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Kundenrezensionen

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am 29. April 2006
Mein Mann und ich hatten diesen Film bereits in den Siebziger Jahre (selber noch Teenies) im Fernsehen gesehen und wollten ihn unbedingt unserer inzwischen 19jährigen Tochter zeigen. Zunächst einmal dachten wir, dass er wohl, was ja oft der Fall ist, von einem jüngeren Menschen, der aus heutigen Filmen schon andere Schockeffekte gewohnt ist, nicht mehr so gut bewertet werden würde, was aber ein Trugschluss war, wie sich herausstellte.

Wir drei waren vom Film im Allgemeinen und von der schauspielerischen Leistung von Bette Davis im Besonderen beeindruckt. Dieses Meisterwerk ließ der Hauptdarstellerin die Freiheit, ihr schauspielerisches Können in voller Bandbreite zu präsentieren. Den ganzen Film hindurch agiert eine dem Wahnsinn nahe *Charlotte* (Bette Davis), die aber immer wieder den Zuschauer durch ihre Zerbrechlichkeit, Sensibilität und ihr kindliches Gemüt für sich vereinnahmen kann.

Ein besonderer Glücksgriff ist den Machern dieses Films auch mit der Verpflichtung der immer nörgelnden, aber *Charlotte* herzlichst zugetaner Haushälterin (Agnes Moorehead) gelungen. Ebenfalls eine brillante Leistung dieser Darstellerin! Alles in allem: Ein Meisterwerk, das man sich immer wieder ansehen kann!
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am 12. November 2005
Erstmal sei gesagt, daß der Film leider ohne Bonusmaterial daherkommt- das ist aber auch schon alles, was mir negativ auffällt. Nach dem riesigen Überraschungserfolg von "Was geschah wirklich mit Baby Jane" wollten Aldrich, Davis und Joan Crawford den Erfolg wiederholen und unterschrieben die Verträge für "Charlotte". Nach dem Ausstieg der allgemein für ihre blendende physische Gesundheit und eiserne Disziplin bezüglich ihrer Karriere bekannten Crawford (Lungenentzündung oder Zickenterror?)wurde Davis' Freundin Olivia de Havilland ins Boot bzw. an den Set geholt. Auch die Rolle der Jewel Mayew, die ursprünglich der großartigen Barbara Stanwyck angeboten worden war, wurde mit einer Davisfreundin besetzt: Mary Astor gewann in einem Davisfilm der 40er Jahre ihren einzigen Oscar (Davis/Crawford/Stanwyck: was für eine Traumbesetzung wäre das erst gewesen!). Joseph Cotten war ebenfalls schon in den 40ern Partner der Davis ("Beyond the Forrest", Davis letztem Film als Vertragsschauspielerin bei WB und sollte es in einer italienischen Produktion aus den 70ern nochmal sein). Hervorragend besetzt bis in die kleinsten Rollen mit Victor Buono aus Baby Jane, Bruce Dern im Prolog zum eigentlichen Geschehen, sowie der leider beinahe unbekannten Helen Kleeb (Mamie Baldwin aus den "Waltons")und der wunderbaren Ellen Corby ("I remember Mama", Esther Walton)als Klatschtanten unterhält der Film schauspielerisch auf hohem Niveau. Eine echte Schau ist neben Bette Davis als dem Wahnsinn verfallene "Titelheldin" Agnes Moorehead, die es versteht, in ihren viel zu wenigen Szenen so eindrucksvoll zu chargieren, daß man Miss Davis schon fast zu ihrer zurückhaltenden Darstellung (IRONIE!) gratulieren möchte. Der Film selbst ist natürlich kein Meisterwerk im Sinne subtilen Horrors und sensibler Charkterzeichnung, er lebt vielmehr vom überzogenen Spiel eines spielfreudigen Ensembles, einer Besetzung entgegen der Rollencliches sowie derber Schockeffekte. Wer also wissen will, wie Horrorfilme in den 60er Jahren funktionierten, ist mit "Hush...Hush sweet Charlotte" oder eben "Wiegenlied für eine Leiche" bestens bedient.
Kurz zur DVD: Der Tranfer von Bild und Ton ist für einen 40 Jahre alten Film ok, der Originaltrailer ist als Bonus mit dabei. Ein kleines Booklet, optisch ganz hübsch, inhaltlich aber eher nichtssagend sowie eine Postkarte mit dem Plakatmotiv sind wilkommene Zugaben. Die Verpackung im Pappschuber (ebenfalls mit Plakatmotiv) läßt die DVD recht edel aussehen.
Für Fans alter Gruselstreifen, einem der mitwirkenden Stars oder als Bereicherung für die nächste Halloweenparty allerwärmstens zu empfehlen!
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TOP 1000 REZENSENTam 28. September 2007
Entgegen so mancher Rezension im Vorfeld, welche sich vergleichsweise ab und an doch etwas zu sehr an neueren Produktionen misst, muß ich sagen, daß ich selten eine derartige Spannung und Intensität gerade bei neuzeitlicheren Farbproduktionen erleben konnte, wie es mir dieser Klassiker beschert hat.

