Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto calendarGirl Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More madamet HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

2,9 von 5 Sternen108
2,9 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:9,99 €+ 5,00 € Versandkosten
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Das ist keine Teeniekomödie! Auch wenn das Protagonisten wie die für seichte Disney Unterhaltung bekannten Selena Gomez und Vanessa Hudgens hier mitspielen. Der FSK 18 Sticker auf dem Cover sollte eigentlich Warnung genug sein. Das hier ist ein derber Streifen in dem vier mehr oder weniger White Trash Collegemädels inklusive einer aus einer strengen Sektenfamilie beim legendären Springbreak ((englisch für Frühlingsferien, kurze Semesterferien der Studenten) auf den Putz hauen wollen! Da das Geld knapp ist, überfallen sie für den Zuschauer überraschend aber kaltblütig und brutal mit Plastikpistolen einen Diner Danach fahren sie ins sonnige Florida um beim Springbreak zu feiern. Nackte Haut, Drogen, Alkohol und wilde Partys im Pool und Hotelzimmern wo auch mal einiges kaputt gehen kann sind an der Tagesordnung. Das Alles wurde in grellen Farben und mit lauter Musik teilweise in Zeitlupe plus Bildeffekten eingefangen, so dass dies eher wie ein überlanger Videoclip oder Rausch wirkt, als wie ein Film. Der Rausch endet aber als die vier Feiermädels von der Polizei im Bikini eingebuchtet werden und die Strafe / Kaution für ihr Partyverhalten nicht zahlen können. Hier beginnt die Haupthandlung. Der Drogendealer Alien (James Franco) hat Mitleid oder ist beeindruckt und bezahlt ihre Strafe. Er zeigt ihnen seinen kranke Welt voller Bargeld und Schusswaffen in einem protzigen Haus plus dicken Auto. Er wuchs in einem schwarzen Viertel auf und hat jetzt Stunk mit seinem ehemals besten Kumpel, ein schwarzer Dealer. Nach einigem Ärger und weiteren Drogeneskapaden läuft die ganze Geschichte auf einen Showdown zwischen beiden Lagern hinaus!

Was soll ich sagen? "Springbreakers" ist kein leichter Film den man einfach konsumieren kann. Ich denke er packt eine oder nicht. Das Spiel mit Farben, Musik und Videoclipelementen wurde ganz bewusst eingesetzt. Highlight ist klar die grandiose Leistung Francos als weißer Schwarzer.
Die Extras sind recht vielfältig und auch interessant geworden. Insgesamt ist das ein Film der polarisieren wird und von mir aufgrund der nicht eindeutigen Aussage und der zu langen Einleitung nur eine Bewertung im Mittelfeld bekommt!
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. September 2013
Dieser Film polarisiert. Wer hier einen reinen Partyfim à la "Project X" erwartet sitzt buchstäblich im falschen Film. Auf lustige Szenen wartet man hier nämlich vergeblich. So kann ich die relativ vielen negativen Rezensionen auch durchaus verstehen. Wer mit solchen Erwartungen in diesen Film geht, wird sicherlich entteuscht.
Vielmehr nimmt einen der Regisseur mit auf einen endlosen Trip, der mit seinen Bildern und Sounds auf einen einwirkt. Ich empfehle diesen Film deshalb mit Kopfhörern anzusehen und dabei voll aufzudrehen. Dadurch entfaltet sich erst seine volle Wirkung. Hätte ich den Film auf dem Fernseher auf Zimmerlautstärke angesehen, so hätte ich vermutlich schon nach einiger Zeit ausgeschaltet. So aber entwickelte sich der Film zu einem surrealen, teilweise grotesken und vor allem extrem fesselnten Trip, wobei man immer weiter in eine Spirale aus Gewalt hineingezogen wird. Am Ende war ich mir nicht einmal mehr sicher, ob die Szenen die sich auf dem Bildschirm abspielten überhaupt wirklich waren, oder sich nur noch in den Gedanken der Protagonisten abspielten.

