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71 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr wichtiges Buch
Seit Monaten verfolge ich diesen unfassbaren Fall in den Medien und habe fast jeden Bericht gesehen und jeden Artikel gelesen, der zum Thema erschienen ist. Insofern dachte ich, mich als "Kenner" der Causa Mollath bezeichnen zu können, zumindest soweit es die Fakten betrifft, die zwischenzeitlich in der Bevölkerung publik geworden sind. Mit Ungeduld habe ich...
Vor 10 Monaten von Ro Bert veröffentlicht

versus
14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schade
Eigentlich hat dieses Buch fünf Sterne verdient. Die für die beiden Autoren äußerst mühsame Zusammenstellung des Skandals ist eine gelungene Darstellung des Dickichts, durch das sich wohl kaum ein Interessent wühlen kann, der sich damit nicht beruflich beschäftigen muss. Fair ist es, wie sich die Verfasser am Schluss für die Hilfe...
Vor 9 Monaten von Ulf G. Stuberger veröffentlicht


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71 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr wichtiges Buch, 29. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Affäre Mollath: Der Mann, der zu viel wusste (Kindle Edition)
Seit Monaten verfolge ich diesen unfassbaren Fall in den Medien und habe fast jeden Bericht gesehen und jeden Artikel gelesen, der zum Thema erschienen ist. Insofern dachte ich, mich als "Kenner" der Causa Mollath bezeichnen zu können, zumindest soweit es die Fakten betrifft, die zwischenzeitlich in der Bevölkerung publik geworden sind. Mit Ungeduld habe ich dennoch das Buch zum Fall Mollath erwartet, zumal es von eben jenen beiden Journalisten verfasst ist, die seit Monaten in der Affäre recherchieren und die meisten Artikel zum Thema (in der Süddeutschen Zeitung) veröffentlicht haben. Ich war gespannt und neugierig, ob das Buch einfach eine Zusammenfassung der bisher bekannten Fakten ist oder neue Erkenntnisse liefern würde. Nun, nachdem ich das Buch komplett "verschlungen" habe - ich sage deshalb verschlungen, weil es sich zum einen sehr flüssig liest und zum anderen spannender als jeder mir bekannte Thriller ist - muss ich sagen, dass dieses Buch meine Erwartungen noch bei Weitem übertroffen hat. Uwe Ritzer und Olaf Przybilla ist es gelungen, diesen wirklich grotesk verschlungenen, bisweilen geradezu verworrenen Fall, in dem so viele verschiedene Komponenten und zeitliche Aspekte eine Rolle spielen, in einen sehr transparenten, verständlichen Zusammenhang zu bringen.
Mit bestem Gewissen möchte ich deshalb hier feststellen: Dies ist definitiv ein sehr wichtiges Buch! Bereits nach wenigen Seiten merkt man, wie tief die beiden Autoren in diesen Fall eingetaucht sind und mit wie viel Akribie, Leidenschaft und Ernsthaftigkeit sie geforscht haben, um diesen Fall lückenlos und verständlich zu durchleuchten. Es fällt in gleicher Weise auf, dass sich die Autoren trotz all der ungeheuren Fakten, welche dazu angetan sind, jeden gesunden Menschenverstand zum überkochen zu bringen, stets um Sachlichkeit und Unvoreingenommenheit bemühen. Viele bisher nicht gekannte Details werden aufgeführt, ungeahnte Verbindungen beweissicher hergestellt, die Vorgeschichte des Rosenkriegs zwischen den Eheleuten Mollath tiefergehend betrachtet.
Besonders ausführlich aber werden die verschiedenen "Gutachten" jener vermeintlichen "Experten" der Psychiatrie besprochen. Und was man hier erfährt, das treibt einem fürwahr den Angstschweiß auf die Stirn. Am Ende der Lektüre bleibt man nur noch rat- und fassungslos zurück und fleht, dass man niemals in die Fänge solcher offenbar völlig gewissenlosen Psychiatrie-Dilettanten gelangen möge.
Abschließend möchte ich noch Folgendes anmerken: Inzwischen sind so viele hieb- und stichfeste Beweise für Mollaths geistige Gesundheit und Unschuld bekannt - sie haben sogar dazu geführt, dass nicht nur der überaus bedeutende Rechtsanwalt Dr. Strate, sondern auch die Staatsanwaltschaft Regensburg selbst (!!!) einen Antrag auf Wiederaufnahme gestellt hat - und trotzdem kommen immer wieder Leute buchstäblich aus ihren Löchern hervorgekrochen, um sich wichtig zu tun und Gustl Mollath zu diskreditieren. Jene "Ich- sage-euch-jetzt-warum-der-Justizskandal-doch-keiner-ist-Besserwisser" zeichnen sich meistens dadurch aus, dass sie von Verschwörungstheorien faseln und davon, wie sich ereifernde Bürger und Journalisten in ein solches Geflecht haben hineinziehen und blenden lassen. Diese Leute verleugnen meiner Meinung nach jegliche menschliche Logik und Vernunft, um aus purer Lust und Laune heraus eine Art Gegenposition im Fall Mollath einzunehmen, vermutlich weiden sie sich so an dem Ärger jener, die dieses Exempel höchster Ungerechtigkeit und Justizwillkür berührt und verletzt. Sogar der "Spiegel", die "Zeit" und der "tagesspiegel" haben sich dergestalt zu wahrhaft infamen Artikeln hinreißen lassen, die ihnen inzwischen, da selbst die Staatsanwaltschaft Regensburg aufgrund der vielen neuen Beweise einen Antrag auf Wiederaufnahme gestellt hat, vermutlich längst leid tun.
Doch noch einmal zurück zum Buch und seinem Inhalt: Ein dickes Bravo an die Autoren, super Arbeit, rundherum gelungen.
Und der Zeitpunkt der Veröffentlichung? Kam dieses Buch, wie hier in Amazon von einer Rezensentin so auffällig schnell platziert und bemängelt, denn nun tatsächlich zu früh? Nein, im Gegenteil: Es kam zu spät, und zwar 7 lange Jahr zu spät. Genau so lang nämlich schon sitzt der Friedensaktivist Gustl Mollath, der nie jemandem etwas zuleide getan hat, zusammen mit den allerschlimmsten Schwerverbrechern, Vergewaltigern und Mördern weggesperrt in der Forensischen Psychiatrie.
Es bleibt nur zu hoffen, dass Gustl Mollath sehr bald wieder ein freier Mann sein wird und all jene, die ihn durch Lügen, Betrug, Falschaussagen, kriminelle Handlungen und Manipulation zu zerstören versuchten, in hohem Maße bestraft werden. Darüber hinaus hoffe ich, dass viele Menschen dieses Buch lesen, und so die Wahrheit über G. Mollath und die gefährlichen Mühlen von Justiz, Politik und Psychiatrie erfahren.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bewusstes Versagen des Rechtsstaates?, 17. Juni 2013
In diesen Tagen wurde der Fall Gustl Mollath wieder aufgerollt und gerichtlich überprüft. Mit dem inzwischen bekannten Ausgang, den Mann noch für zumindest ein Jahr in der Obhut einer geschlossenen, psychiatrischen Abteilung zu belassen, wie schon in den letzten sieben Jahren. Und das auch dieses Mal mit einer obskuren Begründung in Folge eines nicht erstellten Gutachtens (wobei auch die Nichterstellung zum aktuellen Zeitpunkt eine mehr als unverständliche Begründung erfährt. Vielleicht ist de Blick auf wichtige Wahlen in diesem Jahr hier auch von Bedeutung gewesen?).

