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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Semesterferien...
Harmony Korine ist der Drehbuchautor des Skandalfilms "Kids", den der Fotograf Larry Clark 1995 inszenierte. Diese Zusammenarbeit wurde fortgesetzt mit "Ken Park", Korines eigene Regiearbeiten waren bislang aber weitestgehend unbekannt, obwohl er sich auch als Music-Clip Director einen Namen machte und für Sonic Youth oder Bonnie "Prince" Billy deren Musik...
Vor 15 Monaten von Ray veröffentlicht

versus
10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was war das?
Eins vorweg: Der Film wurde vollkommen falsch als Party-Film vermarktet, ist aber eher ein Mix aus verschiedenen Genres, ich würde sagen Neo-Noir-Thriller-Drama.
Die Idee an sich ist nicht schlecht: 4 College-Girls wollen unbedingt zum Spring Break und geraten in den Abgrund.
Die Umsetzung ist mangelhaft! Angefangen von schauspielerischen Leistungen...
Vor 17 Monaten von Rinyu veröffentlicht


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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Semesterferien..., 12. Januar 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Spring Breakers (DVD)
Harmony Korine ist der Drehbuchautor des Skandalfilms "Kids", den der Fotograf Larry Clark 1995 inszenierte. Diese Zusammenarbeit wurde fortgesetzt mit "Ken Park", Korines eigene Regiearbeiten waren bislang aber weitestgehend unbekannt, obwohl er sich auch als Music-Clip Director einen Namen machte und für Sonic Youth oder Bonnie "Prince" Billy deren Musik visualisierte. Mit "Spring Break" ist ihm ein herausragender Zeitgeistfilm gelungen, der auf mich rein oberflächlich wie eine Brutalo-Version des Found Footage Streifens "Project X" von Nina Nourizadeh wirkt. Dort geht es um den Highschoolboy und Verlierer Thomas, der seine eigene Party im Netz promotet, diese durch die vielen Gäste, die ohne Rücksicht auf Verluste einfach nur abfeiern und sich dabei massiv gehen lassen - sich somit zur extremsten Partyapocalypse entwickelt. Was aber dort noch als hintersinnige Komödie daherkommt und auch linear bis zum Desaster erzählt wird, hat Harmony Korine mit "Spring Breakers" kunstvoll und collagenhaft mit einem hypnotischen Inszenierungsstil gemacht und mit reichlich krimineller Energie erweitert. Seine Heldininnen sind die vier Highschool-Girls Faith (Selena Gomez), Candy (Vanessa Hudgens), Brit (Ashley Benson) und Cotty (Rachel Korine), die seit der Grundschule innige Freundinnen sind und das gleiche College besuchen. Während der Spring Break (die 1-2 Wochen dauernden Semesterferien) naht, entschliesst sich das Quartett in Florida mal die Sau rauszulassen, doch das nötige Kleingeld, um richtig Party zu machen, fehlt den Schönheiten. Sie beschliessen spontan einen Diner auszurauben. Die spontane Aktion gelingt, also nichts wie hin zum ultimativen Partytrubel an den sonnigen Strand. Am Bestimmungsort angekommen schliessen sie sich den Tausenden von anderen partygeilen Jungs und Mädels an und das Geld geht für sämtliche Exzesse schnell zur Neige. Als die Mädels bei einer Razzia festgenommen und mit Drogen erwischt werden, landen sie im Knast. Die Kaution wird aber vom Gangsterrapper Alien (James Franco) bezahlt, der die Girls fortan unter seine kriminellen Fittiche nehmen wird...
