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Kundenrezensionen

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am 24. Juli 2014
Vielleicht würden Kritiker sagen, Patricia Koelles Roman bedient viele Klischees. Vielleicht würden sie auch sagen, so eine Welt gibt es gar nicht, in der Carly und ihre ausnahmslos netten, liebevollen und ein wenig verschrobenen Freunde leben. Und vielleicht hätten sie damit auch recht. Aber ehrlich gesagt: Das ist mir herzlich egal! "Das Meer in deinem Namen" hat mich von der ersten bis zu letzten Seite gefesselt, fasziniert, bezaubert und neidisch gemacht. Denn, wenn es eine solche Welt doch gibt, dann möchte ich sie bitte auch. Jetzt!
Patricia Koelles Schreibstil ist Poesie, zaubert Magie in die Sätze und findet Wörter, die ich mir so gerne alle merken möchte, weil sie so schön sind. Ich werde mir auch die Taschenbuchausgabe dieses tollen Buches kaufen, damit ich ganz viele Stellen markieren kann :-)
Und ich freue mich auf den 2. Band der Trilogie, der hoffentlich bald erscheint.
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am 3. Juli 2013
Zusammenfassung:
Carly ist bei ihrer Tante aufgewachsen. Niemand redet darüber, was mit ihren Eltern passiert ist. Nur tief in Carlys Erinnerung vergraben lauern eine Angst und eine Ahnung. Und eine heftige Sehnsucht nach dem Meer aber alles, was mit dem Meer zu tun hat, ist bei Tante Alissa tabu. Jetzt ist Carly erwachsen, arbeitslos, pleite und unglücklich verliebt. Ein Ferienjob an der Ostsee gibt ihr die Gelegenheit, das alte Tabu zu brechen und sich ihrer Angst und ihren Erinnerungen zu stellen. Vielleicht findet sie dort sogar eine Antwort auf die drängende Frage nach ihrer Zukunft. Aber das alte Haus, das sie entrümpeln soll, ist voller Rätsel. Überall liegen Notizen der verstorbenen Besitzerin herum, der Carly sich seltsam verbunden fühlt. Ein Mann ist spurlos verschwunden und Carly muss unbedingt herausfinden, was mit ihm geschehen ist (Quelle: 'Flexibler Einband/06.06.2013')

Das Cover:
Eine Kreidecoloration lässt meinen Blick an diesem Buch haftenbleiben und löst sofort eine schöne Stimmung in mir aus. Man sieht das Meer, im Hintergrund den Leuchtturm von Amrum. Im Vordergrund steht eine große Feder, die eine herzförmige Sandbank in die Wellen gemalt hat, auf der ein großer Seestern Pause macht. Auch liegt eine rote Muschel im Strand. Dieses Bild gefiel mir und machte mir sofort Lust auf die Geschichte, die in Diesem Buch erzählt wird.

Meine Zusammenfassung:
Carly verliert ihren Job an der Uni und weiß nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Wie gut, dass ihr früherer Professor Thore ihr ein ungewöhnliches Jobangebot macht: Carly soll sein kürzlich von Tante Henny geerbtes Ferienhaus an der See zum Verkauf herrichten, was ihr einige Wochen Aufenthalt an der See beschert. Jedoch gibt es ein kleines Problem, denn seit ihrer Kindheit wird das Meer von ihrer Tante, bei der sie und ihr Bruder aufwuchsen, unter den Teppich gekehrt und verteufelt. Carly nimmt das Jobangebot an und kommt dem Geheimnis um das Meer auf die Spur und macht eine Reise in die Vergangenheit und zu sich selbst.

