. Das Opfer wird manipuliert und durch Schuldgefühle in eine psychische Abhängigkeit gebracht. Dies ist besonders bei Ehepartnerschaften der Fall.

Betroffene sind in der Mehrheit Frauen, die Zielscheibe eines Narzissten geworden sind. Sie gehören nicht selten zu den intelligenten, lebensbejahenden, fröhlichen und toleranten Frauen, die vom Narzissten beneidet werden und der sich allein schon deshalb auf einem Vernichtungsfelszug befindet, besonders, wenn sich sein Opfer von ihm trennt. Systematisch terrorisiert er, erniedrigt er und schafft alle wichtigen gemeinsamen Ressourcen auf seine Seite. Anhand dieses Buches wird ein Opfer das System erkennen können, dass es schon geraume Zeit in einem Alptraum leben lässt. Ein Alptraum, der ein Fernsehkrimi oder sogar ein Horrorthriller sein könnte.

Für das Opfer ist die genaue Identifizierung des Narzissten sehr hilfreich, besonders wenn es mit der bösartigsten Art davon zu tun. Diese Erkenntnis habe ich durch das Buch gewonnen. Das Opfer darf sich aus dem Geflecht des Narzissten nicht befreien - er wird es dann gnadenlos verfolgen und vernichten.

Den Blick von oben gewinnen, die persönliche Betroffenheit verlassen können und sich gezielt professionelle Hilfe holen - dieses Buch gibt dem Opfer die Möglichkeit, seine Leiden darstellen und benennen zu können. Es weiß, was es noch zu erwarten hat und welche Strategie dahinter steckt. Das Opfer kann sich auf diese Strategie einstellen und wird nicht mehr überrascht. Es kann Gegenmaßnahmen ergreifen und sich zu schützen versuchen. Beides fällt allerdings schwer, denn ein Narzisst wird von seiner Umwelt oft als charmant, besonnen, sympathisch und vor allem auch integre wahrgenommen. Der Narzisst ist absolut rücksichtslos sowie mitleidlos, lügt und betrügt, um seine Interessen zu verfolgen und durchzusetzen. Dem Umfeld stellt er sich selbst als Opfer dar! Er bewegt sich "seiner Meinung nach" im rechtlichen Rahmen, schafft Verwirrung, sodass das Opfer nur mühevoll die Machenschaften aufdecken und vor allem beweisen kann. Der Narzisst schreckt auch nicht davor zurück, die Justiz zu belügen und seine Sicht der Dinge als die Wahrhaftige darzustellen. Er kann es sehr überzeugend tun, weil er selbst daran glaubt. Dem Narzissten fehlt jegliches Unrechtbewusstsein. Er ist davon überzeugt, dass er jederzeit im Recht ist und dass er keine Fehler macht.

Er ist ein Mensch mit einem verkümmerten Selbstwertgefühl und braucht die ständige Demütigung und Erniedrigung seines Opfers wie die Luft zum Atmen. Anhand des hervorragenden Buches kann das Opfer seinem Widersacher die Stirn bieten, ihn ins Leere laufen lassen. Er kann es nicht mehr demütigen, da es erkannt hat, dass der Widersacher aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung wie "ferngesteuert" handeln muss. Es ist nur schmerzlich, ja ein Prozess der Trauer zu erkennen, dass ein vertrauter Mensch der schlimmste Feind geworden ist - ein lebender Alptraum.
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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen liest sich sehr gut, 19. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Witzig, gut verständlich und sehr hilfreich. Man wird zum Nachdenken angeregt und erkennt oft Verhaltensweisen wieder. Der Autor lässt die Kirche im Dorf und bewertet narzisstische Züge als normal. Allerdings zeigt er auch durch Extrembeispiele, dass es auch krankhaft werden kann und man sich selbst und anderen damit schadet. Er bringt sehr viele andere Aspekte, die mit Narzissmus (nicht immer offensichtlich) zu tun haben, ins Spiel. (z.B. Suchterkrankung, Schuldkomplexe durch Umgang mit Narzissten, Narzissmus als Voraussetzung für Karriere, unterschiedliches Ausprägungen von Narzissmus, Mythologie, gesellschaftliche Faktoren) Meine Lebenserfahrung sagt mir, dass der Autor Recht hat, aber ich hätte ohne das Buch die Zusammenhänge nicht so klar gesehen. Trotz der vielen Aspekte schafft er es Narzissmus ganz schlicht und übersichtlich durch 4 "E" zu definieren:
Egozentrizität
Empfindlichkeit
Emphatiemangel
Entwertung
Wer sich schon oft gefragt hat, wie es z.B. zusammenpasst, dass der Partner/Arbeitskollege/.... einerseits wegen jedem Sch... beleidigt ist und sich andererseits selbst wie die Axt im Walde benimmt und anderen Menschen Dinge zumutet, die er/sie für sich selbst als völlig unzumutbar ansieht... sollte dieses Buch lesen und sich im Umgang mit Narzissten schulen. Es macht das Leben wirklich leichter, wenn man eine Person, statt sich total zu ärgern, lächelnd in eins der 13 Profile einordnet und überlegt, was im Umgang mit solchen Personen empfohlen wurde. Bei manchen Narzissten hilft leider anscheinend nur die Flucht, aber es ist vielleicht auch nicht schlecht, wenn man das sofort weiß.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Narzissmusfalle, 24. Mai 2013
Inhalt:
Das Buch gibt einen vielschichtigen Überblick darüber, was Narzissmus ist, welche Ursachen (vielleicht) dahinter stecken, welche verschiedenen Ausprägungen es gibt und wie man diesen schwierigen Menschen begegnen kann.