Der Inszenierungsstil erinnerte mich etwas an die faszinierenden Gaspar Noe Filme, doch anders als "Irreversible" oder "Enter the void" hat "Spring Breakers" aber immer noch eine viel bodenständigere Haftung, was die Handlung betrifft. Dennoch funktioniert die meditative und hypotische Zweitstruktur bestens und einige Bilder des Films wird man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommen und stellenweise hat Korine ein faszinierendes Mosaik entworfen. Er könnte nahe dran sein an den Stimmungen der neuen Generation X - einer leistungsorientierten Gesellschaft, die nach immer fragwürdigeren und fatalen Kicks sucht. Der Film ist prall gefüllt mit Leben, aber auch mit der Gefahr des Niedergangs beschäftigt. Auf der einen Seite steht das immer noch funktionierende Establishment mit einer völlig kommerziellen Ausrichtung, andererseits aber die hohe Bereitschaft zur Zerstörung. Ein tragendes Element, dass die Protagonisten beherrscht. Sehr gute Darstellungen wie ich finde, allen voran die Verwandlung von Schönling James Franco zum durchgeknallten Gangster.
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Musik macht die Musik, 20. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Spring Breakers [Blu-ray] (Blu-ray)
Dieser Film polarisiert. Wer hier einen reinen Partyfim à la "Project X" erwartet sitzt buchstäblich im falschen Film. Auf lustige Szenen wartet man hier nämlich vergeblich. So kann ich die relativ vielen negativen Rezensionen auch durchaus verstehen. Wer mit solchen Erwartungen in diesen Film geht, wird sicherlich entteuscht.
Vielmehr nimmt einen der Regisseur mit auf einen endlosen Trip, der mit seinen Bildern und Sounds auf einen einwirkt. Ich empfehle diesen Film deshalb mit Kopfhörern anzusehen und dabei voll aufzudrehen. Dadurch entfaltet sich erst seine volle Wirkung. Hätte ich den Film auf dem Fernseher auf Zimmerlautstärke angesehen, so hätte ich vermutlich schon nach einiger Zeit ausgeschaltet. So aber entwickelte sich der Film zu einem surrealen, teilweise grotesken und vor allem extrem fesselnten Trip, wobei man immer weiter in eine Spirale aus Gewalt hineingezogen wird. Am Ende war ich mir nicht einmal mehr sicher, ob die Szenen die sich auf dem Bildschirm abspielten überhaupt wirklich waren, oder sich nur noch in den Gedanken der Protagonisten abspielten.

Fazit: Ein sehr experimenteller Film, der sicher nicht für jeden geeignet ist. Mir hat er aber sehr gut gefallen. Endlich mal wieder etwas anderes...
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kann man nur mögen oder hassen - KEIN Mainstreamfilm, 26. Dezember 2013
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Spring Breakers (DVD)
Spring Breakers ist ein seltsamer Streifen. Die Story passt schonmal in einen Satz: Vier Girls klauen Geld und hauen ab nach Süden, um eine schöne Zeit zu haben, doch alles wird völlig anders, als sie sich das dachten.....
Der Film lässt sich jedoch keinem Genre zuordnen, sondern ist ein wilder Mix aus Partyfilm, Gangsterthriller, Komödie, Semidoku, Selbstfindungsfilm, Drogenkrimi, Erotik, Drama und wäre die Kamera hier und da noch etwas wackeliger, auch Foundfootage.
Mit das Besondere sind hier die Darsteller. James Franco hat man nie so abgedreht gesehen und er beweist einmal mehr, dass er zu den wandlungsfähigsten und damit interessantesten Darstellern Hollywoods zählt. Von seinen Blockbusterrollen in Spiderman oder Planet der Affen: Prevolution trennen Spring Breakers Welten.
Und Vanessa Hudgens durchbricht konsequent ihr Image als liebe, saubere Disney-Darstellerin. Das andere Disney-Girlie im Kreis, Selena Gomez bleibt dagegen eher blass.
Exzellent ist hier auch der Soundtrack von Cliff Martinez, der erst durch seinen Score zu "Drive" einem breiteren Publikum bekannt wurde.
Spring Breakers belebt speziell im letzten Drittel zum Finale hin auch wieder die bunte Beleuchtungs- und Farbebwelt in grellem Neon, die Miami Vice seiner Zeit zu dieser ganz besonderen Optik verholfen hat.