Fazit: Ein sehr experimenteller Film, der sicher nicht für jeden geeignet ist. Mir hat er aber sehr gut gefallen. Endlich mal wieder etwas anderes...
33 Kommentare|31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 26. Dezember 2013
Spring Breakers ist ein seltsamer Streifen. Die Story passt schonmal in einen Satz: Vier Girls klauen Geld und hauen ab nach Süden, um eine schöne Zeit zu haben, doch alles wird völlig anders, als sie sich das dachten.....
Der Film lässt sich jedoch keinem Genre zuordnen, sondern ist ein wilder Mix aus Partyfilm, Gangsterthriller, Komödie, Semidoku, Selbstfindungsfilm, Drogenkrimi, Erotik, Drama und wäre die Kamera hier und da noch etwas wackeliger, auch Foundfootage.
Mit das Besondere sind hier die Darsteller. James Franco hat man nie so abgedreht gesehen und er beweist einmal mehr, dass er zu den wandlungsfähigsten und damit interessantesten Darstellern Hollywoods zählt. Von seinen Blockbusterrollen in Spiderman oder Planet der Affen: Prevolution trennen Spring Breakers Welten.
Und Vanessa Hudgens durchbricht konsequent ihr Image als liebe, saubere Disney-Darstellerin. Das andere Disney-Girlie im Kreis, Selena Gomez bleibt dagegen eher blass.
Exzellent ist hier auch der Soundtrack von Cliff Martinez, der erst durch seinen Score zu "Drive" einem breiteren Publikum bekannt wurde.
Spring Breakers belebt speziell im letzten Drittel zum Finale hin auch wieder die bunte Beleuchtungs- und Farbebwelt in grellem Neon, die Miami Vice seiner Zeit zu dieser ganz besonderen Optik verholfen hat.
Von Spring Breakers die Finger lassen sollte aber definitiv jeder, für den zu einem guten Film auch gute Dialoge gehören, in denen nur ab und an mal relativ Jugendfrei geflucht wird. Kleine Lektion zum US-Kino. In einem amerikanischen Film darf nur 3x das böse F-Wort verwendet werden, sonst gibt's eine höhere Altersfreigabe. In Spring Breakers fällt es jedoch gefühlte 100x in jedem möglichen Kontext. Das ist einer der Gründe warum Spring Breakers ab 18 ist, aber auch sonst ist der Film alles andere als brav.
Diesen kruden Mix kann man nur mögen oder hassen. Entdeckenswert ist er für jeden, der nicht nur auf Mainstream-Filme abonniert ist.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 12. Januar 2014
Harmony Korine ist der Drehbuchautor des Skandalfilms "Kids", den der Fotograf Larry Clark 1995 inszenierte. Diese Zusammenarbeit wurde fortgesetzt mit "Ken Park", Korines eigene Regiearbeiten waren bislang aber weitestgehend unbekannt, obwohl er sich auch als Music-Clip Director einen Namen machte und für Sonic Youth oder Bonnie "Prince" Billy deren Musik visualisierte. Mit "Spring Break" ist ihm ein herausragender Zeitgeistfilm gelungen, der auf mich rein oberflächlich wie eine Brutalo-Version des Found Footage Streifens "Project X" von Nina Nourizadeh wirkt. Dort geht es um den Highschoolboy und Verlierer Thomas, der seine eigene Party im Netz promotet, diese durch die vielen Gäste, die ohne Rücksicht auf Verluste einfach nur abfeiern und sich dabei massiv gehen lassen - sich somit zur extremsten Partyapocalypse entwickelt. Was aber dort noch als hintersinnige Komödie daherkommt und auch linear bis zum Desaster erzählt wird, hat Harmony Korine mit "Spring Breakers" kunstvoll und collagenhaft mit einem hypnotischen Inszenierungsstil gemacht und mit reichlich krimineller Energie erweitert. Seine Heldininnen sind die vier Highschool-Girls Faith (Selena Gomez), Candy (Vanessa Hudgens), Brit (Ashley Benson) und Cotty (Rachel Korine), die seit der Grundschule innige Freundinnen sind und das gleiche College besuchen. Während der Spring Break (die 1-2 Wochen dauernden Semesterferien) naht, entschliesst sich das Quartett in Florida mal die Sau rauszulassen, doch das nötige Kleingeld, um richtig Party zu machen, fehlt den Schönheiten. Sie beschliessen spontan einen Diner auszurauben. Die spontane Aktion gelingt, also nichts wie hin zum ultimativen Partytrubel an den sonnigen Strand. Am Bestimmungsort angekommen schliessen sie sich den Tausenden von anderen partygeilen Jungs und Mädels an und das Geld geht für sämtliche Exzesse schnell zur Neige. Als die Mädels bei einer Razzia festgenommen und mit Drogen erwischt werden, landen sie im Knast. Die Kaution wird aber vom Gangsterrapper Alien (James Franco) bezahlt, der die Girls fortan unter seine kriminellen Fittiche nehmen wird...
Der Inszenierungsstil erinnerte mich etwas an die faszinierenden Gaspar Noe Filme, doch anders als "Irreversible" oder "Enter the void" hat "Spring Breakers" aber immer noch eine viel bodenständigere Haftung, was die Handlung betrifft. Dennoch funktioniert die meditative und hypotische Zweitstruktur bestens und einige Bilder des Films wird man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommen und stellenweise hat Korine ein faszinierendes Mosaik entworfen. Er könnte nahe dran sein an den Stimmungen der neuen Generation X - einer leistungsorientierten Gesellschaft, die nach immer fragwürdigeren und fatalen Kicks sucht. Der Film ist prall gefüllt mit Leben, aber auch mit der Gefahr des Niedergangs beschäftigt. Auf der einen Seite steht das immer noch funktionierende Establishment mit einer völlig kommerziellen Ausrichtung, andererseits aber die hohe Bereitschaft zur Zerstörung. Ein tragendes Element, dass die Protagonisten beherrscht. Sehr gute Darstellungen wie ich finde, allen voran die Verwandlung von Schönling James Franco zum durchgeknallten Gangster.
11 Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 11. Februar 2014
Als Spring Break (englisch für Frühlingsferien) werden laut Wikipedia die oft einwöchigen, manchmal auch zweiwöchigen Semesterferien an den Colleges und Universitäten der USA bezeichnet.