Meine Meinung:
Das erste Kapitel (Der Duft des Narziss) hat mir nicht gefallen. Fast war ich versucht, das Buch beiseite zu legen, weil allzu plakativ mit dem Begriff Narzissmus "herumgespielt" (so empfand ich es) wurde. Das häufige Aneinanderreihen von parallelen Satzteilen hat mich wenig angesprochen.
Mit dem Schreibstil des Autoren hatte ich auch im Folgenden oft zu kämpfen. Ich will nicht als "geneigter Leser" angesprochen werden, fühle mich dadurch am ehesten noch veräppelt. Die fast durchwegs doppelten Kapitelüberschriften fand ich ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig.
Auf der Inhaltsebene erhielt ich jedoch einen guten, facettenreichen Einblick in die verschiedenen Arten des Narzissmus und ihre Gemeinsamkeiten (Egozentrizität, Empfindlichkeit, Empathiemangel, Entwertung).
Mir ist nach der Lektüre klarer, was in einem Narzissten "abgeht" als vorher. Sehr interessant fand ich die Erklärungsversuche, weshalb es heute gefühlt mehr Narzissten gibt als früher und wie das WWW diesem Phänomen Tür und Tor öffnet.
Die im Untertitel postulierte "Anleitung zur Menschen- und Selbstkenntnis" habe ich erhalten. Ja, auch wir Buchblogger haben natürlich narzisstische Anteile. Wir sind alles kleinere oder grössere Ich-linge. Gerne hätte ich noch den einen oder anderen ausführlicheren Tipp für den Umgang mit den mühsamen Zeitgenossen entgegengenommen. Die Tipps im Kapitel "Die Narzisstengalerie" sind schon etwas gar mickrig. Da hätte ich mir mehr erhofft.
Das letzte Kapitel "Quo vadis" versöhnt mich dann mit (fast) allem wieder, was ich vorher an (stilistischen) Überschwänglichkeiten "erdulden" musste. Mehr Achtsamkeit und Gelassenheit tut der Welt auf jeden Fall gut, nicht nur im Umgang mit all unseren inneren und äusseren Narzissten.
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39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Na, auch schon reingetappt?, 28. April 2013
Spätestens seit ich „Narziss und Goldmund“ des von mir sehr gemochten Hermann Hesse las, bildete der Begriff „Narzissmus“ ein unglaubliches Faszinosum für mich. Deshalb griff ich auch zum Buch des Reinhard Haller. Man muss nicht notwendigerweise ein Psychogramm seiner selbst erstellen wollen, um dieses Buch gut zu finden. Die vom Autor gemachte Skizzierung des narzisstischen Wesens, nun, scheint ja eigentlich auf jeden zuzutreffen! Das Buch führt gut in die Psyche des Narzissten ein, warnt unter anderem auch vor einer narzisstischen Epidemie, die als Widerspiegelung gesellschaftlicher Grundstimmung gesehen wird. Ob Entsolidarisierung, partnerschaftliche Enttäuschungen, emotionaler Analphabetismus, Selbstsucht, Demut, Bescheidenheit, Ichbezogenheit, Selbstverliebtheit, Wunsch nach Anerkennung oder Bewunderung etc. etc. – garantiert! - hilft dieses Buch sich selbst und andere besser verstehen zu können und auch mit anderer Einstellung in die Welt zu treten. Ein Buch für alle, die etwas über Menschen lernen wollen. Höchst empfehlenswert!