Von Spring Breakers die Finger lassen sollte aber definitiv jeder, für den zu einem guten Film auch gute Dialoge gehören, in denen nur ab und an mal relativ Jugendfrei geflucht wird. Kleine Lektion zum US-Kino. In einem amerikanischen Film darf nur 3x das böse F-Wort verwendet werden, sonst gibt's eine höhere Altersfreigabe. In Spring Breakers fällt es jedoch gefühlte 100x in jedem möglichen Kontext. Das ist einer der Gründe warum Spring Breakers ab 18 ist, aber auch sonst ist der Film alles andere als brav.
Diesen kruden Mix kann man nur mögen oder hassen. Entdeckenswert ist er für jeden, der nicht nur auf Mainstream-Filme abonniert ist.
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5.0 von 5 Sternen Überraschend!, 25. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Spring Breakers [Blu-ray] (Blu-ray)
Als ich mir den Film abends angeschaut hatte, hätte ich nach den ersten paar Minuten fast abgedreht.
Allerdings wollte ich ihm noch bisschen Zeit geben um mich mitzureißen und - verdammt - das hat er!
Ich bin irgendwann so in diesen Film hineingekippt dass ich alles um mich herum vergessen hatte, und das hab ich nur ganz ganz selten.
Es ist eben mal was absolut anderes, aber genau das macht ihn sehenswert!

Ps. Am Besten Abends/Nachts mit Kopfhörern schauen ;P
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63 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der genialsten Filme, die ich je gesehen habe..., 12. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Spring Breakers (DVD)
Zu Anfang, ja mir ist klar, dass ich jetzt nur den Film bewerte. Ich habe natürlich keine Ahnung wie die DVD sein wird, ob da technisch alles in Ordnung ist usw., aber wen interessiert's?!?!

ACHTUNG SPOILER:

Und nun zum eigentlichten Film. Ich weiß, dass mir einige sehr, sehr schlechte Rezensionen folgen werden, aber das wird überwiegend nur daran liegen, dass der Film in Deutschland völlig falsch beworben wurde. Man hat Aushängeschildchen wie Selena Gomez und Vanessa Hudgens als Schauspieler genommen, damit man natürlich einfacher Marketing für den Film betreiben kann, das wurde sicherlich weltweit so gemacht und war auch beabsichtigt. Allerdings konnte man nach den deutschen Trailern und Inhaltsangaben absolut nicht darauf schließen worum es in diesem Film gehen wird.
Viele dachten sicherlich an eine heftigere Version von "Hangover" und Co., mit Teenies, die sich exzessiv dem Spring Break hingeben. Weit gefehlt... Wer das erwartet hat, wird sehr enttäuscht werden.
In diesem Film geht es um viel mehr, als nur Feiern und Saufen bis zum Umfallen, oder um Sexorgien, wie man sie vom Spring Break erwartet. Es geht um Selbstfindung und eben die Gefahren, auf die man sich manchmal einlassen muss, aber auch um die, die man besser meiden sollte.
Generell sehe ich in dem Film, eine der gewaltigsten Kritiken an der prüden US Gesellschaft, die man jemals in einem Film gesehen hat. Natürlich mag das alles nicht so künstlerisch wertvoll und tiefgründig rüberkommen, aber das liegt eben nur daran, dass man sich nicht darauf einlässt und am Ende doch nur Standardunterhaltung darin sieht.
Ich hab den Film mit einem sehr guten Kumpel zusammen im Kino gesehen und wir haben danach beide den Vergleich zu Scarface gezogen. Thematisch haben die Filme sicher nichts miteinander zu tun, aber wenn man zwischen die Zeilen kuckt, dann wird man erkennen, wie ähnlich sich die beiden Filme doch sind. In Scarface wird der exzessive Drogenkonsum, und die absolute Überlegenheit über sein Umfeld klar dargestellt. Das alles wurde mit purer Waffengewalt erarbeitet. "The World Is Yours" ist in dem Klassiker nicht nur eine stumpfe Phrase, es ist genau der Kern des Films, was ihn auch so faszinierend und interessant macht.