Meine Meinung:
Das Meer in deinem Namen" besteht aus zwei Erzählsträngen. Zum einen begleiten wir Carly auf ihrer Reise vom staubigen Berlin ans grenzenlose Meer, zum anderen lernen wir die Geschichte von Henny kennen, die in den Fünfziger Jahren begann und zu der Zeit von Carlys Erlebnissen endet.
Der Erzählstil ist erfrischend. Ich habe mich mit keiner Silbe gelangweilt, es war kein Wort zu viel und ich fühlte mich gleich wie zuhause in diesem wundervollen Buch. Frau Koelle jongliert mit Worten, spielt mit der Sprache, so gekonnt und überzeugend wie ich es selten erlebt habe. Sätze wie Dem Wind war der Atem ausgegangen und die Schritte der Menschen waren schwer, als hätte die Hitze die Straßen verstopft" oder Nicht mal ihre Angst lag ihr mehr im Weg" zogen mich in ihren Bann.
Eigentlich wollte ich das Buch nur häppchenweise lesen, es schien mir zum einfachen Konsumieren zu kostbar, aber es machte mich regelrecht süchtig. Ich musste weiterlesen, musste wissen wie es weitergeht, welche Geheimnisse aus der Vergangenheit und in sich selbst Carly noch entdeckt, wie sich die Dinge fügen würden und nicht zuletzt mit welch grandiosen Wortspielereien mich die Autorin als nächstes an die Couch nageln würde um noch ein Kapitel zu lesen und dann noch eins und noch eins.
Die Geschichte wird von einer leisen fröhlichen Hintergrundmelodie getragen. Obwohl der Tod hin und wieder eine Rolle spielt ist die Stimmung dieses Romans stets heiter.
Dieser Roman lebt. Er beschreibt nicht nur die Geschehnisse der beiden Erzählstränge, er nimmt mich an die Hand und besucht mit mir die Charaktere und lässt mich ihre Gedanken und Gefühle selbst erleben und bewegt und berührt mich sehr damit.
Es machte mir einen Heidenspaß, Carly in ihrem Zuhause in Berlin zu besuchen um sie dann bei ihrem Arbeitsurlaub ans Meer zu begleiten. Die Geschichte wird so lebendig geschildert, dass sich nicht nur die Bilder in meinem Kopf abspielten. Es war mir als wäre ich mit dabei. Ich erlebte alles gemeinsam mit Carly, spürte den Wind und roch das Meer. Diesen Zauber erlebe ich während der Lektüre eines Buches äußerst selten. Daher ist Das Meer in deinem Namen" sehr kostbar für mich und ich werde es sicher noch einige Male lesen.
Ich genoss die Geschichte und ebenso die Weisheiten, die das Buch mir zuflüsterte. Auch half es mir, den Tod aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Er hat nichts von seiner Schrecklichkeit verloren aber etwas von seiner Unendlichkeit. Danke dafür.

Mein Fazit:
Frau Koelle greift in den Farbkasten der Buchstaben und wirft damit ein berührendes Gemälde aus Worten an die Wand.

Dafür gibt es von mir die Höchstwertung und noch etliche Zusatzsternchen dazu.
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am 1. Juni 2014
So schön kann ein Roman sein! Ein guter Roman soll unterhalten, die Leser neugierig machen auf das was noch kommt und am Besten sie so in die Geschichte hineinziehen, dass sie sich als Teil der Handlung fühlen.
Genau das gelingt Patricia Koelle ohne wenn und aber. Sicher sind einige der Zufälle in der Geschichte schon sehr unwahrscheinlich, aber doch immerhin nicht unmöglich. Was den besonderen Charme des Romans ausmacht, ist das vollkommene Fehlen von künstlicher Dramatik um Spannung für die Leser zu erzeugen. Es ist eine berührende Geschichte über die Liebe und den Sinn des Lebens. Und ja, es ist ein Wohlfühlroman! Daran habe ich jedoch nichts auszusetzen, im Gegenteil, ich würde mir wünschen, dass es viel mehr Literatur dieser Art gäbe. Was diesen Roman besonders auszeichnet ist, es ist nicht einfach eine billige Liebesschnulze oder ein Herz-Schmerz Roman. Es wird eine Geschichte erzählt, die mich von Anfang bis Ende gefesselt hat und die mich auch noch neugierig auf die Fortsetzung macht, obwohl es durchaus ein abgeschlossener Roman ist. Sehr lebendig war vor allem die bildhafte Sprache, die mich schnell in ihren Bann zog und die Geschichte besonders plastisch und lebendig werden ließ.
Ich bin gespannt und freue mich jetzt schon darauf weitere Geschichten von Patricia Koelle zu lesen.
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am 19. August 2014
Ich lese sehr viele Bücher. Meine Auswahl treffe ich, weil mir manchmal ein Cover besonders gefällt oder der Titel vielversprechend ist. Natürlich lese ich auch "hinein". Allerdings nicht Seite für Seite. Einfach stichprobenmäßig. Und wenn dann der Funke überspringt, ist es "mein" Buch. Aber ich gebe zu, es gab trotzdem schon manchesmal eine Enttäuschung. Dann wird das Buch eben in die Warteschleife geschickt.
Dieses Buch gehörte allerdings zu denen, die ich am WE ausgelesen hatte. Es ist einfach wunderschön geschrieben. Allein die Beschreibungen einer "Nebelwand" und des "Seesacks" haben mich berührt. Weil es so simpel und doch erstaunlich ist.Mit einfachen Worten den Leser -vielleicht nicht ALLE!- zu berühren.
Ich würde mich sehr über eine schnelle Fortsetzung freuen. Eine Leseprobe des zweiten Teils habe ich gelesen und es verspricht wieder, lesenswert zu werden. Ich empfehle das Buch aus vollem Herzen.
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am 27. Juli 2015
Ein Buch wie warmer Sand am Meer.
Wie das Rauschen der Wellen im Ohr.
Wie Sonne auf unserer Haut.
Mit diesen Worten startet der Klappentext, da sie einfach wunderschön sind und das Ausdrücken, was ich fühle, beginne ich meine Rezension auch damit.