Ich bin überhaupt nicht der Ansicht, daß dieser Film auf Grund seines Alters von fast 50 Jahren an Spannung eingebüßt hat.
"Hush,hush sweet Charlotte" ist ein im wahrsten Sinne absolut gelungenes Psychodrama. Inwieweit der etwas merkwürdige deutsche Filmtitel "Wiegenlied für eine Leiche" die Aussage des Filmes trifft, ist wohl Ansichtsache.

Die schauspielerische Leistung der Darsteller sucht gerade auch in neuzeitlicheren Filmen seinesgleichen. Keine kann so schaurig schön am Rande des Wahnsinns taumeln wie "Bette Davis eyes", das ist wohl unbestritten. Die Geschichte selbst ist im Aufbau hervorragend und bis zum Schluß spannungsgeladen bis haarsträubend. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit seinem herausragenden Licht/Schattenspiel sind äußerst gelungen und über die Maßen effektiv.

Insgesamt bleibt dieser Film altersbedingt in Bild und Ton, sowie Story und Darstellungskunst überhaupt nichts schuldig und hat mir sehr gefallen. Wäre es technisch möglich, hätte ich vermutlich einen halben Stern bei der Bewertung eingebüßt, da ich den Showdown dann doch letzten Endes als recht simpel und nicht ganz so überzeugend empfand, wie den Rest des Filmes. Allerdings gilt hier zu berücksichtigen, daß dieser Film zu einer Zeit entstanden ist, in welchem derartige Happy Ends durchaus gängig waren. Und irgendwie ist es nach einem solchem Nervenkitzel auch fast erholsam, daß zu guter Letzt dann doch noch "alles gut" wird.

Ich frage mich abschließend, weswegen man sich solche alten Filme ansehen mag, wenn man sie dann letztlich doch als "zu alt" empfindet? Erwartungen an einen bekanntermaßen alten Film - nämlich eines halben Jahrhunderts - in Bild und Ton im Vergleich zu heute? DAs kann nicht gut gehen und muss es auch nicht, denn ich zum Beispiel liebe dieses Knacken und Knistern und sehe mir alte Filme gerne genau deswegen an. Weil sie eben "alt" sind und einen ganz besonderen Charme besitzen.

Mein Fazit: Hervorragender Klassiker, der seinem Genre alle Ehre macht, damals wie auch heute noch. Eine herrlich wahnsinnige Bette Davis in einem ihrer besten Filme. Bestes Gänsehautfeeling, gelegentliches Knacken in der Mono-Tonspur inkludiert. Sehr empfehlenswert.
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am 19. August 2014
Meine Produktrezi bezieht sich nur auf diese abgespeckte Ausgabe : Wiegenlied für eine Leiche

Die Präsentation dieser DVD-Box ist auch im Hinblick auf die Gestaltung nur mittelprächtig, da sowohl keinerlei Bonusmaterial als auch zur technischen Ausstattung dieser Disc auf der Coverrückseite kaum informative Angaben vorhanden sind.
Diesbzgl. ist diese Sonderausgabe Wiegenlied für eine Leiche vom gleichen Label einen Tacken besser bestückt, jedoch dies zu einem Preis jenseits von Gut & Böse !

Nachfolgend gebe ich Euch bei Interesse an diesem superben Schwarz-Weiß-Film mal ein Paar wissenswerte Infos im Bezug auf die Ausstaffierung dieser Filmbox inkl. mit beigefügter Ablichtungen zur Veranschaulichung & ich beurteile meine erworbenen Media-Artikel immer nur als Gesamtpaket.
Den Film an sich bewerte ich stets gesondert !