Und genau so einen Kern bietet eben Spring Breakers genauso. Wir sehen 4 Studentinnen, die einfach ausbrechen wollen aus ihrem Alltag, aus dem immer gleichen Ablauf am College und in ihrem Leben, der auch so sehr geprägt ist von prüden, konservativen, amerikanischen Idealen, dass sie wirklich alles dafür tun, um zum Spring Break zu kommen, um wenigstens einmal dem Alltag entfliehen zu können.
Und genau da geht es schon los. Wir beobachten 3 der 4 Mädchen dabei, wie sie äußerst brutal ein Dinner überfallen. Sie benutzen zwar keine echten Waffen und verletzen niemanden dabei, aber diesen plötzlichen Gewaltausbruch muss man erstmal hinterfragen können. Und genau da setzt der Fehler, der hier in Deutschland gemacht wurde ein. Man hat die ursprüngliche FSK 18 Wertung auf 16 runtergesetzt, und ich habe auch im Kino weitaus jüngere Besucher gesehen. Aber egal, auch ein 16-jähriges Teeniegirl, die sich nur auf Selena Gomez und Vanessa Hudgens freut, wird absolut nicht verstehen, worum es in diesem Film geht.

Kurz zu meiner Person, ich bin 23, liebe Klassiker wie "Der Pate" oder "Scarface", generell Filme, in denen organisierte Kriminalität so realistisch wie möglich dargestellt wird, und denke daher, dass ich mir schon einen guten Eindruck über solche Filme verschaffen kann.

Zurück zum Thema:
Organisierte Kriminalität ist eben genau das, worum es dann thematisch in diesem Film überwiegend geht. Die Mädels kommen ja quasi erst zum Ende des Spring Break nach Florida, werden dann bei einer wilden Party mit Drogen und Co. wegen deren Konsum eingebuchtet und nun geht der Film eigentlich erst richtig los.
James Franco, bekannt aus der alten Spiderman Trilogie oder 127 Hours, spielt hier den Drogenhändler und Waffennarr Alien (nicht Waffenhändler, wie es überall in Inhaltsangaben zu lesen war/ist), und er spielt ihn einfach genial. Der Film wird ab jetzt irgendwie immer düsterer und gewalttätiger, auch wenn nicht unbedingt Gewalt praktiziert wird, so wird sie von den Charakteren doch sehr verherrlicht. Alien, der trotz seiner Kindheit, die er im Ghetto verbracht hat, eigentlich hochgebildet ist, kann die meisten Mädchen schnell in seinen Bann ziehen.
Und spätestens hier ist dieser Film nur noch für Erwachsene gedacht. Man muss sich überlegen, wieso er das schafft und was er eigentlich bezweckt. Er sagt zu den Mädchen immer wieder, dass er sie liebt. Stimmt das, oder missbraucht er sie nur für seine Zwecke?!?!
Die Mädchen widerum sind völlig fasziniert von ihm, und seinem ganzen Geld und vor allem von den Unmengen Waffen, die er scheinbar tonnenweise in seinem Schlafzimmer bunkert... Auch hier muss man sich fragen können, wieso die Mädchen so leicht und so sehr in dieses ganze, schwerst kriminelle Melieur vernarrt sind.
Ich will hier keine Antworten darauf geben, weil ich glaube, dass es darauf viele Antworten geben kann. Ich sehe, wie schon gesagt, einen der gesellschaftskritischsten Filme über die USA in Spring Breakers, andere mögen nur Unterhaltung darin sehen, wieder andere sehen eben gar nichts und fragen sich, wieso denn mein Teenieidol schlechthin, in sowas mitspielt...