Die Astronomin Carlotta Templin genannt Carly ist an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem sie entscheiden muss, wie es mit ihr weitergehen soll. Der Vertrag bei ihrem Professor und Mentor Thore Sjöberg läuft nun endgültig aus. Da kommt ihr der Zufall zu Hilfe, Thore erbt ein kleines Häuschen an der Ostsee und bittet Carly es für ihn zu sichten und gegeben falls zu entrümpeln. Dieses Angebot ist für Carly eine Herausforderung, da sie seitdem ihre Eltern tot sind, das Meer gemieden hat. Im Haus ihrer Tante war alles, was damit zu tun hatte, tabu. Doch Carly verspürt immer mal wieder eine tiefe Sehnsucht zum Meer und nimmt die Herausforderung an.
Kaum ist sie in Ahrenshoop angekommen und hat das Haus Naurulokki zum ersten Mal besichtigt, kommt in ihre das Gefühl auf, nach hause gekommen zu sein. Carly sieht nicht nur der ehemaligen Bewohnerin Henny Badonin etwas ähnlich, nein sie fühlt sich ihr auch irgendwie nahe…

Mit "Das Meer in deinem Namen" hat die Autorin Patricia Koelle einen wunderschönen und einfühlsamen Roman geschrieben, er ist der Auftakt einer Trilogie. Das Buch lädt den Leser ein, in eine andere Welt einzutauchen, zu genießen, zu entspannen und Geheimnisse aus der Vergangenheit zu lösen.
Patricia Koelle hat einen sehr poetischen Schreibstil und lässt den Leser in eine wunderbare Stimmung eintauchen, sie beschreibt das Meer und Ahrenshoop mit viel Liebe und sehr authentisch. Ich hatte gleich ein Gefühl von Sommer und Sonne, ich konnte das Meer riechen, den Wind auf meiner Haut und in den Haaren spüren. Einfach traumhaft!
Auch haben mich die kleinen aber wichtigen Details fasziniert, die die Autorin ins Buch mit eingebaut hat, wie die vielen kleinen Nachrichten, die im Haus verteilt liegen oder aber die leckeren Rezepte zu den jeweiligen Geschehnissen oder Abraham, den Rosenstock, den Carly in Berlin zurücklassen musste oder Friederike, Orjes Drehorgel oder oder … ich könnte stundenlang weiter aufzählen.
Und dann das wunderbare und geheimnisvolle Haus Naurulokki …, ich hatte es direkt vor meinen Augen und bin mit Carly auf Entdeckungsreise gegangen.
Parallel zu Carly wird auch die Geschichte um Henny, Nicholas und Joram erzählt. Beide Geschichte die Vergangenheit und die Gegenwart ergänzen sich wunderbar und machen das Buch zu einem Highlight.