► ZUM STREIFEN : Hush… Hush, Sweet Charlotte ( USA 1964 )

Gemeinsam mit ihrer Hauszofe Velma ( Agnes Moorehead ) lebt die debile Jungfer Hollis alias Bette Davis recht einsam & zurückgezogen.
Mit einem traumatischen Erlebnis aus ihrer Jugend & mit einem derzeitigen Hick­hack mit der örtlichen Behörde belastet, erhofft sie sich Beistand & Hilfe sowohl von ihrem Hausarzt sals auch von ihrer angereisten Cousine Miriam ( Olivia de Havilland ) & wird währenddessen vom Vergangenen eingeholt.

Mit dem wunderbar nostalgisch anmutenden Schwarz-Weiß-Bild wird dem Betrachter hiermit ein sowohl herrlich düsteres sowie schaurig-schönes Flair geboten als auch ebenso eine atmosphärisch dicht inszenierte, sehr gute Fernsehunterhaltung.
Die Regie an diesem großartigen Kriminalfilm nach einer Vorlage des amerik. Schriftstellers Henry Farrel & vom deutschen Drehbuchautor Lukas Heller mitverfasst führte der Fimemacher Robert B. Aldrich.
Neben den beiden Protagonistinen Davis / Moorehead agierten noch weitere großartige Schauspieler wie bspw. Joseph Cotten & Bruce Dern in einem kurzen Gastspiel mit.
Ganz besonders gut gefallen hat mir abermals das brillante Schauspiel der mit einem 'Golden Globe Award' ausgezeichneten Agnes Moorehead, welche u. a. auch schon in „ The Bat - Die Fledermaus “ einen grandiosen Auftritt hatte.
Für die stimmigen, begleitenden Tonstücke zur Untermalung der Spannungsbögen sorgte der amerik. Komponist Frank De Vol.
Die Gesamtlaufzeit beträgt exakt 127:22 Min. sowie reine 126:45 Spielminuten ohne Abspann !

Meine Filmwertung ⋙ 8 von 10 Punkte

► ZUR AUSSTATTUNG : Die DVD mit FSK ab 12 J.

Stabiles Amaray Keep-Case mit ansprechend gestaltetem Cover-Motiv.
Rückseitig mit Inhaltsangabe zur Story & Infos zur DVD ( letzteres allerdings recht dürftig & nicht vollständig )
SCHLECHT ≫ Leider gibt es kein Wendecover ohne diesen unansehnlichen FSK-Flatschen

TONSPUREN : Im OT Englisch sowie in Deutsch & beide in Dolby Digital 2.0 Mono
Der Ton erklingt qualitativ unerwartet klar & sauber. Die Dialoge der agierenden Darsteller sind jederzeit gut verständlich & auch die dt. Synchro wurde seinerzeit m. E. passend ausgewählt, denn so kamen hier doch wirklich ein Paar namhafte Akteure wie u. a. Reinhard Glemnitz für Bruce Dern, Friedrich Schoenfelder für Wesley Addy, Marianne Wischmann für Olivia de Havilland sowie Heinz Engelmann für Joseph Cotten & Eva Eras für Bette Davis zum Einsatz.
TOP ≫ Mit optinal zuschaltbaren Untertiteln in Deutsch, Englisch & Französisch

FORMAT : Widescreen 16.9 - 1.66:1 ( anamorph ) in s/w
Die Qualität der Bilddarbietung ist für die vergangenen 50 Jahre solide & auch zufriedenstellend. Lediglich eine geringe Unschärfe sowie auch ein leicht grieseliges Bild ist bisweilen wahrnehmbar. Der Kontrast ist hingegen okay.

LABEL : 20th Century Fox
PRODUKTION : Robert Aldrich & Walter Blake
PRODUKTIONSJAHR : 1964
GENRE : Krimi / Drama / Thriller

#############
SPECIAL FEATURES : FEHLANZEIGE
#############

● PUNKTABZUG ( halber Stern )
Denn zum Streifen selbst sind leider keinerlei Extras vorhanden, was durchaus schön gewesen wäre.
Es gibt lediglich ein interaktives Hauptmenü ( siehe dazu Foto № 3 ), welches dem Standard entspricht & dieses dient zur Auswahl der Sprachen sowie der UTs. Allerdings wurde dieses Menü recht primitiv sowie auch lieblos gestaltet & das obendrein noch ganz ohne Soundtrack.
Eine separate Kapitelauswahl gibt's zudem auch nicht, vorwärts geht's dennoch innerhalb von 14 gesetzten Kapitelmarkierungen via +/- Skipfunktionstaste auf der Funke im etwa 10-minütigen Intervall.