In dem Film Spring Breakers geht es nur vordergründig um die jungen Party-People.

Was anfangs wie ein lustiges Beisammensein am Sandstrand mit Sonne, Strand und Fun inklusive Dubstep-Musik daherkommt, steigert sich mit Alkohol in Strömen, Koks schnupfen von blanken Brüsten, angedeuteten Sex-Orgien und steifen Nippeln.

Nach einer halben Stunde des Filmes folgt die Wende: die Party ist zu Ende, die vier Mädchen werden nach einer Koks-Orgie in Handschellen abgeführt. Gegen Kaution kommen die drei Blonden und die Dunkelhaarige wieder auf freien Fuß. Die fällige Geldzahlung hat der zwielichtige Rapper Alien übernommen, der dafür einen ganz besonderen Dienst verlangt.

Wer sich den Film nur aufgrund des Trailers angeschaut hat, wird von Spring Breakers enttäuscht sein: nicht hüpfende Brüste, züngelnde Frauen mit Lesben-Phantasien, nackte Hintern und Sex, untermalt von stampfenden Bässen, stehen in diesem Film im Vordergrund.

Spring Breakers zeigt die Party-People-Gesellschaft von ihrer hässlichen Seite und bietet einen erschreckenden Blick hinter die Fassade des traditionellen Spring Breaks, der oft mit Spaß, Alkohol und Sex in Verbindung gebracht wird.

“Sex sells” scheint auch hier ein Motto zu sein, denn die vier Protagonisten Selena Gomez, Vanessa Hudgens, Ashley Benson und Rachel Korine laufen beinahe die kompletten 94 Minuten ausschließlich im knappen Bikini durch die Gegend.

Spring Breakers ist zeitweise ein anstrengender Film, dessen Szenen teilweise unerträglich sind – und das hängt nicht nur mit der Fäkalien-getränkten Gossensprache zusammen. Denn andererseits ist es wie bei einem Unfall auf der Autobahn: wegschauen geht irgendwie nicht, weil es auf eine ganz bestimmte Art faszinierend ist, was Regisseur Harmony Korine in Szene gesetzt hat.