Eine „Spitze des Eisbergs“ in einem Justizvorgang, der von (nicht nur) der süddeutschen Zeitung kritisch begleitet und stark kritisiert wird. Beide Autoren arbeiten bei besagter Zeitung und sind, das spürt man dem Buch ab, intensiv und fundiert mit dem Fall vertraut. Nicht zufällig natürlich erscheint das Buch zum Zeitpunkt der Prüfung des Falles und bezieht eine klare Position gegen das nun bereits jahrelange „Wegsperren“. Allerdings nicht mit polemischem Unterton, sondern sehr differenziert und sorgsam begründet legen die Autoren die Ergebnisse ihrer Recherchen und ihre Schlüssse aus diesen vor.

Das in Bezug auf Gustl Mollath ein „kollektives“ Versagen der Exekutive im Raum steht, das ist für die Autoren erwiesen. Dieses Ergebnis ihrer Recherchen ist für die beiden Journalisten „ohne Zweifel“ und ihre Darlegung ist auch für den Leser überzeugend.
Umso schwieriger ist die Lage nun, nach dem erneuten Urteil gegen Mollath, in dem wiederum wesentliche Punkte des Falles gar nicht erst zur Verhandlung standen. Das gerade ist der „Justizskandal“, der ins Felde geführt ist, denn ebenso wurden bereist im ersten Angang des Falles die Einlassungen Mollaths erkennbar nicht genügend berücksichtigt und ein Dickicht von diversen Gutachten und Anträgen erzeugt, das fast wirkt, als solle unbedingt genau dieses Ergebnis gegen Mollath erreicht werden. Damals wie heute.