► FAZIT

Ein sehr unterhaltsamer & wirklich sehenswerter Kriminalfilm aus amerikanischer Produktion.
Im Hinblick auf diese hier vorliegende, eher nur sehr mäßig ausgestattete Filmbox gegenüber der mit einem Kinotrailer als einziges Extra versehen & vor allem überteuerten Grosse-Film-Klassiker-Ausgabe obliegt die Entscheidung schlussendlich allein bei Euch.

Mit nostalgischem Gruß,
Der Dirk

7 von 10 Punkte für den Gesamteindruck
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am 10. September 2006
Zunächst sei gesagt, dass dieser Film 42 Jahre alt ist - dennoch ist die Bildqualität exzellent. Auch die Kamera-Einstellungen, Licht- und Schattenspiele und auch die Gruseleffekte müssen sich hinter heutigen Produktionen keineswegs verstecken - was eigentlich sehr erstaunlich ist.

Alle Schauspieler sind gut -selbst in Nebenrollen (Haushälterin Agnes Moorehead). Und über das exaltierte Auftreten von Bette Davis muss man gar nichts sagen - grandios! Eine "verrückte Alte" kann wohl nicht besser verkörpert werden...

Dennoch: ich sah den Film in meiner Kindheit/Jugend - damals ein Horrorschocker. Heute hat man sich wohl an anderen Produktionen satt gesehen und so bleibt hier die wirkliche Gänsehaut aus, zumal -zumindest die 1. Wendung des Films- schnell vorhersehbar ist.

Hier vergleichen viele den Film mit Hitchcockwerken - das stimmt sicher zum Teil - ich würde ihn z.B. eher mit "Gaslicht" (Ingrid Bergmann ...) vergleichen (...jemand wird in den Wahnsinn getrieben...).

Der Film kommt sehr selten im TV - auf jeden Fall kaufen.
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am 17. Dezember 2007
Warum gibt es nicht viel mehr von Filmen solcherart? Die abendliche Movie-Time waere um einiges unterhaltsamer, aufregender und, - nicht zuletzt -, lehrreicher!
Charlotte bewahrt seit vier Jahrzehnten ein Geheimnis, das den gewaltsamen Tod ihrer Jugendliebe betrifft. Innerlich vereinsamt und dem Wahnsinn nahe fristet sie ein Leben zwischen Depression und Nostalgie.
Als ihr Geburtshaus, das sie mittlerweile seit langer Zeit nur mehr gemeinsam mit ihrer Haushaelterin bewohnt, fuer den Bau einer Autobahn abgerissen werden soll, bittet sie ihre Cousine Miriam um Hilfe.
Aber Charlotte kommt auch mit ihrer Unterstuetzung einfach nicht zur Ruhe: Die Geister der Vergangenheit plagen sie immer staerker, so dass ihr Arzt, Dr. Bayliss, ihr schliesslich empfiehlt, sich einweisen zu lassen ...

Die Haushaelterin mag in ihrer luderhaften Darstellung ein wenig uebertrieben haben, manche Details in den Szenen wirken natuerlich technisch ein wenig ueberholt oder ueberzogen, aber im wesentlichen ein durch und durch sehenswerter, weil spannender Film, der einen Bangen und Hoffen laesst, bis zum eiskalten Ende ...
Ein Filmschaffen, das niemals zu "alt" oder "unmodern" sein wird.
Also: In eine Decke kuscheln, etwas zum Knabbern bereithalten und START auf dem DVD-Player druecken !!
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TOP 1000 REZENSENTam 10. November 2013
Was soll ich an diesem Film zuerst loben?

Die mehr als prominenten Darsteller, die zu diesem Zeitpunkt ( 1964 ) bereits einige Klassiker gedreht und Oscars erhalten hatten
( Davis und de Havilland je 2 ), das Spiel von Licht und Schatten, die Kamera, den Schnitt, die kompetente Regie von Robert Aldrich ( zum zweiten Mal mit Bette Davis nach "Was geschah wirklich mit Baby Jane? im Jahre 1962 )?

Die eindringliche Musik von Frank De Vol und das Titellied, von keinem Geringeren als Al Martino gesungen
( Hush, hush, sweet Charlotte )?

Dass der Film, für dieses Genre ungewöhnlich, ganze sieben ( ! ) Oscar- Nominierungen erhielt ?

Beste Nebendarstellerin ( Agnes Moorehead ), Beste Kamera, Bester Schnitt, Beste Kostüme, Beste Ausstattung, Bestes Lied, Beste Musik.