Meine ganz persönliche Absurdistan-Szene gibt es nach einer Stunde zu sehen: Gangster Alien spielt am Pool auf dem Flügel, wird von den drei Blonden, die mit rosa Einhorn-Sturmmasken (!) vermummt und schweren Waffen bestückt sind, umrahmt und zu viert singt das Quartett einen Britney Spears-Song. Krass! Einfach nur krass und abgedreht.

Der Skandal-Streifen wird nicht jedem gefallen und nicht wenige werden sich den Film bis zum Schluss angeschaut haben. Ich kann nur sagen: schaut bis zum Ende. Es lohnt sich!

Absolut genial ist im übrigen der Soundtrack zu Spring Breakers. Mit Tracks von Skrillex und Cliff Martinez ist eine wunderbare Compilation gelungen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. September 2013
Spring Breakers ist der neuste Film des Regisseurs und Drehbuchautoren Harmony Korine, der sich schon seit den Neunzigern mit Filmen wie Kids Aufmerksamkeit verschaffte. Wer den Film Kids bereits gesehen hat, der weiß im gewisser Maße, was ihn hier erwartet und das ist weder eine Teeniekomödie aller Plötzlich Star noch eine aufregende Actionkomödie.

Handlung:
Um der südstaatlichen Kleinstadtidylle zu entkommen, rauben eine Gruppe von Freundinnen einen Imbiss aus und machen sich mit dem erstohlenen Geld auf dem Weg zum Spring Break. Anfangs scheint alles, wie sie es sich erträumt haben. Doch als sie wegen Drogenkonsum vor Gericht stehen, nimmt ihr Urlaub eine bittere Wendung. Hier kommt der Rapper Alien ins Spiel, der den Mädchen die Kaution bezahlt und ihnen eine ganz andere Seite des Spring Breaks zeigt...

Während Handlung und Trailer einen recht spannenden Filmverlauf versprechen, ist genau dies nicht der Fall. Wie schon erwähnt, sind die Leute die Kids gesehen haben etwas besser auf den Film vorbereitet, denn von der Art der Darstellung ähneln sich beide Filme sehr: Während Personen und Handlungsverlauf mehr oder weniger im Hintergrund stehen, sind die eigentlichen Bilder das Wichtige. Es kommt bei diesem Film weder darauf an, wie exzessiv gefeiert wird oder wer überfallen wird. Es geht einzig alleine darum, was die Bilder aussagen, die man zu Gesicht bekommt. Während die erste Hälfte des Filmes eher ein Leben wie in einem Musikvideo zeigt, zeigt die zweite Hälfte den genauen Kontrast dazu. Es ist sehr faszinierend anzusehen, wie ein und derselbe Ort mit völlig anderen Blickwinkeln betrachtet, auf einen total unterschiedlich wirken können. Und genau dieser Kontrast der dargestellt wird und welche Gefühle dadurch vermittelt werden, das macht Spring Breakers aus.

Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen und es ist definitiv mal etwas anderes, als das was man sonst so im Kino zu sehen bekommt. Wer an so einer Art von Film interessiert ist, der ist hier genau richtig. Ich würde nicht sagen, dass er allen anderen abzuraten ist, jedoch sollte man defintiv wissen, was man bei diesem Film zu erwarten hat.

Für den Film gibt es von mir 5 Sterne.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. März 2014
Ehrlich gesagt bin ich mit einer eher negativen Einstellung an diesen Film herangegangen. Erwartet habe ich eine relativ substanzlose Geschichte, die nur inszeniert wurde, damit sich junge Hollywood-Schönheiten wie Selena Gomez (Faith), oder Vanessa Hudgens (Candy) präsentieren können, doch es kam ganz anders ... Den ganzen Film über wird man nahezu mit Sinneseindrücken überflutet. Viele Szenen wirken psychedelisch und in so mancher Inszenierung sieht man deutlich, dass der Begriff 'Künstlerische Freiheit' sehr wörtlich genommen wurde, doch hinter den bunten Partykulissen und seiner Fassade aus Sex, Drogen- und Gewaltverherrlichung, erzählt dieser Film eine wirklich interessante Geschichte, die einen durchaus in den Bann zieht, wenn man sich darauf einlässt. Es geht um Freiheit, sich selbst finden, Zukunftsangst und die Mühe die es macht, den äußeren Schein zu wahren, wenn es darum geht die Leute die wir lieben nicht zu enttäuschen. Was dem Film allerdings irgendwie seinen Zauber nimmt, ist jedoch die Schlussszene. Diese ist unrealistisch und hätte so nicht sein müssen. Schade eigentlich … na ja, einfach den Player fünf Minuten vor Ende ausmachen. ;)