Die Autorin hat mit viel Charme und Liebe ihren Charakteren Leben eingehaucht und sie mit den verschiedensten Eigenschaften ausgestattet. In Carly habe ich mich sofort verliebt, sie hat ihren Platz im Leben noch nicht gefunden und klammert sich an ihre besondere Freundschaft zu Thore. In Ahrenshoop macht sie dann eine große Entwicklung, sie stellt sich ihren Ängsten, wird selbstbewusster und findet langsam ihren Weg. Hilfe hat sie durch alte und neue Freunde, wie Orje, Synne, Jakob usw.
Aber auch mit der verstorbenen Henny konnte ich mich identifizieren, sie hat sich von den Rückschlägen nicht unterkriegen lassen und hat sich ihr Leben in Ahrenshoop und Naurulokki gut eingerichtet.

Fazit: Dieses Buch hat mich verzaubert, ich habe gelacht und geweint, habe die Sehnsucht zum Meer gespürt, die Einsamkeit in Ahrenshoop genossen aber mich auch an der Gesellschaft aller erfreut. Dies ist ein herrliches Sommerbuch, das ich jedem nur empfehlen kann, der das Meer und Geheimnisse liebt.
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am 21. November 2013
Das Buch entführt den Leser mit seinen Hauptfiguren an die Ostsee, und es verführt ihn, das eigene Leben frei zu betrachten und einmal auf dem Hacken stehen zu bleiben, um sich umzusehen wo es noch lang gehen könnte, kurz - einen Sprung in eine neue Lebensbahn zu wagen. Denn hier im Roman geht dieses Ausbrechen entgegen alle Vernunft gut aus. Verflochten ist die Leitlinie des Buchs mit der Weisheit, dass nur dort wo etwas abgeschlossen ist, wo Menschen gegangen sind, Neues entstehen kann. Und dieses Neue ist so richtig Herz erfrischend. Sicher scheint ein Happy End billig geschmiedet zu sein - aber hier im Roman ist es unbedingt glaubhaft.
Durch die Handlung führt eine ganz spannende Linie, die von der Sagenfigur des Deichgrafen oder des Schimmelreiters inspiriert ist. Nur hat der Schimmelreiter seinen Schimmel im Stall gelassen und so streift der Reiter bei Sturmgefahr über den nahen Deich, um Schwimmer und Wanderer vor nahender Gefahr zu warnen - um immer ist dieser Geist auch ohne auf dem Deich zu erscheinen mit im Spiel.
Wer einen Draht hat zu lauernder Gefahr, der wird auch in dem schönsten Miteinander der Handelnden ein leichtes Gruseln verspüren, denn wo so vielmals so richtig Glück entsteht muss doch gleich daneben das Schauerliche wohnen.
Beschreibungen der Landschaftsschönheit, Lebensklugheit, Wissen um das Verborgene und eine wunderschöne Erzählkunst begegnen sich auf diesen zahlreichen Seiten in beglückender Anmut.
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am 9. August 2013
Eigentlich schreibe ich ungern Rezensionen, wenn es bereits eine Unmenge davon gibt. Nun, zumindest spare ich mir dafür die Inhaltsangabe, da diese an anderer Stelle bereits dargelegt wurde.
Bei diesem außergewöhnlichen Büchlein möchte ich mich aber doch den zahlreichen, sehr positiven Rezensionen anschließen. Ich habe diese wunderbar poetische Geschichte an meinem freien Tag in einem Rutsch durchgelesen, weil ich gar nicht mehr aufhören konnte, so tief versunken war ich in der Identifikation mit der Hauptperson Carly. Diese erhält die tolle Gelegenheit, an der Ostsee ein schönes, altes Haus zu durchforsten und den Geheimnissen jener auf die Spur zu kommen, die darin gelebt haben. Dabei gelingt es ihr mit Hilfe der ihr Nahestehenden, auch ihre eigenen Ängste und Traumata zu bearbeiten sowie viele neue, liebe Freunde kennenzulernen. Schlussendlich ist sie in der Lage, ihrem Leben eine ganz neue Richtung zu geben. Das alles hat mich einfach gefesselt.

