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TOP 500 REZENSENTam 23. September 2013
Das ist leider die letzte Platte von Paul(chen) Kuhn, der am 23.September 2013 im stolzen Alter von 85 Jahren verstarb.

»The L.A. Session« beweist die unglaubliche Leichtigkeit und Virtuosität, mit welcher der Mann am Klavier, der von vielen zu Recht als Deutschlands bester Jazzer gerühmt wurde, über die Tasten gleitet.

Wer ihn in seinen letzten Jahren live sehen durfte, der erlebte einen gebrechlichen Greis, der aufgrund seiner Sehschwäche ans Klavier geführt werden musste und sich dort sekundenschnell in einen jungen Gott verwandelte.

Diese CD präsentiert den Pianisten und Bandleader übrigens auch als Sänger, der beispielsweise mit »Just in time« die unglaubliche Vielseitigkeit seines Talents demonstriert und einen geradezu prophetisches Song über die Zeit, die ihm nun endgültig davongelaufen ist, zum Besten gibt.

Diese CD hält die Erinnerung an Paul Kuhn wach und gehört schon aus diesem kühlen Grunde in jede Jazz-Sammlung.
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am 18. Oktober 2013
Die Achtzig hatte Paul Kuhn schon weit überschritten, sein Gang geriet unsicher, die Spuren des Lebens zeichneten sein Gesicht – seiner Musik war das bis zum letzten Atemzug nicht anzuhören. Sie war sein Jungbrunnen, in ihr ging der Wiesbadener auf. Mit dem Alter schien gar das Einfühlungsvermögen des Ausnahme-Talents Kuhn in sein Piano stets zu wachsen. Welch deutscher Musiker lebte den Jazz wie er? Auch wenn er seine ersten Meriten mit Tanzmusik und als Entertainer vor großem Publikum einheimste.

Kleinere, intimere Darbietungen aber waren sein wahres Metier, der Jazz mit seinen endlosen Facetten seine tiefe Liebe. Dieser widmete er sich in den vergangenen Jahrzehnten konsequent und begeisterte Musikfreunde durch sein so beispiellos leichtfüßig pfiffiges Spiel und natürlich den bezeichnend samtrauen und doch nie kratzigen Gesang.

Die LA Sessions sind die Erfüllung eines Jugendtraums. Mit dem Toningenieur und siebenfachen Grammy-Gewinner Al Schmitt sowie den beiden Jazz-Koriphäen Jeff Hamilton (Drums) und John Clayton (Bass) spielte Kuhn die LA Sessions in den längst legendären Capitol-Studios in Los Angeles ein.

Clayton, Hamilton und Kuhn gehen eine begnadete Liason ein und bilden in jedem Stück ein organisches Ganzes. Es bildet sich eine Grundstimmung, die nicht allein durch Professionalität, sondern durch die Hingabe zur Musik sofort auf den Zuhörer wirkt. Es entstehen unglaublich feinsinnige, lebendige Gebilde, die Musik als ein Epos zu erzeugen. Dabei schwingt in den Stücken jene filigrane Leichtigkeit, selbst in den melancholischeren Tracks, die nur Ausnahmekünstler im perfekten Zusammenspiel meistern. Kein Protagonismus - das Gesamte ist tatsächlich größer als die Summe der drei einzelnen Musiker.

Einige der 14 Stücke begleitet Kuhn auch gesanglich wie beispielsweise Just in Time oder There will be another You und bildet mit seiner wie mit Mehltau belegten Stimme quasi das Sahnehäubchen. Das wirkt getragen, und macht exakt dadurch Lust auf mehr.

Klanglich betört die Aufnahme durch ihren Glanz, die Tiefe, die weite Einblicke in den Raum erlaubt, und die schlicht hervorragende Abmischung. Da offenbaren sich sanft gedämpfte Farbtupfer ebenso wie die einzigartige Sehnigkeit des Kontrabasses, ohne dass nur der Anfangsverdacht einer Überzeichnung aufkeimt. Eine erstklassige Einspielung. Ich kenne nur eine Aufnahme mit Paul Kuhn, die klanglich wohl noch einen Schritt weiter geht – die ungeschnittene, rein analoge Live-Einspielung von sommelier du son. Auch die LA Sessions sind auf Vinyl erhältlich, auf 999 Stück limitiert, noch griffiger als die CD, die aber ebenfalls höchsten Klanggenuss garantiert.