Vorgänge, die im Buch genauso minutiös dargelegt werden, wie der eigentliche Fall in den Blick rückt, aber auch die Person Mollaths ausgiebig vorgestellt wird.

Einerseits finden sich somit hier ein durchaus nicht einfacher, teils sturer Mann, der sich in dem Augenblick gegen seine eigene Frau wandte, in der er ihre am Rande der Legalität (bis darüber hinaus) sich vollziehende Arbeit als Anlageberaterin erst intern, dann immer lauter auch nach außen hin an den Pranger stellt. Ein Verhalten, dass zum Bruch zwischen beiden und den Übergang hin zum Kampf mit „harten Bandagen“ vor allem von Seiten der damaligen Ehefrau Mollaths darstellte.
Ein Schwarzgeldskandal im Rahmen der Hypovereinsbank, der zudem versehen ist mit einem dunklen Licht. Nicht nur auf eine konkrete Ehefrau und einen Ehestreit, sondern eben auch auf die weiteren Kreise Beteiligter. Die Bank, verantwortliche Politiker, Kunden.
Da bleibt dann nicht nur, sieht man den Verlauf des Prozesses vor Augen, ein „Gschmäckle“, dass Mollath von verschiedenen Seiten her mundtot gemacht werden sollte, da stehen handfeste Indizien im Raum, dass die Behandlung dieses Falles von Beginn an ein bestimmtes Ergebnis hervorbringen sollte.

Und das Ganze stellen die Autoren überzeugend dar. Nicht mit Hilfe einer reißerischer Darstellung, sondern gerade eben wegen der Kraft des Buches, Fakten zu benennen und nüchtern Zusammenhänge herzustellen. Wobei es sicherlich am Schwersten wiegt, wie wenig die Einlassung und allein schon die bürgerlichen Rechte des Mannes beachtet und gewahrt wurden (nicht nur bei seiner Enteignung, die fundamentale Rechtsmittel zu Gunsten eines „Opfers“ schlicht ignorierte). Einer, der die „Kreise“ von Finanz und Politik störte und hätte durcheinanderbringen können, wird hier im 21. Jahrhundert kühl mundtot gehalten, ein anderes Ergebnis kann die Lektüre nicht ergeben.

Sachlich, fundiert, sorgfältig recherchiert und sprachlich nüchtern und auf den Punkt gebracht, in Form und Inhalt ein überzeugendes Buch.
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37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant, 5. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Affäre Mollath: Der Mann, der zu viel wusste (Kindle Edition)
Das Buch setzt sich mit den Fakten auseinander.
Fakten, die an die Öffentlichkeit gehören.

Unabhängig davon, wie das Verfahren ausgeht, sollte es uns alle interessieren, wie mangelhaft in unserem Rechtssystem unter Umständen Beweise geprüft und bewertet werden.

Sicher ist kein Rechtssystem perfekt und überall passieren Fehler. Das ist schlimm aber wahrscheinlich unvermeidlich.
Zutiefst beängstigend ist es allerdings, dass unser System anscheinend keinerlei Interesse hat, solche potentiellen Fehler aufzuklären und deren Wiederholung mit aller Kraft zu vermeiden.

Der Autor des Buches ist der Ansicht, dass das, was Herrn Mollath passierte, jedem passieren kann.
und ich als Anwalt muss ihm recht geben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rechtsstaatlicher Skandal ... ohnegleichen?, 8. September 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Jeder Bürger sollte sich mit dem Maßregelvollzug und dem Schicksal dieses Mannes befassen und
selbst fragen, welche Rolle die Justiz hier gespielt hat.
Die im Internet abrufbare Chronologie zum Fall Mollath und der Minderheitenbericht zum Untersuchungs-
ausschuss im bayerischen Landtag sollte ebenfalls jeder gelesen haben. Dann weiß jeder mit gesundem
Menschenverstand, was hier gelaufen ist. Rechtsstaat heißt, dass keiner über dem Gesetz steht, insbesondere
nicht die, die das Recht schützen sollen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schweigen der Banker, 28. August 2013
Von 
Oliver Völckers (Berlin, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Wieso stützt der vermeintlich der Opposition angehörende SPD-Abgeordnete Franz Schindler die CSU-Justizministerin Merk?
Warum riskiert der renommierte Gerichtspsychiater Hans-Ludwig Kröber seinen guten Ruf mit einer haarsträubenden Ferndiagnose im Fall Mollath und verteidigt diese noch nachträglich?
Wieso kommt die Hypovereinsbank damit durch, ihre Geldschiebereien solange zu vertuschen, bis die Steuerstraftaten verjährt sind?
Wie hätte sich Gustl Mollath eigentlich korrekt verhalten können, wenn er die Schwarzgeldgeschäfte aufdecken wollte?