Spieglein, Spieglein an der Wand …
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie tickt der Mensch, 23. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die psychische Struktur der Menschen. Ein unerschöpfliches und spannendes Thema. Aus gegebenem Anlass habe ich mir dieses Buch gekauft, da ich es zweifelsfrei mit einer Narzisstin zu tun habe. Ganz nach dem Motto: Studiere Deinen Feind, habe ich diese Lektüre geradezu verschlungen. Vieles war nicht neu für mich, doch dank dieses Buches bin ich nun auch in der Lage, ziemlich genau zu kategorisieren. Hochinteressant und aufschlussreich fand ich das Kapitel über die „schöne Verwandtschaft des Narzissmus“, Hochmut, Eitelkeit, Hysterie und Gier. In meinem Fall handelt es sich übrigens um eine parasitäre Narzisstin mit viel „schöner“ Verwandtschaft. Auf ein paar wenigen Seiten werden Regeln zum Umgang mit Narzissten dargelegt. Sollte sich der „Umgang“ nicht vermeiden lassen, mögen diese Regeln evtl. auch hilfreich sein. Ich allerdings bevorzuge nüchterne Ignoranz und völlig unempathisches Verhalten gegenüber diesen, meines Erachtens, nicht therapierbaren Geschöpfen.
Alles in allem kann ich dieses Buch jenen Menschen empfehlen, die sich erstmals mit dem Thema Narzissmus befassen wollen oder auseinander setzen müssen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dieses Buch sollten Banker und Politiker lesen – "Dorian Gray" im 21. Jahrhundert, 20. Mai 2013
"Psychopathen" im Sinne von gewissenlosen, machtbesessenen Menschen, die sich in Wirklichkeit nicht selbst lieben und deshalb nach immer mehr Anerkennung streben – und die Betroffenen, aber auch ihre oftmals co-abhängigen Mitmenschen nicht glücklich machen, sondern entwerten – das sind Narzissten; und das ist die Kernthese von Dr. Reinhard Haller, die er mithilfe vieler interessanter Beispiele belegt. Ich habe viele Mitmenschen, aber auch mich selbst in der Beschreibung der modernen "Dorian Grays" des 21. Jahrhunderts wieder erkannt und lege dieses Buch allen ans Herz, die sich nicht immer mehr von sich selbst und den Mitmenschen entfernen wollen. Ein spannender Ratgeber, für den nicht nur Hesses "Narziss und Goldmund", sondern auch Oscar Wildes "Dorian Gray" hätte der Pate sein können. Dieses Buch sollten Banker und Politiker lesen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, 10. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An mehreren Stellen seines Buches macht der Psychiater Reinhard Haller deutlich, dass Narzissmus zu einem sich ständig verstärkenden Phänomen unserer auf Individualität, Selbstverwirklichung, Erfolg und Extrovertiertheit orientierten Gesellschaft geworden ist. Narzisstische Züge sind jedem Menschen zu eigen. Bis zu einem gewissen Grad sind sie auch notwendig, um das Selbstbewusstsein des Menschen zu stabilisieren und positive Leistungen erbringen zu können. Im Übermaß oder in Form einer krankhaften Persönlichkeitsstörung verursacht Narzissmus jedoch großen Leidensdruck bei den Betroffenen und mehr noch in ihrem Umfeld.

Als kennzeichnend für krankhafte Formen von Narzissmus führt Haller die vier "E"s an: Egozentrizität, Empfindlichkeit, Empathiemangel und Entwertung. Die Ursache narzisstischer Persönlichkeitsstörungen wird in der frühen Kindheit verortet, in der das Kind nicht Kind sein durfte und keine Möglichkeit hatte, ein gesundes Selbstbewusstsein auszubilden. Dies äußert sich später in tiefer emotionaler Verunsicherung und bleibendem Mangel an Selbstvertrauen. Narzissten können weder sich selbst, noch andere wirklich lieben. Der heranwachsende Narzisst überspielt den Mangel an Selbstvertrauen durch übermäßiges nach außen getragenes Selbstbewusstsein und Prahlerei. Permanentes Lob, Bewunderung und Erfolg sind der Stoff, den er wie die Luft zum Atmen braucht. Um sich weiter zu erhöhen, entwertet er Menschen seines Umfeldes und bringt ihnen keine Empathie entgegen. Es fällt ihm schwer oder ist ihm gar unmöglich, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, andere zu loben und andere Meinungen zu akzeptieren. Während er andere kritisiert und erniedrigt, reagiert er auf Kritik äußerst empfindlich und aggressiv, da er sie als Angriff auf sein überaus brüchiges Selbstwertgefühl auffasst. Haller spricht von "narzisstischer Wut", die sich ins Maßlose steigern kann und oft mit starken Rachegefühlen einhergeht.