Bette Davis, und das erklärt den Titel meiner Kritik, spielt hier zum dritten Mal eine alte Jungfer, die Charlotte gerufen wird, Das erste Mal war 1939 in "The Old Maid" ( was eben "alte Jungfer" bedeutet ), 1942 in "Now,Voyager" als Charlotte Vale und eben jetzt im Jahre 1964.

Kurz zur Geschichte: Einmal mehr geht es darum, dass ein Mensch um seine geistige Gesundheit fürchten muss. Noch dazu steht eine Rehabilitation in der Gesellschaft aus, denn dieser Mensch, in dem Fall Charlotte Hollis, gilt als Mörder, der seiner gerechten Strafe bislang entkommen ist, weil die Beweise fehlten ( oder weil der einflussreiche Vater seine Hand im Spiel hatte ).

Charlotte lebt schon sehr lange allein auf dem Familienanwesen ( wir befinden uns in den Südstaaten ). Als Haushaltshilfe hat sie Velma ( Agnes Moorehead ), die sie als Einzige zu nehmen weiß.

Das Anwesen ist durch Enteignung nicht mehr in Charlotte's Besitz, sie muss es räumen, was der kleine Sturkopf aber nicht tut ( wir haben es immerhin mit Bette Davis zu tun ). Sie schießt sogar auf die anrückenden Arbeiter, die das Haus abreißen sollen ( Vorarbeiter ist hier kein Geringerer als George Kennedy ). Ihre Cousine Miriam ( Olivia de Havilland ) soll es richten, dass Charlotte bleiben kann. Doch die hat eigene Pläne...

Dann ist da noch Dr. Drew ( Joseph Cotten ), der sich gerne mal einen genehmigt und scharf auf Miriam ist.

Was diesen Film, der komplett in s/w daherkommt, so bemerkenswert macht: Alle wichtigen Beteiligten sind in der A-Liga.

Die drei erwähnten Damen ohnehin, aber auch Mary Astor als Jewel Mayhew, Joseph Cotten als Dr. Drew, Victor Buono als Papa Hollis ( Vic war auch in dem anderen Aldrich- Film dabei ) und natürlich der Regisseur.

Das Mordopfer vom Anfang des Films, John Mayhew, sollte später in die erste Liga aufsteigen: Bruce Dern hatte die Hauptrolle in Hitchcocks letztem Film "Familiengrab".

Das wertet so einen Film natürlich unheimlich auf, denn speziell die meisten Darsteller hätten es mit ihrem Renommee nicht nötig gehabt, in einem Horrorfilm mitzuwirken. Doch sie tun es, und der Zuschauer ist dankbar dafür.

Charlotte möchte man abwechselnd den Kopf zurecht rücken oder sie trösten. Bei Miriam und ihrem frostigen Charme das Eis abkratzen ( und dann in den Drink tun, den man mit Schnapsnase Dr. Drew nimmt ). Velma könnte Hilfe gut gebrauchen, also helfen wir ihr doch, die Designer- Koffer von Lady Miriam ins Haus zu tragen ( danach einen Drink mit ihr, falls Dr. Drew was übrig gelassen hat ).

Dank an alle Beteiligten ( viele weilen leider nicht mehr unter uns ) für diesen Film. Ein Meisterwerk !