Was ich mit dieser Rezension hauptsächlich zeigen will ist, dass es eben manchmal doch Köpfchen beim Filmschauen braucht, und um diesen Film wirklich zu verstehen und richtig bewerten zu können, muss man sein Köpfchen schon einschalten beim Kucken, ansonsten sieht man nur scheinbar zusammenhangslose Szenen und Dialoge, nach deren Sinn man dann vergebens sucht.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Springbreak forever, 28. Dezember 2013
Von 
Jürgen Mayer "Pyri" (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Spring Breakers [Blu-ray] (Blu-ray)
Mit "Spring Breakers" hat Harmony Korine seinen eigenen "Trash Humpers" von 2009 gewissermaßen neu verfilmt. Und gezeigt, dass ein Film in einer gänzlich gegenteiligen Ästhetik immer noch eine politisch ähnliche Äußerung sein kann. Ebenfalls, dass der ehemalige US-"Dogma"-Regisseur, auch Glitzer und HD-Hochglanz draufhat.
Vieles zeichnet das neue "Trash Humpers" mit den Bikinischönheiten aus der Disneywelt aus: etwa die subversive Verwendung von Britney Spears, ähnlich wie Lukas Moodysson seinerzeit in "Lila 4-ever", die es aber irgendwie nicht ganz in den fertigen Film schaffte, dann die Korine-üblichen Referenzen an Ministerials zu Beginn - wohin das "gute Mädchen" Selena Gomez als moralischer Anker auch alsbald wieder zurück verschwindet -, weiters James Franco als eigentlicher Star "Alien" - der mich immer an Errol Flynn erinnert und hier umso mehr an dessen Kubazeit (Cuban Rebel Girls, 1959), ich behaupte mal Korine hatte dabei die gleiche Idee wie ich -, mehr noch die äußerst einnehmende Mischung aus Sprechgesang und elektronischer Musik (die beste welche ich seit "Miami Vice", 2006, aus einem amerikanischen Film je hörte), usw. usf.
"Spring Breakers" verbindet vieles und wirkt in seiner Gänze erfrischend naiv: Geschlechterrollen mit ihren jeweiligen Abbildungen, Hip-Hop mit allerlei bunten Drogen, Neon mit Cunnilingus, Kriminalität mit Eruption, Täter mit Opfer - wenn der Täter von seinen vermeintlichen Opfern am Ende erlöst wird -, "Rasse" mit Klasse, sowie Feiern mit Sterben. Doch es ist eine Naivität welche Leben kennt und es nicht einseitig beurteilt - keinen Realismus vorgibt, Normen und moralische Instanzen vollständig ignoriert, gewissermaßen also das glatte Gegenteil eines nobliert angeblich stets fragenden Haneke-Films. "Spring Breakers" (hinter)fragt nichts, auch wenn manche Einstellungen auf Gus van Sant's "Elephant" Bezug nehmen möchten. Und ist so eine Moritat bei welcher die "Lehre" konsequent ausbleibt - so gesehen also auch eine Aktualisierung von "Scarface" (1983): aus europäischer Sicht kann "Spring Breakers" dabei wohl vorgeworfen werden, dass es nicht besonders vaginal ist und die allermeiste Zeit weit über der Gürtellinie verbleibt. Mit ähnlich gelagerten Werken wie Breillats "À ma soeur" (2001) lässt sich der Film deshalb nur schwer vergleichen. Aber genau das ist sein ästhetisch-sozialer Gegenstand, also das "Spring Breaking", auch - nämlich eine im Grunde äußerst prüde Angelegenheit. Regelrecht unschuldig - so wie auch die Müllmenschen 2009 nicht wirklich böse waren, oder auch die Seltsamen aus "Gummo" das vielleicht nur sein wollten. Und genau das macht seine menschliche Kraft ebenfalls aus. Mit "Spring Breakers" hat Harmony Korine dem amerikanischen Puritanismus jedenfalls auch ein nachhaltiges Denkmal gesetzt.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was war das?, 21. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Spring Breakers (DVD)
Eins vorweg: Der Film wurde vollkommen falsch als Party-Film vermarktet, ist aber eher ein Mix aus verschiedenen Genres, ich würde sagen Neo-Noir-Thriller-Drama.
Die Idee an sich ist nicht schlecht: 4 College-Girls wollen unbedingt zum Spring Break und geraten in den Abgrund.