Übrigens sitzen nach offiziellen (!) Zahlen jederzeit durchschnittlich über hundert Menschen unschuldig in bayerischen Gefängnissen (soviele kriegen später Entschädigung).

Dieses Buch ist Ausdruck von echtem Journalismus, der den Skandal um das Einsperren Gustl Mollaths aufdeckt. Nur dank solcher Recherchen konnte Mollath letzlich doch freikommen. Glückwunsch an Herrn Mollath, dass er unter solchen Umständen in der Psychiatrie nicht durchgedreht ist, wie es seine Gegner vielleicht gehofft hatten. Spannender als ein Krimi.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein klarer Fall von Rechtsbeugung, 19. August 2013
Von 
Manfred Sandau (Hespe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Es war eine gute Nachricht, dass das Bundesverfassungsgericht so schnell, den Verstoß gegen unsere Verfassung festgestellt hat. Ich habe den Eindruck, das kann jeden treffen, der vielleicht einmal etwas unbeherrscht seine Partnerin anschreit.
Dem Opfer des Verfahrens ist nach meiner Meinung vorzuwerfen, dass er an der falschen Stelle nicht vorrangig seine Verteidigung vorangetrieben hat, sondern sich als Rächer illegaler Geldgeschäfte betätigen wollte.
Ich kann nicht beurteilen ob diese belegbar sind, aber was mir ins Auge springt, ist eine schlampige Justiz, die psychiatrische Gutachten von Gutachtern favorisiert, die den Betroffenen nie gesehen haben. Es ist für mich erschreckend, dass jemand von allen Anklagepunkten frei gesprochen wird, wenn er verurteilt worden wäre, höchstens mit einer Bewährung von 15 Monaten zu rechnen gehabt hätte, dass ihm aber, das Prädikat „schuldunfähig“ für fast 7 Jahren in die Psychiatrie bringt. Nach einem abgekarteten Spiel, mindestens nach Rechtsbeugung sieht die Sache für mich aus.
Ich wünsche Herrn Mollath, dass sein Fall juristisch aufgearbeitet wird. Adäquat entschädigen, wird man ihm niemals für diese Zeit können. Das Haus ist weg, seine Werkstatt und damit seine Existenzgrundlage. Ob er jemals wieder beruflich Fuß fassen kann das wage ich zu bezweifeln.
Dieser Fall wirft die Frage auf, wie viele Menschen zu Unrecht in deutschen Gefängnissen und Psychiatrien sitzen. Er lässt für mich nur den Schluss zu, für solche Einweisungen sollten Gutachten vorgeschrieben sein, bei denen die unbedingte persönliche Anwesenheit des Gutachters und zu Begutachtenden vorgeschrieben ist. Damit es keine Schummelei geben kann, sollte jeder doppelt begutachtet werden. Der eine sollte natürlich das Gutachten des anderen nicht kennen. Es sollte dem Anwalt vorliegen und wenn es wesentliche Widersprüche gibt sollte man auch noch eine Drittmeinung vor einem endgültigen Urteil einholen. Zu der Begutachtung sollte die Frage gehören ob der Betr. traumatisiert ist, denn das wirft auch ein Licht auf die „Tat“ oder den Zustand eines Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wer unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung steht, und manches deutet in diesem Fall für mich darauf hin, der wird auf manche Belastungen, hier Trennung und Rosenkrieg, überempfindlich reagieren.
Ich danke den Autoren dass sie den Fall recherchiert und das vorliegende Buch geschrieben haben. Es wird nicht das letzte zu dem Fall bleiben, denn es handelt sich sicher um einen der größten Justizskandale der Bundesrepublik.
Ich wünsche Herrn Mollath, dass es ihm gelingt, diese schlimmste Erfahrung seines Lebens innerlich unbeschadet zu überstehen, dazu wird er vielleicht fachlich kompetente Hilfe in Anspruch nehmen müssen, juristisch sicherlich, psychologisch hoffentlich nicht, denn das wird er nach diesen Erfahrungen kaum ertragen können
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Affäre Mollath, 8. Juni 2013