Fazit: Durchaus sehenswert, wenn man in der Lage ist über die viele nackte Haut hinweg und durch den Rauch der Joints zu blicken und den tieferen Sinn dieser Geschichte zu erkennen.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Dezember 2013
Nachdem ich den Trailer gesehen und diesen für interessant befunden hatte, beschloss ich, mir den Film im Kino anzusehen.
Dort wurde ich dann jedoch erst mal enttäuscht: Irgendwie kam der Film nicht richtig ins Rollen, dafür alle paar Sekunden das gleiche Gerede von wegen "Spring Break, Spring Break, YEAH!"
Nach einer halben Stunde überlegte ich ernsthaft, das Kino zu verlassen, entschied mich jedoch zum Glück dagegen.
Der Film ist Klasse und bietet allerhand Gesprächsstoff und regt zum Nachdenken an.
Umso mehr ich von dem Film sah, umso besser fand ich ihn und verstand immer mehr.
Endgültig hatte mich der Film bei der Britney Spears "Everytime" - Szene: Genial!
Obwohl ich zuerst dachte "was ist das für oberflächlicher Schrott", bin ich nun großer Fan von dem Film.
Er ist viel tiefgründiger, als man auf den ersten Blick denken mag und ich habe nach dem Film noch sehr lange mit meiner Freundin über den Film diskutiert.
Fakt ist aber auch, dass einem dieser Film nur gefallen kann, wenn man bereit ist "Unter die Oberfläche" zu blicken.
Wer sich zurücklehnen und einen 0815 Party/Gangster Film genießen will, wird sich hier langweilen.

Fazit: Sicherlich für jeden etwas, der besondere Filme mag, die zum Nachdenken anregen. Die schauspielerische Leistung ist auch top.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juli 2013
Harmony Korines Kollision mit dem Mainstream. Man trifft auf höchst populäre Darsteller, eine klar definierbare Story sowie eine deutliche Message. Überhaupt gibt es eine Story und eine Message, beides Komponenten, die in seiner bisherigen Filmographie, wenn auch meist zum Wohle der Werke, beinahe gänzlich abwesend waren. Das massentaugliche Marketing und die bonbonfarbene Verpackung von "Spring Breakers" entpuppen sich aber schnell als bitterböser Scherz auf Kosten des nichtsahnenden, Entertainment fordernden Zuschauers. Ab der Hälfte kommt es sogar zu einem direkten Fingerzeig und der Film verteilt, in Monologe seiner Protagonistinnen gehüllt, eine Meta-Klatsche nach der anderen. This is not what I signed up for. I just wanted to have fun! Erst wird der Glaube, dann die Gesundheit nach Hause geschickt. Nur wer sich anpassen kann, keine Hemmungen oder Skrupel zeigt und bereit ist seine Moral zu begraben, der überlebt den Spring Break. Ich habe den Kinosaal nicht als Selena Gomez Fan der ersten Stunde betreten und auch keinen Partyfilm erwartet, konnte den Streifen daher in vollen Zügen genießen. Ansonsten schien sich aber kaum jemand der Satire beugen zu wollen und ein Großteil des Publikums blieb auf der Strecke. Nicht zu Unrecht hat er sich den "most walked-out-of movie of the year"-Titel schon jetzt gesichert. Das aber selbst einige Kritiker die Karikaturen, die der Film zeichnet, nicht erkannt haben wollen und ihn als gefährdend einstufen, halte ich für ein Gerücht. Die Stilmittel des Films werden eigentlich zu jeder Sekunde mehr als deutlich und man wird von Kontrasten und Metaphern, vor allem Phallussymbolen, nur so erschlagen. In den Poolsequenzen wirken die vier Mädels wie Wassernixen und es bahnt sich an, was unter der Oberfläche lauert. Immer und immer wieder versuchen sie sich am sozialen Handstand, zwei von ihnen stehen am Ende, dank einer rotierten Kamera, sogar Kopf.