Im persönlichen Umgang mit krankhaften Narzissten ist äußerste Vorsicht angebracht. Haller weist darauf hin, dass die narzisstische Persönlichkeitsstörung zu den am schwersten therapierbaren psychiatrischen Phänomenen gehört. Es fehlt den Betroffenen an Einsicht und Kooperationsbereitschaft, um sich helfen zu lassen. In partnerschaftlichen Beziehungen neigen Narzissten dazu, sich unterlegene Partner zu suchen, von denen sie Unterordnung und Bewunderung erwarten können. Ändern sich die Bedürfnisse des möglicherweise nach Emanzipation strebenden Partners, so sind schwerste Auseinandersetzungen die Folge. In der Arbeitswelt erscheinen Narzissten zunächst als äußerst zielstrebig, erfolgreich, selbstsicher und durchsetzungsfähig, weshalb man sie gehäuft unter Vorgesetzten findet. Oft neigen sie zu Arbeitswut und Perfektionismus, um keine Angriffspunkte gegen ihr in Wirklichkeit verkümmertes Ego zu bieten. Da ihr Handeln auf Machtentfaltung, Selbstinszenierung und Erniedrigung der Mitarbeiter ausgerichtet ist, sind überaus negative Folgen für das Betriebsklima zu erwarten. Abgesehen von einigen "Vasallen" (wie sie Haller nennt), die sich zugleich bewundernd und ängstlich um den Narzissten scharen, ziehen sich die übrigen Mitarbeiter zurück. Dies erfolgt durch innere Distanzierung, "Dienst nach Vorschrift", Betriebswechsel oder offenen Widerstand gegen den Narzissten.

Haller baut seine Darstellung sehr logisch auf und schreibt stilistisch anspruchsvoll, ohne den Leser mit psychiatrischen Fachbegriffen zu überfordern. Immer wieder streut er Fallbeispiele ein, um seine Ausführungen zu veranschaulichen und das Lesen aufzulockern. Am Ende der Darstellung fasst Haller seine Erkenntnisse in einer Typologie des Narzissmus zusammen und gibt praktische Hinweise, wie man Narzissten begegnen kann. Dabei betont er, dass man sich aus dem zunächst blendenden Bann des Narzissten lösen und die persönliche Autonomie bewahren müsse. Dem Narzissten müssten - höflich und distanziert - Grenzen aufgezeigt werden. Gesprächsstrategien werden von Haller zwar erwähnt, doch zugleich mit dem Hinweis verbunden, dass sich das Wüten des gekränkten Narzissten dadurch möglicherweise noch steigern könne. Letzten Endes überwiegt der Rat, Narzissten vor allem in schweren Fällen möglichst aus dem Weg zu gehen und den Kontakt auf das Nötigste zu beschränken. Hallers Buch endet mit der Vision einer vom Narzissmus befreiten Gesellschaft, die sich wieder stärker auf in den Hintergrund getretene Werte wie Solidarität, Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Rücksicht und Sensibilität besinnt.

Ich habe Hallers Buch mit großem Gewinn gelesen und dabei viel über mich selbst und die Menschen meiner Umgebung nachgedacht. Zunächst unerklärliche Dinge in meinem Umfeld sind mir dadurch wesentlich klarer und verständlicher geworden. Auch als "Anleitung zur Menschen- und Selbsterkenntnis" - so der Untertitel - kann ich Hallers Buch daher wärmstens empfehlen.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen faszinierend, spannend und unterhaltsam zugleich!, 22. Mai 2013
Das Buch, das von Anfang an sehr unterhaltsam zu lesen ist, hält auf jeden Fall das, was es verspricht! Eine "Anleitung zur Menschen- und Selbstkenntnis". Auch wenn der Autor gleich zu Beginn feststellt, dass man unvermeidlicherweise glauben werde, jemanden aus der eigenen Umgebung zu erkennen und versichert, dass "alle personenbezogenen Daten so verändert wurden, dass eine Identifizierung nicht möglich ist.", ist man immer wieder in Versuchung die Beispiele auf Personen aus dem Bekanntenkreis - ja sogar teilweise auf sich selber - umzumünzen bzw. in diesem Blickwinkel zu sehen, was zwangsweise zum Ein oder Anderen schmunzeln führt.

Man begibt sich mit dem Lesen dieses Buches auf die faszinierende Entdeckungsreise eines Phänomens, das weit zurückliegend unzählige Male beschrieben wurde und in der heutigen Zeit nicht zuletzt dank des "Cybernarzissten" und des Strebens nach Erfolg und Macht eine weite Verbreitung gefunden hat. Ständig begleitet durch aktuelle und historische Beispiele, die zum Nachdenken und kritischer Reflexion anregen.

Zuletzt werden auch noch der empfohlene Umgang mit Narzissten und eine "Narzisstengalerie" mit unterschiedlichen Typen, die sehr amüsant zu lesen sind, dargestellt.

Ein Buch, das nur zu empfehlen ist - für alle, die entweder bei sich oder bei anderen auf der Suche nach narzisstischen Anteilen sind, aber auch für Psychologen, Psychiater, Mitarbeiter, Manager und die Chefetage, die mehr über dieses spannende Phänomen erfahren wollen.
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