Ein Mann beschuldigt seine Frau und einige ihrer Kollegen, allesamt Angestellte der Hypovereinsbank, Schwarzgeld teilweise prominenter Kunden illegal in die Schweiz zu schaffen und sich an Steuerhinterziehung, Betrug und Geldwäsche zu beteiligen. Die Justiz geht den detaillierten Anzeigen nicht nach, Politiker zeigen sich desinteressiert. Stattdessen wird der bis dahin unbescholtene Nürnberger Bürger wegen vermeintlicher Gemeingefährlichkeit in die Psychiatrie eingewiesen, nachdem ihn seine Frau beschuldigt, sie misshandelt zu haben. Dort sitzt er sieben Jahre. Sein Name ist Gustl Mollath,.Seine Geschichte ist beispiellos. Mollath wird von Juristen, die ein skandalös fehlerhaftes Urteil fällen, weggesperrt. Und von Psychiatern, die ihn nie untersucht haben, für wahnhaft erklärt. Eine interne Untersuchung der Hypovereinsbank beweist, dass Mollaths Anschuldigungen im Kern zutreffen. Man verheimlicht die Akte und lässt ihn in der Anstalt schmoren. Wer den Fall kennt, kann kaum an ein zufälliges Versagen von Justiz, Psychiatrie und Politik glauben. Olaf Przybilla und Uwe Ritzer, Journalisten der Süddeutschen Zeitung, hier die Affäre Mollath in ihrer ganzen Tragweite. Für ihre Berichterstattung in der Affäre Mollath wurden sie 2013 mit dem Wächterpreis der deutschen Tagespresse ausgezeichnet. Die Anschuldigungen Mollaths, wecken in einem Wut, Hass und Ungerechtigkeit. Kaum zu fassen, was die Justiz sich da erlaubt. Die Rechtskraft eines Urteils ist eines der höchsten Güter, die ein Rechtsstaat hat. Das aber könnte womöglich der Fluch dieses Rechtsstaates sein. Gerade weil dieser höchsten Ansprüchen genügen muss, glaubt er gelegentlich, einen einmal eingeschlagenen Weg immer weitergehen zu müssen, um zu zeigen, dass alles in Ordnung ist. Und dem hohen Anspruch eines Rechtsstaates Genüge getan wurde. Gerade dann ist die Kontrolle durch die Öffentlichkeit wichtiger denn je. Ein Politthriller der ersten Güte erschienen im Droemer Verlag München. Sollte man unbedingt lesen.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein aufschlussreiches Buch, 3. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ein alles in allem glaenzend recherchierter, bestens lesbarer erschuetternder Bericht. Ritzer und Przybilla fuehren dem Leser eingaengig vor Augen, was einem gesetzestreuen Menschen selbst in einem Rechtsstaat nachhaltig zugefuegt werden kann, wenn sich kriminelle Elemente der Vertreter "rechtsstaatlicher Gewalten" zu bedienen wissen und ebenso willfaehrige wie verantwortungslose Psychiater am Werkeln sind.
Insbesondere, was die Mollath angehaengten Sachbeschaedigungen angeht, bleiben die beiden Autoren allerdings weiter unter ihren Moeglichkeiten. Da darf man sich von dem ARD-Beitrag "Der Fall Mollath" (DAS ERSTE, 3.6., 22:45 Uhr) mehr Aufschluss erhoffen. Deshalb "nur" vier Punkte.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut lesbar und informativ, 2. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Affäre Mollath: Der Mann, der zu viel wusste (Kindle Edition)
Den Autoren ist ein gut lesbares Buch gelungen, das die bis jetzt bekannten Fakten in einem ansprechenden Gesamtzusammenhang darzustellen vermag. Für Freunde des weissen Mandela ist (leider) keine neue Information enthalten, aber es ist trotzdem ein Genuss die Geschichte nochmal durchgehend präsentiert zu bekommen.

Sehr gut gelungen ist der wohl "trickreichste" Teil der Affäre: die Gutachten-Problematik. Nur soviel: es ist ein wahrer Lesegenuss, gerade da schonungslos die Fehler der so gelobten Koryphäen aufs Korn genommen wird.

Absolute Lesempfehlung für Menschen ohne Vorkenntnisse des Skandals. Auch wenn Mollath zur Zeit noch im BKH schmorren muss. Aber es wird ja sicher eine 2. Auflage geben in der die aktuellsten Updates drinstehen. Stand des Verfahrens im Buch ist Anfang April 2013, also recht aktuell.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannender als Tatort im Fernsehn, 9. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Affäre Mollath: Der Mann, der zu viel wusste (Kindle Edition)
eine unglaubliche Geschichte. Ich kann nur hoffen, dass nicht ich zwischen die Mühlenräder der Justiz, Politik und wen auch immer gerate. Wehe dem, dann gibt es keine Chance! Sehr zu empfehlen.
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