Die LA Sessions bieten feinsten Jazz in prägnanter Farbenpracht intoniert von begnadeten Künstlern, von denen einer viel zu früh verstorben ist. As time goes by... knut isberner
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am 24. März 2013
Es ist einfach unfassbar, was Paul Kuhn da in Los Angeles mit seinen illustren Mitstreitern produziert hat. Nun ist Alter allei nicht ein Verdienst, aber es ist schon sagenhaft, was er mit stolzen 85 Jährchen in die Tasten zaubert. Das swingt, groovt und jazzt at its best. Die Titel sind hervorragend ausgesucht und sogar die Eigenkompositionen sind richtig gut. Wer Paul Kuhns Vorliebe für "Frankie Boy" kennt, ahnt, dass ihm die Aufnahmen Spaß gemacht haben müssen. Das merkt man auch. Manchmal singt er fast wie "Ol' blue eyes".
Möge er 100 Jahre alt werden und noch viele CD's produzieren, immer getreu seinem Motto: "It don't mean a thing, if it ain't got that swing".
Toll, super, kaufen!!
Schade, dass es keine 6 Sterne gibt.
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am 10. Dezember 2015
Paul Kuhn starb 2013. Seine Musik wird bleiben. Es ist großartige Musik. Auf dem Plattencoverfoto trägt Paul eine Schweißerbrille. Seinen künstlerischen Tiefpunkt hatte Kuhn 2008 erreicht, als er ein Album zusammen mit dem furchtbaren Mario Barth veröffentlichte. Ich höre das Album meist auf der Autobahn. Es reicht von Bad Wildungen bis zur Grenze nach Österreich, je nachdem, wie schnell man fährt.
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am 12. März 2013
Viel mehr ist dem nicht mehr hinzuzufügen diese 2011 er Aufnahme aus demCapitol Studio in L:A:
mit Jeff Hamilton und John Clayton und seinen Eigenkompositionen wiederspiegelt seine Liebe
zum amerikanischen Jazz. Nicht nur das Leben ist ein Traum wie Paul Kuhn sagt sonder
Paul Kuhn ist ein Traum. An dieser CD kommt kein Paul Kuhn Jazzfreund vorbei!
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am 24. März 2013
Wer swingenden Pianojazz liebt, muss nicht nach den großen Namen in den Staaten suchen, Paul kann es genau so gut oder sogar noch besser! Meine Güte hat dieser im wahrsten Sinne des Wortes "alte Jazzer" es noch drauf. Lässig und mit absoluter Nonchalance bringt er die Stücke zu Gehör und swingt, was das Zeug hält. Unbedingt erwähnt werden sollte auch: Das Album ist hervoragend aufgenommen und abgemischt. Ich kenne nur wenige Trio-Aufnahmen, wo der Bass so sauber rüberkommt und Flügel und Schlagzeug live "im Wohnzimmer stehen". Fünf Sterne- Testplatte für den High Ender! Da haben die guten alten MPS-Platten einen würdigen Nachfolger gefunden!
Leider verstarb der gute Paul im September 2013, dieses Album ist sein Vermächtnis!
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am 22. Dezember 2013
Für diese Aufnahme hat Paul Kuhn hervorragende Begleiter gefunden, die ihn kompetent unterstützen. Überraschend sind Frische des Spiels und Erfindungskraft des "alten Mannes" Alles gut zu hören, die Klanqualität ist superb, auch wenn die Pfade der Interpretationen alle schon mal begangen worden sind.
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am 7. Mai 2013
Eine deutsche Legende mit zwei absoluten Weltstars des Jazz, die sich leider etwas zurückhalten, wie
könnte man Paul Kuhn besser würdigen?! Wer Paul Kuhn verehrt, sieht auch über den Sprechgesang
hinweg, bzw. ohne wäre es nicht Paul Kuhn. Da schnippt der Finger :-) !
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am 22. Oktober 2014
Was kommt musikalisch heraus, wenn der Pianist Paul Kuhn ins Studio geht, dort mit den Diana-Krall-Sidemen John Clayton am Bass und Jeff Hamilton am Schlagzeug vierzehn Stücke aufnimmt, davon zwölf Klassiker aus dem "American Songbook" und zwei Kompositionen von ihm selbst, und das Ganze vom Produzentenguru Al Schmitt studiotechnisch veredelt wird? Genau - eine lässig swingende CD voller musikalischer Klasse, brillant im Klang und versehen mit einer Portion gehörigen Herzbluts aller Beteiligten. Eine großartige Scheibe und Paul Kuhns letzte.
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am 24. März 2013
..Tatort: Capitol Studios, L.A. - Mittäter: die West-Coast Kapazunder Jeff Hamilton und John Clayton.

Also wenn Alt-werden so ausschaut bzw. klingt, dann Leute, freut euch drauf!
Kuhn swingt wie der Leibhaftige himself, so wie der mit 85 in die Tasten greift, kann ihn
keine Arthritis plagen! Da muss sich so mancher Youngster warm anziehen.
In Sachen Timing, Feeling und Sensitivität ist der altbewährte Virtuose sowieso eine Klasse
für sich, das hat man eben oder nicht - erlernbar nur schwer bis gar nicht!
Kuhn - so scheint es - hat diese Fähigkeiten mit der Muttermilch aufgesogen.
Dass er nebenbei einen passablen Crooner abgibt, wird das alte - seinerzeit durch "Frankie-Boy"
geadelte - Studio-Mikro auf Anfrage jederzeit problemlos bestätigen.

Die exzellente Songauswahl - Klassiker von Rodgers/Hart, Mandel/Mercer, Eigenkompositonen wie
das eingängige "Almost The Blues" und die Johnny Griffin Hommage "Griff", Charlie Parkers
"Ornithology" und finally eine absolute "Chicken Skin"-Version von "As Time goes by" tragen das
ihre zum Ausnahmestatus dieser Einspielung bei.

Gebe Gott Paul Kuhn noch ein langes, langes Leben - und bitte noch ein paar Aufnahmen dieses Kalibers!

P.S.: Hat nicht sollen sein ... leider,leider ...."Rest in Swing, Paul" - wünscht seine letze Plattenfirma
und dem kann man sich nur anschließen!
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