Es gibt viele Geschichten, die von Geheimnissen aus der Vergangenheit erzählen oder von Verletzungen, die Menschen in ihrer Kindheit erlitten haben und die in der Gegenwart für diese hinderlich sind. Doch oft genug herrscht - bei aller Spannung - eine schwermütige Düsternis in diesen Romanen vor, die den Leser runterzieht. Nicht so hier! Obwohl es in diesem Buch wimmelt von nicht erfüllter Liebe, dem plötzlichen Tod oder dem spurlosen Verschwinden lieber Menschen und damit dem Thema "Verlassenwerden", obwohl also viel Schmerz und Tränen für unsere Hauptpersonen vorhanden sind - außer Carly ist dies noch Hanna, in deren Haus sie lebt und deren Lebensgeschichte der Leser in Rückblicken erfährt - also trotz all dieser zahlreichen traurigen Erfahrungen und Erlebnisse leuchtet ein stetes Licht durch diese Geschichte, das alle wieder aufrichtet, einschließlich dem Leser selbst.

Es ist dies zum einen das Licht der Ostsee und ihrer zauberhaften Landschaft, das die Autorin so anschaulich und lebhaft in poetischen Bildern zu beschreiben weiß, dass man eigentlich sofort den nächsten Urlaub dorthin buchen möchte (oder soll man gleich dahin auswandern?) Am liebsten würde man sich selbst mit einer leckeren Tasse Tee in Hannas Jacke auf die geschnitzte Gans in der Bibliothek in jenem reetgedeckten, gemütlichen Haus kuscheln und ein weiteres Buch dieser Art lesen.

Doch ist dies zum andern auch das Licht der Liebe, die Carly und die ihr nahestehenden Menschen miteinander verbindet - diejenigen, die sie schon lange kennt und jene, die an der Ostsee neu hinzukommen, so dass das alte Haus, in dem Hanna bisher sehr einsiedlerisch gelebt hat, auf wundersame Weise zum Mittelpunkt einer gelebten Nachbarschaft wird. Alle unterstützen Carly auf besondere Weise auf ihrem Weg zur Selbstfindung und der Entdeckung ihrer kreativen Seite. Niemand reagiert beleidigt, weil sie Entscheidungen trifft, die unerwartet sind.

Doch verbindet diese Liebe Carly auch mit ihren Verstorbenen, die ihr nur in ein Land vorausgegangen sind, das wir alle eines Tages betreten werden - und diese scheinen geheimnisvolle Zeichen über das Meer an sie zu senden: Das Meer, das in IHREM Namen Carly etwas zu sagen hat. Das ist ein sehr tröstlicher Gedanke, denn die Toten sind in dieser Geschichte auf positive Weise lebendig eingewoben in den Alltag.

Außer Carlys wirklich spannender Suche nach Antworten auf zahlreiche Fragen aus ihrer Familiengeschichte, die sich schlussendlich auf erstaunliche Weise ergeben, außer der wunderschönen Sprache, die hier verwendet wird, hat mir dies am besten gefallen: Das Aufzeigen eines Ideals im Umgang miteinander, aber auch mit den schwierigen Bereichen des Lebens und des Todes und das Mutmachen, seinen ganz individuellen Weg zu gehen, um trotz aller Schwierigkeiten und Hindernisse die größtmögliche Erfüllung im Leben zu finden.

So darf es für Carly ein Happy End geben - noch nicht in jeder Hinsicht, aber in sehr wichtigen Bereichen. Mir als Leserin ist bei alledem einfach das Herz aufgegangen!
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am 3. Februar 2014
Dieses Buch dümpelte in seiner eBook Version schon längere Zeit in der "Warteschleife" meines Kindle. Ich tendiere nämlich dazu, massenhaft Bücher herunter zu laden - immer dann, wenn mehrere interessante Geschichten mehr oder weniger gleichzeitig erscheinen. Die Empfehlungen von Amazon tragen das Ihre natürlich auch immer dazu bei ....