In einigen Szenen wird die Stimmung daher, trotz quietschbunter Optik, extrem düster und beinahe ins Verstörende runtergefahren, meist schon an der ebenfalls sehr kontrastreichen Musik erkennbar. Dort zeichnet sich dann wunderbar das Zusammenspiel eines herrlich überzogenen Skrillex für die Exzesse und eines, wie gewohnt subtilen aber effektiven, Cliff Martinez für das Drama ab. Und wo wir gerade bei den musikalischen Aspekten sind muss ich auch gleich noch hervorheben, dass man hier die beste Verwendung eines Britney Spears Songs überhaupt erfährt. Dieser unterlegt eine grandios absurde Montage, die ich nicht näher beschreiben möchte, denn man sollte sie wirklich selbst erleben, aber für mich stellt dieser Moment nicht weniger als die Legitimation von Britney Spears bisherigen Wirken auf diesem Planeten dar. Ein ähnlich stimmiger Rhythmus wie beim Soundtrack wird mit dem überaus gelungenen Schnitt erzeugt, der auf klassische Übergänge nahezu vollständig verzichtet. Stattdessen bildet sich ein sorgfältig verwobenes Geflecht, in dem meist drei Szenen gleichzeitig gezeigt werden, also von der Gegegenwart aus auch immer wieder eine Szene zurück, beziehungsweise eine Szene voraus geschnitten wird. Dies kulminiert, unterstützt durch repetitive Voice-Over Passagen, in einem wunderbar konstanten und meditativen Erzählfluss, der immer mal wieder Charaktere in den Vordergrund rückt, aber nahezu allen das gleiche Maß an Aufmerksamkeit schenkt. Die reine schauspielerische Betrachtung spare ich mir zu diesem Zeitpunkt, insbesondere, da ich zu keiner der vier Hauptdarstellerinnen Vergleiche anstellen kann. Ein großes Lob geht aber schonmal in Richtung Casting, dort wurde wirklich alles richtig gemacht, was uns nicht zuletzt eine der bisher besten Performances von James Franco beschert.

Obwohl die cineastische Exikution des amerikanischen Traums sicher kein Novum darstellt und die selbe Prämisse, "der Traum wird zum Albtraum", schon vielfach hervorragende Umsetzungen erfahren hat, so bleibt "Spring Breakers" aufgrund seiner Inszenierung doch einzigartig. Kein zweiter "Gummo", aber ein weiterer Höhepunkt in Korines Vita, der seine weiterhin bestehende Relevanz als Filmschaffender unterstreicht und insgesamt eine wesentlich rundere Sache als beispielsweise der thematisch verwandte "God Bless America". Für mich der bisher beste Film des Jahres, mal sehen was Herr von Trier dagegen machen kann.

Update: Die deutsche DVD und BluRay werden nach Ankündigung des Verleihs (im Gegensatz zur zensierten Kinofassung) nicht die verharmlosende und relativierende Texttafel am Ende enthalten. Dieser Schritt ist schonmal sehr lobenswert, vor allem, weil das Produkt sich nun mit der 18er Freigabe nochmal deutlich von äußerlich verwechselbaren Teeniefilmen abhebt. Somit sollte vielleich noch eher klarwerden, dass dies ein Film für Erwachsene (im besten Fall intelligente) ist.
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Januar 2014
Wenn man den Film aufmerksam sieht, ist man erstmal geflasht. Man weiß zunächst mal nicht, wohin mit den vielen Eindrücken. Der Spring Break wird von all seinen Seiten beleuchtet. Zuerst so, wie man ihn aus dem Fernsehen und Dokus kennt und dann die Kehrseite. Man erlebt den Film als (Alp-)Traum der Mädchen. Durch die sich wiederholenden Sequenzen, ist man nie ganz sicher, was passiert ist und was sie eventuell denken. Excellent verfilmt. Tolle "Lichterspiele". Gute Musik. Nicht so oberflächlich, wie man vermutet. Man muss sich auf den Film einlassen, dann wird man in den Rausch gezogen.
Ein Film, der spaltet... ich sage nur "Spring Break, Spring Break... forever"...
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden