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Kundenrezensionen

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am 7. Oktober 2009
Es gibt Filme, die bringen einen zum Lachen. Und dann gibt es Filme, die bringen einen zum Weinen. Es ist in jedem Fall gut, wenn zumindest eine der beiden Emotionen freigesetzt wird, aber besser noch, wenn ein Film beide Gesichter des Theaters vereint. Ein solcher Film ist "Lars und die Frauen".

Am Anfang der Geschichte steht ein glückliches Paar und der kleine Bruder des dazu gehörigen Mannes. Dieser kleine Bruder - unglaublich gut gespielt von Ryan Gosling - heißt Lars und wird als stiller Junggeselle mit Berührungs- und Bindungsängsten beschrieben. Zwar wird eine Dame bereits aufmerksam auf ihn, doch überfordert ihn deren Annäherungen derart, dass er sich eine Gummifrau bestellt und in die Wahnvorstellung verfällt, sie sei echt und späterhin seine Freundin. Der humorvolle Umgang des Dorfes mit dieser merkwürdigen Situation und die Tragik der Person Lars ist die Frucht des ganzen Films. Dieser schreitet unvorhersehbar voran und findet schließlich ein trauriges, nachdenkliches und zugleich hoffnungsfrohes Ende. Von der Musik bis zur Magie der Bilder wirkt der Film aus einem Guss, glänzt mit authentischen Dialogen und kaum bekannten, aber nichtsdestotrotz ausdrucksstarken Schauspielern. Ich finde kein Körnchen Kritik, da sogar die abstruse Idee des Films so eindringlich und verständlich inszeniert wurde, dass der Vorwurf der Absurdität einfach nicht über die Lippen will.

"Lars und die Frauen" ist ein Film, der ohne Zweifel und berechtigterweise seinen Platz im DVD-Regal einnehmen darf. Es ist ein durch und durch sympathischer Film.
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am 31. Oktober 2008
...sei der Film, schrieb ein Rezensent nach Erscheinen von Lars und die Frauen. Ich lasse mir ja eigentlich gern selbst Überschriften einfallen, aber keine Beschreibung würde es besser treffen als diese.

Lars Lindström ist ein eigenwilliger Typ. Er lebt in der Garage neben dem Haus seines Bruders Gus und dessen Frau Karin. Lars hat einen Job, bleibt aber der totale Einzelgänger. In der kleinen Gemeinde, im hohen Norden, mögen alle Einwohner Lars, aber keiner kennt ihn so richtig. Seine Eltern sind gestorben und sein Bruder Gus, der zusammen mit Karin versucht Lars in die Familie aufzunehmen, scheitert dabei täglich. Lars möchte nicht, dass ihn jemand anfasst oder umarmt, will einfach nur für sich sein. Auch seine neue Arbeitskollegin Mago lässt Lars nicht an sich heran, obwohl Mago schon Interesse hätte. Als Lars eines Tages seinem Bruder und der Schwägerin erklärt, dass er eine Beziehung hat, können die beiden es kaum glauben. Völlig baff sind sie allerdings, als ihnen Lars eine Sexpuppe, als die im Rollstuhl sitzende brasilianisch-dänische Missionarin und Krankenschwester Bianca vorstellt. Gus will Lars sofort einweisen, hält ihn für total verrückt, doch Karin spielt Lars Spiel mit. Als sie sich dann noch die Hilfe der Ärtzin Dagmar einholt und alle Einwohner des Ortes, aus Freundschaft zu Lars, dessen Spiel mitspielen, hält Bianca als neues, vollwertiges Mitglied der Gemeinde Einzug. Lars ist glücklich mit seiner neuen Frau, mutiert fast schon zu einem Gesellschaftsmenschen, bis...ja bis...das sollten sie sich vielleicht lieber selbst anschauen.

Was für ein seltsamer Film! Regiseur Craig Gillespie bewegt uns tief mit der Geschichte von Lars und seiner Gemeinde. Das man Gefühle wie Einsamkeit, Kontaktarmut, Liebe, Frustration und Angst zwischen zwei liebenden Menschen fantastisch darstellen kann, wissen wir. Aber geht das auch mit einer Puppe? Und wie das geht! In ruhigen Bildern, mit einer Wahnsinnsbesetzung bis in die kleinste Nebenrolle hinein, einer tollen Idee, die zwar nicht neu ist, aber hervorragend umgesetzt wurde. Gillespie bringt uns die leisen Töne auf den Bildschirm. Mit sanften Bildern und wunderbarer Musik schafft er einen stillen, einzigartigen Genuss. Ryan Goslin darf dabei eine Traumrolle spielen, nach der sich jeder ernsthafte Mime die Finger lecken würde. Goslins Mienenspiel als Lars Lindström werden sie nicht so schnell vergessen, der junge Mann wird demnächst noch öfter zu sehen sein(sonst müsste ich mich schon sehr wundern). Lars und die Frauen ist ganz anderes Kino. Für alle Action und Mainestreamfans vermutlich unschaubar, für Zuschauer, die bei Filmen wie Snowcake tief ergriffen waren ein absolutes Muss!
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am 9. Februar 2015
Dieser Film zeigt sehr einfühlsam, wie ein Mann mit sichtlich autistischen Zügen mit Hilfe einer Gummipuppe, die er für lebendig erklärt, und mit Hilfe von einer sehr klugen Psychologin und sehr freundlichen und lebenstüchtigen Mitmenschen seine Kindheitstraumata bearbeiten, sich dann von dieser Puppe trennen und sich einer lebendigen Frau sowie auch anderen Menschen (siehe den Schluß beim Bowling) zuwenden kann.
Mich hat der Film sehr angesprochen, auch wenn ich befürchte, dass die gezeigten Kollegen, der Pfarrer und die Gemeindemitglieder eher Wunschfiguren sind, im echten Leben sind solche wohlwollenden und "mitspielenden" Menschen wohl kaum bis schwer zu finden. Leider....
Es gibt einige Passagen, die einfach unwiderstehlich in ihrer Aussage sind. Als z.B. der Bruder zur Psychologin sagt: "Sie werden ihn auslachen!" - "ja," sagt diese, "und "Sie auch" - denn das ist im Grunde eines der Probleme des "normalen" Bruders, dass er mit seinem "verrückten" Bruder in einen Topf geworfen wird.
Der Wunsch des unangepassten Bruders, als Mensch mit ganz eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Sehnsüchten anerkannt zu werden, wird hier auf eine ganz wunderbare Art und Weise gezeigt und erfüllt.

Also, sehr sehenswerter Film!
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am 24. April 2013
Ein wunderbarer Film der zeigt, dass es soetwas wie "echt" oder "nicht echt" gar nicht gibt. Wer sich noch erinnern kann, welch grossen Schmerz ein Goldfisch verursachen kann, wenn er das Zeitliche segnet und durch den Gulli dem Licht entgegenschwimmt, der weiss, dass es nicht darauf ankommt was man verliert, sondern welche Beziehung man dazu hatte.

Lars hat seine Mutter verloren. Bei seiner Geburt. Als dann seine Schwaegerin ein Kind erwartet, loest das bei ihm den Schmerz neu aus und er faellt weiter in die Depression. Er kann diesen Schmerz aber nicht artikulieren und muss sich Stueck fuer Stueck eine Bruecke zu den Menschen bauen, um wieder Tritt zu fassen. Die Sex-Puppe Bianca ist diese Bruecke...

Der Film behandelt sehr ernste Themen, ohne dabei ernsthaft zu werden. Man kann durchgehend schmunzeln, denn Ryan Gosling spielt alles an die Wand und nimmt selbst hartgesottene Zuseher so fuer sich ein, dass man erst Mitleid, dann Mitgefuehl und schliesslich freundschaftliche Sympathie fuer den schraegen Vogel hat.

Es geht um Depression, Christentum, familiaere Verantwortung, Sex-Puppen, Geburt, Leben und Tod ohne dass auch nur eines dieser Themen ausgesprochen wird. Vordergruendig kann man 90 Minuten ueber einen Kerl lachen, der sich und allen anderen klarmacht, dass er eine Sex-Puppe liebt, bis alle anderen ihm klarmachen, dass das Ok ist, aber er seine "Frau" gefaelligst ordentlich behandeln soll...

Unbedingt anschauen - auch wenn man kein Fan von Traenendruesen-Filmen ist...
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am 12. Juli 2016
Lars (Ryan Gosling) benimmt sich immer seltsamer. Obwohl ihm die Hälfte des Hauses gehört, lebt er lieber in der Garage und lässt seinen Bruder Gus (Paul Schneider) und dessen schwangere Frau Karin (Emily Mortimer) dort leben. Karin macht sich Sorgen um ihn, da er immer mehr Abstand sucht und sich außerhalb seiner Arbeit von der Welt abschottet. Doch als Lars ihnen mitteilt, dass er eine Freundin habe, scheint sein Verhalten erklärbar. Nur, dass diese Freundin, Bianca, eine "Liebespuppe" aus Silikon ist. Für Lars ist sie Brasilianerin und eine ehemalige Missionskrankenschwester im Sabbatjahr, die im Rollstuhl sitzt. Vor allem ist sie seine Partnerin, mit der er sich unterhält und sein Leben teilt. Gus hält seinen Bruder nicht mehr nur für einen Sonderling, sondern für verrückt. Karin lässt sich instinktiv auf Lars' Vorstellungswelt ein und wird darin von der ortsansässigen Ärztin unterstützt. Statt Ablehnung zu erfahren, wird Lars mit Bianca an seiner Seite in die Dorfgemeinschaft aufgenommen, besucht die Kirche und Partys. Biancas eigener Terminkalender wird immer voller, denn sie ist berufstätig in der Gemeinde, im Krankenhaus...

"Lars und die Frauen" ist, wie schon an dieser Einleitung zu erkennen, kein Film über Sex mit einer Silikonpuppe. Vielmehr ein skurriler, feinfühliger und humorvoller über den sehr fantasievollen und empfindsamen Lars, der sich in Wahnvorstellungen flüchtet, weil er unter Ängsten leidet, Verlustangst, Angst vor Berührungen, vor Veränderungen.

Diese Tragikkomödie kommt kindlich daher, spielt aber auf einer tieferen Ebene mit dem Begriff "Das Kind im Manne" oder auf typischerweise Männern zugeschriebene Sexfantasien an, genauso auf Attribute der Männlichkeit wie "Ernährer der Familie sein", "Verantwortung übernehmen", Gus nennt es: "Das Richtige für alle tun, auch wenn es weh tut".
Zusätzlich stellt sie die Frage nach dem "Normalsein", hinterfragt vorgefertigte Meinungen und definiert "soziale Kompetenz". Und das in beschwingtem Ton und auf herzliche Weise.

Ryan Gosling spielt Lars, der spürt, dass er sich selbst helfen und von seinen Ketten befreien muss, also das Bedürfnis nach einer Therapie hat, ungemein zart und anrührend linkisch, einerseits verunsichert, andererseits zielsicher: einfach wunderbar!

"Lars und die Frauen" ist eine unterhaltsame, schräge Komödie. Darüber hinaus aber ein außergewöhnlicher Film für ein fantasiereiches und empathisches Publikum, dem er unterschwellig den Spiegel vorhält. Ich kann nur raten, ihn anzuschauen!
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am 22. Dezember 2014
Zum Inhalt möchte ich nichts verraten, da ich finde man muss bei diesem Film seine Vorurteile zurück schrauben und sich einfach fallen lassen. Ich sah mir den Film mit einer Freundin an und dachte mir nur: Wie schräg ist das denn? Aber dann nach einer Zeit nahm mich der Film mit auf eine unglaubliche Reise die ich nicht für möglich gehalten hätte. Der Film geht einen an die Nieren und am Ende kann man richtig mitfiebern und mitleiden. Ich hätte nie gedacht das ich mal solche Gefühle für eine Puppe entwickeln könnte, aber dieser Film macht es möglich. Am Ende war ich einfach nur erstaunt, berührt und total hin und weg. Ich empfehle den Film jeden der bereit ist sich auf etwas Neues und Ungewöhnliches einzulassen. Von der schauspielerischen Leistung der Protagonisten braucht man gar nicht reden, denn die war einfach nur grandios und perfekt umgesetzt.
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DVD Bewertung (Review):

- BILD: neutrale warme Farben, guter Kontrast, keine Schwächen
- TON: gute Abstimmung Center/Dialog, zurückhaltend, Räumlichkeit nicht groß genutzt, Ton in DD 5.1
- EXTRAS: reichlich: Unveröffentlichte Szene, Die wahre Geschichte von "Lars und den Frauen", eine Hauptdarstellerin der besonderen Art, Trailer
- SONSTIGES: Wendecover

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Die zentrale Frage von LARS UND DIE FRAUEN ist in mehrfacher Hinsicht, wie man mit Außenseitern umgeht und die der gesellschaftlichen Toleranz mit diesen. Auch bei dieser gelungenen Tragik-Komödie ist der engl. Originaltitel LARS AND THE REAL GIRL deutlicher das Thema treffend wie so häufig. Der Film berührt durch seine Tiefe und wie respektvoll er das Thema des Umgangs mit menschlichen Schwächen darstellt. Diese psychologische Tiefe wird insbesondere getragen von der Figur des Sonderlings Lars.

Ryan Gosling brilliert in dieser Rolle auch mit seiner bekannten sehr ausgeprägt komödiantischen Begabung ohne jedoch auf die vordergründigen Schenkelklopfer-Gags fixiert zu sein, auch wenn er zuletzt eher verdammt coole "Schönling-Rollen" in DRIVE, IDES OF MARCH und ALL BEAUTY MUST DIE auch sehr gut und authentisch gemeistert hat. Aufgrund dieser starken Vielfalt und nach der Oskar-Nominierung in HALF NELSON ist er für mich längst überfällig für diesen begehrten Filmpreis !

Die Story setze ich als bekannt voraus, hier die Grundzüge (OHNE SPOILER!): Lars wohnt in einer Garage neben dem Haus seines Bruders und seiner Frau und ist ein Sonderling und oft alleine und sehr zurückgezogen und schüchtern. Das ändert sich als er eines Tages "Besuch" hat und seinen Verwandten Bianca vorstellt - damit fängt aber die schön skurrile Story mit ungeahnten Wendungen erst an..........soviel dazu, und das ist so wenig verraten, damit auch man immer noch unbedarft an den Film herantreten kann. Sämtliche Schauspieler neben Ryan Gosling kann eine gute und einfühlsame Leistung bescheinigt werden und die gefühlte Harmonie unter den Darstellern stimmt.

In sehr einfühlsamer Form und nie auf den kurzfristigen Gag ausgelegt zeigt der Film die realistische Erkenntnis, daß eine Heilung im seelisch-psychischen Bereich insbesondere und wirklich nachhaltig nur "von innen" kommen kann und Zeit und die Überzeugung und Unterstützung des Betroffenen braucht. Ohne üblichen Hollywood-Pathos und Genre-Grenzen schafft es LARS UND DIE FRAUEN die Geschichte zu einem realistischen Abschluss zu bringen der weder "Happy End" oder "Tragic End" braucht, sondern harmonisch und authentisch nachwirkt und somit den Film zu einem insgesamt sehr überzeugenden Feel-Good-Movie macht !

4,5/5 Love Dolls....äh,....Sternen
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am 12. September 2014
Von Ryan Gosling ist man gewohnt, dass und wie gekonnt er seinen Figuren eine unverwechselbare emotionale Tiefe verleiht. Doch von dem Bad-Boy-Image, das er sich in letzter Zeit ebenfalls aufgebaut hat, ist hier noch nichts zu sehen.
Keiner wird umhin kommen den schüchternen und extzentrischen Lars zu lieben und zu bemitleiden für all die Probleme, die er offensichtlich hat, über die er jedoch nicht sprechen kann. In jedem von uns steckt wohl ein solcher kleiner Lars, der sich manchen Aufgaben einfach nicht gewachsen fühlt und früher oder später gezwungen ist einen eigenen Weg zu finden um mit ihnen fertig zu werden.
Lars meistert diesen Weg erstaunlich selbstbewusst und eigenständig, während ihm das restliche Dorf tatkräftig zur Seite steht. Es ist eine Freude zu sehen, wie in diesem Film das Gute der Menschen zum Vorschein kommt und auf diese Weise Vertrauen aufgebaut und Probleme gemeinsam beseitigt werden.

Trotz des ernsten Themas ist dieser Film weit entfernt von einem schwermütigen Drama, was der intelligenten Erzähltechnik, dem charmanten Humor und nicht zuletzt der liebenswerten Groteske der Situation zu verdanken ist.

Alles in allem ein unterhaltsamer und inspirierender Film. Beide Daumen hoch!
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am 1. Dezember 2008
Wow! Kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern welche Erwartungen ich bezüglich des Films hatte. Ryan Gosling in so einer Art romantischer Liebeskomödie? Ein Drama über einen geisteskranken Einsiedler der sich zusehends aus der realen Welt entfernt? So eine abgeschwächte Art männlicher 'Nell'? 'Lars und die Frauen' lässt sich jedenfalls in keine mir bekannte Genre-Schublade stecken, soviel steht fest.

Lars Lindstrom, Büroangestellter und frommer Kirchgänger, lebt gerade mal einen Steinwurf entfernt vom Haus seines Bruders Gus und dessen Frau Karin. Doch zu Gesicht bekommen sich die drei nur selten. Karin lässt nichts unversucht, ihren schüchternen und introvertierten Schwager ins Familienleben zu integrieren, wird jedoch ständig von ihm abgewiesen. Ob Einladungen zum Essen oder gemeinsame familiäre Aktivitäten; Lars ist sich selbst genug und will es eigentlich auch dabei belassen. Um so überraschter sind Karin und Gus, als Lars ihnen eines Tages seine neue Freundin Bianca vorstellt. Und noch überraschter sind die beiden als sich herausstellt, das die an den Rollstuhl gefesselte Ex-Missionarin aus Brasilien, in Wirklichkeit eine lebensgroße (und laut Herstellergarantie anatomisch korrekte!) Sexpuppe ist.
Von nun an spielen Karin, Gus und die hiesige Ärztin Dr. Dagmar Berman Lars' trauriges und aberwitziges Spiel mit. Und selbst die Gemeinde nimmt Bianca herzlich auf und integriert sie mit einer solchen Selbstverständlichkeit in die Gesellschaft, das auch Lars nach und nach immer mehr Teil dieses 'wahren Lebens' wird.
Worauf das alles allerdings hinauslaufen soll, vermag keiner auch nur zu ahnen. Und außerdem ist da noch die neue Arbeitskollegin Margo, die für Lars mehr als nur freundschaftliche Gefühle hegt...

Ein Film über die Angst vor dem Alleinsein, über Verständnis und Toleranz (vor allem den Dingen gegenüber die wir nicht verstehen), und auf jeden Fall ein Film über die uneingeschränkte Liebe, wie sie es wohl in dieser Form nur im Film gibt.
Ich habe gelacht und geweint, und ich suche immer noch nach Worten um die Stimmung zu beschreiben, in der mich der Film zurückgelassen hat.
Lars and the real girl!
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TOP 500 REZENSENTam 2. August 2012
Auch mir wäre der Film wohl entgangen, hätte ich ihn nicht empfohlen bekommen. Und ich bin so dankbar für diesen Tipp. Dieser Film ist einfach wunderbar!

Nein, in erster Linie geht es nicht um einen Mann, der sich in eine Sex-Puppe verliebt. Es geht um die Gemeinschaft. Es geht um einen hoffnungslosen Außenseiter, der versucht wieder zurück ins Leben zu finden.

Die Atmosphäre des Films ist zwar alles andere als heiter, aber er bietet einen sehr feinen Humor durch die Szenen, in die Lars eine Mitmenschen stürzt. Die Reaktionen sind teils überraschend, teils unheimlich gefühlvoll. Der Film ist weder übertrieben rührseelig, noch ist es eine Komödie. Aber er ist unterhaltsam und durchaus humorvoll!

Die Blu Ray ist, wie man es sich wünscht. Bild und Ton sind gut. Bei der Programmierung/Bedienung gibt es nur ein kleines Manko. Schaltet man im Film ab, merkt sich der Player nicht die letzte Position.

Es gibt auch einige Extras: Eine nicht verwendete Szene, eine Making of, Trailer und einen hervorragenden, witzigen Film (fünf Minuten), in denen die Mitwirkenden zum Besten geben, was sie von der Hauptdarstellering halten. Sehr gut gelungen!

Wem Lars und die Frauen gefallen hat, dem könnte vielleicht auch Elling,Zimt und Koriander oder das deftigere Serial Lover gefallen.
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