Aber vielleicht sollte ich mich mal dem eigentlichen Thema zuwenden. Die wundervoll zärtliche Geschichte um Carly, Henny, Joram, Orje und all den anderen hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Andere Rezensenten bemühen hier die Ausdrücke "Kitsch", "schwülstig", "Stereotype", um nur einige zu nennen. Das mag Geschmackssache sein, tut diesem Buch aber wirklich Unrecht. Ich habe mir die Mühe gemacht und die Amazon Autorenseite von Patricia Koelle besucht. Dort schreibt die Autorin, dass sie ihre Romane als Wellness-Literatur versteht. Also, weg von nervenaufreibenden Thrillern, Horrorgeschichten und all dem anderen heutzutage gängigen Zeug. Man verstehe mich hier bitte nicht falsch, ich lese viel und gerne - besonders oft sogar das Zeug: Fantasy und Horror. Dass diese Geschichte geschrieben wurde, um ihren Lesern etwas Ruhe und Freude zu bereiten, darf man ihr also m.E. nicht zur Last legen. Besonders, weil sie genau so funktioniert. Langsam und stetig entrollt sich der Erzählstrang, inklusive kleinen und auch größeren Zeitsprüngen, und nimmt den Leser mit auf eine Reise.

Für mich persönlich repräsentiert die Protagonistin Carly gleich mehrere Personen in meinem Umfeld. Kennen wir nicht alle diese sehr liebe, aber manchmal ganz schön nervige Person, die ihr Leben einfach nicht auf die Reihe kriegt, weil sie jahrelang an nicht realisierbaren Tagträumen festhält? Und waren wir nicht alle schon mal so richtig traurig und verloren? Vielleicht hatte nicht jeder von uns das Glück, in solchen Momenten von den Klängen eines Liedes aus der Melancholie geweckt zu werden. Carly hatte dieses Glück, mehrmals sogar. Kitsch? - Nein, bestimmt nicht. Frau Koelle gelingt der Spagat zwischen Sentimentalität und Humor meisterhaft. Ihre Erzählweise ist leicht und luftig - wie ein Frühsommertag am Meer. Die Dialoge sind mal spritzig humorvoll, mal tiefgründig und ernst. Nie lasten sie einem auf der Seele, lassen einen aber auch nicht so leicht wieder los.

Ich habe mir fest vorgenommen, irgendwann in der nahen Zukunft an die Ostsee zu fahren. Ich möchte die Orte aus der Geschichte besuchen, möchte den Kormoran auf der Buhne sehen, mir vorstellen, dass mir vielleicht hinter der nächsten Wegbiegung Carly oder Anna-Lisa begegnen könnten. Doch am allerliebsten möchte ich in einer sternenklaren Nacht mit Jakobs Boot auf den Bodden hinausfahren und mich danach von den "Seh-Sternen" verzaubern lassen. Ich glaube, ich wäre noch nicht einmal enttäuscht, wenn ich Naurulokki nirgends finden würde .....

Danke, Frau Koelle, für diese herzerwärmende Geschichte. Ich hoffe, Sie arbeiten schon fleißig an der Fortsetzung ;-)
Carly und ihre Freunde werden mich auf jeden Fall noch lange begleiten.
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am 25. September 2014
Was für ein tolles Buch! Das ist das richtige für den Urlaub, zum entspannen und für lange Winterabende. Eine äußerst sympathische Hauptdarstellerin die man einfach ins Herz schließen muss. Die von einer unerfüllten Liebe in eine neue Liebe fällt, die Liebe zu einem Haus, einem Ort mit netten Menschen. Dieses Buch ist keine schwere Kost, es liest sich locker dahin, man freut sich das es noch so viele Seiten hat - und das Beste, die Geschichte geht weiter!! Ich freue mich schon darauf und bis dahin empfehle ich schon einmal dieses Buch zu lesen.
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am 10. Dezember 2013
Es gibt sie noch, gute Bücher! Dieses hier ist ganz eindeutig ein solches. Der Stoff selbst ist interessant, gut komponiert und passt in die Zeit. Das allein ist es aber nicht - das haben/können viele Bücher. Was hier besonders auffällt ist die harmonische, tiefgründige und anschauliche Erzählweise der Autorin. Es gelingt ihr, alles was die Protagonisten erleben miterlebbar zu gestalten - "gestalten" im Wortsinn! Ich will hier nicht die Handlung nacherzählen, das ist in einer Rezension m.E. fehl am Platze. Begeistert war ich wie gesagt vor allem von den sprachlich sehr gelungenen Schilderungen von Landschaft, Leuten und Gefühlen. Dieses Buch ist zu schade, um "verschlungen" zu werden - dieses Buch ist etwas, was es heute selten gibt: VOLLENDETER LESEGENUSS!! Ich freue mich auf die Fortsetzung, denn es soll ja eine Trilogie werden .....
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