P.S.: Die DVD kommt in einem griffigen Pappschuber daher, Extras sind bis auf einen sogenannten "Theatrical Trailer" nicht vorhanden. Geschenkt. Immerhin gibt es ein dickes Booklet mit Infos über "Große Film-Klassiker", denn so heißt die Reihe, in der dieser Film erschienen ist.
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am 22. November 2013
Schwer zu sagen. Mir persönlich gefällt er eine Spur besser, da mir die Handlungsabläufe stimmiger erscheinen. Einzig, dass die Szene mit der Haushälterin praktisch 1:1 von "Baby Jane" übernommen wurde, stört mich ein wenig. Da hätte man ruhig etwas phantasievoller sein können. Aber Bette Davis und Agnes Moorehead liefern eine furiose Vorstellung und der Film ist absolut empfehlenswert. Bild und Ton der DVD sind, so wie auch bei "Baby Jane", sehr gut.
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Wahnsinn!!! Wer diesen brillianten Horror-Schocker aus dem Jahr 1964 gesehen hat, weiss, was für ein billiger Müll heutzutage unter dem Namen "Horror" auf den Markt geschmissen wird. Ich habe mir die DVD gleich zweimal hintereinander angeschaut, so gefesselt war ich von diesem einmaligen Meisterwerk!! Ein kleines Vermögen habe ich für die (leider vergriffene) DVD bezahlt - und ich würde sie niemals wieder hergeben. Bette Davis und Agnes Moorehead brillieren in einer schauspielerischen Glanzleistung, dass mir fast die Worte fehlen - einfach begnadet gut!! Und dann dazu eine nicht mehr zu überbietende Regie-Meisterleistung von Robert Aldrich, dass einem stellenweise - selbst noch nach 48 Jahren - das Blut in den Adern gefriert...
Für mich, einer der besten Horror-Schocker der jemals gedreht worden ist! Ganz klar 7 Sterne!!! Für Horror-Fans ist "Wiegenlied für eine Leiche" ein absoluter Leckerbissen, ein absolut brilliantes Meisterwerk.
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am 21. September 2013
Die Schauspielerin Bette Davis(1908-1989) kam unter dem Namen
Ruth Elizabeth Davis in Massachusets,USA,zur Welt.
In New York nahm sie Schauspielunterricht und spielte schon
bald am Broadway.
Ihr gutes Aussehen,ihr Talent,vor allem aber ihre markanten,
großen Augen,die später ihr Markenzeichen werden sollten,ebneten
ihr den Weg nach Hollywood.
Universal bot ihr einen Vertrag an,unter der Bedingung,daß sie
ihren Namen in Bettina Dawes änderte,doch Bette Davis setzte sich durch
und behielt ihren wirklichen Namen.

Ende der 30er bis Mitte der 40er Jahre gehörte sie zu den am besten
bezahlten Schauspielerinnen Hollywoods.
Insgesamt drehte sie in ihrem Leben über 100 Filme.Ans Aufhören dachte
sie nie.Noch in ihrem Todesjahr 1989 stand sie für eine TV-Serie
vor der Kamera.************

Zweimal erhielt sie den Oscar als beste Schauspielerin für "Dangerous"
(1935,Regie:Alfred E.Green)und für"Jezebel-Die boshafte Lady" ( 1938,
Regie:William Wyler).
________________________

Der Hintergrund:

1962 drehte Robert Aldrich den Psychothriller "Was geschah wirklich mit Baby Jane"!
In den Hauptrollen brillierten die beiden Hollywood-Legenden Bette Davis
und Joan Crawford.Zwei Jahre später ließ er mit"Wiegenlied für eine Leiche"
erneut einen Gruselthriller folgen,der wieder auf einem Roman von Autor
Henry Farrell basierte.Auch diesen Film besetzte er wieder mit den beiden Schauspielerinnen,
doch Crawford erkrankte während der Dreharbeiten an einer Lungenentzündung
und musste ersetzt werden.
Bette Davis schlug für den wichtigen Gegenpart ihre alte Freundin Olivia de Havilland
("Vom Winde verweht")vor und Aldrich willigte ein.
Später sagte er,daß die Neubesetzung dem Film zu noch mehr Glaubwürdigkeit verholfen habe.

Die Handlung:

Fernab der Realität lebt die ältliche Charlotte(Bette Davis) in dem Haus,
in dem vor 37 Jahren ihr Liebhaber bestialisch ermordet wurde.
Als es abgerissen werden soll,um einer Autobahn Platz zu machen,bittet sie
ihre Cousine Miriam(Olivie de Havilland)und ihren Arzt (Joseph Cotten)um Hilfe.
Kurz nach deren Ankunft geschehen unheimliche Vorfälle,die Charlotte langsam
immer weiter in den Wahnsinn treiben.................

Fazit:
Ein schockierender Psychothriller mit einer großartigen Bette Davis,
der auch heute noch Gänsehaut erzeugt!!Nichts für schwache Nerven!!
********************
Anmerkungen:

Nominiert für 7 Oscars 1964
Nebendarsteller-Agnes Moorehead(fantastisch)
Ausstattung schwarz-weiß (gibt den urigen Grusel-Kick)
Song-"Hush...hush,sweet Charlotte..(grandios und passend)
Musik-Frank De Vol,Texte-Mack David(klasse!!!)!

Laufzeit: 127 Minuten!

Damit 5 gruselig,düster-daherschleichende Sternchen!!!!!
Wer diesen Kult-Film noch nicht sah,der hat was verpasst-
KAUFEMPFEHLUNG !!!
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