Die Umsetzung ist mangelhaft! Angefangen von schauspielerischen Leistungen vergleichbar mit einer Eidechse (insbesondere Selena Gomez kann anscheinend nur immer wieder "Der Moment ist so toll, blablabla" sagen, emotionslos gucken und wenns hoch kommt etwas etwas traurig sein), hinüber zu unglaublich langen, zähen Passagen, Wiederholungen auch in Gestalt von Flashbacks und letztlich zu einem unlogischen enttäuschenden Ende.
Wer mit Kumpels und Bier auf einen Film im Sinne von Project X bspw. hofft, wird sich wahrscheinlich verschlucken.
Der Film versucht in die Richtung "Drive" zu gehen, indem er oftmals Bilder, von Musik getragen, einfach wirken lassen will, aber es springt kein Funke über. Drive war einfach cooler. Allein die Szene Gosling Auge in Auge mit Mulligan vor der Tür hatte mehr Flair und Wirkung als dieser ganze Film.
Das Schicksal der Protagonistinnen und von Alien berührt einfach keinen. Man denkt sich im schlimmsten Fall sogar: Selber Schuld!
Zwischendurch sind dann ein paar hüpfende Brüste zu sehen, Frauen werden abgefüllt oder man zieht sich eine Linie Koks. Das soll dann authentisch wirken und verschaffte wohl auch die ab 18-Freigabe.
Sicherlich kann man den Film als böse Parabel auf den Spring Break Party-Tourismus auffassen und ihn sich zurecht deuten. Aber es ändert ja nichts: Schlecht bleibt er trotzdem.
Noch ein Wort zu Selena Gomez: Diese ist nur bis ungefähr 2/3 im Film zu sehen. Dann weint sie kurz einmal, steigt in den Bus und ist auf nimmer Wiedersehen.
Ach, wär ich doch auch einfach nach 2/3 aus dem Film ausgestiegen...
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5.0 von 5 Sternen Top, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Spring Breakers (DVD)
Man muss ihn mögen oder man hasst ihn.
Es ist mal was anderes als der selbe "gag" der sonst immer läuft.
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5.0 von 5 Sternen Nichts für Schwache Nerven, 28. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Spring Breakers [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein harter aber sehr gut gemachzer Film.Nichts für schwache Nerven.Selene Gomez in einer für sich ungewohnte Rolle.Nachdem ganzen Kinderfilmen und Teenie Filmen
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4.0 von 5 Sternen Deutlich besser als erwartet!, 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Spring Breakers (Blu-ray)
Ehrlich gesagt bin ich mit einer eher negativen Einstellung an diesen Film herangegangen. Erwartet habe ich eine relativ substanzlose Geschichte, die nur inszeniert wurde, damit sich junge Hollywood-Schönheiten wie Selena Gomez (Faith), oder Vanessa Hudgens (Candy) präsentieren können, doch es kam ganz anders ... Den ganzen Film über wird man nahezu mit Sinneseindrücken überflutet. Viele Szenen wirken psychedelisch und in so mancher Inszenierung sieht man deutlich, dass der Begriff 'Künstlerische Freiheit' sehr wörtlich genommen wurde, doch hinter den bunten Partykulissen und seiner Fassade aus Sex, Drogen- und Gewaltverherrlichung, erzählt dieser Film eine wirklich interessante Geschichte, die einen durchaus in den Bann zieht, wenn man sich darauf einlässt. Es geht um Freiheit, sich selbst finden, Zukunftsangst und die Mühe die es macht, den äußeren Schein zu wahren, wenn es darum geht die Leute die wir lieben nicht zu enttäuschen. Was dem Film allerdings irgendwie seinen Zauber nimmt, ist jedoch die Schlussszene. Diese ist unrealistisch und hätte so nicht sein müssen. Schade eigentlich … na ja, einfach den Player fünf Minuten vor Ende ausmachen. ;)

Fazit: Durchaus sehenswert, wenn man in der Lage ist über die viele nackte Haut hinweg und durch den Rauch der Joints zu blicken und den tieferen Sinn dieser Geschichte zu erkennen.
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Spring Breakers [Blu-ray]
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